Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

No & ich

9783426501580
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Taschenbuch, Knaur TB
01.08.2010, 256 S.

ISBN: 978-3-426-50158-0
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Roman

»Die Dinge sind, wie sie sind.«

Wenn wir irgendwann nur noch diese Antwort parat haben – sind wir dann erwachsen? Lou ist hochbegabt und eine Einzelgängerin. Am liebsten beobachtet sie die Menschen und stellt dabei gewagte Theorien auf, um das zu verstehen, was tagtäglich mit uns geschieht. Bis sie auf die achtzehnjährige No triff t, die in Paris auf der Straße lebt. No mit den dreckigen Klamotten und dem müden Gesicht. No, deren Einsamkeit die Welt in Frage stellt. Und Lou stürzt sich in ihr neues Projekt: Sie will No retten – und sich und der Welt beweisen, dass sich alles ändern lässt ...

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Leselounge

Die Autorin

Delphine de Vigan

Portrait von Delphine de Vigan

Delphine de Vigan wurde 1966 in Paris geboren, wo sie heute noch mit ihren zwei Kindern lebt. Sie arbeitet tagsüber für ein soziologisches...

zur Autorin Bücher von Delphine de Vigan

Pressestimmen

"Delphine de Vigan ist mit "No & ich" ein ebenso warmer wie poetischer Roman über das Erwachsenwerden gelungen. Und über diesen tiefen Wunsch, den vor allem Jugendliche haben, die Welt wenigsten etwas zum Besseren wandeln zu können."

Schleswig Holstein am Sonntag, 22.03.2009

"Die Autorin erzählt warmherzig von einer "unmöglichen" Freundschaft, vom Erwachsenwerden und der manchmal bitteren Realität, an der Träume scheitern. Nicht nur für junge Leser."

Münchner Merkur, 14.02.2009

"Anrührend und einfühlsam erzählt sie von der 13-jährigen hochbegabten Schülerin Lou, eine Einzelgängerin, die am liebsten Menschen beobachet und ihre eigenen Theorien über sie aufstellt."

Frau im Spiegel, 14.01.2009

"Sensibler Roman übers Erwachsenwerden."

myself, März / 2009

"Ein leichtfüßig daherkommender Roman über ein schwermütiges Thema. Was sich scheinbar ausschließt, findet in der Gestaltung der Französin Delphine de Vigan auf ebenso sonderbare wie wunderbare Weise zusammen."

Lausitzer Rundschau, 16.02.2009

"In elf Sprachen wurde die gefühlvolle Geschichte über das Thema Adoleszenz, die schon nach wenigen Seiten mitreißt, bereits übersetzt. (..) Ihre junge Heldin reflektiert zwar ausgiebig über sich selbst, erscheint aber nicht altklug. (..) Ein wunderbares Werk für alle Altersklassen. Und ein Plädoyer dafür, nie mit dem Träumen aufzuhören."

Westfälische Nachrichten, 25.03.2009

Obdachlos in Paris - ein poetischer Bestseller.

Neue Presse, 28.02.2009

"In Frankreich ist dieser Roman ein Bestseller, und das aus gutem Grund: Der Inhalt bewegt sich durch eine Tabuzone, die selten so leise und zartfühlend aufgegriffen wurde: Obdachlosigkeit von jungen Frauen und deren Kampf ums Überleben."

Wiesbadener Kurier, Thomas Hocke, 18.02.2009

"Ein Roman, der in Frankreich viele Preise gewonnen und mich sehr berührt hat. Weil ich beim Lesen plötzlich wieder wusste, wie sich das anfühlt: die Welt verbessern zu wollen."

Brigitte, 29.07.2009

"Bewegend, berührend, poetisch, mitreißend - all diese Attribute, die dem vorliegenden Roman von den Vorab-Stimmen zugeordnet werden, sind stimmig, treffen aber nicht ausreichend die stille Wucht dieses Romans."

Buchkultur, April / Mai 2009

"Ein ungemein tröstlicher Alltagsroman, der leise und poetisch von Liebe, Wahrheit und Gerechtigkeit erzählt."

OK! Das Exklusivmagazin der Stars, 22.01.2009

"No und ich" ist ein wunderbarer, warmherziger Roman, klug, rührend, traurig und zart. Durchwoben vom Schimmer der Hoffnung, dass nichts auf der Welt so bleiben muss, wie es ist."

annabelle (CH), 25.02.2009

"Ergreifender Roman aus dem Pariser Obdachlosen-Milieu. (..) Vigan hat die Sprache der Jugendlichen gut getroffen. Vor allem aber sind es die eindringlichen Schilderungen des Straßenlebens, die den Leser nicht loslassen."

dpa, 16.02.2009

"Feinfühlig, ohne jeden Kitsch, erzählt Delphine de Vigan die Geschichte vom Erwachsenwerden. (..) Ein Roman voller Gegensätze."

SWR HF, Claudia Deeg, 10.02.2009

"NO & ICH geht nah. Dieses Buch öffnet die Augen für die Dinge, die um uns herum geschehen. (...) Ein Roman, der durchaus auch als Klassenlektüre zu empfehlen wäre."

germanblogs.de, 05.08.2010

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Ein sehr gewagtes Thema aus der Sicht einer hochbegabten 13-Jährigen.
Ihre Gedankengänge sind tiefgründig und eine ihrer Fragen dreht sich darum, wieso die Menschen soviel geschafft haben in der Wissenschaft, Medizin usw. , aber es nicht geschafft haben das Menschen nicht auf der Straße leben müssen.
Nicole Helm, 03.08.2014

Lou ist dreizehn und nicht wie andere Mädchen in ihrem Alter. Sie ist hochbegabt und hat bereits zwei Schulklassen
übersprungen. Sie fühlt sich irgendwie fehl am Platz und kann nicht verstehen, warum sie so winzig klein ist. Heimlich ist sie in den siebzehnjährigen Lucas verliebt. Er ist das genaue Gegenteil von ihr, groß und nicht besonders schlau. Bereits zweimal ist er sitzengeblieben, aber er mag Lou und die beiden freunden sich an.

Eines Tages lernt Lou die achtzehnjährige No kennen. No lebt auf der Straße und Lou kann sie überreden sich mit ihr zu treffen und zu unterhalten. Mit jedem Treffen merkt Lou wie sehr sie No braucht und will ihr unbedingt helfen ein besseres Leben zu haben.

Lou ist eine liebenswürdige und wissbegierige Person. In ihrem Alter musste sie schon so einiges erleben und macht Probleme grundsätzlich mit sich allein aus. Nach dem Tod ihrer Schwester hat sich die Mutter völlig zurückgezogen und nimmt nicht mehr wirklich am Leben der Familie teil. Sie sitzt den ganzen Tag im Wohnzimmer und starrt vor sich hin.

