Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Kinder des Jacarandabaums

9783426199732
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Hardcover, Droemer HC
03.03.2014, 320 S.

ISBN: 978-3-426-19973-2
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Roman

Sie spielen im Hof, unter den blühenden Zweigen des Jacarandabaums. Wie ganz normale, glückliche Kinder sehen sie aus, Neda und ihre Cousinen. Doch die Mütter sind fort, eingesperrt für ihren Kampf um Freiheit im Iran. Jahre später, als Neda sich in den jungen Reza verliebt, begreift sie, dass die Vergangenheit der Eltern ihre Liebe zu zerstören droht. Neda beschließt, das jahrelange Schweigen über das Geschehene zu brechen.

Sahar Delíjanís bewegender Roman ist ein großes Panorama der Generationen und eine Liebeserklärung an die Menschen in ihrer Heimat.

Leselounge

Die Autorin

Sahar Delijani

Portrait von Sahar Delijani

Sahar Delijani wurde 1983 in Teherans Evin-Gefängnis geboren, nachdem ihre Eltern im selben Jahr als politische Aktivisten verhaftet wurden. 1996...

zur Autorin Bücher von Sahar Delijani

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Pressestimmen

Persönliche Erfahrungen aus der düsteren Zeit des Iran. Realistisch, brutal und ehrlich.

Buchkultur, Ditta Rudle, April / Mai 2014

Sahar Delijani erzählt die erschütternde Geschichte zweier traumatisierter Generationen. Von Menschen wie Azar und ihrem Ehemann Ismael, die nach der Revolution 1979 ins Gefängnis kommen, um beschädigt wieder ins Leben zurückzukehren oder gar in der Haft zu sterben. Und von Kindern wie Neda, die bei Verwandten aufwachsen, ihre Eltern später als Fremde kennenlernen und mit deren Schweigen nicht umgehen können.

Oldenburger Onlinezeitung, 11.05.2014

Eindringlich und wichtig!

Freizeit exclusiv, 01.05.2014

Ein Romandebüt, das zutiefst berührt - und zum Nachdenken bringt.

Münchner Merkur, 07.05.2014

In ihrem Debütroman beschreibt die Autorin eben jene menschenunwürdigen Bedingungen, denen die politischen Gefangenen in den Verliesen ausgesetzt waren mit minutiöser Genauigkeit: weitgehend auf der Basis der Erzählungen ihrer Mutter. In großen Zeitsprüngen verfolgt die Autorin die Verheerungen, die die Diktatur hinterlassen haben, die traumatisierenden Spuren der Gewalt, die alle Hoffnungen auf ein Leben in Freiheit zunichte gemacht und Wunden geschlagen haben, die nicht verheilen wollen.

Kölner Stadt-Anzeiger, 04.04.2014

In Episoden schildert sie das Schicksal von Familien, deren Mitglieder bitter dafür bezahlen müssen, sich für Demokratie und Freiheit im Iran eingesetzt zu haben. Ein berührendes und brisantes Buch!

DONNA, Mai 2014

Ein Buch, das niemanden kalt lässt.

freundin, 09.04.2014

Bewegendes Romandebüt der gebürtigen Iranerin, das zugleich eine Liebeserklärung an die Menschen ihrer Heimat ist.

Frau im Spiegel, 05.03.2014

"Kinder des Jacarandabaums" ist ein fein gewobener Montageroman. (..) Die Sprache ist klar, schwermütig, zuweilen lyrisch. (..) Der Roman ist das Psychogramm einer unfreien Gesellschaft. Delijani hat wenig bekannte Seiten der neuesten iranischen Geschichte überzeugend in Einzel- und Familienschicksale transponiert und Opfern wie Überlebenden eine Stimme gegeben. Ihr Aufruf hallt noch lange nach: Zu einem friedlichen Kampf für eine Zukunft in Freiheit gehört auch die Erinnerung an Verbrechen, die bis heute verschwiegen oder geleugnet werden.

Die Zeit, Behrang Samsami, 03.07.2014

"Ein feinfühliger Roman einer Iranerin übe ihre Heimat."

