Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Möbelhaus

9783426304044
jetzt bestellen Jetzt bestellen
Klappenbroschur, Droemer TB
02.02.2015, 351 S.

ISBN: 978-3-426-30404-4
Diese Ausgabe ist lieferbar
12,99
inklusive 7%
Mehrwertsteuer

Ein Tatsachenroman

Ein renommierter Journalist verliert durch die Wirtschaftskrise seinen Job. Er hat einen kleinen Sohn. Er muss Geld verdienen. Und strandet als Möbelverkäufer in einem Industriegebiet in der Provinz. In einem der größten Möbelhäuser der Republik. Er trifft auf ehemalige Maurer, Musiker, Hoteldirektoren, Architekturstudenten – alles dabei im Kreis seiner Kollegen. Robert Kisch berichtet mit spitzer Feder von seinem neuen Leben: absurd, beklemmend, entlarvend.

Der Autor

Robert Kisch

Portrait von Robert Kisch

Robert Kisch ist das Pseudonym eines preisgekrönten deutschen Journalisten in Berlin, einer sogenannten Edelfeder, hochdekoriert mit den wichtigsten...

zum Autor Bücher von Robert Kisch

Pressestimmen

»…Geschichten über Verlierer sind gute Geschichten. Diese handelt vom Absturz eines Überfliegers. Robert Kisch hat sie aufgeschrieben. Recherchieren musste er dafür nicht. Der Protagonist ist er selbst.«

Der Spiegel, 24.01.2015

Robert Kisch - der Name ist ein Pseudonym - ist der Wirtschafts- und Medienkrise und dem Alter zum Opfer gefallen. Plötzlich, völlig unvorbereitet. Über das böse berufliche Erwachen und seine Erfahrungen als Verkäufer hat er ein Buch geschrieben.

persönlich.com, 12.02.2015

"Das ganze System fußt auf der Auspressung der Niedriglöhner, der Provisionskrieger. Kisch weiß das genau. Er hasst und verachtet das System, das ihn ausgespuckt hat und das er so meisterhaft, so kühl und emphatisch beschreibt. Und von dem er weiß, dass es sich nicht ändern wird."

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Volker Weidermann, 01.03.2015

Ein meisterhafter Roman.

ZDF, aspekte, 13.03.2015

Ein Buch, das sich liest, wie ein Bericht aus der Hölle. Provisionsdruck, Erfolgszwang, Psychoterror. <br /> "Möbelhaus" - ein düsterer Blues. Kunstvoll wiederholen, überlagern sich die Fälle im Buch. Bis sich das Gefühl würgender Klaustrophobie einstellt. Ein Buch, über die Angestelltenwelt von heute.

Bayerisches Fernsehen, Capriccio, 12.03.2015

"Möbelhaus" ist ein wichtiges Buch; nicht weil es als Sachbuch undercover die Ausbeutung in einem Unternehmen oder einer Branche aufdeckt, sondern viel besser: weil es anhand einer einfachen Geschichte einen blinden Fleck der Gesellschaft beschreibt und dabei ihre kulturelle und moralische Verwahrlosung. Und die Schuldfrage nicht einfach an den Kapitalismus auslagert - obwohl der Reflex naheliegt. "Es gibt nicht den einen Bösen", sagt Kisch.

taz.am wochenende, Peter Unfried, 21.02.2015

Bitterböse und beklemmend realistisch beschreibt Kisch seinen neuen Alltag; die Bedingungen der modernen Sklavenarbeit, denen er fast rechtlos ausgeliefert ist in einem "Kosmos aus Geld, Macht und Intrige".

Sächsische Zeitung, Bettina Ruczynski, 14.03.2015

Im Tatsachenroman "Möbelhaus", schreibt Kisch in amüsant-bissigem Ton vom Verkäuferkrieg zwischen Polstermöbeln, von herrischen Kunden, intriganten Kollegen und vom ausbeuterischen Chef.

