Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Etta und Otto und Russell und James

9783426281086
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Hardcover, Droemer HC
01.09.2015, 336 S.

ISBN: 978-3-426-28108-6
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Roman

Ein charmanter, weiser und poetischer Roman über eine unerschütterliche Freundschaft, unerfüllte Sehnsüchte und eine lebenslange Liebe – vor der grandiosen Kulisse Kanadas.

"Perfekt für alle, die auf der Suche nach dem Geheimnis des Lebens sind - und für alle anderen auch." Für Sie

Die 83-jährige Etta hat noch nie das Meer gesehen. Mit etwas Schokolade, Wanderschuhen und einem Gewehr macht sie sich daher auf den 3.232 Kilometer langen Weg an die Ostküste Kanadas. Ihr Mann Otto lässt sie ziehen - trotz aller Sorge. Er ist vor vielen Jahren selbst zu einer großen Reise aufgebrochen, die sein Leben verändert hat. Ihr gemeinsamer Freund Russell hingegen will Etta zurückholen und verlässt zum ersten Mal in seinem Leben die heimische Farm.
Auf ihrer Wanderung trifft Etta James, der sie durch das staubtrockene Land begleitet. Je näher Etta der Küste Kanadas und dem sehnsuchtsvoll erwarteten Meer kommt, desto lebendiger werden die Erinnerungen - Erinnerungen an die gemeinsame Jugend mit Otto und Russell, an Zeiten des Krieges an Hoffnungen und versteckte Gefühle, aber auch an die zahlreichen Erfahrungen, die sie miteinander geteilt haben.

Die Musikerin Emma Hooper schreibt unvergleichlich über tiefe Liebe und Freundschaft, über Vertrauen und Hoffnung, über Abenteuer-Willen und den Mut, dem Leben immer wieder voller Neugier zu begegnen.

Leselounge

Die Autorin

Emma Hooper

Portrait von Emma Hooper

Emma Hooper, Anfang dreißig, geboren in Alberta/Kanada, hat in England studiert und in "Musico-Literary Studies" promoviert. Derzeit arbeitet sie als...

zur Autorin Bücher von Emma Hooper

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Pressestimmen

"Leser dürfen sich auf einen warmherzigen, humorvollen Roman freuen!"

Harzer Panorama, 06.09.2015

"Das beeindruckende Debüt einer beeindruckenden Frau, Eine Geschichte über ungleiche Helden, Lebensversprechen und das größte Abenteuer aller Zeiten - das Leben selbst."

oldie-radio.de, 01.09.2015

"Unglaublich rührend geschrieben zeichnet die Autorin Charaktere, die sich im hohen Alter noch einmal auf einen spirituellen, steinigen und verwunschenen Weg zu sich selbst begeben."

People, 10.09.2015

"Roman zwischen Fantasie und Wirklichkeit"

woman, 11.09.2015

"Emma Hooper bettet die Rahmenhandlung ihres Romans in eine Reisegeschichte, doch am Ende geht es darum, die eigene Sehnsucht zu befriedigen und auch als Paar den individuellen Weg konsequent zu gehen."

Bücher Magazin, 01.10.2015

"Emma Hooper erzählt in "Etta und Otto und Russell und James" wunderschön poetisch über das Alter und die Liebe und die Menschen und das Ende von allem."

STERN, 24.09.2015

"Emma Hooper erzählt in unbeschwertem Ton von Freundschaft und Liebe. Immer wieder fließen auch surreale Aspekte in die Geschichte ein, die zugleich tragisch und schön ist. Es gelingt der Autorin über eine Zeitspanne von fast 80 Jahren zu erzählen, indem sie ihre Figuren nicht nur auf eine Reise durch die Gegenwart, sondern auch in die Vergangenheit schickt."

Buchkultur, 01.10.2015

"'Etta und Otto und Russel und James' ist eine wunderbare und besondere Liebesgeschichte, die ein bisschen verträumt, berührend und auch etwas philosophisch ist und genügend Spielraum für eigene Interpretationen lässt."

Gutowsky-Online (Blog) , 29.09.2015

"Die Geschichten, die Emma Hooper schreibt, bringen einen zum Lachen und zum Weinen. Selten hat man sich glücklicher gefühlt als nach dem lesen von 'Etta und Otto und Russel und James'. Einen besseren Genuss als mit diesem Buch hat man noch nie in die Hand bekommen. Es sollte in keinem Bücherregal fehlen!"

literaturmarkt.info, 28.09.2015

"Da ist ein Drang, sich auszudrücken, eine unverkennbare Energie in ihr, die auch aus ihrem Buch spricht. Wenngleich die Erzählweise ruhig ist, die Handlung langsam voranschreitet. (...) Emma Hooper ist echt, eine ungekünstelte Künstlerin."

Der Tagesspiegel , 05.10.2015

"ein Klasse-Roman"

splashbooks.de, 21.09.2015

"Emma Hoopers schöner Debütroman ist voll (...) fantastischer Einsprengsel und dabei von einer ruhigen, liebenswerten Glaubwürdigkeit. Heiter und entschlossen verfolgt Etta ihr Ziel. Dem Leser wächst sie dabei genauso ans Herz wie ihr Mann Otto, Freund Russel oder der Kojote James, der Etta über weite Strecken begleitet (...)"

