Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Hexenliebe

9783426514313
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Taschenbuch, Knaur TB
02.06.2014, 656 S.

ISBN: 978-3-426-51431-3
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Roman

1613. Überall in Deutschland lodern die Scheiterhaufen.
Der Hexenwahn greift um sich und hält auch Einzug in der
Eifelherrschaft Neuerburg, nahe Trier. Die junge ­Claudia
von Leuchtenberg kämpft vergeblich dagegen, dass ihr
Oheim als Landesvater die Verfolgungen unterstützt.
Hilflos muss sie mit ansehen, wie Unschuldige sterben und
sich gewissenlose Richter und Henker schamlos am Gut
der Verurteilten bereichern.
Erst als Claudias Jugendfreundin Barbara verhaftet und der
Hexerei angeklagt wird, ersinnt sie einen waghalsigen Plan,
um das System mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.

Die Autorin

Marita Spang

Portrait von Marita Spang

Marita Spang hat in Psychologie promoviert und arbeitet heute als selbstständige Beraterin überwiegend in der freien Wirtschaft. Sie ist Jahrgang 1959...

zur Autorin Bücher von Marita Spang

Pressestimmen

"Ein hervorragend recherchierter, komplexer Roman, der mit authentisch agierenden Protagonisten und einer fesselnden, hochspannenden Story absolut überzeugt."

Bellexrs Leseinsel, 02.06.2014

"Marita Spangs Historienroman HEXENLIEBE beruht auf historisch belegten Begebenheiten. Ihr fesselnder Erzählstil, ein sehr spannender Plot, glaubhafte Protagonisten sowie die sehr gut recherchierten historischen Tatsachen machen diesen Historienroman zu einem wahren Pageturner. Wer historische Romane mag, sollte sich HEXENLIEBE auf keinen Fall entgehen lassen."

Blog Lesen und Hören, 10.06.2014

"Das Buch macht nicht nur einen gut recherchierten Eindruck, sondern besticht durch seine authentisch agierenden Protagonisten. Der historische Roman ist eine hochspannende Geschichte. Unbedingt lesen."

Fachbuchkritik.de, Juni 2014

"Die Idee zu dem Buch lieferte eine Legende aus Neuerburg. Daraus hat Marita Spang einen spannenden, bestens recherchierten Roman gemacht."

Münstersche Zeitung / Ruhrnachrichten, 10.06.2014

"Anschaulich und nah an den damaligen Geschehnissen schildert Marita Spang in ihrem sorgfältig recherchiertem Debütroman, wie es dazu kam, dass innerhalb kurzer Zeit fast 100 Menschen als Hexen und Zauberer denunziert und getötet wurden."

Szene Köln/Bonn, Juli 2014

"Autorin Marita Spang landet mit ihrem ersten buch HEXENLIEBE auf Anhieb einen Volltreffer."

Allgemeine Zeitung, Region Bad Kreuznach, 04.06.2014

"Marita Spangs Historienroman HEXENLIEBE beruht auf historisch belegten Begebenheiten. Ihr fesselnder Erzählstil, ein sehr spannender Plot, glaubhafte Protagonisten sowie die sehr gut recherchierten historischen Tatsachen machen diesen Historienroman zu einem wahren Pageturner. Wer historische Romane mag, sollte sich HEXENLIEBE auf keinen Fall entgehen lassen. Man darf gespannt auf die nächsten Romane dieser vielversprechenden Autorin sein."

Blog Vonmainbergsbuechertipps, 10.06.2014

"Wie Claudia von Leuchtenberg versucht, ihre Freundin Barbara aus den Fängen der Hexenjäger zu befreien (...), beschreibt der Roman authentisch, mit Liebe zum Detail und zahlreichen spannenden Szenen.2

Öffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach, 07.06.2014

"Mit HEXENLIEBE präsentiert die Autorin Marita Spang einen gut recherchierten historischen Roman, der sich nicht nur mit den Hexenprozessen des 17. Jahrhunderts sowie den Machenschaften der Inquisitoren und den Hintermännern beschäftigt, sondern auch die Zeit des angehenden 17. Jahrhundert lebendig werden lässt."

Zauberspiegel, 14.07.2014

"Die fiktive Geschichte fügt sich glaubwürdig in den historischen Hintergrund ein. Der Spannungsbogen liegt von Anfang an sehr hoch und steiget sich am Ende sogar noch einmal."

Leser-Welt.de, 13.07.2014

"Ein erfreulich anspruchsvoller Historienroman."

Miroque, 30.07.2014

"Dieses spannende Buch packt, fesselt, lässt hoffen, bangen und mitfiebern. Was für ein Debütroman!"

WOMAN´s Newsletter, November 2014

"Die Story ist interessant geschrieben, mit viel Spannung, Hintergrundwissen und auch ein wenig Erotik. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Die historischen Hintergründe sind gut in einer spannenden Geschichte verpackt."

Blog Nethas Schmökerkiste, 04.11.2014

"Der Roman ist hoch spannend und natürlich entsprechend mit Personen und Handlungen ausgeschmückt."

