Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Der Fall Peggy

9783426276112
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Hardcover, Droemer HC
02.05.2013, 344 S.

ISBN: 978-3-426-27611-2
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Die Geschichte eines Skandals

Ein Mädchen verschwindet. Ein Mann wird verurteilt. Ein Skandal beginnt.

Ein Fall, der das ganze Land bewegt: 2001 verschwand die 9-jährige Peggy Knobloch aus dem oberfränkischen Lichtenberg spurlos. Der geistig zurückgebliebene Ulvi Kulac wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Es gab keine Zeugen, keine DNA, keine Blutspuren, keine konkreten Beweise und vor allem – keine Leiche. Ina Jung und Christoph Lemmer, die über viele Jahre den Fall investigativ recherchiert haben, weisen nun nach, dass die Polizei gezielt auf die Verurteilung von Ulvi Kulac hingearbeitet hat – nicht, weil er der Täter war, sondern damit der Fall endlich zu den Akten gelegt werden kann. Kein Justizirrtum, sondern – schlimmer – ein systematisches Fehlurteil auf Betreiben von Politik und Justiz. Doch es gibt Hoffnung: 2014 wird das Verfahren wieder aufgenommen, auch dank der Recherchen des Autorenduos. Ina Jung und Christoph Lemmer erzählen in diesem Buch den Fall Peggy neu und mit bisher unbekannten Fakten – und decken eine beklemmende Wahrheit auf.

Was seit der Veröffentlichung dieses Buches geschehen ist, erfahren Sie im aktuellen Update „Der Fall Peggy – Die Wiederaufnahme“ – Das eBook ist überall im Online-Buchhandel erhältlich!

Leselounge

Die Autorin

Ina Jung

Portrait von Ina Jung

Ina Jung ist Journalistin und Filmautorin beim Bayerischen Fernsehen. Für das Drehbuch zu dem auf dem Fall von Peggy Knobloch basierenden Spielfilm ...

zur Autorin Bücher von Ina Jung

Der Autor

Christoph Lemmer

Portrait von Christoph Lemmer

Christoph Lemmer, geboren 1961 in West-Berlin, studierte BWL und arbeitet seit 1980 als Journalist für Printmedien und Hörfunk.

zum Autor Bücher von Christoph Lemmer

Video

Pressestimmen

"Ina Jung kennt den Fall Peggy wie kein anderer - seit 2006, also seit sieben Jahren recherchiert sie daran. Nun hat sie zusammen mit einem Co-Autor, dem Journalisten Christoph Lemmer, ein Buch geschrieben. Es ist die Geschichte eines Skandals, wie sie sagt. Und sie hofft, dass diese Geschichte die Menschen aufrüttelt - und ihnen zeigt, wie schnell man in U-Haft kommen kann."

Tölzer Kurier, 23.04.2013

"'Der Fall Peggy. Die Geschichte eines Skandals' von den Journalisten Ina Jung und Christoph Lemmer ist die erste umfassende Darstellung der Ereignisse."

Die Welt, 02.05.2013

"Im Fall der vor zwölf Jahren in Oberfranken verschwundenen Peggy konzentrieren sich die Ermittlungen derzeit auf einen 29 Jahre alten Mann aus Halle in Sachsen-Anhalt.<br /> Es handelt sich bei dem Mann um die Person, die die Journalisten Ina Jung und Christoph Lemmer in ihrem im Mai erschienenen Buch "Der Fall Peggy" beschreiben und als potenziellen Täter benennen."

Süddeutsche Zeitung, August 2013

"Im Fall der vor zwölf Jahren in Oberfranken verschwundenen Peggy konzentrieren sich die Ermittlungen derzeit auf einen 29 Jahre alten Mann aus Halle in Sachsen-Anhalt.<br /> Es handelt sich bei dem Mann um die Person, die die Journalisten Ina Jung und Christoph Lemmer in ihrem im Mai erschienenen Buch "Der Fall Peggy" beschreiben und als potenziellen Täter benennen."

Süddeutsche Zeitung, August 2013

"Wende im Fall Peggy: Zwölf Jahre nachdem das Mädchen in Oberfranken verschwunden ist, rückt ein 29-jähriger Mann aus Halle (Sachsen-Anhalt) ins Visier der Ermittler.<br /> Die Polizei hatte ihre Ermittlungen 2004 wegen des Geständnisses eines geistig behinderten Gastwirtssohnes fallen gelassen. Der Journalist Christoph Lemmer macht den Ermittlern nun schwere Vorwürfe. Er glaubt, dass seit neun Jahren der falsche Mann in Haft sitzt.<br /> Der Journalist Christoph Lemmer beschäftigt sich seit Jahren mit dem Fall Peggy. Er hat mit Ermittlern gesprochen, vor Ort recherchiert und hatte Einblick in sämtliche Akten des Falls. Gemeinsam mit Ina Jung hat er das Buch "Der Fall Peggy - Die Geschichte eines Skandals" veröffentlicht. Er kritisiert die Arbeit der Ermittler."