Buchjournal, 01.10.2015

"Toller Roman"

Lea Freizeit, 14.10.2015

"Poetisch, ausdrucksvoll und eloquent, das sind Begriffe, die manchmal inflationär benutz werden, die hier indes vollkommen zutreffen."

media-mania.de , 14.10.2015

"Wunderbare Landschaftsbilder, magische Momente und die gelungene Parallele zwischen Ettas Wanderung und der Rückschau auf Ottos Kriegserlebnisse verleihen dem Roman seinen eigenen Reiz."

Buchprofile , Heft 4/2015

"(...) Hier ist wenig rational und rationalistisch, dagegen mehr phantastisch und traumverloren. Das lässt die innere Befindlichkeit der drei Personen zutage treten und liest sich wie eine Antithese zu unserer durchrationalisierten, hypertechnisierten Welt. Auf, auf zum Unbekannten, zu neuen Ufern!"

BuchMarkt, 01.11.2015

"Nachwuchstalent Emma Hooper ist ein außergewöhnlicher Roman gelungen, der zugleich melancholisch und romantisch, selbstbewusst und zerbrechlich ist und der mit Menschlichkeit und ungleichen Helden berührt. Perfekt für alle, die auf der Suche nach dem Geheimnis des Lebens sind - und für alle anderen auch."

Für Sie, 07.12.2015

"Emma Hooper erzählt mit viel Wärme und Poesie ein berührendes, modernes Märchen, zwischen Wirklichkeit und Traum zwischen Vergangenheit und Gegenwart - vor allen Dingen aber über die unverbrüchliche Kraft einer lebenslangen Liebe."

Deutschlandradio Kultur, Birgit Koß, 29.12.2015

"Der Debütroman der Kanadierin Emma Hooper überzeugt nicht nur durch seine atmosphärische Sprache. Auch die vier Protagonisten Etta, Otto, Russell und James, machen die Geschichte zu etwas ganz Besonderem."

Gold, Dezember 2015

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Die 83-jährige Etta erkennt ihr Altwerden, ihre Demenz im Anfangsstadium und versucht sich an einer Wanderung

ans Meer. Dabei wählt sie nicht den einfachen, sondern den schwierigen Weg – über 3000 km will sie zu Fuß bewältigen. Ihrem Ehemann Otto lässt sie einen kurzen Brief sowie ihre Rezeptkarten zurück, damit er sich inzwischen selbst versorgen kann. Otto ist zwar beunruhigt, lässt jedoch Etta ihren Traum erleben. Im Gegensatz zu Otto hält Russell nichts mehr auf der Farm, als Etta verschwindet und reist ihr nach. Außerdem trifft man noch auf den Kojoten James, der Etta auf ihrer schwierigen Reise begleitet und ihr auf diesem Weg ein treuer Freund wird.

Die Charaktere sind äußerst liebevoll gezeichnet, sind durchwegs sympathisch und sprechen oft mit dem Herzen – das hat mir sehr gut gefallen und ich fand die durchwegs positive Stimmung des Buches (trotz des Wissens um Ettas Demenz) sehr angenehm und unterhaltsam. Die Rückblenden und Erinnerungen, die während der langen Reise aufgearbeitet werden, schildert die Autorin mit einer Leichtigkeit, die ihnen teilweise den Schrecken nimmt.

Als kleine Besonderheit möchte ich die Briefe zwischen Otto und Etta während deren Trennung hervorheben – einerseits gab es diesen Briefwechsel bereits in der Zeit, als Otto im 2. Weltkrieg war und andererseits schreibt Otto wiederum an Etta, während sie nun ihren Traum lebt. Er hat zwar keine Adresse, an die er die Briefe schicken kann, doch er sammelt sie auf dem Küchentisch bis zu ihrer Rückkehr. Dieses Briefeschreiben finde ich ein wunderbares Detail.

Beinahe etwas zu abstrakt fand ich die Geschichte gegen Ende, da hätte ich mir etwas mehr Klarheit erhofft.

Trotzdem finde ich, hat das Buch 3,5 Sterne verdient.