„Ich wollte, dass das Leben wieder so wäre wie früher, als alles einfach schien und eins aufs andere folgte und man gar nicht darüber nachdachte, ich wollte, dass wir genauso wären wie die anderen Familien, in denen die Eltern mehr als drei Wörter am Tag sagen und die Kinder sich nicht die ganze Zeit schlimme Fragen stellen.“ S. 52

Lou’s Vater scheint mir sympathisch. Er ist liebevoll und opfert sich für seine Familie auf. Doch erst durch No wird aus den Bertignacs wieder eine fast normale Familie.

Delphine de Vigan schaffte hier eine sehr emotionale Geschichte über die Realität, vor der wir jeden Tag die Augen verschließen. Sie erzählt, wie einfach es sein kann Menschen zu helfen, wenn sie es denn wollen. Der Schreibstil ist sehr schön und berührend. Es geht um Liebe, Vertrauen und Hoffnung.

Die Geschichte wird aus Lou’s Sicht erzählt und ich bin verblüfft, wie ein so zierliches junges Mädchen eine solche Kraft und so großes Durchhaltevermögen aufbringen kann. Sie ist eine so wundervolle Person. Und auch mit den anderen Charakteren hat sich die Autorin sehr viel Mühe gegeben. Sie wachsen einem doch fast alle ans Herz.

Ich kann das Buch nur empfehlen.
Kerstin Schmitt, 10.07.2014

Ein grosser Bahnhof in Paris, ein- und ausfahrende Züge, Lou und No. Lou ist hochintelligent, jung, weitdenkend und
kämpferisch. Sie verbringt ihre Freizeit häufig damit, irgendwelche Versuche anzustellen, sich lesend Wissen anzueignen oder damit, Menschen am Bahnhof zu beobachten, ihre Geschichten, Gedanken und Ziele zu erraten. No ist älter als Lou, auch häufig am Bahnhof unterwegs, weil sie da ab und zu ein wenig Geld oder etwas zu Essen bekommt oder wenigstens ein wenig an der Wärme ist. No hat keine grossen Ziele, sie plant ihre Zukunft von der einen Minute zur anderen und sie ist genau so einsam wie Lou. Die beiden jungen Frauen treffen aufeinander und obwohl sie aus zwei Welten zu kommen scheinen, verbindet sie doch ihre grosse Einsamkeit. Lou interessiert sich für No und beginnt, sie immer wieder zu einem Getränk in ein warmes Restaurant einzuladen. Ihr ganzes Geld gibt sie dafür aus. Um No zuzusehen, ihre Geschichten zu hören, ihr ein wenig Gesellschaft zu leisten. Da muss Lou in der Schule einen Vortrag machen und sie wählt das Leben von No als Thema. Schon bald ensteht so etwas wie eine zerbrechliche Freundschaft zwischen den beiden Welten, doch No kann sehr unberechenbar sein und ausserdem benötigt sie schon ganz bald wieder eine neue Bleibe.

Meine Meinung:
No und ich ist ein sehr berührendes Buch, welches davon handelt, die Welt verändern zu wollen. Jede und jeder von uns kennt diesen Wunsch, diesen Traum und wir alle haben schon das Eine oder Andere unternommen, um wirklich etwas zu ändern. Doch für Lou entwickelt sich No von einem "Projekt" zu einer Freundin, einer wichtigen Vertrauten in ihrem sonst eher einsamen Dasein.
Die beiden jungen Frauen werden als intelligente Persönlichkeiten dargestellt und von der Autorin sehr liebevoll beschrieben. Lous Leben ist kein leichtes Leben. Und leider geht es wohl vielen Jugendlichen so, dass sie eine Familie und ein Zuhause haben, sich aber trotzdem einsam oder unverstanden fühlen. Dies finde ich von der Autorin absolut glaubwürdig und tiefsinnig dargestellt. Auch Nos Leben ist zwar typisch für eine junge Frau, welche auf der Strasse lebt, es wird aber nicht überspitzt oder gar einer Schublade entsprechend dargestellt. Genau deswegen berührt Nos Geschichte, die wir nach und nach erfahren auch so sehr. Sie kann eigentlich nicht anders, möchte aber trotzdem nicht so weiter leben.
Die beiden Protagonistinnen sind junge und mutige Frauen, welche uns täglich genau so oder ähnlich begegnen können. Und trotzdem sind sie besonders, sie fallen auf und sie gehen einen gemeinsamen Weg, der sicher nicht der leichteste ist, aber ein sehr ehrlicher.
Lou ahnt wahrscheinlich gar nicht, wie viel sie mit ihrer ausweglos scheinenden Arbeit für No macht. Ausserdem setzt sie ein Zeichen für ihre Mitmenschen. Auch wenn manchmal etwas so aussieht, als wäre etwas nicht zu erreichen, so kann man es doch wenigstens immer und immer wieder versuch
Livia Schönbächler, 08.05.2014

"NO & ICH" ist ein wundervoller, sensibler Roman, welcher auch nach Jahren noch in meinen Gedanken nachhallt.

Luna Dohm, 07.04.2014

Die 13-jährige, hochbegabte Lou lebt mit ihren Eltern in Paris. In der Schule wählt sie ein brisantes Thema für ein
Referat aus: Auf der Straße lebende Frauen. - Dadurch lernt sie 18-jährige No kennen, die von Zuhause weggelaufen ist und nun schon seit einiger Zeit auf der Straße lebt. Lou "interviewt" No, sie treffen sich immer wieder und Lou bekommt immer mehr das Gefühl, dass sie No helfen möchte, Lou möchte bei No sein, sie von der Straße holen, sie retten. - Doch wird ihr das gelingen? Wird No das überhaupt zulassen?

Die Sprache in dem Buch fand ich einfach bezaubernd. Es wird aus der Ich-Perspektive von Lou geschrieben. Und obwohl hauptsächlich Monologe, Gedankengänge, lange Sätze mit vielen Beistrichen und sehr wenig direkte Reden oder Gespräche vorkommen, konnte ich mich sehr gut auf die Geschichte um Lou und No einlassen bzw. mich darauf konzentrieren.
Lou, die einen IQ von 160 hat, zwei Schulklassen übersprungen hat und viele Experimente durchführt, weiß zwar viele Fakten und Tatsachen und hat einen ganz besonderen Bezug zu Wörtern, ist jedoch, was das Leben an sich betrifft, noch ganz "grün hinter den Ohren", ja sie ist sogar unfähig, sich ihre Schnürsenkel zuzubinden. Aber eines besitzt Lou in hohem Maße: Empathie. - Und das macht sie für mich wahnsinnig liebenswert. Mit so einer enormen Hingabe und Geduld hat sie sich um die schwierige No gekümmert. Diesen Willen, alles dafür zu tun, um No zu helfen, fand ich bemerkenswert.
Für mich war es spannend, mitzuverfolgen, wie No und Lou zueinander fanden, wie Lou scheinbar wieder von No verlassen wurde und aber genau dadurch etwas ganz essenzielles für's Leben gelernt hat.

