Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Verführung

9783426512876
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Klappenbroschur, Knaur TB
01.07.2013, 480 S.

ISBN: 978-3-426-51287-6
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Roman

Angiola Calori war die erste von nur einer Handvoll Frauen, der Casanova einen Heiratsantrag machte, doch sie wollte noch lieber die Bühnen Europas beherrschen. Zwei begnadete Verführer prallen aufeinander, und was lange wie ein Krieg wirkt, wird die Liebe ihres Lebens, die beiden ermöglicht, ihre so unterschiedlichen Ziele zu erreichen.

Leselounge

Die Autorin

Tanja Kinkel

Portrait von Tanja Kinkel

Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, gewann bereits mit 18 Jahren ihre ersten Literaturpreise. Sie studierte in München Germanistik, Theater- und...

zur Autorin Bücher von Tanja Kinkel

Pressestimmen

"Die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen dem jungen, noch unbekannten Casanova und Angiola Calori schildert Tanja Kinkel in ihrem Roman 'Verführung', der in jeder Hinsicht hält, was sein Titel verspricht. [...] 'Verführung' gefällt als betörender historischer Roman – akribisch recherchiert und fantasievoll komponiert. Tanja Kinkel setzt damit der wahrscheinlich erfolgreichsten Sopranistin des Rokoko ein literarisches Denkmal. Und lässt den jungen Casanova in neuem Licht erscheinen."

Kölner Stadt-Anzeiger, 05.07.2013

"Mein erster Roman von Tanja Kinkel und ich bin begeistert. Das Niveau ist hoch und es macht Spaß, den historischen Geschichten aus dem Milieu der klassischen Musik zu folgen, und es entsteht eine Melange aus Musik, Liebeleien und frivolen Bettgeschichten. Einerseits lehrreich, andererseits prickelnd! Bravo!"

Buechereule.de, 10.07.2013

"Wie gewohnt in ihren Romanen ist die Zeitdarstellung in diesem Roman von Tanja Kinkel vortrefflich und die Charaktere sind so glaubwürdig und interessant gezeichnet, dass man Schwierigkeiten hat, das Buch aus der Hand zu legen."

sandammeer.de, 13.07.2013

"Sehr gelungen und vor allem sehr empfehlenswert."

Blog Lesestoff, 17.07.2013

"Sehnsüchtig erwartet erscheint im Juni der neue Roman VERFÜÜHRUNG von Tanja Kinkel, und es könnte nicht farbenfroher und spannender zugehen."

Huebscherbuch.de, 2-2013

"Ein verführerisch-eleganter Unterhaltungsroman."

Gong, 05.07.2013

Tanja hat aus den Tagebüchern Casanovas einen hochinteressanten Stoff herausgefiltert […]Kinkel hat Erfahrung im Schreiben historischer Romane, das erkennt man an der eleganten Struktur und den gut gezeichneten Figuren.

WDR3, 24.07.2013

"Ein wahrhaft gelungener, sehr leidenschaftlicher und trotzdem ebenso feuriger Roman der besonderen Klasse."

Blog Schreibstübchen.phpbb8, 06.07.2013

"Frech-erotisch-pikant, aber nie geschmacklos-platt - Kinkel trifft den richtigen Ton und lässt den Leser auch durchaus ein wenig schmunzeln. Es geht auch ohne Mord und Totschlag. Eine ideale Urlaubslektüre."

rt1-Südschwaben.de, 29.07.2013

"Der gut recherchierte Roman hält sich unabhängig von erfundenen Einzelheiten an historische Fakten. Die sind nicht nur ansprechend, sondern vor allem klug eingebaut, was bei diesem legendären Stoff, der schnell zu trivialen Verarbeitungen verleitet, nicht leicht ist."

Frankfurter Neue Presse, 27.07.2013

"Die gut recherchierte Story hält sich unabhängig von fiktiven Romandetails an historische Fakten. Die sind nicht nur ansprechend, sondern vor allem klug eingebaut, was bei diesem legendären Stoff, der schnell zu trivialen Reflexionen verleitet, nicht leicht ist."

dpa, 22.07.2013

"Eine äußerst ungewöhnliche und berührende Liebesgeschichte der Königin der Historien-Romane."

TINA, 26.06.2013

"Ein Roman wie ein Rausch der Gefühle - VERFÜHRUNG wird seinem Titel vollkommen gerecht, denn das vorliegende neueste Werk aus der Feder von Tanja Kinkel steckt voller Emotionen, die den Leser mit all ihrer Wucht treffen und ihn ganz trunken machen vor lauter Glück, solch ein Buch in den Händen halten zu dürfen. Man versinkt regelrecht in der Geschichte und muss bei der Lektüre immer wieder mit den Tränen kämpfen. Die Werke der deutschen Autorin sind allesamt Meisterstücke - eben Literatur in Blockbusterqualität."

Literaturmarkt.info, 29.07.2013

"Ihr Geschick, historische Tatsachen und Fiktion zu einem spannenden Ganzen zu verweben, stellt Tanja Kinkel auch dieses Mal wieder unter Beweis."

Kurier, 18.07.2013

"Ein opulenter Rokokoroman, der gleich mit zwei außergewöhnlichen Persönlichkeiten dieser Zeitepoche aufwartet und viel historisches Flair zu bieten hat. Empfehlenswert!"

Happy-End-Bücher.de, 08.07.2013

Sehr gut lesbar, interessant und nachvollziehbar. Die Story ist sehr überzeugend und spannend."

over-view.de, September 2013

"Ein opulenter historischer Roman über zwei Menschen, die wirklich gelebt haben. Bestens recherchiert und spannend erzählt von Bestseller-Autorin Tanja Kinkel. Ein Buch, das seinen Titel zu recht trägt - es verführt zum Lesen."

Ruhr-Nachrichten, 12.08.2013

"Die wunderbare Figurenzeichnung, die poetische Sprache, die geschliffenen Dialoge - all das macht VERFÜHRUNG zu einem besonderen Lesegenuss. Historische Fakten verwebt Tanja Kinkel geschickt mit fiktiven Romandetails und lässt ein lebendiges, facettenreiches Bild jener Zeit erstehen."

Nürnberger Zeitung, 28.09.2013

"Die Autorin zieht einen in die Zeit des Rokoko und in das Leben einer der damals erfolgreichsten Sopranistinnen. Das ist farbenprächtig, atmosphärisch, amourös, packend und prickelnd. Die Kinkel ist selbst eine unglaubliche Verführerin - verbaler Art. Ein Vamp, der LeserInnen den Kopf verdreht!"

Buchboard.de, 09.10.2013

"Kinkels neuer, wie immer ausgezeichnet recherchierter und lebendig geschriebener Roman lässt die Welt der Kastraten wieder lebendig werden und verbindet die (wahre) Geschichte der Angiola Calori mit der Giovanni Casanovas. Ihr Csanovabild ist sympathisch, voller Wärme und einer Tiefenschärfe, die anderen Schilderungen fehlt. Unbedingt lesenswert!"