Gelnhäuser Tagblatt, 07.05.2015

Rezensionen

Das ist ein total spannendes Buch, das die Geschichte und auch die Liebe im Mittelalter zur Zeit der Hexenverfolgungen
und Prozesse total realistisch beschreibt, alles in einer gut recherchierten Geschichte. Die spielt in der Eifel und die begleitende Liebesgeschichte ist sehr gut in die Zeit eingearbeitet. Ich habe diese Buch gerne gelesen und einiges von der Geschichte dazu gelernt.
Die grausamen Hexenprozesse gegen arme unschuldige Frauen, die Folter der sogenannte Hexenkommisare, die Beteiligung der Kirche und die verflechtungen des sogenanten Adels, alles total gut recherchiert.Ich war vor 5 Jahren mal in der Eifel für einige Tage und konnte die Orte sehr gut wiedererkennen.
Frau Spang sollte noch mehr in dieser Richtung Historienroman und Gefühle schreiben,
Petra Weber, 30.11.2014

Hexenliebe von Marita Spang. Beim Lesen des Buches fällt einem zunächst auf, dass sich die Autorin scheinbar sehr gut
vor dem Schreiben eines Buches mit Thema Hexenverfolgung auseinandergesetzt hat, denn viele Details lassen die Geschichte rund um Claudia von Leuchtenberg authentisch wirken. Das Buch beschreibt di Geschichte der Claudia von Leuchtenberg aus Neuerburg, welche zunächst tatenlos mit ansehen muss, wie ihre Verwandten auf Hexenjagd gehen.
Henker töten Frauen, die der Hexerei angeklagt und für schuldig befunden wurden. Die Emotionen von Claudia von Leuchtenberg werden sehr gut dargestellt, vor allem ab dem Zeitpunkt an dem ihre beste Freundin Barbara ebenfalls der Hexerei angeklagt wird und ein Wettlauf, um das Leben der Freundin beginnt... Wer neben einer guten Story auch noch Interesse an Geschichte hat und gut verpackt genauer Wissen will, wie grausam und rücksichtslos es im 16. Jahrhundert zum Zeitpunkt der Hexenverfolgung zu ging sollte auf jeden Fall nach diesem Buch greifen. Mir hat es auf jeden Fall sehr gefallen und ich freue mich schon weitere Bücher von der Autorin zu lesen.
Christian Hövels, 30.11.2014

Im Roman "Hexenliebe" versetzt uns die Autorin Marita Spang in das Jahr 1613 zurück, eine harte Zeit für die Menschen,
die geprägt ist von Wahn, Irrglaube, Machtstreben und Gier. Es ist die Zeit der Hexenverfolgungen und -verbrennungen in Deutschland. Das Volk wird von Unwetter und Seuchen heimgesucht und macht dafür Menschen, welche es als Hexen beschreit, verantwortlich. Dies wird von anderen Menschen, die aus niederen Motiven wie Gier handeln, nur zu gern aufgegriffen. Diese schüren den Wahn und treiben die Verfolgungen an. Die Foltermethoden und deren Auswirkungen sind teilweise schockierend beschrieben und nichts für zarte Gemüter; man fühlt sich förmlich in das Leid der Menschen hinein versetzt. Die Rahmenhandlung beschreibt, wie sich eine Handvoll Menschen gegen das System wehren, der Roman findet dadurch einen positiven Ausgang, was nicht für die Zeit allgemein gilt. Der Roman ist von der ersten bis zu letzten Seite spannend, man hofft, bangt und leidet mit den Hauptakteuren. Das Buch ist empfehlenswert für alle Fans guter historischer Romane; die Autorin hat sehr gründlich die Fakten und historischen Hintergründe dieser Zeit recherchiert.
Kerstin Mildner, 03.10.2014

Historischer Roman mit viel Hintergrundwissen. An manchen Stellen könnte es etwas spannender sein. Man kann sich gut in
die einzelnen Personen rein versetzen. Es ist schon unglaublich, wie leichtgläubig die Menschen doch früher gewesen sind. Die Geschichte nimmt einen doch ziemlich mit. Die Autorin beschränkt sich aufs Wesentliche, so dass der Roman auch keine längen hat.
Dagmar Witzgall, 04.08.2014

Durch den packenden Prolog ist man sofort mittendrin im Geschehen, die Geschichte zieht einen in ihren Bann und man
kommt sich vor, als wäre man selbst ein Teil davon.
Schnell entwickelt sich Sympathie oder Abneigung für die einzelnen Personen, mit dem Gefühl, sie vor sich stehen zu haben.
Am Ende ist man der Ansicht sich in Neuerburg sehr gut auszukennen – zumindest in den Jahren 1612 und 1613.
Wortwahl und Sprachstil unterstreichen noch das Gefühl, man wäre selbst in dieser Zeit.

Im Glossar – auf das meiner Meinung nach vor dem Prolog hingewiesen werden sollte – werden unbekannte oder nicht mehr gebräuchliche Wörter erklärt. Diese Erklärungen sind nicht nur hilfreich, sondern auch lehrreich. Zudem ist es eine schöne Sprache, auch wenn sie in unseren Ohren oft fremd klingt.
Allerdings gibt es auch ein paar Wörter, die nicht allzu gut mit dem vorherrschenden Schreibstil harmonieren, da sie nicht wirklich zu dieser Zeit passen, zu neu sind, teilweise auch plump wirken.
Bis auf diese wenigen Stellen ist es jedoch eine schöne Sprache mit alten Wörtern, die aber trotzdem verständlich ist.
Der Schreibstil von Frau Spang ist sehr gut und das Buch lässt sich flüssig lesen.

Ich bin sehr froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben. Aber bekommen Sie nicht den Eindruck, das wäre ein rein historischer Roman, das ist es keineswegs. Historisch, ja – und gut recherchiert –, aber nicht nur. Es geht um Beziehungen, die nicht immer leicht sind, dafür reizvoll, spannungsgeladen, liebevoll, herzlich oder überraschend.
Da ist beispielsweise Sebastian de la Val, der kein sehr gutes Verhältnis zu seinem Vater Christoph hat, da dieser Dinge tut, die gegen Sebastians Überzeugungen sind. Das ist aber nicht die einzige fesselnde Beziehung, es gibt weitaus mehr, die ich aber nicht verraten möchte, um die Spannung zu erhalten.
Es sind tolle Figuren, und manch eine birgt Überraschungen.

Bei einem Kriminalroman würde man sagen, dass man nicht gleich weiß, wer der Täter ist. Bei diesem Buch ist das mit dem sechsseitigen Prolog so – man fragt sich die ganze Zeit, wer diese Anna Pölich ist, deren Bruder als Hexenmeister und deren Vater als Unhold verbrannt wurden. Bei jeder Frau, die man während des Lesens „kennenlernt“, steht die Frage im Raum, ob das Anna Pölich sein könnte. Diese wird erst in der zweiten Hälfte des Buches
beantwortet.

