Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Splitterfasernackt

9783426784884
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Taschenbuch, Knaur TB
01.07.2013, 400 S.

ISBN: 978-3-426-78488-4
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Lilly Lindner ist sechs, als der Nachbar beginnt, sie regelmäßig zu vergewaltigen. Er droht ihr mit dem Schlimmsten, falls sie etwas ihren Eltern erzählen sollte. Und so schweigt das kleine Mädchen. Schließlich zieht der Mann weg – doch Lillys Leben ist längst aus dem Lot. Mit 13 Jahren fängt sie an zu hungern – damit von ihrem geschundenen Körper möglichst wenig übrig bleibt. Doch die Schande macht sie damit nicht ungeschehen. Und so beschließt Lilly als junge Frau, ihren Körper, der ihr schon lange nicht mehr gehört, in einem Edel- Bordell zu verkaufen. Und ausgerechnet hier beginnt sie, ihre ungeheuerliche Geschichte aufzuschreiben – und verfasst ein beeindruckendes, provozierendes Buch von großer Sprachgewalt.

Die Autorin

Lilly Lindner

Portrait von Lilly Lindner

Lilly Lindner wurde 1985 in Berlin geboren. Bereits mit fünfzehn begann sie autobiographische Texte und Romane zu schreiben. Ihr Debüt ...

zur Autorin Bücher von Lilly Lindner

Video

Pressestimmen

"Verletzlich und zart im Ton."

FOCUS, 01.10.2011

"Beeindruckend!"

petra, Oktober 2011

"`Splitterfasernackt` ist keine leichte Lektüre. Trotzdem werden Sie weiterlesen, gefesselt von der Sprache dieser Frau und ihrem Verstand. Und Sie werden verstehen, was Gewalt anrichtet und warum sie oft in Schweigen endet. Gut, dass Lilly ihr Schweigen gebrochen hat."

Brigitte, 07.09.2011

"Die brachiale Sprache, die wie eine Springflut immer wieder durch den poetischen Duktus hervorbricht, zeigt genau das, was Lilly Lindner in ihrem Buch beschreibt - gnadenlose Selbstverletzung."

Abendzeitung, 17.10.2011

"Ein hochintelligentes, sprachbegabtes, körperlich und seelisch schwer geschädigtes Mädchen hat ein Buch über ein ebensolches Mädchen geschrieben. Es heißt "Splitterfasernackt". Und es ist erschütternd."

Süddeutsche Zeitung, 24.09.2011

"Ein ungeheuerliches Buch."

FOCUS online, 27.09.2011

"An den Nervenenden einer wahren Geschichte: in "Splitterfasernackt" erzählt Lilly Lindner von Missbrauch, Prostitution und Magersucht. Geschrieben in einer glasklaren und welthaltigen Prosa, leistet diese Geschichte einer Verwandlung Aufklärungsarbeit."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2011

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Lilly Lindner erzählt in ihrer Autobiografie »Splitterfasernackt« über einen sehr negativ

prägenden Teil in ihrem Leben, der mich als Leser alles andere als kalt gelassen hat. Der Autorin sind Gewalt und sexueller Missbrauch schon im Kleinkindalter über mehrere Jahre hinweg angetan worden und später im Alter von 17 gab es dann erneut ein fürchterlich einschneidendes Erlebnis, das Lilly völlig aus der Bahn geworfen und seither ihr weiteres Dasein bestimmt hat.

~ Einmal in diesem Leben möchte ich morgens aufwachen und verstehen, warum ein Mann eine Frau vergewaltigt. Ich möchte begreifen, warum Männer kleine Kinder ficken. ~ (S. 242)

Man will es gar nicht glauben, dass das, was Lilly widerfahren ist, tatsächlich passiert ist. Zu grausam und unfair erscheint es einem. Man fragt sich: Wieso geschehen einem solche Dinge? - Das kann doch nicht einfach Pech oder Zufall sein!? Und vor allem - und habe ich erst gar nicht verstanden: Warum entschließt sich Lilly in Anbetracht der Geschehnisse dann dazu, als Prostituierte zu arbeiten? - Aber darauf gibt die Autorin uns in ihrem Buch eine Antwort, die ich, so irre sie auch klingt, doch sehr einleuchtend finde und verstehen kann.

Wer Lilly Lindner bereits kennt, weiß, dass sie eine Begabung für die Aneinanderreihung von Worten hat, die man so noch nie erlebt hat. Aber nicht nur das Geschriebene fasziniert und ist einzigartig, nein, ich finde, dass die Autorin genauso fesselnd spricht, wie sie schreibt.
Für Lilly Lindner war das Schreiben und der Umgang mit Worten die einzig richtige Entscheidung in so einer schwierigen Lebenssituation, in der sogar die Eltern versagt haben. Mit dem Schreiben will sie der Stille in ihrem Kopf entkommen, die da und einfach nicht aushaltbar ist, seitdem sie diese schrecklichen Erfahrungen machen musste.
Mutig, sehr mutig fand ich dann vor allem, dass sie ihr Buch zu einem Verlag getragen und veröffentlicht hat. Denn, wer weiß schon, wie vielen von uns Derartiges vielleicht auch passiert ist und darüber jahrelang eisern geschwiegen hat? Möglicherweise macht diese Autobiografie Betroffenen Mut, mit der Wahrheit herauszurücken?

~ Es ist merkwürdig zu sterben, ohne danach tot zu sein. Man fühlt sich leer und verloren, man weiß nicht so richtig, wohin man gehört. ~ (S. 25)

Autobiografien habe ich bisher noch nicht viele gelesen, aber von den wenigen, die ich bereits gelesen habe, ist Lilly Lindners »Splitterfasernackt« eine, die wegen all der Schicksalsschläge und anschließender Selbstgeißelung so emotional zu lesen ist und durch die unglaublich faszinierenden Wortkonstellationen in meinen Augen deswegen wirklich ein Lesehighlight war.

