Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

So finster, so kalt

9783426514931
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Taschenbuch, Knaur TB
01.04.2014, 384 S.

ISBN: 978-3-426-51493-1
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Roman

Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 16. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Greta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann passieren im Dorf immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, und auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes’ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Die Autorin

Diana Menschig

Portrait von Diana Menschig

Diana Menschig, geboren 1973, arbeitet als selbständige Dozentin und Autorin. Wenn sie nicht gerade in fantastischen Parallelwelten unterwegs ist,...

zur Autorin Bücher von Diana Menschig

Pressestimmen

"Die unkonventionelle Handlung ist trotz des einfachen Schreibstils sehr originell und bleibt dem Leser längere Zeit im Kopf."

fachbuchkritik.de, April 2014

"Verschiedene Märchen und ein paar Sagen verschmelzen in dieser Erzählung im 21. Jahrhundert zu einem großen Ganzen. Das ist ein riskantes Unterfangen - und Frau Menschig gelingt es fabelhaft. (...) Absolute Empfehlung. Man könnte direkt nach der letzten Seite noch einmal von vorne anfangen."

sandammeer.de, 07.04.2014

"Diana Menschig erschafft eine düstere Atmosphäre, die mich vollkommen eingenommen hat. (...) Zeitweise ist meine Gänsehaut gar nicht mehr verschwunden. Meine Nackenhaare haben sich das ein oder andere Mal gestellt, ich konnte die gruselige Atmosphäre richtig spüren. das ist es, was mich an dieser Geschichte so begeistert hat! ich hatte das gefühl, dabei zu sein."

Blog downtherabbitshole, 06.04.2014

"Eine klare Empfehlung für Märchenliebhaber, die diese mal aus einer anderen Perspektive lesen möchten."

fantasybuch.de, 13.04.2014

"Eine wirklich gruselige Geschichte, die einen immer wieder überrascht!"

Blog Aylen Hyuga, 11.04.2014

"Dieses Buch hat mich, nachdem ich es gelesen hatte, wirklich sprachlos zurück gelassen. Man könnte meine Rezension diesmal auch als richtige Lobeshymne ansehen, denn ich liebe dieses Buch. An ihm stimmt wirklich alles. Frau Menschig hat für mich eine Geschichte geschaffen, wie sie spannender nicht sein könnte."

Blog querbeet lesen, 14.04.2014

"Eine gelungene Verbindung aus altbekannten Sagen und Märchen mit der heutigen Realität. Spannende Szenen wechseln sich mit Gänsehautmomenten ab und bescherten mir damit einen hohen Lesegenuss."

Blog his-and-her-books, 26.04.2014

"Daniela Menschig hat eine Fantasygeschichte geschrieben, die in manchen Teilen genauso Realität gewesen sein kann. (...) SO FINSTER, SO KALT hat mich zum Gruseln gebracht und mich manchmal zweifeln lassen, was nun echt und was Märchen ist."

Blog mem-o-ries, 21.04.2014

"Es gibt keinen Zweifel: Diana Menschig ist eine erstklassige Autorin und Märchenerzählerin. Sie bereitet mit ihren Romanen dem Leser wahre Gänsehautmomente. SO FINSTER, SO KALT bedeutet Literatur zum Niederknien. Die Geschichte nimmt einen vollkommen gefangen und nach nur wenigen Buchseiten scheint man die Welt um sich herum vergessen zu haben."

Literaturmarkt.info, 28.04.2014

"Die Story ist schlüssig und außerdem wirklich spannend erzählt. Ein Buch, das man in einem Rutsch durchlesen kann, mit Genuss!"

.rcn events & music, Mai 2014

"Die Atmosphäre des Buches ist so finster, wie Titel und Cover versprechen, voller Spannung bis zur letzten Seite. Großartige Urban-Fantasy mit märchenhaften Elementen, die einen in ihren Bann zieht."

phantatstisch.net, 22.04.2014

"Eine ganz besondere Märchenadaption. Wer eine Mischung aus gruselig, märchenhaft, real und unglaublich mag, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen."

Blog Buchplaudereien, 29.04.2014

"Eine wirklich gruselige Geschichte, die einen immer wieder überrascht!"

Blog Die Magie der Bücher, 20.04.2014

"Wer eine sehr ungewöhnliche Märchenadaption lesen mag, der muss hier einfach zugreifen. Spannung, Rätsel und Gänsehaut werden hier großzügig verteilt."

