Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Der Verrat

9783426199695
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Hardcover, Droemer HC
02.09.2013, 512 S.

ISBN: 978-3-426-19969-5
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Thriller

In Val McDermids neuem Roman "Der Verrat" muss die Schriftstellerin Stephanie Harker am Flughafen von Chicago hilflos mit ansehen, wie ihr fünfjähriger Adoptivsohn Jimmy von einem Unbekannten entführt wird. Als sie, außer sich vor Verzweiflung, aus der Sicherheitsschleuse ausbricht, wird sie für eine Attentäterin gehalten und von der Security überwältigt. Erst die FBI-Agentin Vivian McKuras glaubt ihr. Doch da ist der Entführer mit dem kleinen Jungen schon längst verschwunden ...

Leselounge

Die Autorin

Val McDermid

Portrait von Val McDermid

Val McDermid, geboren 1955, arbeitete lange als Dozentin für Englische Literatur und als Journalistin bei namhaften britischen Tageszeitungen. Heute...

zur Autorin Bücher von Val McDermid

Pressestimmen

Grusel der großen schottischen Krimiautor Val McDermid.

FreundinDONNA, Oktober 2013

Wow! Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, dass nicht Val McDermid "Der Verrat" geschrieben hat, sondern der Teufel höchstpersönlich. <br /> "Der Verrat" kennt wahrlich keine Gnade mit dem Leser und bedeutet Unterhaltung, die einen ganz sprach- und atemlos macht. Eben Thrill-Time der einsamen Spitzenklasse.<br />

www.literaturmarkt.info, 23.09.2013

Wie so oft in den Romanen von Val McDermid trügt der Schein, und die Wahrheit verbirgt sich hinter einem Geflecht aus Lügen und Verrat. Einmal mehr ist Val McDermid ein ungemein fesselndes Buch gelungen, dessen Stärke in der Fülle an unerwarteten Wendungen und in der immer wieder bewegenden Frage liegt: Wem kann man trauen?

NDR Niedersachsen, Neue Bücher, 17.09.2013

Ein sehr spannender Thriller mit starkem Finale.

Badisches Tagblatt, WO am Sonntag, 29.09.2013

So dicht verwoben und eng gestrickt kommt selten ein Thriller daher. Von allem und jedem wird man in die Irre geführt - und diese Spannung bleibt bis zum fuiosen Finale erhalten.

Indigo, Oktober 2013

Val McDermid schreibt seit 25 Jahren grandiose Thriller - und wird, wie dieser beweist, immer besser!

Grazia, 10.10.2013

Freundschaft und Verrat sind die Themen in Val McDermids neuem Thriller. Die Schottin liefert damit einen spannenden und nur schlecht aus der Hand zu legenden Krimi, der mit einem wirklich klassisch-überraschenden Ende überzeugen kann.

Cellesche Zeitung, 15.11.2013

Man sieht das richtig vor sich, wie die große Val McDermid auf die Idee zur Eingangsszene ihres neuen, atemberaubenden Krimis gekommen ist. (...) ...ein hochgescheiter Trip, dessen überraschende Wendungen Sie mehr als nur eine schlaflose Nacht kosten werden. Außer, Sie lesen sehr schnell.

Brigitte, 20.11.2013

"Die Autorin weiß, wie sie ihre Leser fesseln kann, gleichzeitig sorgen geschickte Wendungen für zusätzliche Spannung. Die Charaktere sind vielschichtig und können unterschiedlicher nicht sein."

Line's Bücherwelt (Blog), 24.05.2016

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Stephanie Harker ist mit ihrem Sohn Jimmy auf dem Weg in ihr amerikani-sches Urlaubsdomizil. Beim Umsteigen in Chicags
O´Hara Airport soll Steph durchleuchtet werden. Aus der Kabine heraus sieht sie gerade noch, wie ein Mann Jimmy am Gepäckband anspricht und mit ihm verschwindet. Sie versucht, den Beiden hinterher zu kommen, wird aber durch die Sicherheits-leute aufgehalten. Zuerst schenkt man ihrer Verzweiflung keinen Glauben, aber dann nimmt sich Special Agent Vivian McKuras vom FBI sich ihrer an.

Stephanie beginnt zu erzählen: von Jimmy und seiner Mutter Scarlett Higgins, für die sie als Ghostwriterin gearbeitet hat und mit der sie bis zu ihrem Krebstod eine besondere Freundschaft verbunden hat. Von ihrem ehemaligen Freund Pete Matthews, der ihr immer noch nachstellt und von der ganzen Zeit, die sie mit dem C-Sternchen verbracht hat...

"Der Verrat" ist mal ein ganz anderer Thriller - für mich eher ein spannender Krimi. Die Spannung beginnt gleich zu Beginn, als Jimmy am Flughafen entführt wird. Dann folgen bis kurz vor Schluss die Erzählungen aus der Vergangenheit. Hier lerne ich die Protagonisten mit all ihren Stärken und Schwächen kennen und bekomme die Verwandlung von C-Sternchen Scarlett mit - vom kleinen naiven Dummchen aus einer Reality-Fernsehshow zu einer gerissenen jungen Frau, die alle hinters Licht zu führen versucht. Für mich sind diese Rückblicke genauso spannend, da ich bereits hier zu spekulieren beginne, was es mit der Entführung auf sich hat. Außerdem bekomme ich einen Einblick in das Leben eines C-Promis mit all seinen Glanz- und Schattenseiten.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und die Spannung nimmt zum Ende hin auch noch zu. Das Einzige, was diese Geschichte für mich nicht zu seinem supertollen Buch macht ist, dass ich das Ende schon sehr früh so habe kommen sehen und es für mich einfach zu abrupt war.

FAZIT:
Ein gelungener Krimi, der mit seiner spannenden Hintergrundgeschichte sicher lesenswert ist. Wer sich aber auf einen handfesten Thriller freut, der wird hier enttäuscht.
Gaby Hochrainer, 27.08.2014

*** Klappentext ***

In Val McDermids neuem Roman "Der Verrat" muss die Schriftstellerin Stephanie Harker am Flughafen von Chicago hilflos mit ansehen, wie ihr fünfjähriger Adoptivsohn Jimmy von einem Unbekannten entführt wird. Als sie, außer sich vor Verzweiflung, aus der Sicherheitsschleuse ausbricht, wird sie für eine Attentäterin gehalten und von der Security überwältigt. Erst die FBI-Agentin Vivian McKuras glaubt ihr. Doch da ist der Entführer mit dem kleinen Jungen schon längst verschwunden ...



*** Meine Meinung ***

Mehr als der Klappentext sollte auch nicht verraten werden, denn während der Befragung von Stephanie Harker durch Agent Vivian McKuras erfährt der Leser nach und nach die ganze Hintergrundgeschichte. So weiß der Leser nie mehr als die Polizei und die Spannung steigert sich sukzessive. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, denn es gab eine Überraschung nach der anderen und wenn man glaubte, man hat die Situation erfasst, gab es schon wieder eine Wendung, mit der man nicht gerechnet hatte.

Die Figuren wurden lebensnah und authentisch präsentiert und ich konnte mit Stephanie Harker und Vivian Kurras auf der Suche nach Jimmy mitfiebern.

Vor allem die Vielschichtigkeit der Figuren macht einen großen Teil der Spannung aus, denn es gab Handlungen, die man der jeweiligen Figur nicht zugetraut hätte.

Ich fand es auch klasse, dass Val McDermid in ihrer Schreibweise auf sprachliche Unterschiede zwischen amerikanischem und britischem Englisch Wert gelegt hat. Außerdem ist der Schreibstil flüssig, jedoch sollte man schon sehr gut des Englisch mächtig sein, um ein Buch im Original lesen zu können.

Leider fand ich das Ende nicht zu 100 % überzeugend und vor allem fand ich es ein wenig zu flott abgefrühstückt.

So vergebe ich gern knappe 5 von 5 Sternen.
Elena Ernst, 11.07.2014

Stephanie befindet sich mit ihrem Sohn Jimmy auf einem Flughafenterminal vor der Sicherheitskontrolle. Für sie ein
äußerst unangenehmes Procedere, da sich in ihrer Hüfte Metallteile befinden. Den Bestimmungen zufolge muss sie alleine in die Schleuse und auf die Leibesvisitation warten, während Jimmy verantwortungsvoll das Gepäck bewacht.

Hilflos muss Stephanie aus der verschlossenen Kabine mit ansehen, wie ein fremder Mann Jimmy anspricht, ihn an die Hand nimmt und mit ihm weggeht. Ihr Bemühen, der augenscheinlichen Entführung ein promptes Ende zu bereiten, endet in einer Rangelei mit mehreren Sicherheitsbeamten, welche sie außer Gefecht setzen.