Kurier, Wien, 13.02.2015

"Ein witziges, bissiges Buch, in dem die Einbrüche m Leben eines höchst erfolgreichen Journalisten erzählt werden."

Frau und Mutter , April 2015

"Ein einstiger Starreporter, er nennt sich Robert Kisch, wird Verkäufer in einem Möbelhaus. In seinem Bericht darüber erzählt er von einer Arbeitswelt, in der sich Habgier, Neid und Niedertracht der Menschen bemächtigen und wie Vieren die Gesellschaft unterwandern. Eine Entlarvung. [...]<br /> Deshalb berührt dieses Buch wohl mehr als jede Reportage, denn es ist die Wahrheit dessen, der hier erzählt: jemand, der nicht damit rechnen kann, in sein altes Leben zurückzukehren."

Die Presse (Online), 17.04.2015

"Kaufen als Krieg"

Fuldaer Zeitung, 23.05.2015

»…Geschichten über Verlierer sind gute Geschichten. Diese handelt vom Absturz eines Überfliegers. Robert Kisch hat sie aufgeschrieben. Recherchieren musste er dafür nicht. Der Protagonist ist er selbst.«

Der Spiegel, 30.05.2015

"bedrückend guter Tatsachenroman"

BuchMarkt (Christian von Zittwitz), Juni 2015

"Das alles ist entlarvend und beklemmend zugleich - nach der Lektüre sieht man Einrichtungsberater mit neuem Respekt."

Kirchenzeitung, 29.05.2015

"Das Buch, das Quereinsteiger Robert Kisch unter Pseudonym über seine Erfahrungen als Möbelverkäufer veröffentlicht hat, ist eine bittere Abrechnung mit der gesamten Branche."

Handelsjournal.de, 01.07.2015

"Selten wurde die grassierende deutsche Schnäppchen-Mentalität schärfer in den Blick genommen als in diesem freimütigen Bekenntnisbuch eines Ex-Journalisten."

Tagesspiegel , 11.07.2015

"Ein Tatsachenroman über moderne Sklavenarbeit"

Tagesspiegel (Regyna Zylka), 11.07.2015

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Dieses Buch habe ich in der Bücherei unter der Rubrik Humor/Satire gefunden. Es enthält Kapitalismuskritik,
Religionskritik und Gesellschaftskritik eingebunden in den eintönigen Alltag eines Einrichtungsfachberaters, der seinen Beruf lediglich als Gelderwerb sieht, da er zuvor als Journalist tätig war und dies sein eigentlicher Beruf ist. Er spielt mit dem Gedanken des bedingungslosen Grundeinkommens für alle, gibt dieser Idee aber keine Chance auf Realisierung.
Die Erzählung ist flüssig geschrieben und sehr pointenreich. Fragt sich nur: cui bono?
Lützi, 06.07.2015

