Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Deutschland misshandelt seine Kinder

9783426276167
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Hardcover, Droemer HC
03.02.2014, 256 S.

ISBN: 978-3-426-27616-7
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Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 500 Kinder von Erwachsenen aus ihrem familiären Umfeld misshandelt. Fast jeden Tag wird ein Kind durch körperliche Gewalt getötet. Und erschreckend hoch ist die Zahl der Opfer, die später selbst zu Tätern werden.
Michael Tsokos und Saskia Guddat schildern aus ihrer rechtsmedizinischen Praxis die dramatischen Gewalterfahrungen von Kindern in ihren Familien. Und sie unterbreiten Vorschläge, wie das deutsche Kinder- und Jugendschutzsystem verbessert werden kann, um das gesetzlich verankerte Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung zu sichern. Vor allem aber fordern sie beherztes Einschreiten gegen Kindesmisshandler – und gegen all jene, die die alltägliche Misshandlung von Kindern durch Wegschauen, Verharmlosen und Tabuisieren begünstigen.

Leselounge

Die Autorin

Saskia Guddat

Portrait von Saskia Guddat

Saskia Guddat, 1980 geboren, ist Fachärztin am Institut für Rechtsmedizin der Charité. Sie ist Mitglied mehrerer Berliner Kinderschutzgruppen und ber...

zur Autorin Bücher von Saskia Guddat

Der Autor

Michael Tsokos

Portrait von Michael Tsokos

Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er...

zum Autor Bücher von Michael Tsokos

Pressestimmen

"Die Rechtsmediziner Saskia Guddat und Michael Tsokos haben eine erschütternde Anklageschrift verfasst. (...) Autoren, die eine längst überfällige Debatte anstoßen."

Stern, 30.01.2014

"Gewiss ist: Jugendämter und andere Verantwortliche werden sich über diese Streitschrift streiten. Und das wünschen sich die Autoren. Sie wollen nichts anderes als mit ihrer Forderung nach einer umfassenden Strukturreform und einer besseren Praxis im Kinderschutz die Republik aufzurütteln."

Der Tagesspiegel Online, 29.01.2014

"Die Autoren greifen ein äußerst wichtiges Thema auf: Der Schutz von Mädchen und Jungen vor Gewalt, vor Misshandlung und Vernachlässigung ist eine verantwortungsvolle und schwierige Arbeit. Es ist unsere Pflicht, unsere Kinder vor Gefahren zu schützen: Vor Gewalt, Vernachlässigung, Missbrauch. Sicherlich war das Inkrafttreten des Kinderschutzgesetzes da ein wichtiger Schritt."

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD), 30.01.2014

"Was Tsokos und Guddat für dieses Buch zusammengetragen haben, würde man am liebsten verdrängen."

N-TV, 30.01.2014

"In ihrem Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder" werfen Michael Tsokos und Saskia Guddat dem deutschen Hilfesystem von Jugendämtern bis zur Justiz "regelmäßiges Versagen" vor. "Früher dachte ich, das sind Einzelfälle", sagt er. "Dann wurde es Routine.""

RTL, 30.01.2014

"Kindesmisshandlung ist krank. Für die misshandelten Kinder ist es ein Leidensweg wie bei einer langwierigen chronischen Krankheit. Können sie dem Leiden nur durch ihren Tod entrinnen? Werden aus den geprügelten Opfern prügelnde Eltern? Es ist eine tickende Zeitbombe unserer Gesellschaft, die die Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat entschärfen wollen. Sie erwarten eine große Welle der Empörung als Reaktion auf ihr Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder"."<br /> (...)<br /> "Die Streitschrift "Deutschland misshandelt seine Kinder" will Debatten auslösen und überfällige Überlegungen zum Thema Kindesmisshandlungen in unserem Sozialstaat befördern. Es ist ein zorniger Insiderbericht mit Handlungsaufforderung - gegen die Tabuisierung, Bagatellisierung und Verleugnung der Kindesmisshandlungen durch Ärzte, Sozialarbeiter, Richter, die Gesellschaft."