Sikal, 02.05.2016

Emma Hooper hat einen ganz aussergewöhnlichen Schreibstil, der in meinen Augen sicherlich sehr polarisieren wird.
Deshalb fällt mir diese Rezension auch nicht leicht. Bin hin- und hergerissen, da die Autorin einerseits die Stimmung im Buch, die ja vielerlei Erschwernisse des Lebens darstellt, wiederspiegelt, andererseits mir aber auch schwergefallen ist, das Buch immer mal wieder zur Hand zu nehm
Gudrun, 12.12.2015

Es ist nie zu spät etwas Neues anzufangen. Mutig, wer mit 83 Jahren eben dieses tut. Das muss man einfach lesen...

frida, 19.09.2015

Etta und Otto und Russell und James – 4 Personen, die irgendwie in Verbindung stehen?
Schon das Cover ist anders gestaltet als andere (und ein echter Hingucker): Neben Schwarz und Weiß gibt es nur einen Farbton, ein Braun-Orange. Am unteren Rand sieht man (leicht verschwommen) zwei Kinder, die unbeschwert über die Felder springen. Den größten Raum nimmt der Buchtitel mit den vier Namen ein. In jeden Namen ist ein Gegenstand eingearbeitet: Ettas Name schmückt das Gerippe eines Fisches, hinter Otto verbirgt sich ein Schneebesen, das „R“ von Russell endet am oberen Teil in einem Hirschgeweih und neben James ist ein Kojote zu sehen. Bereits am Anfang der Geschichte erfährt man, wie die Gegenstände mit den Namen in Verbindung stehen.
Etta träumt ihr Leben lang davon, einmal das Meer zu sehen. Jetzt – mit 83 Jahren und leichter Demenz – macht sie sich tatsächlich zu Fuß auf den über 3000 Kilometer langen Weg. Mit einem Brief, den sie auf einen Stapel ihrer Rezeptkarten legt, verabschiedet sie sich von ihrem Mann Otto. Dabei verspricht sie: „Und ich werde versuchen, das Heimkommen nicht zu vergessen.“
Otto lässt Etta gehen, obwohl er sehr besorgt um sie ist. Er beschäftigt sich gern in der Küche und nutzt jetzt Ettas Rezepte, wodurch sie ihm sehr nah ist.
Russell lebt in der Nachbarschaft von Etta und Otto. Er mag Tiere und liebt es, ihre Fährten zu lesen. Ganz besonders haben es ihm Hirsche angetan. Bereits vor Sonnenauf- und –untergang ist er damit beschäftigt, Ausschau nach Hirschen zu halten.
Fehlt noch die Verbindung von James zu dem Kojoten: James ist ein Kojote, den Etta auf ihrem Weg trifft. Sie freundet sich mit ihm an und gibt ihm den Namen James. James wird Ettas treuer Begleiter und Beschützer – und die Beiden führen Gespräche miteinander.
In dem Buch wird Ettas Weg zum Meer beschrieben, aber stets wird auch der Blick auf Otto und auf Russell gerichtet. So ist man immer informiert, wie es jedem der drei Protagonisten gerade geht und was sie fühlen. Die Verbindung der drei Menschen miteinander wird sehr einfühlsam beschrieben und der Leser spürt, wie deren Leben auf wunderbare Weise verflochten sind.
Immer wieder geht es in die Vergangenheit zurück:
- in Ottos und Russells Kindheit; Otto hatte viele Geschwister, Russell war sein Freund und lebte allein bei Onkel und Tante.
Zitat: „Ottos Mutter empfand für alle ihre Kinder glühende Liebe, und Russell liebte sie wie ein eigenes, nur ein bisschen sanfter.“
- in die Zeit, in der Etta als deren Lehrerin tätig war.
Erzählt wird auch aus der Zeit, als Otto in den Krieg zog. Viele Briefe aus dem Briefwechsel zwischen Etta und Otto sind zu lesen.
Viele kleine Geschichten aus Gegenwart, aus junger und alter Vergangenheit haben ein Buch entstehen lassen, von dem ich total begeistert bin. Der Aufbau ist so besonders, wie ich es bisher bei keinem anderen Buch kennengelernt h
Bücherwurm-50, 09.09.2015

Mit fast 83 Jahren beschließt Etta, dass es an der Zeit ist auf Wanderschaft zu gehen, um einmal in ihrem Leben das
Meer zu sehen. Für ihren Mann Otto hinterläßt sie einen Brief und ihre Rezeptesammlung, damit er alleine zurecht kommt. Und dann wandert Etta los, mit ihrem Gewehr und ihrem Rucksack.
Und so beginnt man diese ungewöhnliche Reise mit Etta, lernt sie und ihren Mann, sowie ihren besten Freund Russell von Kindesbeinen an kennen und schließt alle direkt ins Herz. Man wandert mit Etta durch Kanada, ist stiller Teilhaber ihrer Gedanken und Erinnerungen und hofft dass sie durchhält.
Die Figuren sind so liebevoll beschrieben und ausgearbeitet, dass man sie und ihre Erlebnisse stets vor Augen hat. Durch die kurzen Sätze ist das Buch sehr einfach und verständlich geschrieben. Lediglich die Zeitsprünge sind manchmal etwas verwirrend.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, denn die Geschichte hat mich tief berührt. Vor allem die Briefe die die beiden sich geschrieben haben als Otto im Krieg war, und den Beginn ihrer Liebe beschreiben. Das Ende war leider etwas enttäuschend da es zu viele Fragen offen lässt, aber das tut dem Lesegenuss keinen Abbruch.
Deshalb eine klare Lessempfehlung für alle die Romane lieben, die richtig ans Herz gehen.
Tamaru, 09.09.2015

Inhalt:

