Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Still Chronik eines Mörders

9783426199565
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Hardcover, Droemer HC
14.01.2015, 368 S.

ISBN: 978-3-426-19956-5
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Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des Lärms dieser Welt: die Stille des Todes. Blutig ist die Spur, die er in seinem Heimatdorf hinterlässt. Durch sein unfassbar sensibles Gehör hat er gelernt, sich lautlos wie ein Raubtier seinen Opfern zu nähern, nach Belieben das Geschenk des Todes zu bringen. Und doch findet er nie, wonach er sich sehnt: Liebe. Bis er auf einen Schatz stößt. Ein Schatz aus Fleisch und Blut. Ein Schatz, der alles ändert.

Ein berauschendes Leseerlebnis, aufwühlend, soghaft, eine virtuose literarische Komposition, die sich ­konsequent in den Dienst des Erzählten stellt.

Leselounge

Der Autor

Thomas Raab

Portrait von Thomas Raab

Thomas Raab, geboren 1970, lebt nach abgeschlossenem Mathematik- und Sportstudium als Schriftsteller, Komponist und Musiker mit seiner Familie in Wien...

zum Autor Bücher von Thomas Raab

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Pressestimmen

Aus der Sicht des Mörders beschreibt Raab einen Menschen jenseits von Gut und Böse. "Still" ist ein Buch über den Lärm und den Tod, als Bedrohung und Belohnung.

ORF2, ZiB, 10.01.2015

"Raab beschreibt wertfrei die Geschichte eines Menschen, für den alles schiefgeht. Es ist nicht simple Rachegeschichte, sondern virtuose Analyse mit Sogwirkung, die man trotz beklemmendem Grauen nicht aus der Hand legen will."

Format, 09.01.2015

Ein berauschendes Leseerlebnis, eine virtuose literarische Komposition.

Österreich, 03.01.2015

"Wir sind überzeugt, dass Thomas Raabs neuer Roman enormen Anklang finden wird. ... Bei "Still" beginnt die gepflegte Irreführung so früh wie sonst nie."

Wiener , Januar/Februar 2015

"Still. Das Psychogramm eines Mörders, ist ein berauschendes Leseerlebnis, eine virtuose literarische Komposition in der Tradition der Romane von Christoph Ransmayr."

Buchwoche , 03.01.2015

„Still" bannt einen und ist dennoch kein Buch, das man wegen seiner Spannung liest. Sprachmächtig, - wuchtig packt er die Geschichte ein...

Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude, 19.01.2015

"Still" ist sehr laut; nach innen. Fazit: Blutiges aktuelles Krimi-Märchen mit enormen Tiefgang.

Buchkultur, Februar/März 2015

"Ein Serienkiller wie es noch keinen gab. ...Von den größten Ungeheuerlichkeiten erzählt Raab, aber nie stellt er die Gewalt aus, stets lässt er das Grauen spürbar werden, ohne sich an blutigen Details zu weiden. Nicht grobschlächtig ist Raabs Prosa, sondern fein. … Dass die Geschichte mit dem Tod Karls enden wird, verrät uns Raab bereits auf der ersten Seite. Dass er trotzdem den Weg zu einem versöhnlichen, einem tröstlichen Finale findet, gehört zu den vielen wunderbaren Ideen, die in diesem fantastischen Roman versammelt sind."

Spiegel Online, Markus Müntefering, 30.01.2015

"Eine Geschichte wie eine Symphonie, jedes Kapitel wie eine eigene Melodie - einmal Klagelied, einmal Wiegenlied und immer piano gehalten. ... Man wünscht sich, die Geschichte fände nicht jenes Ende, das schon die ersten Zeilen prophezeit haben. Ein letztes Aufbäumen, ein Paukenschlag. Dann herrscht Stille - wie zu Beginn, doch mit der Gewissheit, dass all das Dazwischen einen bleibenden Nachklang erzeugt hat."

Salzburger Nachrichten, 28.01.2015

"Reich an Metaphern, die die Geschichte aber nicht überladen, wirft „Still“ große Fragen auf, über Recht und Unrecht, Glaube und Gott. Vergleiche mit Robert Schneiders „Schlafes Bruder“ und Patrick Süskinds „Das Parfum“ drängen sich nicht nur auf, „Still“ hält ihnen auch stand. Raabs Premiere ohne Metzger ist mehr als geglückt. Ein großer Erzähler, ein großer Roman."

Die Presse, 18.01.2015

"Mit "Still" gelingt Thomas Raab ein packender Psychothriller. … Raabs erstes Werk abseits der immens erfolgreichen "Metzger"-Krimireihe beeindruckt als dicht erzähltes, düsteres Psychogramm des Heranwachsens einer gequälten Bestie in Menschengestalt."

Oberösterreichische Nachrichten , 14.01.2015

"...ein Roman mit außergewöhnlichem Thrill. (..) Ein beeindruckendes, sprachgewaltiges Buch, das einen weiten dramaturgischen Bogen spannt."

Stuttgarter Zeitung, 06.02.2015

"Thomas Raab ist ein leiser, formvollendeter Erzähler. Er hat ein grandioses Werk über die Anmut des Todes geschrieben, einen Mix aus Lebensgeschichte, Psychogramm und Thriller."

Abendzeitung, 10.02.2015

Eindringlich und beklemmend.

Hörzu, 23.01.2015

"Sehr spannend und lesenswert."

onrail.at, 10.02.2015

"Mit dem neuen Werk STILL um einen Mörder mit perfektem Gehör beschreitet der 45jährige Autor nun neue Wege."

TV Media, 07.02.2015

"Zum Fürchten ist der Roman: Weil er die Vorstellung von Gut und Böse aus den Angeln hebt, weil er dort wahre Liebe keimen lässt, wo sie nicht sein dürfte. Und will im furiosen Finale der Mörder Größe zeigt, die ihm nicht zusteht. Grandios!" (Matthias Busch)

Münchner Merkur, 14.03.2015

"Ein eigenartiges und berauschendes Leseerlebnis - aufwühlend, abstoßend und faszinierend zur gleichen Zeit. Und trotzdem sehr ergreifend und konsequent gut erzählt."

events - Das Potsdamer Stadtmagazin, Februar 2015

"Thomas Raab hat ein grandioses Werk über die Anmut des Todes geschrieben, einen Mix aus Lebensgeschichte, Psychogramm und Thriller." (Günter Keil)

Die Rheinpfalz, 28.02.2015

"Ein beeindruckender Roman mit einer Sprachgewalt, die einen gefangen nimmt, aufwühlt und noch lange nachhält. Einfach lebendig und voll psychologischer Raffinesse."

Bizz, März - April 2015

STILL ist die ergreifende Geschichte einer verfehlten Moral und steht synonym für Vereinsamung und Verführtheit. Darin erinnert sie zuweilen an Patrick Süskinds "Parfum". was aber keineswegs stört, zumal auch Thomas Raabs Roman Seite für Seite berauscht und literarisch meisterlich komponiert ist.

Passauer Neue Presse, 07.04.2015

Raabs Protagonist ist ein Mörder. Und trotzdem ein Held. Oder gerade deswegen. Man liebt ihn und findet ihn abstoßend. Aber nie lässt er einen gleichgültig. Ein literarischer Thriller, originell und faszinierend.

Elle, Mai 2015

"Thomas Raab ist mit 'Still' ein ungewöhnlicher Mix aus Lebensgeschichte, Psychogramm und Thriller gelungen. Literarisch, spannend, grandios." GK

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 17.04.2015

"Mit 'Still' hat Thomas Raab Mut bewiesen und eingetretene Erfolgspfade zumindest vorübergehend verlassen, um etwas auszuprobieren."

Blog Zeilenkino, 17.04.2015

"Großartiges, ja phänomenal eindringliches Buch."

Blog My Crime Time, 16.02.2015

"Thomas Raab ist mit 'Still' ein ungewöhnlicher Mix aus Lebensgeschichte, Psychogramm und Thriller gelungen. Literarisch, spannend, grandios."

Westdeutsche Allgemeine, 17.04.2015

"Ein Meisterwerk über Vereinsamung und Verführtheit"

Alt-Neuöttinger Anzeiger, 23.04.2015

"Thomas Raab hat mit der 'Geschichte eines Mörders' ein spannendes Psychogramm geschaffen, das unter die Haut geht. In einem einmaligen, wunderschönen Stil zeigt der Autor zugleich, welche Kraft und Poesie in der deutschen Sprache stecken kann. Ein psychologisch raffiniertes, literarisches Porträt auf höchstem Niveau. Ein aufwühlendes Meisterwerk!"

urlaubshund.de, 05.06.2015

"Ein Meisterwerk über Vereinsamung und Verführtheit"

Passauer Neue Presse, 26.05.2015

"Thomas Raab schildert in 'Still. Chronik eines Mörders' eine düstere Welt, die gleichwohl Trost spendet und hoffen lässt. Eindringliche Schilderungen und eine bildhafte Sprache sind es, die den Leser in ihren Bann ziehen."

News.ORF.st, 23.06.2015

"Mit sprachlicher Zurückhaltung wird man in die pragmatische Sichtweise des Mörders mit einbezogen. Niemals laut, niemals übervoll, oft nur eine Andeutung, die der Mitarbeit der Leserschaft bedarf, um sie völlig zu entschlüsseln. doch bei alldem niemals langweilig. Ein Buch, das einen nicht in Euphorie versetzt, aber doch ein starkes Gegengewicht zu Stille und zum Tod setzt: Die Liebe und die Hoffnung."

Rezensöhnchen, Ausgabe 56

"Thomas Raab hat mit kurzen Sätzen, fast schon mit archaischer Wucht das ungewöhnliche Porträt eines Mörders skizziert, das den Leser nicht so schnell loslässt. Es ist die geradezu fühlbare Spannung, die Zerrissenheit des Charakters und das Psychogramm eines Mörders, die an Figuren wie Grenouille aus 'Das Parfum' oder Alder aus 'Schlafes Bruder' denken lässt."

Waldeckische Landeszeitung, 04.08.2015

" 'Still' erinnert in Geschichte und Ton ein wenig an „Schlafes Bruder“ von Robert Schneider und enthält auch ein Quäntchen Patrick Süskind."

Thüringische Landeszeitung, 07.11.2015

"Ein raffiniertes Gespinst. Raab erweist sich als Wortakrobat höchster Güte. Das Buch verblüfft, es berührt, stößt ab und reißt mit. Es ist wie ein Naturereignis mit lang anhaltender Wirkung!"

Generalanzeiger Magdeburg, 18.06.2016

"(...) ein übervolles Vanitas-Stillleben."

Frankfurter Neue Presse, 17.08.2016

Rezensionen

Segen oder Fluch? Karl Heidemann kommt mit einer ungewöhnlichen Gabe zur Welt, er hat ein ausgeprägt sensibles Gehör,
was ihm schon zartes Vogelzwitschern, Grillenzirpen, ja sogar den Herzschlag seiner Mitmenschen, zur Qual werden lässt. Unverstanden von seiner Umgebung wächst er sehr isoliert auf und verbringt die meiste Zeit in der Abgeschiedenheit des heimischen Kellers. Als er bereits in jungen Jahren den Freitod seiner Mutter miterlebt, der ihm im Nachhinein einen ungeahnten inneren Frieden verschafft, beginnt Karl, sich mit dem Sterben und dem Tod zu beschäftigen. Er kann sich geräuschlos anderen Lebewesen nähern, und er beginnt zu töten, auf ganz unterschiedliche Weise und aus den verschiedensten Motiven, denn wie er feststellt, kann der Tod sowohl Strafe als auch Geschenk sein.
Der Leser begleitet den Protagonisten, von seinem ersten Schrei bis zum letzten Atemzug, durch diesen Roman. Karls Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen, vom Jugendlichen zum Mann, seine ständige Suche nach Aufmerksamkeit und Liebe, zugleich aber auch nach Frieden und Stille, wird mit ungeheurer Intensität geschildert. Karl begeht schreckliche Taten, erscheint dabei jedoch nie als gefühlloses Ungeheuer, denn er wird bei allem, was er tut, von seinen Gefühlen getrieben, die er nie gelernt hat, in die richtigen Bahnen zu lenken. Als er endlich die wahre Liebe erfährt, ist es bereits zu spät, denn zu tief hat er sich schon in den Folgen seiner eigenen Taten verfangen.