T-Online, 30.01.2014

"In einem neuen Buch decken die Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat skandalöse Missstände unseres Kinderschutzsystems auf - und fordern Konsequenzen."

Stern, 30.01.2014

"Die Bilder sind schockierend! Im letzten Jahr wurden deutschlandweit 3.998 Kinder misshandelt. 130 davon starben. In Berlin wurden 2012 insgesamt 499 Fälle gemeldet. Das ist bundesweit ein trauriger zweiter Platz hinter Nordrhein-Westfalen. Die Dunkelzahl dürfte sogar noch viel höher liegen. Tatsächlich muss wohl von bundesweit jährlich 200.000 Opfern im Jahr ausgegangen werden.<br /> <br /> Die Verletzungen sind vielfältig. Komplizierte Brüche, Hirnblutungen, Brandwunden von Zigaretten und Herplatten, Würgemale, Bisswunden, Hämatome. Und der Tatort ist in der Regel immer das eigene Zuhause. Prof. Michael Tsokos (47), Leiter der Rechtsmedizin in der Charité sagt: "So etwas tut kein Mensch auf der ganzen Welt einem Kind an - außer den eigenen Eltern. Oder deren aktuellem Lebensgefährten." Tsokos spricht von einer Mission, das zu ändern. "Eltern sind Serientäter", so der 47-Jährige.<br /> <br /> Gemeinsam mit Kollegin Dr. Saskia Guddat (33) hat er ein Buch zu diesem Thema geschrieben, das schockierender nicht sein kann. Der Titel: "Deutschland misshandelt seine Kinder" (Droemer Knaur, 256 Seiten, 19,99 Euro)."

BZ Berlin, 30.01.2014

"Tritte ins Gesicht und Schläge mit dem Gürtel: Mit dramatischen Fotos und Fallschilderungen haben zwei Berliner Rechtsmediziner auf das Ausmaß von Kindesmisshandlung in Deutschland hingewiesen. In ihrem Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder", das am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde, werfen sie dem deutschen Hilfesystem von Jugendämtern bis zur Justiz "regelmäßiges Versagen" vor."

Kölner Stadtanzeiger, 30.01.2014

"In ihrem Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder" prangern Berliner Rechtsmediziner das Versagen unserer Gesellschaft an, Kinder wirksam zu schützen. Sie treffen einen wunden Punkt."

Die Welt Online, 30.01.2014

"Die Rechtsmediziner der Berliner Charité Michael Tsokos und Saskia Guddat decken gravierende Missstände auf und zeigen, wie wir die Gesundheit und Rechte der Kinder besser schützen können."

NDR, 30.01.2014

"Fast jeden Tag stirbt in Deutschland ein Kind wegen körperlicher Gewalt. Experten schätzen, dass jedes Jahr zweihunderttausend Kinder misshandelt werden.<br /> <br /> Um aufzurütteln und an diesen Zahlen etwas zu ändern, hat der bekannte Rechtsmediziner Michael Tsokos von der Charité zusammen mit seiner Kollegin Saskia Guddat ein Buch geschrieben."

RadioEins, 30.01.2014

"Die Streitschrift "Deutschland misshandelt seine Kinder", die heute in Berlin vorgestellt wird, will aufräumen mit dem notorischen Wegsehen im Kinderschutz. (...) Wer, wie die beiden Autoren der scharfen Streitschrift, beruflich misshandelte Kinder und deren Familien begutachtet, weiß wie kaum ein anderer, worum es geht. (...) Mitarbeiter des deutschen Kinder- und Jugendschutzsystems und alle anderen Interessierten wären gut beraten, wenn sie die Erkenntnisse und Erwägungen dieser Streitschrift mit Sorgfalt und Ruhe zur Kenntnis nähmen, so unruhig und beunruhigend sie streckenweise sind, so provokant sie zur Sprache kommen. Gesprächsbedarf, Reformbedarf herrscht allemal."

Potsdamer Neueste Nachrichten, 30.01.2014

"Michael Tsokos und seine Kollegin Saskia Guddat schildern anhand von vielen Fällen, bei deren Aufklärung sie selbst beteiligt waren, die drastischen Gewalterfahrungen von Kindern in ihren Familien. Sie zeigen, welche Dimension die Kindesmisshandlung in Deutschland angenommen hat und fordern tiefgreifende Reformen."

