Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Alice, wie Daniel sie sah

9783426514092
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Klappenbroschur, Knaur TB
03.03.2014, 320 S.

ISBN: 978-3-426-51409-2
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Roman

Für den obdachlosen Daniel ist jeder Buchstabe mit einer Farbe verbunden. Seit Jahren streift er durch London und sammelt Papierschnitzel und andere achtlos weggeworfene Dinge in den Farben, die den Namen seiner Tochter bilden: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E - Alice. Daraus formt er kleine Kunstwerke, die er für sie in der Stadt verteilt. Daniel hat seine Tochter noch nie getroffen. Bis ihm der Zufall eines Tages ihre Adresse zuspielt.

"Ein Buch, das voller Hoffnung funkelt.“ Independent on Sunday

Die Autorin

Sarah Butler

Portrait von Sarah Butler

Sarah Butler ist Anfang Dreißig und lebt in Manchester. Sie ist Geschäftsführerin eines Beratungsunternehmens, das literarische und künstlerische...

zur Autorin Bücher von Sarah Butler

Pressestimmen

Einfühlsam erzählt Sarah Butler eine Geschichte über Väter und Töchter, Freundschaft und Zugehörigkeit - und nervtötende Kommunikationsprobleme.

Hamburger Klönschnack, Februar 2014

"Ein Roman über Freundschaft, Zugehörigkeit und die Suche nach dem Platz im Leben und wie schwer es ist, miteinander zu kommunizieren."

reisetraeume.net, 28.02.2014

"Diese leise, langsam voranschreitende Geschichte berührt."

schwarzesbayern.de, 24.03.2014

"Lesenswert und unterhaltsam."

Blog zwei-sichten-auf-buecher, 26.03.2014

"Für mich jetzt schon eins der Lesehighlights in diesem Jahr."

Blog claudias-buecherregal, 19.03.2014

"Ein wunderbares Buch, das sich mit Leichtigkeit lesen lässt und mit Tiefgang besticht. Einzigartig, voller Farben und Emotionen."

Blog the-bookthief, 18.03.2014

"Herzerwärmend - nicht nur für Väter und Töchter."

Für Sie / Petra - Buchspecial, 14.04.2014

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Sehr sensibel und geradezu poetisch wird hier das Schicksal eines Vaters erzählt, der seine Tochter aus den Augen
verloren hat, der sie sucht und schließlich findet. Die Tochter weiß nicht wer der seltsame Mann vor ihrer Tür ist. Was sich dabei entspinnt ist subtil-spannend und feinfühlig zugleich.
Wer Vater-Tochter-Kitsch erwartet wird hier enttäuscht, und das ist das unerwartet schöne an diesem farbensprühenden Werk.
Birgit Reiß, 09.09.2014

Alice, Ende zwanzig, entstammt der Affäre ihrer verheirateten Mutter mit dem jüngeren Daniel, ohne aber jemals über
ihre Herkunft aufgeklärt worden zu sein. Sie fühlt sich ungeliebt von ihrem vermeintlichen Vater und schuldig an dem frühen Unfalltod ihrer Mutter. Die Liebe zu einem jungen Inder bleibt unglücklich. So reist sie ständig in der Welt herum. Die schwere Krebserkrankung ihres (Zieh-)Vaters lassen Alice nach London zurückkehren, ohne dass es zu einer Aussprache zwischen ihnen kommt. In der Traueranzeige in der Zeitung entdeckt Daniel Namen und Anschrift seiner Tochter. Das Verlassen werden durch Alice Mutter hat ihm seinerzeit das Herz gebrochen und ihn aus der Bahn geworfen. As Obdachloser wanderte er jahrelang durch London auf der Suche nach seiner Tochter, die er noch nie gesehen hat. Die Buchstaben des Alphabets verbindet er mit Farben. Aus wertlosen Fundstücken setzt er den Namen seiner Tochter und andere Botschaften zusammen, die er in der Stadt verteilt. Auf der Beerdigung des Vaters und an ihrem Haus nimmt Daniel Kontakt zu Alice auf. Wird er sich als ihr Vater zu erkennen geben?