In dieser sehr kurzen Leseprobe kommt schon Spannung auf. Zudem hat Stephanie hat ein Geheimnis, welches nicht nur die Hüfte, sondern auch Jimmy betrifft. Val McDermid gelingt es, die hilflose Angst, welche fast an Panik grenzt, im Augenblick der Entführung für mich spürbar zu schildern. Diese LP hat das Potential zu einem rasanten, atemlosen Thriller, in dem nicht alles so ist, wie es zu sein scheint – wie der Titel vermuten lässt.
Helga Hensel, 31.12.2013

Stephanie ist auf dem Weg in den Urlaub mit ihrem Beinahe-Adoptivsohn
Jimmy. Am Flughafen bei der Einreise in die USA wird Stephanie festgehalten,
um näher untersucht zu werden, weil bei ihr der Detektor angeschlagen hat.
Während sie also abgetastet wird, wird Jimmy außerhalb der Untersuchungszone plötzlich von einem Fremden an die Hand genommen. Der unbekannte Mann verschwindet mit Jimmy seelenruhig in der Menschenmenge am Flughafen...

Anfangs habe ich mich nur sehr langsam und schleppend durch die Seiten
gelesen. Die Freude am Lesen war für mich nicht so gegeben, weil die ersten
100-200 Seiten nicht besonders spannend waren. Auch der Schreibstil hat
mich leider einige Male "stolpern" lassen.

Erst als ich mich dann gescheit eingelesen habe, habe ich richtig Gefallen
an dem Buch gefunden. Es wurde von Seite zu Seite interessanter, mehr über
Scarlett (Stephanies Freundin und gleichzeitig leibliche Mutter von Jimmy),
ihren Beziehungen und ihr Leben herauszulesen. Die ganzen komplexen Verstrickungen und Verirrungen bis Stephanie endlich dorthin gekommen ist, wo Jimmy zu finden war, waren für mich letztlich super spannend.

Und was für ein Ende!! - Einfach unglaublich spannungsgeladen und überhaupt nicht erwartet. - Es wäre wirklich bedauernswert gewesen, wenn ich das Buch voreilig abgebrochen hätte. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, an der perfiden Geschichte dran zu bleiben.

Ich vergebe guten Gewissens 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die unter anderem spannungsreiche und überraschende Schlussszenen lieben. ;-)
Janine Brandstetter, 18.10.2013

Gleich der 1. Teil hat mich total gefesselt! Anschließend wird langsam Spannung aufgebaut. Der Schluss ist absolut
überraschend. Sehr Lesenswert! :-)
Susanne Bechtold, 18.10.2013

Meine Meinung:
Als ich die Kurzbeschreibung und eine Leseprobe des Buches gelesen hatte, dachte ich - wow, das hört sich mächtig spannend an, das musst du unbedingt lesen. Und da ich bisher noch kein Buch der Autorin kannte, fiel die Entscheidung dafür nicht schwer.
Dann kam jedoch rasch die Ernüchterung, denn direkt im Anschluss an die Leseprobe begann die Geschichte sich zu wandeln. Anstatt einer aufregenden Suche nach dem verschwundenen Kind, erzählt Stephanie in einem Verhörraum des Flughafens in aller Seelenruhe die Geschichte von Jimmys Eltern, und wie sie selbst zu seiner Adoptivmutter wurde. Über Stunden berichtet sie haarklein und in jeder Einzelheit, so als würde sie ein Buch schreiben - mit einem Bericht von Fakten, anhand derer man den Jungen eventuell finden könnte, hatte das jetzt nicht wirklich viel zu tun.
Über eine sehr lange Strecke (2/3 des Buches) bekommen wir also eher eine sozialkritische Milieustudie zu lesen über ein Thema, das mich eigentlich überhaupt nicht reizt. C-Prommis aus irgendwelchen Big-Brother-Formaten. Zudem tummeln sich in der Geschichte bis auf zwei Ausnahmen nur problembehaftete Figuren, und diesen beiden Ausnahmen wird am Ende dann auch noch schnell ein Problem angedichtet.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich das Buch trotz allem ganz gerne gelesen habe. Es war nicht so uninteressant, wie es sich im ersten Moment anhört, auch wenn vieles irgendwie vorhersehbar war. Nur, wenn man einen spannenden Thriller erwartet und die Geschichte sich dann allenfalls als ein Psychothrillerchen entpuppt, kann man eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen. Hinzu kommt noch, dass ich den Schluss absolut unpassend fand.
Was ich auch jedem Leser, der sich für dieses Buch entscheiden sollte, empfehlen möchte - lest auf gar keinen Fall als Erstes den Klappentext, dann könnt ihr euch wenigsten noch ein bisschen Spannung für den Mittelteil bewahren.

Fazit:
Kein Thriller, bestenfalls ein Psychothrillerchen.
Wer gerne Familiengeschichten ergründet, wird an diesem Buch Freude haben. Wer jedoch einen spannungsgeladenen Thriller lesen möchte, sollte sich besser für ein anderes Buch entscheiden.
MacBaylie, 06.10.2013

Im Rahmen einer Lesechallenge bei Lovelybooks habe ich diesen Roman gewonnen und vom Droemer-Knaur-Verlag zur Verfügung
gestellt bekommen. Ich war sehr gespannt auf das Buch, da ich schon sehr lange ein Fan der Autorin bin, die 2010 den Daimond Dagger für ihr Lebenswerk erhielt. Val McDermid gilt damit als Grande Dame der Krimiautorinnen und hat weltweit (ihre Romane erscheinen in mehr als 40 Sprachen) über zehn Millionen Bücher verkauft. Das Cover springt den Krimileser auch sofort an. Die rote Lampe signalisiert sofort Gefahr. Ein sehr gelungenes Cover finde ich.
»Der Verrat« ist weder klassischer Ermittlerkrimi noch Actionthriller. Die Spannung entsteht hier durch die Beziehung der Figuren untereinander und deren Geheimnisse, Lügen und Intrigen, die nach und nach frei gelegt werden. Ich würde es als dramatischen Spannungsroman deklarieren.
Im Mittelpunkt der Story steht die Ghostwriterin Stephanie Harker. Gleich zu Beginn des Romans wird ihr Adoptivsohn Jimmy am Flughafen entführt, während die Protagonistin vom Sicherheitspersonal durchsucht wird, da sie eine Metallplatte und drei Schrauben im linken Bein hat und die Detektoren deshalb sofort Alarm schlagen. Stephanie schreit und in der Untersuchungskabine als sie sieht, wie ein Mann Jimmy wegführt. Doch anstatt ihr zuzuhören, setzen die Sicherheitsleute den Elektroschocker ein und nehmen Stephanie Harker in Gewahrsam. Nach und nach erfährt nicht nur die Special Agent Vivian McKuras vom FBI die ganze Vorgeschichte, sondern auch die Leser/innen. Stephanie Harker erzählt wie sie ihre Klientin, den Reality Tv Star Scarlett Higgins kennen gelernt hat, und sich wider aller Erwartungen mit ihr befreundet hat, während Stephanie ihre Biografie verfasst hat.
Als die Polizei die Überwachungsvideos vom Flughafen sichtet, glauben sie endlich, dass jemand Stephanies Adoptivsohn entführt hat. Ab sofort beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
»Der Verrat« ist ein spannender Roman, der beinahe ohne actiongeladener oder blutiger Szenen auskommt. Der Roman konzentriert sich vielmehr auf die Personen und deren Geschichten. Die Figuren sind plastisch gezeichnet und agieren meist glaubhaft und authentisch. Einzig die Hauptfigur fällt am Ende aus dem Rahmen und agiert völlig ›out-of-character‹. Das TV-Sternchen Scarlett Higgins ist eine Figur wie man sie überall im TV schon gesehen hat, eben ein typisches Sternchen, das sich aus der Gosse hochgearbeitet hat. Sie wirkt wie eine Mischung aus Verona Feldbusch und Katie Price. Man bekommt auch einen guten Einblick in die Welt der Möchtegernstars und den Menschen drumherum. So wird Scarlett Higgins auch gestalkt, sowie ständig von der Presse verfolgt.
Auch die Nebenfiguren werden gut beschrieben. Man kann sich in die Charaktere einfühlen. Jedoch fehlen Sympathieträger. Im ganzen Roman gibt es quasi nur zwei sympathische Personen, die als Identifikationsfiguren herhalten können: Stephanie und ihr Freund Ni
Jennifer Wind, 05.10.2013

Ein toll geschriebenes, eindringliches Buch mit intensiv und wirkungsvoll dargestellten Charakteren - keine Frage, dass
die seit Jahren erfolgreiche Autorin Val McDermid schreiben kann wie sonst kaum eine.