Ein faszinierender Roman voller Einfühlungsvermögen, Liebe, Vertrauen, Verständnis und unendlicher Hingabe, aber auch Traurigkeit, Verstoßung, Angst, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Schweigen und Schwermut haben darin ihren Platz.
"No & ich" ist für mich ein Roman, zum Nachdenken für ruhige Stunden, der 5 Sterne redlich verdient hat.
Janine2610, 05.02.2014

"hallo ich bin in der 7. klasse auf dem Gymnasium und ich soll eine Buchvorstellung halten. Welches Buch ist egal ich
dachte nur "Nein bitte nicht" weil ich sonst nie gelesen habe.Ich fuhr dann am nächsten Tag mit meiner Mutter in eine Buchhandlung und suchte nach einem Buch was mich zumindest etwas interesiert. Eine ganze stunde verbrachten wir in dieser Buchhandlung und dann hat mir die Verkäuferrin dieses Buch gezeigt ich fange es total klasse und wir nahmen es mit. Schon auf dem Weg nach Hause fing ich an zu lesen.... Ich hab es VERSCHLIUNGEN ! Ich empfehle dieses Buch jedem es ist so toll !"
Hannah, 09.11.2011

Ich habe das Buch zwar nicht hier durch bekommen, aber gelesen habe ich es dennoch. Und ich muss sagen, es hat mir sehr
gut gefallen. Teilweise musste ich echt schmunzlen. Aber auf jeden Fall ist es sehr einfühlsam geschrieben und meiner Meinung nach auch sehr realistisch.
Stephanie, 11.01.2011

Ich war sehr an dem Buch interessiert, da mein Berufswunsch in Richtung Sozialarbeiterin mit Obdachlosen geht.
Ich war voller Erwartungen und diese wurden nicht enttäuscht! Sogar übertroffen.
Ich liebe diese fast epischen Passagen, in denen sich Lou über alles mögliche Gedanken macht, es hat mich mitgerissen, umgehauen.
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und ich gestehe, dass mir am Ende ein paar Tränchen die Wangen herunter gekullert sind.
Es ist wunderbar und fesselnd, ohne kitschig oder kindisch zu sein!
Wow!
jennifer, 02.08.2010

"No & ich" hat mich um einige Stunden Schlaf gebracht und einen mühsamen Arbeitstag beschert, denn einmal angefangen
konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Das Schicksal der jungen hochbegabten Lou und der obdachlosen No wird von Delphine de Vigan fesselnd beschrieben. Lou wächst in einer zerrütteten Familie auf und ihre Hochbegabung bereitet ihr nicht wenige Probleme. Hinzu kommt noch ihre Schüchternheit und durch einen dummen Zufall verspricht sie ein Referat über Obdachlose vor der Klasse zu halten. So lernt sie die No kennen, die auf der Straße wohnt und durch No eine ganz andere Welt. Die beiden sind sich ähnlicher als man auf den ersten Blick vermuten könnte, nicht nur weil sie eher zu den Außenseitern der Gesellschaft zählen.

Einfühlsam und überzeugend beschreibt Denise de Vigan die Gefühle von Lou, ihre Gedanken und ihre Entwicklung. Ein Buch, das mich sehr berührt hat und den Wunsch geweckt hat, dass bald auch "Un soir de décembre" von Denise de Vigan auf Deutsch erscheint.
Sabine, 04.06.2009

ich finde das Buch einfach nur cool. Zwar ist jetzt schon 2009 baer es ist immernoch toll.
An alle da drausen dieses Buch müsst iher lesen!!
Lisa, 09.05.2009

Ich habe seit Jahren nicht mehr so ein Gutes Buch gelesen. Ich packte es eines Morgens in meine Tasche und fuhr zur
Schule. In der Pause hab ich dann angefangen zu lesen. Ich habe gedacht es wäre etwas zum Zeit vertreib aber ich kam nicht mehr davon Los. Ich las und las wärend des Unterrichts. Ich habe es in c.a 5 Stunden gelesen und meinen Tag verschwendet und ich bereue nichts! Dieses Buch beschreibt schöner als jedes andere für mich die Welt, Eine Sichtweise auf diese Welt. Egal ob man diese Sichtweise teilt, man nimmt sie wärend des lesens an und ist in dieser Person gefangen. Die schonungslose weise mit der uns von den Verhältnissen auf den Straßen Paris erzählt wird übertreibt es nicht, man will das Buch nicht zur Seite legen sonder mehr erfahren. Viele Bücher erschrecken, dieses Schafft den Perfekten Bogen. An keinem Punkt habe ich jäh die Spannung vermisst, die tosenden Gedanken von Lou gehen ja auf einen Über so das man selber nie Aufhört zu denken. Ich finde das ganze Pariser Leben und die Äußerlichkeiten der Menschen sind toll ins Bild gebracht. Sie verstärken das Bild im Kopf und ein weiteres das sie so raffiniert beschrieben sind. Im Allgemeinen ist das Buch ein Literarisches MeisterwerkIch. Inhaltlicht und wie auch in der Schreibfrom. bin ebenfalls wie Lou intellektuell Hochbegabt und nun 16 Jahre und ich muss sagen das alles was Lou passiert, und alles was sie tut, nicht erdacht ist. So reagiert solch ein Mensch. Und das Lou imit hren Charakter (Der So wunderbar beschreiben ist) alles in Szene setzt und das ganze Bild durchdringt. Lou haucht für mich dem Buch das Leben ein.
Ich danke Frau Vigan das sie diese Geschichte geschrieben hat wo ich mich plötzlich an der Seite wiederfinde von Lou und sie als eine Freundin betrachte.
Jonas, 06.05.2009

Es gibt Bücher, die sind so bezaubernd und wohltuend, dass man es kaum glauben kann...
Wenn man Delphine de Vigans neuen Roman zur Hand nimmt, muss man damit rechnen, dass die eigenen Gefühle Achterbahn fahren werden. Mal davon abgesehen, dass man nach den ersten Seiten nicht in der Lage sein wird, dieses Buch aus der Hand zu legen, bevor man die komplette Geschichte gelesen hat, erwartet den Leser bei dieser Lektüre ein breites Spektrum an Emotionen, dem man sich durch die intensiven und gleichzeitig locker fließenden Worten der Autorin nicht entziehen kann. Zusammen mit den tiefgründigen Protagonisten lacht, weint, hofft und grübelt man, wie sie wird man ständig von den zugleich zarten wie auch heftigen Gefühlen mitgerissen, die hier auf nahezu poetisch anmutende Weise beschrieben werden. Zurückversetzt in die eigene Jugend, erlebt man unglaublich real die Gedankenwelt der geistig so reifen, emotional aber noch so kindlichen Lou.
De Vigan erzählt hier nicht nur auf sehr einfühlsame Art den gemeinsamen, oft schwierigen Weg zweier Mädchen, sie schafft es parallel auf zumeist wenig beachtete Missstände unserer Gesellschaft hinzuweisen, ohne dabei anklagend zu klingen und lässt zudem Raum für die Hoffnungsschimmer, die man braucht, um nicht aufzugeben.

