Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Da vorne wartet die Zeit

9783426226407
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Klappenbroschur, Droemer HC
02.09.2013, 272 S.

ISBN: 978-3-426-22640-7
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Roman

Die Menschen in der Stadt am Waldrand. Sie leben miteinander, sie leben nebeneinander her, sie sind allein, sie sterben - und doch hängen sie und ihre Schicksale alle zusammen: Der Kriminalpolizist, der einer grausamen Entführungsserie auf der Spur ist, das Mädchen aus gutem Hause mit dem unsagbaren Geheimnis, der weise Forscher der Zeit und die Mutter, die ihre kleine Tochter verliert. Sie alle leben in der Stadt am Waldrand, und sie alle sind mit dem Tod konfrontiert. Und mit der Zeit, die sich in der Unendlichkeit verliert. Ein geschickt konstruierter, sprachgewaltiger Roman - von Spiegel-Bestsellerautorin Lilly Lindner.

Leselounge

Die Autorin

Lilly Lindner

Portrait von Lilly Lindner

Lilly Lindner wurde 1985 in Berlin geboren. Bereits mit fünfzehn begann sie autobiographische Texte und Romane zu schreiben. Ihr Debüt ...

zur Autorin Bücher von Lilly Lindner

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Pressestimmen

"Die junge Autorin schreibt ihren Leser mit ihrer poetischen und wortgewaltigen Sprache direkt ins Herz und lässt sie mit unzähligen Gedanken und Gefühlen zurück, die man nicht in Worte fassen kann."

leseluchr.de, 28.03.2016

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Ein riesengroßes Puzzle aus Sterbenden
Irgendwie wollte dieses Buch "da vorne wartet die zeit" von Lilly Lindner nicht wirklich zu mir kommen, ich habe mich sehr schwer getan, überhaupt damit anzufangen. Als ich es dann zu Ende gelesen hatte, wusste ich auch warum. Fazit also: absolut nicht meins. In jedem Kapitel wird eine neue Person vorgestellt, meistens gleich zu Anfang mit Namen. Die Namen klingen für mich alle wie die Filmnamen von Hollywoodstars aus den fünfziger Jahren: Rachel Hart, Valentin Fall, Evelyn Starlet, Mike King, Liana Lake. Oft wird auch gleich das Alter dazu genannt. Also nun mit Alter, vorn das Kapitel: Rachel Hart (Kap. 15, 16 Jahre alt), Valentin Fall (Kap. 20, 7 Jahre alt), Evelyn Starlet, Mike King, Liana Lake (Kap. 3 / 32 Jahre alt).
Alle Personen haben irgendwelche Superlative vorzuweisen, so ist z. B. Jenny Emmet (14) das blasseste Mädchen der Stadt oder Valentin Fall (7) der phantasievollste Junge der Stadt. Rachel Hart (16) ist das beliebteste Mädchen der Klasse.
Evelyn Starlet, die Bestbezahlte, wohnt im höchsten Wolkenkratzer der Stadt und trägt die teuersten Kleider der Welt.

Diese ganzen Superlative nützen zwar nichts, denn am Ende sterben sie alle. Wenn nicht sofort, dann wird doch wenigstens ihr Tod vorhergesagt, in absehbarer Zeit, versteht sich. Sie sterben an Krebs, verbrennen, verbluten oder ertrinken. Und wenn sie nicht selbst sterben, dann wenigstens jemand aus ihrer Verwandtschaft. Oder sie verschwinden – auf Nimmerwiedersehen. Und sterben oder verschwinden tun natürlich nur die, deren Nichtmehrvorhandensein den Übrigbleibenden am meisten weh tut. Womit wir wieder einen Superlativ hätten.
Ach ja, Selbstmorde gibt es auch und zwar reichlich. Man kann sich aufhängen, man schluckt Tabletten, schneidet sich die Pulsadern auf oder man erhängt sich an einem Baum.
Das Schreiben dieses Buches diente sicher der Autorin zum Verarbeiten dessen, was ihr angetan wurde, und das ist auch gut und richtig so. Ob es dem Leser dienlich ist und wenn dann wozu, sei dahingestellt.
Abschließend noch etwas Positives: Die Kapitel 3 und 20 sind wunderschön geschrieben, hier geht es jeweils um Kinderphantasien, draußen im Wald (Kapitel 3) oder drinnen im Kinderzimmer (Kapitel 20).
Für diese beiden Kapitel der Kinderphantasien gibt es von mir einen Stern. Mehr Sterne kann ich hier beim besten Willen nicht vergeben, leider – denn das Lesen von Minuslektüre überlasse ich lieber anderen.
ninchenpinchen, 13.07.2015

