Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Die andere Hälfte der Hoffnung

9783426281000
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Hardcover, Droemer HC
01.09.2014, 320 S.

ISBN: 978-3-426-28100-0
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Roman

In der verbotenen Zone von Tschernobyl, wo nur lebt, wer nicht anders kann oder gezwungen ist, sich zu verstecken, wartet Valentina auf die Rückkehr ihrer Tochter aus Deutschland. Seit Monaten hat Valentina nichts mehr von ihr gehört. Sie scheint spurlos verschwunden – wie viele andere Studentinnen, die angeblich ein Stipendium in Deutschland erhalten haben. Um dem trostlosen Warten und dem bitterkalten Winter zu trotzen und die Hoffnung nicht zu verlieren, beginnt Valentina ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. In Deutschland versteckt währenddessen Martin Lessmann eine junge osteuropäische Frau vor ihren Verfolgern. Als sie sich kurz darauf die Pulsadern aufschneidet, rettet er sie ein zweites Mal – und erfährt Ungeheuerliches.

Leselounge

Die Autorin

Mechtild Borrmann

Portrait von Mechtild Borrmann

Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war...

zur Autorin Bücher von Mechtild Borrmann

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Pressestimmen

Fesselnd geschrieben. Ein Roman der Spuren hinterlässt.

Radio Arabella, Monika Littel, 09.09.2014

"Die Autorin spannt nicht nur einen geografischen Bogen von einem deutschen Dörfchen nahe der niederländischen Grenze bis in die Ukraine, sondern auch einen historischen, der u.a. die Verschleppung ukrainischer Menschen zu Zwangsarbeit in Nazideutschland thematisiert. Drei Handlungsstränge werden gekonnt zu einer kompakten Geschichte verknüpft. Fazit: Anrührend & spannend; Tschernobyl 1986 und Menschenhandel in der Gegenwart."

Buchkultur (A), Oktober / November 2014

"Borrmann schreibt in klaren, einfachen Sätzen, die eine beinahe hypnotische kraft entwickeln. Auch dank der aufwendigen Recherche gelingt ihr ein eindrucksvolles Stück Zeitgeschichte über ein dunkles Kapitel Europas. (...) Belohnt wird der Leser, der sich auf diese Geschichte von politischer Brisanz einlässt. Mechtild Borrmann gehört auf die Liste jener Autorinnen, die dem Genre des Kriminalromans eine neue Seite abgewinnen."

Hamburger Abendblatt, 23.10.2014

"Mechtild Borrmann verknüpft die verschiedenen Erzählstränge virtuos, meisterlich fängt sie in klarer Sprache Stimmungen und Atmosphäre ein. Ohne billige Effekte schafft sie es, konstant Spannung aufzubauen. Glaubwürdig, gut recherchiert, Zeitgeschichte packend aufbereitet - ein Krimi der absoluten Spitzenklasse."

hr-online.de, 26.10.2014

"Spannung pur."

Aachener Zeitung/Aachenr Nachrichten, 01.11.2014

"superspannendes Buch über Lügen und Hoffnung"

Petra , 01.12.2014

"ebenso ruhige wie verstörende Geschichte"

Ultimo, 10.11.2014

"Mich konnte das Buch durch die authentischen Charaktere, durchaus realistischen Darstellungen und einem schlichten, aber ergreifenden Erzählstil überzeugen."

Zwei Sichten auf Bücher (Blog), 20.11.2014

"Ein beeindruckendes, zutiefst pessimistisches Buch, bei dem nur die mühsam bewahrte Menschlichkeit einzelner als halbe Hoffnung bleibt."

Krimi-Couch.de, November 2014

"... So gehören die Berichte der Zeitzeugen, die den Tagebuchaufzeichnungen Walentynas zugrunde liegen, zu den aufwühlendsten Passagen des Romans, der weit über das Krimigenre hinausgeht."

Westfalenspiegel, 17.12.2014

"Mechtild Borrmann erzählt unaufgeregt die aufregendsten Menschengeschichten. ´(...) Sie ist eine großartige Chronistin des Alltags, eine Menschenfreundin in der literarische Tradition eines Georges Simenon."