Ein großartiger Roman, der regelrecht verzaubert und eine ganz besondere Stimmung entfacht. Ganz sicher ein Lese-Highlight 2009, das man gelesen habe sollte, nein, gelesen haben MUSS.
Stephie, 16.03.2009

Anfangs glaubt man das die Familie Bertignac eine Bilderbuchfamilie ist. Doch der Schein trügt. Diese Familie muss
einen Schicksalsschlag der Vergangenheit verarbeiten. Lou eine etwas Andersdenkende muss im Alltag damit umgehen, dass ihre Mutter in Ihrer eigenen Welt lebt. Doch als sie No, eine Obdachlose für ein Referat gewinnt verändert sich Lous Leben gravierend...

Delphine de Vigan ist es mit ihrem Schreibstil gelungen die Gedanken eines Andersdenkenden für den Leser vor Augen zu führen. Dadurch wird dem Leser eine andere Welt offenbart.
Der Leser weiß bis zu den letzten Seiten nicht wie diese Freundschaft zwischen Lou und No ausgehen wird.
Es ist eines der wenigen die ich jedem weiterempfehlen würden...es verändert die sicht zu anderen Dingen.

nadin, 21.11.2008

Hochbegabte Dreizehnjährige trifft obdachlose Achtzehnjährige, zunächst, um sie für ein Referat über ihr Leben auf
der Straße zu interviewen. Nach und nach nähern sich die beiden Mädchen an, und die obdachlose No findet eine Unterkunft bei der Familie ihrer Freundin.
"No und ich" ist ein nachdenklich machendes Buch mit ungewöhnlichem Plot und einer außergewöhnlich schönen Sprache, das den Leser schnell in seinen Bann zieht.
Sabine, 03.11.2008

In dem Roman No & Ich erzählt die 13-jährige Französin Lou von ihrer Begegnung mit der 18-jährigen No, einer zu
Beginn der Erzählung obdachlosen jungen Frau. Lou begegnet ihr auf einem Bahnhof, ein kurzes Gespräch entwickelt sich und Lou lässt die Begegnung nicht mehr los. Das Referat, das die hochbegabte 13-jährige in der Schule halten soll, handelt dann von obdachlosen Frauen, so das Lou sich immer wieder mit No trifft und mehr über ihr Leben auf der Straße erfährt. Eine engere Beziehung bahnt sich an, der No zunächst noch zurückhaltend gegenübersteht. Doch Lou möchte ihr helfen, ihr Leben zu verändern und nimmt sie, mit Zustimmung der Eltern, zu sich nach Hause.
Im Laufe des Romans erfährt der Leser immer mehr über die Hintergründe, warum No zur Obdachlosen geworden war und auch mehr über Lous Familie. (...) Es handelt sich hier meines Erachtens um einen Jugendroman, in dem die Entwicklungsgeschichte dreier Jugendlicher aus der Sicht der Hauptperson Lou erzählt wird. Lou ist für ihr Alter hoch reflektiert und sie gewährt tiefe Einsichten in ihr Gefühlsleben und ihre Gedankenwelt. Diese wird teilweise sehr intensiv und beeindruckend geschildert, sodass der Roman an manchen Stellen sehr überladen damit ist. Gleichzeitig existiert aber auch die ein oder andere Ungereimtheit. So z.B. die Frage, warum Lou No nicht gleich bei Lucas wohnen lässt und erst die Ablehnung der Eltern riskiert. Zudem wird aus der Geschichte nicht deutlich, warum sich der 17-jährige, bei den Mädchen sehr beliebte und unangepasste Lucas, Lou so intensiv zuwendet. Diese ?Liebesgeschichte? wirkt inszeniert und unrealistisch. So fragt sich der Leser an der ein oder anderen Stelle immer mal wieder: ?Wie kann das denn sein!?
Es treffen hier drei Jugendliche zusammen, die alle in extremen, familiären Situationen leben. Vielleicht macht das den Roman für Jugendliche lesenswerter. Für Erwachsene ist er damit zu überladen und unrealistisch. Der Leser spürt zudem schon während des Verlaufs der Geschichte, in welche Richtung das Ende gehen wird. Er wartet, insbesondere im letzten Viertel des Romans, ständig darauf, wann es denn jetzt endlich passiert. So überrascht das Ende nicht mehr und die Geschichte ist absehbar.
Die Sprache ist einfach, gut verständlich und zeitweise sehr poetisch. Die intensiven Beschreibungen von Lous Gefühlen sind oft beeindruckend und regen selbst zum Nachdenken an. Der Roman unterstützt den Leser dabei, sich selbst mehr über seine Gefühle klar zu werden, was ja insbesondere in den Jahren des Umbruchs (Pubertät) von Vorteil sein kann. Unterstützt wird dies auch durch die Wahl der Erzählperspektive in Form der Ich-Erzählung.
Insgesamt gesehen also ein guter Jugendroman, der vielleicht auch dem ein oder anderen erwachsenen Leser gut gefallen könnte, dem Vielleser aber zu unausgearbeitet und konstruiert vorkommt.
Bärbel, 29.10.2008

Zugegeben anfangs fühlte ich mich beim Lesen des ersten Buchviertels in meine Teenyzeit zurückversetzt.
Und fand es enorm schwierig als erwachsene Leserin Zugang zur Hauptfigur zu bekommen. Hätte ich mir das Buch selbst gekauft, hätte ich es weg gelegt.
Aber als Testleser habe ich mich zum weiterlesen überwunden und wurde positiv überrascht.
Die Geschichte zieht die Spannungskurve enorm an, berührt den Leser emotional und wirft viele persönliche Fragen auf.
Animiert den Leser sein Handeln, Denken, Tun zu reflektieren und hinterlässt am Ende einen traurigen, nachdenklichen Menschen.





