Etta ist bereits 83 Jahre alt, doch in ihrem bisherigen Leben hat sie das Meer noch nie gesehen. Bewaffnet mit etwas Schokolade, ihren Wanderschuhen und einem Gewehr ihres Mannes Otto, macht sie sich auf den Weg an die Ostküste Kanadas. Über 3000 Kilometer zu Fuß und trotz all seiner Sorgen lässt ihr Mann Otto sie ziehen. Otto war selbst in seinem Leben schon auf einer großen Reise, denn er musste damals in den Krieg ziehen. Russell, der gemeinsame Freund der beiden, will Etta zurückholen.
Auf ihrem langen Weg zur Küste, trifft Etta den Kojoten James, der sie auf ihrem Weg begleitet und je näher sie ihrem Ziel kommt, desto lebendiger werden ihre Erinnerungen an die Vergangenheit.

Meine Meinung:

Ein Buch, bei dem ich nie gedacht hätte, dass ich es lesen würde, was mich aber im Nachhinein sehr überrascht hat.
Ich würde es eher als Roadtrip bezeichnen, der immer wieder in die Vergangenheit der Protagonisten abschweift.
Etta ist die Person um die sich alles dreht. Sie ist sozusagen der Angelpunkt des ganzen.
Sie macht sich mit ihren 83 Jahren auf den langen Weg an die Ostküste Kanadas um einmal das Meer zu sehen. Bisher hatte sie noch nicht das Vergnügen und deswegen macht sie sich auf die Reise.
Trotz seiner ganzen Sorgen um seine Frau Etta lässt Otto sie ziehen. Etta bewaffnet sich mit Schokolade und ihren Wanderstiefeln. Zur Verteidigung nimmt sie noch eines von Ottos Gewehren mit. Auf ihrem Weg begegnet ihr ein Kojote, den sie James nennt. Zusammen machen sie sich auf eine lange Reise.
Immer wieder begegnen ihr auf dem Weg Menschen die sie unterstützen. Doch wieso macht sie das? Schon als ich angefangen habe zu lesen stellte ich mir diese Frage und konnte sie mir auch bis zum Ende nicht beantworten.
Ich denke, dass sie an Alzheimer leidet, denn sie vergisst immer wieder Sachen, die sie aber am nächsten Tag wieder weiß.
Für mich sind ihre Reise und die damit zusammenhängenden Rückblenden in ihre Vergangenheit sehr interessant.
Man erfährt auch sehr viel, was Otto und Russell in der Zwischenzeit machen.
Otto lernt einige Rezepte die ihm Etta vorbereitet hat und er macht sich daran die Rückkehr von Etta vorzubereiten.
Russells Hauptbeschäftigung war bisher seine Farm und nach Hirschen Ausschau zu halten, doch als Etta sich auf den Weg macht und er damit nicht einverstanden ist, folgt er ihr nach einer kurzen Zeit.
Ich konnte das Buch sehr schlecht aus der Hand legen, denn es hat mich sehr gefesselt obwohl es ein eher ruhiges Buch ist.
Wenn ich es beschreiben müsste, würde ich es als still fließender Bach bezeichnen an dem man sehr gut entspannen kann und über sein bisheriges Leben nachdenkt.

Mein Fazit:

Muss man(n) lesen!
www.buecherwesen.de, 08.09.2015

Etta ist 83 Jahre und mit Otto verheiratet. Eines Tages bricht sie zu einer langen Reise auf, denn sie will endlich das
Meer sehen. Auf der Reise trifft sie interessante Menschen und den Kojoten James, der sie begleitet. Mit ihrer Reise wird sie zu einer gefeierten Berühmtheit , was Etta aber gar nicht beabsichtigt hat und auch nicht will.
Den Hauptanteil des Buches macht nicht Ettas Reise aus sondern die jeweilige Lebensgeschichte von Etta, Otto und Russel und ihre Beziehung zu einander. Dadurch wird das Lesen sehr kurzweilig gestaltet, denn es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und es gibt viele Zeitsprünge. Die Zeitsprünge sind hin und wieder auch verwirrend, weil man erst einmal realisieren muss wer jetzt aus welcher Zeitspanne berichtet.
Ettas „Ausstieg“ hat aber nicht nur Auswirkungen auf ihr eigenes Leben sondern nach und nach treten auch Veränderungen sowohl in Ottos als auch Russels Leben ein.
Es ist eine schöne, feinfühlige und leise Geschichte, die Emma Hooper uns präsentiert. Allerdings ist sie nicht besonders realistisch. Welche Dreiundachtzigjährige macht sich alleine ohne entsprechende Vorbereitung und Ausrüstung auf einen über 3.200 Kilometer langen Weg, um das Meer zu sehen? Dazu schläft sie nachts im Freien und hat als Begleitung einen wilden Kojoten.
Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte bis auf das mehr oder minder offene Ende gefallen.
Tiger, 07.09.2015