Zu Beginn hat mich die Handlung ein wenig an Süskinds Parfum erinnert, denn auch Jean-Baptiste Grenouille, dem Protagonisten dieses Klassikers, war ein besonders ausgeprägter Sinn gegeben. War es bei Grenouille der Geruchssinn, so ist es bei dem jungen Heidemann das Gehör. Anders als bei Gernouille jedoch, der seinen Geruchssinn als Gabe betrachtete, ist für Karl sein hypersensibles Gehör eher eine Last.
„Still“ gliedert sich in drei große Hauptteile, die mit „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“ überschrieben sind. Das sind die drei göttlichen Tugenden, nach denen Karl im Lauf seines Lebens unermüdlich sucht. Auch wenn er als Kind von seinen Eltern keine religiöse Erziehung erfahren hat, so ist er doch nicht gottlos, nur hat er seine besondere, individuelle Interpretation von Recht und Unrecht, von Gut und Böse. Er legt sich sein ganz eigenes Weltbild zurecht, und für ihn ist es kein Widerspruch, dass er sowohl als Racheengel, manchmal aber wiederum als rettender Engel handelt.

Thomas Raab ist ein begnadeter Erzähler. Er hat hier keinen Krimi geschrieben, sondern eher die fiktive Biographie eines außergewöhnlichen Menschen. Die Sprache ist bildhaft, kraftvoll und eindringlich, zugleich aber auch wunderschön poetisch. Die Geschichte hat etwas Hypnotisches; man ist gebannt und kann nicht mehr von ihr lassen. Man wird in ein Wechselbad der Gefühle geworfen, zwischen fassungslosem Grauen über Karl Heidemanns Taten, stillem
Klusi, 11.01.2015

Der Auto schildert gut geschrieben und leicht zu lesen das Leben von Karl Heidemann.
Der wurde im kleinen Örtchen Jettenbrunn (weil ihm der Lärm im Bauch seiner Mutter zu laut war) viel zu früh geboren und schrie als Baby Tag und Nacht, um endlich Ruhe zu finden. Nachdem seine Eltern dies herausfanden, verlegten sie Karls Kinderzimmer in den Keller. Dort wuchs das hochintelligente und nun schweigende Kind, vor allen Nachbarn und Geräuschen versteckt, mehr oder weniger alleine auf. Er bildete sich selbst mit Büchern und einem Hauslehrer, doch ohne seine Eltern lieben zu können und generell ohne zu menschlichen Gefühlen fähig zu sein.
So treibt er seine Mutter in den Selbstmord und erschafft nebenbei in der eingeschworenen Gemeinschaft des Dorfes einen Geist.
Denn als er die Leiche seiner Mutter sieht und ihre vormals angespannten, gequälten Gesichtszüge nun friedlich und erlöst zu sein scheinen, erliegt er der Faszination des Todes und versucht von nun an, diese Erlösung auch anderen zu schenken.
Als er als Mörder enttarnt zu werden droht, flieht Karl vor dem Dorf und dem ermittelnden Kommissar.
Er begegnet auf seiner Reise der taubstummen Marie, die ihn sofort akzeptiert und gerne hat.
Auch wenn er Marie nach kurzer Zeit verlassen muss und in der Folgezeit schlimmes erlebt: Er wird sie für viele Jahre nicht wiedersehen. Da er sie einfach nicht vergessen kann, begibt sich schließlich auf die Suche nach ihr und wird nicht nur sie, sondern auch den Kommissar von damals wiederfinden…

Thomas Raabs Roman erinnerte mich beim Lesen der ersten Seiten sehr an Patrick Süskinds “Das Parfum”. Da ich diesen Roman sehr gerne mag, hat mich auch “Still” direkt gefesselt.
Die Hauptfiguren beider Geschichten haben als Gemeinsamkeit, dass sie über außerordentliche Sinnesfähigkeiten verfügen. Während Süskinds Grenouille sehr gut riecht, kann Karl Heidemann extrem gut hören. Im Gegensatz zu Grenouille, der getrieben von der Suche nach dem perfekten Duft für sich selbst mordet; möchte Karl anderen Menschen mit seinem Handeln Frieden und Erlösung bringen.
Vollkommen unblutig erzählt Thomas Raab, wie Karl Heidemann zum Mörder wurde. Durch die logisch geschilderten Gedankengänge Karls erscheint dessen Handeln - auch wenn es moralisch absolut verwerflich ist - irgendwie sogar nachvollziehbar, denn es ist (zum größten Teil) nicht böswillig, sondern vom Willen, anderen in dieser Form zu “helfen”, geprägt.

Fazit:
Ein sehr gutes Buch, das nachdenklich macht.
majama, 07.01.2015

Dieser Roman war wohl einer der packendsten Thriller, ich ordne ihn einfach mal in die Kategorie Thriller ein, dich ich
seit langem gelesen habe. Eher subtil todbringend, blutrünstig eher in unserer Fantasie. Kein Roman hat mich seit langem gleichzeitig so begeistert, fasziniert, in Bannung genommen wie dieser….

Als Karl Heidemann geboren wir ist es gleich ein bisschen lauter im beschaulichen und fiktiven Dorf Jettenbrunn. Er schreit, was seine Leibeskräfte hergeben. Er schreit morgens, er schreit mittags, er schreit abends … findet nur selten Ruhe in der Nacht oder beim Spaziergang mit dem Vater Johann. Mutter Charlotte bald überfordert und am Ende ihrer Kräfte. Bald jedoch findet sich heraus, was dem kleinen Karl, der immer runder und umliebenswerter wird, zu seinem Gebrüll veranlasst: Die Umstille um ihn herum ist es. Karl ist mit einem dermaßen sensiblen Gehör verflucht und zugleich gesegnet, dass er sogar den Flügelschlag eines Schmetterlings wahrnehmen kann. Der schalldichte Keller im Hause verschafft Ruhe - dem Kind vor der Außenwelt und der Außenwelt vor dem Kinde. Bei einem Spaziergang mit der ungeliebten Mutter passiert am Weiher ein tragisches Unglück, bei dem seine Mutter ums Leben kommt und sie die Stille des Todes erfährt. Bald darauf passieren am Weiher schauerliche weitere Unglücke, für die die Dorfbewohner ganz alleine den rastlosen Geist der verstorbenen Charlotte verantwortlich machen. Im Laufe der Jahre halbwüchsig geworden, macht sich sich Karl auf, die Welt zu erkunden und anderen unglückseligen Menschen das Geschenk des Todes zu überbringen….

Dieser Roman ist in seiner Schreibweise sehr besonders verfasst. Einfach verständlich, einerseits ein wenig wie eine Sage oder ein Märchen verfasst, anderseits erinnerte mich der Schreibstil auch ein wenig an biblische Schriften. Viele Sätze sind sehr kurz, aber prägnant. Die Kapitel allesamt nur wenige Seiten lang und mit jeweils einer Überschrift, die neugierig macht. Ein jedes Kapitel endet mit einem fesselnden Satz, der im nächsten Kapitel aufgegriffen wird und es dem Leser so unmöglich macht zu stoppen. Man ahnt, was in Karl vorgeht, möchte ihn gleichzeitig trösten und rütteln, findet ihn bemitleidenswert und doch zugleich armselig, abstoßend und anziehend, die Handlung so fiktiv und doch authentisch ….

Obwohl der Roman in gar keiner fernen Zeit spielt, sondern anno 1982 beginnt und Anfang des 21. Jahrhunderts endet, hatte ich beim Lesen das Gefühl in eine ferne Zeit entrückt zu sein, als spielte sich die Handlung mindestens ein Jahrhundert eher ab. Sämtliche Protagonisten werden sowohl charakterlich, als auch optisch sehr anschaulich beschrieben, sodass sie während des Lesens fast schon leibhaftig wurden.

Dieser Thriller ist in drei Teile unterteilt:

- Glaube
- Liebe
- Hoffnung

Drei Teile, 67 Kapitel, 358 Seiten, die einem - einmal ange
Frodo1991, 07.01.2015

In „Still - Chronik eines Mörders“ erzählt Thomas Raab die Lebensgeschichte von Karl Heidemann. Karls Welt ist
schon vor seiner Geburt kein friedlicher Ort. Er leidet an einem übersteigerten Hörvermögen, einer krankhafte Feinhörigkeit. Jedes Geräusch ist ihm Schmerz, selbst der eigene Herzschlag und der seiner Mutter. Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des allgegenwärtigen Lärms: die Stille des Todes. Dabei ist er im eigentliche Sinn kein Mörder, sondern eher ein Todesengel. „Nicht die geringste Spur des Bösen findet sich in Karls Gedanken.“ Für ihn ist der Tod ein Geschenk, das er gerne, selbstlos und reichlich gibt.

Ich habe bisher nur Krimis von Thomas Raab gelesen und genau das habe ich auch bei „Still“ erwartet. Zwar keinen aus der Metzger-Serie, die ich sehr liebe, sondern ein Standalone – aber einen Krimi. Ich habe aber viel mehr bekommen. Einen großartigen Roman. Das detaillierte Psychogramm eines gequälten Menschen mit stark ausgeprägten autistischen Zügen. Eine verzweifelte Odysse auf der Suche nach innerem Frieden, Glück und die immer gegenwärtige Sehnsucht nach Liebe. Karl Heidemann, ein Außenseiter, der nicht in diese Welt passt. Er versteht die Menschen nicht und sie ihn ebenso wenig.

Sprachlich spielt Thomas Raab auf einer Klaviatur, die viele Oktaven umfasst. Von nüchternen, tagebuchartigen Eintragungen über poetische Schilderungen bis hin zum unsortierten gedanklichen Gestammel erstreckt sich die Bandbreite. Immer passend zum Geschehen und zur emotionalen Befindlichkeit des Erzählers. Das kann man nicht besser machen!

Hut ab Herr Raab! Das ist ein großartiges Buch! Spannender als jeder Krimi. Ein Buch, das mich schon nach wenigen Seiten ganz in seinen Bann geschlagen hat. Die Geschichte entwickelt einen gewaltigen Sog und lässt einen tief eintauchen in Karls Gefühlswelt. So tief, dass man ihn wirklich versteht. Und nicht nur ihn, auch die Nebenrollen sind brillant besetzt und ausgeführt.

„Still - Chronik eines Mörders“ – mein erste Highlight 2015 und eine absolute Leseempfehlung!
guybrush, 06.01.2015

Das Buch ist mit einem fast poetischen Schreibstil ausgestattet, der schnelles Lesen nicht ermöglicht. Man muss die
verschachtelten Sätze langsam Satz für Satz lesen, um die Geschichte um den selbst zerstörerischen Karl zu genießen. Man spürt von Anfang an das Unheil, das von Karl ausgeht. Er wird angetrieben von der Suche nach Frieden und Schönheit des Todes und erfährt nach seinen Taten eine gewisse Befriedigung. Gedichte berühmter Schriftsteller untermalen zwischendurch seine irrationale Welt.

Fazit:

Eine unheilvolle und zugleich spannende Geschichte einer kranken Seele.
Tintenherz, 05.01.2015

Still von Thomas Raab - ein Buch, das eigentlich so gar nicht in mein übliches Beuteschema passt. Und doch hat es mich
von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Jede freie Minute habe ich genutzt, weil ich wissen wollte, wie das Leben von Karl Heidemann weiter geht. Geboren mit einem derart sensiblen Gehör, dass nur absolute Stille in zur Ruhe kommen lässt. Stille, die er selbst bringt, indem er tödet - lautlos. Die Beweggründe, das Warum ändern sich im Laufe seines Lebens, bis hin zu seinem allerletzten Mord. Er tötet ein letztes mal, um sich selbst den Frieden und die Erlösung zu verschaffen.
Unbedingt lesenswert!!!
Flixi, 04.01.2015

Still – das Buch hat mich sehr beeindruckt. Es ist weit mehr als die auf dem Titel angekündigte Chronik eines
Mörders. Vordergründig geht es um die Biographie von Karl Heidemann, sein Leben, Denken und Fühlen. Es werden jedoch noch viele weitere Themen angesprochen: Umgang mit „schwierigen“ Kindern, gesellschaftliche Doppelmoral, Umgang mit Sterbehilfe.

Ist der Tod ein Geschenk, eine Erlösung von allem Leid? So sieht es zumindest Karl Heidemann und so handelt er auch. Mit der Liebe zu Marie kommt auch der Hass in sein Leben und das Motiv, Menschen zu töten, ändert sich. Am Ende spendet der „Todbringer“ Leben, indem er mit Marie ein Kind zeugt. Am Tag. als das Kind zur Welt kommt, tötet Karl Heidemann sich selbst.