Es gibt ein, zwei Stellen, an denen es etwas mühsam ist, weiterzulesen, an manchen Stellen fehlen auch weitere Erklärungen, der Sprung zur nächsten Handlung ist zu schnell, doch meistens hat man Probleme, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Es ist ein sehr guter Roman, den ich jedem weiterempfehlen kann.

Bei einem Buch kommt es natürlich auf den Inhalt an, doch das Titelbild ist trotzdem für die meisten Leser ein wichtiges Kriterium.
Dieses T
Morena Eckert, 21.07.2014

Dieses Buch ist absolut beeindruckend und nur zu empfehlen. Eigentlich habe ich mit dieser Art von Büchern nicht so
viel am Hut, freute mich aber dennoch, als ich es zugeschickt bekam.
Ich interessiere mich für dieses Zeitalter, habe es mir aber nie so schlimm vorgestellt, jedenfalls was die Hexenverbrennungen angeht. Im Buch ist sehr klar und absolut authentisch beschrieben, wie genau es von statten geht, umsponnen von einer sehr spannenden Geschichte, man fiebert jede Minute mit den Protagonisten mit und hofft, dass alle heil aus der Geschichte rauskommen, was nicht jedem gelingt, das macht es wahrscheinlich gerade so spannend.
Ich kann dieses Buch vorbehaltlos empfehlen, es ist spannend und kurzweilig geschrieben und vermittelt eine sehr genaue Umschreibung der damaligen Zeit.
Zum Schluss kann man nicht mal sicher sein, dass die Hauptperson, ein Edelfräulein, heil aus der Sache rauskommt, deswegen fällt es einem sehr schwer, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen, man will einfach wissen wie es weitergeht.
Sollte die Autorin noch ein Werk herausbringen bin ich geneigt, auch dies zu lesen.
Herzlichen Dank dafür, dass ich dieses Buch lesen durfte.
Sabine Becker, 11.07.2014

Flüssiger Schreibstil
guter Spannungsaufbau
charakterstarke Figuren
historisch interessant
einige Längen
logische Fehler

insgesamt : 2-
Frank Jost, 11.07.2014

Hört man das Wort „Hexenverfolgung“, so denkt man sofort und unweigerlich an das Mittelalter. Dabei lag die
Hochzeit der Hexenverfolgung viel, viel später, genauer gesagt, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts/Anfang bis Mitte des 17. Jahrhunderts – also in der frühen Neuzeit.
Es waren düstere Zeiten damals. Die Menschen litten unter Armut. Heftige Unwetter führten zu Missernten, Hungersnöten und Seuchen. Es war eine Zeit des Aberglaubens, des Irrglaubens, des Glaubens an das Übernatürliche. Und so war auch schnell eine Erklärung für das, die Menschen heimsuchende, Unglück gefunden: Es musste sich um Teufelswerk handeln, um Hexerei, dunkle Magie…
…und so ist auch Marta Spangs Debüt-Roman „Hexenliebe“ genau zu jener Zeit angesiedelt.

Wir schreiben das Jahr 1612 während bereits allerorts in der Eifel denunziert, gefoltert und gebrannt wird, blieb das kleine Eifelstädtchen Neuerburg bisher davon verschont. Doch als auch hier das Schicksal unerbittlich in Form einer Seuche zuschlägt, Wetterkapriolen wie Hagel, Blitz und Donner, Kälte und heftige Stürme die Ernten verderben, wird auch in Eifelherrschaft nach den Schuldigen gesucht. Schnell sind sie auch gefunden: Es muss Hexerei dahinter stecken! Und so wird bald alles und jeder verdächtigt, der anders denkt, jenseits der Norm lebt, dem Nachbarn im Wege steht, über mehr Wissen als andere verfügt, kurzum jeder der den Neid und die Missgunst anderer erregt. Allen voran die Kräuterfrauen und Heilerinnen. Und bald schon brennen auch in Neuerburg die Scheiterhaufen. Einzig die junge Adelige Claudia von Leuchtenberg und ihre Freundin Barbara wollen sich mit der vorherrschenden Ungerechtigkeit nicht abfinden. Doch die Hexenverfolgungswelle macht auch vor Adligen und reichen Kaufmannstöchtern nicht Halt und schon bald geraten auch die beiden Freundinnen ins Kreuzfeuer der Hexenkommissare und –henker.

Mit „Hexenliebe“ hat Marta Spang keinen historischen Roman im üblichen Sinne vorgelegt. Hier bilden nicht historische Fakten den Hintergrund für eine ansonsten eher modern anmutende Geschichte, nein, die Autorin führt uns schonungslos die tatsächlichen damaligen Verhältnisse vor Augen, mit all ihren Grausamkeiten, ihren sozialen und gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten, den üblen Gerüchen, dem Dreck in den Straßen und Häusern, der vorherrschenden bitteren Not, der mangelnden Hygiene und der damit einhergehenden Krankheiten und Seuchen. Hier wird nicht verklärt, hier wird nicht fabuliert, hier wird erzählt wie es damals, basierend auf historischen Fakten und Begebenheiten, wirklich zuging. Hier steht das Thema Hexenverfolgung im Vordergrund, ist nicht nur dramaturgisches Beiwerk, wie so häufig. Die Liebe nimmt nur eine Nebenrolle ein, fehlt aber auch nicht, sondern findet wohl dosiert ihren Eingang in die Geschichte. Aufgebaut rund um eine wahre Legende nimmt uns die Autorin mit auf eine Zeitreise tief hinein in ein
Heike H., 10.07.2014