Blog BuchZeiten, 17.04.2014

"Eine klare Empfehlung für Märchenliebhaber, die diese mal aus einer anderen Perspektive lesen möchten."

fantasybuch.de, 23.04.2014

"Voller Spannung bis zur letzten Seite. Großartige Urban Fantasy mit märchenhaften Elementen, die einen in ihren Bann zieht."

Blog Papiergeflüster, 05.05.2014

"Die Autorin erzählt die Geschichte sehr spannend und hat einen tollen Schreibstil, sie schafft es, einen von der Gegenwart in eine Märchenwelt zu entführen, in der es oft sehr düster ist."

Blog manus Tintenkleckse, 30.04.2014

"Diana Menschig hat eine perfekte Mischung aus Mystery, Märchen und Krimi geschrieben, die ihr Talent als gute Autorin wieder einmal beweist. Ein wirklich zauberhaftes Lesevergnügen!"

Blog Vonmainbergsbuechertipps, 12.05.2014

"Ein sehr stimmungsvoller Roman mit Märchenthematik, der mir schaurig-schöne Lesemomente bereitet hat."

Blog Armarium nostrum, 07.05.2014

"Autorin Diana Menschig kreiert in ihrem zweiten Roman SO FINSTER, SO KALT eine düstere Atmosphäre, durch die sich die Spannung mehr und mehr zuspitzt und den Leser dazu bringt, immer weiter zu lesen und das Buch nicht aus der Hand zu legen."

Blog Fantasie und Träumereien, 03.06.2014

"Frau Menschig hat mich mit ihrer Geschichte vollends begeistert und überzeugt und ich danke ihr für dieses düstere und märchenhafte Leseerlebnis. Eine klare Empfehlung an alle, die erwachsene Märchen mögen."

Blog Dianas Fantastic World of Books and Owls, 19.06.2014

"Eine klare Empfehlung für alle Grusel-Liebhaber mit Schwäche für Märchen.2

Blog My Life, 21.06.2014

"Spannender und märchenhaft-phantastischer Roman mit stimmungsvoller Atmosphäre - absolut empfehlenswert."

Literra.info, 24.06.2014

"Ein gruseliger Roman, der überrascht."

Blog Manjas Buchregal, 29.06.2014

"IN SO FINSTER, SO KALT spielt Diana Menschig gekonnt mit einigen Märchenmotiven der Gebrüder Grimm und verwebt sie mit Thriller-Elementen zu einem schmackhaften Mahl für den Leser."

x-zine.de, Juli 2014

"Eine gelungene Mischung von Märchen- und Gruselelementen."

Wolkenweiss (Blog), 14.10.2014

"Eine gehaltvolle Prise Horror, Grusel und Gänsehaut rundet dieses Schmankerl der Phantasy-Literatur gelungen ab. Uneingeschränkte Leseempfehlung für ein märchenhaftes Vergnügen." (Maria Kusnierz)

Phantastik-couch.de, Oktober 2014

"Dieses Buch fesselt von der ersten bis zur letzten Seite."

Phantastik-Couch, Oktober 2014

"Man wird Seite um Seite immer tiefer in die geheimnisvolle Thematik hineingezogen. Die Grundlage des Märchens `Hänsel und Gretel´ wird hier völlig neu definiert und perfekt mit den Geschehnissen in der Gegenwart verwoben. Die Szenen aus dem Märchen erinnern an die Kindheit, in der man mit großen Augen auf den Schauder wartet, während der Erzähler die Spannung immer weiter in die Höhe treibt."

Blog Weltenwanderer, 30.07.2014

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Merle Hänssler arbeitet als Rechtsanwältin in Hamburg. Seit Tagen schläft sie schlecht und träumt ständig von einem
Wolf, der sie verfolgt. Kurz darauf erhält sie einen Anruf von einem Freund aus Kindertagen: Ihre Oma Mago ist gestorben. Merle reist zur Beerdigung in ihr Heimatdorf in den Schwarzwald. Im abgelegenen Haus ihrer Oma findet sie Dokumente über einen gewissen Hans vom Wald, der Ende des 16. Jahrhunderts scheinbar in diesem Haus gelebt hat und von einem Dämon besessen war. Ist Hans tatsächlich Merles Vorfahre? Und wie viel von dieser scheinbar unglaublichen Geschichte ist wahr? Merle beginnt zu recherchieren. Als es in der Gegenwart zu dramatischen Ereignissen kommt, muss sie sich fragen, in welchem Zusammenhang diese zu ihrer Recherche stehen…