Die 83jährige Etta hat sich auf eine weite Wanderung begeben. Allein. Nach einem langen gemeinsamen Leben hat sie sich
entschlossen, eine Strecke von 3.232 Kilometern von der heimischen Farm bis an die Ostküste Kanadas - ans Meer - zu laufen. Nur mit ein wenig Proviant im Rucksack und Ottos Gewehr. Und einem Zettel in der Tasche, auf dem ihr Name steht - weil sie den hin und wieder vergisst. Schon bald hat sie einen vierbeinigen Reisebegleiter, einen Kojoten, den Etta James nennt.
Otto lässt sie gehen, fährt ihr auch nicht nach. Stattdessen beschäftigt er sich mit Dingen, die er zuvor noch nie im Leben getan hatte. Und auch Russell, ein alter Freund und Nachbar von Etta und Otto, wagt etwas völlig Neues: Er, der noch nie von zuhause fort war, bricht auf, um Etta zu suchen...

Als ich begann, dieses Buch zu lesen, erwartete ich eine Geschichte à la Harold Fry, eine Roadstory, bei der es um all die Dinge geht, die Etta auf ihrem langen Weg wohl begegnen werden. Und stellte überrascht fest, dass diese Geschichte doch noch einiges mehr bietet. Die drängendste Frage war für mich, wieso sich eine 83jährige einen solchen Marsch vornimmt. Das Meer sehen zu wollen, ist ein verständlicher Wunsch. Aber sie hätte doch auch "normal" reisen können, mit vernünftigem Gepäck, Hotelübernachtungen und ordentlicher Verpflegung. Stattdessen läuft sie sich die Füße blutig, leidet Hunger und Durst und schläft unter freiem Himmel. Die Erklärung hierfür erschließt sich im Lauf der Handlung, die mal Ettas Weg beschreibt, mal das, was Otto und Russell erleben, mal in der Gegenwart spielt und mal in der Vergangenheit.

In Rückblenden lernen wir die drei Protagonisten kennen und erfahren, wie sie sich kennenlernten und was ihr Leben entscheidend geprägt hat. Otto und Russell wuchsen wie Brüder auf, Etta war ihre nur wenige Jahre ältere Lehrerin. Alle drei waren mir sofort sympathisch! So vieles unterschied die Freunde - aber so vieles verband sie auch. Der 2. Weltkrieg trennte ihre Wege, Otto wurde Soldat während der dienstuntaugliche Russell zuhause blieb und Farmer wurde. Sehr anschaulich wird gezeigt, wie der junge Otto, dem der Griff zur Waffe zuvor wie ein Abenteuer vorkam, wie ein Schritt in die Freiheit, in die weite Welt hinaus, von der Wirklichkeit des Krieges desillusioniert wird. Ein stetiger Briefwechsel mit Etta half ihm, diese Zeit durchzustehen. Und nun, Jahrzehnte später, werden wieder Briefe geschrieben.

Ich möchte gar nicht mehr verraten. Die ganze Geschichte ist unheimlich berührend und lädt zum Nachdenken ein. Es ist eine Geschichte über Liebe und Freundschaft, über Erinnerungen und das Vergessen, über neue Wege und den Weg zu sich. Sehr schön zu lesen und sehr poetisch geschrieben. Lediglich der Schluss war für mich nicht ganz rund und hinterließ bei mir das Gefühl, dass irgendetwas fehlte.

Fazit: Sehr schöne und poetische Geschichte über alt
zorropower, 04.09.2015

Die Geschichte von Etta und Otto und Russell und James hat mir sehr gut gefallen! Jedoch finde ich den Schreibstil von
Emma Hooper weder ansprechend noch angenehm. Die viel zu langen Sätze, die Dialoge die nicht in Anführungsstrichen wie gewohnt sind und die ständigen Wiederholungen von Wörtern, haben meine Lesespaß leider um einiges gemindert.
Viva0206, 29.08.2015

Otto wuchs auf einer Farm auf, einer von vielen Geschwistern. Russell kam als Kind während der großen Krise auf die
Nachbarsfarm zu seinem Onkel und Tante. Etta kam später als Lehrerin dazu. Alle drei verband eine große Freundschaft und auch Liebe. Otto ging als Soldat in den Krieg und wurde danach Ettas Mann. Jetzt, 83-jährig macht sich Etta zu Fuß in Richtung Meer auf, dass sie noch nie gesehen hatte, über 3200 Kilometer. Otto lässt sie ziehen und versucht alleine auf der Farm klar zu kommen. Russell will sie zurück holen, was nicht funktioniert und er reist selber in den Norden. Etta findet in dem Kojoten James einen treuen Wegbegleiter.
Diese Geschichte über Erinnerungen und Erfahrungen übt einen gewissen Sog aus. Ich blieb als Leser allerdings gefühlsmäßig außen vor, wenn ich mir auch die Situationen gut vorstellen konnte. Wobei unsereins hier sich die Ausmaße an Staub die beschrieben werden, schlecht richtig vorstellen kann. Eindeutig ein anderes Buch. In der Wahl der Geschichte, in der Art wie es geschrieben ist. Das Buch wird beschrieben, dass es sich zwischen Traum und Wirklichkeit bewegt, und den Glauben an das Leben zurück gibt, das Geheimnis gleichzeitig vertieft. Somit eine Lektüre, die nicht mal eben so zu lesen ist, sondern den Leser anspruchsvoll fordert.
Ich bin als Leser hin und her gerissen, zwischen in der Geschichte eingetaucht und außen vor geblieben, gelesen, irgendwie berührt, aber nicht eingetaucht.
Everett, 26.08.2015