Im Lande brennen vielen Orts die Scheiterhaufen. Bis jetzt wurde in Neuerburg noch nicht gebrannt.
Nachdem einige Unwetter und Seuchen über die Stadt kamen bricht auch hier der Hexenwahn aus.
Landgraf Wilhelm von Leuchtenberg veranlasst die Verfolgung der verdächtigen Hexenweiber.
Die Nichte des Landgrafen Claudia von Leuchtenberg die seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel auf der Burg lebt glaubt nicht an den Hexenwahn.
Sebastian de la Val, Sohn des Amtmanns von Neuerburg und Doktor beider Rechte hat während seines Studiums in Trier viele Hexen brennen sehen und musste auch bei einigen Befragungen anwesend sein. Sebastian ist davon überzeugt, dass die Verdächtigen unter der Folter alles gestehen und somit unschuldige Menschen verbrannt werden.
Als ihre Freundin Barbara in Verdacht gerät und verhaftet wird nimmt sie mit Sebastian de la Val den Kampf gegen die Obrigkeit auf.
Das Thema Hexenverfolgung hat mich schon immer interessiert. In ihrem Buch Hexenliebe beschreibt Marita Spang, dass nicht nur die Kirche sondern auch das Volk, arme genauso wie die bessergestellten und adlige von dem Aberglauben des Hexenwahns überzeugt waren.
Es gab bestimmt nur wenige Menschen wie Sebastian de la Val und Claudia von Leuchtenberg in diesem Roman, die erkannten das die Verdächtigen alles gestanden damit sie von der Folter erlöst werden.
Aber was sollten sie tun wenn sie nicht selbst in den Kreis der Verdächtigen gelangen wollten.
Es gibt viele Historische Roman aber darunter sind nur wenig wirklich gute Bücher.
Marita Spang hat mit ihrem Roman Hexenliebe ein gelungenes Erstlingswerk geschaffen, das Buch gehört zweifelsohne zu den guten Historischen Romanen.
Der Schreibstil und die Sprache sind der Zeit angepasst. Am Ende des Buches ist ein Glossar zum Nachlesen der Begriffe die man heute vielleicht nicht mehr kennt
Die wichtigsten Personen im Buch sind historisch belegt, auch dies kann man am Anfang des Buches in einem Personenverzeichnis nachlesen.
Ein Buch das ich bedenkenlos empfehlen kann.
Sylvia Hertel, 21.06.2014

Marita Spang entdeckte während ihres Wanderurlaubs am Hexentanzplatz die Neuerburger Legende, die besagt, dass der Tod
des Fräuleins von Leuchtenberg aufgrund einer Vergiftung durch eine Hexe verursacht war. Es wurde die Kräuterfrau „Hexe“ Magdalena Pirkens für diese Tat verhaftet und verbrannt (Im Buch ist sie die frühere Amme von Barbara). Hauptfiguren des Romans sind die junge Adelige Claudia von Leuchtenberg, eine diskussionsfreudige Frau, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Oheim lebt. Eine enge Freundschaft verbindet sie mit der Bürgermeisterstochter Barbara, deren Gedanken sich momentan ausschließlich um ihre Verlobung mit Sebastian de la Val drehen. Dieser ist gerade nach seinem Studium der Jurisprudenz aus Trier zurückgekehrt, wo er bereits einige Scheiterhaufen hat brennen sehen. In Neuerburg wird er als Schöffe eingesetzt und kämpft zusammen mit Bürgermeister Dietz und dem Stadtpfarrer Mohr gegen die Willkür der Hexenverfolgung und der unbarmherzigen, brutalen Art der peinlichen Befragung an. Grundlage der Hexenverfolgung ist „Der Hexenhammer“, dieser trifft den Nerv der Zeit. Ende des 15. Jahrhunderts bricht eine große Kältewelle über Mitteleuropa herein. Extrem kalte und lange Winter verursachen eine Lebensmittelknappheit. Die Nahrungsmittel werden zu teuer für die Bevölkerung. Nahezu zeitgleich kommt eine erneute Pestwelle über die deutschen Gebiete, die der Bevölkerung zu schaffen macht. Für derlei Klimaveränderungen und Krankheiten werden immer wieder Hexen verantwortlich gemacht, die mit ihrem Schadenszauber der Bevölkerung zusetzen wollen. Gerade heilkundige Frauen boten sich als willkommene Opfer an, die man beschuldigten konnte. Die Autorin zeigt auf, dass nicht immer die Katholische Kirche der Treiber bei diesen gnadenlosen Verfolgungen war, sondern dass es aus der Bevölkerung heraus geschah, dass in den Städten gebrannt wurde. Aber auch die Geldgier spielte eine große Rolle. Wurde doch der Besitz der als Hexen verurteilten Menschen eingezogen und unter der Kirche wie auch den Hexenmeistern aufgeteilt. So dauerte es auch nie lange, bis gut betuchte Bürgerinnen und Bürger der Verfolgung zum Opfer fielen.
Fazit:
Ein hervorragend recherchierten und atmosphärisch dicht umgesetzten Roman über die Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert. Intelligenz gegen Aberglauben und Machtgier: Hoffnungsschimmer in den finstersten Zeiten der Hexenverfolgung. Lesenswert!
Ingrid Lorenz, 19.06.2014

Das Buch ist sehr empfehlenswert zum Lesen! Es ist sehr kurzweilig geschrieben und mir fiel es nach den ersten Seiten
schwer, es aus der Hand zu legen.

Das Buch handelt von der Hexenverfolgung und deren Verbrennung in Neuerburg. Der Beginn ist gut und ich konnte mich schnell in das Geschehen reindenken. Als die adlige Familie um Claudia von Leuchtenberg eingeführt wurde, hatte ich leichte Schwierigkeiten, die Verwandtschaftverhältnisse zu zusortieren. Im weiteren Verlauf war es dann besser zu verstehen.