Formal ist das Buch dergestalt aufgebaut, dass sich kurze Kapitel jeweils aus Sicht von Alice und Daniel abwechseln. Auf diese Weise verfügt der Leser über mehr Wissen als die Protagonisten. Jedes Kapitel beginnt mit einer zehn Punkte umfassenden Auflistung bestimmter Dinge.
Materiell wird in sehr berührender Weise die Liebe eines Vaters zu seinem Kind thematisiert. Gerade der Umstand, dass es zwei Väter gibt (den biologischen und den rechtlichen), ist in der heutigen Zeit gar nicht so selten und macht die Geschichte so interessant. Mir will es allerdings nicht so recht einleuchten, warum Daniel sich nicht von Geburt an um Alice bemüht hat. Immerhin wusste doch auch der
(Zieh-)Vater Bescheid und ist ihm Alice nicht als Kuckuckskind untergeschoben worden. Insoweit bleibt das Buch eine Antwort schuldig. Die Protagonisten werden recht gefühlvoll beschrieben. Der Leser verspürt von Anfang an eine Ähnlichkeit zwischen ihnen: Beide sind verletzlich, ruhelos, laufen vor etwas weg.
Das eigentlich Besondere an dem Buch ist, wie mit den Farben gearbeitet wird. Der Umstand, dass Daniel jeden Buchstaben des Alphabets mit einer Farbe verbindet und er farbige Abfälle sammelt, bewirkt, dass sich der Leser gut in seine Vorstellungwelt hineinversetzen kann. Eine schöne Hilfestellung ist, dass im vorderen Buchinnendeckel das Alphabet mit den zugehörigen Farben abgedruckt ist. Übrigens ist Daniels Eigenart keine Fiktion der Autorin, sondern eine wirkliche Erscheinung mit dem Namen „Synästhesie“, eine angeborene Besonderheit in der Wahrnehmung von Sinnesreizen.
Gut gefallen hat mir, dass die Geschichte in London spielt. Daniels Streifzug durch diese Stadt und Alice Beschreibungen haben schon fast den Charakter eines Reiseführers und lassen die Liebe der Autorin zu der Stadt erkennen, in der sie acht
ulrike altnickel, 07.08.2014

Alice ist Ende zwanzig und immer schon ein wenig "auf der Flucht" gewesen. Gerade vor ein paar Wochen hat sie London
verlassen und befindet sich in der Mongolei, als sie erfährt, dass ihr Vater schwer krank ist und bald sterben wird. So richtig im Leben stehend fühlte sie sich noch nie und jetzt kommt es ihr vor, als würde ihr der Boden unter den Füßen weggezogen. So viele Fragen hat sie an ihren Vater, aber es ist nur noch so wenig Zeit...

Dieser Roman ist der erste von Sarah Butler. Ich finde, es ist ein guter Erstling, der eine solide Grundlage für das nächste Werk bildet und auf mehr hoffen lässt.

Beim Lesen fühlte ich mich sehr an "P.S Ich liebe dich" und "Ein ganzes halbes Jahr" erinnert... allerdings ist dieser Roman nicht ganz so eingängig, es fehlt "Alice" einfach eine leichte Prise Humor.
"Alice" ist ein ernstes Buch, ein wenig sperrig, es liegt einem schwer im Magen. Die Frage ist nur: warum? Die Autorin hat einen angenehmen Stil, der sich für mich sehr gut und flüssig weglesen lies. Ich habe nur wenig mehr als einen Tag für das Buch gebraucht, dass ist an sich schon mal kein schlechtes Zeichen. Die Autorin schafft es mit direkten und schnörkellosen Sätzen schöne Bilder zu schaffen. Das Buch hat mich berührt, ein paar Mal sind mir die Tränen gekommen und ich musste es auch mal ein halbes Stündchen weglegen. Aber dann gab es auch wieder Stellen, da viel es mir schwer der Autorin zu folgen. Einige Szenen waren etwas zu lang, hätte ich mir kürzer gewünscht, meistens bei Daniel. Daniel lies sich oft schwerer folgen, als Alice, da seinen Gedankenwelt schon ein wenig "anders" ist. Auch wird man gezwungen über Dinge nachzudenken, die man eigentlich vermeiden möchte: Sterblichkeit der Eltern, die Zukunft usw.
Die wechselnden Perspektiven fand ich gut, auch die Listen am Anfang jeden Kapitels haben mir gefallen. Nur ist das Schriftbild in diesen Listen ein wenig schwer zu lesen, eine andere Schrift wäre schöner gewesen. Ich bin großer London-Fan und bin gerne mit Alice durch London gewandert, allerdings konnte ich nicht so sehr in London eintauchen, wie ich es mir gewünscht hätte. Zu viele Straßennamen in zu kurzer Zeit, dass war alles ein wenig zu viel.