Natascha, 29.10.2008

(..) Der Roman bekommt von mir die volle Punktzahl. Meiner Meinung nach ein wunderschönes Buch, welches so viele Dinge
widerspiegelt - Liebe, Tod, Familie, Außenseiter, Schule, Freund, Sozialkritik. Man kann sich schon zu Beginn sehr gut in die Hauptfigur einfühlen- denn wer kennt dies nicht noch aus der Schule - Referate, um die man sich am liebsten drücken würde. Da ich auch gerne Leute beobachte und Paris ein bisschen kenne wurde mir die Hauptfigur immer sympathischer. Sie ist so lebensnah dargestellt und man kann sich, auch in alle anderen Personen, sehr gut hineinversetzen. Im Laufe der Geschichte hat diese mich immer mehr gefesselt und beim Ende jedes Leseabschnitts war ich schon sehr neugierig wie's weitergeht. (...) Wenn das Buch auf den Markt kommt, werde ich es auf alle Fälle weiterempfehlen! Für mich ein ideales Buch, welches aber auch über soziale Probleme nachdenken lässt.
Christine, 28.10.2008

die 13-jährige lou ist winzig , zierlich , hochbegabt und allein. die mutter : verstummt nach dem tod der jüngsten
tochter . der vater : liebevoll und überfordert. als lou no kennenlernt , eine 18-jährige obdachlose,schliessen sich diese zwei so verschiedenen einsamen mädchen zusammen...und es gibt noch lucas, cool und ebenfalls verlassen. anrührend,bewegend und unwiderstehlich hat lou ,die ich-erzählerin mich in ihren bann gezogen. im dramatischen verlauf ihrer freundschaft mit no entwickelt sie sich von einem ängstlichen,verschlossenen kind , das durch zwanghaftes ordnen der sie umgebenden welt sicherheit in das chaos ihrer gefühle zu bringen versucht - hin zu einem jungen mädchen, das ihr leben so anzunehmen lernt,wie es jetzt ist.delphine de vigan hat einen " jungen " roman geschrieben, nicht nur inhaltlich,sondern auch sprachlich. sie schreibt faszinierend präzise mit lakonischem humor. ich war versucht,das buch gleich ein zweites mal zu lesen, allein um die sprache zu geniessen.
Charlott, 21.10.2008

Ich bin begeistert von der Schreibweise und der Sicht der Dinge: ein so kleines Schulmädchen (auch wenn frühreif)
denkt über Sachverhalte nach, die so tiefgreifend und weitreichend sind, dass viele Erwachsene es scheuen auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden.
Die kleine Lou hat mich Teil dieser Geschichte werden lassen, natürlich auf der einen Seite durch die auktoriale Erzählerpersepektive, doch zum Anderen, durch die nicht abgeschlossenen Szenenbilder und der Raum, der den Lesern gegeben wird, sich den rest zu denken - das und so...
Die Erzählweise ist sachlich und anschaulich – was gerade für die heutige Jugendsprache meiner Meinung nach wichitg ist. Gerade dadurch wirkt die Geschichte so authenthisch.
Ich würde mich freuen, mehr solcher bodenständigen, nicht happy-end endenden Geschichten, die sachlich und objektiv dargestellt und formuliert werden, lesen zu dürfen.
Désirée, 21.10.2008

"No & Ich" ist die wunderbare Geschichte eines Mädchens, das, auf dem Weg zum erwachsen werden, lernt, dass die Welt
nicht nur aus Experimenten und ihrer Familie besteht, sondern viel größer und komplexer ist, als alles was sie bisher hinterfragt und untersucht hat. Sie geht bis zum äußersten um das zu schaffen, was sie sich vorgenommen hat. Dabei muss sie feststellen, dass doch nicht alles so ist, wie sie es sich vorgestellt hat...
Athina, 21.10.2008

Selten ist ein Mensch perfekt, meist ist man gerade als eben jener Mensch über alle Fehler bestens informiert. Und
gerade dieses Wissen ob der Fehlerhaftigkeit eines selbst, gestaltet es als äußerst schwierig, selbstbewusst durchs Leben zu gehen, vor allem fällt ein Gang mit hocherhobenen Kopf noch weitaus schwerer, wenn man mit ständig offenen Schuhbändern zu kämpfen hat.
Genau so geht es Lou. Lou ist hochintellegent und äußerst begabt, aber keineswegs perfekt. Wie jeder anderer Teenager hat auch sie mit den größeren und kleineren Tücken im Leben zu kämpfen. Da wäre unter anderem Lucas, der coole schneidige Mitschüler, für den Lou schwärmt.
Unmöglich, dass diese beiden zueinander finden, undenkbar, dass sie überhaupt gemeinsame Interessen haben.
Unmöglich, undenkbar, ja solange, bis Lou auf No trifft. No, das Mädchen von der Straße.
Lou und No kämpfen sich gemeinsam durch das Leben, erforschen einander und hoffen auf das Vertrauen des Gegenübers.
Delphine de Vigan gelingt hier eine berührend warmherzige Geschichte von einem Mädchen, dass mit 13 Jahren die Welt verändern möchte - sie besser und heller gestalten will. Der Erzählstil (Ichform) ist äußerst erfrischend, glaubt man doch, in Lous Tagebuch zu lesen, und lädt ein, sich ein bisschen mit der Protagonistin zu identifizieren.
Fazit: Nicht nur für Teenager geeignet - gerade erst recht für Erwachsene, die dennoch noch die Welt verändern wollen (aber bitte immer nur in kleinen Stücken).
Susanne, 21.10.2008

Delphine de Vigan erzählt in ihrem dritten Roman "No & ich" eine Geschichte von Freundschaft, vom Erwachsenwerden, der
Suche nach Liebe und der Erkenntnis von "den Dingen, die so sind, wie sie sind."

Die 13-jährige Protagonistin Lou Bertignac ist ebenfalls so, wie sie ist - und dennoch ist sie anders. Das hochintelligente Mädchen fühlt sich unverstanden und ausgeschlossen, von der Schule, von der Mutter, vom Leben. Sie flüchtet sich in ihre eigene Welt der Gedanken, in der ein großes Durcheinander herrscht, verliert sich in Träumereien und Vorstellungen. Als Lou eines Tages das Straßenmädchen No kennenlernt, scheint sie eine Gleichgesinnte gefunden zu haben. Für sie wird No, neben dem rebellischen Lucas, zur wichtigsten Bezugsperson, und No verspricht, zu bleiben, wie der kleine Fuchs es dem kleinen Prinzen verspricht: "Wenn du mich zähmst, wirst du für mich einzig sein auf der Welt." Doch kann man jemanden zähmen, dessen Wille nach Freiheit und dessen Angst vor der lang verwehrten Geborgenheit stärker ist? No wird für Lou letzten Endes daher auch zum Fenster der Wirklichkeit, der sie sich ganz alleine stellen muss.

Trotz der ernsten Thematik wirkt das Buch nicht zu schwer, es lässt sich leicht und flüssig lesen. So ist es besonders für Jugendliche gut geeignet, zumal diese über die Ich-Erzählerin Lou direkt angesprochen werden und sich sicherlich auch in der Gefühlswelt eines Heranwachsenden besser hineinversetzen können. Nichtsdestotrotz eignet sich das Buch auch für Ältere, da die Sprache nicht zu kindlich wirkt, sondern - im Hinblick auch auf die überdurchschnittliche Intelligenz der Protagonistin - wesentlich reifer. Ab und zu streuen sich verschachtelte Sätze ein, die sehr gut die Strukturlosigkeit von Lous Gedanken widerspiegeln, aber sich nicht allzu negativ auf den Lesefluss auswirken.