Für mich sind die Hauptpersonen Claudia von Leuchtenberg und deren Jugendfreundin Barbara und Barbaras Amme Magdalena und zuguterletzt die intrigante Cousine? von Claudia - Adela. Barbaras Vater hat Magdalena nicht mehr in seinem Hause beherbergen wollen und so verdient sie sich als Wäscherin und Kräuterfrau ihr Auskommen. Ein Geheimnis umgibt ihre Herkunft, hier ist lange nichts zu erfahren - dies wird erst zum Ende des Buches aufgeklärt. Bei dem Wort Kräuterfrau ist natürlich schon zu erahnen, wer als erstes als Hexe verschrien wird.

Am Anfang läuft alles seinen "gewohnten" Gang, in diesem Herrschaftsgebiet gibt es noch keine Hexenverfolgung. Eine Seuche tritt auf, die Cousine Adela spinnt ihre Intrigen, so dass es auch zu einem Todesfall in Claudias Familie kommt. Daraufhin werden gewissenlose und sich bereichernde Hexenverfolger ins Land geholt.
Als auch Barbara verhaftet wird sinnt Claudia darauf, wie sie sie retten kann. Hier gibt es noch weitere Personen, die gegen die Hexenverfolgung sind und deren Machenschaften durchschauen...viel mehr möchte ich nicht verraten, um nicht den Ausgang des Buches vorwegzunehmen.

Die Folterung der angeblichen Hexen wird zum Teil detailliert beschrieben, das Buch nahm einige Wendungen, die ich so nicht vorausgeahnt habe und eine Liebesgeschichte wurde auch nicht vergessen.
Also, viel Spaß beim Lesen!
Volly, 18.06.2014

Dies ist ein Buch, das den Leser ständig zwischen Wut und Entsetzen schwanken lässt. Wut über die Machenschaften der
Hexenkommissare und über die Willkür, die allerorten herrschte. Entsetzen über Aberglauben und Unwissenheit sowie über die Abgründe der menschlichen Seele. Es erscheint uns heute unfassbar, mit welcher Dreistigkeit die kirchlichen Truhen auf Kosten Unschuldiger gefüllt wurden, wie Angst geschürt und das Volk unwissend gehalten wurde.
Marina Spang gelingt es hervorragend, ein Bild dieser düsteren Zeit zu malen. Ihre Charaktere sind glaubwürdig, den Sprachstil finde ich sehr gut und passend und sie schreckt auch nicht davor zurück, den Leser an den Grausamkeiten der Folter teilhaben zu lassen. All das braucht ein Roman über dieses finstere Kapitel der Geschichte. Intrigen und Politik, Naivität und einige wohltuend gebildete Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsschichten bilden den Rahmen für „Hexenliebe“. Der Titel hat sich mir zwar bis zum Schluss nicht so ganz erschlossen, aber das sei der Autorin verziehen.

Sehr gut gefallen hat mir die Hauptperson Claudia, die von hohem Stand aber „zweifelhafter“ Herkunft ist und durch ihre hohe Bildung und ihr logisches Denken besticht. Dabei verliert sie aber nie ihre gesellschaftliche Stellung und vor allem Rolle aus dem Auge und gerade das macht sie so glaubhaft. Sie will zwar schon Gerechtigkeit in der Welt, aber sie will sie nicht revolutionieren und es liegt ihr völlig fern, den Platz eines Mannes einzunehmen und sich aus ihrer Frauenrolle zu entfernen.
Vielmehr gelingt es ihr mit Intelligenz die Schwachstellen des überlegenen Geschlechts immer wieder aufzudecken.
Die männlichen Charaktere müssen sich ihrer Intelligenz oft beugen. Nichtsdestotrotz sind diese genauso hervorragend gezeichnet. Gutmütig, verschlagen, brutal, gierig, naiv… es ist alles vertreten.

Über den Inhalt will ich nicht mehr verraten als der Klappentext. Wer sich für Hexenprozesse und die unsäglichen Machenschaften der Inquisitoren interessiert, sollte diesen gut recherchierten und trotz der geschilderten Grausamkeiten unterhaltsam geschriebenen Roman nicht auslassen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

Fazit:
Intelligenz gegen Aberglauben und Machtgier: Hoffnungsschimmer in den finstersten Zeiten der Hexenverfolgung. Lesenswert!
Heide Föllner, 12.06.2014

1613 - die Hexenverfolgungen sind noch lange nicht vorbei.
Claudia lebt bei ihrem Onkel in guten Verhältnissen. Sie lebt recht ungezwungen trotz vieler Vorschriften und trifft sich oft mit der bürgerlichen Freundin Barbara. Die Dritte im Bunde ist die ehemalig Amme Magdalena, welche jetzt Wäscherin und Kräuterfrau ist. In den Nachbarschaften brennen schon die Scheiterhaufen und die vielen Unwetter welche die Not der einfachen Menschen noch verschlimmern, wecken den Wunsch nach Vergeltung. Der Aberglaube der einfachen Menschen kann sich manches Unglück oder Unwetter nicht erklären und so sind Hexen schuld. Hinzu kommen Missgunst, Neid und Gier der reichen Leute. Claudia hat einen wachen Verstand und sie glaubt nicht an Übernatürliches. Aber als Frau steht sie auf verlorenem Posten. Die drei Frauen wollen mit Hilfe des Verlobten von Barbara die Ungerechtigkeiten beenden, aber sie kommen nicht gegen die Hexenjagd an. Als auch die Drei in Gefahr geraten, hilft Claudia nur eine List um zu überleben.
Am Anfang des Buches gibt es ein Namensverzeichnis und eine Stadtkarte. So kann man sich einen Überblick verschaffen. Der Titel passt nicht zum Buch. Es gibt zwar eine kleine Liebelei, aber das rechtfertigt nicht den Titel. Ein spannendes Buch. Die Wendungen machen Hoffnung auf ein gutes Ende und dann geht wieder etwas schief. Bis zum Schluss bleibt das Ende unklar. Sehr gute Beschreibung der damaligen Zustände. Guter historischer Roman seit Langem.
Anni, 12.06.2014