Münchner Merkur, September 2013

"Ein Buch, das allerdings für deutsche Justiz ein trauriges und zugleich erschreckendes Bild abgibt. Diese Buch müsste eigentlich Staub aufwirbeln, Diskussionen auslösen - und zu Konsequenzen führen."

buchlemmi.de, September 2013

"Ina Jung arbeitet als Journalistin und ist auch als Regisseurin und Filmbuchautorin tätig. Christoph Lemmer arbeitet als Journalist für den Hörfunk und die Printmedien. Gemeinsam gelingt es ihnen eine furchtbare Tragödie zu durchleuchten und dafür zu sorgen, dass "Der Fall PEGGY" wieder neu aufgerollt wird. Ihrer Courage und ihrem Einsatz für die Wahrheit kann man nur großen Respekt zollen.<br /> <br /> Den Autoren wünschen wir an dieser Stelle auch weiterhin viel Glück und Mut, um für die Gerechtigkeit einzustehen und zu kämpfen."

sfbasar.filmbesprechungen.de, September 2013

"Es ist einer der spektakulärsten und mysteriösesten Kriminalfälle in Deutschland (...) Am Donnerstag beginnt nun sein Wiederaufnahmeverfahren am Landgericht Bayreuth. Mit dazu beigetragen haben die beiden Journalisten Ina Jung und Christoph Lemmer, die in ihrem Buch 'Der Fall Peggy' neue Fakten und Spuren recherchiert haben."

TVO Fernsehen für Oberfranken, 02.04.2014

"(...) Das Buch ist auch dafür geeignet, einfach noch mal alles, was diesen Fall betrifft, von einer etwas intensiveren Seite zu betrachten, oder um einfach noch mal alles, was diesen Fall ausmacht, in seinem Kopf zu sortieren."

literaturlounge.eu , 25.07.2016

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Das Schicksal von Peggy beschäftigt mich schon lang. An diesen Vermisstenfall kann ich mich noch gut erinnern, mich
beschäftigen Kinderschicksale immer sehr und damals dachte ich, nicht schon wieder ein verschwundenes Kind.
Dass es Ungereimtheiten in diesem Fall, vor allem mit der Verurteilung, gibt, habe ich am Rande mitbekommen und seit ich von dem Buch erfahren habe, wollte, ja musste ich es unbedingt lesen.

Den Autoren gelingt es sehr gut, den Fall aufzurollen und das Leben der kleinen Peggy zu schildern. Ein Kind, was früh selbständig werden musste und sehr häufig auf sich allein gestellt war. Peggy war als Rumstreunerin bekannt, da sie sich die Zeit oft in Lichtenberg vertrieben hat, bis abends ihre Mutter zuhause war. Sie war einsam und hat die Zeit auch in Gaststätten verbracht, die eher als anrüchig galten. Peggy hat ein trauriges Leben geführt und seit Sommer 2000 ist aus dem fröhlichen Kind ein trauriges, in sich zurückgezogenes Kind geworden, doch ihr persönliches Umfeld hat es kaum wahrgenommen, es wurde hingenommen. Es ist davon auszugehen, dass Peggy sich nicht geborgen gefüllt hat.

In weiteren Abschnitten werden die verschiedenen Ermittlungsansätze sehr klar, deutlich und nachvollziehbar geschildert. Wenn ein Kind vermisst wird, dann sind noch mehr Emotionen im Spiel. Man spürt praktisch auch den Druck, welcher auf den Ermittlern lastete, Peggy und/oder den Mörder zu finden.

Den Autoren gelingt es sehr gut, die Widersprüche die zur Verurteilung von Ulvi geführt haben, nachvollziehbar zu schildern und auch die juristischen Begründungen zu hinterfragen.
Ungereimtheiten werden beleuchtet und mit Beispielen untermauert. Zeugen manipuliert, Aussagen widerrufen, so dass diese dann nicht mehr Gegenstand eines Gerichtsverfahrens waren.
Ulvi wird ohne Leiche verurteilt, nur auf Grund eines (widerrufenen) Geständnisses, bei welchem sein Anwalt NICHT anwesend war und das Aufnahmegerät defekt war. Lässt man sich all diese Ungereimtheiten durch den Kopf gehen, ist man schockiert, dass dies im deutschen Rechtsstaat passieren konnte.