Das Buch liest sich sehr gut durch die kurzen Kapitel, in die es gegliedert ist. Diese Form ermöglicht immer wieder ein Innehalten und Nachdenken über das zuvor gesagte.

Ich werde das Buch sicherlich noch oft in die Hand nehmen. Es berührt, verstört, regt zum Nachdenken an, lässt einen einfach nicht mehr los. Unbedingt lesen!
Isabella, 31.12.2014

Das Buch ist faszinierend und verstörend zugleich. Ein Zitat aus dem Buch beschreibt es sehr gut:
Ein Wunschkind, innig erwartet und doch war dieses Zur-Welt-Kommen nichts anderes als der erste von Karl Heidemann gesetzte Schritt einer nicht enden wollenden Flucht und Welle der Zerstörung.

Mir hat der Schreibstil sehr gefallen, mal ein ganz anderer Krimi.
Caren, 29.12.2014

Ich habe das Buch vor ein paar Tagen zu Ende gelesen und ich muss sagen, dass es mich tief beeindruckt hat.
Zwei kurze Bemerkungen über die Form: Es hat mich zuerst überrascht, dass die Kapitel so kurz sind. Aber sie sind so intensiv, dass es im Endeffekt gut ist; der Leser kann eine Pause einlegen und seine Gedanken einordnen. Und ich fand interessant, dass der Kreuz, der auf dem Cover ist, ab einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte die Unterteile von einander trennt.
Die Geschichte ist eigentlich eine Biographie: Der Leser erfährt zuerst die Vorgeschichte von Karl Heidemann, wie seine Eltern als Kinder waren, ihr erstes Treffen, ihre Liebe, ihr glückliches Zusammenleben, bis ihr Kind zur Welt kam. Denn Karl hat einen überentwickelten Gehörsinn und sein Leben ist dadurch eine Qual. Karl versteht die Welt nicht, die ihn auch nicht versteht, und er hat total verdrehte Werte, die ihn zu seinen Handlungen animiert.
Dieser Roman ist so intensiv und berührt viele Themen: die Erziehung der Kinder mit besonderen Bedürfnissen; die Notwendigkeit, den Kindern alles zu erklären (Beim Lesen konnte ich nicht umhin zu denken, dass alles hätte vermieden werden können, wenn jemand Karl beim ersten Todesfall alles erklärt hätte oder sogar vorher); die verschiedenen Aspekte des Todes und die Reaktionen darauf.
Mein Fazit: Ein intelligentes, philosophisches, manchmal unangenehmes Buch, über das man noch lange überlegen muss.

Saku, 26.12.2014

Nach einiger Zeit des Lesens fängt man an Parallelen mit einem anderen Buch zu ziehen - Das Parfum von Patrick
Süskind. Ist es dort ein Bursche, der außergewöhnlich gut riechen kann, ist es bei Thomas Raab ein Kind/Bursche, der ein ausgeprägtes Hörempfinden hat. Ständig wechseln die Emotionen - einmal fühlt man mit dem Protagonisten mit, ein anderes Mal empfindet man fast Abscheu. Dem Autor gelingt es, die Gefühlswelt eines Außenseiters so prägnant zu beschreiben, dass man mitten im Geschehen ist und nicht weiß, welches Ende man sich eigentlich wünscht. Ein lesenswertes Buch, das noch länger im Gedächtnis bleibt!
Hogwarts, 25.12.2014

Das ist ein ziemlich krasses Buch, denn man schwankt zwischen Faszination, Ekel, Mitleid, Verständnis, Unverständnis
... - es ist ein totales Wechselbad der Gefühle und am Ende weiß man nicht wirklich, was man empfinden soll. Es ist nichts für sanfte und weiche Gemüter.
Das Buch ist sehr spannend, obwohl das Ende schon ganz am Anfang steht.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, denen das Warum, Wieso, Weshalb noch wichtig ist und die sich für Ursache und Wirkung interessieren.

Auf jeden Fall war ich sehr überrascht über mich selbst, denn meine eigene Reaktion auf das Buch war so nicht eingepant.


ollemama, 22.12.2014

Dieser Roman erzählt die Geschichte des Karl Heidemann, der, ausgestattet mit einem sehr sensiblen Gehör und deshalb
von Geburt an ein Außenseiter, zum Mörder wird, nachdem er den Selbstmord seiner Mutter mit ansehen musste. Wobei: „Mörder“ trifft es nicht wirklich, besser wäre hier der Begriff „Tod-Bringer“, denn Karl ist nie bösartig, sondern versucht immer seinen Mitmenschen zu helfen. Er sieht in dem Tod etwas positives, oft eine Erlösung, was den Roman moralisch interessant macht und so die philosophische Frage stellt nach dem Verhältnis von Leben zu Tod. Es ist klar, dass viele religiöse Motive auftauchen. Zu Beginn hatte ich die Befürchtung, der Roman könnte eine der unzähligen Massenmörder-Geschichten werden, die inhaltlich nicht besonders viel hergeben. Doch gerade durch den etwas anderen, etwas moralischeren Fokus wird das Buch interessant. So wurde ich eines Besseren belehrt, auch was die Handlung betrifft, die sich durchaus spannend entwickelt. Zunächst ist die Dorfgemeinschaft mit all ihrer Doppelmoral der erzählerische „Gegenspieler“, später wird es dann ein Kommissar, der den Fall „Karl Heidemann“ zu seiner Lebensaufgabe macht. Der Klappentext verspricht ein „berauschendes Leseerlebnis“. Und dazu trägt der Stil nicht unerheblich bei, denn der Satzbau, der sparsame Umgang mit Verben und viele nachgestellte Phrasen zwingen zum schnellen Lesen. Dadurch wird de Roman tatsächlich wie ein Sog, der einen in die Geschichte hineinzieht.
jochimhansen, 22.12.2014

Thomas Raab erzählt in seinem Buch „Still“ die Lebensgeschichte des Karl Heidemann, beginnend mit dessen Geburt.
Dabei platziert er Karl in Jettenbrunn, einem mittelgroßen Dorf irgendwo im deutschsprachigen Raum, am Ende des 20. Jahrhunderts – auch wenn Raabs Art und Weise der Beschreibung von Ort, Personen und Geschehen dem Leser das Gefühl vermittelt, sich in einer früheren Zeit zu befinden. Schon früh ist Karl Heidemanns Leben auffällig. Anders als seine Eltern und seine weiteren Bezugspersonen kennt der Leser von Anfang an den Grund für diese Auffälligkeit: Karl Heidemann ist zum einen hochbegabter Autodidakt, verfügt zum anderen über das ultimative Gehör und empfindet normale Alltagsgeräusche als unerträglichen Lärm, hört das Schlagen der Herzen um ihn herum wie andere die Stimme ihrer Gesprächspartner. Außerdem zeigt er leicht autistische Züge: so leicht es ihm fällt sich Wissen aller Art anzueignen, so schwer ist es für ihn, Emotionen in einen normalen Kontext zu setzen.

Ohne zu werten berichtet Thomas Raab von verschiedensten psycho-emotionalen Störungen in der Umgebung Karl Heidemanns, leichte Anomalien mit schwerwiegenden Auswirkungen, nicht nur auf dessen Leben. Karl Heidemann wird zur Verkörperung des Friedens und zugleich zu einem reuelosen Mörder; als er die Liebe zu einer Frau kennen lernt, lernt er auch zu hassen.

Dies Buch gehört sicherlich zu den literarisch wertvollsten, die ich in den vergangenen 2-3 Jahren gelesen habe. Der Schreibstil von Thomas Raab ist unnachahmlich durchdacht, eliminiert konsequent jedwede grammatikalische Redundanz und füllt Sätze stattdessen mit ausdrucksstarken Variationen. Ich glaube nicht, dass es im deutschen Sprachraum aktuell einen weiteren Schriftsteller gibt, der jedes einzelne Wort so exakt wählt, schreibt und platziert. Die sprachliche Vielfalt fungiert dabei als ideales Transportmittel für das moralische Thema, mit dem Thomas Raab sich, alle Aspekte beleuchtend, vor allem auseinandersetzt: Sterbehilfe. Ich bin sicher, dass ich nicht einmal alle Stilmittel erkannt habe, deren der Autor sich im Verlauf des Buches bedient. Und auch wenn ich nicht vom Fach bin möchte ich als Fazit ziehen, dass ich mit „Still“ wohl ein großartiges Beispiel für intelligente Literatur in Händen halte.
MaJo, 22.12.2014

Lesetipps

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Groß ist die Freude für Charlotte und Johann Heidemann, als sie ein Kind erwarten. Groß ist der

Schreck, als das Kind geboren wird. Denn sein erster Schrei hört nicht mehr auf. Karl Heidemann ist durch nichts und niemanden zu beruhigen. Erst allmählich entdeckt sein Vater, dass das Kind sich beruhigt, wenn er mit ihm - an seine Brust geschnallt - lange Spaziergänge durch die Nacht unternimmt. Es scheint, dass nur dies und die Verabreichung von übermässigem Essen Karl kurzfristig ruhigstellen können. Ein Martyrium für die Eltern und auch für die Umgebung beginnt. Denn erst nach einer Weile entdeckt der Vater, dass Karl einfach nur ein übersensibles Gehör hat. Er baut ihm ein schalldichtes Zimmer und verschliesst seine Ohren mit Wachspfropfen und das Schreien hat ein Ende. Die Stille wird für ihn zur Erlösung. Kein Ende hat jedoch die Qual seiner Mutter, die mit der Ablehnung ihres Kindes nicht leben kann. Sie flüchtet in Alkohol und eine Affäre mit dem Dorfarzt.
An ihrem Geburtstag fährt sie mit Karl betrunken zum Dorfweiher und fleht ihn an ihm ein Zeichen ihrer Zuneigung zu geben, weil sie ansonsten ins Wasser gehen muss. Er sagt sein erstes Wort: "Geh" - und Charlotte geht ins Wasser... Als sie aus dem Wasser gezogen wird und er sieht, wie friedlich und still sie ist, empfindet Karl den Tod als Geschenk, das Schicksal nimmt seinen Lauf.
In den folgenden Jahren kommen immer wieder Menschen im Weiher ums Leben, später auch anderswo. Kriminalkommissar Horst Schubert jagd hinter Karl her, ohne seiner jemals habhaft zu werden. Er verlässt schließlich sein Heimatdorf und trifft auf Marie, seine einzige und große Liebe, für die er seinen den einzigen Mord aus Hass begeht. Ihren Vater, der sie schlägt. Der Mord misslingt und Maries Vater wird verstümmelt und Karl flieht in den Wald, wo er von einem Mönch am Ende seiner Kräfte aufgelesen wird. Er wird im Kloster gesund gepflegt und er verbringt dort etliche Jahre unter fremdem Namen und angeblich stumm. Viele Jahre später kehrt er zurück, findet Marie und ihre Liebe findet Erfüllung, wenn auch nur für sehr kurze Zeit....

Das ist eines der aussergewöhnlichsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Man hat Verständnis für den Mann, der so gepeinigt ist, fast Sympathie. Das Buch ist nicht einfach zu lesen, aber das ist auch ganz passend, da der Stoff auch durchaus anspruchsvoll ist.

sylviemarie, 03.08.2016

„Still“ ist kein reißerischer Thriller, wie man ihn vielleicht bei einer solchen Inhaltsangabe

erwarten würde. Was Thomas Raabs Roman ausmacht, ist weniger der Inhalt als die Art, wie der Autor den Weg des Mörders beschreibt, nämlich in ganz leisen Tönen – eben STILL. Hier ist der Name Programm. Und wer nun glaubt, bei einer Schneise des Todes kann es keineswegs still zugehen, der irrt gewaltig. Karl ist beileibe kein Sympathieträger, aber ich konnte gut nachvollziehen, was ihn zu diesen Taten trieb und mich nicht ganz davon freisprechen, so etwas wie Mitleid mit ihm zu haben.

Der Leser muss sich automatisch mit dem „Kind“ Karl auseinandersetzen, das auf so tragische Art und Weise zum „Mörder“ Karl wird. Es führt kein Weg vorbei am Begreifen dieser Taten. Diesen Roman mit „Das Parfum“ von Patrick Süskind zu vergleichen ist legitim. Aber „Still“ ist durch Raabs Schreibstil so viel mehr. Die Figuren, die er geschaffen hat, sind so gut beschrieben und in Szene gesetzt, dass ich einfach nur fasziniert bin. Ein großartiges Werk und mehr als fünf Sterne wert.
 

