Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Krieg oder Frieden

9783426275580
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Klappenbroschur, Droemer HC
04.10.2011, 240 S.

ISBN: 978-3-426-27558-0
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Die arabische Revolution und die Zukunft des Westens

Ursachen, Chancen und Gefahren des Umbruchs im Nahen Osten

Hamed Abdel-Samad war während des Umsturzes im Frühjahr in Ägypten und anderen arabischen Staaten. Er analysiert die arabische Revolution, die wie ein Erdbeben eine Weltregion erzittern ließ. Er zeichnet Ursachen und Verlauf nach und skizziert zwei Szenarien, die die europäischen Länder einmal als wirtschaftlichen Gewinner, einmal als bedrohten Verlierer der neuen Strukturen im Nahen Osten erscheinen lassen. Seine engagierte Warnung lautet: Das Schlimmste, was der Westen jetzt tun kann, ist, die Entwicklung zu verschlafen.

Hamed Abdel-Samad gilt derzeit als einer der wichtigsten Kenner des Landes. Auch zum aktuellen Konflikt in Ägypten liefert er wesentliche Hintergrundinformationen in seinem Buch. Ein zentrales Kapitel dreht sich um das problematische Verhältnis von Kopten und Muslimen.

»Der deutsch-ägyptische Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad ist eines der Gesichter der Revolution: als Interviewpartner von ARD und ZDF, als Zeitzeuge und als Sympathisant von Menschen, die sich nicht länger mit Armut, Unterdrückung und Gewalt abfinden wollen.« SWR

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Der Autor

Hamed Abdel-Samad

Portrait von Hamed Abdel-Samad

Hamed Abdel-Samad, geboren 1972 bei Kairo, studierte Englisch, Französisch, Japanisch und Politik. Er arbeitete für die UNESCO, am Lehrstuhl für...

zum Autor Bücher von Hamed Abdel-Samad

Pressestimmen

"Sehr informativ und voller interessanter Denkanstöße."

sandammeer.at, 03.10.2011

"Sehr informativ und voll interessanter Denkanstöße."

sandammeer.at, 03.10.2011

"Abdel-Samad hält sich nur kurz bei den revolutionären Ereignissen auf. Er veruscht dafür, deren Triebkräfte aufzuspüren und vor allem auch die Revolution weiterzudenken. Schlüssig legt er dar, wie die Eroberung der arabischen Welt durch das Sat-TV (von zehn Sendern im Jahr 2001 auf 700 heute) und vor allem dessen politische Debatten den Boden für die Forderung nach mehr Teilhabe bereiteten. Gleichzeitig verschweigt er nicht die dunklen Seiten von al-Jazeera und dem saudischen Konkurrenten al-Arabiya, die "letztendlich in Geist und Logik der Diktatur gefangen" seien. Breiten Raum räumt Abdel-Samad auch der Muslimbruderschaft ein, die er kurze Zeit gar von innen kennenlernte."

Die Presse (A), 15.10.2011

"Hamed Abdel-Samad gehört nicht zu jenen Autoren, die immer automatisch den Westen für alle Probleme der islamischen Welt verantwortlich machen. Er berichtete zu Hochzeit der Proteste in Ägypten mit Begeisterung über die Demokratiebewegung - aber er verweigert sich aller Augenwischerei: Es geht daum, dass die arabischen Länder ihre Autonomie gewinnen, und das geht nicht, wenn man stets Sündenbocke für Schuldzuweisung sucht."

Perlentaucher.de, Januar 2012

"Er ist ein Wanderer zwischen den Welten. Er kennt die islamische und er kennt die westliche Welt. Seine Analysen sind bestechend."