Neue Nordhäuser Zeitung, 30.01.2014

"Es sind Namen, die viele Berliner wohl nie vergessen werden: Zoe, Daniel, Lilly. Drei Berliner Kinder, die in den letzten Jahren sterben mussten, weil ihre Eltern sie misshandelten. Laut Schätzungen werden in Deutschland pro Jahr 200.000 Kinder zu Opfern ihrer gewaltbereiten Eltern, 320 überleben es nicht.<br /> <br /> Jetzt klagen die Gerichtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat an. Sie werden geschlagen, getreten, vernachlässigt. Sie verhungern, verdursten, sterben an den Wunden, die ihre Eltern ihnen zufügten."

Berliner Kurier Online, 30.01.2014

"Deutschland, so die Autoren, leiste sich eine teure Sozialbürokratie, die nichts weiter darstelle als eine einträgliche und eindrucksvolle Simulation von Kinderschutz. Mit Sozialarbeitern, die in bester Absicht das Falsche tun und dadurch eher die Täter schützen als den Opfern zur Seite springen.<br /> Das ist ein schwerwiegender und schmerzhafter Vorwurf, aber er berührt einen wichtigen Punkt."

Die Welt, 31.01.2014

"Schon der Titel provoziert. Er klagt das system an, das Milliarden verschlingt und doch so wenig effektiv ist. Es wird weggeschaut, beschönigt und totgeschwiegen. "Es geht um tote Kinder, da ist es uns egal, ob wir Politikern auf die Füße treten", betont Saskia Etzold, die unter dem Autorennamen Guddat schreibt, im Interview mit t-online.de. Sie und ihre Kollegen aus der Berliner Rechtsmedizin sind einiges von Tatorten von Gewaltverbrechen gewohnt. Meist geht es um Tote, doch bei Kindern auch um lebende, noch lebende. Denn oft bahnt sich die Katastrophe an und das System Jugendhilfe arbeitet zu träge, um sie zu verhindern."

T-Online, 30.01.2014

"Dass solche unfassbaren Geschichte nicht einmal selten sind, kann sich kaum jemand vorstellen. Die Autoren haben genau deshalb ihr erschreckendes Buch herausgebracht: Sie wollen die Gesellschaft aufrütteln - endlich! "320 Kinder werden jedes Jahr durch körperliche Gewalt getötet", so Prof. Tsokos und Dr. Guddat in ihrem Buch, "nicht in Kriegs- oder Bürgerkriegsregionen, sondern in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft.""

BILD, 30.01.2014

"Die Bilder von toten Kindern und von untätigen Jugendarbeitern, die Tsokos und Guddat in ihrem Buch beschreiben, sind hart für ein Land, das den vierten Platz weltwelt in Punkto "Wettbewerbsfähigkeit" einnimmt und gleichzeitig die Schwächsten offenbar nicht zu schützen weiß."

Die Welt, 31.01.2014

"Die Streitschrift "Deutschland misshandelt seine Kinder" will aufräumen mit dem notorischen Wegsehen im Kinderschutz. Mindestens ein Kind pro Tag stirbt hierzulande durch die Hände seiner Eltern. (...) Mitarbeiter des deutschen Kinder- und Jugendschutzsystems und alle anderen Interessierten wären gut beraten, wenn sie die Erkenntnisse und Erwägungen dieser Streitschrift mit Sorgfalt und Ruhe zur Kenntnis nähmen, so unruhig und beunruhigend sie streckenweise sind, so provokant sie zur Sprache kommen. Gesprächsbedarf, Reformbedarf herrschaft allemal."