 

goat, 13.06.2016

Mit Still hat Thomas Raab ein sehr exzentrisches Werk abgeliefert. Es sticht dadurch aus der Menge heraus. Erinnerte

mich ein wenig an Süskinds Parfüm

Sassenach123, 10.04.2016

Diese faszinierend erzählte Lebensgeschichte ist grausam, aber auch ergreifend und tief bewegend! Einfach
fantastisch geschrieben! Man lebt Karl Heidemann in diesem Buch selber!
sommerlese, 15.03.2016

Ein kleines "Meisterwerk " ,dass man nicht unbedingt zu einem "Thriller" zuordnen kann ,da es sich
hier um ein sehr poetisches Schriftwerk handelt !
Der Autor umschreibt die Geschichte sehr gefühlsbetont und auf einer besonderen Schreibweise ,die einem sehr nachdenklich stimmt !
Einfach grandios und sehr empfehlenswert !!!
adlerauge, 12.12.2015

Ein sehr ruhiger Roman, der sprachlich, aber auch in der Charakterentwicklung voll punkten kann. Der schriftliche
Beweis, dass Schachtelsätze doch funktionieren!
Zwischen den Zeilen, 09.11.2015

Tiefe Stille....Still ist ein exzentrisches Buch, das den Tod in gewissem Sinne fast glorrifiziert

Sassenach123, 19.09.2015

Ein Kind wird geboren und das Böse hat neue Hoffnung. Karl ist anders, schon seit seiner Geburt ist das Dorf besorgt
und als er alt genug ist, lässt er sich auf das Böse ein.

Ein blutrauschender Thriller, gruselig und unglaublich spannend!
kassandra10, 07.09.2015

Karl Heidemann kommt mit einem höchst sensiblen Gehör zur Welt. Seine Schreie gellen durch den ganzen Ort und die
Bewohner ziehen sich von der Familie zurück. Da seine Mutter davon ausgeht, dass er Hunger hat, wird er regelrecht gemästet. Die Ärzte können keinen Grund für sein Schreien finden, bis der Vater feststellt, dass er ruhig wird im Wald oder in einem Aufzug, der stecken bleibt. Daraufhin richten seine Eltern ihrem Sohn im Keller sein Reich ein und beobachten ihn durch eine Kamera. So verbringt Karl seine Kindheit unterirdisch, weit ab von allen Geräuschen der Außenwelt. Einzig ein Nachbar hat noch Kontakt zu ihm und lehrt ihn. Hochintelligent hat er sich bereits selbst durch Bücher das Lesen beigebracht. Nach dem Tod seiner Mutter tritt er erstmals wieder im Dorf in Erscheinung. Ein Kind, das überfettet ist und mit seiner Umgebung und den Menschen nichts anzufangen weiß. Was bei ihm hängen bleibt ist das friedliche Antlitz seiner Mutter, als sie tot aus dem Weiher gezogen wird. Karl beginnt seine eigenen Wege zu gehen. Nachts, wenn es niemand bemerkt. Der Weiher zieht ihn an. Langsam, aber sicher beginnt er sein Leben zu verändern und zieht aus seinem Keller nach oben zum Vater. Er verbringt mehr Zeit in der wirklichen Welt. Und trotzdem bleibt er seiner Welt verhaftet, denn die Außenwelt bereitet ihm unendliche Schmerzen. Die Geräusche, die Getriebenheit der Menschen, seine Umwelt sind für ihn unerträglich. Eines Tages muss er aus dem Dorf fliehen, weil es mehr Tote gibt, als es geben sollte. Er begibt sich auf eine Flucht durch die Wälder und hinterlässt eine blutige Spur. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig. Sie stürmt mit einer Eindringlichkeit und Gewalt auf den Leser ein, dass ihm der Atem stockt. Und doch wird er immer mehr in den Bann gezogen und es ist fast unmöglich das Buch zur Seite zu legen. Der Protagonist, der so viel Unglück über die Menschen bringt, wird einem sympathisch. Mit jeder Seite mehr, weil man spürt, wie sehr er leidet, aber auch, dass er eigentlich nur Gutes dem Menschen schenken möchte. Frieden! Bis er verspürt, was Liebe bedeutet, vergehen Jahre, in denen er Menschen umbringt. Kaum hat er seine Liebe gefunden, muss er wieder fliehen und alles hinter sich lassen. Viele Jahre später beginnt er die Suche nach seiner großen Liebe und muss feststellen, dass sie bereits vergeben ist. Mit viel Geduld zeigt er sich ihr und hofft, dass sie ihn wiedererkennt … Schon das Cover hat mich sehr angesprochen. Die Sprache fand ich umwerfend, vereinnahmend und absolut fesselnd. Wer einen herkömmlichen Krimi oder Thriller erwartet, wird enttäuscht werden. Dieses Buch lebt von der Sprache, der Eindringlichkeit der Worte und lässt den Leser nicht mehr los. Für Menschen, die die Sprache lieben und sich in diese dichte Sprachgewalt einfühlen können, eine klare Empfehlung.
angelbn2008, 26.07.2015

Erzählt wird das Leben des Karl Heidemann. Er wird erzählerisch begleitet von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Schon
zu Anfang seines Lebens erleidet Karl unsägliche Schmerzen durch sein empfindliches Gehör. Schon als Neugeborenes sucht er die Stille und entkommt dem Lärm nicht. Nur in den Armen seines Vaters findet er Ruhe und Geborgenheit. Dies frustriert natürlich seine Mutter und die ganze Dorfschaft, da der Vater erst des Abends nach Hause kommt und Karl den ganzen Tag brüllt. So fängt es früh an, dass Karl von allen mit Ablehnung und Abscheu gestraft wird. „Kind des Dämons“ und weitere Ausdrücke werden hinter verschlossenen Türen gemurmelt, die Karl jedoch schnell zu verstehen lernt.
Die Zurückweisung Karls treibt seine Mutter in den Selbstmord. Karl ist zugegen und ist erstaunt über die liebevolle Umarmung des Todes. Keine Qualen mehr auf dem Gesicht seiner geliebten Mutter, nur Frieden.
Daraufhin nimmt der Weg des Karl Heidemann seinen Lauf und die Suche nach der Anmut und der Funktionsweise des Todes beginnt. Leichen, liebevoll des Lebens enthoben, pflastern dabei seinen Weg. Doch dann lernt er Marie kennen und hinterfragt das erste Mal sein Leben.


Eigene Meinung:
Wer einen blutigen Krimi oder einen fulminanten Thriller erwartet, den wird dieses Buch nicht glücklich machen. Dennoch hat mich eben deshalb dieses Buch so in den Bann gezogen.
Tatsächlich liest sich dieses Buch mehr wie eine Biographie, statt eines Krimis.
Der Versuch der Aufklärung der Morde durch den Kriminalbeamten Horst Schubert steht kaum im Mittelpunkt.
Eher untypisch beschreibt der Autor seine Protagonisten. Karl zum Beispiel ist fett, verstört, leidet ständig unter dem Lärm und Horst Schubert, gänzlich ohne Körperbehaarung, weder am Kopf, noch dort, wo sich die Augenbrauen befinden. Dies macht den Ermittler sogar zeitweise eher unsympathisch und der Leser reagiert mit Ekel.
Durchaus interessant fand ich es, wie der Autor mit der Sympathie des Lesers spielt. Man empfindet nämlich durchaus Mitleid mit Karl und das fast zu jedem Zeitpunkt.Verständlich sind Karls Morde aus seiner Sicht und der Leser entwickelt selbst einen Zwiespalt, wie er nun selbst handeln würde.
Sehr angetan war ich auch vom Sprachstil. Er kommt bildgewaltig daher und grenzt schon fast an Poesie. Dennoch liest sich das Buch flüssig, sobald man sich darauf eingelassen hat.


Fazit:
Ein auf andere Weise fesselndes Buch, eher biographisch, als kriminalistisch ausgelegt mit vielen zum eigenen Nachdenken anregenden Abschnitten. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Eine klare Leseempfehlung von mir!
pralaya, 26.07.2015

Der kleine Karl kommt mit einer besonderen Gabe zur Welt: Er hat ein solch feines Gehör, dass er selbst den
Flügelschlag eines Schmetterlings hört. Er hört im wahrsten Sinne das Gras wachsen. Bald schon entwickelt sich diese Gabe zum Fluch. Weder Karl noch seine Eltern finden jemals Ruhe und Stille. Karl empfindet alle Geräusche als großen Schmerz und schreit ununterbrochen. Die Eltern, deren Ehe darüber zu zerbrechen droht, finden eine Art Lösung, die jedoch auch keinen der Beteiligten glücklich macht. Als die Mutter schließlich mehr oder weniger freiwillig vor den Augen des inzwischen zum Teenager herangewachsenen Sohnes den Tod wählt, verändert sich sein Leben für immer.
Mich hat die Geschichte nach anfänglichen Einleseschwierigkeiten total fasziniert. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Als Leser bekommt man einen Einblick in das tiefste Innere Karls. Welche Bedeutung der Tod für ihn bekommt - welche Gefühle er in ihm auslöst. Karl hinterlässt eine Spur des Grauens, aber man kann ihn nicht dafür verurteilen. Zuviel schon musste er in seinem jungen Leben durchmachen, dass man vielleicht eher Mitleid mit ihm empfindet, mit Karl, dem superintelligenten Jungen, dem ein normales Leben verwehrt wird. Man freut sich, als er schließlich doch seinen Frieden zu finden scheint unter der Obhut eines Mönchs. Man hofft - obwohl er sich ja eigentlich so schuldig gemacht hat - dass ihn Horst Schubert, der von seinem Ziel besessene Polizist nie finden wird.
Sicherlich findet sich ein Quäntchen von Das Parfüm von Patrick Süskind in diesem Buch. Auch hat es mich ein wenig an Das fünfte Kind von Doris Lessing erinnert. Dennoch ist es die Chronik eines Mörders, die für sich steht, beeindruckt und aufwühlt. Mir hat sie zuweilen Gänsehaut und Herzklopfen beschert und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne!
engi, 15.07.2015

Mit diesem Roman ist dem Autor Thomas Raab ein Meisterwerk gelungen.

Mari, 26.06.2015

Karl Heidemann. Geborenes Schreikind, würde man heute sagen, doch zum Zerbersten laut das Atmen, der Herzschlag seiner
Mutter, das Rauschen der Heizung. Jegliche Geräusche empfindet klein Karl als Folter seiner Ohren. Ein Kellerleben abseits jeden Fliegenflügelschlags schafft Abhilfe in seinen jungen Jahren.

Kein Laut verlässt seine Lippen, keine Liebe seine Gestik. Seine Mutter, verzweifelt nach Liebe von ihrem Sohn suchend, depressiv, Suizid durch ertrinken. Den Tod der Mutter sieht Karl als einen Akt der Liebe, als Geschenk. Wundersam erlösend und liebevoll verpackt. Gefesselt von diesem Gefühl, hinterlässt er leblose Menschenkörper auf seinem Weg durch die “Welt” und wir begleiten ihn bei seinen Stationen und Erfahrungen.

Marie. Erblickt. Gerettet. Ihr Duft und ihre Schönheit inhaliert. Liebe. Die einzig wahre. Doch Karl und sie verlieren sich…

Die Kontroverse: Wieso erlöst man ein Tier von seinem Leiden, aber ein schmerzvoll sterbender Mensch muss sich bis zum letzten Atemzug quälen? wird in diesem Buch leicht entfacht.

Das Buch ist nichts für zwischendrin. Kein gewöhnlicher Thriller. Viele Sätze musste ich, aufgrund der poetisch anspruchsvollen Sprache, zweimal lesen. Gewöhnungsbedürftig, aber positiv. Spannung? Sie hält sich in Grenzen, aber um sie geht es hier auch gar nicht, denn der Lebenslauf um Karls Stille steht im Vordergrund.