Ein Buch über Familie und ihre Geheimnisse, über das Leben, über Gefühle, über "erwachsen werden", das Gefühl nicht da bleiben zu können, über Geschwister, über all die ungesagten und die gesagten Dinge, über Liebe und natürlich über London.

Das Cover hat mir sehr gefallen und mich sofort angesprochen... aber leider hat das Kleid die falsche Farbe, wie mir scheint.Warum der englische Titel nicht einfach ins deutsche übersetzt wurde (Ten Things I've learnet about Love) erschließt sich mir nicht, denn er passt eigentlich viel besser.

Ein etwas sperriger Schmöker, der zum Nachdenken anregen kann. Ich habe es sehr gerne gelesen. Für mich eher ein Herbst-Roman, passe
Grandville, 25.07.2014

Eine sehr einfühlsame Geschichte mit Nachwirkung über Väter, Töchter, Farben, Liebe, Vorurteile, Probleme,... Auf
jeden Fall einen Lesetipp wert!
Petra Brinker, 23.06.2014

Zum Buch:
Die Buchgestaltung hat mich total umgehauen. Das Cover zeigt im Hintergrund ein mit Wolken bedeckter blauer Himmel, die Skyline Londons und eine junge hübsche Frau. Während des Lesens habe ich es mir immer wieder angesehen und dabei nachgedacht. Im Inneren der Klappbroschüre ist vorne das Alphabet dargestellt in der farblichen Bedeutung von Daniel. Am Ende des Buches ist Alice´s Name in den Farben dargestellt.

Erster Satz:
„Mein Vater wohnt allein in einem Nobel-Reihenhaus in der Nähe von Hampstead Heath.“

Meine Meinung:
Die Autorin Sarah Butler hat mich mit ihrem Debüt sehr berührt, aber auch hoffen lassen.

Alice ist eine junge Frau, die sehr früh ihre Mutter verloren hat und nun befindet sich ihr Vater ebenfalls im Sterbebett. In der Familie fühlt Alice sich nicht wirklich geborgen, was sie immer wieder zum Weglaufen anspornt und ihr immer wieder das Gefühl gibt nicht dazu zu gehören.
Daniel ist ein Obdachloser auf der Suche nach seiner Tochter, die er noch nie in seinem Leben gesehen hat. Doch als er eine Todesanzeige in der Zeitung entdeckt, findet er zu seiner Tochter und versucht ihr näher zu kommen. Für Daniel hat jeder Buchstabe eine Farbe und so bastelt er Alice kleinere Geschenke aus verschiedenen gefundenen Abfällen, die für ihn eine große Bedeutung haben. Alice ist durcheinander und hofft, dass die Geschenke von ihrem Ex-Freund sind, an dem ihr Herz hängt.

Diese Geschichte hat mich mehrfach zu Tränen berührt. Es ist eine herzergreifende Geschichte über eine Vaterliebe, die voller Hoffnung ist und über ein Leben, dass noch nicht wirklich weiß, wohin es führen wird.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Alice und Daniel geschrieben. Am Kapitelanfang befindet sich immer eine Liste mit 10 Dingen die sich derjenige wünscht oder gerne den anderen mitteilen möchte. Die familiären Verhältnisse haben mich sehr traurig gemacht und auch der Umstand weshalb Daniel obdachlos wurde, gab mir immer wieder einen dicken Kloß im Hals.

Die Autorin hat sich mit ihrem sehr einfühlsamen Schreibstil in mein Herz geschrieben. Nicht nur die Verhältnisse der Protagonisten wurden dem Leser nahe gebracht, sondern auch die Liebe zu London wurde hier sehr gut vermittelt.

Besonders beeindruckt hat mich die Liebe von Daniel zu seiner Tochter und seiner besonderen Art, Wörter in Farben umzusetzen und aus sprichwörtlich „nichtsnutzigen Zeug“ wundervolle Formen zu gestalten.

Mit dem Ende des Buches war ich selbst nicht ganz so glücklich. Es machte mich insgesamt doch sehr nachdenklich und traurig. Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht. Doch so ließ dieses Ende Freiraum zum Nachdenken, was gewesen wäre wenn.