Janine2610, 20.06.2016

Lilly Lindner ist ein echtes Ausnahmetalent, ihre Wort- und Sprachgewalt ist einfach unglaublich. Dieses Buch ist

zutiefst schockierend & berührend, lässt einen am Ende aber auch irgendwie hoffnungsvoll zurück. Ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen habe & empfehle es wirklich sehr, denn dieses Buch ist wirklich etwas ganz besonderes.

Sina Berg, 20.05.2016

Man kommt niemals an, wenn man nicht weiss, wo man hin will!
****************
Ich muss ehrlich sagen, ich habe so eine sprachliche Wucht nicht erwartet. Die ersten 50 Seiten des Buches haben mich allein deswegen schon in Ihren Bann gezogen; obwohl diese Worte einen grausamen Inhalt verpacken, nämlich den anhaltenden Missbrauch eines 6-jährigen Mädchens.
~
Für mich persönlich verlor sich der Schreibstil im mittleren Teil des Buches fast komplett und ich hatte immer wieder das deja vu Erlebnis "Fucking Berlin" zu lesen. Auch bei Lilly Lindner geht es um den Zwiespalt, sich für Geld zu verkaufen, aber innerhalb des Bordells zum ersten Mal eine familienähnliche Welt zu erleben. Freundinnen, Nähe und das Gefühl der Geborgenheit.
~
Ein bisschen zu sehr aussen vor gelassen, wurden für mich negative Erfahrungen im Rotlicht-Millieu, die es mit Sicherheit auch gegeben haben wird. Aber vielleicht auch ganz bewusst, da der Rest sehr heftig ist und dieser Abschnitt wohl eher die etwas positivere Zeit verkörpern soll. Wenn man hier überhaupt von positiv sprechen kann.
~
Zum Ende zieht das Buch noch einmal wieder richtig an. Plötzlich ist auch die Sprachwucht wieder da!
~
Ein großartiges Buch, das den Leser sehr nachdenklich und geschockt zurücklässt.
Marakkaram, 27.08.2015

Sehr berührend und zu tiefst traurig. Man kann sehr hinter die Fassade des Mädchens gucken und es auch in einer
Hinsicht ein wenig nach vollziehen. Sehr zu empfehlen für alle auch für die nicht so gerne Biografien lesen.
jolinesmile, 07.05.2015

Dieses Buch ist der absolute Wahnsinn, man möchte es gar nicht mehr aus der hand legen. Lilly Lindner jongliert so gut
mit ihren Worten, einfach phänomenal.
Ich finde es gut, dass eine so junge Frau zu ihren geschundenen Körper steht und das Leben weiter so annimt, wie es kommt und sich nicht unterkriegen lässt!
Dieses Buch gehört für mich zur obersten Liga!
Antje Baumann, 19.06.2013

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin hat sich nicht mit haargenauen Beschreibungen der Umgebung
aufgehalten, sondern nur das wichtigste beschrieben.
Obwohl die Hälfte des Romans in einem Bordell spielt, gibt es kaum bis keine erotischen Szenen. Es werden nur manchmal ein paar Szenen umschrieben, damit hatte ich aber kein Problem. Ich hatte mir ein Bordell total anders vorgestellt. Es wirkte gar nicht so schlecht als Nutte zu arbeiten, wie ich es mir vorgestellt hatte. Natürlich ist es trotzdem nichts für mich ;D
Toll fand ich auch, dass man so viel über die Nebencharaktere erfahren hat.
Ich konnte mich sehr gut in Lilly hineinversetzen und nachvollziehen, was sie getan hat und warum.
Dass ich so lange gebraucht habe, um das Buch zu lesen, lag nicht daran, dass das Buch langweilig war. Es war nur ziemlich bedrückend und ich musste in der richtigen Stimmung sein, um das Buch zu lesen. Denn hier werden ernste Themen wir Prostitution, Essstörung, Entführung und Vergewaltigung angesprochen, mit denen man sich nicht jeden Tag beschäftigt. Besonders wegen diesen Themen regt das Buch zum Nachdenken an.
Am Ende des Buches hatte ich das Gefühl, dass es gar kein richtiges Ende war. Vor allem wegen Chase. Ich hätte gerne gewusst, wie es weiter geht.
Celine Jordan, 16.06.2013

Ichre Geschichte ist schon wirklich überwältigend. Und für jemanden, der in einer Familie aufwächst in der
größtenteils Harmonie herrscht wahrscheinlich nicht zu 100% nachempfindbar. Bei Büchern wie "Splitterfasernackt" bin ich immer zweigeteilter Meinung. Zum einen finde ich gut, wenn solche Bücher veröffentlicht werden, da viel zu viele Menschen weggucken, wenn es um Vergewaltigung etc. geht. Zum andern finde ich, dass so sehr intime Dinge, die die Nachwelt nicht wirklich etwas angehen auch nicht unbedingt so weit erörtert werden müssen, wie es in Splitterfasernackt teilweise der Fall ist.
Letztendlich kann ich aber sagen, dass es ein sehr berührendes Buch ist, dass ich weiterempfehlen kann.
Mareike Krause, 13.04.2013

Worum geht es:
Von ihrem Nachbarn bekommt sie Schokolade. Sie hält sie in der Hand, und weiß dass sie sein Geruch, sein Gesicht und seine Wohnung niemals wird vergessen können. Denn die Schokolade hat sie bekommen im Tausch gegen ihre Seele. Nachdem ihr Nachbar sie im Alter von 6 Jahren vergewaltigt hat.
Seitdem ist Lilly nicht mehr allein, denn außer ihr sind immer noch die kleine Lilly, Ana (Anorexie) und Mia (Bulemie) bei ihr. Und weil ihr Körper ihr ja schon längst nicht mehr alleine gehört, beschließt sie sich, ihren Körper und ihre Seele im Bordell zu verkaufen.