Dennoch erlebte ich diesmal gleich aus mehreren Gründen eine herbe Enttäuschung, obwohl ich das Buch bis zum Ende mit Genuss gelesen habe. Der Hauptgrund - die Auflösung war einfach viel zu absehbar und deutete sich für mich im großen und ganzen bereits im ersten Drittel des Buches an.

Dass "Der Verrat" kein knallharter Thriller, sondern eher eine sich ruhig entwickelnde Charakter- und Milieustudie ist, hat mich hingegen kein bisschen gestört - ein Profi, eine Autorin der Extraklasse wie Val McDermid kann sich sowas leisten.

Doch ein bisschen erinnert es mich an die letzten Werke ihrer Landsmännin Barbara Vine, wo inhaltlich einfach schon die Luft raus ist, das aufgebaute Konstrukt von "Suspense" - um einmal den berühmten, von Hitchcock geprägten Begriff zu bemühen - und Spannung nicht aufrecht erhalten werden kann und irgendwann wie eine Seifenblase platzt. Mit Sicherheit keines von McDermids Paradestücken. Wer jedoch gut geschriebene Spannungsliteratur liebt, der kann mit diesem Buch nichts falsch machen.
TochterAlice, 05.10.2013

Heute stelle ich euch den Thriller „Der Verrat“ von Val McDermid vor. In dem Thriller geht es um Stephanie, die mit
ihrem Ziehsohn Jimmy Urlaub machen will. Sie fliegt mit ihm in die USA. Auf dem Flughafen in Chicago muss sie sich wegen einer Metallplatte im Knie einer genaueren Securityuntersuchung unterziehen. In dieser Zeit wird Jimmy ihr Sohn entführt. Keiner hat was gesehen, keiner glaubt ihr und keiner reagiert. Stephanie ist in voller Panik und wird vom Security Personal mit einem Elektroschocker zur Strecke gebracht. Erst eine FBI Agentin glaubt die Geschichte vom entführten Sohn. Wer hat einen Grund Jimmy zu entführen? Wird ihn das FBI finden?

Meine Meinung:

Wenn man den Klappentext und den Prolog liest, glaubt man in einem wahnsinnig spannenden Thriller gelandet zu sein. Wenn man aber weiter liest, fehlen plötzlich die Aspekte eines Thrillers. Es wird viel über das Leben von Stephanie und von Jimmys Mutter Scarlett geschrieben. Scarlett wurde durch eine Reality Tv-Show berühmt und starb anschließend an Brustkrebs, so dass Stephanie die Verantwortung für Jimmy bekam. Das Buch liest sich für mich daher eher wie eine Biographie. Es werden zwar immer wieder kurze Szenen eingeblendet was die FBI Agentin in die Wege leitet um Jimmy zu finden aber die meiste Zeit wird nur über das Promileben geschrieben. Mir fehlte da echt die Spannung und ich bin auch nie so wirklich in den Lesefluss gekommen. Ich konnte mich oft nicht mehr auf den Text konzentrieren und musste das Buch dann wieder weglegen. Es hat mich einfach nicht wirklich gepackt. Wenn mich ein Buch richtig fesselt kann ich es oft gar nicht mehr aus der Hand legen, aber hier war das absolut nicht der Fall.
Die einzigen spannenden Szenen, die es dann noch gab, kamen erst zum Schluss als das FBI nach dem Entführer fahndet. Aber das war auf den letzten hundert Seiten. Vorher musste man erst 400 Seiten eher unspektakuläre Geschichte weglesen.

Ich fad es schade so zu enttäuscht werden, aber manchmal erfüllen Bücher einfach die die Erwartungen der Leser.

Von mir gibt es 3 Sterne für den Roman.
Nicole Pichler, 04.10.2013

Inhalt:
Stephanie fliegt mit ihren Adoptivsohn in Spe in den Urlaub nach Amerika. Doch die beiden kommen im Hotel nicht an, denn vor dem Anschlussflug passiert etwas, was sich Stephanie nie hätte träumen können:
Jimmy wird vor ihren Augen entführt und sie muss es hilflos mitansehen, da sie durch Schrauben im Bein noch extra kontrolliert werden muss.
Außer sich vor Sorgen flieht sie aus der Untersuchung und wird dabei als ein Terrorist gehalten und sofort aus dem Verkehr gezogen- mit Teaser!
Es dauert zu lange, bis jemand Stephanie endlich glaubt. Die Sorge um Jimmy ist groß. Wer ist der Mann, der ihr Jimmy einfach so wegnahm? Warum ging der Junge so bereitwillig mit?
FBI-Agent Vivian McKuras geht der Sache nach und taucht in die Ghostwriterwelt von Stephanie ein. Eine Reise in die Vergangenheit, die zeigt, dass nicht alles aus Gold ist, was glänzt.

Meine Meinung:
Ich habe dem Buch sehr enthusiastisch entgegengesehen und wurde eigentlich nicht enttäuscht. Es hatte zwar nicht sehr viel von einen Thriller, aber die Hanlung war spannend und sehr interessant aufgebaut, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte.
Die Welt von Stephanie ist (sehr) genau beschrieben, wobei sie selbst eher in den Hintergrund rückt. Die Situation, WIE sie zu Jimmy gekommen war, ist verworen und reichlich kompliziert.
Der Hauptteil handelt von der Vergangeheit mit Sprüngen in die Gegenwart, man taucht in die Sichtweise von verschiedenen Personen auf und auch, wenn der Hauptteil nicht gar so von Spannung trotzt, war es wirklich gut und flüssig zu lesen.
Der Schluss hat es dafür in sich und auch wenn der Thriller erst in den letzten 70 Seiten auftaucht, ist das Buch spannend und wirklich empfehlenswert.

Fazit:
Es hat Höhen und auch Tiefen und dennoch fiebert man mit und hofft für Stephanie nur das Beste.
4 von 5 Sternen und absolut empfehlenswert!
Tina Kroiß, 03.10.2013

„Der Verrat“ ist das erste Buch, das ich von Val McDermid gelesen habe, sie war mir als erfolgreiche Krimiautorin
aber durchaus ein Begriff, so dass meine Erwartungen hoch waren. Der Einstieg las sich spannend, zwar mit einigen Schönheitsfehlern, war aber im Großen und Ganzen vielversprechend. Eine Mutter reist mit ihrem 5-Jährigen Sohn von England in die USA in den Urlaub. Als sie an der Sicherheitskontrolle bei der Einreise aufgehalten wird, muss sie mit ansehen, wie ein fremder Mann ihren Sohn von dort weg führt. Das Sicherheitspersonal bekommt davon nichts mit, missdeutet ihre Versuche, Jimmy hinterher zu laufen, als Wiedersetzung gegen die Kontrolle und nimmt sie gewaltsam fest. Soweit, so gut.
Was dann kommt, ist allerdings kein spannender Thriller über die Aufklärung einer Kindesentführung, statt dessen schwenkt die Geschichte um und wird zu einem Familiendrama über eine zugegebenermaßen ereignisreiche Phase aus dem Leben eines Sternchens der Reality-TV Branche. Ich hatte zwischendrin den Eindruck, Mrs McDermid wollte möglicherweise mal einen Roman in einem anderen Genre schreiben, und da dem Verlag das zu heikel war, musste als Alibi eine Krimigeschichte drum herum gestrickt werden. Hand und Fuß hat weder das eine noch das andere. Die Lebensgeschichte von Jimmys Mutter ist langatmig erzählt, die Charaktere wirkten auf mich gestelzt, die Emotionen aufgesetzt. Des öfteren werden als Stilmittel am ende eines Kapitel theatralisch formulierte Anspielungen verwendet, die wohl Spannung erzeugen sollen, aber leider allzu oft ins Leere laufen. Dazu kommt bei mir, dass mich das Thema C-Promis und ihre Lebensgeschichte absolut nicht interessiert. Man könnte aus dem Buch mit gutem Willen Kritik an dem Verhalten der Medien heraus lesen, ich bin jedoch der Meinung, dass es diese Form des Journalismus geben wird, solange eine derart große Leser- und Zuschauerschar nach diesen Geschichten giert. Zum einen gehöre ich nicht dazu, zum anderen habe ich dieses Buch in die Hand genommen, weil es als „Thriller“ klassifiziert war, was definitiv nicht zutrifft. Nach den ersten 50 Seiten fällt der Spannungsbogen rapide ab und nimmt erst zum Finale hin wieder etwas Fahrt auf. Zwischendrin werden ab und an kurze Kapitel eingestreut, die den Leser daran erinnern, dass es anfangs um eine Kindesentführung ging und auch so etwas wie Ermittlungen gibt, das war es dann auch schon, und der Leser muss sich durch weitere Seiten mit Intrigen und Verwechslungsgeschichten quälen. Am ende gibt es so etwas wie eine Aufklärung und einen „Show Down“, in sich schlüssig ist dies leider nicht. Die Geschichte wirkt auf mich konstruiert und nicht logisch aufgebaut, das Ende ist für mich wie letztendlich das ganze Buch für kich als Thrillerfan eine Enttäuschung. Ich werde mit Sicherheit kein weiteres Buch dieser Autorin in die Hand nehmen.
mrs-lucky, 03.10.2013

Die Geschichte klingt Spannend.