Der Einstieg in das Buch ist ungewöhnlich: Zunächst ist die erste Strophe des Liedes um Hänsel und Gretel abgedruckt, es folgt ein Rezept für finsterkalte Lebkuchenmännlein und schließlich beginnt der Prolog mit den Worten „Die Hexe ist tot!“. Dies alles machte mich extrem neugierig auf die Geschichte. Schnell stellt sich aber heraus, dass die „Hexe“ Mago vielmehr eine märchenbegeisterte, nette Person war. Deren Enkeltochter Merle ist die Protagonistin des Buches. Aktuell wird sie von Albträumen geplagt und ist mit sich selbst nicht mehr im Reinen. Ich konnte ihre Selbstzweifel nachvollziehen und war gespannt darauf, in welche Richtung sie sich während des Buches entwickeln wird.

Die erste Hälfte des Buches ist eher ruhig. Merle fährt in den Schwarzwald zur Beerdigung ihrer Oma und findet deren Recherchearbeiten über Hans vom Wald. Dem möchte sie genauer nachgehen und lernt darüber den Germanisten Jakob kennen. Außerdem erfährt der Leser in Rückblicken mehr über die unheimliche Geschichte von Hans und Greta. So erhielt man einen guten Überblick, wobei noch nicht ganz klar war, in welche Richtung sich die Geschichte im weiteren Verlauf entwickeln wird.

Während ich Merles Handeln und Denken von Beginn an nachvollziehen konnte, bleibt Jakob ein undurchschaubarer Charakter. Als Leser stolpert man gleich über seinen Nachnamen Wolff – soll dieser ein Hinweis sein? Hat Merle nicht ständig Albträume von einem Wolf? Und warum ist Jakob eigentlich in Hamburg und benimmt sich so, als verberge er etwas? Über Jakobs Motive kann man lange Zeit nur rätseln, wodurch mein Interesse an seiner Person und der Beziehung zwischen ihm und Merle aufrechterhalten wurde.

Die Geschichte spielt vorwiegend in der Gegenwart und wird von fünf längeren Rückblicken in die Vergangenheit zu den Erlebnissen von Hans unterbrochen. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist immer recht abrupt, es gibt keine richtigen Übergänge und man hätte die Rückblicke noch besser ins Gesamtgeschehen integrieren können. Die Geschichte von Hans vom Wald war ziemlich mysteriös und unglaublich, und nach und nach wird auch klar
Hanna, 09.10.2014

Merle Hänssler hat ihrem Heimatdorf im Schwarzwald den Rücken gekehrt, um in Hamburg als Anwältin Fuß zu fassen –
mit Erfolg. Doch seit einiger Zeit leidet sie unter Alpträumen, die sie nicht einordnen kann. Ist es der Stress? Dann ruft ein Anruf ihres Jugendfreunds sie zurück nach Steinbach: Ihre Großmutter Mago ist gestorben. Im abgelegenen alten Häuschen ihrer Oma findet sie alte Dokumente, bei denen es sich laut Mago um die Familiengeschichte der Hänsslers handelt und die eine frappierende Ähnlichkeit zu dem Märchen um „Hänsel und Gretel“ aufweisen. Nicht jeder im Dorf heißt Merle willkommen, denn Mago war zwar bei den Kindern die heißgeliebte Märchenomi, bei manchen Erwachsenen aber eher als Hexe verschrien. Merle sucht Hilfe bei Jakob Wolff, einem Experten für Märchen und Sagen. Schnell fühlt sie sich zu ihm hingezogen, aber rückhaltlos vertrauen kann sie ihm nicht. Dann verschwinden im Dorf auf einmal vier Kinder und die Ereignisse überstürzen sich. Merle scheint auf sich alleine gestellt, während sie bald nicht mehr zwischen Märchen und Realität unterscheiden kann.

Genau wie bei „Hüter der Worte“ hat Diana Menschig es in diesem Buch geschafft, zwei Geschichten miteinander zu verknüpfen. Zum einen die Realität und Merles Leben, zum anderen die Familiengeschichte, die im 16. Jahrhundert beginnt und von Hans, seiner „Schwester“ Greta und unheimlichen Geschehnissen berichtet. Auch verschiedenste Märchen und Sagen aus dem deutschsprachigen Raum werden in die Geschichte eingeflochten.