Karfunkel, Dezember 2013

"Ein herrlicher Schmöker für die Feiertage."

Holzwickeder Nachrichten, Weihnachten 2013

"Eine berauschende Geschichte über Liebe, Leid und die Macht der Musik. Absolut lesenswert."

bookreviews.at, 11.02.2014

Rezensionen

Tanja Kinkel erzählt den Lebensweg von Angiola Calori, die von der Musik, der Oper und dem Gesang so fasziniert ist,
dass sie unbedingt an großen Opern singen möchte. Frauen dürfen nicht singen, die Frauenrollen werden von Kastratensängern übernommen. Angiola lernt einen großen Kastratensänger kennen und lieben. Sie flieht mit ihm und beginnt eine Ausbildung als Sängerin. Dazu muss sie in die Rolle eines Kastraten schlüpfen. Als Angiola Casanova begegnet, verliebt sie sich in ihn. Casanova ahnt, dass Angiola eine Frau ist.

Tanja Kinkel passt sich sprachlich der Zeit an, in der die Geschichte spielt, Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie erzählt auf sprachlich sehr hohem Niveau. Insbesondere die Dialoge zwischen Angiola und Casanova sind erwähnenswert. Die beiden bieten sich unglaublich gute Wortgefechte.

Tanja Kinkel teilt diesen Roman in 4 große Teile: Teil 1 Angiola, Teil 2 Bellino, Teil 3 La Calori,Teil 4 Finale. Wir erleben einzelne Erzählstränge aus der Sicht der Sopranistin Angiola Calori, dann wieder aus der Sicht von Casanova. Angiola und Casanova begegnen sich und sind beide voneinander fasziniert. Doch keiner der beiden ist bereit, sein Leben für den anderen aufzugeben. Angiola, die ihr Leben als Frau aus Liebe zur Musik aufgegeben hat und sich aus den Zwängen der Frauenrolle dieser Zeit befreit hat, stellt die Musik über alles.

Angiola erfährt in diesem Roman eine Entwicklung, von der kleinen Angiola, deren Mutter ein total anderes Leben für ihre Tochter vorgesehen hat, zum Kastraten Bellino, bis zur La Calori, die die Oper für die Frauenwelt zurückerobert und eine Vorreiterin ihrer Zeit ist.

Casanova rückt sich mit mehr oder weniger erfundenen Geschichten ins Rampenlicht und fasziniert die Frauenwelt. Kein Rock ist vor ihm sicher.

Ein Roman um große Gefühle, Erotik zur Zeit des Rokoko und Sinnlichkeit. Wir bekommen einen detailierten Einblick in das Leben der Menschen in dieser Zeit, in die Willkür und Dekadenz der Adeligen, dem schweren Alltag der kleinen Leute. Insbesondere die Problematik von Frauen und Kindern wird von Tanja Kinkel in diesem Roman herausgearbeitet. Angiola verstösst gegen die Gepflogenheiten dieser Zeit und führt ein selbstbestimmtes Leben, muss aber auf viele Dinge verzichten und lebt ständig in der Gefahr, entdeckt zu werden.

Laut dem Nachwort von Tanja Kinkel war Angiola eine der berühmtesten Sängerinnen des Rokokos. Über ihre Jugend und den Beginn ihrer Karriere ist nichts bekannt. Auch von Casanova gibt es zwar viele Berichte, trotzdem liegt ein Teil seines Lebens im Dunkeln.

Tanja Kinkel hat hier sehr genau recherchiert. Das Resultat aus Recherchearbeit und Fantasie hat die Autorin zu einem Roman um zwei interessante Figuren verwoben und uns dabei so nebenbei interessanten Geschichtsunterricht erteilt.

4/5 Sterne für diesen Einblick in das Leben zweier interessanter, schillernde
Biggi Friedrichs, 29.11.2013



Wiebke von Hein, 06.09.2013

Mein nicht ganz erster Krimi aus dieser Zeit und diesem Milieu, aber ich muss erneut feststellen, daß mir Krimis und
Thriller aus der aktuellen Zeit bzw. dieses Jahrtausends sehr viel besser gefallen. Trotzdem eine gute Geschichte mit viel Hintergrundinformation.
Melanie Truhoel, 06.09.2013

Angiola Calori beschließt nach einem Theater besuch mit ihren Eltern Sängerin zu werden!
Früh verliert sie ihren Vater und lebt dann unter ärmlichen verhältnissen weiter bei ihrer Mutter!
Im Theater trifft Angiola das erste mal auf Giacomo Casanova!

Der berühmte Kastrat Appianino (Der bei Familie Calori zur Untermiete lebt) gibt Angiola gesangsunterricht!
Als Angiola von ihrer Mutter an deren geliebten verheiratet werden soll flieht sie mit Appianino und lebt erst unter falschen Namen in einer fremden Familie!

Auf ihrer Reise lernt sie dann Casanova kennen!


Tanja Kinkel hat wieder einmal einen sehr spannenden Roman geschrieben!
Tanja Brörmann, 12.08.2013

Dies ist der zweiter Roman der Autorin Tanja Kinkel, den ich gelesen habe. Casanova an sich ist eine faszinierende
Person der Historie. Deswegen hat mich die Geschichte auch gleich angesprochen.
Die Person der Angiola Calori war mir hingegen gänzlich unbekannt.
Die Autorin erzählt mit viel LIebe zum Detail die Geschichte zweier außergewöhnlicher Charaktere.
Wie gewohnt eine solide Leistung, allerdings ohne Suchtpotential.
Die Geschichte ist nett und gut recherchiert, liegt mir persönlich aber nicht so sehr.
Lena Prinzing, 12.08.2013

Ein historisches Lesevergnügen, um die große Liebe und einen Lebenstraum

Die kleine Angiola Calori entdeckt schon sehr früh ihren großen Traum, sie möchte eine berühmte Sängerin werden. Jedoch lebt sie in einer Zeit, im 17. Jahrhundert, in dem dieses Vergnügen für Frauen nicht gestattet ist. Heimlich übt sie für sich und besucht alle Opernveranstaltungen in ihrer Umgebung. Schnell verliebt sie sich in den großen Appianino. Er ist deutlich älter als sie und für ihn ist klar, dass die Gesangskunst nur für Kastraten reserviert ist. Eine wechselreiche Beziehung beginnt und Angiola kann das Herz des großen Meisters erobern. Er ermöglicht ihr, ihre Stimme weiter auszubilden. Doch hierzu muss sie viele schmerzliche Erfahrungen sammeln und ihre Familie hinter sich lassen. Angiola wird zum Kastraten Bellino und schreitet nun als männlicher Kastrat weiter durch ihr Leben.