Oberösterreichische Nachrichten, 11.07.2015

Rezensionen

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Erst war ich ja ein bisschen skeptisch, ob mir ein Roman über die
Situation in Teheran gefallen würde, aber ich muss sagen, er war von der ersten Seite an spannend geschrieben und man bekommt Einblicke in die Welt dort und die vielen politischen Schwierigkeiten und natürlich die schrecklichen Verhältnisse in den Gefängnissen und wie mit den Menschen umgegangen wird, sie von ihren Kindern getrennt werden und nur weil sie sich gegen die Regierung und ihre Ungerechtigkeiten auflehnen. Zwar versucht die Familie in dem Fall die Großeltern vieles abzuhalten von den Kindern, aber so eine Vergangenheit holt einen halt wieder ein und das wird in dem Roman gut beschrieben. Ich kann es jedem nur empfehlen zu lesen und ich habe dieses Buch bereits nochmal gekauft und weiterverschenkt.
Christel Raum, 28.04.2014

Ich war ganz begeistert von diesem Roman.
Er war sehr fesselnd, man mußte immer weiter lesen, war sehr berührend und zum Nachdenken anregend.
Auf jeden Fall sehr zum Weiterempfehlen
Elke Szach, 18.04.2014

Kinder des Jacarandabaums erzählt die Geschichte einer Lebenswirklichkeit, die von Angst, Verlust, Schmerz und Trauer
geprägt ist, aber auch Liebe, Vertrauen und Mut birgt – und vor allem eines: Hoffnung.

Der Roman beginnt mit den Ereignissen um Nedas Geburt im Gefängnis von Teheran. Ihre Mutter Azar, die als politische Gegnerin des Regimes verhaftet wurde, bringt ihre Tochter unter menschenunwürdigen Bedingungen zur Welt. Azar klammert sich an den Strohhalm ihr Kind behalten zu dürfen, doch sie hofft vergebens. Am Ende verliert die junge Frau gegen die Übermacht des Regimes, die kleine Neda wird ihr genommen und wächst bei den Großeltern auf. Behütet unter den Blüten des Jacarandabaums führt das Mädchen eine unbeschwerte Kindheit, bis ihre Mutter zurück kommt und Neda mit der Realität des Lebens im Iran konfrontiert wird.
Die Autorin Sahar Delijani weiß wovon sie schreibt, denn in den Erlebnissen der kleinen Neda spiegelt sich ihre eigene Geschichte wieder. 1983 im Gefängnis von Teheran geboren, lebte sie 13 Jahre in den Wirren der Revolution, bevor die Familie 1996 in die USA emigrierte. Später bat Sahar Delijani ihre Eltern von ihren Erfahrungen im Gefängnis zu erzählen und verarbeitete Erlebtes auch in ihrem Roman.

Die Ereignisse um Nedas Geburt bilden den Auftakt zu einer großartigen Geschichte, die drei Jahrzehnte umspannt. In Kinder des Jacarandabaums tauchen weitere Charaktere auf, die innere und äußere Kämpfe ausfechten und auf ihre Art mit der Vergangenheit und der Zukunft umgehen müssen. Mit ihrer poetischen und bildhaften Sprache schafft es Sahar Delijani den Iran und die dort lebenden Menschen in der Vorstellung des Lesers zum Leben zu erwecken und ihn an ihrer Welt teil haben zu lassen.

Im italienischen Turin gipfelt schließlich die Handlung des Romans. Dort treffen in den Figuren Neda und ihrem Freund Reza die beiden Gegenpole der Revolution aufeinander und scheinen sich langsam anzunähern, vielleicht gar mit der Vergangenheit auszusöhnen. Sahar Delijani lebt seit 2006 selbst in Turin, reist aber, wie sie selbst sagt, immer wieder gerne in ihre Heimat, die „so viel Energie und Hoffnung“ ausstrahlt.

Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
Jacqueline Büttner, 17.04.2014

Neda, geboren im Gefängnis, wird ihrer Mutter kurz nach der Geburt weggenommen und wächst behütet im Kreis der
Großeltern auf. Zusammen mit Ihren Cousinen kann sie die Kindheit genießen, bis ihre Eltern entlassen werden und Neda ihre Welt verlassen muss. Erst Jahre später begreift Neda, welch Leid Ihre Eltern ertragen mussten und wofür sie gekämpft haben. Nicht nur Ihre Eltern, sondern auch sie hat die Vergangenheit nachhaltig geprägt, dass erkennt sie ausgerechnet, als ihre Liebe Reza ihr gesteht, dass sein Vater zu den Revolutionswächtern gehörte.