Einige Rechtschreibfehler, die mich an einigen Stellen aufhielten, wären schön, wenn der Verlag sie bei der nächsten Auflage überarbeitet.
buecherfetischistin.de, 02.06.2015

Ein ungewöhnlich intensives Buch. Hier wird es einem extrem schwer gemacht, eine Grenze zwischen gut und böse zu
ziehen - man hat Verständnis für diese gequälte Seele, die sich nur nach Stille sehnt. Ein Buch, das sich sehr von der Masse abhebt, vor allem durch die Sprache.
sylviemarie, 19.05.2015

Karl Heidemann kommt mit einem höchst sensiblen Gehör zur Welt. Seine Schreie gellen durch den ganzen Ort und die
Bewohner ziehen sich von der Familie zurück. Da seine Mutter davon ausgeht, dass er Hunger hat, wird er regelrecht gemästet. Die Ärzte können keinen Grund für sein Schreien finden, bis der Vater feststellt, dass er ruhig wird im Wald oder in einem Aufzug, der stecken bleibt. Daraufhin richten seine Eltern ihrem Sohn im Keller sein Reich ein und beobachten ihn durch eine Kamera. So verbringt Karl seine Kindheit unterirdisch, weit ab von allen Geräuschen der Außenwelt. Einzig ein Nachbar hat noch Kontakt zu ihm und lehrt ihn. Hochintelligent hat er sich bereits selbst durch Bücher das Lesen beigebracht. Nach dem Tod seiner Mutter tritt er erstmals wieder im Dorf in Erscheinung. Ein Kind, das überfettet ist und mit seiner Umgebung und den Menschen nichts anzufangen weiß. Was bei ihm hängen bleibt ist das friedliche Antlitz seiner Mutter, als sie tot aus dem Weiher gezogen wird. Karl beginnt seine eigenen Wege zu gehen. Nachts, wenn es niemand bemerkt. Der Weiher zieht ihn an. Langsam, aber sicher beginnt er sein Leben zu verändern und zieht aus seinem Keller nach oben zum Vater. Er verbringt mehr Zeit in der wirklichen Welt. Und trotzdem bleibt er seiner Welt verhaftet, denn die Außenwelt bereitet ihm unendliche Schmerzen. Die Geräusche, die Getriebenheit der Menschen, seine Umwelt sind für ihn unerträglich. Eines Tages muss er aus dem Dorf fliehen, weil es mehr Tote gibt, als es geben sollte. Er begibt sich auf eine Flucht durch die Wälder und hinterlässt eine blutige Spur. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig. Sie stürmt mit einer Eindringlichkeit und Gewalt auf den Leser ein, dass ihm der Atem stockt. Und doch wird er immer mehr in den Bann gezogen und es ist fast unmöglich das Buch zur Seite zu legen. Der Protagonisten, der so viel Unglück über die Menschen bringt, wird einem sympathisch. Mit jeder Seite mehr, weil man spürt, wie sehr er leidet, aber auch, dass er eigentlich nur Gutes dem Menschen schenken möchte. Frieden! Bis er verspürt, was Liebe bedeutet, vergehen Jahre, in denen er Menschen umbringt. Kaum hat er seine Liebe gefunden, muss er wieder fliehen und alles hinter sich lassen. Viele Jahre später beginnt er die Suche nach seiner großen Liebe und muss feststellen, dass sie bereits vergeben ist. Mit viel Geduld zeigt er sich ihr und hofft, dass sie ihn wiedererkennt … Schon das Cover hat mich sehr angesprochen. Die Sprache fand ich umwerfend, vereinnahmend und absolut fesselnd. Wer einen herkömmlichen Krimi oder Thriller erwartet, wird enttäuscht werden. Dieses Buch lebt von der Sprache, der Eindringlichkeit der Worte und lässt den Leser nicht mehr los. Für Menschen, die die Sprache lieben und sich in diese dichte Sprachgewalt einfühlen können, eine klare Empfehlung.
angelbn2008, 08.04.2015

"Still - Chronik eines Mörders" ist ein Roman, der sich äußert schwer in ein Genre einordnen lässt. Ich finde der
Untertitel passt relativ gut, denn das Wort Chronik bedeutet laut Wikipädia "....eine geschichtliche Prosadarstellung, die die Ereignisse in zeitlicher Reihenfolge geordnet darstellt"
Diese Erklärung passt für diese Geschichte hervorragend, denn sie beginnt mit der Geburt von Karl Heidemann und endet bei seinem Tode. (Das ist jetzt nicht gespoilert, denn bereits auf der ersten Seite wird das Ende seines Lebens angesprochen)

Aber nicht nur mit der Einordnung in ein Genre tut man sich schwer. Ebenso ergeht es mir mit einer Rezension zu diesem Buch. Wer gestern meine Blogpost zur Lesung von Thomas Raab gelesen hat, wird sich wohl schon denken können, dass mir dieses außergewöhnliche Buch gefallen hat. Kein Buch (außer vielleicht Shades of Grey) hat die Leser in zwei so unterschiedliche Lager gespalten und ich gebe zu, es ist schwer zu lesen. Man muss sich Zeit nehmen....Zeit für diesen poetischen Stil, der außergewöhnlich ist oder wie manche auch sagen "altmodisch"....und für die Geschichte selbst.
Da ich dem Autor bereits bei einer früheren Lesung begegnet bin, kannte ich seinen Schreibstil und seine Sprache bereits. Viele lieben diesen Stil in seinen Metzger-Krimis. Ich muss sagen, dass ich bei einem eher amüsanten Krimi diese Prosa und die langen Sätze nicht wirklich brauche. Deshalb werde ich auch seine bereits berühmten Metzger-Krimis nicht lesen! Doch für "Still" passen diese Worte voller Poesie perfekt.

6. Dezember 1982, Jettenbrunn, ein kleines Dorf in Österreich.
Als Karl zur Welt kommt, wird er von seinen Eltern, Charlotte und Johann Heidemann, sehnlichst erwartet. Doch ihr Kind ist nicht wie die Anderen, denn es hat einen übersensiblen Gehörsinn. Kaum ist er auf dieser grellen und lauten Welt, beginnt er zu schreien. All diese Geräusche, die ihm im Kopf dröhnen bereiten Karl Kopfschmerzen....das Singen und Summen seiner Mutter, Schritte, Fahrzeuge, sogar der Regen, der auf das Fenster klopft...einfach alles. Seine Mutter ist verzweifelt und nach Tagen und Nächten mit Geplärre verliert sie kurz die Nerven...und Karl entdeckt eine Stille, die ihn überrascht und gut tut. Nachdem die Eltern bemerken, was mit Karl los ist und wie beide Teile miteinander leben können, dauert es einige Zeit. Doch dann baut ihm der Vater einen isolierten Raum im Keller und Karl ist glücklich. Dort unten in der Isolation lernt der Junge sehr schnell, denn er ist extrem intelligent. Und eines Tages sieht er die Erlösung durch den Tod, die ihm ein einzigartiges Gefühl bereitet: Glück.

Mehr möchte ich jetzt nicht mehr zum Inhalt sagen, denn dieses Buch muss man einfach selbst lesen, um zu verstehen. Wie oben in der Kurzbeschreibung angedeutet, ist dies jedoch kein Thriller und nicht wirklich ein Krimi. Karl mordet, aber für ihn kommt der Tod als Erlöser.
Martina Luger, 27.03.2015

Ungewöhnlicher Schreibstil, aber trotzdem flüssig zu lesen. Mal was ganz anderes. Die Leseprobe macht Lust auf mehr.
Die Geschichte ist im ersten Moment verwirrend. Man kommt dann aber doch gut in das Thema. Wie geht es weiter? Wer stirbt wann und wie?

Alleine das Cover ist sehr mystisch gestaltet und wirkt irgendwie kalt.

Oztrail, 22.03.2015

Der kleine Karl kommt mit einer besonderen Gabe zur Welt: Er hat ein solch feines Gehör, dass er selbst den
Flügelschlag eines Schmetterlings hört. Er hört im wahrsten Sinne das Gras wachsen. Bald schon entwickelt sich diese Gabe zum Fluch. Weder Karl noch seine Eltern finden jemals Ruhe und Stille. Karl empfindet alle Geräusche als großen Schmerz und schreit ununterbrochen. Die Eltern, deren Ehe darüber zu zerbrechen droht, finden eine Art Lösung, die jedoch auch keinen der Beteiligten glücklich macht. Als die Mutter schließlich mehr oder weniger freiwillig vor den Augen des inzwischen zum Teenager herangewachsenen Sohnes den Tod wählt, verändert sich sein Leben für immer.

Mich hat die Geschichte nach anfänglichen Einleseschwierigkeiten total fasziniert. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Als Leser bekommt man einen Einblick in das tiefste Innere Karls. Welche Bedeutung der Tod für ihn bekommt - welche Gefühle er in ihm auslöst. Karl hinterlässt eine Spur des Grauens, aber man kann ihn nicht dafür verurteilen. Zuviel schon musste er in seinem jungen Leben durchmachen, dass man vielleicht eher Mitleid mit ihm empfindet, mit Karl, dem superintelligenten Jungen, dem ein normales Leben verwehrt wird. Man freut sich, als er schließlich doch seinen Frieden zu finden scheint unter der Obhut eines Mönchs. Man hofft - obwohl er sich ja eigentlich so schuldig gemacht hat - dass ihn Horst Schubert, der von seinem Ziel besessene Polizist nie finden wird.

Sicherlich findet sich ein Quäntchen von Das Parfüm von Patrick Süskind in diesem Buch. Auch hat es mich ein wenig an Das fünfte Kind von Doris Lessing erinnert. Dennoch ist es die Chronik eines Mörders, die für sich steht, beeindruckt und aufwühlt. Mir hat sie zuweilen Gänsehaut und Herzklopfen beschert und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne!
engi, 13.03.2015

Mit diesem Roman ist dem Autor Thomas Raab ein Meisterwerk gelungen.

Inhalt:
Der Roman spielt in dem Dorf Jettenbrunn, und beginnt, im ersten Kapitel mit dem Tag der Geburt von Karl. Im nächsten Kapitel erfährt man mehr über die Herkunft und das Kennenlernen der Eltern von Karl.
Karl ist ein Schreikind, er wird geboren und fängt an zu schreien, er hört nicht mehr auf. Durch einen Zufall stellt der Vater dann fest, dass Karl über ein hypersensibles Gehör verfügt. Schon der Schlag eines Schmetterlingflügels, bedeutet für ihn eine unheimliche Qual.
So richtet der Vater Karl im Keller ein Zimmer her und endlich kehrt Ruhe ein. Doch diese Ruhe ist sehr bedrohlich: die Mutter kann das Kind durch eine installierte Kamera aus der Wohnung heraus beaufsichtigen, was allerdings zur Folge hat, dass sie das Haus nicht mehr verlassen kann. Nur wenn der Vater da ist, kann sie sich ein wenig Zeit für sich selber nehmen.
Isoliert von der Außenwelt wächst Karl heran. Besuche sind sehr selten und die Nachbarn im Dorf machen sich ihre eigenen Gedanken.
Als seine Mutter mit Karl einen Ausflug zu einem Weiher unternimmt, ertränkt sie sich dort. Eigentlich wollte sie nur, dass Karl ihr einmal zeigt wie sehr er sie liebt und sie zurück hält. Doch er greift nicht ein.
Das friedliche Gesicht seiner Mutter vermittelt ihm tiefsten Frieden und dass der Tod ein Geschenk ist.
Viele weitere Morde folgen, doch Karl tötet nie aus Hass, sondern aus Mitgefühl schenkt er seinen Mitmenschen den Tod. Auf seiner Suche nach Liebe hinterlässt Karl eine blutige Spur.
Ein sehr spannender Thriller, in dem auch Mitleid für den Mörder hervor gerufen wird. So wie er aufwächst, außer mit den Eltern hat er so gut wie keine sozialen Kontakte. Selbst die Großeltern kommen nur selten zu Besuch und wenn schieben sie ihm Süßigkeiten durch das Fenster, um dann mit der Tochter darüber zu lamentieren, dass eine Totgeburt bestimmt immer noch besser gewesen wäre. Die Nachbarn sind so, wie viele Nachbarn in anderen Dörfern auch, neugierig, aber Hilfe ist kaum zu erwarten. Tratsch und Klatsch ist ihnen am Wichtigsten, an anderem sind sie nicht interessiert.
Fazit: Ein sehr gut geschriebener Roman und Thriller. Höchst spannend und außergewöhnlich. Absolut empfehlenswert. Thomas Raab werde ich auf alle Fälle in Zukunft öfter lesen.
Mari, 08.03.2015