Angiola verlässt ihre Familie. Zu diesem Zeitpunkt ist sie erst 14 Jahre alt, jedoch will sie ihre Mutter bereits mit ihrem eigenen Geliebten verheiraten. Angiola gelingt mit Appianinos Hilfe die Flucht und sie tritt das Leben eines verstorbenen Jungen an. Bellino.
Ein harter und beschwerlicher Weg beginnt.
Doch Angiola lebt weiter ihren Traum, der in folgendem Zitat sehr gut wiedergegeben wird:

"Weil Musik für mich etwas ist, das ich so ernst wie den Atem zum Leben nehme."

Das Buch ist in insgesamt 4 Kapitel unterteilt und die Reise von Angiola/ Bellino wird detailliert beschrieben. Doch erreicht sie ihr Ziel? Wird sie auf Dauer als männlicher Kastrat ihr Leben beschreiten? Welche Gefahren lauern in der Welt des 17. Jahrhunderts auf eine 14 Jährige?
All dies werde ich an dieser Stelle nicht verraten.

Persönliche Kritik:
Insgesamt erhält dieses Buch von mir nur 3 Sterne. Ich fand es von den Personenbeschreibungen und Spielorten sehr komplex beschrieben und teilweise hat es meine höchste Konzentration gefordert, den Faden nicht zu verlieren. Da ich Bücher jedoch lieber zur Entspannung lesen möchte, hat dieses Buch nicht das Ziel erreicht. Festzuhalten ist allerdings, dass die Autorin sehr detailverliebt ist und diese sehr liebevoll und feinfühlig beschreibt. Die Namensgebungen sind auf geschichtlichen Hintergründen begründet, erleichtern jedoch leider nicht den Lesefluss. Das Cover wirkt auf mich ansprechend und nach dem Lesen passt es sehr genau zu dem Inhalt. Das schwarz des Covers, umfasst für mich die vielen schweren Ereignisse die Angiola erleben muss und die Maske ihre Verwandlungsfähigkeit bzw. auch ihre Pflicht hinter einer Maske leben zu müssen.

Sehr empfehlenswert für Leser die historische Romane mit vielen ereignisreichen Spielorten lieben.
Yvonne Wassmann, 11.08.2013

Der Titel des Romans macht neugierig um was es bei dieser Verführung geht. Tanja Kinkel beschreibt sehr detailiert Orte
,Personen und Situationen. Die Geschichte Von Angiola Calori und Casanova ist sehr fesselnd geschrieben.
Tanja Kinkel, 09.08.2013

Tanja Kinkel war für mich noch ein unbeschriebenes Blatt. Ihre "Verführung" war daher ein sehr guter Anfang, in die
Welt ihrer historischen Geschichten einzutauchen. Die Geschichte beschreibt den schweren, entbehrungsreichen Weg eines jungen Mädchens, Angiola Calori, bis zur gefeierten Sängerin im Italien des 18. Jahrhundert. Sie muss bereits sehr früh ihre Mutter verlassen, um nicht an einen älteren Herren, mehr oder weniger, verkauft zu werden, um ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie entscheidet sich, ihr eigenes Leben zu leben. Ihre Liebe zum Gesang und auch zu einem sehr bekannten Kastraten, Appianino, helfen ihr bei dieser Entscheidung. Ihr Traum kann aber nur in Erfüllung gehen, wenn sie als der Junge Bellino verkleidet, als Kastrat geltend, ihre Ausbildung macht. Sie muss weg von ihrer Heimatstadt Venedig und führt ein abenteuerliches Leben bei ihrer neuen Familie, wo sie wegen finanzieller Zuwendungen von Appianino, aufgenommen wurde. Er stirbt leider früh und dann hilft auch Sie der Familie sich über Wasser zu halten. Liebe, Lust und Leidenschaft kommen natürlich auch nicht zu kurz, schließlich spielt auch Giacomo Casanova mit. Hier ist es aber eher Angiola als Bellino, der Giacomo verführt. Die Wortgefechte und der Humor, der darin mitspielt macht aus sehr viel aus, dass das Buch leicht zu lesen ist. Die Geschichte zeigt auch ein Sittenbild der damaligen Zeit. Adelige und reiche Gönner und Gönnerinnen können sich fast alles erlauben. Man muss mitspielen oder vor die Hunde gehen. Für mich in Summe ein Buch mit viel Liebe zum Detail, sehr schön herausgearbeiteten Charakteren und viel Humor und Leidenschaft. Sehr gut zu lesen und daher auch sehr empfehlenswert. Ich selbst bin dadurch neugierig auf ihre anderen Werke geworden, die Einzug in meine Bibliothek nehmen werden.
Axel Tschinkowitz, 30.07.2013

Die Geschichte von Giacomo Casanova ist wohl so glaube ich jedem bekannt, doch wird sie in diesem Buch so vollkommen
anders behandelt, als ich es bisher gewohnt war. Es ist zwar nicht so, dass Giacomo nicht der Verführer wäre, als den man ihn allgemein hin kennt, denn der ist und bleibt er das gesamte Buch hinweg, wie sollte es auch anders sein. Nein, es liegt viel mehr einfach daran, dass nicht allein er der Verführer ist, sondern, er teilweise auch zum Verführten wird und man einfach ein Spektrum an Gefühlen bei Casanova erlebt, dass man sich bei diesem Charakter der Geschichte einfach nur schwer vorstellen kann.

Denn noch viel wichtiger als Casanova ist in diesem Buch einfach Angliola Caleri, die vom Mädchen zum Kastraten und dann auf der Bühne gefeiert wird. Wobei mir da noch so einiges Neues aufgezeigt wurde, dass mir in diesem Maß nie bewusst war. Unter anderem auch, wie stark damals wirklich die Verbote hinsichtlich der Frauen und deren Auftritten auf der Bühne in Italien waren und wie anders es auch damals schon in anderen Ländern war. Ebenso erfährt man einfach extrem viel über das Leben eines Kastraten, wie dieses aussah, wie mit ihnen umgegangen wurde und vor allen Dingen auch, wie sich ein so früh im Leben kastrierter Junge, im Laufe seiner Entwicklung einfach vollkommen anders entwickelt, mit dem fehlenden Testosteron. Für mich auf jeden Fall viele spannende Dinge, die so nebenbei in die Geschichte mit eingeflossen sind, die ansonsten stark von den Künsten der Verführung auf vielfältige Weise, sowohl durch Körperlichkeiten, die damals scheinbar Gang und Gebe waren, wie aber vor allen Dingen auch durch die Musik, die Angliola so vortrefflich zu beherrschen scheint.