Meine Meinung:
Bei solchen Biographien, bei denen die Autoren ein so furchtbares Schicksal erleiden mussten finde ich es immer sehr sehr schwierig zwischen ehrlicher Rezension und Mitgefühl zu unterscheiden. Und eben nicht abzurutschen in "und dann macht sie das und das wieder, und das ist langweilig oder wiederholt sich", denn genau das was da geschildert wird, ist diesem Mädchen nun einmal wiederfahren. Andererseits sind das dann Teile des Buches, rein "analytisch" gesehen, die mich beim Lesen gestört haben. Aber ich denke ich trenne es einfach:

Man kann sich nicht vorstellen wie schlimm es Lilly gehen muss. Gegangen ist, und wahrscheinlich noch gehen wird, denn das was ihr zugefügt wurde lässt sich kaum greifen. Ich empfinde unendliches Mitleid mit ihr, und möchte sie aber gleichzeitig auch schütteln und ihr sagen, dass sie aufhören muss. Aber das will sie ja, sie kann nur nicht. Teilweise sind ihre Erlebnisse so erschreckend, dass ich sie als übertrieben oder unrealistisch abstempeln würde - wüsste ich es nicht besser.
Ich hoffe wirklich, dass Lilly es irgendwann schaffen kann, ihrem Teufelskreis zu entkommen.

Andererseits ist da das rein geschriebene, was mich veranlasst hat trotzdem einen Stern abzuziehen. Denn so richtig warm bin ich mit dem Schreibstil nicht geworden. Es ist teilweise sehr nüchtern geschrieben, fast schon steril, so dass ich alte Heulsuse nicht mal feuchte Augen hatte. Ich war mehr erschreckt.
Weiterhin geht es ab Seite 200 in etwa ( 400 Seiten hat das Buch) fast ausschließlich nur noch um ihr Leben im Bordell und ihre schizophrenen Gespräche mit ihrer Magersucht/ Bulemie. Es wiederholen sich die Vorstellungen den Mädchen im Bordell regelmäßig und eben auch dass sie immer und immer wieder zusammenbricht wird immer und immer wieder beschrieben.
Vielleicht ist es taktlos das zu sagen, aber da war das Buch zeitweise echt dröge.
Anne, 27.03.2013

Wer selbst betroffen ist, wird sich all den detaillierten Zustandsbeschreibungen wiederfinden. Besser, als man es je
zuvor irgendwo gelesen hat.
Wer nicht selbst betroffen ist wird eine Ahnung erfahren davon, wie man kleine Seelen für immer zerstören kann.
Lebenslang. Leider.

Mein grosser Respekt gilt Lilly Lindner. Ich hätte es so nicht ausdrücken können. Und damit bin ich gewiss nicht allein....
Mila, 07.04.2012

Ich würde ja schreiben, das es ein unglaubliches Buch über das Leben der kleinen Lilly Linder wäre, wenn man hier das
Wort „unglaublich“ benutzen könnte. Leider fällt es mir unglaublich schwer, hier genau die richtigen Worte zu finden. Lilly Lindner durchlebte die Hölle und ich bin mir nicht sicher, ob sie den Himmel auf Erden je finden wird....

Mutig bis zum Ende der Welt!
Tina, 11.03.2012

Es beschreibt eine viel zu oft totgeschwiegene Untat in realistischen, ehrlichen und sehr schönen, gewandten Worten.
Ich erkenne den Wunsch, sich der Welt mitzuteilen, endlich gehört zu werden, aber auch sich selber endlich zu begreifen. Den Versuch, den Menschen sagen zu wollen, warum man so ist, wie man ist. Diese Erlebnisse prägen einen für den Rest seines Lebens - so es einem gelingt, dieses weiterzuführen- und darüber zu schreiben oder zu sprechen ist meist einer von vielen unterschiedlichen Versuchen, die Gewalt über sich selber zurückzuerhalten und ein unverfüllter Wunsch von vielen Missbrauchsopfern.
Sprache und Stil jedenfalls sind mehr als ausreichend lohnenswert und verführen zu mehr. Lilly spricht stellvertretend für viele Mädchen und Jungen, die -vom Umfeld unerkannt- ähnlichen Erfahrungen ausgesetzt sind. Dieses Buch ist einfach nur echt, so unglaublich es für Leute, die bisher nicht persönlich mit Missbrauch konfrontiert wurden, vielleicht auch klingen mag. Für Leidensgenossen mag es zwei Auswirkungen haben: Erlösung oder erneuter Fall in eigene Tiefen.
Verena, 25.10.2011

Dieses Buch ist ein sprachliches Meisterwerk. Frau Lindner formuliert so klar, direkt und gleichzeitig tiefsinnig, wie
nur wenige andere. Für mich, der auch als Kind missbraucht wurde (nicht sexuell) und dem seitdem die Worte fehlen, hierüber zu sprechen, hat sie meine ganz eigene Geschichte aufgeschrieben. Aber noch etwas: Das Buch ist durchaus auch für Männer als Lektüre zu empfehlen. Nicht aus Voyeurismus. Sondern wegen seiner Fairness uns gegenüber. Trotz der Höllen, durch die Lilly Lindner gegangen sein muss.
Thomas, 09.10.2011