Potsdamer Neueste Nachrichten, 31.01.2014

"Im Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder" dokumentieren die Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat zahlreiche Fälle von Kindesmisshandlung. Die Namen haben sie abgeändert, ihre grausigen Befunde nicht: Säuglinge mit Schütteltrauma und Kinder, die zu Tode geprügelt wurden. Eltern, die Zigaretten auf der Haut ihres Kindes ausdrücken, sie hungern lassen, die einen Säugling mit nacktem Hintern auf eine heiße Herdplatte setzen oder ihren Sohn in ein verdrecktes Kellerloch sperren. "Die Realität ist vielfach sogar brutaler als der grausamste Psychotriller", so die Autoren."

Focus, 02.02.2014

"Wer, wie die beiden Autoren der scharfen Streitschrift, beruflich misshandelte Kinder und deren Familien begutachtet, weiß wie kaum ein anderer, worum es geht."

Tagesspiegel, 30.01.2014

"Deutschland prügelt,verbrüht, quält seine Kinder. Mehr als 200tausend werden jährlich misshandelt, rund 320 Kinder sterben an den Folgen. Und das sind nur die offiziellen Zahlen. Die Berliner Rechtsmediziner Saskia Guddat und Michael Tsokos untersuchen die toten, aber auch die lebenden Misshandlungsopfer. Sie werfen denen, die sich eigentlich um das Wohl der kinder kümmern sollen, vor, total zu versagen."

ARD Mediathek | rbb, 31.01.2014

"Saskia Guddat möchte den Menschen ein Bewusstsein von dem geben, was passiert. "Dass den Leuten klar wird: Wir haben die Verantwortung. Jeder Einzelne." Denn: Aktiv hinschauen kann Kindern das Leben retten."

Inforadio, 31.01.2014

"Ich habe schon viele Pressekonferenzen erlebt. Ich habe es auch schon oft erlebt, kopfschüttelnd dort zu sitzen, und "nicht zu fassen" zu murmeln, weil die Informationen so unglaublich waren.<br /> <br /> Aber noch nie saß ich so fassungslos da wie bei der heutigen Pressekonferenz zur Vorstellung des Buches "Deutschland misshandelt seine Kinder" von Michael Tsokos und Saskia Guddat."

Buchblinzler, 30.01.2014

"Es sind unglaubliche Zahlen: Fast jeden Tag stirbt ein Kind wegen körperlicher Gewalt. Experten schätzen, dass jedes Jahr zweihunderttausend Kinder misshandelt werden.<br /> <br /> Um aufzurütteln und an diesen Zahlen etwas zu ändern hat der bekannte Rechtsmediziner Michael Tsokos von der Charité zusammen mit seiner Kollegin Saskia Guddat ein Buch geschrieben."

Radioeins, 30.01.2014

"Die Berliner Rechtsmediziner Saskia Guddat und Michael Tsokos eröffnen mit ihrem Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder" eine notwendige Debatte."

Berliner Zeitung, 31.01.2014

"Ein provozierendes Buch, ein polemisches Buch, ein notwendiges Buch. Die Debatte kann beginnen."

Berliner Zeitung, 31.01.2014

"Das Buch macht es vielen, die sich von<br /> den Kritikbreitseiten getroffen fühlen,<br /> leicht, dagegen zu argumentieren. Aber es bleiben die vielen geschilderten Einzelschicksale von geschundenen Kindern - zu Tode geschüttelt und geschlagen oder dauerhaft an Körper und Seele verletzt - und das unbestimmte Gefühl, dass in einer Gesellschaft, in der so etwas immer wieder vorkommt, vieles im Argen liegt. Und deshalb kann diese schmerzhafte Lektüre durchaus heilsam sein."<br />

Deutsches Ärzteblatt

"Den beiden Gerichtsmedizinern der Charité geht es in ihrem aktuellen Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder"<br /> um konkrete, machbare Reformen."<br />

Der Tagesspiegel, 17.02.2014

Dass Anwälte mit Berichten aus ihrem Berufsalltag Bestseller landen können, hat der Promi-Anwalt Ferdinand von Schirach in den letzten Jahren bereits mehrfach bewiesen. Dass Rechtsmediziner mit nüchternen Fallschilderungen und einer Analyse der Missstände dies auch können, belegen gerade Michael Tsokos und Saskia Guddat. Die beiden Mediziner der Berliner Charité haben mit „Deutschland misshandelt seine Kinder“ zudem in vielen Medien eine Diskussion über die Probleme im deutschen System ausgelöst.