Was mich an manchen Stellen ein wenig gestört hat, war das Gefühl einer leichten Langatmigkeit der Geschichte, die mich in den Abschnitten ab und an überkam, als wäre es einfach etwas zu viel zwischen den eigentlichen Ereignissen gewesen, als hätte einfach alles ein bisschen schneller erzählt werden können, denn ab und an habe ich mir schon gewünscht, dass doch langsam mal der nächste Abschnitt kommen mag. Das kann zwar auch daran gelegen haben, dass die Geschichte, trotz ihrer Länge, nur in drei Abschnitte unterteil war und keinerlei Kapitel besaß, aber davon abgesehen, passiert manchmal doch längere Zeit nicht wirklich viel, was etwas anstrengend zu lesen war.

Trotzdem waren die Stellen, an denen etwas passierte, das Lesen auf jeden Fall wert, da man einfach eine emotionale Bindung zu Angliola aufbaut, die durch ihre sehr sympathische Art, die auch ihrer Zeit eindeutig ein ganzes Stück voraus ist, einem einfach ans Herz wächst und bei der man hofft, dass sie mit ihrer Verkleidung bloß nicht auffällt, so lange sie sich als Kastrat ausgibt, um der von ihr so sehr geliebten Musik näher zu kommen. Und vor allen Dingen ist ihre Beziehung zu Casanova sich gestaltet, hat einfach etwas Besonderes an sich, d
Themistokeles, 30.07.2013

Angiola,sechsjährig besucht zum erstenmal eine Theaterbühne und begegnet dort Casanova noch als Junge. Sie beschliest
von da an ein Bühnenstar zu werden.
Jahre später, Angiola als junge Dame herangereift soll den Geliebten ihrer Mutter heiraten. Ihr Ziel Sängerin zu werden verfolgt Angiola weiter und flüchtet mit ihren Gesangslehrer,einem Kastraten und sie verlieben sich ineinander. Er unterrichtet sie erfolgreich weiter. Zu den damaligen Zeiten waren Sängerinnen auf den Bühnen nicht überall zugelasen. So beschließt sie sich als Kastrat zu verkleiden mit einem künstlichen Penis.Kastraten waren immer wieder erotische Objekte für so manche Gesellschaften.Somit wird Angiola zu Belino, der Kastrat.
Nach verschiedenen Lebenswirren von Belino begegnet sie Casanova wieder. Der behauptet gleich das sie kein Kastrat sei,dazu hätte sie zu viele weibliche Merkmale.Mit seiner liebevollen und reizenden Art gibt er nicht auf nachzubohren und zu forschen.....Nach einigem hin und her outet sich Belino freiwillig gegenüber Casanova und zeigt ihm die wahre Identität. Sie verlieben sich so sehr ineinander das Casanova ihr sogar einen Heiratsantrag macht. Die Sängerkarriere nimmt weiter ihren erfolgreichen Lauf. Neben hocherotischen Szenen,erfolge und miserfolge in der Liebe, ist der Roman mit viel Spannung und Erotik durch alle Geselschaften gespickt. Es geht um Geheimnisse, Verrat, Intrigen, Rache und auch Mord.Nicht immer ist es leicht für Belino zu Ihrem Erfolg ohne Feinde zu kommen.
Kompakt und verständlich sind die 3 Kapitel für mich so geschrieben worden das Ich nie den Anschluss verloren habe. Hätte das Buch am liebsten in einem Stück lesen wollen.
Belino wird zu Calori, die große Sängerin. Sie erzählt allen die Wahrheit über sich und stöst auf positive Stimmen.Wie sich die Beziehungen (Mutter, Geliebter etc.) von Calori entwickeln möchte Ich hier nicht weiter verraten.Einfach selbst lesen und sich in den Bann der Kastraten und Verführer in Italien, verführen lassen.
Tanja Kinkel ist meiner Meinung nach ein erotisches, ereignisreiches, spanendes Buch mehr als gelungen über die frivolen Rokokozeiten. Die beschreibung einer Kastration hat mich echt geschockt.
Die Gestaltung des Buches mit dem integrierten LESEZEICHEN fand ich sehr bequem.
Das Buch kann man mehr als empfehlen.
Susanne Weiss, 26.07.2013

18. Jahrhundert, Rokoko, Italien - die große Zeit der Opernsänger. Die Kirche spielt eine Übergeordnete Rolle und so
verkaufen viele mittellose Familien ihre Söhne, lassen sie kastrieren, in der Hoffnung aus einem solchen Kastraten die perfekte Stimme zu bekommen, mit der sich die Familie aus dem Elend in den Wohlstand ziehen lässt.

Angiola Calori ist eine junge Frau, die im Alter von sechs Jahren das erste Mal eine Sängerin auf der Bühne erlebt und seitdem davon träumt, selbst einmal auf der Bühne zu stehen. Ihr Traum wird allerdings von dem Verbot gestoppt, dass Frauen im Kirchenstaat nicht in Chören und auf Bühnen auftreten dürfen.
Durch die Hilfe des Kastraten Appianino wird Angiolas Leben komplett umgekrempelt. Nicht nur, dass sie sich in den Sänger verliebt. Als ihre Mutter sie mit dem Professor verheiraten will, flüchtet sie mit Appianino und nimmt ein komplett neues Leben an, das Leben eines Kastraten. Dabei erlebt sie einige schöne, wie auch schreckliche Dinge, lernt ihre neue Familie kennen und lieben und lernt, was es heißt, ums Überleben zu kämpfen und für seine Familie zu sorgen.
Aber natürlich kommt die Liebe auch nicht zu kurz, denn Angiola lernt den wohl größten Frauenverführer Italiens kennen, Giacomo Casanova. Eine Achterbahnfahrt zwischen Hass und Liebe beginnt und es ist sehr spannend, was zwischen den beiden so alles passiert.

„Verführung“ von Tanja Kinkel ist ein, wie ich finde, sehr spannender Roman und zeigt doch sehr deutlich, worum es im Italien um 1744 ging, Erotik, Sänger und durch Geld zu zeigen, was man sich alles leisten kann. Und damit sind eben nicht nur materielle Dinge gemeint, sondern auch sexuelle Praktiken. Es wird deutlich, dass auch Kinder für die Familie sorgen müssen und Eltern für das Wohl der Familie doch sehr weit gehen und ihre jungen Töchter und Söhne den Wohlhabenden gerne ins Bett schicken.
Doch genauso zeigt es eine Frau, die Ehrgeiz hat und sich von den Regeln der Gesellschaft nicht unterdrücken lässt und alles für ihren Traum unternimmt, um ihn wahrwerden zu lassen. Das, muss ich sagen, hat mich sehr beeindruckt. Auch wie Tanja Kinkel die Gefühle und Ängste von Angiola beschreibt, fand ich toll.
Ich persönlich hätte mir ein wenig mehr Verführungen gewünscht.