Ich hatte Bedenken, diese Leseprobe zu lesen, da ich selbst auch Missbrauchsopfer im Kindesalter war und bis heute
irgendwie noch bin. Aber dieses Buch ermutigt mich meine Geschichte endlich auch aufzuschreiben und zu verarbeiten, statt nur zu verdrängen. Sehr aufwühlend geschrieben, ehrlich, so verwundbar. Dazu die Haltung der Eltern, dieses Deinsteresse am Kind. Schrecklich, aber leider realistisch. Wegschauen ist ja so einfach! Respekt dafür, seine Geschichte so aufzuschreiben.
Bettina, 18.09.2011

Diese Autobiografie hat mich sehr berührt.
Es ist die Geschichte von Lilly Lindler, die mit 6 Jahren völlig unbemerkt von einem Nachbarn missbraucht wird. Sie vertraut sich niemanden an, und so verliert sie Stück für Stück ihr leben an sich selbst und richtet sich fast zugrunde.
Sie wird magersüchtig und treibt sich fast in den Hungertod, sie wird Prostituierte, weil sie dann selbst bestimmen kann, wer wann mit ihr schläft. Sie bekämpft ihren Körper immer wieder aufs Neue mit Selbstverstümmelung, weil sie es einfach nicht schafft, das erlebte zu verarbeiten. Mit diesem Roman gibt sie dem Leser tiefe Einblicke in ihre verletzte Seele.
Es gab viele Momente, die mich emotional sehr mitgenommen haben. Oft standen mir Tränen in den Augen und genauso oft gab es Momente, an denen ich so wütend wurde, mir jegliches Verständnis fehlte und ich einfach nur hätte schreien können.
Doch es gab auch kleine Augenblicke, die mich zum Lachen brachten.
Wenn schon den Leser diese Geschichte mitnimmt, wie mag es dann der Autorin ergangen sein. Man kann es sich nicht vorstellen und doch gewährt uns Lilly Linder einen tiefen Einblick in die Schmerzen und die Verzweiflung die ihr leben seit Kindheit an begleiteten.
Wer aber nun glaubt, dass sie sich permanent in die Opferrolle zwängt und auf die Tränendrüse drückt, der liegt vollkommen falsch.
Splitterfasernackt ist eine wahre Geschichte mit sehr viel Tiefgang.
Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und berichtet knallhart über den Missbrauch, ihrer Magersucht und auch der Prostitution. So bekommt der Leser Einblicke in den Alltag eines Bordells und so mancher Mann kommt dabei nicht unbedingt gut weg.
Und doch schert sie nicht alle Männer über einen Kamm …
Lilly Linder versteht es, mit Worten umzugehen. Dies bemerkt man schnell in ihren Roman, denn sie verwendet nicht nur eine klare und harte Sprache, genauso schnell kann sie Situationen unheimlich sanft und berührend beschreiben.
Durch ihren leichten aber tiefsinnigen Schreibstil lässt sich das Buch zwar recht fließend lesen, doch musste ich es oft absetzen, um das Ganze sacken zu lassen. Das Unvorstellbare zu begreifen, und erfassen und wieder loszulassen. Trotzdem mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen, denn ich wollte wissen, wie es mit Lilly weitergeht und ob sie die Suche nach sich selbst und der Suche nach der Liebe, abschließen kann.
Die Geschichte wird auf 399 Seiten erzählt. Em Ende bleiben mir einige offene Fragen, gerade was die Familie betraf und auf nicht näher eingegangen wurde, was für mich aber auch völlig okay war.

Fazit:
Splitterfasernackt ist die wahre Lebensgeschichte von Lilly Linder. Unfassbar und entsetzlich, gekleidet in einem wunderbaren Schreibstil, fesselt diese Autobiografie den Leser und lässt ihn nach einer emotionalen Achterbahnfahrt, nachdenklich zurück.
© Michaela Gutowsky
Michaela, 16.09.2011

Die Erlebnisse von Lilly werden sehr authentisch dargestellt. Sie beschreibt das Erlebte sehr detailliert, sodass man
sich damit identifizieren kann. Es wird deutlich, was in einem Menschen passiert und welche Folgen es für das ganze Leben haben kann, wenn man ein Missbrauchsopfer ist. Davor verschließen viele Menschen die Augen und denken, es ginge sie nichts an. Doch dieser Haltung muss vorgebeugt werden und dafür ist dieses Buch prädestiniert. Sehr transparent wird in dem Buch ebenfalls, dass nicht nur körperliche bzw. sexuelle Übergriffe zu Misshandlung zählen, sondern auch seelische Gewalt Persönlichkeiten zerbrechen kann.

Die Autorin schreibt in einem flüssigen und spannenden Stil, sodass man als Leser motiviert wird. Manche Textstellen sind fast schon philosophisch und erfordern hohe Aufmerksamkeit, um Bezug zu der Handlung herstellen zu können.Man wird also kognitiv gefordert beim Lesen dieses Buches.
Lisanne, 13.09.2011

Splitterfasernackt ist der autobiographische Roman einer Prostituierten. Aber er ist auch noch viel mehr als das: Lilly
Lindner erzählt von ihren seelischen und körperlichen Verletzungen, die sie zu einem Menschen machen, der seinen eigenen Körper verachtet und misshandelt.
Als sie sechs Jahre alt ist, wird sie das erste Mal von ihrem Nachbarn vergewaltigt. Sie kann sich niemanden anvertrauen, auch nicht ihren Eltern, die nur ihre guten Noten in der Schule beachten und kaum fähig sind, sie bedingungslos zu lieben. Was folgt, sind ihre tiefen seelischen Schmerzen, die sie mit körperlichen zu übertünchen versucht. Sie schneidet sich die Arme auf und weigert sich zu essen. Ihre besten Freundinnen werden Ana und Mia (Anorexie und Bulimie).
Erst in der Gemeinschaft der Prostituierten erlebt sie eine Art von Geborenheit.