Marita Spang, promovierte Psychologin mit der großen Leidenschaft für die Historie, siedelt ihren Roman über die
Verfolgung von Menschen als Hexen im Jahre 1613 in der Eifelherrschaft Neuerburg an. Dem Roman voran stellt sie eine Aussage aus dem Hexenhammer von Heinrich Kramer, wonach die Frau von Natur aus schlecht sei, da sie schneller am Glauben zweifele, als auch schneller den Glauben ableugne. Ausgangspunkt für den Roman. in dem sich Historie und Fiktion verweben, ist der Quellenfund über die wahre Begebenheit aus dem Januar 1613, als Elisabeth, die sechsjährige Tochter des Landgrafen von Leuchtenburg, unter ungeklärten Umständen auf der Neuerburg zu Tode kam. Für ihren Tod wurde das Wirken von Hexen verantwortlich gemacht. Marita Spang hat gründlich recherchiert und herausgefunden, dass die Eifelherrschaft Neuerburg binnen weniger Jahrzehnte fast hundert Menschen angeklagt und danach in nicht genau bekannter Anzahl hingerichtet hat. Im Roman wird dann aus der historischen Vorlage Elisabeth die ältere Claudia von Leuchtenburg, die mit einem hohen Gerechtigkeitssinn gegen das nur auf den ersten Blick religiös motivierte Treiben der Hexenjagd ankämpft. Durch die Lektüre des Buches wird klar, dass hinter den Bezichtungen der Hexerei in einer großen Anzahl von Fällen sehr profane materielle Interessen steckten und der Vorwurf vom angebliche Abfall vom Glauben und Pakten mit dem Teufel häufig dazu diente, missliebige Erben und andere Besitzer aus dem Weg zu räumen, um sich selbst zu bereichern. Der Roman liest sich flüssig, wichtige Quellen sind genannt und nachprüfbar, so dass Marita Spang es vortrefflich erreicht, den Leser einerseits zu unterhalten und andererseits ihm historische Zusammenhänge und in diesem Fall einen neuen Blickwinkel auf die tatsächlichen Motivation der Hexenanklagen nahezubringen.
Petra Vetter, 09.06.2014

Lesetipps

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Marita Spang hat sich für ihren Debütroman kein neues Thema gewählt: die Hexenverfolgung. Allerdings schuf sie mit
"Hexenliebe" ein Werk, dem es gelingt, den Leser in seinen Bann zu ziehen und im Gedächtnis zu bleiben.

Auf dem Cover ist eine junge Frau zu sehen. Sie hat ein hübsches, offenes Gesicht, doch liegt auch der leichte Schimmer eines Lächelns in ihren Augen. Sie trägt ein prächtiges Kleid im herrschenden Barockstil des ersten Drittel des 17. Jahrhunderts und edlen Schmuck. Also ist sie aus gutem Hause, eine Adlige:

Claudia von Leuchtenberg. Eine außergewöhnliche junge Frau. Intelligent, aufrichtig, mitfühlend, aber durchaus auch scharfzüngig und manchmal etwas unbeherrscht. Sie pflegt eine Freundschaft zur bürgerlichen Barbara Dietz, obwohl beide sowohl unterschiedlichen Standes als auch Charakters sind. Denn während sich Claudia in der Zeit ihres gemeinsamen Klosteraufhaltes auf Grund ihrer Klugheit die Wissenschaften erschließt, sieht Barbara ihre Bestimmung in einem gemütlichen Heim mit Mann und Kindern, weswegen sie hausfrauliche Tugenden beherrscht, für die Claudia keinerlei Geschick aufzubringen vermag. Diese Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als 1612 in der Heimat der beiden Frauen, in der Eifelherrschaft Neuerburg, der Hexenwahn beginnt, der vor niemandem, nicht einmal vor Priestern, Halt zu machen scheint...

Die Autorin hat einen ausgefeilten und gekonnten Schreibstil, der so manches bildhaft vor Augen führt und deutlich die Gefühle der Menschen transportiert. Dadurch gelingt es, Sympathien oder Antipathien auf die entsprechend Personen zu verteilen und mit ihnen schnell vertraut zu werden.

Neben der selbstbewussten Claudia, die über einen messerscharfen Verstand verfügt...

"Alles wird besser beim zweiten Versuch. Vielleicht war Adams Rippe das Einzige, mit dem Gott so zufrieden war, dass er sie beider Schöpfung des Weibes ein zweites Mal nutzte. Den Rest erschuf er neu und vollkommener." (Seite 125)

... und damit in der Lage ist, einen religiösen Disput mit dem Burgkaplan Bernhard Josten zu führen, dem es selbst tatsächlich an einer Geistesgabe wie Klugheit mangelt, ihrer Freundin Barbara, die ein gutes Herz und Verhältnis zu ihrem Vater, dem Bürgermeister, hat, mit dem sie Dinge besprechen kann und durch den sie Rat und Unterstützung erfährt, stehen unterschiedliche Menschen im Mittelpunkt des Geschehens:

Sebastian de la Val, der auf Grund eines Arrangements seines Vater mit Barbara verlobt wird, jedoch beginnt, der ihm geistig ebenbürtigen Claudia Gefühle entgegen zu bringen. Ein Mann, der die Rechte studiert und im Laufe seiner Studien die Erkenntnis gewonnen hat, dass es überhaupt keine Hexen und Zauberer gibt. Der der Meinung ist, dass die Geschichten über Hexensabbat und Teufelsbuhlschaft zu gleichen Teilen auf den schmutzigen Phantasien des "Hexenhammers" und den unter
Svanvithe, 28.10.2014

Selten habe ich einen so intensiv erzählten historischen Roman über die Hexenverfolgung gelesen. Nichts für schwache
Nerven, hervorragend recherchiert. Ich warte auf ein weiteres Werk dieser tollen Autorin.
Claudia Eicher, 29.08.2014

HEXENLIEBE – dieser Buchtitel machte mich bereits neugierig. Und da ich das Genre der historischen Romane so sehr
liebe, mir die Buchbeschreibung ebenfalls zusagte und das Cover mir gefiel, freute ich mich sehr auf den Debüt-Roman von Marita Spang.