Inhalt:
Eine Stadt am Waldrand, irgendwo auf dieser Welt, bewohnt von Menschen, wie sie alltäglicher nicht sein könnten. Sie leben zusammen, jeder für sich selbst, leben, lieben und sterben – doch letztlich ist alles verbunden, durch einen seidenen Faden, der das Gefüge zusammenhält, die Leben untrennbar macht. Eine Entführungsserie, die die Stadt in Atem hält, ein Kriminalpolizist, der Antworten sucht, ein kleiner Junge, der seine Mutter vermisst, eine Mutter, die spurlos verschwindet und ein Mädchen, welches die ganze Wahrheit kennt. Sie wohnen alle in dieser Stadt am Waldrand, kennen sich womöglich, teilen ein Schicksal – jeder auf seine Weise. Diese Begebenheit ist aber nicht das einzige Konstrukt, viele solcher Geschichte findet man in der Stadt vor, eines haben nahezu alle gemeinsam – sie verlieren sich in der Zeit, bis sie anhält und dann, dann wartet sie da vorne, die Zeit.

Meine Meinung:
Mir war nicht ganz klar, was ich mir von diesem Buch erwarten sollte – eine Stadt, nun gut, sie gibt vielen Menschen ein Schicksal und formt deren Leben, aber wie möchte man diese gewaltige Kraft in eine Geschichte pressen – gesagt sei, obwohl es vielleicht ein wenig den Anschein von Unmöglichkeit hat, gelingt es Lilly Lindner mit Bravour.

Mehr als 20 Geschichte über Menschen finden ihren Platz, die meisten miteinander verstrickt, wenn es auch nicht gleich so offensichtlich ist und man erst einmal von anderen Schicksalen gefangen genommen wird, bis man wieder zu einem anderen zurückkehrt und die Gegebenheiten als Gesamtes sehen kann. So viele Menschen, bedeuten natürlich auch sehr viele Name und ich gebe es gerne zu, da bin ich dann und wann gestolpert, musste zurückblättern, weil ich die einzelnen Personen jetzt nicht mehr unbedingt einordnen konnte, dass sie vorkamen, war sofort im Gedächtnis, nur ihre Geschichte, die verlor sich ein wenig in diesem ganzen Geschichtengeflecht.

Und eigentlich gibt Lilly Lindner einen Lesetipp für das Buch, auch wenn er erst viel zu spät im Buch auftaucht:
Und während Helena sich erinnert, an all diese Menschen, die sie nur von den Worten aus ein paar bedruckten Seiten kennt, da fällt ihr mit einem Mal auf, dass diese Geschichten sie genau so berühren, wie sie geschrieben wurden – nicht als Buch, das man in einem Atemzug durchliest, nicht als Text, den man mit Leichtigkeit verschlingt, sondern Geschichte für Geschichte, ein ganzes Leben, verfangen in einem großen Ganzen, mit einer Erkenntnis, zum Ende hin so schön und traurig zugleich, dass fernab der Zeit und der Stelle ein jedes Wort von Hoffnung spricht. (Seite 176)
Und vielleicht sollte man so genau durch das Buch gehen, scheibchenweise, nicht in einem Rutsch durch, weil es stimmt, die einzelnen Schicksale gehen ein wenig unter, wenn man das Buch durchliest, ohne Pause. Der Schrecken verliert sich, weil alles irgendwie ein bisschen traurig ist und dann die T
Yvonne Ranacher, 12.11.2013