Ich habe ›Splitterfasernackt‹ sehr gerne gelesen. Aus jedem Satz spricht eine große Liebe zur Sprache. Lilly Lindner ist eine intelligente Frau, die mich mit ihren fast schon philosophischen Wortspielen sehr beeindruckt hat. Gerade ihre Gespräche mit Chase, einem Schauspieler, zu dem sie eine tiefe Freundschaft aufbaut, entwickeln sich zu tiefsinnigen und schockierend ehrlichen Aussprachen. Manche Dialoge sind obszön bis drastisch, aber ihre Beschreibungen gehen nie so weit, dass man sich abgestoßen fühlt. Sie schreibt »entblößte Sätze, in abgenutzten Räumen. Enthülltes Worttreiben. Standfest. Bis zum Höhepunkt.«
Klare Kaufempfehlung!
Nikola, 12.09.2011

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Ich persönlich fand es sehr anstrengend zu lesen. Es ist unvorstellbar
für mich, was dieses arme Mädchen mitmachen musste und wie sie die Kraft aufgewunden hat, doch wieder ein einigermaßen normales Leben zu führen. Sie zieht sich nackt bis auf ihre Seele aus, kämpft mit Dämonen und dem Leben. Ganz alleine, ohne Hilfe ihrer engsten Familienmitglieder... Es ist ein Wahnsinn, wie sie es geschafft hat, ihr Leben so facettenreich wiederzugeben. MIr war es von Zeit zu Zeit zu harte Kost, kein Buch was man so durchlesen konnte, man musste sich immer mal wieder davon erholen.
Michaela, 12.09.2011

Dieses Buch könnte auch ich geschrieben haben,daher habe ich mich in jedem Ihrer Wörter wieder gefunden..
Lilly Lindner beschreibt Ihr Leben,das von klein auf von Vergewaltigung und hungern gezeichnet ist...
Sie beschreibt den Weg eines Mädchens,was nicht aus diesem Teufelskreis herauskommt.. Erst wird sie vergewaltigt,und dann geht sie auf den Strich...
dies ist eine Geschichte,wie sie tausendmal auf der Welt geschiht...ich finde dieses Buch einfach fantastisch,da es für dieses Thema sensibilisiert.
Daniela, 12.09.2011

Es geht um eine junge Frau, die im Kindesalter von einem Nachbarn sexuell missbraucht wird und eigentlich nie wieder so
richtig in eine normales Leben zurückgefunden hat. Von den Eltern weitestgehend ignoriert und allein gelassen, beginnt sie sich bzw. ihren Körper zu bestrafen, verfällt der Magersucht und beschließt letztlich sich die Kontrolle über ihren Körper zurückzuholen indem sie Männer für Sex bezahlen lässt („Männer haben mir meinen Körper weggenommen. Also müssen sie ihn mir auch wieder zurückgeben. Sie schulden mir einen Körper. Meinen Körper.“)

Die Story macht sehr nachdenklich und ab und zu möchte man Lilly die Hand reichen und ihr aus diesem Teufelskreis von Vergewaltigung, Magersucht und Prostitution heraushelfen. Bleibt zu hoffen, dass sie irgendwann Geborgenheit und Liebe finden wird und vor allem zulassen kann.
Es ist traurig, dass es immer wieder Menschen gibt die solche Erfahrungen machen müssen und auch wenn der (Buch)markt, was dieses Thema betrifft ziemlich übersättigt ist, würde ich "Splitterfasernackt" zu lesen empfehlen!

Stil: Das Buch ist gut geschrieben, es lässt sich angenehm lesen (vom Stil her). Besonders gefiel mir, wie die Autorin versucht hat, seelische Zustände mit Worten bildlich darzustellen.
Cover: Der Titel und das Cover des harmonieren meiner Ansicht nach nicht wirklich. Weder hätte ich die Farbe noch ein Bild der Autorin gewählt. Dass Cover und Titel zusammenpassen müssen, halte ich für sehr wichtig.
Sina, 12.09.2011

Lilly Lindner ist gerade einmal sechs Jahre alt als sie von einem Nachbarn sexuell missbraucht wird. Diese Begebenheit
verändert ihr Leben von einem Tag auf den anderen. Lilly kommt sich schmutzig vor, der einzige Ausweg stellt für sie das Hungern dar. Solange hungern bis nichts mehr von ihrem geschändeten Körper vorhanden ist. So verfällt Lilly der Magersucht und Bulimie.

Auch das Verhältnis zwischen Lilly und ihrer Familie ist angespannt. Von Seite zu Seite wird deutlicher, dass Lilly vor allem eins braucht: Die Liebe ihrer Eltern, die sie leider nicht bekommt.

Mit 17 Jahren zieht Lilly in eine eigene Wohnung und versucht ihr Leben irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Um ihre Vergangenheit zu verarbeiten, beschließt sie in einem Edelbordell zu arbeiten. Dort lernt sie ganz unterschiedliche Frauen kennen, die zu wichtigen Begleitern in ihrem Leben werden.

Im Laufe des Buches möchte der Leser Lilly einfach in die Arme nehmen und ihr zeigen, dass sie keine Angst vor der Liebe haben muss und dass sie es wert ist, geliebt zu werden.