Etta will im hohen Alter das Meer sehen. Eines Tages macht sie sich einfach auf den Weg - zu Fuß gen Osten. Ihr Mann
bleibt mit den Rezeptkarten zurück, der gemeinsame gute Freund macht sich auf ihre Fährte, sobald er davon erfährt.
Doch das ist nur die halbe Geschichte, denn während ihrer Reise, die zunehmend publik wird, wird die Geschichte erzählt, wie sich Etta und Otto und Otto und Russell kennen gelernt haben. Wie unterschiedlich sie aufgewachsen sind in Kriegszeiten und wie sich ihr Weg gekreuzt und auch wieder verloren hat. Es ist ein leises Buch, ein Buch über Freundschaft und auch ein Buch über das Vergessen. Für mich sehr lesenswert und deshalb auf jeden Fall eine Kaufempfehlung.
sabinets, 23.08.2015

Das Buch beschreibt nicht nur eine Reise zum Meer, sie erzählt aus dem bewegten, langen und schönen Leben von Etta,
Otto und Russell. Ach ja, da ist ja auch noch der Kojote James, der sprechen und singen kann und somit wunderschöne Dialoge mit Etta zaubert, denn James begleitet und beschützt Etta auf ihrer Reise.
Die Briefe und die Erzählungen aus der Vergangenheit, aus dem Krieg, sind einfach schön - mal traurig schön, mal bewegend. Das Buch vereinigt soviele unterschiedliche Gefühle innerhalb der kurzen und schnell zu lesenden Kapitel.
Einerseits erlese ich einfach, dass Menschen über ihre Vergengenheit berichten, dann ist da aber auch noch die Demenz, die im Laufe der Zeit schlimmer wird und somit aufzeigt wie es Menschen mit Demenz ergeht. Dann ist da die Freundschaft der Drei, die bestimmt nicht immer einfach war. Russell, der mit Otto aufwuchs, wie mit einem Bruder, aber auch zu Etta mehr als freundschaftliche Gefühle hegt, der sich auf die Suche nach Etta macht und sie schließlich auch findet...

Cover: das Cover ist schon ganz besonders und darf ruhig sehr genau betarchtet werden. Etta ziert ein Fischskelett: da passt zur Meer-Suche. Otto und der Kochlöffel: er, der mit Rezepten versorgt wird; Russell, der Spurensucher und Hirschliebhaber hat ein Hirschgeweih und dann ist da der Kojote James.

Schreibstil: ich mag ihn, die vielen Briefe, die zu spürende Vertrautheit, die versteckten und offenen "Lebensweisheiten" - und der Mix aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist einfach und einfach schön. :-)

Ab und an wusste ich nicht, in welcher Zeit ich gerade las, auch als Etta in der zweiten Buchhälfte immer mehr in die Demenz abrutscht, wird es zeitweise verwirrend. Das Ende finde ich auch "gewöhnungsbedürftig" - es ist eben nicht klar, wie die ganze Reise, die Geschichte ausgeht.
Ein Buch zum Weiter- und Nachdenken, welches berührt - und ein Teil wird bleiben.
Rekka, 20.08.2015

Wunderschönes Buch über eine ältere schon leicht demente Frau, die noch aufbricht zu einer großen Reise. Ganz allein
macht sie sich auf den Weg zum Meer.
Sehr schön geschrieben - besonders schön der Wechsel zwischen ihrer Vergangenheit und der Gegenwart.
Sandra, 20.08.2015

Unbedingt lesen ! Poetisch, anrührend, melancholisch, aber auch von einer abgeklärten Heiterkeit hat mich der Roman
nicht mehr losgelassen. Noch lange nach dem Ende des Romans war ich Etta, Otto und Russell verbunden. Im Klappentext lese ich, dass die Autorin Musikerin ist, das erklärt mir den Rhythmus und die Poesie der Sprache. Ich habe dieses Buch nicht nur gern gelesen, ich bin richtig in den Roman eingetaucht und wollte es einfach nicht aus der Hand legen. Ein echte Entdeckung, der ich viele Leser wünsche.
Bibliomarie, 18.08.2015

Etta und Otto und Russel und James



Ein hübsches und schlichtes Cover nur mit den Namen der Personen die im Buch vorkommen und einem Symbol das dazu passt. Mir gefällt diese Schlichtheit und auch die Farben die in Naturtönen gehalten sind.

