Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Nachruf auf den Mond

9783426281246
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Hardcover, Droemer HC
02.03.2015, 320 S.

ISBN: 978-3-426-28124-6
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Roman

Der Überraschungserfolg aus Großbritannien: Ausgezeichnet mit dem Costa Book Award 2013.

»Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.«

Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler, und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf – und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot – und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Matthew leidet an Schizophrenie …

»Ein Meisterwerk!« EVENING STANDARD
»Nathan Filer hat ein Gespür für die dunkle Komödie des Lebens.« THE OBSERVER
»Authentisch, lustig und unendlich traurig.« THE SUNDAY TIMES
»Nathan Filer tritt in die Fußstapfen von Mark ­Haddons Supergute Tage. Sie werden 'Nachruf auf den Mond' einfach lieben.« DAILY MAIL
»Eine bewegende und erheiternde Lektüre … mit Passagen, die einfach Poesie sind.« THE GUARDIAN

Leselounge

Der Autor

Nathan Filer

Portrait von Nathan Filer

Nathan Filer ist ehemaliger Krankenpfleger der Psychiatrischen Klinik in Bristol und heute als Schriftsteller, Dichter und Filmemacher tätig. Zudem...

zum Autor Bücher von Nathan Filer

Pressestimmen

"Der Tod seines Bruders begleitet Matthew Homes durch sein leben: Nathan Filer erzählt in seinem viel gelobten Debüt vom Alltag in einer Psychiatrischen Klinik, von Verlust und Schuld - und gewann damit den Costa Book Award 2013."

Börsenblatt, 08.01.2015

"...der britische Autor, der früher Pfleger war, verbindet im preisgekrönten Debüt tiefe Trauer mit feinsinnigem Humor."

Hörzu, 10.04.2015

Durch die raffinierte Konstruktion der Geschichte, durch ihre Geheimnisse, Katastrophen und Nuancen, liest sich Filers Debüt manchmal spannend wie ein Krimi. Ihm gelingt das Kunststück, die unbekannte Welt einer psychischen Erkrankung so einleuchtend und lebendig zu beschreiben wie den Besuch in einer fremden Kultur. Tröstend, warmherzig und außergewöhnlich!

Petra, Mai 2015

"Sehr authentischer Schreibstil, sehr echt und glaubwürdig."

Blog Maike liest, 22.04.2015

".... eine interessante Leseerfahrung. Der Autor Nathan Filer präsentiert eine schwierige Thematik hier auf ungewöhnliche Art. Mathew empfindet sich selbst oft anders als der Leser ihn erlebt, aber seine Sicht der Dinge ist interessant und regt zum Nachdenken an."

SFBasar.de, 25.05.2015

"Eine bewegende Reise indie Vergangenheit mit imaginären Weggefährten, die eine zweite Dimension hat."

Nordwest-Zeitung, 27.04.2015

"Ein Roman wie eine Halluzination"

Ruhr Nachrichten, 06.07.2015

"Chapeau, Mr. Filer! Wie es dem Briten gelingt, das 'atomare Puzzle' im Kopf seines Protagonisten, seine Verwirrtheit und Hilflosigkeit - im Leben, in der Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit und auch mit dem Gesundheitswesen - zwischen zwei Buchdeckel zu fassen, bleibt nachhaltig im Gedächtnis."

Siegener Zeitung , 09.09.2015

"Faszinierend, wie Nathan Filer hier Sprache und Layout benutzt, um das Innere seiner Protagonisten darzustellen."

steffis-buecherkiste.de, 01.10.2015

"Die Erzählung liest man aus der Sicht von Matthew, was die gesamte Geschichte ungeheuer emotional, berührend und authentisch macht. Man ist als Leser/in mitten im Geschehen und kann mitfühlen."

Papier und Tintenwelt, 13.10.2015

"Traurig und beglückend"

Kreiszeitung Böblinger Bote, 17.10.2015

Rezensionen

Anfangs fiel es mir, ehrlich gesagt, ein wenig schwer, in dieses Buch hineinzukommen, doch dann stand für mich fest:
Auf dieses Werk muss man sich einlassen.
Der Autor lässt den Leser auf schonungslose Weise die Welt mit den Augen von Matthew Homes sehen, einen jungen Mann, der den Tod seines Bruders vor vielen Jahren auf ganz eigene, erschütternde Weise verarbeitet – und schließlich in der Psychiatrie landet, denn für ihn ist Simon nicht tot, sondern in seinem tristen Alltag allgegenwärtig. Der Leser erlebt fühlbar die Welt und die Stimmungsschwankungen des Protagonisten, taucht ein in den faden Tagesablauf der „Geschlossenen“, erhält Einblick in die Hilflosigkeit der Familie und stellt sich irgendwann die Frage: Ist es denn wirklich sinnvoll, Matthew mit Medikamenten ruhigzustellen oder sollte man ihn nicht seine „Psychosen“ leben lassen, in denen er doch den Trost findet, den sich jeder wünscht, der schon einmal einen lieben Menschen verloren hat. Wir alle kämpfen doch gegen das Vergessen der Lieben ...
Mein Fazit: Ein außergewöhnlicher Roman – überraschend, bewegend und gnadenlos ehrlich!
katthi, 27.03.2015