Auch bei „So finster, so kalt“ konnte mich die Autorin wieder mit ihrem Schreibstil überzeugen. Ihre Charaktere sind lebendig, ihre Handlungen nachvollziehbar. Mit Merle allerdings konnte ich nicht richtig warm werden. Sie ist nicht unsympathisch, aber wirkt stellenweise panisch und unentschlossen, dann wieder völlig gelassen – was alles in allem eher unstimmig war. Jakob dagegen tritt von Anfang an als undurchschaubarer Charakter auf, so dass man bis zum Ende zweifelt, ob er der nette Kerl ist, den man sich wünscht. Oma Mago ist – obwohl tot – sehr präsent, ebenso wie Hans. Selbst eher unwichtige Charaktere, wie die anderen Dorfbewohner, sind sehr gut ausgearbeitet.

Liest sich die Geschichte zu Beginn noch etwas ruhiger, nimmt sie schnell an Spannung zu und durch die Szenenwechsel zwischen Realität und Vergangenheit bleibt sie interessant. Die Grundstimmung bleibt durchgängig mysteriös, aber nicht gruselig.

Auch das Cover passt sehr gut zum Gesamtbild. Die Hütte wirkt, als würde sie im Nebel veschwinden, nur ein Lichtschein zeigt den Weg dorthin. Die erste Strophe des Liedes „Hänsel und Gretel“ sowie das Rezept für Lebenkuchenmännlein runden das Ganze dann ab.

Fazit:

Eine klare Empfehlung für Märchenliebhaber, die diese mal aus einer anderen Perspektive lesen möchten.
Andrea Wolfrum, 02.09.2014

Das Märchenerzählen meiner Oma habe ich als Kind geliebt, doch als ich Grimms Märchen endlich selbst lesen konnte,
habe sich ganz neue Welten für mich eröffnet. Unabhängig von der Laune anderer konnte ich nun selbstbestimmt lesen was, wann und so oft ich wollte. Die Begeisterung für Märchen ist mir bis heute geblieben und die vielfältigen Adaptionen der bekannten Stoffe in Film und Buch begegne ich zum Teil mit kindlicher Neugier und Vorfreude. Allerdings unterliegt auch die ein oder andere Neuaufmachung dem klassischen Märchenvorgänger bei weitem.
Nicht so bei Diana Menschig. Sie präsentiert in ihrer Märchenadaption von Hänsel und Gretel eine interessante wie riskante Kombination aus dem Weiterspinnen eines Märchens und der Erforschung seines Ursprunges samt der Orginalvorlage. Realistische wie typisch märchenhafte Motive und Elemente werden zusammengewirbelt, verschiedene Zeitebenen wechseln sich ab, schlechte Träume verhageln den Tag und Figuren erhalten symbolträchtige Namenskombinationen. Unversehens zieht einen die Geschichte um die erfolgreiche Anwältin Merle Hänssler und das Knusperhäuschen ihrer Oma im Märchenwelt schlechthin, dem Schwarzwald, in ihren Bann und regt zu ganz neuen Erkenntnissen an: Was wäre eigentlich, wenn die vermeintlich böse Hexe Hänsel nicht mästen, sondern nur vor seiner vielleicht gar nicht so lieben Schwester Gretel hätte schützen wollen?
Mara P., 27.08.2014

Die Handlung:

Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 16.Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Greta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann passieren im Dorf immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, und auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes` Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Mein Eindruck:
Bereits auf den ersten Seiten eines Buches entscheidet sich meistens, ob es ein Lesevergnügen oder eher ein anstrengendes Unterfangen wird. Beim neuen Roman von Diana Menschig fiel der Einstieg nicht schwer und versprach bereits eine ordentliche Portion Spannung. Die Protagonistin Merle Hänssler, erfolgreiche Anwältin in der Hansestadt Hamburg fällt aus allen Wolken, als sie vom Tod ihrer Großmutter im Schwarzwald erfährt. Plötzlich wird sie, die es gewohnt ist, Abläufe vorzugeben, gezwungen, sich mit dem Nachlass ihrer geliebten Großmutter auseinanderzusetzen, zumal ihr Vater in Kanada weilt. Nächtliche Alpträume sowie eine plötzliche Begegnung mit einem rätselhaften Unbekannten sorgen für erste Gruselstimmung beim Leser.
„So finster, so kalt“ wird mit eingeschobenen Erzählungen aus der Vergangenheit angereichert, die zusätzlich Spannung erzeugen und gleichzeitig für düstere Atmosphäre sorgen. Hinzu kommen Wahrnehmungen der Protagonistin, die nicht auf natürliche Art und Weise erklärbar sind sowie ihr Gefühl, keinem trauen zu können. Als in dem kleinen Schwarzwalddörfchen Kinder verschwinden, muss Merle darüber hinaus noch mit dem Mißtrauen einiger Dorfbewohner umgehen, als sie Zuflucht in dem Häuschen ihrer Oma sucht. Dieses scheint, trotzdem in idyllischer Lage im schönen Schwarzwald gelegen, ein Eigenleben zu führen und sorgt damit für einen weiteren Gruselfaktor. Die Verbindung zu Märchen a`la "Hänsel und Gretel" drängt sich einem dabei fast schon auf und wird durch die Autorin geschickt miteingebaut, so dass sich Vergangenheit und Gegenwart beinahe vermischen.