„Splitterfasernackt“ ist ein packendes Buch, das es schafft, den Leser in seinen Bann zu ziehen und emotional zu berühren. Es handelt sich um kein Buch, dass man mal eben von vorn bis hinten durchliest – für „Splitterfasernackt“ muss man sich Zeit nehmen, um diese erschütternde Geschichte zu begreifen und zu verarbeiten.

Fazit: Ein empfehlenswertes Buch über eine bemerkenswerte junge Frau, die in ihrem kurzen Leben einfach schon zu viel durchgemacht hat.
Claudia, 11.09.2011

Lilly Lindner, oder auch Felia, Mia oder Ana. Ein Mensch, viele Masken, noch mehr Abgründe.

Missbrauch – Essstörungen – Prostitution

Lilly war sechs Jahre alt, als sie vom „netten Nachbarn“ vergewaltigt wurde. Als Belohnung gab er ihr eine Tafel Schokolade, damit sie schweigt. Ein fairer Tausch, nicht wahr?

Man hört fast, wie die kleine Kinderseele zerbrach, so brutal beschreibt Lilly ihr Schicksal. Dazu noch höchst distanziert, als zeigt sie von außen mit dem Finger auf sich selbst und schildert nüchtern den chronologischen Ablauf ihres verpfuschten jungen Lebens.
Sie beschließt zu hungern – wenigstens ein kleines bisschen Macht über ihren Körper erreicht sie damit zurück. Ihre beiden Freundinnen werden Ana und Mia – Anorexia und Bulimia. Mit beiden diskutiert sie im Geiste ihre täglichen Mahlzeiten, beide bestimmen ihr komplettes Leben.
Aber es ist nicht ihr einziger Versuch, ihren Körper zu Grunde zu richten, sie prostituiert sich auch noch. In ihrem Job nennt sie sich Felia, verbunden mit einer weiteren Maske, die sie abschirmt und schützt.

Schwierig, sehr schwierig, dieses Buch zu lesen. Mir ist es bereits nach wenigen Seiten immer wieder auf den Magen geschlagen und ich musste es bei Seite legen, um die Informationen sacken zu lassen. Ja, es ist Jammern auf hohem Niveau, ich habe schließlich all das nicht erleben müssen sondern Lilly. Ich konnte das Buch weglegen, sie konnte vor ihrem Leben nicht weglaufen.
Ihre schonungslose Offenheit führte aber immer wieder dazu, dass ich mitfühlen und vor allem mitleiden konnte in einem Ausmaß, dass mir selbst schon weh tat. Lilly ist einfach ein Mädel, welches ich in den Arm nehmen und ihr zuflüstern wollte das alles wieder gut werden würde.
Zwischendurch hat es mich auch rasend gemacht, ihr in ihrem Leid nur tatenlos zuschauen zu können. Wie gerne hätte ich sie überzeugen wollen, sich Hilfe zu suchen um ihr Leben in den Griff zu kriegen. Als Außenstehender hat man da ja immer gut reden…

Sprachlich war das Buch wirklich überzeugend. Zwischen poetischen Gedanken und harter Gossensprache war alles enthalten und trotz der unterschiedlichen Wortwahl wirkte der Schreibstil rund und nie unpassend. Gelegentlich baute sie sogar selbstironische, sogar schon fast lustige Kommentare ein, die so unvorbereitet eintraten, dass ich erst darüber schmunzeln und dann traurig den Kopf schütteln musste.

Fazit: Ein Biografie, die mich als Leserin permanent vor den Abgrund stellte, stark fokussiert auf das Leiden einer starken jungen Frau. Hut ab, Frau Lindner! So viel Leid in kraftvolle, brutal offene und gleichzeitig wunderschöne Sätze zu kleiden, dazu gehört eine große Portion Talent.
Vanessa, 11.09.2011

Lilly Lindner ist sechs Jahre alt, als sie das erste mal von ihrem „freundlichen“ Nachbarn missbraucht wird.
Niemandem kann sie etwas davon sagen, ihre Eltern hören ihr ohnehin nicht zu. Sie sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Sie wird um ihre Kindheit betrogen. Zum Tausch bekommt sie von dem netten Nachbarn Schokolade.
Auch als er endlich fortzieht ändert das nichts.
Lilly gibt ihrem Körper die Schuld für das, was passiert ist. Und so beschließt sie ihren Körper auch dafür zu strafen mit Kälte, Selbstverstümmelung und Hunger.
Ihre besten Freundinnen heißen nun Ana (Anorexia) und Mia (Bulimia) und übernehmen schnell die Kontrolle über Lilly.
Lilly gewöhnt sich an die regelmäßigen Ohnmachtsanfälle und an das Spucken von Blut.
Ihr Körper gehört schon lange nicht mehr ihr selbst. So beschließt sie auch irgendwann, dass sie mit ihren Körper Geld verdienen könnte, und verkauft ihren Körper in einem Edelbordell.
Dort erfährt sie zum ersten Mal das Gefühl von Geborgenheit und Zugehörigkeit.