Ansonsten sehr gelungen und vor allem sehr empfehlenswert. Daumen hoch.
Anne Poitzsch, 17.07.2013

Tanja Kinkels neuer Roman Verführung macht seinem Namen alle Ehre. Eine phantastische Liebesgeschichte zu Zeiten des
Rokoko, in der die körperliche Liebe scheinbar mehr zählt als die emotionale und gefühlte Liebe, kämpfen zwei faszinierende Persönlichkeiten für ihr Recht auf das gemeinsame Glück.

Ausgerechnet in einem Mann, in den vermeintlichen Kastratensänger Bellino soll er sich verlieben, der legendäre Frauenheld und große Romantiker Giacomo Casanova.
Weiß er tatsächlich das es sich dabei um eine Frau handelt? Eine Frau, die er in jungen Jahren zufällig im Theater kennen gelernt und die nun als Kastrat Bellino getarnt die Opernbühnen der Welt erobern will.
Diese Frau, Angiola Calori, ist bereit, seit sie das erste Mal die Macht der Musik erlebt hat, alles zu tun, um Bewunderung für ihre von Gott gegebene und dem Kastraten Appianino geschulte Stimme zu bekommen und reich und berühmt zu werden.
Auf diesem Wege kreuzt ihr Weg den Casanovas. Nach einer langen Phase gegenseitiger Verführung lassen sich die beiden auf eine leidenschaftliche Affäre ein. Können sie unter diesen Vorraussetzungen auf ein Happy End hoffen?
Pascal Polewka, 14.07.2013

Die Zeit des Rokoko ist nicht nur eine Zeit der überbordenden Verzierungen und fehlenden Symmetrie, die sich vor allem
in der Architektur zeigte, sondern auch eine Zeit, in der die Erotik einen neuen Stellenwert bekam. Welche Gestalt passte besser in diese Zeit, als der bekannte Frauenverführer Giacomo Casanova, der seine Bestimmungen, bzw. Berufe wechselte , wie seine Frauen.Diese schillernde Persönlichkeit stellt Tanja Kinkel in ihrem neuen Buch " Verführung ", neben einer uns weniger bekannten Frau,Angiola Calori,die einer der bekanntesten Sopranistinnen dieser Zeit war, in den Mittelpunkt.

Beide aus nicht adeligen Familien stammend und mit Müttern gesegnet, die mehr an ihrem eigenen Vorteil interessiert war, als an ihren Kinder, mussten die beiden sich schon früh durchkämpfen. Casanova , der eigentlich Medizin studieren wollte, dann aber die Rechte studierte , da dieses billiger war und später Theologie, da auch dies die preiswertere Variante für seinen Vormund war, lernte schon mit 12 Jahren die Liebe und im weiteren Verlauf die Verführungskünste an und bei Frauen kennen.

Angiola Calori, die von ihrer Mutter an einen alten Mann verheiratet werden soll,um gesellschaftliche Sicherheit für sich und ihre Mutter zu erreichen, verlässt schon früh ihr Elternhaus, um sich der Musik zu verschreiben. Da zu dieser Zeit Frauen im Kirchenstaat nicht singen durften, vor allem nicht in Kirchen, wurden die Söhne ärmerer Familien häufig vor dem Stimmbruch kastriert, um ihre hellen Stimmen zu erhalten. Für Angiola bleibt nur die Möglichkeit, sich in die Person eines Kastraten zu verwandeln, um ihrer Leidenschaft, der Musik, nachzukommen. Als Bellino verkleidet, lebt sie fortan als Mann und erlernt den Gesang. Später gibt sie sich als Frau zu erkennen und wird zu einer der bedeutendsten Sängerinnen des Rokokos.

Als diese beiden Persönlichkeiten aufeinander treffen,sprüht es nicht nur vor Erotik, sondern auch vor Musik.Tanja Kinkel schafft es, diese Zeit anschaulich und spannend zu beschreiben. Wir erleben in der Geschichte das Bologna, Venedig und Neapel des 18. Jahrhunderts,das dekadente Leben der Adeligen, aber auch das oft harte Leben der einfachen Leute, die nicht selten die Körper ihrer Kinder oder ihre eigenen verkauften , um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Kastraten hatten in dieser Zeit einen hohen Stellenwert, zumal, wenn sie es geschafft hatten, eine der besten Stimme des Kirchenstaates zu werden. Sie wurden verehrt wie "Rockstars" und hatten genauso ihre " Groupis " wie heute, vornehmlich in der höheren Gesellschaft. Es wurde nicht mit amourösen Angeboten gespart und ein erotisches Abenteuer mit einem Kastraten galt als sehr pikant, zumal die Frauen auch nicht Gefahr gingen, schwanger zu werden. Was die Kastration für die Männer selbst bedeutete ,interessierte eigentlich niemanden.

Frau Kinkel hat mit diesem Buch wirklich etwas Besonderes geschaffen. Nicht nur die Zeit
Marita Robker-Rahe, 12.07.2013

Dies war der erster Historsche Roman den ich bisher gelesen habe, bisher dachte ich dieses Genre sei nichts für mich.
Ich wurde eines besseren Belehrt. Sobald ich anfing zu lesen, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.

Es wird überwiegend aus der Sicht von Angiola Calori, welche Sängerin werden möchte, zu einer Zeit in der es Frauen nicht Erlaubt ist in Kirchen ihre Stimme zu erheben und Giacomo Casanova, der seinen Weg sucht, geschrieben, sodass man sich diesen Figuren sehr verbunden fühlt. Man erlebt ihre Gefühle und ansichten und erfährt eine Menge über das Leben zu dieser Zeit.

Ich kann es nur Empfehlen.
Daniela Wiechers, 11.07.2013

Klappentext
Als kleines Mädchen erlebt Angiola Calori eine Sängerin auf der Bühne und will fortan nur eines: selbst dort stehen und singen. Doch die große Musik wird damals nicht für Frauen geschrieben, sondern für Kastraten. Einer der größten wird ihr Lehrer und Geliebter. Um ihn begleiten zu können, schlüpft sie selbst in die Haut eines Kastraten. Noch als solcher verkleidet, begegnet sie 1744 Giacomo Casanova. Zwei begnadete Verführer prallen aufeinander.

Meine Meinung
Bevor ich das Buch las, kannte ich den Namen Casanovas, jedoch hatte ich mich nie weiter mit ihm beschäftigt, wusste nichts aus seinem Leben und von seinen Geliebten.
Das Buch von Tanja Kinkel beschäftigt sich mit Angiola welche ihren Traum verwirklichen und Sänger/Sängerin werden möchte, doch die größten Stücke werden zu dieser Zeit nur für die Kastraten geschrieben. Auf ihrer abenteuerlichen Reise trifft sie Giacomo welchen sie bereits im Kindesalter im Theater zufällig getroffen hatte.
Giacomo Casanova war einer der Söhne einer großen Sängerin Venedigs, doch seine Reise führte ihn an verschiedenste Orte. Unterwegs schlüpfte er in diverse Rollen, wie zum Beispiel die eins Abbate, Offiziers oder auch eines Spions. Mit seiner Schlagfertigkeit und einem unverwechselbarem Charme gelang es ihm Menschen und besonders die Frauen um die Finger zu wickeln. Frauen waren ihm gnadenlos verfallen, doch dann trifft er auf Angiola/Bellino, einer selbstbewussten, starken jungen Frau die nicht verführt werden will, sondern selbst verführen möchte...