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 12.12.2014

"Dieser Roman hat Sprengkraft; er ist auf unspektakuläre Weise herausragend, Kriminal-Literatur im besten Sinn." (Ulrich Noller WDR 5 Mordsberatung)

WDR 5 , 20.12.2014

Mechtild Borrmann ist "eine ganz großartige Chronistin des Alltags und eine absolute Menschenfreundin in der literarischen Tradition eines Georges Simenon." (Reinhard Jahn WDR5 Mordsberatung)

WDR 5 , 20.12.2014

"Mechthild Borrmann erzählt eine aufwühlenden Geschichte vor dem Hintergrund der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl.<br /> Wie kaum eine andere deutsche Autorin versteht sie es, Spannung und historisches Zeitgeschehen zu einer komplexen Handlung zu verweben."

Buecher.de, 02.01.2015

"Eine Prostituierte versteckt sich am Niederrhein, später erzählt sie Schreckliches. Krimipreisträgerin Mechthild Borrmann verbindet die Ereignisse von Tschernobyl mit dem heutigen Alltag in der Ukraine und in Deutschland."

WDR5 (online), 09.12.2014

"Geschickte Verknüfungen"

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 19.03.2015

"Immer wieder habe ich über die Ereignisse damals in Tschernobyl gelesen, aber es blieb abstrakt; beunruhigend, aber nicht greifbar. Durch dieses Buch und durch das Herunterbrechen auf die Ebene eines persönlichen Schicksals beginnt man die Dimension der Katastrophe erst richtig zu begreifen."

Blog Kaffeehaussitzer, 17.04.2015

"Ein großartiges Buch."

Wortgestalten (Blog), 30.01.2015

"Es gibt dicke Bücher über Menschenhandel und Zwangsprostitution. Oder über das Leben in der ehemaligen Sowjetunion und wie die Regierung mit ihren Bürgern umgegangen ist. Mechtild Borrmann benötigt nur rund 300 Seiten, um in ihrem Roman all das auf den Punkt zu bringen. Das Schicksal ihrer Figuren bewegt, aber es macht auch wütend und ratlos. Vor allem das Geschehen in Tschernobyl ist wohl selten auf diese eindringliche Weise beschrieben worden – eben aus der Sicht einer Zeitzeugin. Mechtild Borrmann bedient sich dabei einer einfachen klaren Sprache. Sie schmückt nicht aus, sie schildert einfach nur, was geschieht. Und das ist auf jeder Seite spannend und ergreifend."

WDR2 Krimi-tipp, Oliver Steuck, 25.04.2016

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Diesser Kriminalroman ist absolut erstklassig geschrieben. Ein lebendiger und mitreißender Schreibstil, gekonnt
gezeichnete Protagonisten und verschiedene Handlungsstränge, zeitweilig auch in der Vergangenheit angesiedelt, fesseln den Leser von der ersten Seite an.
Miss Marple, 04.01.2016

Diesser Kriminalroman ist absolut erstklassig geschrieben. Ein lebendiger und mitreißender Schreibstil, gekonnt
gezeichnete Protagonisten und verschiedene Handlungsstränge, zeitweilig auch in der Vergangenheit angesiedelt, fesseln den Leser von der ersten Seite an.
Erstklassig, 04.01.2016

Zeitgeschichte - interessant, spannend und manchmal etwas verstörend - viel mehr als ein Kriminalroman

gaby2707, 02.01.2016

Mitreißend, fesselnd, unendlich traurig und hoffnungslos.
Mechtild Borrmann beschreibt den Alltag der Menschen rund um Tschernobyl vor und nach der Katastrophe. Sie gibt den vielen Opfern ein Gesicht und eine Geschichte.