Solch ein Meisterwerk schon zu Beginn des Jahres lesen zu können ist Balsam.
Es ist ein unglaublich gut, fast schon poetisch geschriebener Roman in dem viele Stilmittel vorkommen, die Atmosphäre vom Anfang bis zum Ende stimmt und der zum nachdenken und diskutieren einlädt. Hier ist kein Wort zu viel oder zu wenig, die ausdrucksvolle Sprache und das Leben von Karl fesseln ans Buch und lassen einen nicht mehr los. Und auch wenn eine gewisse Distanz im Erzählstil besteht, ist es schwer vom Buch nicht eingenommen zu werden.
Auch wenn Karl sich zu einem Serienmörder entwickelt, wurde er mir nie unsympathisch. Durch ihn bekommt man eine ganz andere Sicht auf die Welt, den Tod und die Gemeinschaft. Man kann ihn und seine Handlungen verstehen, seine Gefühle und Gedanken nachempfinden.
Karl ist unglaublich klug und hat sich als Kind schon vieles selber beigebracht und doch hat er nie etwas so Normales gemacht wie mit anderen Kindern zu spielen oder ist ins Kindergarten oder die Schule gegangen. In seinem schützenden Kellerzimmer war er vor allem sicher und hat so leider viel lebenswichtiges nicht gelernt. Sein einziger Freund ist gleichzeitig sein Nachbar und Lehrer. Es fällt Karl schwer Gefühle nachzuvollziehen, er versteht auch die Menschen nicht, so wie diese auch ihn nicht verstehen können. Und auch wenn vor allem seine Mutter immer um etwas Zuneigung von ihm gekämpft hat, so hat er ihr verweigert diese verweigert und ließ die Umarmungen eher mit Widerwillen über sich ergehen. Es fällt ihm nicht leicht Nähe zuzulassen, erst mit einer ganz besonderen Person ändert sich das alles und er kann ab dann endlich die ganzen Gefühle nachempfinden.
Mit der Zeit lernt Karl mit seinem scharfen Gehör umzugehen und diesen sogar für seine Zwecke zu benutzen um sich beispielsweise auf seiner Flucht einen Vorteil zu verschaffen oder Gespräche über mehrere Meter entfernt abzuhören.
Und auch wenn man schon von der ersten Seite an weiß wie die Geschichte endet, ist der Weg den man mit Karl beschreitet faszinierend und führt über Jahre hinweg. Es ist unglaublich wie vieles in diesem Roman angesprochen wird und wie viel Wahrheit in den Worten tatsächlich steckt.
Mit Karl Heidemann bekommen wir keinesfalls einen typischen Serienmörder, von ihm kann man vieles lernen und dadurch auch das eigene Leben mit anderen Augen betrachten. Aber natürlich sind seine Taten furchtbar und zum Teil auch unentschuldbar, das kann man nicht bestreiten.
Doch ist nicht nur er in dieser Geschichte ein gut ausgearbeiteter Protagonist, auch die Nebencharaktere glänzen jeder auf eine andere Weise. Das Gesamtpaket stimmt hier einfach, das Cover mit eingeschlossen. Und weshalb das „t“ im Titel einem Kreuz gleicht wird man auch im Buch erfahren.

Fazit:
Mein erstes Highlight in diesem Jahr, das ich absolut weiterempfehlen kann. Dieses Buch bietet so viel mehr als es verspricht. Eine vom Anfang bis zu
Calypsa, 10.02.2015

Ungewöhnlicher Schreibstil, aber trotzdem flüssig zu lesen. Mal was ganz anderes. Die Leseprobe macht Lust auf mehr.
Die Geschichte ist im ersten Moment verwirrend. Man kommt dann aber doch gut in das Thema. Wie geht es weiter? Wer stirbt wann und wie? Alleine das Cover ist sehr mystisch gestaltet und wirkt irgendwie kalt.
Oztrail, 09.02.2015

Ein bedrückendes und doch schön lesendes Buch über Ausgrenzung und anders sein. Die Überlegungen zum Tod sind
packend geschrieben. In meinen Augen ein sehr gutes, wichtiges Buch.
Birdy, 06.02.2015

Klappentext:
Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des Lärms dieser Welt: die Stille des Todes. Blutig ist die Spur, die er in seinem Heimatdorf hinterlässt. Durch sein unfassbar sensibles Gehör hat er gelernt, sich lautlos wie ein Raubtier seinen Opfern zu nähern, nach Belieben das Geschenk des Todes zu bringen. Und doch findet er nie, wonach er sich sehnt: Liebe. Bis er auf einen Schatz stößt. Ein Schatz aus Fleisch und Blut. Ein Schatz, der alles ändert.


Autor (laut amazon):
Thomas Raab, geboren 1970, lebt nach abgeschlossenem Mathematik- und Sportstudium als Schriftsteller, Komponist und Musiker mit seiner Familie in Wien. Zahlreiche literarische und musikalische Nominierungen und Preise, zuletzt "Buchliebling" 2011 und Leo-Perutz-Preis 2013. Die Kriminalromane rund um den Restaurator Willibald Adrian Metzger zählen zu den erfolgreichsten in Österreich. Zwei davon wurden im Sommer 2014 für die ARD-Degeto verfilmt (mit Robert Palfrader in der Hauptrolle) und werden Anfang 2015 ausgestrahlt.

Allgemeines
Erscheinungsdatum 15. Januar 2015 Droemer Verlag
Hardcover mit 368 Seiten
Unterteilt in drei Teile:
1.Glaube
2.Liebe
3.Hoffnung
Insgesamt 67 Kapitel

Inhalt des Buches:
Erzählt wird das Leben des Karl Heidemann. Er wird erzählerisch begleitet von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Schon zu Anfang seines Lebens erleidet Karl unsägliche Schmerzen durch sein empfindliches Gehör. Schon als Neugeborenes sucht er die Stille und entkommt dem Lärm nicht. Nur in den Armen seines Vaters findet er Ruhe und Geborgenheit. Dies frustriert natürlich seine Mutter und die ganze Dorfschaft, da der Vater erst des Abends nach Hause kommt und Karl den ganzen Tag brüllt. So fängt es früh an, dass Karl von allen mit Ablehnung und Abscheu gestraft wird. „Kind des Dämons“ und weitere Ausdrücke werden hinter verschlossenen Türen gemurmelt, die Karl jedoch schnell zu verstehen lernt.
Die Zurückweisung Karls treibt seine Mutter in den Selbstmord. Karl ist zugegen und ist erstaunt über die liebevolle Umarmung des Todes. Keine Qualen mehr auf dem Gesicht seiner geliebten Mutter, nur Frieden.
Daraufhin nimmt der Weg des Karl Heidemann seinen Lauf und die Suche nach der Anmut und der Funktionsweise des Todes beginnt. Leichen, liebevoll des Lebens enthoben, pflastern dabei seinen Weg. Doch dann lernt er Marie kennen und hinterfragt das erste Mal sein Leben.



Eigene Meinung:
Wer einen blutigen Krimi oder einen fulminanten Thriller erwartet, den wird dieses Buch nicht glücklich machen. Dennoch hat mich eben deshalb dieses Buch so in den Bann gezogen.
Tatsächlich liest sich dieses Buch mehr wie eine Biographie, statt eines Krimis.
Der Versuch der Aufklärung der Morde durch den Kriminalbeamten Horst Schubert steht kaum im Mittelpunkt
pralaya, 30.01.2015

Karl Heidemann verlässt diese Welt so wie er sie betreten hat: unerwartet und wie „ein Geschenk“.
Seine Geburt – unerwartet von der Jettenbrunner Dorfgemeinschaft und wie ein Geschenk für seine Eltern, das sehr eigentümliche Paar Johann und Charlotte Heidemann, die von jeher Außenseiter im Dorf sind.
Sein Tod – in dieser Art unerwartet für die Leser, aber doch schlüssig und für ihn selbst wieder wie ein Geschenk.
Dazwischen ein Buch, das einen nicht mehr loslässt, eine Geschichte voller Wärme und eine Sprache voller Poesie.
Karl Heidemann ist ein Kind, das von Geburt an schreit, schreit, schreit. Nichts gelingt seiner Mutter, ihn zu beruhigen. Erst wenn zum Feierabend der Vater auftaucht und den Säugling auf lange Spaziergänge in die Stille des Waldes mitnimmt, kommt das Kind ein wenig zur Ruhe, die aber bei der Rückkehr ins Haus auch schon wieder vorbei ist.
Nur durch Zufall entdecken die Eltern, dass ihr Sohn ein hochgradig sensibles Gehör hat und sich deshalb alle Geräusche in seiner Umwelt als eine einzige Qual für ihn auswirken. Sein eigener Herzschlag und das von der Mutter vorgesungene immer gleiche Kinderlied, die ganz normalen Alltagsgeräusche, die wir kaum wahrnehmen, die Stimmen anderer Menschen und Tiere in seiner Umgebung sind für das Kind Karl eine einzige Qual, der er zu entgehen versucht.

Karl ist gerade mal neun Jahre alt, als er den Selbstmord seiner Mutter erlebt. Aber – ganz anders als für die Menschen in seinem Umfeld erlebt er diesen Tod nicht als eine Tragödie, sondern als etwas sehr Schönes. Frieden, Liebe und vor allem Ruhe, das sieht er fortan im Tod und obwohl er noch ein Kind ist, macht er sich ab diesem Augenblick Gedanken darüber, wie er anderen Menschen diesen Frieden, diese Liebe und diese Ruhe schenken kann. Dabei empfindet man als Leser seine Überlegungen zum Tod als Geschenk für die Menschen völlig nachvollziehbar und in sich schlüssig. Wir wissen, dass er sich des Mordes schuldig macht, in vielen Fällen und doch mögen wir ihn nicht verurteilen.

Im weiteren Verlauf des Romans verlässt Karl Heidemann sein Heimatdorf, lebt als Kind und später als Heranwachsender und noch später als Erwachsener in der freien Natur, schafft sich seine eigenen Refugien und meidet – meistens – die anderen Menschen. Sein Weg aber wird immer wieder von Toten gesäumt, denen er „sein Geschenk“ gemacht hat. Sein Gegenspieler im Buch wird der Kommissar Horst Schubert, der die Spur Karls immer mal wieder aufnimmt und auch wieder verliert. Viele Jahre wird er immer wieder wissen: „Er ist wieder da!“ Aber wird er ihn jemals finden? Oder findet Karl am Ende ihn?
Trotz vieler Opfer und auch trotz des Ermittlers Horst Schubert ist das Buch für mich kein Krimi und auch während der Lektüre zu keinem Zeitpunkt ein solcher geworden. Es ist ein Buch über einen Menschen, dem man eigentlich nur eines wünscht: Ruhe u
Ilona Rehme, 25.01.2015

Manchmal ist die Stille erdrückend, manchmal ist sie befreiend..... dieses Buch hinterlässt gemischte Gefühle.....
ich bin sehr gespannt was es hinterlässt wenn man es zuende gelesen hat..... ich freu mich drauf.
erdnukel, 24.01.2015

Während des Lesens taucht man so tief in die wattierte Stille der Welt des Karl ein, dass man sich von jedem Geräusch,
das im Buch erwähnt wird, fast schon gestört fühlt.
Ein hrervorragendes Buch, wie ich finde.
Jedes Wort mehr hätte die Stille des Buches zerstört.
Thomas Raab schreibt nicht plump und kalt, sein Schreibstil komt warm und rund daher. Damit hat er auch den Karl Heidemann sehr gut profiliert. Die warmen, liebevollen Gedanken und Gefühle des Karl setzen sich dank der Schreib- und Ausdruckweise und Wortwahl sofort im Gedächtnis des Lesers fest. ohne permanent wiederholt werden zu müssen. Man fühlt sich als Begleiter des Jungen und nicht als ferner und fremder Beobachter
Yris, 23.01.2015

Dem Klappentext nach erwartete ich eine Geschichte über einen Massenmörder, der seine Opfer "auf ganz leisen Sohlen"
in brutaler Art und Weise tötet. Was ich allerdings bekam, habe ich so nun wirklich nicht erwartet .... Zwar zieht Karl Heidemann eine Blutspur hinter sich her, aber den Grund dafür, der ist sehr außergewöhnlich.