Fazit
Ich lese wenige historische Romane, doch dieser hat mich wirklich überzeugen können. Tanja Kinkel hat Giacomo Casanova ein Gesicht verschafft ohne die reale Person außer Acht zu lassen. Die DarstellerInnen setzen sich miteinander auseinander und die Dialoge sind teils sehr tiefgreifend und berührend verfasst.
Die Welt zur damaligen Zeit wurde für mich sehr realistisch und anschauend erläutert, in ihrer Schönheit wie auch in ihrer Grausamkeit.
Manuela Leitner, 08.07.2013

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Dieses Buch ist ein Epos aus der Zeit des Rokkoko in Italien. Angiola Calori lebt mit ihren Eltern in Bologna,

während Giacomo Casanova in Venedig zuhause ist. Seine Mutter ist die bekannte Sängerin Zanetta. In der Oper sind sich die beiden Kinder damals zum ersten mal begegnet. Nachdem Angiolas Vater verstorben ist, vermietet ihre Mutter ein Zimmer an den Kastraten Appianino.  Angiola ist von dessen Gesang so fasziniert, dass sie ihn bittet, ihr Gesangsunterricht zu erteilen, Dann ver,ieben sich beide ineinander. Als dann auf Wunsch ihrer Mutter Anguiola einen alten Professor heiraten soll, entschließt sie sich, mit Appianino zu fliehen. Dieser bringt sie zu einerihm bekannten Familie, die erst kürzlich einen Sohn verloren haben. Dort soll Angiola als Kastrat ausgebildet werde und nunmehr Bellino heißen. Die Ausbildung ist schwer. Doch dann erhält Bellino schon einige Aufträge. In einem Gasthof, in dem die Familie untergekommen ist, lernen sie Casanova kennen. Dieser ahnt sofort, dass sich hinter Bellino eine Frau verbirgt. Angiola und Casanova verlieben sich ineinander, wir erfahren einige Abenteuer des jungen Mannes, der sich als Juris, Priester, Offizier und dergleichen ausgibt. Kastraten galten bei den höfischen Menschen teilweise auch als Lustknaben. Es geschehen einige erotische Szenen. Casanova ist es auch, der Angiola überredet, sich wieder als Frau zu zeigen und auch als Frau in der Oper aufzutreten. Das Buch ist voll von Rache, Intrigen, Lügen. Jeder Mensch muße damals schauen, wo er selbst bleibt und da waren ihnen so einige Mittel recht. Wir erfahren hier sehr viel über die Kastraten und deren Leben. Man brauchte diese verstümmelten Männer, weil damals in Italien keine Frauen in der Kirche singen durften. Anschaulich werden uns die Sitten bei Hofe dargestellt.Die Geschichte führt uns durch Städte wie Bologna, Venedig, Neapel, Ancona. Das Gold, der Prunk und die Pracht des Rokkoko stehen sich gegenüber dem Elend, dem Schmutz und der Sterblichkeit des einfachen Volkes. Ich habe mich durch die fast 500 Seiten hindurchführen lassenund so manches über die damalige Zeit dazugelernt. Dieser historische Roman hat mich keinesfalls enttäuscht  Hier wurde wieder nach der gewohnten Kinkelakrebie recherchiert

Elisabeth Ullmann, 21.05.2016

Tanja Kinkel führt ins in "Verführung" ins Rokoko im Jahre 1744.
Als Angiola mit ihren 6 Jahren im Theater ist und die Stimme der Zanetta hört ist für sie eines klar: sie will die Bühnen der Welt erobern. Doch da gibt es ein Problem: innerhalb des Kirchenstaats werden keine Frauen auf den Bühnen geduldet.

Allein diese Problematik legt den Grundstein für dieses Buch, denn so steht Angiola, Bellino, oder später auch Calori, vor der Entscheidung, die ihr Leben komplett verändern wird.
Als ihre Mutter, wenige Jahre nach dem Theaterbesuch, unmögliches von ihr verlangt, beschließt sie, als Kastrat verkleidet, zu fliehen und ein neues Leben zu beginnen. Gemeinsam mit ihrem Liebsten, Appianino, schmiedete sie eifrig Pläne, doch wie es sein muss, kommt es anders, als geplant.

Frau Kinkel schafft es, die Zeit sehr authentisch darzustellen, als sei es noch vor gar nicht allzu langer Zeit geschehen.
Dem Jahre angepasst ist da natürlich auch sowohl der Schreibstil, mit seinen langen und verschachtelten Sätzen, als auch die Wortwahl.
Viele der Wörter, die man im heutigen Sprachgebrauch schon gar nicht mehr vorfindet, sind jedoch selbsterklärend oder werden im Laufe des Lesens klar, so dass dieses keinerlei Hindernis darstellt.

Auch merkt man, dass einiges an Recherche im Vorweg gelaufen sein muss. Spätestens beim Nachwort und der Biografischen Darstellung fällt einem dies ins Auge.

Giacomo Casanova, oder auch nur Casanova, ist vielen ein Begriff.
Nicht umsonst stellt er den Verführer schlechthin dar. Auch das wird im Buch klar und deutlich beschrieben. Jedoch erscheint er zu Beginn des Buchen noch in einem ganz anderen Licht zu stehen. Erst im fortlaufender Handlung wird klar, weshalb er seinen "Titel" heutzutage hat.

Die Liebesbeziehung der beiden ist liebevoll und erläutert, wie bedingungslose Liebe sein kann, ohne einaner aufgeben zu müssen.

Angiola Calori tritt zunächst als 6-jähriges junges Mädchen auf. Doch nur wenige Jahre später muss sie sich für einen Lebensstil entscheiden, in dem sie zu einem ganz neuen Menschen wird: Bellino, einem Kastrat, der auf den Bühnen steht.

Die Coverwahl finde ich sehr passend, da sie an den Karneval in Venedig erinnert.
Die Maske könnte so durchaus sowohl für Angiolas Maskerade stehen, sowohl aber auch für Giacomo, der nunmal aus Venedig stammt.