In Nachruf auf den Mond lässt Nathan Filer seinen Protagonisten Matthew Homes die vergangenen zehn Jahre seines Lebens
Revue passieren. Matthew ist 19 Jahre alt und vor zehn Jahren ist sein 11jähriger Bruder Simon gestorben. Dieser hatte das Down-Syndrom und beim Lächeln ein dem Mond ähnelndes Gesicht, worauf der Buchtitel anspielt. Matthew leidet an Schizophrenie. Er gibt sich die Schuld an Simons Tod, den er noch nicht verarbeitet hat. Die Erzählweise ist sehr sprunghaft und spiegelt die Verwirrung in Matthews Gedankengängen wider. Erst am Ende des Buches wird das tatsächliche Geschehen aufgeklärt.
Das Buch hat mich sehr berührt und ich halte es für überaus empfehlenswert.
Berlingo, 12.03.2015

Was geht in einem Kind vor, der seinen Bruder verliert? Kann er das verkraften? Der Roman beschreibt den Lebensweg eines
Jungen, der sehr früh seinen Bruder verliert. Erst am Ende der Geschichte wird berichtet, was genau geschehen ist. Der Traum des Verstorbenen war eine Ameisenfarm. Gemeinsam haben die Kinder früher im Garten des Großvaters mit den Ameisen gespielt. Doch diesen Traum versucht Matthew später in der eigenen Wohnung zu verwirklichen. Ohne Medikamente kann er nicht mehr leben. Oder sind die Medikamente schuld, dass er nun die Träume nicht mehr von der Realität trennen kann. Ein Roman mit Hintergrund. Was geschieht mit den psychisch Kranken. Sind sie in der Psychiatrie gut aufgehoben? Oder werden die Patienten nur mit Medikamenten ruhig gestellt? Der Autor hat sicherlich viel von seinen Erfahrungen am Arbeitsplatz eingebracht. Sehr lesenswert, da diese Krankheit zunimmt. Die Gründe kenne ich nicht. Besteht ein Zusammenhang mit einem Drogenkonsum oder der allgemein zunehmende Stress?
Leseratte, 10.03.2015

Dieses Buch bekam ich von Knaur für eine Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle an
den Verlag!
Der Titel verrät nicht viel über den Inhalt des Romans. Sollte man meinen. Die Wahrheit ist aber genau andersherum:
Mit „Mond“ ist hier nicht der Trabt gemeint den man fast allabendlich am Himmel erblicken kann, sondern der Bruder des Hauptprotagonisten: Simon. Simon hat ein rundes Gesicht, eben wie der Mond. Oder besser: Er hatte. Simon ist gestorben. Die Schuld daran trägt Matthew. Zumindest glaubt er das. Und jeder andere auch.

Matthew Homes, 19 Jahre jung, erzählt in „Nachruf auf den Mond“ von seinem Leben. Seinem Leben mit Simon – und ohne Simon. Er berichtet von den gemeinsamen Abenteuern, aber auch darüber, wie er stets im Schatten seines Bruders stand, denn „der Mond“ litt am Down-Syndrom.
Inzwischen ist Matt Patient in einer psychiatrischen Anstalt. Unter anderem von dort berichtet er. Von seinem täglichen Kampf mit sich selbst und den Vorurteilen der Menschen. Und natürlich von seinem Schmerz. Nicht nur Schmerz über den Verlust seines Bruders, sondern auch die Angst davor ihn ganz zu verlieren. In der Klinik gibt man ihm Medikamente, um seine Symptome zu lindern. Doch was diese erreichen sollen ist genau das Gegenteil von dem was Matthew möchte. Er will Simon, den lieben Mond, nicht verlieren. Bald entspinnt Matt die Idee, dass sein Bruder noch immer bei ihm ist oder zumindest seine Atome. Überall: Im Wind, im Regen und im Mond … Jedes einzelne Atom ist auch Simon, da ist er sich ganz sicher und er sieht eine Möglichkeit bei ihm zu sein …