Das Cover:

Der Hintergrund des matt gehaltenen Covers wirkt schwarz, doch bei genauem Hinsehen entdeckt man, dass dieser Hintergrund hübsche Ornamente aufweist. Durch das sehr dunkle Anthrazit entdeckt man das Muster oft erst so richtig, wenn man das Buch draußen und bei Sonnenschein liest. Der Buchtitel selbst ist in mattgoldenen Buchstaben gestaltet, was dem Buch ein edles Aussehen verleiht. Der erste Buchstabe ist hierbei besonders hübsch gestaltet und wirkt recht altertümlich – insofern sehr passend für einen historischen Roman.

Auf dem Cover sieht man auf der rechten Seite eine junge Frau mit edler Kleidung – am auffälligsten dürfte hier der im 16. und 17. Jahrhundert verwendete weiße Kragen sein, die sogenannte Halskrause. Unter dem Buchtitel befindet sich die Zeichnung die einen Teil der Neuerburg zeigt, die in diesem Roman eine wichtige Rolle spielt.


Die Handlung:

Das Eifelstädtchen Neuerburg, in der Nähe von Trier über der Enz gelegen - man schreibt das Jahr 1613. Es ist die Zeit der Hexenverfolgung und (fast) überall in Deutschland lodern die Scheiterhaufen, unzählige Unschuldige fallen der Inquisition zum Opfer. Auch in der Eifelherrschaft Neuerburg hat dieser Hexenwahn Einzug gehalten – sehr zum Leidwesen von Claudia von Leuchtenberg. Die junge Frau, Nichte des regierenden Landgrafen, will verhindern, dass ihr Onkel die Verfolgung unterstützt. Doch dann taucht eines Tages zu allem Übel auch noch ein Hexenkommissar in Neuerburg auf.

Hilflos muss Claudia zusehen, wie Unschuldige ihr Leben verlieren, und skrupellose Richter und Henker sich an deren Eigentum bereichern. Diesen Zustand will und kann die junge Frau nicht hinnehmen und so beschließt sie, den Kampf gegen die Ungerechtigkeit aufzunehmen und die gewissenlose Justiz mit ihren eigenen Waffen zu schlagen...


Erster Eindruck / Buchaufbau:

Ich war erstaunt, als ich das Buch erstmals in Händen hielt – für ein Buch mit ca. 650 Seiten erschien es mir sehr dünn. Ich verglich es mit anderen historischen Romanen, sowohl vom gleichen Verlag, als auch mit Romanen anderer Verlage und stellte fest, dass dieses Buch sogar dünner ist, als eines mit ca. 450 Seiten. Schon beim Durchblättern fiel auf, dass das Buch sehr dünne Seiten besitzt, die Buchdeckel selbst auch relativ dünn sind (wobei ich mich in Bezug auf die Buchdeckel auch täuschen kann). Das Format des Buches war von den Maßen her eine übliche Größe, doch durch die dünnen Seiten und die geringere Dicke des Buches ist es schön leicht und auch recht handlich.

Ich war sehr skeptisch, das muss ich
Cappuccino-Mama, 20.08.2014

dramatische Hexenverfolgung in der Eifel

tom, 16.07.2014

dramatisch ergreifend und ungemein spannend

AngelaD, 16.07.2014

Hexenliebe ein historischer Roman von Marita Spang

Ich konnte das Buch in einer LR die die Autorin begeleitet hat lesen.

Cover:
Das Cover hat mich sehr neugierig gemacht.
Und nun, nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich sagen es könnte nicht besser passen.
Alles sehr dunkel gehalten, nur eine Frau (die für Gerechtigkeit und Hilfe kämpft) bringt einen Lichtschein ins Dunkel.

Inhalt:
1613. Die Zeit der Hexenverfolgung.
Auch in Neuerburg, nahe Trier, beginnt sie.
Am Anfang nur zögerlich, aber nach einem einschneidenden Ereignis unterstützt der Landesvater, Wilhelm von Leuchtenberg, den Hexenkommissar und die schlimmsten Hexengegner.
Nur wenige durchschauen, wie sich gewissenlose Richter und Henker, u.a. zu Unrecht am Gut der Verurteilten bereichern wollen.
Claudia, die Nichte des Landesvaters kämpft dagegen an, doch auch sie hat dem ganzen Wahnsinn nicht viel entgegenzusetzen.
Erst als ihre Jugendfreundin Barbara verhaftet und der Hexerei angeklagt wird, ersinnt sie einen waghalsigen Plan, um das System mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.

Meine Meinung:
Ein Buch das mir Gänsehaut verursacht hat.
Eine schlimme Zeit wird beleuchtet. Und immer wieder konnte ich nur denken: wie ungerecht, wie entsetzlich, wie dumm und gemein. Welch eine himmelschreiende Ungerechtigkeit und keine Hoffnung auf Hilfe und Einsicht.
Es wird sehr gut beschrieben wie es überhaupt zu diesem Flächenbrand kommen konnte, durch die Folter ging es immer weiter.
In der Mitte wird es einmal sehr verzweigt, es gab etliche Nebenhandlungen die ich nicht verstand und nicht unbedingt gebraucht hätte, für mich wirkte es an dieser Stelle dadurch etwas zäh.

Zum Schreibstil:
Das Buch ist flüssig und gut zu lesen.
Am Anfang hilft ein ausführliches Personenregister, hier habe ich immer mal wieder nachgeschlagen.
Auch das angehängte Glossar kann recht hilfreich sein, wenn man noch nicht so viele historische Romane gelesen hat und mit Wörtern wie: Gevatter, wohlfeil, Bleuel, Gemächt oder Muhme nichts anfangen kann.