Einfühlsam, aber auch sehr eindringlich berichtet das Buch anhand der Geschichte um Neda und ihrer Familie vom Leben im Iran nach den Revolutionen und wie diese Zeit Familien und Schicksale beeinflusst hat. Geschichtliche Fakten werden geschickt eingebunden und man erfährt viel Neues. Sehr anschaulich wird die doch recht fremde Welt dargestellt und man kann sich gut in die verschiedenen Gefühle und Darstellungen hineinversetzen. Sprachlich weiß das Buch zu überzeugen und kann die verschiedenen Gefühle und Stimmungen gut übermitteln. Einzig die teilweiße doch recht vielen Handlungsstränge und Wechsel von Ort und Zeit machen es etwas schwer, der Handlung zu folgen und erfordern einiges an Aufmerksamkeit. Diese ist jedoch mehr als gut investiert, wird man doch mit einem anschaulichen Stück Zeitgeschichte eines Landes belohnt, welches ansonsten so weit entfernt erscheint.

Ein beeindruckendes Buch und ein sicherlich eine Art Befreiung für die Autorin, welches durch eine sehr anschauliche und nicht schonende Darstellung der Umstände im Iran zu überzeugen weiß und zudem durch eine tolle Sprache punkten kann.
Claudia Casper, 15.04.2014

Ein beeindruckendes, sehr ergreifendes Buch.

Die Autorin erzählt, inspiriert von der eigenen Lebensgeschichte, über das Leben im Iran nach der Revolution in den Jahren 1983 bis 2011, über das Recht auf Freiheit und mit Liebe zu den Menschen in ihrer Heimat.
Über die Menschen, die Widerstand gegen das islamische Regime geleistet haben und dafür einen hohen Preis bezahlen mussten.

Im Jahr 1983 wird eine hochschwangere Frau mit verbundenen Augen aus einem Foltergefängnis in Teheran in ein Gefängniskrankenhaus gebracht. Weinige Monate nach der Geburt wird sie von ihrem Baby getrennt.
Das Kind wächst zusammen mit ihren Cousinen, deren Eltern ebenfalls im Gefängnis sitzen, bei ihrer Großmutter auf. Diese versucht, das Leid der Familie von ihren Enkeln fernzuhalten. Es sind bewegende familiäre Schicksale, die erzählt werden und zeigen, was die islamische Terrorherrschaft aus dem Leben der Beteiligten gemacht hat.

Für mich war es aufgrund des komplexen Geflechtes der handelnden Personen unterschiedlichsten Alters und in verschiedenen Zeitabschnitten ein klein wenig kompliziert, den Überblick zu behalten.
Evelyn Naake, 13.04.2014

Sahar Delijani wurde 1983 im Eving-Gefängnis in Teheran geboren, nachdem ihre Eltern für ihren aktiven Widerstand
gegen das islamische Regime verhaftet wurden.
Die Autorin schildert sehr eindrucksvoll anhand von Arzar und Amir, sowie Cousinen und Cousins ihr Schicksal im Iran. Als die elterlosen Kinder erwachsen werden, gibt es einige politische Veränderung im Land, andere wandern aus. Plötzlich müssen sie sich mit der Vergangenheit ihrer Eltern auseinandersetzen....
Ein wunderschönes Buch, das einen tief bewegt und beeindruckt und das Aufwachsen der Autorin im Iran wiederspiegelt. Man erhält viele Eindrücke vom schweren Leben der Menschen im Iran. Wer sich für andere Länder und Kulturen interessiert sollte es unbedingt lesen.
Heidi Rehm, 27.03.2014