Da vorne wartet die Zeit ist der dritte Roman von Lilly Lindner.
Ich war sehr gespannt drauf und wurde definitiv überrascht.
Direkt zu Beginn fiel mir auf, dass dieser Roman etwas völlig anderes ist als ihre bisherigen Werke.
„Da vorne wartet die Zeit“ handelt vom Leben und vor allem vom Tod.
In einer Art dokumentarischer Erzählung berichtet Lilly von verschiedenen Personen, die fast alle etwas gemeinsam haben. Sie sterben.
Zum Ende hin verknüpft sie diese Personen und ihre Geschichten geschickt. Dennoch schaffte die Autorin es diesmal nicht, mich so zu begeistern wie mit ihren Vorgängern.
Obwohl ich es eigentlich immer gut finde, wenn Autoren sich mal von ihrem Schema trennen und eine völlig neue Richtung einschlagen, schaffte Lilly Lindner es nicht mich damit zu überzeugen.
Zum einen hatte ich das Gefühl, dass die Personen zu blass erscheinen, zum anderen hatte ich absolut nicht mit einer Art „Dokumentation“ gerechnet und hätte dann von dieser einfach etwas mehr Detail erwartet.
Unverkennbar ist aber ihr Schreibstil geblieben. Sie spielt mit Worten und Satzzeichen, schaffte es aber auch damit einfach nicht mich erneut in ihren Bann zu ziehen.
Somit möchte ich abschließend sagen, dass ich diesen Roman zwar okay fand, jedoch mehr erwartet habe und mir etwas mehr „Feinheiten“ gewünscht hätte.
© Michaela Gutowsky
Michaela Gutowsky, 09.10.2013

Wieder einmal fehlen mir die Worte bei Lilly Lindners Buch. Es ist unglaublich schwierig die eigene Meinung über dieses
Buch in Worte zu fassen, die einfach zu wenig Umfang haben.
Hier mein Lesetipp, auch auf die Gefahr hin, dass ich das Buch in den Himmel lobe...

Die Stadt am See.
Die Stadt am Waldrand.
Ein Buch über das Leben – und den Tod, der Unvorhersehbarkeit der Zeit und unterschiedlichen Schicksalen, die sich auf überraschenden Wegen verbinden.

Es ist einfach genial, wie Lilly Lindner in jedem Kapitel eine Geschichte erzählt und sie Stück für Stück zu einer einzigen zusammenfügt! Sie macht ihr eigenes Ding und hat etwas Außergewöhnliches geschaffen.

Das Cover ist wieder einmal traumhaft und wunderschön. Frau Lindner behält das blau-schwarz ihrer anderen Bücher bei. So ist es gleichzeitig relativ schlicht und eben überhaupt nicht.

Die Personen in dem Buch sind besonders. Ich sollte besser sagen, sie sind einfach normal (meist) und echt, wie es nur selten zu finden ist. Jede dieser kleinen Lebensgeschichten hat mir eine Gänsehaut nach der anderen verursacht.

Wenn selbst die Danksagung ein Kunstwerk der Worte ist, wenn selbst diese eine Seite Gänsehaut verursacht... Und allein der Titel! Wieder einmal bin ich geflashed von Lilly Lindner ruhigen Worten. Sie ist echt die begnadetste, wortgewandteste Autorin von der ich je ein Buch gelesen habe!

Für Lilly Lindners Worte braucht man Zeit, ansonsten fließen sie an einem vorbei. Ich habe mir die Zeit genommen und ein -meiner Meinung nach- Meisterwerk gelesen. Ein Buch mit Tiefe das mich absolut überzeugt hat!
Josefine Lübke, 06.09.2013

Ich bin schon sehr gespannt auf das neue Buch von Lilly Lindner!

Milasun, 17.08.2013
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