Die Geschichte beginnt mit der Geburt von Karl Heidemann am 06.12.1982 in einem kleinen beschaulichen Dorf namens Jettenbrunn am Fuße des Kalvarienhügels. Die Eltern sind stolz auf Ihren Nachwuchs. Doch kaum dem Mutterleib entsprungen, schreit der kleine Karl das ganze Dorf zusammen und hört erst nach mehreren Stunden auf, da er völlig erschöpft eingeschlafen ist. Aber sobald er wach ist, fängt er wieder an zu schreien, will keine Nahrung zu sich nehmen und verweigert die körperliche Zuneigung der Mutter. Nur die des Vaters, wenn dieser abends nach der Arbeit nach Hause kommt und mit dem kleinen Baby draußen spazieren geht, lässt Karl zu und im Dorf kehrt für kurze Zeit Ruhe ein. Kein Arzt weiß, was Karl fehlt und Sie stehen vor einem Rätsel. Während einem der vielen Arztbesuche fällt dem Vater Johann auf, dass sein Sohn nur während vollkommener Stille ebenfalls ruhig ist.

Und so erleben wir in der weiteren Geschichte, die Jugend von Karl bis hin zu Teenager. Bekommen seine Qualen und Schmerzen hautnah mit, müssen tatenlos mit ansehen, wie seine Eltern verzweifelt versuchen, dem Jungen ein einigermaßen ruhiges Leben zu ermöglichen. Karl fristet sein Dasein im Keller des Elternhauses, fernab dem Lärm unserer Welt. Aber bald bekommt die Welt für Karl ein völlig neues Gesicht. Im Gesicht seiner toten Mutter, sieht Karl zum ersten Mal, wie der Lärm unserer Welt zum Schweigen gebracht werden kann, der Beginn einer Mordserie in seinem Heimatort ...

Aufklären soll die Morde der Polizist Horst Schubert. Doch zu Beginn seiner Ermittlungen findet er keine relevante Anhaltspunkte und so verdächtigen sich die Dorfbewohner bald gegenseitig. Aber Horst gibt nicht auf und versucht dem Mörder auf die Spur zu kommen.

Karl versucht derweil die Welt vom Bösen zu befreien und seine "innere Stille" zu finden. Nach seinem letzten Mord muß Karl fliehen und versteckt sich. Aber seine Flucht hinterlässt er eine blutige Spur. Und auf dieser Flucht lernt Karl, Marie kennen und ab da ist die Welt für ihn eine völlig andere ...

Es war das erste Buch, welches ich von Thomas Raab gelesen habe. Der Schreibstil ist sehr bildreich, tiefgründig, aber auch teils sehr ausschweifend. Die Geschichte ist sehr aufwühlend und noch nie hatte mich ein Mörder so emotional an sich binden können, ja ich hatte richtig gehend Mitleid mit Karl. Unverstanden von der Welt und seinen Eltern, versucht er sein Leben zu meistern, ein Leben das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Die Schreibweise von Thomas Raab hat eine so unheimliche Kraft, die einen quas
uwes-leselounge, 23.01.2015

Schon die ersten Seiten bringen eine Sogwirkung zustande, die vermuten lassen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen
kann.
Lillianne, 15.01.2015

Still – Chronik eines Mörders von Thomas Raab beschreibt das Leben Karl Heidemanns, beginnend mit dem Leben seiner
Eltern, seiner eigenen Schwangerschft und Geburt am 6.12.1982 bis hin zu seinem Tod.

Karls Eltern leben in einem kleinen Ort namens Jettenbrunn, sind dort schon vor Karls Geburt eher Außenseiter. Sein Vater Johann, einfach gestrickt und still ( Nutztier aller erster Güte für die Einwohner Jettenbrunns) und seine Mutter Charlotte ( lieb und freundlich, aber für das Dorf eine akustische Plage, die schmerzhaft mit Ausdauer redete, als liefen ihr Zeit und Zuhörer davon) freuen sich unendlich über die Schwangerschaft und auf ihr Kind. Nach der Geburt wird es noch einsamer um die Familie Heidemann, den Karl läßt sich troz aller verzweifelter Versuche Charlottes kaum beruhigen und wird als Schreikind abgestempelt. Ruhe und Frieden findet er bei den stillen Spaziergängen mit seinem Vater, beim Baden... und, nachdem sein Vater als Ursache des Ganzes Karls übersensibles Gehör ausmacht, baut er ihm in bester Gesinnung den Keller als Wohnraum um. Karl genießt die Stille, wächst heran, erhält im Keller Privatunterricht und gilt als sehr intelligent. Über Jahre hört er die Gespräche, Gedanken, und kleinsten Geräusche des Ortes und kennt die Sehnsüchte der einzelnen Einwohner. Nie ist er Bösem ausgesetzt und fremd sind ihm selber auch böse Absichten.

Als Neunjähriger erlebt er, wie seine betrunkene und depressive Mutter sich im Dorfweiher ertränkt und ihr Gesicht nach ihrer Bergung so entspannt und glücklich aussieht, wie er sie noch nie erlebt hat. Für ihn steht fest: Etwas Großartiges, Befreiendes, Verzauberndes und Beglückendes muß im Augenblick des Todes stattfinden. Der Tod ist das größtmögliche Geschenk an das Leben.

Mit dieser Erkenntnis setzt er sich zeitlebens auseinander, will als „Todesengel“ eigentlich nur Frieden und Glück verbreiten und „schenkt“ vielen diesen Frieden.... bis er einen Schatz findet, der alles verändert....

Das Buch ist in drei große Abschnitte unterteilt: Glaube, Liebe, Hoffnung undes gibt einige Gedichte, die passend eingefügt wurden. Unglaublich einfühlsam wird Karl beschrieben; man kann seine Lebensumstände und Entwicklung sehr gut nachvollziehen. Besonders interessant und beeindruckend fand ich, wie Karl Gesagtes, ganz anders als erwartet, versteht und verinnerlicht, mit einer kindlichen und reinen Treue glaubt und wortwörtlich nimmt, seine Logik und Weltsicht ganz schlüssig darauf basiert. Es fällt schwer, ihn als „Monster“ zu sehen, eher ist er Sympathieträger, dem man Mitgefühl entgegenbringt. Besonders nachdenklich stimmt es, als Karls Lebensumstände sich für eine Zeit derart verändert haben, dass sein Geschenk wohlwollend entgegengenommen und auch gewünscht wird....

Nicht nur inhaltlich fesselnd und zutiefst beeindruckend, sondern auch sprachlich bild- und wortgewaltig, manch
katze102, 14.01.2015

Nach dieser beeindruckenden Leseprobe landet das Buch ganz oben auf meinem Wunschzettel.

rizzoli, 10.01.2015

Trotz der schrecklichen und zahlreichen Tötungsdelikte, die Karl Heidemann bis zu seinem Suizid im jungen
Erwachsenenalter begeht, ist er nicht unsympathisch. Er verfolgt eigentlich nachvollziehbare Ziele mit seinen Taten. Sein vom Babyalter bestehendes Handicap des überempfindlichen Hörvermögens erweckt Mitleid.
nikolaus, 09.01.2015

"Still - Chronik eines Mörders" ist der Titel des Buches von Autor Thomas Raab, erschienen im Droemer Knaur Verlag./> Dieses Buch ist wie der Titel, leise, zart und bedächtig. Doch gleichermaßen hat es mich von den ersten Zeilen an angeschrien - lesen, lesen, lesen und ich konnte nicht mehr aufhören ihr zu lauschen, dieser mich so beeindruckenden Geschichte.
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Zur Story:
1982, der kleine Ort Jettenbrunn ist ein friedlicher Ort, es wird gelebt. Bis Nikolaustag, der Tag an dem Karl das Licht der Welt erblickte und schrie und schrie und schrie.
Die anfänglich stolzen Eltern Charlotte und Johann Heidemann, erfahren Ratschläge und irgendwann Abneigung aus dem Dorf. Bis ein Zufall Vater Johann erkennen läßt was seinem Sohn fehlt, oder besser gesagt was er zuviel hat. Nämlich ein Gehör, so ausgeprägt, dass selbst der Herzschlag der Mutter ihm schier unglaubliche Schmerzen bereitet.
Um Karl das Leben lebenswerter zu gestalten, bekommt er im Keller eine Zuflucht, ruhig und still. Von da an schreit Karl nicht mehr. Diese Abgeschiedenheit führt dazu das er lernt alleine für sich zurecht zukommen. Er lernt, er lernt enorm, doch weiß er nichts von der Welt oben. Gefühle, Empfindungen sind ihm fremd. Bis zu dem Tag als er seine Mutter zum Weiher begleiten muss, eine Wende in seinem Leben, eine Wendung in dem was er lernt und ganz bestimmt eine Katastrophe für den Ort.
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Hin und hergerissen waren meine Gefühle für Karl, den armen kleinen Buben. Überfüttert und bemitleidet, ausgegrenzt und in den Köpfen der Menschen ausgelöscht.
Seine Entwicklung, fantastisch erzählt, mitreißend und erschreckend gleichermaßen.
Immer auf der Suche nach Antworten, was ist Liebe, was ist der Tod, wo kommt er her, wo geht er hin, wer schenkt ihn?
Und Karl findet sie, die Antworten, auf seine Weise - über das Hören.

Es wird so wunderbar leicht erzählt, obwohl es schon eine furchtbare Geschichte ist.
Stimmungen und Gedanken fließen durch die Seiten, es bedarf keinen Lärm dazu.

Man liest die Zeilen und was dazwischen steht und so folgt man Karl und dem gesamten Dorf, es lohnt sich -absolut!

Ein Buch für das 5 Sterne bei weitem nicht ausreichen.
c)K.B.

Kasin, 08.01.2015



Ich dachte anfangs an einen Thriller, aber es kam besser! Karl Heidmann wurde zu früh in die Welt geboren, weil er es in seiner Mutter nicht mehr aushielt - zuviele Geräusche machten ihm zu schaffen. Nur: kaum auf der Welt, wurde es in dieser noch schlimmer, Geräusche jedlicher Art verursachten körperliche Schmerzen. Die Tage in Jettenbrunn waren von da an untermalt vom Schreien des Kindes und die eh schon gemiedene Mutter Charolotte nun ihrem Schicksal erlegen. Einzig die abendlichen Spaziergänge mit seinem Vater Johannes, in der Dunkelheit und Ruhe der Nacht, gaben Karl etwas Frieden. Nach einem Erlebnis im Fahrstuhl fand sein Vater heraus, was Karl hatte: ein übersensibles Gehör! Kurzerhand wurde der Keller umgebaut und von da an wuchs Karl im Keller auf. Der Dorflehrer kam, um den hochintelligenten, nicht sprechen wollenden Jungen zu unterrichten. Dann kam Charlottes Geburtstag. Sie betrank sich, wie so oft, aber an diesem Tag erhielt sie vom Dorfarzt eine für sie schreckliche Nachricht, nahm ihren Sohn und fuhr zum Weiher. Da Karl das Baden und die Stille unter Wasser liebte, sagte sie, dass sie baden wolle, zog sich aus und glitt ins Wasser. Karl blieb am Rand stehen und sah seiner Mutter zu, wie sie immer tiefer ins Wasser ging und plötzlich nicht mehr auftauchte. Am Abend fand man Karl und wusste, was passiert war. Seine Mutter wurde aus dem Wasser geborgen und diesmal sah seine Mutter zum ersten Mal friedlich, still, zufrieden und wunderschön. Fasziniert vom Tod beginnt seine Suche. Der Tod ist überall, das Töten auch, also ist es für ihn, der nie gelernt hat, mit Menschen zu lernen, der keine sozialen Fähigkeiten besitzt, normal und etwas schönes - und er beginnt, erst Tiere und dann Menschen zu "beschenken". Cover: Geheimnisvoll und schlicht macht es mich neugierig, das auffällige "t" in "Still" und dazu der schon fesselnde Klappentext, wunderbar! Schreibstil: Das beste, was ich in den letzten 15 Jahren gelesen habe! Thomas Raab spielt/tanzt/malt die Wörter, Poesie pur, er liebt Worte und weiß sie einzusetzen, ich weiß es nicht besser zu beschreiben. Der Umgang mit der Sprache verursacht bei mir eine Gänsehaut, weil Thomas Raab wunderschön schreibt. Ich konnte das Buch nicht weglegen, hatte Angst, dass es zu schnell zu Ende ist! Karl Heidmann berührt, ich habe ihn verstanden, habe seine Taten nicht als unmenschlich oder Gräultaten gesehen, wie es alle anderen taten; ich wusste, warum er das machte. Horst Schubert, der Kommissar, sollte ihn nicht bekommen. Das erste Kapitel (Glaube) ist ganz Karl gewidmet, es zeigt und beschreibt sein Leben und wie er zu dem wurde, was er ist. Das zweite (Liebe) ist Karls Reise, alles, was ihm auf dem Weg zur Stille wiederfahren ist, z.B. Marie ... und das dritte (Hoffnung) ist die Vollendung, das Finden seiner Stille. Ich musste, obwohl ich Vergleiche sonst scheue, an "Das Parfum" von Patrick Süskind denken. Karl und Grenouille haben beide eine besondere Gabe, de
RebekkaT, 08.01.2015

Karl wurde geboren als Wunschkind. Seine Eltern liebten ihn. Aber er war ein Schreikind, kaum zu beruhigen. Sein Vater
schafft es manchmal, indem er ihn herumträgt. Seine Mutter hält es nicht aus – das Geschrei den ganzen Tag. Auch die Dorfbewohner finden es nicht normal. Sie akzeptieren ihn nie.