Die Familiengeschichte, die in den 80er Jahren in Teheran beginnt, lässt mich vollkommen fassungslos darüber, wie
grausam und gefühlskalt mit Menschen umgegangen wird.
Ich werde nie verstehen, wie Länder, die kulturell und bildungsmäßig weit vorne standen, sich durch ein paar rückständig denkende Mullahs wieder in die Steinzeit zurück katapultieren lassen. Besonders den Frauen, die früher alle Freiheiten hatten, sich westlich anziehen durften, studieren durften und ihre Meinung zum Ausdruck bringen durften, werden anschließend mit Vollkörperverhüllung und Rede- und Ausgehverbot in eine Art Sklaverei verdammt.
Ich habe im engsten Familienkreis einige Angehörige der militärischen Streitkräfte, die den Iran, den Iraq und auch Afghanistan bereist haben und habe mich deshalb literarisch schon viel mit diesen Ländern befasst. Ich würde mich sehr für Sahar Delijani freuen, wenn sie sich schon bald in die Reihen der Erfolgsautoren wie Khaled Hosseini und Jean Sasson einreihen dürfte. Sie bringt den grausamen Geschichtsabschnitt ihres Landes sehr anschaulich rüber und dennoch ist die Liebe zu ihrem Land hier nicht zu übersehen. Ein beeindruckender Debutroman einer aufstrebenden jungen Autorin.
Isabel Defenbaugh, 18.03.2014

"Kinder des Jacarandabaums" erzählt eine ebenso fesselnde wie furcherregende Geschichte. Eine Geschichte, die so nah an
der Realität liegt, dass es einem beim Lesen ganz anders wird. Drei Generationen von Vätern, Müttern und Kindern werden über Jahrzehnte hinweg durch Revolutionen, Kriege und Aufstände geprägt und müssen letztenendes - sofern sie dies alles überlebt haben - lernen für sich, ihre Kinder und ihr Land weiter zu leben. Die Zerissenheit und tiefe Traurigkeit über die Geschenisse sind in jeder Zeile des Buches zu spüren. Jedoch erlebt man eine erschaunliche und bewundernswerte Stärke und Liebe, die sich - auch wenn manchmal nur im Stillen - allem und jedem wiedersetzt.

Auch ich wusste nur sehr wenig über die Geschichte und die bis heute anhaltenend Zustände im Iram Bescheid. Umso mehr kann ich dieses Buch allen empfehlen, die sich für eine emotionale, persönliche und detaillierte Darstellung der Ereignisse interessieren.
Elena Luft, 17.03.2014

Das Buch beginnt - jedenfalls für eine weibliche Leserin, die auch Mutter ist - mit einem Paukenschlag. Die
Gleichgültigkeit und Grausamkeit mit der Neda's Mutter während der Geburt behandelt wird, sogsr noch einem Verhör unterzogen wird, ist beklemmend und macht einen unendlich traurig. Steht doch diese eine Geschichte für viele andere, teils noch viel schrecklichere Schicksale von Gebährenden, von Müttern und ihren Kindern in dieser Zeit, in diesem Land. Statt aber aufzubegehren und sich gegen die zynischerweise "Schwester" genannte Gefängniswärterin dank ihres überlegenen Intellekts zur Wehr zu setzen, ist Azar gebrochen, voller Schuldgefühle und völlig wehrlos. Sie fühlt Schuld in alle Richtungen, gegenüber den Eltern, denen sie sich in ihrer Zeit als politische Aktivistin entfremdet hat, gegenüber ihrem Mann, den sie beeinflusst hat sich in dieser kompromisslosen Weise zu engagieren, gegenüber der neugeborenen Tochter, weil sie das Mädchen in eine so desolate Welt hinengeboren hat. Als man ihr das Kind nach etwa 3 Monaten wegnimmt, als Folge eines Verrats eines Mithäftlings, bleibt sie wie eine leere Hülle zurück, hatte sie sich doch als Flucht aus der Gefängnisrealität in den wenigen Tagen, die sie mit ihrem Kind verbringen konnte, alleine auf die Mutterrolle reduziert...
Die Sprache ist einerseits seltsam blumig, andererseits schockiert die Autorin mit erbarmungslosem Realismus. Sich in die gut gezeichneten Figuren hineinzuversetzen, fällt trotz des wirklich tollen Erzählstils manchmal schwer. Man kann es nur versuchen und dieser Roman mit seinen oft verstörenden Einblicken in eine so ferne Kultur lohnt den Versuch allemal.
Katharina Rücker-Weininger, 15.03.2014