Die Geschichte selbst weist keine großen Höhepunkte auf, sondern konzentriert sich vielmehr auf das Innenleben und die persönliche Entwicklung der Protagonistin.

Ein zentrales Thema stellt in diesem Roman die Obdachlosigkeit junger Menschen dar und die Hilflosigkeit, mit der andere meist darauf reagieren. Es wird nichts beschönigt, es wird nicht moralisierend eingegriffen. Man ahnt den Ausgang der Geschichte, aber dieser ist eher unwichtig im Hinblick auf No. Wichtiger ist die Entwicklung, die Lou durchläuft. Und so stimmt das Buch am Ende nachdenklich - über das eigene Leben und das der anderen.
Mercedes, 20.10.2008

Die sanfte Beschreibung der Probleme eines jungen Mädchens mit sich und der Gefühlswelt, das irgendwo auf sich allein
gestellt ist durch seinen IQ, und dadurch in Missverständnisse verwickelt wird und dabei auch noch träumerisch veranlagt ist.
Natalie Tatjana, 14.10.2008

Es dauerte eine ganze Weile, sich mit der 13-jährigen Lou, aus deren Sicht der Roman No & ich geschrieben ist,
anzufreunden. Zu hochnäsig, zu altklug kommt die Figur des hochintelligenten französischen Mädchens daher.
Doch im Laufe des Romans gewinnt diese Gestalt an Tiefe, sie bezaubert mit ihrer Sicht der Dinge, rational-philosophischen Gedanken und einer sehr ausgereiften Sprache. Lou beschreibt, was sie alles mit der 18-jährigen No, einem Pariser Straßenkind, erlebt. Auch die Geschehnisse in der Schule sowie die enormen Schwierigkeiten, die Lous Eltern - insbesondere Lous Mutter - nach dem Tod von Lous kleiner Schwester Thais durchleben, schildert das junge Mädchen ausgesprochen brilliant. Der Schluss überrascht. Ein wirklich ungewöhnliches Werk!
Antje, 14.10.2008

Eine Geschichte, in dem zwei menschliche Gegensätze aufeinander prallen, aber auch eine Geschichte über eine
ungewöhnliche Freundschaft zweier heranwachsenden Mädchen findet sich in dem Roman "No & ich". Die "intellektuell frühreife" Lou, die unter ihrer von einem Trauma zerstörten Familie leidet, muss in der Schule ein Referat über obdachlose Frauen in Paris halten und stößt auf die jugendliche Obdachlose No. Beide treffen sich regelmäßig zu Gesprächen, wobei Lou einen Eindruck vom harten Leben auf der Straße bekommt. Nachdem der Kontakt zwischen beiden abbricht, merkt Lou wie sehr ihr No ans Herz gewachsen ist und wie sehr sie sie braucht. (?) "No & ich" ist ein eindringlicher und intimer Jugendroman, der den Leser mit dem schweren Thema "Jugendobdachlosigkeit" konfrontiert und zum Nachdenken auffordert.
Doreen, 12.10.2008

Das Buch "No & Ich" hat mich so gefesselt, dass ich fast vergessen hätte, aus dem Zug zu steigen. DIe Geschichte lebt
von realen Problemen, die sich nicht einfach so durch ein Fingerschnippen lösen lassen. DIe starken Figuren machen es einem leicht in ihre Welt einzutauchen und mit ihnen zu fühlen. Durch die realen Beschreibungen kann man den Sraßendreck fast schon riechen. Besonders gut gefällt mir auch die verträumte Umschlaggestaltung.
Karin, 12.10.2008

„Aber ich kann meine Augen nicht verschließen, sie sind weit offen, manchmal halte ich sie mir den Händen zu, um
nicht zu sehen.“

Lou ist ein hochbegabtes Mädchen in den Anfängen der Pubertät. Und als wäre das nicht genug, muss sie noch ein Referat über junge obdachlose Frauen vor der ganzen durchgehend älteren Klasse halten. Sie lernt die obdachlose No kennen, überredet sie zu einem Interview und erkennt die Ängste und Ungerechtigkeiten der „unsichtbaren Stadt“ in der Stadt.

In diesem Buch ist die Sprache etwas sehr außergewöhnliches. Detailverliebte Sätze mit prägnanten Aussagen verleihen dem Buch einen Lesefluss und eine Harmonie besonderer Art. Wer sich nicht wieder an seine Pubertät und die Probleme der Welt erinnert, der hat es nicht verdient diesen Schatz zu lesen.
Anika, 11.10.2008

Wenn man sich als Erwachsener an den Teenager von einst zurück erinnert, der man selber einmal gewesen ist, und
selbigen mit dem Teenager von heute vergleicht, liegen meist Welten dazwischen, die unüberbrückbar zu sein scheinen. Aber auch im hier und jetzt, hat man es manchmal äußerst schwer, einfach nur dazu zu gehören.

Und gerade an diese Überlegungen knüpft das Buch auf wunderbare Weise an.
Während man wohl das Thema auch auf trockene nüchterne analytische Weise betrachten könnte, taucht hier Lou Bertignac - ihres Zeichens eine 13-jährige winzige (nach eigenen Aussagen) Schülerin, die nichts außer dem Namen mit berühmt-bekannten Personen gemeinsam haben will - auf, die es nicht gerade leicht hat. Während sie als Außenseiterin von ihren Mitmenschen nicht nur aufgrund des hohen Intelligenzquotienten sondern auch die unterschiedlichen Auffassungen vom Leben selbst getrennt ist, darf dennoch man lange darauf warten, dass sie im unendlichen Selbstmitleid zerfließt (ein paar kritische Aussagen einmal ausgenommen).
Die kindlich-erwachsene und überaus herzensguten Art, die sie an den Tag legt, bringt sie dazu, zumindest ein bisschen an der Umlaufbahn der Erde zu rütteln und so ein klein wenig dazu beizutragen, dass in einer Zeit, in welcher man Männer zum Mond schießen und zahlreiches anderes mehr oder weniger Großes leisten kann, doch noch versucht wird, jemandem zu helfen, dem es noch schlechter geht.

Lou trifft auf No – ein Mädchen, das auf der Straße lebt.

Man fühlt sich für einen kurzen Moment an das Märchen vom Prinzen und dem Bettelknaben erinnert, denn beide haben derart schwere Zeiten durchgemacht, sodass sie alleine betrachtet, zwei unterschiedliche Geschichten erzählen, aber gemeinsam, so darf man hoffen, eine viel schönere, glücklichere.