Anfangs fiel es mir sehr schwer, in das Geschehen einzusteigen.
Das lag aber wohl eher daran, dass ich eher weniger historisches lese und mich daher auch erst einmal an den Sprachgebrauch gewöhnen musste. Leider ist mir dadurch auch viel wieder entfallen, so dass die Handlung für mich nicht immer schlüssig erschien, obwohl sie es jedoch war.
Saskia Maiwald, 24.08.2013

Dies ist der zweiter Roman der Autorin Tanja Kinkel, den ich gelesen habe. Casanova an sich ist eine faszinierende
Person der Historie. Deswegen hat mich die Geschichte auch gleich angesprochen.
Die Person der Angiola Calori war mir hingegen gänzlich unbekannt.
Die Autorin erzählt mit viel LIebe zum Detail die Geschichte zweier außergewöhnlicher Charaktere.
Wie gewohnt eine solide Leistung, allerdings ohne Suchtpotential.
Ich vergeben drei Sterne.
Lena Prinzing, 12.08.2013

Habe das Buch angelesen und gekauft. Meine Tochter rümpfte die Nase. "seit wann liest Du so einen Schrott,Mutter? Doch
Mutter amüsiert sich blendend mit dem Sommerschmöker auf Balkonien und lacht sich eins.
Es ist mein 1. Buch von Tanja Kinkel,jedoch mit Sicherheit nicht mein Letztes.
Ihr Schreibstil gefällt mir!
Stella, 05.08.2013

Angiola`s Geschichte ist faszinierend und aufregend. Eine mutige junge Frau, die ihr Geschlecht erst verheimlicht und
dann selbstbewusst als Frau ihren Weg geht. Eine Romanfigur die ich nicht vergessen werde. Ein wunderbares Buch...
osira, 04.08.2013

Facettenreich , Stark mit einer Spur Erotik erzählt Tanja Kinkel , die Geschichte der Sängerin Angiola und des Helden
Giacomo Casanova.

Das Leben , Leiden, der tägliche Kampf und Aufstieg der Opernsängerin Angiola und des Helden Giacomo Casanova , der die Gabe eines Chämelon besitzt , so oft kann er seine Rollen bei bedarf wechseln.Beide verbindet ihre Kindheit , das gleiche Schicksal Mütter die für ihre Kinder nie da sind und tote Väter. Einer möchte den anderen verführen und als Sieger hervor gehen. Aber beide möchte sein bisheriges Leben und Beruf für den anderen Opfern. Denn schon als Kind träumte Angiola davon auf den großen Bühnen der Welt zu stehen und zu Singen.

" Ein mitreißendes Buch über Träume Hoffnungen und Liebe "


Arietta, 04.08.2013

Kinkel ist nicht so mein Fall

Helmut Frank, 03.08.2013


Angiola Calori lebt bei ihrer Mutter. Der Vater ist tot und beide halten sich mehr schlecht als recht über Wasser. Eines Tages beginnt ihre Mutter ein Techtelmechtel mit einem angesehenen und reichen Mann. Als sich die Beziehung verfestigt, hofft die Mutter auf einen Heiratsantrag ihres Galan und damit das Ende ihrer Geldsorgen. Doch es kommt ganz anders. Anstatt ihr den Antrag zu machen, will er stattdessen die Tochter ehelichen. Tief getroffen verspricht die Mutter ihm die Hand ihrer Tochter.

Angiola hat sich währenddessen mit ihrem Untermieter, dem Kastraten Appianino angefreundet und ihre Liebe zu ihm und zur Musik entdeckt. Gemeinsam mit Appianio schmiedet sie den Plan, von zu Hause weg zu laufen und sich von ihm zu einem Sänger ausbilden zu lassen. Dazu muss sie zuerst zu einem Kastraten werden.

Giacomo Casanova wird von seiner Familie und seinem Vormund in die Rolle eines Abbate gedrängt. Auch wenn er die Vorteile dieser Stellung sieht, so widerstrebt es ihm irgendwelche Gelübde abzulegen und begibt sich eher auf Reisen. Denn das weibliche Geschlecht hat so viel zu bieten.
Die Autorin entführt den Leser nach Italien zur Zeit des Rokoko. In zunächst zwei Handlungssträngen lernt der Leser zuerst Angiola kennen. Eine junge Frau, die die Musik bald so sehr liebt, dass sie dafür ihre Familie verlässt. Da zu diesen Zeiten Frauen in einem Kirchenstaat nicht singen durften, muss Angiola zu einem Kastraten werden. Fortan nennt sie sich Bellino, erlernt den Gesang und kann einige Auftritte meistern. Als ihre Bekanntheit wächst, gibt sie sich als Frau zu erkennen und geht damit als eine der bedeutendsten Sängerinnen des Rokokos in die Geschichte ein.

Den zweiten Handlungsstrang beherrscht Giacomo Casanova. Als Frauenheld bekannt geworden, wollte der junge Casanova eigentlich zunächst Medizin studieren, ehe er Jura studieren musste. Als sein Vormund ihn dann wegen der Kosten zu einem Theologiestudium drängt, lernt er bereits mit 12 Jahren die Geheimnisse der Liebe und die Verführungskünste. Fortan konzentriert er sich mehr auf die Frauen und weniger auf die kirchliche Laufbahn.

Diese beiden starken Persönlichkeiten treffen schließlich aufeinander und es fliegen nicht nur verbal die Fetzen. Die Wortgefechte zwischen Angiola und Casanova fand ich sehr lesenswert, da sie ausgetragen wurden, ohne den anderen zu verletzen oder das Gesicht zu verlieren.

Natürlich ist auch sehr viel Erotik dabei mit im Spiel, aber das habe ich bei einem Buch über Casanova auch erwartet.

Die Autorin hat in diesem Buch zwei reale Persönlichkeiten zum Leben erweckt und ihnen einen Charakter auf den Leib geschrieben, der wie die Geschichte selbst, glaubhaft und überzeugend wirkt. Auch das Umfeld der beiden wird näher beleuchtet und der Leser erhält einen Einblick in das Leben in Bologna, Venedig, Pesaro, Ancona und Neapel im 18. Jahrhundert. Das Buc
Carmen Vicari, 19.07.2013

Tanja Kinkel erzählt den Lebensweg von Angiola Calori, die von der Musik, der Oper und dem Gesang so fasziniert ist,
dass sie unbedingt an großen Opern singen möchte. Frauen dürfen nicht singen, die Frauenrollen werden von Kastratensängern übernommen. Angiola lernt einen großen Kastratensänger kennen und lieben. Sie flieht mit ihm und beginnt eine Ausbildung als Sängerin. Dazu muss sie in die Rolle eines Kastraten schlüpfen. Als Angiola Casanova begegnet, verliebt sie sich in ihn. Casanova ahnt, dass Angiola eine Frau ist.

Tanja Kinkel passt sich sprachlich der Zeit an, in der die Geschichte spielt, Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie erzählt auf sprachlich sehr hohem Niveau. Insbesondere die Dialoge zwischen Angiola und Casanova sind erwähnenswert. Die beiden bieten sich unglaublich gute Wortgefechte.