Diese Biografie zu bewerten erscheint mir fast unmöglich. Wie kann man die Lebensgeschichte eines Menschen bewerten? Dennoch ist es ein sehr überwältigendes Buch, welches eine traurige Geschichte erzählt. Die Autorin ist sehr wortgewandt und erzählt sehr lebendig. Man fühlt sich als eine Freundin von Lilly und leidet mit ihr.
Für dieses Buch sollte man sich Zeit nehmen. Es ist keine „Nebenbei-Lektüre“.
Zudem wird einen dieses Buch zum Nachdenken anregen und noch lange in Erinnerung bleiben.
Ich fand das Buch unglaublich und bewundernswert, dass Lilly Lindner so ihr Schweigen gebrochen hat.
Claudia, 11.09.2011

Sehr emotional geschrieben, liest sich sehr flüssig und gut.
Dieses Buch zeigt einmal die andere Seite, die meist untergeht und nicht gesehen werden will. Ist empfehlenswert für Jugendliche.
Tamara, 11.09.2011

Es ist mehr als "nur" die Geschichte einer gestohlenen Kindheit, eines missbrauchten Mädchens. Es sind kleine
Weisheiten über ein Leben in einer Welt voller Täuschung und Lügen, Kalorien, verstohlenen Liebesbekundungen und Freundschaft. Es geht um Vertrauen, Erkenntnis und der Antwort auf die Frage "WIe weiter?".
Das Buch ist beeindruckend realistisch und flüssig geschrieben, dessen eigentliche Tiefe man manchmal erst beim zweiten Mal erkennt. Sehr empfehlenswert, wenn auch zum Teil etwas harter Tobak.
Nadine, 10.09.2011

Mit dem Wunsch die Erlebnisse ihrer Kindheit hinter sich zu lassen und mit ihrer Gegenwart zu leben, schildert die
Autorin, Lilly Lindner, autobiografisch Eindrücke und Erfahrungen aus ihrem Leben, ihrer Arbeit in einem Berliner Edelbordell sowie ihre Sehnsüchte.

Das zeitgemäß moderne Buch-Design rundet die z.T. unruhigen Gedankengänge Lindners ab. Eigene Erlebnisse werden in mehreren Akten unverfrohren geschildert und man liest flüssig durchs Buch – SplitterFaserNackt.

Für knapp 17 € heben sich die an Lindners Realität orientierenden Schilderungen jedoch leider nicht deutlich genug gegenüber ähnlichen Werken ab.
bianka, 10.09.2011

Lilly wird mit 6 Jahren mehrfach von ihrem Nachbarn sexuell missbraucht. Die Mutter ignoriert die Tochter, der Vater hat
auch kein großes Interesse an seiner Tochter. Somit ist Lilly alleine mit ihrem Schicksal und es beginnt ein Kampf zwischen Magersucht, Vergewaltigung und Prostitution - ein nicht enden wollender Kreislauf.
Im Buch beschreibt Lilly seh klar und auf ergreifende Weise ihre unfassbare Geschichte.

Das Buch ist natürlich nicht als leichte Urlaubslektüre geeignet. Man sollte sich Zeit für das Buch nehmen sowie sich auf das Thema einlassen!

Fazit: Ein unglaublich hartes Schicksal, eine bemerkenswerte Frau und ein lesenswertes sowie fesseldens Buch!!!
Anja, 07.09.2011

Lilly Lindner hat ihre traurige und ergreifende Lebensgeschichte niedergeschrieben. Sie wurde als Kind vergewaltigt und
versucht durch selbstzerstörerisches Handeln einen Weg zurück zu ihrem Leben zu finden. Als dies nicht so recht gelingen will, fängt sie an in einem Edelbordell zu arbeiten.
Wer jetzt ein schmutziges, erotisches Buch erwartet, sollte sich etwas anderes suchen.
Ihr Stil ist selbstironisch, locker aber auch sehr direkt. Dennoch ist dieses Buch schwere Kost, die zum Nachdenken anregt
Anne, 06.09.2011

Jeder der nicht ganz emotionslos ist, sollte sich mit diesem Buch auch eine Großpackung Taschentücher kaufen, was
allerdings im positivsten Sinne gemeint ist. Dieses Buch ist absolut ergreifend, fesselnd und liefert ungeschönte Eindrücke in die Gedankengänge eines Vergewaltigungsopfers. Die offenherzige Schreibweise lässt den Eindruck entsteht, man würde in einen Tagebuch lesen, wodurch sich eine automatische Beziehung zur Autorin aufbaut. Auch die Tatsache dass es sich um ein autobiografisches Werk handelt, verleiht dem Buch ein noch emotionaleres Gefühlserlebnis beim Lesen. Auch wenn bei mir die Tränen in Rauen Mengen flossen, von meiner Seite fünf Sterne.
Sonja, 02.09.2011

Eine Geschichte, die von Anfang bis Ende überzeugt. Authentisch und schonungslos offen erzählt die Autorin die
Geschichte von einer gestohlenen Kindheit und dem "Davonkommen" - was eigentlich nur ein hässlich verpacktes Geschenk ist. Eindringlich, aber auch mit einer befreienden Selbstironie beginnt die Autorin die schockierenden Erlebnisse ihrer Kindheit und Jugend aufzuarbeiten. Dabei zeigt sich aber zugleich, dass nicht die ganze Welt aus herzlosen Menschen besteht, denn gerade in ihren dunkelsten Stunden erfährt die Autorin, was Freundschaft ist.
Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, das schockiert, aber zugleich mit seiner leichtfüßigen Erzählweise den Leser besticht. Die Geschichte einer jungen Frau, die ihren Weg zurück ins Leben sucht...
, 31.08.2011

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zum Probelesen zurVerfügung gestellt - vielen Dank dafür!
Mein erster Eindruck war, ohje, nicht unbedingt ein Thema, das ich mir ausgesucht hätte, mal sehen, wie es sich liest.
Und dann hat es mich nicht mehr losgelassen, ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen!