Stephanie fliegt mit ihrem fünfjährigen Adoptivsohn Jimmy in den Urlaub nach Amerika. In Chicago werden sie Sicherheitsbereich getrennt, keiner achtet auch den Jungen, ein unbekannter Mann nimmt sich ihm an, zusammen verschwinden sie spurlos. Stephanie muss sich das Schauspiel mit ansehen, und dreht durch, keiner der Beamten scheint sie zu verstehen, sie wird für eine Attentäterin gehalten und auch so behandelt, bis die FBI-Agentin Vivian McKuras den Fall übernimmt, erst dann kommt der Stein des Glaubens und der Taten ins Rollen, doch da ist der unbekannte mit dem Jungen schon lange verschwunden....

Der Hauptteil des Buches besteht darin, das Stephanie mit der FBI-Agentin zusammensitzt und die Vergangenheit erzählt, wie es dazu kam das Jimmy ihr Adoptivsohn wurde. Es ist interessant zu lesen, wie es dazu kam, doch hat diese Geschichte irgendwie nichts was einem Thriller gleicht, es ist mehr eine Dramatische Geschichte. Zum Thriller wird es im letzten Teil des Buches.

Die Protagonisten sind alle sehr gut ausgearbeitet worden, der Leser erfährt sehr viel über die einzelnen Charaktere.

Der Schreibstil ist locker, die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Spannung gibt’s am Anfang, wo die Entführung stattfindet, dann flaut sie leider ab, und war irgendwie gar nicht mehr vorhanden, trotzdem hat die Geschichte irgendwie gefesselt, im letzten Teil des Buches kam dann nochmal richtig Spannung auf, wo sich die Ereignisse teilweise überschlagen haben.

Das Rätseln wer nun hinter der Entführung steckt, hat richtig Spaß gemacht, man konnte sich nicht richtig festlegen, es gab überraschende Wendungen, und am Ende ging es ganz anders aus als erwartet.

Ich finde ein richtiger Thriller ist dieses Buch nicht, dazu fehlt der richtige Thrill-Effekt, aber es hat mich sehr gut Unterhalten, ich habe ordentlich mit gefiebert, ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
Manu2106, 03.10.2013

In Val McDermids neuem Roman "Der Verrat" muss die Schriftstellerin Stephanie Harker am Flughafen von Chicago hilflos
mit ansehen, wie ihr fünfjähriger Adoptivsohn Jimmy von einem Unbekannten entführt wird. Als sie, außer sich vor Verzweiflung, aus der Sicherheitsschleuse ausbricht, wird sie für eine Attentäterin gehalten und von der Security überwältigt. Erst die FBI-Agentin Vivian McKuras glaubt ihr. Doch da ist der Entführer mit dem kleinen Jungen schon längst verschwunden.

Die Autorin:

Val McDermid wurde 1955 in Kirkcaldy im schottischen Fife geboren und wuchs dort in einer Bergarbeiterfamilie auf. Nach der Schulzeit studierte sie Englisch in Oxford. Nach Jahren als Literaturdozentin und als Journalistin bei namhaften Zeitungen lebt sie heute als freie Autorin in Manchester und in einem kleinen Dorf an der englischen Nordseeküste. Sie gilt als eine der interessantesten Autorinnen im Spannungsgenre und ist außerdem als Krimikritikerin der BBC, der Times, des Express und der Krimi-Website Tangled Web sowie als Jurymitglied mehrerer Krimipreise eine zentrale Figur in der britischen Krimiszene. Ihre Kriminalromane und Thriller sind weltweit in mehr als 25 Sprachen übersetzt.

Meine Meinung

Dieser Thriller ist komplett anders als alle anderen Thriller die ich bis jetzt gelesen habe. Am Anfang des Buches habe ich noch gedacht wie kann man es als Thriller bezeichnen. Die Geschichte beginnt mit der Entführung von Jimmy doch dann gleicht es eher einer Erzählung über gewisse Umstände, gewissen Personen und Zusammenhänge. Die Geschichte plätschert leicht und langsam vor sich hin bis man als Leser alle Charaktere kennengelernt hat. Doch dann nimmt das Buch eine Wendung und der Spannungsbogen nimmt so an Fahrt auf das es schwer fällt das Buch wieder aus der Hand zu legen. Ich möchte nicht sagen das es am Anfang langweilig war sondern einfach nur das es einem Thriller nicht gleicht und dennoch hat die Autorin es geschafft den Leser so neugierig zu machen das man einfach weiterlesen lesen möchte und dies lohnt sich dann auch wenn man das Ende betrachtet. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet doch für meinen Geschmack vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas zu sehr. Viele Beschreibungen und Einzelheiten sind im Ganzen betrachtet für die Geschichte sehr wichtig doch für den Leser (oder für mich persönlich) manchmal etwas zu langatmig.

Wenn man das Buch jedoch zuschlägt und alles im Zusammenhang betrachtet ist es ein Buch was Spannung verspricht und auch die Emotionale Sicht auf gewisse Dinge kommt hier nicht zu kurz. Jeder der mal einen Thriller lesen möchte der ohne viel Blut auskommt und der die Handlungsstenge mal ganz anders aufrollt der sollte dieses Buch lesen. Und eins darf ich verraten das Ende kommt einer Explosion gleich denn was den Leser erwartet ist nicht zu erahnen und das hat mir super gefallen. Die ganze Story ist schlüssig un
Susann Lindemann, 03.10.2013

Beschreibung:
Stephanie ist Ghostwriterin und befindet sich mit ihrem Adoptivsohn Jimmy in Chicago am Flughafen. Auf Grund einer Platte im Knie piepst der Metalldetektor und sie muss sich einer genaueren Durchsuchung unterziehen. Jimmy soll währenddessen an den Gepäckbändern auf sie warten. Und da geschieht das eigentlich Unmögliche. Ein Unbekannter in Uniform entführt ihn. Aus lauter Verzweiflung bricht Stephanie aus der Kabine aus um ihren Jungen zu retten. Auf Grund dieser Reaktion wird sie für eine Terroristin gehalten und mit einem Elektroschocker außer Gefecht gesetzt. Bis sie sich endlich Gehör verschaffen kann, ist der Entführer mit Jimmy schon über alle Berge...


Meine Meinung:

Zu aller erst: Die Leseprobe hat schon einiges Versprochen. Doch so wie man sich einen Thriller vorstellt ist dieser nicht. Was diesem Buch aber keinen Abbruch tut, denn es ist trotzdem spannend und man kann es nicht mehr aus der Hand legen.

Die Autorin beschreibt die Protagonistin Stephanie sehr gut. Man kann sich schnell ein Bild von ihr machen, sodass man gut in die Geschichte hineinfinden kann. Besonders gut hat mir gefallen, was Val McDermid mit dem Charakter von Scarlett angestellt hat. Diese vielen Gesichter und Wendungen bei ihr haben der Geschichte ihren eigenen Touch verliehen.

Wer hier sehr viel Ermittlungsarbeit erwartet wird zunächst enttäuscht. Der Hauptaugenmerk hier liegt auf den Geschehnissen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Stephanie erzählt in dem "Verhör" ihre Vergangenheit, also wie sie die leibliche Mutter von Jimmy kennen lernte und wieso sie einen Verdacht hat, ihn aber nicht äußert. Mich hat das aber in keiner Weise gestört. Ich fand es spannend Hintergrundinformationen zu bekommen, die dazu auch noch sehr gut beschrieben wurden. Es war voller Emotionen.

Was mir hingegen nicht so gut gefallen hat war das Ende. Nicht wer das Kind entführt hat, sonder alles danach. Auf einmal ging es doch sehr schnell und befriedigend waren die letzten Seite leider nicht. 