Fazit: „Alice, wie Daniel sie sah“ ist eine sehr berührende Familiengeschichte, die vom Tod, Hoffnung, Liebe und Sehnsucht erz
Katis-Buecherwelt, 20.05.2014

Die Autorin, Sarah Butler, verzaubert den Leser mit einer wunderbaren Sprache und sehr berührenden Worten. Das Buch
lädt ein, mit Daniel oder Alice zu träumen, zu hoffen und Ruhe zu finden. In vielen Rückblenden, Gedankengängen der beiden erfährt man von ihrer Vergangenheit, von Menschen, die ihrem Leben eine Rolle gespielt haben und – oftmals beinahe philosophisch stellen die beiden Fragen an die Welt und das Leben.
Die Verbundenheit der beiden Protagonisten berührt den Leser und fesselt ab der ersten Seite.
Sigrid Kaltenbrunner, 23.04.2014

"Alice, wie Daniel sie sah" ist kein fröhliches Buch. Dieses Buch ist voller Melancholie und unendlich nachdenklich.
Aber es ist wunderschön zu lesen.

Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Alice und von Daniel geschrieben. Zu Beginn jedes Kapitels ist immer eine Liste mit 10 Punkten. Hier erfährt man schon bei wem man gerade ist und man lernt Alice und Daniel besser kennen. Eine sehr nette Idee.

Nach einer ganz kurzen Gewöhnungsphase hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Alice Kapitel sind einen Tick leichter zu lesen, lebhafter. Daniels Kapitel haben mir persönlich dennoch besser gefallen. Daniel ist wunderschön ausgearbeitet, er ist ein sehr sensibler, sehr verletzlicher, gefühlvoller und melancholischer alter Mann. Ihn hab ich ganz besonders ins Herz geschlossen.

Auch die Anderen Charaktere, Alice und ihre Schwestern hauptsächlich, fand ich schön ausgearbeitet.

Auch wenn dieses Buch nicht immer von zwischenmenschlicher Wärme strotzt und voller Rätsel ist, die nicht alle aufgelöst werden, ist es doch etwas ganz besonderes. Mich hat es ganz tief im Herzen berührt!
Sabine, 12.04.2014

Berührend, einfühlsam, leise, zart sind nur einige Eindrücke, die das Gelesene bei mir hinterlassen haben. Es ist
für mein Empfinden so ähnlich wie nach dem Lesen des Buchs "das Parfum", danach ging ich wochenlang schnuppernd durch die Gegend. jetzt halte ich meine Augen offen, vielleicht finde ich ja ein eisblaues "A"...
Petra Murach, 10.04.2014

Der Roman “Alice, wie Daniel sie sah“ der englischen Autorin Sarah Butler führt den Leser nach London. Auf dem
Cover ist eine junge Frau etwa im Alter von Alice, einem der Protagonisten des Romans, zu sehen. Sie hat ihre Arme weit ausgebreitete und streckt sie dem Himmel entgegen wie ein Mensch, der seine Freiheit und seine Glück in der Weite der Welt sucht und findet. Doch die grauen Wolken am Himmel trüben das gute Gefühl, das beim Betrachten des Bilds beim Leser aufkommt. Das Cover steht sinnbildlich für das Leben von Alice, die gerne ferne Länder bereist und dort auch immer längere Zeit vor Ort bleibt. Doch als sie von einer tragischen Erkrankung in der Familie erfährt, eilt sie unmittelbar nach Erhalt der Nachricht zurück nach Hause.

Im Titel wird angesprochen, dass Daniel, Alice Vater, eine andere Wahrnehmung wie üblich hat. Er ist Synästhetiker und nimmt Wörter in Farben war. Für ihn ist der Name seiner Tochter eisblau wie der Buchstabe A, denn der Anfangsbuchstabe überstrahlt den Rest des Wortes.

Schon früh hat Alice, deren Mutter schon vor langer Zeit bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, ihr Glück in weit entfernten Ländern gesucht. Zu ihren Schwestern und ihrem vermeintlichen Vater hat sie keine besonders enge Beziehung. Sie weiß nichts von dem Seitensprung ihrer Mutter. Daniel lebt schon seit langer Zeit ohne feste Arbeit und Wohnsitz. Zwar weiß Daniel, dass Alices Mutter ein Kind von ihm erwartete als die beiden sich trennten, aber er kennt nicht den Wohnort von Alice. Aus allen möglichen Dingen, die er unterwegs findet, bastelt er kleine Kunstwerke in den Farben von Alices Namen. Seit einiger Zeit hat er Herzprobleme und so ist es ihm ein nun besonderes Anliegen intensiv nach seiner Tochter zu suchen. Durch Zufall erfährt er ihre Adresse. Nun legt er seine Basteleien so ab, dass Alice sie finden kann. Wird sie die Hinweise verstehen und begreifen wer er ist?