Das Schicksal von Lilly Lindner hat mich sehr bewegt, teilweise hatte ich einen dicken Kloß im Hals, aber zwischendurch konnte ich hier und da auch schmunzeln. Was ich immer wieder gedacht habe, wie können Eltern ihrem Kind gegenüber nur so gleichgültig sein! Es hat mich richtig wütend gemacht, das sie niemals für Lilly da waren, wie anders hätte ihr Leben verlaufen können, hätte sie ein behütetes Zuhause gehabt.
Am meisten gepackt hat mich aber die Ausdrucksweise und Wortgewandtheit, es ist so mitreißend geschrieben, so fasziniert war ich schon lange von keinem Buch mehr!
Ich würde mir wünschen, daß Frau Lindner noch viele Bücher in ihrem mitreißenden Stil schreibt (vielleicht auch Kinderbücher?) und wünsche ihr alles Gute für die Zukunft.
Astrid, 30.08.2011

Während die anderen Kinder im Kindergarten sorglos spielen, kämpft Lilly verzweifelt um die Liebe und Beachtung ihrer
Eltern – und läuft dabei dennoch nur ins Leere. Der letzte Rest ihrer Unbeschwertheit wird ihr im Alter von 6 Jahren genommen, als sie von einem Nachbarn missbraucht wird. Und das sollte noch nicht alles sein.
All dies geschieht unbeachtet oder ignoriert vor ihren Eltern, die tatenlos zusehen, wie sich ihre Tochter in die Magersucht flüchtet. Kaum volljährig beschließt Lilly, dass der einzige Weg ihre zerstörte Seele zu heilen in einem Job als Prostituierte zu finden ist.

Bei dem Buch „Splitterfasernackt“ von Lilly Lindner handelt es sich um eine Autobiographie. Ohne Vorgeplänkel beginnt die Erzählung an dem Tag, als Lillys Kindheit starb und sie schildert ausführlich das ihr widerfahrene Unrecht. Durch das gesamte Buch setzt sich der schonungslose Erzählstil fort und man ist als Leser entsetzt, was dieses junge Mädchen bereits erlebt hat. Trotz des grausamen Inhalts bleiben Lillys Worte oft emotionslos, wodurch sich ihr komplettes Gebahren nach außen widerspiegelt. Während es in ihr brodelt und die Stimmen in ihr nie verstummen, so versucht sie dennoch bemüht ihre Fassade nach außen zu wahren.
An machen Stellen rutscht das Buch in Monotonie ab, alles scheint sich im Kreis zu drehen, aber so ist auch Lillys Leben, eine endlose Spirale an immer neuen Männern, Gewichtskontrolle, Erbrechen, Suche nach Liebe... und der Ausweg bleibt doch stets so fern.

Die Denkweisen der Lilly Lindner sind nicht immer einfach nachzuvollziehen, man möchte diesen Menschen an die Hand nehmen und ihr dabei helfen, den richtigen Weg zu finden. Obwohl sie im Laufe der Zeit von einigen Freunden umgeben ist, die Suche nach Liebe bleibt dennoch das Essentielle in ihrem Leben.

Wie am Ende eines jeden Tatsachenromans gibt es keinen wirklichen Schluss, der Leser schließt die Buchdeckel und zurück bleibt die Frage, wie es Lilly heute geht und welche Veränderungen die Zeit ihr gebracht hat.

Im Großen und Ganzen hat mich das Buch überzeugt. Es ließ sich flüssig lesen und die beschriebenen Längen erfüllen ihren Nutzen als stilistische Mittel.
Liebhabern von Tatsachenberichten kann ich „Splitterfasernackt“ weiter empfehlen.
Daniela, 29.08.2011

Es ist ein Buch, das einen berührt. Wie kann man begreifen, dass sich ein Mann an einem 6jährigen Mädchen vergreift
– immer wieder über Jahre.
Das Buch beschreibt eine Geschichte, wie sie vielen Kindern passiert. Leider! Es beschreibt aber auch, wie die Kinder daran zugrunde gehen.

Ein Buch, das man unbedingt lesen sollte.
Brunhilde, 26.08.2011

Guter Schreibstil, gut rescherschiert.
Leider war die Leseprobe zu kurz um den nötigen Spannungsbogen zu halten. Werde bestimmt nach Erscheinen des Buches noch einmal querlesen um eine Kaufentscheidung zu treffen.
Sabine, 25.08.2011

die Geschichte des kleinen Mädchens finde ich
sehr ergreifend und traurig. Die Leseprobe macht
neugierig auf den Ausgang der Geschichte.
Simone, 25.08.2011

Eine Autobiografie kann vieles sein, gefüllt mit der Vergangenheit eines Menschen. Gefüllt mit historischen Fakten
oder mit Kindheitserinnerungen.

Diese Autobiografie beschreibt den Zerfall einer Seele. Der Seele eines 6 Jahre alten Mädchens, die vom Nachbarn missbraucht wurde.

Die Leseprobe ist emotional und emotionslos zugleich, denn fühlen möchte Lilly Lindner nichts mehr, der Leser hingegen wird sich gefangen fühlen und hilflos, denn helfen und verhindern geht nicht mehr.

Um all den Erinnerungen zu entfliehen wird sie Edel-Prostituierte, nie wieder unbezahlten Sex haben und über die Emotionen und seinen Körper selbst bestimmen. Und sich selbst belügen.

Die Leseprobe macht befangen und ist ehrlich, deshalb halte ich das Buch für sehr lesenswert. Ich möchte wissen, wie die Autorin dazu gekommen ist und ob sie endlich das Verhältnis zu ihren Eltern aufklären konnte.
Daniela, 25.08.2011

Die Leseprobe lässt mich ahnen, wie einerseits erschütternd und gleichzeitig spannend dieses Buch sein wird ! Ich bin
zutiefst berührt !
Marita, 25.08.2011
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