Fazit:

Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der ohne große Erwartungen an ein Buch ran geht, um sich überraschen zu lassen. Außerdem sollte man den Klappentext hier vielleicht nicht lesen, da die Erzählungen von Stephanie dann vielleicht nicht so positiv aufgenommen werden, wie ich es getan habe.
Carina O., 03.10.2013

Die Britin Stephanie Harker ist Ghostwriterin. Prominenten aus allen Sparten verhilft sie mit ihrer schriftstellerischen
Brillanz dazu, sich gewinnbringend in einem guten Licht darzustellen. Auch Scarlett Higgins, einem Sternchen aus dem Trash-TV mit zweifelhaftem Ruf, greift Stephanie beim ersten Buch unter die Arme. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Frauen. Gemeinsam stehen sie die Geburt von Scarletts Sohn Jimmy, die Trennung vom Kindsvater, Höhen und Tiefen durch. Als Scarlett unheilbar an Krebs erkrankt, erfüllt Stephanie der Freundin ihren letzten Wunsch: Sie wird fortan für den kleinen Jimmy sorgen. Doch als sie gemeinsam mit dem Kleinen in die USA reist, wird der Junge am Flughafen von einem Unbekannten entführt. Stephanie fühlt sich schuldig – sie hat der Freundin auf dem Sterbebett schließlich versprochen, auf Jimmy aufzupassen. Eine fieberhafte Suche beginnt…

Val McDermids neues Buch „Der Verrat“ wird als Thriller ausgewiesen. Und spannend ist es auf jeden Fall: Keine der insgesamt 512 Seiten verbreitet auch nur im Ansatz einen Funken von Langeweile. Aber dennoch: Wer hier einen Gruselschocker erwartet, der einem des Nachts den Schlaf raubt, wird bitter enttäuscht werden. Die ersten beiden Teile der Erzählung gleichen eher einem aufwühlenden Sozialdrama, das den Aufstieg eines Showsternchens und dessen Leben ausführlich beleuchtet. Die Autorin erzählt allerdings auf eine derart faszinierende Weise davon, dass man ihr sogar das Fehlen jeglicher Thriller-Handlung verzeiht. Val McDermid kommt in Bezug auf die Krimi-Spannung eher müßig voran, doch im dritten und letzten Teil zieht sie das Tempo gewaltig an. Ein spannendes Finale und ungeahnte Wendungen versöhnen jeden Thriller-Fan schlussendlich mit diesem Buch.

Mein Fazit: Auch wenn „Der Verrat“ kein Thriller im herkömmlichen Sinne ist, so hat mich die Story dennoch nicht losgelassen und von Anfang an in ihren Bann gezogen. Der Plot ist schlüssig, sorgfältig durchdacht und die Figuren wirken allesamt authentisch. Eine wirklich außergewöhnlich gut erzählte Geschichte, die die Nerven des Lesers langsam, aber auf eine ganz besondere Art kitzelt!
Stephanie Manig, 03.10.2013

Stephanie will nichts anderes als mit ihrem Patenkind Jimmy in den Urlaub fliegen. Doch bei den Sicherheitskontrollen
werden sie getrennt, da Stephanie Schrauben im Bein hat, die den Alarm auslösen. Hilflos muss sie mit ansehen, wie der kleine von einem Fremden mitgenommen wird.
Als das Sicherheitspersonal der vor Sorge durchdrehenden Frau glaubt ist es zu spät. Der Täter ist weg. Werden sie das Kind noch lebend finden? Und was hat Stephanies alter Job als Ghostwriter für Prominente damit zu tun?

Mein Fazit:

Klingt nach Thriller oder? Ja, dachte ich auch aber ich wurde schnell eines besseren belehrt.
Aber fangen wir doch von vorne an. Das Cover hat nichts. Ich wiederhole nichts mit dem Buch zu tun! Es könnte genauso gut die Warnsirene eines absaufenden UBoots sein...
Aber gut, der Inhalt ist wichtiger nicht war?
Somit kommen wir zum Schreibstil welchen ich wirklich sehr gut fand, auch wenn ab und an der Übersetzter wohl GoogleTranslate benutzt hat denn es wurde einfach die englische Satzstellung beibehalten was merkwürdig klingt. Peinlich, peinlich... Aber der englische Schreibstil ist sehr gut, ich hatte mal in die Leseprobe reingeschnuppert. Der deutsche überwiegend auch, bis eben die paar Patzer die jedem Übersetzter eigentlich hätten auffallen müssen.
Nun gut, es liest sich trotzdem sehr flüssig auch wenn mit Cliff-Hangern nicht gegeizt wurde was mich manchmal doch etwas genervt hat. Nicht falsch verstehen, ich finde so etwas baut Spannung auf, aber doch nicht hinter jedem Kapitel, war das wirklich notwendig?
Kommen wir also zur Protagonistin, welche auf den ersten 50 Seiten, in denen das Buch noch nach einem Thriller aussah, wie eine Schlaftablette rüberkommt. Zwar flippt sie aus und versucht den Sicherheitsleuten zu erklären, dass ihr Kind entführt wurde. (Ich fand es sehr unglaubwürdig, dass diese nichts gemacht haben, das wirkte gestellt.)
Als dann endlich das FBI kommt hat die gute Stephanie übrigens alle Zeit der Welt der armen Agentin ihre Lebensgeschichte zu erzählen und ab hier wurde es mir zu bunt.
Hallo?! Das Kind ist weg, aber macht nichts, wir schlagen uns mit Beziehungsproblemen und den Dramen der C-Promis herum. Das war zwar sehr interessant und würde sich bestimmt in einem Drama gut lesen lassen. Aber das ist kein Drama, das ist ein Thriller, zumindest steht das drauf und dann will ich das auch haben! Naja, den habe ich trotzdem weiter gesucht und dann auf den letzten 50 Seiten gefunden. Zusammen mit dem im Titel angekündigten Verrat. Aber 100 von 500 Seiten? Das ist zu wenig.
Alles in allem war ich enttäuscht und würde mich, hätte ich das Buch gekauft, veräppelt fühlen. Es ist ein wirklich gutes und unterhaltsames Drama aber kein Thriller.
Ich geben dem Buch noch ganz schwache 3 Sterne, die gefährlich nahe an 2 wackeln, da die Autorin ein gutes Buch geschrieben hat, nur total am Thema vorbei. Schade.
Sunshine, 03.10.2013

Pro:
Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Freundinnen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: die gebildete Ghostwriterin Stephanie und das vulgäre Reality-TV-Sternchen Scarlett. Sich Scarlett vorzustellen, ist nicht schwer - man muss sich nur RTL und Co anschauen, um genau diesen Typ C-Promi präsentiert zu bekommen: dumm, dreist, raffgierig, oberflächlich... Menschen, die man sich mit unverhohlenem Voyeurismus anschauen kann, um sich dann zufrieden zu denken, dass man selber Gott sei Dank nicht so ist.

Obwohl ich wenig für diese Art von Reality-TV übrig habe, fand ich den (fiktiven) Blick hinter die Kulissen doch sehr interessant. Da hat die Autorin eine gute Dosis Gesellschaftskritik unterhaltsam verpackt. Die Passagen, in denen es um Scarlett und ihr Leben ging, habe ich geradezu verschlungen, und da war es mir dann auch egal, dass der Thriller-Aspekt oft in Vergessenheit geriet (s. "Kontra").

Die ganz große Leistung, die Val McDermid in diesem Roman vollbringt: sie schafft es, einem Scarlett trotz Allem wirklich ans Herz wachsen zu lassen. Nach und nach erfährt man, aus was für einem deprimierenden Milieu sie stammt, und man kann es ihr kaum verübeln, dass ihr jedes Mittel recht ist, da raus zu kommen und mehr aus ihrem Leben zu machen. Und es steckt weitaus mehr hinter der Fassade, die sie der Welt präsentiert, nämlich eine intelligente, entschlossene junge Frau. Ich habe mehr mit Scarlett mitgefiebert und mitgelitten als mit jeder anderen Person in diesem Buch.

Auch die meisten anderen Charaktere werden ansprechend und einnehmend geschildert, so dass man schnell das Gefühl bekommt, hier echte, dreidimensionale Menschen vor sich zu haben - mal sympathisch, mal das genaue Gegenteil.

Die Spannung geht in den langsameren Passagen oft verloren, aber die Handlung ist dennoch interessant verwickelt, voller überraschender Wendungen und definitiv originell und unverbraucht. Ich habe mich auch in den Kapiteln, in denen die Ermittlungen rund um die Entführung kein Stück weiter kommen, wunderbar unterhalten gefühlt.

Kontra:
Ich habe "Der Verrat" im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks gelesen, und was von diversen Teilnehmern mehrfach angesprochen wurde: dieses Buch ist (größtenteils) kein Thriller. Mir kam es vor, als würden hier verschiedene Genres wenig schlüssig miteinander verbunden - als hätte man aus drei Puzzlen ein einziges Gesamtbild zusammengesetzt, und zwar mit dem Hammer. Anfang und Ende bieten durchaus Thriller-Spannung, dazwischen gibt es lange, ruhig dahinplätschernde Passagen, die ich eher einem Frauenroman zuordnen würde, sowie emotional intensive Kapitel, die man nur als Drama bezeichnen kann.