Preussische Allgemeine Zeitung, 12.03.2014

"Tsokos und Saskia Guddat decken gravierende Missstände auf und zeigen, wie wir die Gesundheit und Rechte der Kinder besser schützen können."

Welt-im-Wandel.t, 08.07.2015

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Fassungslos starre ich die Zahlen in dem Buch an! Noch fassungsloser bin ich über die Macht und Handlungsweisen von
Jugendämtern, entweder zu spät oder zu früh - und dann decken sich die auch noch alle. Das sitzt ein Richter und sagt: "Die Mutter sieht doch ganz lieb aus, das hat sie bestimmt nicht gemacht!" obwohl das gerichtsmedizinische Gutachten nicht lügt und dann bekommt die Täterin das Kind einfach wieder und kann munter weiter machen.

Es wird von echten Fällen geschrieben, die unter die Haut gehen, die mich zu Tränen rühren und fassungslos zurück lassen. Nicht nur die Frage "In was für einer Welt leben wir eigentlich?", auch ist z.B. das Adoptionsrecht veraltet und ungerecht. Da sitzt eine Mutter, die ihr Kind fast umbringt, für dieses Kind wird ihr das Sorgerecht entzogen, zack ist die Dame wieder schwanger und das neue Kind somit auch in Gefahr. Bist Du 42 Jahre alt, hast einen guten Job, ein Haus, genug von der Welt gesehen und hast halt das Pech, keine eigenen Kinder zu bekommen, bekommst Du kein Baby, weil Du ja zu alt bist!

Ich hoffe sehr, dass sich bald an den skandinavischen Ländern orientiert wird. Klar bin ich auch nicht für die totale staatliche Kontrolle, aber einfach vernünftig ausgebildete Erzieher/-innen mit endlich angepasstem Gehalt für das was sie tun, dann KiTas mit längeren Öffnungszeiten und ein Hand-in-Hand- Arbeiten mit den Eltern, was bei dem gegenwärtigen Schlüssel einfach nicht möglich ist. Nicht umsonst ist in den skandinavischen Ländern Kindesmisshandlung kaum möglich...

Mich hat das Buch zutieft bewegt und aufgerüttelt: jeden Tag werden Kinder misshandelt, vielleicht auch in Deiner Nachbarschaft? Warum sind die Fenster plötzlich zugeklebt? Warum hat das Nachbarkind schon wieder komische Verletzungen?
Es soll mich keiner falsch verstehen, manche Kinder fallen ständig oder haben tatsächlich Geschwisterkinder, die sehr grob sind (ich habe vier Jungs, hier haben wir auch alle möglichen Verletzungen durch), ich will keinen Generalverdacht gegen die Eltern,l - ich will einfach, dass jeder einfach etwas mehr aufpasst und bei Gefahr handelt! Wer das nicht tut, macht
Rekka, 27.08.2015

Als ich dieses Buch in Händen hielt, ahnte ich zwar was mich erwarten könnte...aber was ich da las, lies in mir die
Wut aufsteigen...Wut auf die Eltern...Wut auf die Behörden.

Ich als Mutter frage mich, wie kann man seinem eigenem Kind soetwas antun. Und wie kann man als Behörde so weg schauen bzw so tun, als wäre es nicht so schlimm.

Ich selber weiß ja, was in manchen Familien los ist.

Dieses Buch geht sehr offen mit den Problemen in deutschen Familien und Behörden um. Es gab viel negative Kritik. Aber ich finde es erstaunlich, das Herr Tsokos und Frau Guddat sich nicht haben beirren lassen und dieses Buch geschrieben haben.