--- Das Buch noch unbeendet, befinde ich mich noch gefangen in einer Geschichte, die sich wie Tagebucheintragungen eines Mädchens lesen, das gar nicht merkt, dass es nicht immer so schlimm ist, wenn man anders ist, wenn man zumindest etwas daraus macht. Manches Mal neigt die Autorin bzw. die Protagonistin – die Ich-Erzählerin – zu Gedankensprüngen, die das Schreiben noch echter, noch authentischer wirken lassen.
Die offenbarte Geschehnisse, die dunklen Geheimnisse, die tiefen Zerwürfnisse, die Traurigkeit, die in beiden Welten vorherrschen, mahnen davor, die Augen vor der Umwelt zu verschließen, sondern zu helfen.

Meiner Meinung nach, hat somit Lou Bertignac etwas viel schöneres als den Namen einer berühmten Persönlichkeit, sie hat Persönlichkeit.

Eine warmherzige Geschichte, die mich nicht nur in der Art der Erzählung sondern auch in den Bildern, die sich vor meinen Augen auftun, an den Spielfilm „Die fabelhafte Welt der Amélie“ erinnert.
Susanne, 10.10.2008

... welch ein schönes Buch! Rundherum! Es ist traurig, schön, melancholisch, lustig, man fiebert mit den
Protagonisten: Wird es No schaffen von der Strasse weg zu kommen? Wird Lou´s Familie wieder zu einander finden? Die Mutter aus der tiefen Depression heraus kommen?
Es macht einfach Spass zu lesen und man mag es nicht mehr weg legen!
Danke für die Möglichkeit als Testleserin den Roman schon vorab zu lesen. Ich werde es sicher nach Erscheinen meinen Freunden weiter empfehlen!
Bianca, 10.10.2008

Lou Bertignac ist hochbegabt, für ihr zartes Alter weiß sie schon sehr viel und macht sich Gedanken über viele Dinge,
die ihre Altersgenossen kalt lassen. Doch der Umgang mit Menschen ist nicht ihre Stärke, das ändert sich erst, als sie die Obdachlose No kennenlernt und sich in den Kopf setzt, ihr zu helfen.

Das Buch behandelt zahlreiche schwierige Themen, die Obdachlosenproblematik und die Schwierigkeit der Wiedereingliederung in die Gesellschaft, familiäre Probleme und wie Heranwachsende damit umgehen, das Problem, mit 13 schon viel reifer und intelligenter zu sein, als man in diesem Alter normalerweise ist und natürlich die erste große Liebe. Man könnte meinen, dass Delphine de Vigan sich da etwas zu viel vorgenommen hat und das Buch überladen wirken könnte, aber das ist nicht so. Sie behandelt sehr gefühlvoll und umsichtig all diese schwierigen Themen ohne kitschige oder übertrieben zu wirken.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, aber "gelesen" dürfte wohl der falsche Ausdruck sein. Ich habe es geradewegs verschlungen, auf der letzten Seite wollte ich am liebsten wieder von vorne anfangen und Lou Bertignac ist eine der wenigen literarischen Figuren, bei der es mir schwer fiel, am Ende des Buches von ihr Abschied zu nehmen. Zu gerne hätte ich ihren weiteren Lebensweg begleitet.

Aber nicht nur Lou, sondern auch alle anderen Figuren in diesem Roman sind lebensnah und realistisch dargestellt, man kann ihre Handlungen nur zu gut nachvollziehen und auch mitfühlen. Sei es die obdachlose No, die nach ihren eigenen Regeln lebt und gar nicht glauben kann, dass ihr wirklich jemand eine zweite Chance geben möchte, der coole Lucas, der von seinen Eltern vernachlässigt wird und dem die Schule total egal ist, der aber auf Lou eine ungeheuere Anziehungskraft auswirkt.

Negativ aufgefallen ist mir nur an manchen Stellen die Sprache, die sich wie eine etwas holprige Übersetzung liest. Zum Beispiel habe ich noch nie gehört, dass jemand "Halbzeit" arbeitet, das müsste doch besser Halbtags oder Teilzeit heißen. Solche Dinge lassen sich aber sicher noch korrigieren und abgesehen davon, war "No & Ich" ein Buch, das die 5 Sterne voll und ganz verdient.
Stefanie, 10.10.2008

"Wir sollten sie einmal kennenleren"- Wie wird es mit No weiter gehen? Wird sie bei der 13jährigen Lou Bertignac und
Ihrer Familie einziehen? Wird das das Familienleben der Bertignacs auf den Kopf stellen;iIhre Mutter gar aus ihrer jahrelangen Trauer und Depression um den verlorenen Säugling reißen?

Wird Lou sich trauen und sich mit Lucas alleine treffen? Wird es der Beginn einer wunderbaren Freundschaft oder gar mehr? Wird dann mit der Zunge links herum oder rechts herum geküsst?

Ein packendes, spannendes Buch über ein Mädchen, daß so gar nicht ist wie die anderen, daß sich ausgegrenzt fühlt, anders ist und manchmal auch sein möchte.
Irgendwie fühlt man sich mit der Protagonistin sehr verbunden- gibt es doch nicht auch in jedem eigenen Leben solche Seiten, wo man sich anders fühlt, wo man anders ist; mißverstanden wird oder sich gerne abgrenzen möchte!

Es fällt nicht schwer Lou zu mögen, denn sie ist herzlich, einfühlend und so herrlich ehrlich. Sie ärgert sich über sich selbst, läßt den Leser teil haben an ihren teilweise absurden Gedanken und ihrem Wunsch, manchmal beim Wesentlichen zu bleiben oder einfach Mal über ihren Schatten zu springen.
Die teilweise endlos langen Sätze gehören zu ihrem Charakter.
Wer ist diese Autorin? Wie schafft sie es mich mit ihrem Buch so zu fesseln?
Cordula, 10.10.2008