Meistens sind die spannendsten Geschichten die, welche der Realität entsprungen sind. So wie der Roman "Kinder des
Jacarandabaums". Vom Krieg im Iran habe ich wenig Ahnung. Daher war ich umso schockierter und gefesselter von den tragischen Ereignissen, von denen die Autorin im Roman erzählt. Schonungslos beschreibt sie das Leben der Revolutionäre im Gefängnis, das willkürliche Töten der Regierung, die Angst und die Lust auf das Leben.
Ein Roman, den ich von Herzen empfehle und selbst sicherlich nicht nur einmal gelesen habe!
Marissa Conrady, 08.03.2014

Der Roman "Kinder des Jacarnadabaums" von Sahar Delijani schildert in losen Episoden die Ereignisse im Iran unter dem
Regime der revolutionären Garden während der Herrschaft Khomeinis und seiner Nachfolger und schließt mit einer Episode in Italien.
Die einzelnen Episoden, die häufig unverbunden bleiben, stellen auf sehr privater Ebene die Leiden einiger iranischer Familien dar, deren Schicksal aber stellvertretend für viele steht.
Die eröffnende und schließende Episode zeigt die Geburt und Auszüge aus dem Erwachsenenleben von Neda, die im Gefängniskrankenhaus geborenen wurde. Nedas Eltern wurden auf Grund ihres politischen Engagements gegen das Regime verhaftet und inhaftiert. Die Mutter muss unter unmenschlichen Bedingungen ihr Kind gebären und befürchtet ständig, dass ihr das Kind entrissen und in eine fremde Familie gegeben wird. Die Ankunft des Kindes verändert die vorher misstrauische, stumpfe Stimmung in der Gefängniszelle. Nun bemühen sich alle, es dem Kind schön zu machen und für die notwendige Kleidung zu sorgen. Die Frauen kümmern sich um Neda. Später als befürchtet wird Neda ihrer Mutter weggenommen und in die Hände ihrer Großeltern gegeben. Nach der Entlassung der Mutter aus dem Gefängnis wächst die Familie trotz des Todes des Vaters zusammen. Die näheren Umstände des Todes verschweigt die Mutter Neda, tarnt die Hinrichtung als Krebskrankheit. Diese Fassade hält sie solange aufrecht, bis Neda in einer Liste über Hinrichtungen aus dem Jahre 1983 den Namen ihres Vaters liest und die Mutter, zur Rede gestellt, nun nicht mehr ausweichen kann. Jetzt erst überreicht Azar ihrer Tochter ein Armband aus Dattelkernen, das der Vater im Gefängnis hergestellt hat, und dem Kind bei seinem zweiten und letzten Besuch unter den Pullover geschoben hat.
Neda wird ein zweites Mal in ihren Gefühlen erschüttert, als sie, nach Italien ausgereist, erfährt, dass der Vater ihres Freundes Mitbegründer der revolutionären Garden gewesen ist, die mit an den Gräueltaten im Iran schuld sind.

Neben Neda wird das Schicksal anderer Kinder, deren Eltern im Gefängnis sitzen, und die in neuen Lebensgemeinschaften mit Verwandten zusammengewürfelt werden, geschildert. Neue Beziehungen werden abrupt unterbrochen, wenn sie wieder zu ihren Eltern kommen. Allen gemein scheint eine innere Zerrissenheit und tiefe Traurigkeit zu sein und das Schweigen über das Geschehene.
Das Leid, das die Protagonisten erfahren, bleibt lange Zeit während des Romans auf einer privaten, stillen Ebene. Erst in der Schlussepisode erfährt der Leser etwas über die politische Dimension der Verfolgung im Iran der 80er Jahre. Durch die Beschäftigung Nedas mit dem Schicksal ihres Vaters wird deutlich, wie viele sehr junge Menschen ihre Zukunft und häufig auch ihr Leben verloren und wie unmenschlich das Regime Kritik unterdrückt hat und Menschen in ihrem Leid vereinsamten. Es gibt keine öffentliche Aufarbeitung, kein Trost d
Marion Busshoff, 07.03.2014

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Das Buch hat mich betroffen zurückgelassen. Es ist eine aufwühlende Geschichte die zum Schluss noch ein versöhnliches
Ende nimmt. Ein Buch das mich sehr aufgeregt hat über die ganze Willkür denen die mitwirkenden Personen ausgesetzt waren.
Ein Buch das ich sehr empfehlen kann - aber nichts für schwache Nerven.
Sabine Sorg, 01.11.2014