Ich kann es wirklich jedem empfehlen, der nicht die Augen verschließen will.
Eva Mirschel, 01.01.2015

Saskia Guddat und Michael Tsokos, beide Rechtsmediziner an der Berliner Charité, haben ein Buch geschrieben, dass
gruseliger als jeder Thriller ist. In Deutschland werden jährlich ca. 200000 Kinder Opfer von häuslichen Gewalttaten. Das entspricht 500 Kinder pro Tag. 1 Kind stirbt täglich an den Folgen der Misshandlungen. Durch die tägliche Arbeit bekommen die beiden Ärzte das grausame Ausmaß zu sehen was den Kindern -meistens von den eigenen Eltern- angetan wird. Man liest ja häufig von Kindesmisshandlungen in der Zeitung oder im Internet und schüttelt nur den Kopf, aber was im Buch für Geschichten erzählt werden, da fällt einem nichts mehr dazu ein. Beispiel: Kinder werden auf heiße Herdplatten gesetzt oder in der Badewanne fixiert und diese wird mit brühend heißem Wasser gefüllt. Guddat und Tsokos berichten aber nicht nur von den Grausamkeiten, die den Kindern angetan werden, sondern auch von der Absurdität wie teilweise die Behörden mit den Fällen umgehen. Man lässt sich mit fadenscheinigen Ausreden der Eltern abspeisen und gibt die Kinder nach der Behandlung im Krankenhaus den Eltern sofort wieder mit. Kommt es dann doch einmal zu einer Anklage sprechen die Gerichte die Eltern oftmals wieder frei, entweder aus Mangel an Beweisen oder im zweifel für den Angeklagten, weil der Misshandler nicht eindeutig identifiziert werden kann. Nicht selten werden aus den kindlichen Opfern später selber Gewalttäter. Wenn man die Geschichten dieser Täter liest ist es aber auch kaum anders logisch, dass sie sich zu Tätern entwickeln. Sie kennen es ja nicht anders.
Auch der Teufelskreis unserer Jugendämter wird aufgezeigt: Junge, motivierte Mitarbeiter, frisch von der Universität haben sich zum Ziel gesetzt, den Kindern zu helfen, werden zu den Brennpunktfamilien geschickt, lassen sich durch die schon erwähnten fadenscheinigen Ausreden abspeisen oder bewusst täuschen, stellen nach einigen Dienstjahren einen Versetzungsantrag in den Innendienst um mehr zu verdienen, sind einige Jahre später total ausgebrannt und krank, wodurch die Ämter chronisch unterbesetzt sind und die Fälle sich auf dem Schreibtisch stapeln. Selten ist ein erfahrener Mitarbeiter mit Durchsetzungsvermögen vorort bei den Familien.
Sicherlich trifft das nicht auf jeden Mitarbeiter der deutschen Jugendämter zu, jedoch zeichnet sich im Buch eine Tendenz dazu ab.
Saskia Guddat und Michael Tsokos geben allerdings nicht nur Einblick in die Greueltaten sondern zeigen auch Fakten auf, die die Misshandlungen (hier vor allem die Folgemisshandlungen) mindern könnten. Z.B. eine generelle rechtsmedizinische Schulung der Familienhelfer um sich nicht so leicht täuschen zu lassen. Eine generelle Meldepflich der Kinderärzte bei Verletzungen die auf Gewalteinwirkung schließen lassen. Zur Zeit gibt es diese Meldepflicht nicht. In einem Abschnitt im Buch steht, dass viele Ärzte, gerade in Stadtteilen mit einer hohen Anzahl an Brennpunktfamilien, von einer
Christina Fischer, 03.07.2014

Oh doch, sie tun es... immer und immer wieder!
Dieses Buch deckt nicht nur auf, es gibt auch Tipps und zeigt Möglichkeiten, damit man selbst tätig werden kann und nicht wegschaut.

Die Autoren gehen hier sehr offen und direkt mit diesem Thema um, hier wird nichts geschönt, alles sind Tatsachen.
Petra Murach, 10.04.2014

Ich arbeite im Bereich Kinderschutz und muss immer wieder feststellen, das Geld vor Kindern geht. Die Autoren des Buches
haben unbestritten recht, auch wenn sie wahrscheinlich politisch und finanziell kein Recht bekommen werden.
Erwachsene heute sind kaum noch Vorbilder für die Vorbilder von morgen.
Andrea Klein, 25.02.2014
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