Tanja Kinkel teilt diesen Roman in 4 große Teile: Teil 1 Angiola, Teil 2 Bellino, Teil 3 La Calori,Teil 4 Finale. Wir erleben einzelne Erzählstränge aus der Sicht der Sopranistin Angiola Calori, dann wieder aus der Sicht von Casanova. Angiola und Casanova begegnen sich und sind beide voneinander fasziniert. Doch keiner der beiden ist bereit, sein Leben für den anderen aufzugeben. Angiola, die ihr Leben als Frau aus Liebe zur Musik aufgegeben hat und sich aus den Zwängen der Frauenrolle dieser Zeit befreit hat, stellt die Musik über alles.

Angiola erfährt in diesem Roman eine Entwicklung, von der kleinen Angiola, deren Mutter ein total anderes Leben für ihre Tochter vorgesehen hat, zum Kastraten Bellino, bis zur La Calori, die die Oper für die Frauenwelt zurückerobert und eine Vorreiterin ihrer Zeit ist.

Casanova rückt sich mit mehr oder weniger erfundenen Geschichten ins Rampenlicht und fasziniert die Frauenwelt. Kein Rock ist vor ihm sicher.

Ein Roman um große Gefühle, Erotik zur Zeit des Rokoko und Sinnlichkeit. Wir bekommen einen detailierten Einblick in das Leben der Menschen in dieser Zeit, in die Willkür und Dekadenz der Adeligen, dem schweren Alltag der kleinen Leute. Insbesondere die Problematik von Frauen und Kindern wird von Tanja Kinkel in diesem Roman herausgearbeitet. Angiola verstösst gegen die Gepflogenheiten dieser Zeit und führt ein selbstbestimmtes Leben, muss aber auf viele Dinge verzichten und lebt ständig in der Gefahr, entdeckt zu werden.


Laut dem Nachwort von Tanja Kinkel war Angiola eine der berühmtesten Sängerinnen des Rokokos. Über ihre Jugend und den Beginn ihrer Karriere ist nichts bekannt. Auch von Casanova gibt es zwar viele Berichte, trotzdem liegt ein Teil seines Lebens im Dunkeln.

Tanja Kinkel hat hier sehr genau recherchiert. Das Resultat aus Recherchearbeit und Fantasie hat die Autorin zu einem Roman um zwei interessante Figuren verwoben und uns dabei so nebenbei interessanten Geschichtsunterricht erteilt.

4/5 Sterne für diesen Einblick in das Leben z
Biggi Friedrichs - Bibliothek der vergessenen Bücher, 17.07.2013

In ihrem neuen Buch hat Anja Klinkel auf ein neues bewiesen das sie zu den Besten gehört!!!!!

Andrea Bock, 15.07.2013

Das muss man unbedingt gelesen haben.

Angelo, 14.07.2013



Claudia Mattusch, 11.07.2013

Muß man wie alle Bücher von Tanja Kinkel gelesen haben.

Hiltrud Loesch-Braun, 05.07.2013

Wer diese Buch nicht liest, verpasst etwas...wunderbar.....

Susanne Jensch, 03.07.2013

Ich habe schon mehrere Bücher von Tanja Kinkel gelesen und wurde bisher nie enttäuscht. Auch die Leseprobe zu
"Verführung" ist sehr vielversprechend und ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Jennifer Rehbock-Reiner, 25.06.2013

die Leseprobe trägt dem Titel des Buches Rechnung;sie verführt zum unbedingten weiterlesen wollen.Sehr
anschaulich,Detailgetreu und doch leicht ist der Schreibstil;so wie man ihn von der Autorin kennt!Die Liebe zu geschichtlich/architektonischen Genauigkeiten sind ihr Markenzeichen und umhüllt die Geschichte der Protagonisten sanft wie ein Tuch!Ich hoffe sehr,in den Genuß des "fertig-lesens" kommen zu dürfen!
Annemarie Beifuss, 17.06.2013

Wie immer schafft es Tanja Kinkel, den Leser gleich in eine andere Welt und in eine andere Zeit abtauchen zu lassen. Ihr
Schreibstil verführt den Leser, umgarnt und packt ihn, bis er nicht mehr aufhören kann zu lesen ... Die Reise ins Venedig im Mittelalter hat begonnen!
Nicole Müller, 17.06.2013

Eindrucksvoll schnell entführt diese Leseprobe in eine ganz andere Welt. Der ehrbare Beamte Calori reist mit Frau und
Tochter nach Venedig. Dort lernen sie das Leben in dieser ehr leichtlebigen Stadt kennen, für Signor Calori eine ziemliche Herausforderung, seine Vorstellung von Anstand und was sich gehört, wird umfangreich in Frage gestellt, in Venedig herrschen andere Sitten als im braven Mailand. Dann verschwindet das Töchterchen, dann die Geldbörse des Signors.
Einige Jahre später ist der Signor verstorben, die Familie leidet Not bis der Kastratensänger Appianino als Untermieter einzieht...

Die Sprache ist eingängig, ganz schnell ist man in eine andere Welt versetzt, mit harten Sitten und hartem Leben. Die Figuren sind einprägsam, die verschwenderische Lucia, Angiola, die früh Verantwortung und Selbständigkeit lernen muss....
Sabine Herlan, 16.06.2013

Die Leseprobe war zu kurz. Wie gehts weiter oder gibts noch eine weitere Leseprobe?
Das Buch ist spannend, aber auch erotisch geschrieben.
Sigrid Vondraschek, 15.06.2013

Das Cover ist sehr ansprechend und die Inhaltsangabe macht neugierig auf mehr. Bin schon gespannt auf das Buch!

Sabrina Brandl, 15.06.2013

Der Titel macht mich neugierig und klingt vielversprechend. Ich bin schon gespannt auf den Inhalt und erwarte mit
großer Neugier das Erscheinen und Lesen des Buches.
Roswitha Rudolph, 15.06.2013

Das Cover hat mich sehr angesprochen! Bin mal gespannt was uns da erwartet?
Casanova und Verführung passt ja irgendwie. Und von einer deutschen Autorin, wieso nicht?
Maria Schwarz, 15.06.2013

Casanova und Heiratsantrag? Das allein klingt schon spannend. Und das Buch beginnt mit den Worten Marmor, Palazzi und
Mailand. Dieses Buch scheint gut zu werden. Bin gespannt.
Claudia Göltzer, 15.06.2013



Carolin Rewel, 15.06.2013

Also der titel macht mich ja schon neugierig. Deutsche Autorinnen lese ich sehr gern und ich würde gern wissen, wie es
mit der Liebe weitergeht zwischen dem Casanova und Angiola. Ich bin gespannt, das wird besimmt lesenswert.
Von ihr habe ich schon Im Schatten der Königin gelesen und fand es sehr gut!
Antje Baumann, 14.06.2013
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