Nicht, dass das Ergebnis wirklich schlecht wäre - vieles davon habe ich sehr gerne gelesen, wie oben schon erwähnt! Aber die Vermarktung des Buches als Thriller erweckt einfach falsche Erwartungen, von dene
Mikkaela Gottstein, 02.10.2013

In Val McDermids neuem Thriller „Der Verrat“ geht es um die Freundschaft zwischen dem C-Promi Scarlett und Steph,
ihrer Ghostwriterin.
Das Buch beginnt sehr spannend mit der Entführung des fünfjährigen Jimmy am Flughafen in den USA. Seine Pflegemutter Steph wollte mit ihm dort Urlaub machen, aber während der Sicherheitskontrolle werden sie unter spektakulären Umständen getrennt.
In einer Rückblende erzählt Steph der Agentin Vivian McKuras, wie es dazu kam, dass Jimmy bei ihr lebt, damit den Entführer gemeinsam herausfinden können. Seine Mutter Scarlett stammt aus schwierigen Verhältnissen, ihr Vater ist an AIDS gestorben, ihre Mutter ist drogenabhängig wie auch die Schwester. Dennoch schaffte sie es in die Fernsehsendung „Goldfish Bowl“, in der sie es mit viel Geschick zu einer großen Popularität schafft. Mit Stephs Hilfe will sie ihre Biographie als Brief an ihr noch ungeborenes Kind schreiben. Steph und Scarlett freunden sich dabei langsam an, was aber Stephs Freund Pete überhaupt nicht gefällt. DJ Joshu, der Vater des Kindes und späterer Ehemann von Scarlett, spielt nur eine Nebenrolle neben Scarlett. Die Geburt seines Kindes kurz nach der Hochzeit erlebt Steph statt seiner mit, da er noch mit seinen Freunden feiert. Steph soll deshalb Patin von Jimmy werden. Da ihre Cousine Jeanne ihr so ähnlich sieht, kommt Scarlett auf die Idee, sich von ihr für die Presse bei den wilden Partynächten doublen zu lassen. Leider erkrankt Scarlett dann an Brustkrebs und alles ändert sich.
Neben diesen Rückblenden, bei denen ich das Gefühl hatte, die Entführung des Jungen gerate in den Hintergrund, wird auch in Großbritannien ermittelt. Der Polizist Nick Nickolaides und Steph hatten sich im Rahmen der Untersuchungen nach Joshus Tod kennengelernt und sie waren sich nähergekommen, als er ihr half, weil Pete das Ende der Beziehung nicht akzeptieren wollte. Jetzt kann Nick den Behörden in den USA mit seinen Beziehungen in der Musikbranche helfen.
Doch dann kommt alles anders als gedacht. Steph entdeckt einen großen Verrat. Auch ich fühle mich verraten. Val McDermid hat es kunstvoll verstanden, mich auf eine falsche Fährte zu locken, mich einzulullen. Ich fühle mich aber auch verraten, weil dieses Buch zu großen Teilen eigentlich gar kein Thriller ist. Lediglich die ersten 50 und die letzten 100 Seiten (von 507) haben diese Bezeichnung verdient, der Rest ist eine schöne Beschreibung des Lebens eines Starletts wie Scarlett.
Ich bin hin- und hergerissen, wie viele Sterne ich vergeben soll. Mir gefällt das Ende nicht, da bleiben mir zuviele offene Fragen, die Geburt z. B. war mir aus in medizinischer Sicht nicht ausreichend genug beschrieben. Die falschen Fährten, die sie legt, waren mir im nachhinein zu konstruiert. Ich bin leider auch vorbelastet, was Val McDermid anbelangt und habe von ihr schon spannendere Bücher gelesen. Deshalb gebe ich drei Sterne. Nichtsdestotrotz ist es ein lesenswe
Leserin71, 02.10.2013

Dieser Roman ist als Thriller betitelt, doch abgesehen von den ersten 50 und den letzten 50 Seiten konnte ich für mich
wenig Spannung finden. Am Anfang wird auf dem Flughafen der fünfjährige Jimmy entführt, während seine Adoptivmutter Stephanie Harker in der Sicherheitsschleuse feststeckt. Als sie sich endlich daraus befreien kann, wird sie vom Flughafenpersonal für eine Attentäterin gehalten und überwältigt. Bis sie endlich erklären kann, was geschehen ist, ist der Entführer mit dem Jungen über alle Berge.

In der Folge wird Stephanie von einer FBI-Agentin vernommen, der sie ihre Lebensgeschichte und die des Jungen bzw. seiner Eltern erzählt. Jimmys Mutter ist Scarlett Higgins, die durch eine Reality-TV-Show bekannt wurde, der Vater ist Joshu Patel, ein angesagter DJ. Stephanies Erzählung gleicht nun mehr einer Milieustudie als einem Thriller. Und leider kann ich mit diesem Milieu nicht viel anfangen, es interessiert mich einfach nicht. Daher waren die 400 Seiten in der Mitte des Buches für mich nur mäßig interessant. Auch der Schreibstil konnte mich hier nicht begeistern, da es im Großen und Ganzen ein Monolog ist, ohne Höhen und Tiefen und ohne viele Emotionen. Auch die Übersetzerin hätte sich etwas mehr Mühe geben können. Zum Teil wurde wohl wortwörtlich aus dem Englischen übersetzt, auch wenn das im Deutschen keinen Sinn ergibt (z.B. S. 315: „Es gehört zu ihrem Beruf, ihren Namen in den Boulevardzeitungen zu haben.“ Er sah leicht verächtlich drein. „Na, ich nehme an.“)

Hinzu kommt, dass Val McDermid einiges stark konstruiert hat, um den Leser künstlich auf falsche Fährten zu locken, teilweise kam es mir wirklich so vor, als würde sie ihre Leser nicht für besonders intelligent halten. In einigen Fällen ist auch das Verhalten der Figuren in keiner Weise nachvollziehbar. Und über weite Strecken ist die Geschichte auch noch vorhersehbar. Selbst als dann am Schluss die ersehnte Wende kommt, ist das keine wirkliche Überraschung.

Ich habe zwischen 2 und 3 Sternen geschwankt. Da ich heute meinen guten Tag habe und jemand, der sich für Realty-Shows und drittklassige Promis interessiert, von dem Buch eventuell einigermaßen unterhalten wird, habe ich mich für 3 Sterne entschieden.
Lilli33, 01.10.2013

Stephanie Harker ist von Beruf Ghostwriterin und mit ihrem 5-jährigen Adoptivsohn auf einer Urlaubsreise in die USA.
Während sie auf dem Flughafen in Chicago in eine Sicherheitskabine muss, wird der Junge vor ihren Augen entführt. Stephanie wird von der Security überwältigt, da man sie für eine Attentäterin hält.

Nach diesem ersten Kapitel von Val McDermids neuem Roman erwartet man einen spannenden Thriller. Doch zunächst wird der Leser mit der Lebensgeschichte des Reality-TV-Sternchens Scarlett Higgins vertraut gemacht. Sie ist die Mutter des Jungen und Stephanie schreibt für sie ihre Autobiographie und wird schließlich ihre Freundin. Erst im letzten Teil des Buches kommt noch einmal die Spannung auf, die einem Thriller nahe kommt. Hier zeigt sich dann auch, warum der Titel des Romans „Verrat“ ist.
Vom Schreibstil her hat mir das Buch gut gefallen. Es ist flüssig geschrieben und die Personen sehr gut ausgearbeitet. Auch wenn ich aufgrund der Ankündigung eines Thrillers etwas anderes erwartet habe, hat mich die Handlung fasziniert. Viele Mutmaßungen über das Geschehen waren dann doch anders als ich dachte, und das Ende hat mich total überrascht.

Das Buch ist nicht außergewöhnlich, aber doch lesenswert und sehr unterhaltsam.