Karl ist ein Mensch mit einem äußerst sensiblen Gehör. Er kann Geräusche nicht ertragen. Nur Stille, absolute Stille, braucht er. Und die verschafft er sich.

Beeindruckend und fesselnd.
leseratte1910, 01.01.2015

Ein Buch, das sich in überhaupt nicht stiller Sprachgewandtheit mit der Moral unserer Gesellschaft auseinandersetzt,
mit Selbstvorwürfen zum gelebten Wegsehen und den Unterschieden der Sterbehilfe für Mensch und Tier. Ein Fest für den denkenden Leser!
MaJo, 28.12.2014

Eine beeindruckende Leseprobe die ein Buch der ganz anderen Sichtweise spiegelt

sterntaucher, 17.12.2014

Eine neue Seite an Thomas Raab. Kein schräger Krimi - sondern ein beeindruckendes und intensives Buch. Schon die
wenigen Seite der Leseprobe haben mich gefesselt, die Not die sich hier schreiend Bahn bricht, die Gewalt die daraus erwächst, all das ist im Anfangskapitel schon spürbar. In wenigen Sätzen gelingt es dem Autor die Atmosphäre des Dorfes einzufangen, die Kleingeistigkeit seiner Bewohner, die schnell jemanden zum Außenseiter stempeln. Auch wenn die weitere Handlung in der Kurzbeschreibung schon angedeutet wird, warte ich voll Spannung auf das Buch.
Bibliomarie, 08.12.2014

Ich liebe diese Spannung.

Dagmar Joers, 03.12.2014

Es fängt nicht still an und wird bestimmt nicht still enden. Liest sich gut und die Neugier ist geweckt

Kerstin Nickel, 03.12.2014

Das liest sich ja schon gruselig an. Ich habe die Nerven dazu.

Anne Oster-Becker, 03.12.2014

Mal eine andere Sicht der Erzählung - sehr interessant und sicher spannend!

Nicole Penzenstadler, 02.12.2014

würde ich gerne lesen

irene diehl, 02.12.2014

kling sehr vielversprechend, würde ich gerne lesen
Marina Mönig, 02.12.2014

Klingt wirklich spannend. Würde ich gerne lesen...

Manuela Schöbel, 02.12.2014

Sehr spannend ... werde ich auf jeden Fall lesen.

Marion Klaus, 01.12.2014

Der Titel und auch der Video-Trailer versprechen Spannung und Gänsehaut pur.
Auch diesen Autor durfte ich schon bei einer Lesung genießen mit seinem Titel "Der Metzger kommt ins Paradies".
Thomas Raab ist sehr empfehlenswert.
Natürlich würde ich mich freuen, sein neuestes Werk zu gewinnen und rezensieren zu dürfen.
Sigrid Vondraschek, 01.12.2014

Mal was Anderes

Helmut Frank, 01.12.2014

Ich brauche mehr davon. Ganz große Klasse. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Antje Feierabend, 01.12.2014

Still... ja, ein verstördender Schrei geht über die trübe Landschaft. Menschen die den Alltag als Qual erleben und
doch unentliche Sehnsucht nach Liebe und gesehen werden haben. Gute Worte für verstörende Momente, Mystik wie im Spreewald, Nebelverhangen die Seelen.
Thomas Raab schreibt sehr Ausdrucksstark in oft knappen Sätzen, aber eine präziese Darstellung seiner Protagonisten. Ich bin gespannt auf mehr.
Sabine Knybba, 01.12.2014

Dieser Roman scheint sehr spannend zu sein. Das Cover verrät schon die Stille, die anhand der Atmosphäre und des
Protagonisten in diesem Roman vorzukommen scheint.
Nadine Brunstein, 01.12.2014

Allein die sagenhafte Sprachmelodie des Autors, wie er durch seine Worte die Qualen und Leiden des Protagonisten auf der
Suche nach der Stille an die Leser bringt, ist grandios und einzigartig. Ein tiefes Psychogramm, ein geleiteter Mörder, der doch nur eines will: Stille und Liebe von Herzen. Wird er auf seiner Blutspur beides vereinen können? Hochspannend, tiefgründig und schockierend erzählt und mit detaillierten Schauplätzen, Kulissen und Alltäglichkeiten gewürzt. Aus Laut mach Leise!
Nadine Sch., 01.12.2014

Sehr reduziertes und dennoch ansprechend. Die Leseprobe macht Lust auf mehr. Der Schreibstil gefällt mir und passt
super zu diesem spannenden Anfangsseiten...Ich würde gern dieses Buch lesen.
Sandra Hohl, 30.11.2014

Sehr reduziertes und dennoch ansprechend. Die Leseprobe macht Lust auf mehr. Der Schreibstil gefällt mir und passt
super zu diesem spannenden Anfangsseiten...Ich würde gern dieses Buch lesen.
Sandra Hohl, 30.11.2014

Sehr reduziertes und dennoch ansprechend. Die Leseprobe macht Lust auf mehr. Der Schreibstil gefällt mir und passt
super zu diesem spannenden Anfangsseiten...Ich würde gern dieses Buch lesen.
Sandra Hohl, 30.11.2014

Auf der Suche nach Liebe wird der Leser in ein berauschendes und fesselndes Leseerlebnis entführt.

C. Teiwes, 30.11.2014

Spannend und geheimnissvoll von Anang an. Interessiert mich sehr... würde ich sehr gerne vor meinem Kamin lesen

Pia Schliemann, 30.11.2014

Gelungenes geheimnisvolles, aber flüssig lesbares Werk. Das richtige für kalte Winterabende.

Gabriele Düsch, 30.11.2014

Muss ja spannend sein.
Liest sich gut.
Möchte ich gerne lesen..............
Heidrun Hauschild, 30.11.2014

Die ersten Seiten dieses Buch fand ich, allein schon wegen der wunderschönen Sprache, sehr lesenswert. Auch hatte ich
auf diesen wenigen Seiten das Gefühl eine neue Form eines Erzählers vor Augen zu haben. Bisher etwas Besonderes. Wobei ich inhaltlich noch keine Vorstellung habe.
Nefertari, 30.11.2014

macht "lesehungrig".

Manuela Budde, 30.11.2014

Was ich bis jetzt gelesen habe macht mich neugierig auf mehr. Sehr flüssig geschrieben, nicht zu verschnörkelt oder
überdreht. Spannend und fesselnd wie es sich gehört- sehr gut gemacht. Sollte ich dieses Buch gewinnen, schreibe ich eine Rezession über die gesamte Geschichte (ohne den Ausgang zu erzählen).
Renate John, 30.11.2014

Liest sich sehr spannend. Wäre schon auf die Fortsetzung gespannt mit der Liebe....

Rosi Gärth, 30.11.2014

Die Inhaltsangabe ist sehr spannend, da würde ich gerne das Buch ganz lesen!

Britta, 30.11.2014

Die Inhaltsangabe zu diesem Buch klingt sehr spannend aber auch sehr morbide. Auch das Cover ist sehr ansprechend. Ich
würde dieses Buch sehr gerne lesen.
Kornelia Mayer, 30.11.2014

Das was ich bisher lesen konnte, fand ich weniger spannend als vielmehr informativ, heißt, das der Leser erst einmal
die Vorgeschichte kennenlernt!
Der erste Satz: Der Tag, an dem Karl starb, war ein guter Tag! ließ alles offen! Und dann kam die Vorgeschichte, Geburt von Karl, das Leben und Kennenlernen seiner Eltern! Jetzt möchte ich zu gern wissen, warum war es ein guter Tag als Karl starb?
Christine Kunisch, 30.11.2014

Ein Leben, beginnend mit lautem Schreien.
Endendes Leben in Stille.
Die Geschichte hält einen sofort in Bann.
Gern würde ich alles lesen.
Uta Ruda, 30.11.2014

Gute Urlaubslektüre, da man dann die Nacht durch lesen kann.

Brigida Kraft, 30.11.2014

Ein unheimliches Buch, aber man kann nicht aufhören zu lesen. Spannung pur. Ich bin auf das Ende gespannt.

Annegret Schütte, 30.11.2014

Unheimlich, spannend und so geschrieben , dass man die Stlle berühren kann. Aus Sicht des Erzählers, die Chronik
eines Mörders.
Gabriele Seelbach, 30.11.2014

Wow, Gänsehautatmospäre. Bin gespannt auf das Buch!

Michael Müller, 30.11.2014


Bestimmt ein berauschendes Leseerlebnis, aufwühlend, soghaft, eine virtuose literarische Komposition.
Elke Kraft, 30.11.2014

Ein ansprechendes Cover zu einem spannenden Buch.

Monika Lenz, 30.11.2014

Titel klingt schon sehr interessant. Würde dieses Buch gerne testlesen. Das mystische ist genau mein Fall.
Gabriele Polivka, 30.11.2014

Gerade in dieser Jahreszeit habe ich noch mehr Zeit solch Spannende Lektüre zu lesen.

Eva Wagner, 30.11.2014

Da ich aus einem Dorf stamme und seit über 20 Jahren auf einem sehr kleinen Dorf wohne, fnde ich allein die Vorsellung,
alles wäre in " meinem " Dorf passiert, sehr unheimlich. Dies mact das Lesen zudem noch aufregender.
Antje Gässler, 30.11.2014

Der richtige, spannende Lesestoff für lange dunkele Abende.

Klaus-Dieter Scharf, 30.11.2014

das ist zur zeit mein lieblingsgenre beim lesen - würde mich gerne reinvertiefen. spannend soll es sein und gern ein
wenig verstörend, dann bemerkt man, dass der eigene, kleine graue alltag doch was ganz anheimelndes und normales hat...
Birgit Schulze, 30.11.2014

klingt verlockend für kalte Abende

sylvia schrötter, 30.11.2014

Der Trailer und die Inhaltsangabe lassen ein beklemmendes Gefühl zurück.
Ein Täter, der nur in der Stille des Todes Erfüllung findet und sich lautlos an seine Opfer heran schleicht. Schon der Gedanke daran löst Verfolgungswahn aus.
Scheint sehr interessant zu sein und für Gänsehaut zu sorgen.
Marion Erler, 30.11.2014

Die Beschreibung klingt sehr vielversprechend und nach Spannung pur. Bin sehr gespannt darauf und möchte es unbedingt
lesen.
corina köppe, 30.11.2014

Der richtige Lesestoff für kalte Wintertage.

Kathrin Ressel, 30.11.2014

Die Beschreibung klingt schon gruselig - sich in die Psyche eines Mörders hineinzudenken, hineinzulesen. Der
Gänsehauteffekt ist garantiert. Und es ist sicher ein Buch, das man besser nicht zum Einschlafen lesen sollte.
Gisela Reese, 30.11.2014

Ich habe den Trailer gesehen und die Stimme hat mich in ihren Bann gezogen, unheimlich und neugierig machend, ein Buch,
das ich lesen möchte!
Birgit TIMM, 30.11.2014

Im Advent 1982 wird Karl Heidemann in Jettenbrunn geboren, Sohn des zurückhaltenden, fleißigen Johann Heidemann und
seiner lauten, schrill und schnell sprechenden Frau Charlotte. Was stört den kleinen Jungen schon direkt nach seiner Geburt so sehr, dass er nicht mit dem Schreien aufhören kann? Besiegelt dies sein grausames Schicksal, bis hin zu seinem Tod?
Der Autor beginnt mit dem Tod, gleichzeitig jedoch mit der Geburt seines Protagonisten. In kurzen, eindringlichen und teils poetischen, aber auch grausamen Sätzen erfährt der Leser von den Makeln der Welt und der Hauptpersonen. Die Erzählung ist ergreifend und vereinnahmend, damit höchst spannend.
Nadine Baumann, 30.11.2014
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