Absolut lesenswert!
mariam, 16.12.2015

Lesenswert

hobble, 31.10.2015

Im Mittelpunkt des Krimis steht die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, bei der während einer Testphase eines Reaktors
und nicht im Normalbetrieb die Kettenreaktion unkontrolliert abläuft, da es zu spät ist um die Steuerstäbe in den in der Kernschmelze befindlichen Reaktor einzufahren. Das Leben der Krankenschwester Walentyna mit ihren dramatischen familiären Beziehungen wird auf zwei Zeitebenen, nämlich zur Zeit der Katastrophe und 25 Jahre später erzählt. In Rückblenden wird die Situation im Nachkriegsdeutschland und die Periode während des Kraftwerkbaus dargestellt.
Letztere ist gekennzeichnet von großen sozialen Unterschieden, auf der einen Seite Armut und auf der anderen auf dem technischen Fortschritt gründender Wohlstand, von dem im Sozialismus alle träumen.
Lützi, 03.08.2015


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Sehr schön ist der Bogen von der Ukraine bis nach Deutschland gespannt. Auch die drei Handlungsstränge von der Gegenwart bis in die Vergangenheit in der es in dieser Geschichte geht sind mehr als perfekt miteinander verknüpft. Walentyna die in der verbotenen Zone in der Ukraine lebt , erzählt in ihren Tagebuch Aufzeichnungen von ihrem früheren Leben. Von einer Zeit voller Lügen , von Freude und Leid . Von der Tschernobyl Katastrophe . Den Momenten der Zuversicht und voller Hoffnung. Sie schreibt das ganze für ihre Tochter Kateryna , die es später einmal lesen soll. Sie versucht damit das warten und bangen zu überbrücken. Sie wartet schon lange auf Kateryna , die längst zurück sein soll . Sie ist mit ihrer Freundin Olena , nach Deutschland gereist ist , als Gastleserin. Man hat den Studentinnen , ein Stipendium versprochen...........

In Deutschland findet Lesmann vor seinem Hof ein halberfrorenes , verängstigtes und erschrecktes Mädchen. Als er sie bei ihrem Selbstmord versucht in letzter Sekunde findet , rettet er ihr zum 2. mal das Leben. Nur mit viel Geduld und langsam gewinnt er ihr vertrauen. Was sie ihm erzählt wirft ihn fast aus der Bahn , denn so etwas ist unvorstellbar für ihn. Er beschließt ihr zu helfen und gerät dabei selbst in große Lebensgefahr. Er wächst über sich selbst hinaus und Tut etwas , das er niemals sich selbst zugetraut hat .................

Auch der Leutnant einer Sondergruppe Leonid aus der Ukraine macht sich auf die Suche nach den vermissten Studentinnen , er hat es Walentyna versprochen , die vermissten Mädchen zu finden. Er selbst deckt ungeheuerliches auf und gerät in einen Strudel von Machenschaften von größter Politischer Brisanz . Wird er die Mädchen finden , die Uhr tickt unaufhaltsam weiter....



Die Autorin Mechthild Borrmann schafft es wie in ihren anderen Buch , Der Geiger, den Leser wieder in ihren Bann zu ziehen. Sie erzählt spannend , packend, Einfühlsam und zutiefst bedrückend , von Menschenhandel und Zuhälterei . Den Machenschaften der Regierung während der Tschernobyl Katastrophe , den Lügen, gegenüber den Menschen Authentisch herüber zubringen. Sie verleiht ihren Protagonisten Körper und Seele , sie kommen Bildstark herüber. Das Buch ist realistisch und überzeugend. Man fühlt und Leidet mit, Ein wuchtiges Porträt , das einem Erschüttert und nachdenklich macht.

" Ein Facettenreiches und Anspruchsvolles Buch "
Arietta, 27.10.2014

Ein Mann, der ein Mädchen aufnimmt und ihr schließlich das Leben rettet, das sie sich gerade im Begriff zu nehmen ist.
Unbekannte, die eine Bedrohung darstellen und die junge Frau verfolgen - warum? Und eine Mutter, die in der Entfremdungszone von Tschernobyl wohnt und sich erinnert... Ein Start ins Buch, der neugierig auf das weitere Geschehen macht - was ist in Tschernobyl geschehen, wer ist die junge Frau und welche Rolle wird ihr Lebensretter noch "spielen"? Die Beschreibung deutet darauf hin, dass es um ein interessantes Thema geht und der Schreibstil ist angenehm und mitreißend. Sicherlich ein lesenswerter Roman :-).
B.Theis, 05.10.2014

Die Leseprobe hört sich sehr Interessnt an , schon nach gehobener Unterhaltung. Ich möchte mehr über das geschehen
und die Protagonisten ERFAHREN . Entspricht doch der Inhalt meinem Genre .....
Arietta, 05.09.2014
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