Der Roman wird aus den ständig wechselnden Perspektiven von Daniel und Alice selbst erzählt. Daniel richtet seine Worte direkt an Alice. Beide schildern aber nicht nur ihre augenblicklichen Erlebnisse, sondern schauen auch in Erinnerungen szenenweise auf Vergangenes. Vor jedem Kapitel hat Sarah Butler zehn Dinge unter einem Thema zusammengetragen, die für Alice beziehungsweise Daniel von Bedeutung sind gesetzt. Der Obdachlose Daniel, der rastlos unterwegs ist ohne eine feste Arbeit anzustreben, aber mit der besonderen Gabe Buchstaben farblich wahrzunehmen, wurde mir sympathisch. Das Leben, das er gegenwärtig führt, erklärt sich teilweise aus seiner familiären Herkunft und den Umständen heraus. Der Charakter Alice wirkte für mich nicht ausgereift. Obwohl sie selbst es sich nicht erklären kann, fühlt sie schon immer einen gewissen Abstand zu den übrigen Familienmitgliedern. Sie gibt sich die Mitschuld am Tod ihrer Mutter. In der Darstellung bleiben für mich einige Erklärungslücken zurück, u
Ingrid Eßer, 26.03.2014

Ein Buch, das den Sonnenschein in den Alltag bringt! Die Geschichte über Familie, Liebe und Freundschaft ist unbedingt
zu empfehlen!
A. F., 24.03.2014

Alice, wie Daniel sie sah

Sarah Butler

Das Cover des Romans zeigt eine Frau die das Leben liebt, es mit beiden Händen willkommen heißt. Und im Hintergrund ist die Silhouette von London zu sehen. Dort spielt die Handlung des Romans.

Daniel stand mitten im Leben, hatte einen festen Job, eine Freundin die er liebte. Er war irgendwie glücklich. Doch dann wird seine Freundin schwanger, er freut sich. Doch die Sache hat einen Harken. Sie ist verheiratet und will es auch bleiben und somit hat er keine Rechte auf sein Kind. Sein Herz ist gebrochen und er verliert den Boden unter den Füssen. Und auch alles andere.
Jahre später als Obdachloser auf den Straßen von London findet er eine Spur zu seiner Tochter, ist dies ein Zeichen und ein Schritt in die Welt zurück? .

Sarah Butler nimmt den Leser auf eine sehr gefühlvolle Reise mit. Sie erzählt eine Geschichte von großen Verlust und zeigt was wirklich wichtig ist im Leben.
Es sind die kleinen Dinge, die schnell übersehen werden. Wie so mancher Mensch, der am Rande der Gesellschaft lebt. Bloß weil er nach seinen Regeln und in seiner Welt lebt. Muss diese Welt nicht schlechter sein.

Kathrin, 04.03.2014

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an Töchter, Väter und an eine Stadt.

Als ich die Leseprobe bei Vorablesen.de gelesen habe, hatte ich eine ganz andere Geschichte im Kopf. Irgendwie etwas Rasantes, doch dieses Buch ist so wunderbar melancholisch, dass man sich am liebsten in eine dicke Decke kuscheln und seine Hände an einer heißen Tasse Tee wärmen möchte.

Die Story um Alice und Daniel regt zum Nachdenken, Träumen und Schwelgen ein. Eine sehr bewegende Geschichte um zwei Menschen, die miteinander verbunden sind, aber doch so weit voneinander entfernt. Eine Gesichte, die aufs Herz drückt, ohne den Taschentuchverbrauch in die Höhe zu treiben.

Alice ist ein getriebenes Mädchen, das es in die weite Welt hinaus zieht. Schon als kleines Kind hat sie das Gefühl, in der eigenen Familie nicht willkommen zu sein. Die Blicke ihres Vaters schmerzen und sein Haus macht ihr Angst. Alice hat früh ihre Mutter verloren und sie hat ständig das Gefühl, Schuld daran zu sein.

Daniel, obdachlos und herzkrank. Die Liebe seines Lebens hat es ihm gebrochen. Doch diese Liebe zu einer ganz besonderen Frau hat ihm eine Tochter geschenkt, nur durfte er sie nie sehen. Immer auf der Suche treibt es ihn durch die Straßen Londons.