Mein Fazit:

„So finster, so kalt“ von Diana Menschig ist kein Kriminalroman im herkömmlichen Sinne. Eher ein regionaler Grusel-/Mystery- Thriller, dessen Spannung bis fast zum Schluß durchhält. Leider ist das Finale nicht ganz so überzeugend und die Handlung ist rückblickend doch nicht an jeder Stelle schlüssig. So werden dem Leser mittendrin Hinweise angeboten, die für den Moment die Spannung noch erhöhen, sich letzlich allerdings als Finte bzw. nicht logisch erweisen. Dennoch empfand ich den Roman als phantasievoll, unterhaltsam und streckenweise wirklich sehr spannend. Gefallen hat außerdem der kleine Ausflug
Imme Hildebrandt, 29.04.2014

Inhalt:
Merle ist eine erfolgreiche Hamburger Rechtsanwältin. Zur Zeit ist sie allerdings immer sehr müde, denn sie schläft unglaublich schlecht und wird jede Nacht von furchtbaren Alpträumen geplagt. Sie schiebt das auf den beruflichen Stress und den Ärger mit ihrem Freund. Dann stirbt auch noch ihre geliebte Omi und weil ihr Vater gerade in Kanada unterwegs ist, muss sie sich alleine um die Beerdigung und den Nachlass kümmern. Dazu kehrt sie zurück in den Schwarzwald. In das ganz einsame und mitten im Wald gelegene Häuschen von Oma, in dem sie unglaubliche viele schöne Stunden ihrer Kindheit verbracht hat. Und überraschenderweise kann sie dort seit langem endlich wieder traumlos schlafen. In den Hinterlassenschaften ihrer Oma findet sie alte Dokumente, die von der Geschichte eines ihrer Vorfahren “Johannes” gegen Ende des 16. Jahrhunderts berichten. Merle versteht das nicht alles und beauftragt den Germanisten Jakob Wolf ihr bei der Aufklärung zu helfen. Immer wieder passieren außergewöhnliche Dinge im und rund um das Häuschen und Merle weiß bald nicht mehr was ist real und was ist Traum oder Einbildung. Die Lage spitzt sich zu als dann auch noch Kinder auf rätselhafte Weise verschwinden.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist eine Märchenadaption, das kann man ganz leicht feststellen, wenn man die Kurzbeschreibung liest. Aber was für eine, das muss man einfach selbst erlesen. Es geht hier auch nicht nur um ein Märchen sondern mehrere. Und es ist keine reine Märchenadaption, sondern die Märchen verschwimmen mit der heutigen Realität und niemand weiß mehr so genau, wo hört die Realität auf und wo fängt das Märchen an.
Diese Geschichte hier ist gruselig und stellenweise auch relativ grausam. Aber wenn man es mal genauer betrachtet, waren das die Märchen ja auch. Böse Stiefmütter, die Kinder vergiften usw. Das ist ja auch gruselig und grausam. Und trotzdem ist “So finster, so kalt” anders, intensiver. Man hält förmlich die Luft an beim Lesen. Ich habe selten ein Buch gelesen, das so viele unterschiedliche Richtungen eingeschlagen und trotzdem den Faden nicht verloren hat.
Die meisten Kapitel sind aus der Sicht von Merle geschrieben, aber es gibt auch ein paar wenige, in denen Johannes aus seinem Leben im 16. Jahrhundert erzählt. Und diese Kapitel ermöglichen dem Leser einen Einblick in die Geschichte, die Merle noch versucht herauszufinden. Und dennoch wurde ich gedanklich sehr oft in die Irre geführt, wenn ich dachte jetzt geht es so und so weiter. Es gibt natürlich auch noch einige andere Protagonisten, wie z.B. Jakob Wolf und die Kinder. Und alle geben sie ein Rätsel nach dem anderen auf.
Am Ende habe ich noch ein paar mal vor und zurück geblättert, weil ich es gar nicht glauben konnte, das es auf diese Art und Weise endet.