Und das Buch beginnt auch schlicht, ein ganz schnörkelloser Schreibstil der nur das Wichtigste sagt aber alles auf den Punkt bringt. Etta läuft los um das Meer zu sehen , Otto bleibt , er backt und kocht daheim die Rezeptkärtchen durch , die Etta ihm bereit gelegt hat , Russell, ihr Nachbar und Freund macht sich nachträglich auf Spurensuche ....ändert dann aber seinen Plan als er Etta findet und sie nicht von ihrem Vorhaben abbringen kann. Und James der Kojote heftet sich an Etta's Fersen und begleitet sie auf ihrem Weg...

Mir gefiel die Idee der Geschichte, erinnert mich aber an "Die Pilgerreise des Harold Fry " oder auch an " Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand". Nur ist diese Geschichte weniger spektakulär und bleibt nüchtern und minimalistisch bis zum Schluss. Die Dialoge sind auch kurz und oft sind auch nur wenige Sätze auf einer Seite die wahrscheinlich dadurch mehr Gewicht erhalten sollen.

Der Erzählstil wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wobei mir die Vergangenheit wesentlich besser gefiel und mich mehr interessierte und auch spannender zu lesen war.

Der Wechsel fand auch oft sehr plötzlich statt und kann leicht verwirren.

Eigentlich ein sehr tragisches Buch, Menschenschicksale , Kriegserlebnisse, das Alter mit all seinen unschönen Seiten,..schwer und traurig aber auch irgendwie tragisch schön.
Rees, 17.08.2015

"Drei betagte Freunde erinnern und verwirklichen sich"

Die 83jährige, demente Etta aus Saskatchewa/Kanada lässt ihren gleichaltrigen Ehemann Otto, den traumatische Erinnerungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg nicht loslassen, zu Hause zurück und begibt sich auf einen 3232 km langen Fußmarsch, um zum ersten Mal in ihrem Leben das Meer zu sehen. Als treuer Begleiter schließt sich ihr der Kojote James an. Ettas und Ottos ebenso betagter Freund Russell, immer selbst in Etta verliebt gewesen und ein versierter Spurenleser und Hirschbeobachter, nimmt die Suche nach ihr auf, wird von Etta dann aber dazu bewogen, im Norden des Landes dort beheimatete Tiere zu beobachten. Werden die drei noch einmal zu Hause vereint sein?
Für wen Romane nicht immer streng realistisch sein müssen, wird dieses Buch mögen. Unrealistische Elemente gibt es so manche in dieser Geschichte – z.B.: eine betagte, demente Frau durchquert zu Fuß ohne großes Gepäck das weite Land, ihr Ehemann schreibt ihr Briefe, die er dann unabgeschickt auf dem Küchentisch liegen lässt, und bastelt für sie ein Heer von Pappmaché-Tieren als Willkommensgeschenk, ein Kojote kann singen und sprechen, Etta wird auf ihrer Tour wie eine Sportlerin von jubelnden Menschen begrüßt. Genau das passt aber gut zu der Thematik, die das Buch abhandeln will, nämlich das alt sein mit seinen Begleiterscheinungen wie Demenz und heimgesucht werden von bösen Lebenserinnerungen. Von Altersdemenz ist die Protagonistin Etta betroffen, wie für den Leser von Anbeginn an klar ist. Denn in Ettas Abschiedsbrief an Otto heißt es, dass sie versuchen werde, das Heimkommen nicht zu vergessen. Sie ist in der Zeit verloren und kann Wirklichkeit und Vorstellung nicht unterscheiden. Das wird in der zweiten Buchhälfte immer deutlicher und verwirrt zunächst. Dort nämlich träumt Etta manchmal, sie sei Otto und manchmal wird sie zu ihrem Ehemann. Auf jeden Fall ist ein guter Einblick in die Gedankenwelt eines an Demenz Erkrankten zu erhalten. Ferner darf es den Leser nicht stören, dass das Ende offen bzw. interpretierungsbedürftig ist.
Obwohl die Ereignisse nicht chronologisch erzählt werden – und dazu auch immer nur bruchstückhaft – und viele Zeitsprünge vorkommen – zwischen der Gegenwart, der Kindheit/Jugend der drei Freunde zwischen Weltwirtschaftskrise und Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sowie Ottos Leben als Soldat in eben diesem Krieg – leiden darunter nicht der Lesefluss und das Verständnis . Viele zwischen Etta und Otto gewechselte Briefe tragen dazu bei, den roten Faden zu behalten, der sich durch das Leben der Hauptpersonen zieht. Sprachlich ist das Buch mit kurzen Kapiteln und kurzen Sätzen der eher einfachen Struktur von Otto angepasst, der aus einer Familie mit 15 Kindern stammt und für den der Schulbesuch nachrangig gegenüber seinen häuslichen Pflichten war.