Ein Buch, über das Schicksal von Peggy und Ulvi, dass ich nicht vergessen kann und welches mich nachdenklich zurücklässt, einerseits, was das Mädchen in ihrem kurzen Leben durchmachen musste, die Ungewissheit, was mit ihr passiert ist, ob sie vielleicht noch lebt und wenn ja unter welchen Umständen und anderseits, warum Ulvi Kulac verurteilt worden ist, Geständnisse erzwungen worden und Zeugen beeinflusst worden sind, ihre Aussage zurück zu ziehen, damit der Tathergang weiterhin stimmig ist. Unglaublich und das im deutschen Rechtsstaat, ein Justizskandal sondergleichen.

Meine Hochachtung für Ina Jung und Christoph Lemmer für den Mut sich den Fall anzunehmen, sich der immensen und kräftezehrende Recherchearbeit zu stellen, um den unglaublichen Justizskandal in dem vorliegenden Buch zu veröff
Sylvia Lüdke, 03.01.2014

Der 07.Mai 2001 war kein Tag wie jeder andere, schon gar nicht für die 9-jährige Peggy Knobloch. An diesem Tag
verschwand Peggy spurlos. Eine groß angelegte Suche nach dem Mädchen verlief bis heute ergebnislos. Keine Leiche, keine Erpressungsforderungen, keine Ergebnisse bis heute.
Das Städtchen Lichtenberg in Oberfranken rückt in den Fokus der Nachrichten. Nahezu jeder wird nach Hinweisen zum Mädchen, deren Umfeld und deren Familie befragt. Lange Zeit steht ihr türkischer Stiefvater Ahmet Yilmaz in Verdacht, bis dieser nicht mehr gehalten werden kann.
Dann endlich hat die 2. gebildete Soko einen geständigen Täter - Ulvi Kulac, einen geistig zurückgebliebenen 24-jährigen Mann. Es beginnt ein Prozess ohnegleichen, in dem es darum geht, gewonnene Ermittlungsergebnisse an den Täter anzupassen ...

Mit diesem Buch hält man ein Werk in den Händen, dass niemanden kalt lässt. Schon die Tatsache an sich, dass ein Kind verschwindet, ist schlimm und nicht nur für alle Beteiligten unfassbar, was aber anschließend bei der Suche nach dem Schuldigen geschah und während des Prozesses, spottet jeder Beschreibung.
Während der Ermittlungen gibt es mehrere Thesen, die aufgestellt werden. Wollte Peggy weg von ihrer Mutter oder dem Stiefvater, der sie prügelte? Ist sie, als sie gesehen wurde, wie sie in ein Auto stieg, ein Missbrauchsopfer geworden oder ist sie gar nach Tschechien verschleppt worden, um dort an einen Zuhälter zu geraten?

Nachdem die Soko 1 mit keinem Täter aufwarten konnte, wird eine Soko 2 gebildet, mit der die Befragungen von vorn beginnen.
Nachdem diese mit Ahmed Yilmaz keine geständige Person vorweisen können und sein Alibi stichfest ist, schießen sie sich auf Ulvi Kulac. Unter höchst dubiosen Umständen erhalten sie von ihm ein Geständnis, auf das sie ihn festnageln, obwohl er es später widerruft.
Alle recherchierten Ermittlungsergebnisse werden so konstruiert, dass sie passend auf Ulvi zutreffen. Hinweise, dass Peggy zu späterer Zeit als dem von der Polizei festgelegten Todeszeitpunkt, von mehreren Personen noch gesehen wurden, wurden dem Gericht gar nicht erst vorgelegt oder als nicht wichtig erachtet.
Seitens der Ermittler gibt es einen festgelegten Tathergang, von dem auch durch Zeugenaussagen nicht abgewichen wird.

Der anschließende Prozess ist eine Farce. Dem Gericht stehen nicht alle Unterlagen zur Verfügung, was nicht stimmig war, wurde dem Gericht nicht vorgelegt. Selbst die Tatsache, dass ein Geständnis nur dann vor Gericht zugelassen ist, wenn es vor einem Richter geäußert wurde, wird umgangen.

Das Autorenduo Ina Jung und Christoph Lemmer hat sich intensiv mit dem Verschwinden von Peggy beschäftigt. Was dabei zu Tage kommt, haben sie in diesem Buch aufgeschrieben. Widersprüche und fehlende Hinweise fanden sie noch nach Jahren des Verschwindens von Peggy.
Da fragt man sich als Leser nicht n
Monika Stutzke, 12.07.2013
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