Neda, geboren im Gefängnis, wird ihrer Mutter kurz nach der Geburt weggenommen und wächst behütet im Kreis der
Großeltern auf. Zusammen mit Ihren Cousinen kann sie die Kindheit genießen, bis ihre Eltern entlassen werden und Neda ihre Welt verlassen muss. Erst Jahre später begreift Neda, welch Leid Ihre Eltern ertragen mussten und wofür sie gekämpft haben. Nicht nur Ihre Eltern, sondern auch sie hat die Vergangenheit nachhaltig geprägt, dass erkennt sie ausgerechnet, als ihre Liebe Reza ihr gesteht, dass sein Vater zu den Revolutionswächtern gehörte.

Einfühlsam, aber auch sehr eindringlich berichtet das Buch anhand der Geschichte um Neda und ihrer Familie vom Leben im Iran nach den Revolutionen und wie diese Zeit Familien und Schicksale beeinflusst hat. Geschichtliche Fakten werden geschickt eingebunden und man erfährt viel Neues. Sehr anschaulich wird die doch recht fremde Welt dargestellt und man kann sich gut in die verschiedenen Gefühle und Darstellungen hineinversetzen. Sprachlich weiß das Buch zu überzeugen und kann die verschiedenen Gefühle und Stimmungen gut übermitteln. Einzig die teilweiße doch recht vielen Handlungsstränge und Wechsel von Ort und Zeit machen es etwas schwer, der Handlung zu folgen und erfordern einiges an Aufmerksamkeit. Diese ist jedoch mehr als gut investiert, wird man doch mit einem anschaulichen Stück Zeitgeschichte eines Landes belohnt, welches ansonsten so weit entfernt erscheint.

Ein beeindruckendes Buch und ein sicherlich eine Art Befreiung für die Autorin, welches durch eine sehr anschauliche und nicht schonende Darstellung der Umstände im Iran zu überzeugen weiß und zudem durch eine tolle Sprache punkten kann.
Claudia Casper, 13.04.2014

Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn ich mir mehr verbundene Fäden oder zumindestens eine stäkrere
Verschränkung der Handlung gewünscht hätte. Die Bildersprache ist recht ungewöhnlich und hellt das düstere Bild
auf. Die Figurenzeichnung ist plastisch und lässt die Charaktere glaubwürdig erscheinen. Gerade der Blick in das
private Elend der Betroffenen weist auf ein anderes Bild als das häufig kolportierte vom fanatischen Muslim. Das
Episodenhafte des Romans verstärkt noch den Eindruck, dass die einzelnen Schicksale exemplarisch für viele stehen. Die
in der Schlussepisode geschilderte Entwurzelung der Exiliraner kommt glaubwürdig herüber und zeigt, dass das Geschehen
in der Heimat für die Protagonisten noch lange nicht verarbeitet ist.
Marion Busshoff, 29.03.2014

Das Buch macht atemlos,wütend und sprachlos. Aber es gibt auch Hoffnung für alle Generationen. Eine
Familiengeschichte, die in unsagbarem Leid beginnt und in einer Liebe endet, die eigentlich unmöglich scheint!
A. F., 24.03.2014

Wer denkt noch an die Revolution, die den Schah aus Persien vetrieb und so hoffnungslos im Mullahregime endete?
Ich nicht und umso mehr hat mich dieses Buch beeindruckt! Aus Sicht der Frauen, die sich in der Revolution engagierten, und Kinder, deren Mütter im Gefängnis saßen, erzählt der Roman, von Angst, tiefen Verletzungen aber auch von Mut, Widerstandskraft und einer tiefen Liebe zur Heimat, trotz allem.
Gebine Schad, 12.03.2014

Ergreifend und fesselnd zu gleich. Sollte man lesen, wenn man diese Zeit am Bildschirm miterlebt hat.

Gisela Riedel, 01.03.2014

Es scheint eine schaurige und zugleich schöne Geschichte zu sein - unbedingt lesen!!!