CarmenM, 01.10.2013

Die Ghostwriterin Steph und ihr Adoptivsohn Jimmy haben eine Reise in die USA unternommen. Auf dem Rückweg wird Jimmy
am Flughafen gekidnapped, während Steph in der Sicherheitskontrolle sitzt. Sie muss dies alles mit ansehen und niemand schenkt ihr Vorerst Glauben.
Als sie plausibel erklärt hat, dass sie keine Terroristin ist und an eine Beamtin gerät die sich dazu bereit erklärt ihr zuzuhören, ist es schon zu spät und der Entführer ist mit Jimmy über alle Berge.



die ersten zwei Drittel des Buches beschäftigen sich mit der Vergangenheit, mit Steph's und Jimmys Geschichte und dessen Mutter, die Prominente Scarlett, sowie deren Mann - der berühmte DJ Joshu.
Wir werden eingeführt in eine Welt einer jungen Frau, die sich aus dem Nichts in die weite Welt der Prominenz heraufgearbeitet hat. Wir erfahren ihre Höhen und Tiefen und die Wandlung von Abscheu zu tiefer inniger Freundschaft.
Wir werden mit vielen Problemen der Neuzeit konfrontiert, mit dem Leben als Prominenter - sowohl mit den guten als auch den schlechten Seiten.
Mit einer Krankheit, mit der Liebe zu einem Kind, mit Zukunfts- und Überlebensängsten.
Und mit einer Wandlung von ganz unten nach ganz oben und wieder ganz unten zurück.

Am Ende von Allem steht der Tod.
Man kann jedoch niemanden töten, der schon tot ist.

So endet das Buch, nach einer ganz wundervollen emotionalen Geschichte. Es ist so wunderschön geschrieben, man leidet mit, man freut sich mit, und ich habe sogar über dieses Buch und seine Handlung geweint.
Ich kam mir vor, als wäre ich Teil dieser Geschichte und die Frauen in ihr meine besten Freundinnen.
Ich konnte das Meer riechen, wenn sie an ihm entlangspazieren, ich spürte die nackte Angst einer Mutter, die ihren Sohn verliert, ich spürte die tiefe innige Freundschaft und die Schmerzen der Krankheit.
Ich war Teil dieses Buches. Definitiv.

Das letzte Drittel der Geschichte befasst sich dann mit dem eigentlichen Thema, von dem jeder direkt nach dem ersten Kapitel schon ausgegangen war. Hier geht es rasant und spannend zu.

Und dann kommt das Ende.
Leider kommt es sehr unerwartet und meiner Meinung nach auch überhaupt nicht passend zum Buch, weshalb ich nach langen Überlegungen einen Stern abziehen muss.
Das waren nicht mehr die Personen die wir kennengelernt haben. Und das denke ich nicht nur, weil mir das Ende persönlich vielleicht nicht gefallen hat. Ich meine das rein stilistisch.

Das ist wirklich schade. Aber ansonsten ein Buch was absolut zu empfehlen ist, so etwas habe ich lange nicht mehr gelesen!
Steffi S., 30.09.2013

Stephanie, Patin des kleinen Jimmy, möchte mit ihm eigentlich nur mal abschalten und Urlaub machen. Doch auf dem
Flughafen in New York werden sie bei der Überprüfung getrennt. Ein Entführer nutzt die Chance um Jimmy zu entführen. Stephanie erzählt bei der anschließenden Befragung mit der FBI-Agentin die Geschichte von sich und Jimmy´s Mutter Scarlett, die sich einst aus einfachsten Verhältnissen stammend, über die glamouröse Welt eines C-Promis zu einer angesehenen Prominenten hochgearbeitet hat.

Eigentlich bin ich aus anderen Motiven an dieses Buch heran gegangen und habe mich von der Bezeichnung "Thriller" auf der Titelseite in die Irre leiten lassen. Für mich war dieses Buch höchstens am Anfang und am Ende spannungsreich. Der Mittelteil, die Art Rückblenden, die Stehpanie als Erzählung an die Agentin richtet, gehören zum Verständnis der Geschichte zwar absolut dazu, doch sie haben mich nicht überzeugt. Das Ende kam überraschend, aber nicht in allen Teilen, und hat mich etwas ratlos zurück gelassen.

Ich habe lange geschwankt, wie viele Punkte ich hier vergeben soll, ob 3 oder 4, habe mich aber letztendlich nun für die drei entschieden. Es ist nicht so, dass es schlecht ist, es hat mir meistens ja auch gut gefallen. Aber es gab so einige Teile, die mich nicht überzeugt haben, und da das Buch mich nicht wirklich gepackt hat, habe ich die niedrigere Punktzahl gewählt.

Dies war mein erstes Buch von Val McDermid. Was man ihr zugestehen muss, ist, dass die Protagonisten bis in die Einzelheiten genau ausgearbeitet sind und ich mich anhand der Beschreibungen stellenweise wie in einen Film versetzt gefühlt habe.
vielleser18, 29.09.2013

„Der Verrat“ beginnt schon gleich spannend mit der Entführung am Flughafen. Völlig verzweifelt musste Stephanie
mit ansehen, wie Jimmy entführt wurde und die Sicherheitsleute wollten ihr nicht glauben.
Nur die FBI-Agentin Vivian McKuras glaubt ihr und Stephanie erzählt von der Vergangenheit, von Scarlett und wie es zur Adoption kam.
Val McDermids Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Das Buch hat mich sogleich gefesselt und ich war am Rätseln und Grübeln wer hinter der Entführung steckte und musste unbedingt wissen, wie die Geschichte zu Ende geht. Wer hat wen verraten?
Ich fand die Handlung durchgehend spannend. Zum Schluss steigerte sich die Spannung dann noch einmal.
Die interessanten Charaktere sind gut beschrieben.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!
buchleserin, 28.09.2013

Um "Der Verrat" in die Genre Thriller einzuordnen fehlte mir eindeutig der Thrill, das nach Luft schnappen vor Spannung,
dennoch ist das Buch so genial geschrieben, auch wenn es eher ein Drama, eine Lebenslüge ist, die wirklich ungeheuerlich ist. Ich bin immer noch sprachlos über soviel Skrupellosigkeit.
Stephanie Harker ist im Prinzip diejenige die uns das ganze Buch über eine Geschichte erzählt. Eine Geschichte die viele unerwartete Wendungen nimmt. Als Leser hatte ich die eine oder andere Ahnung, aber da ich immer an das Gute im Menschen glaube, war ich sprachlos am Ende vor dieser Skrupellosigkeit, der Falschheit mancher Menschen. Menschen die andere für ihre Zwecke missbrauchen und benutzen. Dabei ist es egal, ob sie dabei Schaden nehmen. Verletzt werden, unverschämt belogen und das ist etwas was ich wirklich nicht leiden kann. Eigentlich ist alles eine große Lüge. Eine richtig fette Lebenslüge. Als sich die Ereignisse am Ende überschlagen bleibt der Leser sprachlos zurück und das was vorher fast gemütlich vor sich hingeplätschert ist nimmt ein phänomenales Ende.
Gewünscht hätte ich mir mehr von dem Nervenkitzel am Anfang als Jimmy entführt wird, denn leider wird die Auflösung wohin Jimmy verschwunden ist und warum irgendwie nebenbei behandelt und der Fall so mir nichts dir nichts gelöst. Dabei war es das in der Leseprobe was mich direkt ansprach, denn als Mutter kann ich mir den Schrecken den so eine Entführung vor meinen Augen auslöst komplett nachvollziehen. Leider blieb es dann dabei und die Story nimmt eine ganz andere Wendung. Wir schlittern von einer Entführung in ein Drama.
Dem Buch fehlt zwar der gewisse Thrill, das sagte ich schon, aber dennoch sitzt man wie festgeklebt an den mehr als 500 Seiten, die letztendlich weg zu lesen sind wie nichts.
Für mich war es das erste Buch von der Autorin, aber definitiv nicht das letzte, da mir der Schreibstil sehr zusagte. Ich konnte mich komplett auf die Story einlassen, obwohl ich das eine oder andere wie Gänsehaut oder Fingernägel knabbern vor Aufregung vermisst habe.
Von mir eine Leseempfehlung für "Der Verrat" der letztendlich ein echter Verrat an die Freundschaft ist, was ich so nicht erwartet hätte. Letztendlich bleibt doch ein echter WOW! Effekt für ein wirklich ungewöhnliches Buch. Schade nur, das es nicht von Anfang an als das deklariert wurde was es ist und als Thriller hochgepusht wurde, denn das ist definitiv nicht und wer dies erwartet muss seine Erwartungshaltung an einen blutigen und spannenden Thriller wirklich herunterschrauben. Ansonsten ist die Story rund und angenehm, wenn man sich auch immer wieder wünscht nicht an falsche Freunde zu geraten, die einen in ihr grausames Spiel mit einzubeziehen. Bevor ich mich hier noch verplappere, was die Handlung betrifft, verpasse ich dem Buch 4 Sterne und eine Leseempfehlung!
Melanie Enns, 28.09.2013

Wer einen Thriller mit spektakulären Morden und irrem Serienkiller erwartet, der wird enttäuscht sein. Die Spannung
entsteht hier eher durch das exakte ausloten der einzelnen Charaktere, bis in die letzten Winkel ihrer dunklen Seelen.