Sarah schafft es mit ihrem Schreibstil, den Leser mit der Geschichte zu verbinden. Man streift mit Daniel durch London, schläft mit ihm unter freiem Himmel, lauscht den Geräuschen der Nacht und fühlt die Kälte und die Nässe, die erst in die Klamotten und dann in die Knochen steigt. Man versteht seine Ängste, seine Zweifel und hofft dennoch bis zum letzten Wort …

Das Buch wechselt zwischen Alice und Daniel, man springt zwischen den beiden Köpfen hin und her und jedes Kapitel wir mit einer Liste eröffnet. 10 Dinge, Ängste, Wünsche, Gedanken, die tiefe Einblicke in die Seele der beiden Protagonisten geben.

Ein wirklich schönes Buch für alle, die mal keine Liebesgeschichte lesen wollen. Die ein Buch suchen, das mehr in sich birgt als eine vorhersehbare Story.
Buchstaben-Junkie.de, 04.03.2014

Inhalt:
Das Leben geht oft sehr eigenwillige Wege. Doch wenn man etwas wirklich will, dann sollte man alles daran setzen, sein Ziel zu erreichen. Daniels höchstes Ziel ist, seine Tochter zu finden. Die er nie sah, die ihn nie sah, die nicht einmal ahnt, dass es ihn gibt. Doch es ist nicht leicht. Denn Daniel lebt auf der Straße, hat kein Geld und das macht die Suche zusätzlich schwer. Doch Daniel ist nicht der einzige Sucher. Auch Alice findet nicht so recht ihren Platz im Leben. Reist viel. Doch die Realität zieht sie zurück, an das Sterbebett ihres Vaters. Gerade noch rechtzeitig. Doch auch jetzt fühlt sie sich ausgeschlossen. Und dann fällt ihr auf der Beerdigung ein Mensch auf, der kurz danach vor ihrer Tür steht ...

Meine Meinung:
Es ist leider eins dieser Bücher, die ich nicht greifen kann. Die es mir unglaublich schwer machen, ihnen von Anfang bis zum Ende die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie sicherlich verdient haben. Und die mich absolut ratlos zurücklassen mit dem Gefühl, überhaupt nichts verstanden zu haben.

Es gab Momente im Buch, die fand ich wirklich zauberhaft. Momente, in denen man die Kleinigkeiten des Lebens wieder sieht, die einen innehalten lassen, zeigen, dass man so oft nicht sieht. In der täglichen Hektik, dem Stress, vieles als unnütz ansieht. Und mit Daniels Augen sieht man dann doch wieder ein Stück anders, ein Stück klarer. Daniel denkt in Farben, er sieht die ganzen Kleinigkeiten. Er sucht nach den Geschichten hinter den Dingen. Das macht das ganze bedeutungsvoll und lässt einen nachdenken. Es sind zu große Abschnitte, um sie zu zitieren, aber ich mochte Daniels Art mit den Farben zu spielen. Sie waren nicht einfach rot, blau, grün. Nein, es gab Zinnober, Azur, Malve und viele viele andere, deren Namen mir so gar nicht eingefallen wären. Das waren die schönen Seiten. Doch leider waren sie für mich viel zu selten.

Das Buch ist aus der Sicht von Daniel und Alice geschrieben. Mal aus seiner, mal aus ihrer. Und ich hatte wahnsinnige Schwierigkeiten mit dem ständigen Wechsel, weil ich nie wusste, wer wer ist. Weil ich lange Zeit nicht einmal überhaupt wusste, erzählen dort zwei oder einer. Und wer sind sie, was macht sie aus? Es war, als hätte man ein Buch mittendrin aufgeschlagen und angefangen zu lesen. Ohne Vorgeschichte, ohne Erklärung. Erst nach rund 100 Seiten fiel es mir etwas leichter. Einfacher wurde es, als sie sich begegneten. Aber leicht war es nie.

Hier und da brachte es mich zum schmunzeln, zum staunen, zum Innehalten. Meist aber machte es mich ratlos und auch ungehalten. Nichts war für mich greifbar, alles war immer ein bisschen wie in einer Seifenblase. Ich kenne diesen Stil aus 1, 2 anderen Büchern und auch da konnte er mich leider nicht packen. Und so blieb mir letztendlich der Zauber, den bestimmt viele entdecken werden, verborgen. Im Gegensatz zu Daniel konnte ich Alice bis zum Ende nicht sehen. Wede
Sandra Budde, 01.03.2014
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