Carib, 26.02.2014

Eine tragische Geschichte mit allen Höhen und Tiefen des Lebens im Iran.
Die Autorin, so hübsch sie auch ist, strahlt eigentlich nur Traurigkeit aus.....kein Wunder, wenn man mehr zu ihrem Hintergrund weiß.
Bestimmt ein sehr tiefgehendes, bewegendes Buch.
vöglein, 20.02.2014

Ein Roman der eigentlich gar kein Roman ist, sondern viel mehr ein Tatsachenbericht. Ein Roman der zeigt, welche Qualen
und Pein auch heute noch in unserer Welt passieren. Wie so oft sind Kinder und Unschuldige die Leidtragenden. Ein Roman den man gelesen haben sollte!!!
Marion Erler, 19.02.2014

Kinder des Jacarandabaums ist ein starkes ausdruckvolles Buch. Ich konnte mich in die Empfindungen der jungen Frau gut
hineinversetzen. Es ist gut detailliert geschrieben, sodaß ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Es hat mich berührt und meine Neugierde geweckt. Ich möchte wissen wie es weitergeht.
Marion Bandmann-Dogru, 17.02.2014



Bücherfreundin, 17.02.2014

Der Einblick in die Situation einer schwierigen Geburt ist schon spannungsgeladen. Wie mag die Geschichte dieser
jungen Frau und Mutter erst weitergehen? Gerne möchte man als Leser das Leben dieser Frau begleiten und mehr darüber erfahren.
Kornelia Schulte, 17.02.2014

Bin schon sehr gespannt und wünsche mir das Buch zu gewinnen.

Marlies Sesterhenn, 17.02.2014

Scheint ein sehr interessantes Buch zu sein. Wäre schön, wenn ich es gewinne.

regina pohl, 16.02.2014

Da ich solche Bücher sehr gerne lese würde ich mich sehr freuen wenn ich es gewinne.

c.sahne, 16.02.2014

Freue mich schon auf dieses vielversprechende Buch!

Ute Hau, 16.02.2014

Es hört sich ganz spannend an. Die Kinder werden bestraft für die Vergan genheit der Eltern. Gerne würde ich dieses
Buch komplett lesen!
Karin Boronowski, 15.02.2014

Ich bin ganz gespannt auf dieses Buch.
Schon die ersten Zeilen haben mich gefesselt.
Ich will unbedingt weiter lesen.
Maria Escamilla, 15.02.2014

ich finde das buch sehr und sehr interressant,das buch kann man mit gutem gewissen weiter empfehlen.

eva luther, 15.02.2014

... wie geht es weiter ?
Bei soviel Spannung und Gefühl wächst die Lust zum Weiterlesen
Sabine Manuela Asten, 14.02.2014

Nach den ersten Seiten bin ich sehr gespannt wie es weitergeht mit Schicksal von Azar und Ihrer Tochter.

Petra Arnold, 14.02.2014

Schon der Titel dieses Buches und auch die Inhaltsangabe versprechen Sapnnung und auch Menschenschicksale.

Sigrid Vondraschek, 14.02.2014

Das Buch verspricht Drama Pur !!!!!!!!!!!!!

Elke maaß, 14.02.2014

Gern würde ich wissen wie es mit Azar und ihrer Tochter weiter geht. Die ersten Seiten sind sehr bedrückend, aber auch
mitfühlend geschrieben und haben mich in seinen Bann gezogen. Gleichzeitig stellt sich für mich die Frage wieviel hat die Autorin von ihrem eigenen Leben in dem Buch mit verarbeitet.
Renate, 14.02.2014

Na, Ja, kann man schlecht beurteilen, geht ja erst mal nur um eine Geburt unter schwierigen Umständen

Helmut Frank, 14.02.2014

Eine Autorin, die in ihrem jungen Leben mehr Leid erfahren hat, als viele von uns es je werden. Ein packendes Thema,
das uns nicht loslässt. Ein Buch, das man lesen muss.
Christine Schneider, 14.02.2014

beim Lesen stockt einem der Atem, die Umwelt nimmt man nicht mehr wahr, so mitfühlend geschrieben, also dieses Buch
muss ich haben, denkt man, wenn man die ersten Seiten gelesen hat.
Maria Müller, 14.02.2014

Eine junge Autorin mit faszinierendem Hintergrund, ein spannendes Buch zu einem packendem Thema - das macht Lust auf
mehr!
Sesemi, 14.02.2014
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