Böse, böse, böse – aber gut!
Habe das Buch „Möbelhaus“ von Robert Kisch in einem Rutsch durchgelesen. Also ein echter Pageturner, zumindest für den politisch Interessierten, dem das, was sich in unserem Land derzeit so – nicht nur – auf dem Arbeitsmarktsektor abspielt, nicht gleichgültig ist.
Sicher war „Journalist“ immer einer meiner Traumberufe und daher rührt sicher auch ein Großteil meiner Bestürzung über den (sicherlich unverschuldeten) tiefen Fall des Robert Kisch.
Gelernt habe ich auf jeden Fall dies: Wenn ich in Zukunft ein „Möbelhaus“ betrete, dann habe ich ein festes Budget im Kopf, weiß genau, was ich brauche und haben will und nehme den Verkäufer auch wirklich nur in Anspruch, wenn ich kaufen will. Und ich handele nicht. Ein Preis ist ein Preis ist ein Preis. Kaufen soll doch wieder zum Vergnügen werden und nicht dazu dienen, sich auf Kosten anderer aufzuspielen. Zitat: „Dem hab ich’s aber gezeigt.“
Es gibt noch mehr sehr erwähnenswerte Zitate aus dem Buch, die ich hier wiederholen möchte in der Reihenfolge, in der sie zu lesen sind. An der ersten Stelle geht es um die Bosse und ihr Verhalten ihren Angestellten gegenüber, S. 161. „Das Absurde (der Kern, das Selbst) des Kapitalismus ist: Die Bosse brauchen dich, um reich zu werden. Sie brauchen Bodenpersonal. Du willst aber nicht deine ganze Kraft dafür hergeben, dass sie reich werden – also zwingen sie dich. Unter Zwang hast du noch weniger Lust, ihnen zu helfen. Sie brauchen dich aber, um reich zu werden. Und sie hassen dich dafür, dass sie dich brauchen. Andererseits sind sie auch nicht bereit zu sagen: Ich brauche dich nun mal, um reich zu werden, also werde ich dich für deine Mühe irgendwie beteiligen. Das wäre genau die Lösung: Lass uns zusammen reich werden. Lass es uns beiden gutgehen!“
Auf S. 198 dann eine große Anklage an das System: „In dem Moment, wo du gehst, denke ich, bricht dieses ganze autoritäre Regime zusammen. Sie beziehen ihre gottgleiche Macht einzig daraus, dass du nirgendwo sonst einen Job findest. Und deshalb vor Angst alles erträgst.“
Und für alle, die noch nicht gemerkt haben, wo unser Hase hinläuft und was unsere Jugend in ihrer beruflichen Zukunft zu erwarten hat, habe ich noch ein schönes Zitat auf S. 249. Die Stelle bezieht sich auf zwei neue Provisions-Verkäufer, die der „Alte“ eingestellt hat. „Diese Jungs sind schon ein interessanter Schlag …“, sage ich. „Sie sind jung, intelligent, motiviert, aber sie haben kein Studium. Und sie sind keine Handwerker …“ Damit offensichtlich schon aussortiert. Für derartige Biographien zeigt das System keine Verwendung mehr. „Und beide haben Schulden …“
Und zum Abschluss noch ein Gänsehautzitat, zu finden auf der vorletzten Seite, welches (leider, leider, leider) so gut in diese 13. Woche nach dem schrecklichen Flugzeugunglück der Germanwings-Maschine zu passen scheint: „Ich rutsch
ninchenpinchen, 29.03.2015

Da ich selbst vor 43 Jahren eine ähnliche "Karriere" starten durfte, weil mein erlernter Beruf, Schriftsetzer, bereits
von der Technik überholt worden war, landete ich ebenfalls in der Möbelbranche. Damals war es aber noch relativ human zugegangen, obwohl wir auch Provisionsverkäufer waren. Sechs Jahre später war ich dann im Außendienst und habe die Möbelindustrie vertreten, also die andere Seite. Aber dort saß ich immer zwischen drei Stühlen, wobei mir die Verkäufer naturgemäß näher stanmden als deren Chefs. Was Robert Kisch in seinem Buch schreibt, kann ich zu 100% bestätigen. Es hat sich eine unwahrscheinlich brutale Scene entwickelt, die nur durch die Ignoranz und Dummheit der Inhaber und Besitzer dieser Möbelpaläste noch übertroffen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Otto Lang

PS Gerne würde ich mehr erfahren, wie es "Robert Kisch" heute geht.
egonon, 08.02.2015

Direkt und schonungslos: es geht schnell abwärts für den erfolgsverwöhnten Schriftsteller, der jetzt statt
ironisch-kritische Berichte zu schreiben, versucht Schrankwände an den Mann, bzw an das Paar zu bringen. Ob er wieder auf die Erfolgsspur kommt, lässt die Leseprobe noch nicht ahnen, aber der Verkäuferalltag wird klasse dargestellt. Da hat der Autor sehr genau beobachtet und zugehört.
Bibliomarie, 08.01.2015
↑ nach oben