Val McDermid konzentriert sich in „Der Verrat“ auf das, was sie am besten kann, eine gute Geschichte erzählen. Und auch wenn mich persönlich das Leben und der Medienrummel um B- und C-Promis bzw. der Hype um Reality TV völlig kalt lässt, so hat mich diese Geschichte dennoch fasziniert. Nichts ist wie es scheint und doch folgt alles einem Plan.

Wer das Buch vorurteilsfrei und aufmerksam liest, wird recht früh einen Verdacht haben, wo der Hase hinläuft. Das trübt den Lesespaß aber überhaupt nicht, denn jetzt ist man damit beschäftigt, seine Theorie anhand der versteckten Hinweise zu überprüfen.

FAZIT: Ein guter Krimi der seine Spannung langsam aufbaut und dessen Stärke das Erzählen einer interessanten Story ist, statt auf vordergründige Effekte aus zu sein.
guybrush, 27.09.2013

Ein Kind wird entführt. Vor den Augen der Mutter und am hellen Tag auf einem Flughafen.

Das ist das Problem. Erzählt wird in diesem Buch dann allerdings eher die Geschichte: Warum ist diese Mutter die Adoptivmutter? Wer waren die leiblichen Eltern? Wie ist es zur Adoption gekommen?

Stephanie, die Adoptivmutter, war die beste Freundin von Scalett, dem Star einer britischen Realityshow, die ihre Berühmtheit dadurch erlangt hat, dass sie sich medienwirksam vorbeibenehmen konnte. Ausführlichst wird ihr Leben beschrieben, und auch über Stephanie erfährt man einiges. Das liest sich ganz unterhaltsam, ist aber nicht besonders aufregend, zumal man auch schon weiß, wie es ausgeht. Wir wissen Scarlett und ihr Mann werden sterben. Stephanie wird Jimmi adoptieren.

Deshalb sind zwei Drittel des Buches absolut vorhersehbar. Ich war mir die ganze Zeit nicht sicher, ob ich das lesen möchte. So interessant ist Scarletts Lebensgeschichte dann auch nicht.
Im letzten Drittel hat sich die Autorin dann doch noch etwas einfallen lassen, womit wirklich keiner gerechnet hat. Da wird es dann tatsächlich spannend, wenn auch nicht immer ganz nachvollziehbar.

Ich habe dieses Buch mit gemischten Gefühlen beendet. Es hat mich nicht gelangweilt, aber auch nicht mitgerissen. Es ist kein gewöhnlicher Thriller, der einen packt , der einen rätseln lässt, bei dem man vor Spannung nicht aufhören kann zu lesen. Streckenweise ist es eher eine Milieustudie zu einem mäßig interessanten Thema.

Für mich ist es ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.
Sursulapitschi, 25.09.2013

Ich fand das Buch überraschend. Am Anfang fand ich die Thematik etwas schwergängig, weil ich nicht genau wusste, wo
sie hinwill. Aber irgendwann hat die Erzählung dann doch an Spannung zugenommen, sodass mir selbst das Ende, das ich nicht als sehr überraschend empfand, dieses Buch trotzdem nicht kaputtgemacht hat.
Nicole R., 21.09.2013

Dieser Thriller kommt gänzlich ohne Blutvergießen und Nervenkittel daher, aber zieht den Leser dennoch in seinen Bann.
Mc Dermid wartet immer wieder mit neuen überraschenden Wendungen auf, der Schluss - ein Paukenschlag sondergleichen!
Britta Kalscheuer, 20.09.2013

von Anfang an Spannung pur, muss mir unbedingt das Buch besorgen, fahre ja auf die Buchmesse und dann werde ich es mir
gönnen :)
Maria Müller, 15.09.2013

aber ein wundervoller Roman über die angehende Freundschaft zwischen Stephanie, deren Adoptivsohn entführt wurde, und
dem Starlet Scarlett..

Facettenreich, untehaltsam - nur eben kein Thriller.
Nicole Rothenberger, 13.09.2013

Wieder mal ein super-spannendes Buch von Val McDermid, habe es in zwei Tagen gelesen!

Bettina Schalk, 13.09.2013

Ein spannendes Buch! 4*

Stephanie wartet in der Sicherheitsschleuse darauf, vom Flughafenpersonal untersucht zu werden, als sie mit ansieht, wie ihr Adoptivsohn entführt wird. Von Angst und Verzweiflung getrieben, versucht sie das aufzuhalten. Doch die Sicherheitsbeamten sehen nur eine Frau die ausflippt und die Flughafenmitarbeiter angreift. Nachdem der Sicherheitsdienst sie überwältigt und anschließend ihre Geschichte überprüft hat, wurde Special Agent Vivian McKuras mit den Ermittlungen betraut. Der Mann konnte mit dem Jungen innerhalb einer Minute aus dem Flughafen verschwinden, aber bis die Sicherheitsleute die Entführung als solche betrachteten, sind 20 Minuten vergangen.

Der Schreibstil hat mir gefallen. Das Buch lässt sich gut lesen und die Spannung war von Anfang an vorhanden. Eine verzweifelte Mutter versucht die Entführung ihres Kindes zu verhindern, aber die Sicherheitsbeamten sehen nur eine Terrorgefahr gegen Amerika. Eine Horrorvorstellung für jede Mutter!

Special Agent McKuras wurde in den Außendienst der Einwanderungsbehörde strafversetzt. Sie leidet unter der Langeweile ihres Jobs. Aber als sie den Auftrag bekommt, diese Entführung zu untersuchen, ist es damit vorbei. Und Stephanie erzählt ihr die Geschichte, wie sie Jimmys Mutter kennen gelernt hat und was in ihrem Leben seither passiert ist. Dabei erfuhr der Leser alles: Über Scarlett, einen Promi, den sie über ihren Beruf als Ghostwriterin kennenlernte. Deren Mann Joshu, einem zugedröhnten DJ. Scarletts Cousine Jeanne, die ihren Platz teilweise übernommen hat. Stephanies Ex-Freund Pete, der sie stalkte. Und die Familien von Scarlett und Joshu. Doch alle Hinweise verliefen in einer Sackgasse. Mithilfe von Nick Nicolaides, ihrem Freund bei der Polizei, kam sie auf die Spur der Entführer.

Das Ende war überraschend und total unvorhersehbar. Damit hätte ich niemals gerechnet, aber es war plausibel und passend.
Nicole Klein, 13.09.2013

Tolle Leseprobe.
Ankunft am Flughafen Chicago und schon in man mitten im Geschehen.
Während Stephanie Harker "gefilzt" wird, wird ihr kleiner Sohn entführt.....
Schade, dass die LP so kurz ist.....ich hätte gerne jetzt, gleich, sofort weitergelesen.
Spannung scheint garantiert, wie immer bei Val McDermid´s Büchern :-))
Claudia Haubrock, 13.09.2013

Guter Schreibstil, interessante story und ein rasantes Vorwärtskommen. Das verspricht ein begnadeter Thriller zu
werden...
Petra Beckstein, 12.09.2013

Klug gewählter Einstieg mit der Szene am Flughafen. Die Sprache und "Gedankensprache" sehr nah an der Ausdrucks- und
Empfindensweise des anvisierten Leserkreises - mit dem Setting an der Flughafenkontrolle und dem damit verbundenen nervigen, meist übertrieben empfundenen Sicherheitsprocederes wird ein enger Gegenwartsbezug hergestellt, so dass der Leser bereitwillig in die Geschichte einsteigt.
Steffi Polze, 11.09.2013

Die ersten Seiten der Lesprobe haben mich auch gleich so gefesselt, dass ich mir das Buch so schnell wie möglich holen
muss. Noch toller wäre es natürlich, wenn ich das Glück hätte und es gewinnen würde.
Judith Kühnlein, 09.09.2013

So ein rasanter Einstieg!!! Sofort ist man mitten im Geschehen, möchte einfach weiterlesen - wissen, wie es um
Staphanie und ihren gerade im Flughafensicherheitsbereich vor aller augen entführten Sohn weitergeht. Dieses Buch wird unbedingt in mein Bücherregal wandern.
Christel Bock, 05.09.2013

Schon die kurze Einführung war total spannend. Ein Alptraum für Eltern, für Promis aber mal wieder eine Schlagzeile.
Was will der Entführer und kann das FBI helfen? Jetzt beginnt der Wettlauf gegen die Zeit und der Leser ist mitten drin. Die Einleitung ging rasant los und nun bin ich gespannt wie die Suche verläuft.
Anni, 03.09.2013

Eben habe ich die paar Seiten gelesen und die ersten paar Seiten waren richtig, richtig spannend. Ich hätte am liebsten
weitergelesen!
Petra Hlozanek, 28.08.2013
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