In diesem Buch ?No&Ich?wird mit den Wörtern gespielt, ein spannendes und rührendes Buch über zwei Mädchen, die
unterschiedlicher nicht leben können.
Lou ist ein etwas zu klein geratenes,aber hoch intelligentes Mädchen von 13 Jahren.Zu hause hat sie es nicht einfach, den ihre Mutter geht seit einem schlimmen Vorfall vor Jahren nicht mehr aus dem Haus und der Vater ist sehr bemüht, die Familie noch aufrecht zuhalten.
Sie experimentiert mit allen möglichen Dingen,sammelt mal die Inhaltsstoffe von Tiefkühlkost und gibt sich selber Rätsel auf, wenn sie Angst hat.In der Schule ist sie Zwei Jahre jünger wie ihre Mitschüler, da sie Klassen übersprungen hat.
In der Schule lässt sie sich darauf ein, vor der ganzen Klasse ein Referat zu halten; über ein obdachloses Mädchen.
Durch Zufall lernt sie einige Tage später die fünf Jahre ältere No kennen.
Lou erfährt, dass sie obdachlos ist und mal dort mal hier, schläft.Manchmal auch in Heimen, doch da muss man tagsüber hinaus, und das ist im Winter schrecklich;es ist kalt,man weiß nicht wohin, und hat auch kein Geld um etwas zu unternehmen,wie die Zeit totschlagen.
Dieses Mädchen,No, ist sehr verschlossen und in sich gekehrt und es ist nicht leicht, mit ihr zu reden, den alles was ihr unangenehm ist, bleibt, erstmals jedenfalls, unbeantwortet.
Dazu kommt nun auch noch die erste Liebe,mit einem Jungen aus ihrer Klasse, der groß und einer der bestaussehenden Jungen der Schule ist.Und vier Jahre älter als Lou Bertignac.
Allem sieht er mit einer lockeren Kühnheit entgegen, als könnte ihm nichts etwas anhaben.
Doch dafür ist Lou erstmal viel zu schüchtern.Zudem hat sie gerade ein neues Projekt in Angriff genommen;
sie setzt sich nun in den Kopf, das No es gleich gut haben soll , wie sie selber. (...) Ein Buch aus dem Leben, wo die Ethik eines kleinen Mädchens sie erwachsen macht,ohne das sie es selbst richtig mitbekommt. Mit Begabung und manchmal etwas zu viel Wortverspieltheit hat Delphine du Vigan dieses Buch geschrieben,und es fällt einem leicht, sich in das Leben dieser Menschen zu versetzen.
Maja, 09.10.2008

in die Welt von Lou als ich die ersten Zeilen las, sehr plastisch, so dass ich das Gefuhl hatte, dabei zu sein, statt
nur daneben. Es sind die Details, die diesen Eindruck erwecken. die Beschreibung der jeweiligen Orte, die Beschreibung der Gedanken Lous, die schnelle Erzählweise der Gedankengänge des Mädchens,...ich spürte, wie sie alles aufnimmt und ich konnte mich erinnern, wie auch ich damals alles aufsaugte, was fremd fuer mich war. Auch das macht fuer mich den Reiz aus, weiterzulesen. Abgesehen davon, dass ich gespannt bin, wie sich Lou durch diese Beziehung entwickelt, in welche Erlebnisse sie hineingerät, in welche Welt sie eintaucht und wie sie damit umgeht.
Angela, 03.10.2008

die autorin schreibt fesselnd, es gelingt ihr die leser in die psyche der 13 jährigen Heldin zu vertiefen.

Iris, 29.09.2008

das Thema finde ich gefühlvoll und behutsam angeschnitten. Auch wenn es aus der Sicht einer dreizehnjährigen
geschildert ist, geht es uns doch alle etwas an. Ich bin schon 36 Jahre und konnte mich schnell in die Hauptfiguren reinversetzen, toll geschrieben....
Claudia, 29.09.2008

Die Welt aus der Sicht einer kleinen Schülerin aus Paris. Wie wenig beschreibt dieser Satz die phantasievolle Welt, die
sich einem schon nach den ersten Seiten erschließt. Eine komplexe Welt. Eine mit Wissen angereicherte Welt. Zeit erscheint als ein im Übermaß vorhandener Faktor zu sein. Zeit, um Menschen zu beobachten, die sich am Bahnhof trennen und wiedersehen. Zeit, um sich Gedanken zu machen über Dinge, die in einer zeitknappen Welt keinen Platz finden. Eine schöne Stimmung, die sich trotz des traurigen Themas, der Eindamkeit von Obdachlosen anbietet, sich ganz viel Zeit zu nehmen- zum lesen und träumen.
Karin, 27.09.2008

Ich finde den Beginn des Buches sehr interessant, weil es stimmungsvoll und gut die Alltagsprobleme
von hochintellig. Kindern und Jugendlichen darstellt. Es werden einerseits die Gedanken der geistig viel weiter entwickelten Kinder dargestellt, die aber anderseits einfache Alltagsprobleme nicht in den Griff bekommen. So kann es durchaus passieren, dass sie aus ihrer ungewollten Einengung bei dem Versuch auszubrechen zu Erkenntnissen kommen, die ein nicht immer ein Erwachsener nachvollziehen kann oder will. Das ist mir persönlich nicht neu, deshalb bin ich auf die Meinung anderer Leser gespannt.
Rainer, 26.09.2008

In diesem Buch treffen etliche Faktoren zusammen, die mich interessieren. Das Thema "Begabung" mit dem "Sozialen"
zusammen gibt dem Buch Würze.
Auch, wenn es ein Roman ist, hat die Autorin genau den Kern getroffen. Ein hoher IQ besagt nicht, auch mit dem realen Leben (einfach nur eine Schleife binden zu können) klar zu kommen.
Eine Gradwanderung zwischen den Extremen, die das Buch sehr interessant und spannend macht.
Sabine, 26.09.2008

Gibt es Zufälle? Solche Zufälle, dass sich zwei von ihrer Herkunft bzw ihrem Umfeld her grundverschiedene junge Frauen
auf dem Bahnsteig treffen - die eine voller Neugier auf ihre Mitmenschen, auf deren Gefühle und die Fähigkeit diese auf vielfältigste Weise auszudrücken, die andere voller Abwehr, weil sie trotz ihres jugendlichen Alters bereits viel zu viel über Gefühle - mehr gute als schlechte - hat machen müssen.
Wird es Lou gelingen, mehr über No in Erfahrung zu bringen? Warum diese lieber mittellos auf der Straße lebt? Lieber verdreckt und hungrig sein will, als weiterhin in dem Milieu zu leben, das sie kennt?
Wird es No gelingen, Lou aus der Außenseiterrolle eines überbegabten aber vereinsamten, gefühlsscheuen Mädchens zu locken, sodass diese endlich selbst teilhaben kann an dem prallen, bewegten, Höhen und Tiefen umfassenden Pariser
Alltagsleben?
Monica, 26.09.2008

Gut geschrieben , vor allem mit den Gedanken- und Gefühlseinschüben.

Sandra, 26.09.2008

Von der ersten Zeile an mitreißend und funkensprühend in der Wahl ihrer Worte schreibt Delphine de Vigan über Lou und
über ihre Begegnung mit No. Das sofortige Interesse der beiden Mädchen aneinander hat auch meine Neugier sofort geweckt. Was gibt es besseres von einem Buch zu sagen, dass man unbedingt wissen will, wie es weiter geht.
Claudia, 26.09.2008

sehr gut geschrieben,spannend,realistisch und mit Humor.Ein Buch das man nicht weg legen kann bevor man es fertig
gelesen hat.
Angelika, 26.09.2008
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