Ein ungewöhnliches Buch, das mir gerade deshalb gefällt.


nikolaus, 16.08.2015

Emma Hooper schafft es, den Leser durch ihre prosaische, bildhafte Sprache für sich einzunehmen. Etta, die Hauptfigur
des Romans, ist eine mutige, leider aufgrund des Alters sehr vergessliche Frau, die sich endlich ihren Lebenstraum erfüllen möchte. Die einstige Lehrerin von Otto und Russell hat die Zeit der großen Depression und des Zweiten Weltkriegs hautnah miterlebt. Mit beiden Männern ist sie seit ihrer Jugend eng verbunden. Otto, den kräftigen Farmer und Ex-Soldaten, liebt sie und Russell, den verständnisvollen Farmer mit Gehbehinderung schätzt sie als Freund.
Mich hat besonders der Einblick in die Kindheit der drei Freunde angesprochen. Otto und Russell werden auf den Land groß und erleben dort einige gemeinsame Abenteuer, während Etta in der Stadt aufwächst und sehr an ihrer älteren Schwester hängt. Diese persönlichen Familien-/Kindheitsgeschichten aus dem Kanada der 30er-Jahre empfand ich als sehr aufschlussreich - man konnte sich gut in die damalige Lebenswelt einfühlen.
Darüber hinaus geht es um die Frage: Was ist ein erfülltes Leben bzw. welchen Beitrag können wir selbst dabei leisten? Etta, die viele Jahre zurückstecken musste, erkennt nun, als es fast zu spät ist, dass sie Zeit für sich selbst und ihre Träume braucht. Dabei geht es auch um verpasste Chancen, prägende Schicksalsschläge und Hoffnung. Was macht den Menschen aus? Hier bekommt liefert uns die Autorin ein klares Bild davon. Es gab nur eine Kleinigkeit, die mir missfallen hat, nämlich Ettas Gespräche mit dem Kojoten. Seit wann können Tiere sprechen? Oder wurde diese künstlerische Freiheit bewusst eingesetzt?

FAZIT
Ein lesenswertes Buch, das dem Leser vor Augen führt, dass das Leben kostbar und selbstständig gestaltbar ist. Wir müssen nur aufstehen und losgehen...
jehe, 16.08.2015

83 Jahre ist Etta alt und blickt auf ein langes, arbeitsreiches Leben zurück. Da war nie viel Platz für Träume und
Sehnsüchte, auch wenn ihre Ehe mit Otto eine gute und erfüllte Zeit war. Aber nun ist es für sie Zeit, an sich zu denken und sich ihren Wunsch das Meer zu sehen, zu erfüllen. Früh morgens macht sie sich auf und geht nach Osten, 3000 Kilometer trennen sie von ihrem Ziel. Sie hat nicht viel in ihrem Gepäck, ein bisschen Wäsche, etwas Schokolade und ein Gewehr. Während sie geht, erinnert sie sich an ihre Vergangenheit und führt in Rückblenden auch in das harte Farmerleben auf kargen Böden.
Ein schönes Buch, das im Kleinen eine ganz große Geschichte erzählt.
Bibliomarie, 04.08.2015

Etta auf großer Reise

Etta ist 83 und hat noch nie das Meer gesehen. Deswegen macht sie sich auf die Reise. Otto ihr Mann lässt sie ziehen. Russell, der Freund von Otto macht sich auf den Weg um Etta zurück zu holen. Und dann gibt es da noch James, den Kojoten mit dem sich Etta anfreundet.
Während Otto mit 14 Geschwistern groß geworden ist, eigentlich mit 15 Geschwistern, wenn man seinen Freund Russell dazu zählt, ist Etta mit einer Schwester groß geworden.

Etta ist für ihre große Reise gut ausgestattet. Etta wird sogar von jungen Leuten auf eine Party eingeladen, wo sie sich wohl fühlt. Hierüber erhält Otto auch einen Brief.

Das Buch ist sehr schön geschrieben und ich wünsche mir sehr zu lesen, wie Ettas Reise weitergeht. Mir gefällt Etta persönlich sehr gut. Einfach weil sie mit 83 so viel Mut hat. Ebenso gefällt mir an dem Buch sehr gut, dass es immer zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart wechselt. Ebenso würde ich gerne James kennen lernen.
meerli80, 30.07.2015

Ich fand das Buch großartig! Auf zarte, unaufgeregte Art und Weise wird die tiefe Freundschaft zwischen drei Menschen
in unruhigen Zeiten beschrieben. Aufhänger der Story ist die abstruse Vorstellung, dass eine alte und noch dazu schwer kranke Frau, sich alleine auf eine Reise durch die Wildnis Kanadas macht, um einmal das Meer zu sehen. An ihre Seite gesellt sich nun James, ein Kojote! Die beiden laufen fortan gemeinsam und kommunizieren auf eine zauberhafte Art und Weise. Otto und Russell sind die beiden Männer in Ettas Leben gewesen: Mit dem einen ist sie verheiratet, dem anderen ist sie in tiefer Freundschaft verbunden (ein kleines Techtelmechtel gab es, als Otto im Krieg war). Rückblickend wird die Geschichte dieser drei Menschen erzählt. Tröstlich und berührend fand ich den Schluss: Otto und Etta müssen einander los lassen , aber im letzten Kapitel wird die Fantasie noch einmal auf Anfang gesetzt, als Etta ihren Otto (als Kriegsheimkehrer) vom Bahnhof heim holt.
Heike Eurich, 14.05.2015
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