Was mich etwas gestört hat sind die Abbrüche, Wechsel in andere Szenen.
Hier fand ich, waren immer wieder Lücken da, die dann auch nicht mehr aufgenommen wurden. Es ging irgendwo weiter und das eben zur Erkenntnis gebrachte wurde nicht mehr erwähnt oder weitergeführt.

Zur Autorin:
Marita Spang wurde 1959 geboren und wuchs in der Domstadt Trier auf. Schon als Kind las sie gerne historische Romane und trug sich für mit dme Gedanken, selbst einen zu schreiben. Als Psychologin lernte sie viele interessante Persönlichkeiten und Schicksale kennen, die sie später zu einigen Romanfiguren inspirierten. Trotz ihrer zeitintensiven Tätigkeit als selbständige Beraterin, entschloss sie sich schließlich ihren Traum zu verwirklichen.
Gerlinde Reiter, 02.07.2014

Hier meine Rezension zu diesem Roman

Eine bewegende Geschichte während des Hexenwahns

Deutschland anfangs des 17. Jahrhunderts , im ganzen Land verfolgt man wehrlose und unschuldige Menschen , die man der Hexerei bezichtigt . Es ist der reinste Wahnsinn , man foltert und quält sie aufs unmenschlichste. Nur um sie brennen zusehen. Scheiterhaufen um Scheiterhaufen lodert auf.
Richter, Henker und gewissenlose Menschen , nutzen dies Schamlos aus, um sich an deren Hab und Gut zu bereichern und sich an deren Qualen zu ergötzen.
Auch im Eifelstädchen Neuerburg , nahe bei Trier gelegen , das bisher verschont blieb , greift nun der Hexenwahn um sich.
Betroffen ist auch die Heilkundige Kräuterfrau Magdalena , die ehemalige Amme von Barbara und Pfarrer Mohr und weitere unschuldige bezeichnet man der Hexerei.
Claudia von Leuchtenberg ,die Nichte des regierenden Landgrafen Wilhelm von Leuchtenberg versucht alles um ihren Onkel , von dem Irrsinn zu überzeugen und die Bevölkerung zu schützen.
Im Gegenteil dazu ihre Intrigante Cousine Adela , die an dem ganzen gefallen findet und hinterhältige und perfide Pläne schmiedet.
Claudia , findet Unterstützung bei dem Verlobten ihrer besten Freundin Barbara, dem Rechtsgelehrten Sebastian de la Val, der ebenfalls nichts dem Hexenwahn abgewinnen kann.
Als man auch noch eines Tages ihre beste Freundin Barbara der Hexerei anklagt und in den Kerker sperrt , schmieden Claudia und Sebastian einen riskanten Plan um Barbara zu befreien.
Sie wollen die Richter mit ihren eigenen Waffen schlagen .
Sie sind sich aber auch bewusst , das sie sich in höchste Gefahr begeben, sollte der Plan nicht gelingen.........


Die Autorin Marita Spang , ist mit ihrem Historischen Debütroman , ein meisterliches Werk gelungen .
Sie hat eine hervorragende und überzeugende Recherche geleistet. Sie nimmt einem mit in eine mit der dunkelsten und Grauenvolle Epoche , der Menschheit. In der man Menschen der Hexerei anprangerte , grausam und unvorstellbar folterte. Spannend , flüssig , facettenreich und fesselnd erzählt sie von ihren Protagonisten. Sie lässt sie lebendig werden und man hat das Gefühl mitten im Geschehen dabei zu sein, es läuft einem ab und zu kalt den Rücken herunter.
Mit einer klaren , kraftvollen und feinfühligen Sprache übt sie in ihrer Historischen Geschichte eine ungeheure Magie auf einem aus,sie versteht es einem in den Bann zu ziehen......


„Eine fesselnde , bewegende Geschichte , voller Hoffnung auf Gerechtigkeit und Liebe“

Ein Buch das man so schnell nicht vergisst !
Arietta, 01.07.2014

Fazit: Ein hervorragend recherchierter, komplexer Roman, der mit authentisch agierenden Protagonisten und einer
fesselnden, hochspannenden Story absolut überzeugt.
Isabel Roosen, 02.06.2014

Es ist sehr spannend geschrieben. Ich würde mich freuen, dieses Buch komplett zu lesen.

Karin Boronowski, 21.05.2014

Sehr spannend geschrieben die Einleitung und scheint mich wohl bis zum Ende fesseln zu können :) wär ne Überlegung
wert!!
Sandra, 19.05.2014

Verspricht ein spannendes Buch zum Thema Hexenverfolgung zu werden.

Renate, 19.05.2014

Dieser historische Roman motiviert zum Lesen und Erfahren, wie wirksam die Waffen der Frauen gegen die harten
Entscheidungen der Männer auch schon um 1613 waren.
Kornelia Schulte, 17.05.2014

Hört sich nach einem spannenden historischen Roman an.
Ich bin sehr gespannt auf Claudias Plan und wie sie Barbara befreien wird.
Vera T., 17.05.2014

Spannend und fesselnd, ein Buch das man (frau) wahrscheinlich nicht mehr aus der Hand legen wird

Sabine Manuela Asten, 16.05.2014

Ein sehr Interessantes Tema, genau mein Genre...

Arietta, 16.05.2014

Engerechtigkeit.
Manchmal man muss tricksen damit die Gerechtigkeit gewinn.
Jerzy Zukrowski, 16.05.2014

Dieses Thema ist einfach hochinteressant und JA! das Buch muss ich haben und lesen.
Wären im Mittelalter nicht so viele Frauen, die der Kräuterkunde und der Naturheilkunde mächtig waren, verbrannt worden, wäre unsere Naturheilkunde auf einem anderen Niveau.
Sigrid Vondraschek, 16.05.2014

Mittelalter, Hexenverfolgung, Intrigen und Spannung! Ein Buch, dass ich gern lesen möchte!

Claudia Wulbrandt, 16.05.2014

Dieses Buch steht ganz oben auf meinem Wunschzettel.
Spielt das Buch doch in meiner Region .......
Arietta, 12.05.2014
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