Oldenburgische Volkszeitung, 31.12.2011

"Im Frühjahr 2011 war Hamed Abdel-Samad in Kairo. Das war der Zeitpunkt, an dem dort die Menschen in Massen gegen die Mubarak-Diktatur auf die Straße gingen. Und es ist das Ereignis, dem im Buch der meiste Platz eingeräumt wird. Zu Recht. Denn Abdel-Samad berichtet nicht nur, sondern er bewertet. Er beschreibt nicht nur, was er sieht und erlebt; er ordnet es ein und setzt es in Zusammenhänge: historische und politische. Dabei kommt für den von den deutschen Medien abhängigen Beobachter manch neue Erkenntnis zu Tage. (...). Doch der Autor belässt es nicht beim Jammern, Warnen und Beklagen. Er macht Vorschläge und unterbreitet Ideen für eine Zukunft, von der sowohl der nordafrikanische Raum als auch Europa profitieren könnten. Das letzte Kapitel des Buches "Ein Marshallplan für die arabische Welt" befasst sich allein mit diesen Ideen. Vielleicht sollte dieses Kapitel hundertfach kopiert und an die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft verteilt werden. Denn ich meine, dass seine Vorschläge allemal wert sind, diskutiert zu werden. Alles in Allem: Ein gutes, gut lesbares und kenntnisreiches Buch. Und in jedem Falle eine Empfehlung für all die, die über den eurozentristischen Tellerrand schauen wollen und heute, ein Jahr nach der Revolution, begreifen wollen, was am Nil geschah und geschieht."

Humanistischer Pressedienst online, 04.01.2012

"Hamed Abdel-Samad war einst ein Islamist. Inzwischen bekämpft der Publizist jedoch mit heiligem Furor das, wofür er einst stand. (...) Erist ein ägyptischer Salman Rushdie (...)"

Süddeutsche.de, 26.11.2013

"Hamed Abdel-Samad wurde 1972 in der Nähe von Gizeh geboren. Er war 23 als er 1995 nach Deutschland kam. Er spricht und schreibt besser deutsch als die meisten von uns. Er ist auch neugieriger. Wer von uns hat schon Englisch, Französisch, Politikwissenschaften, Shintoismus, Buddhismus und jüdische Kultur studiert? Das alles wäre nicht möglich, wenn Hamed Abdel-Samad nicht auch mutig wäre.<br /> Sein Mut beginnt nicht erst, wenn er sich wehren muss gegen Feinde. Sein Mut ist jener, viel besungene, aber wenig praktizierte Mut gegenüber den Freunden. Der Mut, der dazu gehört sich loszusagen von seiner Umgebung, von Eltern und Verwandten. Diese Art Mut ist nichts, das man sich vornehmen, keine Tugend, die man erlernen kann. Meist ist sie ein Laster, jedenfalls ein Widerspruchsgeist, den man schon am Kind beobachtet.(...)<br /> Wir wissen nicht, ob das Verschwinden von Hamed Abdel-Samad etwas mit seinem Mut, mit seiner Kritik an der Welt, in der er aufwuchs zu tun hat.(...)<br /> Was immer der Grund für sein Verschwinden ist - wir wünschen uns, dass Hamed Abdel-Samad wieder auftaucht und dass er seinen klaren Verstand noch hat, damit er weitermachen kann, was er bisher getan hat. Auch uns auf die Füße zu treten."

Frankfurter Rundschau, 27.01.2013

"Als der Arabische Frühling begann, lernten die deutschen TV-Zuschauer einen anderen, deutlich ernsthafteren Abdel-Samad kennen. Als Experte vor allem für sein Geburtsland Ägypten erklärte er in Talkshows und Sondersendungen immer wieder, warum er die Aufstände im arabischen Raum für einen Glücksfall für die Demokratie halte, und warb leidenschaftlich um die Unterstützung des Westens. Auch nach dem Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Mohammend Mursi gar er sich hoffnungsvoll, dass Ägypten eine friedliche Zukunft bevorstehe.<br /> Parallel zu seinen Fernsehauftritten, Vorträgen und Gastbeiträgen veröffentlichte Abdel-Samad mehrere Sachbücher zu den Themenkomplexen Islam und Arabischer Frühling. Dazu gehören "Der Untergang der islamischen Welt" sowie der autobiografisch geprägte Band "Mein Abschied vom Himmel"."

spiegel.de, 25.11.2013

Lesetipps

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