Mein Fazit:
Eine ganz besondere Märchenadaption. Wer eine Mischung aus gruselig, märchenhaft, real und unglaubl
Beate Döring, 29.04.2014

Inhalt:
Merle überzeugt als erfolgreiche Anwältin. Ihr Liebesleben dagegen könnte besser sein. Der Bogen ihres Freundes wird überspannt, als Diana seine Unterstützung braucht. Denn ihre Großmutter ist verstorben und sie muss in das alte "Knusperhäuschen", um einiges zu regeln, da ihr Vater im Ausland unerreichbar ist. Doch so schnell und einfach, wie sich Merle das vorgestellt hat, ist es nicht. Alte Sagen und Märchen ranken sich um das Haus und es war der feste Wille ihrer Großmutter, dass das Haus und der verbotene Garten nicht allein bleiben dürfen. Als Merle noch ein altes Dokument findet, in dem die Geschichte von Johannes erzählt wird, der im 16. Jahrhundert in diesem Haus wohnte, beschleicht sie die Angst, ob nicht doch ein wahrer Kern in ihm steckt. Sie findet Hilfe in Jakob Wolff, einem Gelehrten - doch kann sie ihm trauen oder wird auch sein Name hier zur Tatsache? Die Situation scheint zu eskalieren, als auch noch Kinder verschwinden und die Dorfbewohner Merle und ihr Haus dafür verantwortlich machen.

Meine Meinung:
Wow, das war wirklich mal interessant. Ich glaube, so oft habe ich Vermutungen über das was ist, was war oder sein könnte noch nie gewechselt. Dass hier ganz klar Märchen eine Vorlage bilden, braucht man eigentlich nicht zu erwähnen, man weiß es, wenn man den Klappentext liest. Doch - ist es wirklich so, wie es auf den ersten Blick scheint? Natürlich nicht. Es geht hier nicht um ein Märchen, sondern um eine ganze Handvoll. Nicht nur der Leser, sondern auch die Protagonisten suchen ununterbrochen nach Parallelen um Hoffnung, um Hilfe zu bekommen, doch irgendwie scheinen sie genau wie der Leser im Dunkeln zu tappen. Und das macht das ganze unglaublich spannend. Zudem ist das Buch an einigen Stellen wirklich gruselig. Es ist so dieser leise, unterschwellige Grusel, der einen im Griff hält. Ich bin da eigentlich sehr robust, doch hier gab es Stellen, da mochte ich allein im dunkeln tatsächlich nicht weiterlesen *schmunzel*

Man muss hier also klipp und klar sagen, dass es Bezug auf Märchen hat, aber eher in einer düsteren, brutalen Art hat. Es ist kein Horror, aber auf jeden Fall auch kein liebliches Märchen. Wer so etwas nicht mag, sollte klar die Finger weglassen. Für alle aber, die nicht so leicht einzuschüchtern sind, die Märchen mögen aber auch nicht unbedingt Feenstaub und gute Wünsche brauchen, die können hier ein Buch voller Spannung und Gänsehaut erwarten.

Ich fand es eine sehr ungewöhliche Märchenadaption. Nicht nur, weil es nicht lieblich ist, sondern auch, weil es gar keine klare Linie gab. Und das machte es wiederum ziemlich einzigartig und lesenswert. Zumal es mich an nicht so alltägliche Märchen zusätzlich erinnerte … und mir damit trotz allem ein Lächeln zauberte, weil ich mich an diese Märchen gerne zurück erinnere aus meiner Kindheit.

Die Protagonisten fand ich nett, aber sie kamen mir nicht wirkli
Sandra Budde, 17.04.2014

Die Leseprobe hat mich sehr neugierig auf mehr gemacht. Oma Mago, die Märchenoma, ist gestorben und hinterlässt ihrem
Sohn einen Umschlag, den seine Tochter öffnet. Dort befindet sich ein Schreiben, auf dem nur ein einziger Satz steht. Außerdem passieren merkwürdige Dinge, die keiner so richtig greifen kann.
Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und man findet schnell in die Geschichte hinein. Dieser Roman kommt definitiv auf meine Wunschliste.
Carmen Kandzia, 26.03.2014
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