Mit „Nachruf auf den Mond“ hat der Autor eine Mischung aus „echtem“ Leben und der „eigenen Welt“, den Gedanken, geschaffen. Dazu benutzt er keine verblümten Ausdrücke, sondern schreibst genau so wie im „echten“ Leben geredet wird: Ungeschönt. Genauso unschön ist es manchmal auch Matthew zu begleiten. Aber nicht wegen den Zeilen im Buch, sondern wegen der eigenen Gedanken die den Leser schnell einholen können. Dieses Werk ist alles andere als eine leichte Lektüre. Auch wenn der Schreibstil flüssig zu lesen ist, so hält man doch öfter Inne und fragt sich: „Kann es sein…?“. Ein schönes Buch mit Hang zur Philosophie aus dem echten Leben gegriffen. – Nach der Lektüre dieses Buches wird der Leser die Welt mit anderen Augen sehen …
Roswitha Pick, 07.03.2015

Der 18-jährige Matthew Homes befindet sich derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung und kämpft tagtäglich mit
seiner Krankheit Schizophrenie. In dieser Einrichtung beginnt Matthew, seine Geschichte aufzuschreiben. Er schreibt über den Alltag in der Klinik, stellt uns seine Freunde und seine Familienmitglieder vor und vor allem aber nimmt er uns mit in seine Welt der Trauer. Denn seit sein Bruder Simon vor vielen Jahren bei einem Unfall verstarb, wird Matthew von Schuldgefühlen und großer Traurigkeit gequält. Mehr sei über die Geschichte auch gar nicht gesagt.

Die Darbietungsform dieser Geschichte ist eine ganz besondere. Wir bekommen alle Geschehnisse aus Matts Pesrpektive, aus der Ich-Perspektive, erzählt und können so ganz genau erleben, wie wirr und absurd und manchmal auch total klar seine Gedanken eigentlich sind. Außerdem greift der Autor auf die Verwendung verschiedener Schriftarten zurück, um zu unterstreichen, wann Matt in der Klinik und wann er zuhause auf seiner Schreibmaschine schreibt. Dadurch wirkt das Buch sehr authentisch, man bekommt das Gefühl, es mit einem richtigen Werk Matthews zu tun zu haben, das irgendwann mal jemand als eine lose und ungeordnete Blattsammlung gefunden hat.

Die Geschichte insgesamt ist eine ganz besondere, wie ich sie selbst noch nicht in dieser Form gele-sen habe. Dem Autor gelingt es wunderbar, trotz der an sich recht einfachen Handlung noch viel Spannung in die Geschichte zu bringen und vor allem gestaltet er sie unglaublich emotional. Man taucht während des Lesens einfach für ein paar Stunden ein in eine Welt, die so völlig fremd ist und die uns aber auch verstehen lässt, wie es im Kopf eines psychisch kranken Menschen zugehen muss. Das vor allem ist einfach eine ganz besondere Erfahrung, die man wirklich selbst gemacht haben muss.

Alles in allem gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für dieses einzigartige Buch, das so scho-nungslos ehrlich, das berührt, verblüfft und vor allem berührt. Der Autor scheut hier nicht vor den ganz großen Themen Leben und Tod, Familie und Freundschaft oder auch Scheitern und Hoffen zurück und setzt sie großartig in Szene.
Möp, 07.03.2015

Es gibt so Bücher, die kann man nach dem Lesen gar nicht so recht in Worte fassen. Man durchdenkt sie, wieder und
wieder, und findet doch nicht die richtigen Worte.

"Nachruf auf den Mond" von Nathan Filer ist so ein Buch.

Im Urlaub mit der Familie stirbt Matts großer Bruder Simon. Simon, ein Junge mit einer Behinderung, hat schon immer eine große Rolle innerhalb der Familie gespielt - verständlich also, dass sein tragischer Tod eine noch größere Rolle spielt und eine nicht zu füllende Lücke hinterlässt.
Obwohl das Buch aus Sicht von Matt, dem jüngeren Bruder spielt, und man sich als Leser daher hauptsächlich mit dessen, zumeist verwirrenden, Gedanken auseinander setzen muss, zeigt die Geschichte auch, wie der Rest der Familie mit seiner Trauer umgeht. Die Mutter, der Vater, der schweigsame Opa und Nanny Noo.
Hauptfigur ist neben Simon aber Matt.

Matt macht es dem Leser wahrlich nicht leicht. Schuldgefühle und Trauer vernebeln ihm sehr oft die Sicht auf Dinge, die dann nur sehr oberflächlich, abstrakt oder knapp erzählt werden. Manchmal schärft sich Matt's Blick aber auch, und er verliert sich in detailgenauen Beobachtungen seines Umfeldes, kreiert abstruse Ideen und zerlegt alles Beobachtete in Atome und kleinste Teile. Aber aus allen Stückchen, vernebelten und detailgenausten, ergibt sich schließlich ein Bild, dass die Liebe zu Simon zeigt - und das Vermissen, den Kummer und schließlich das leise Aufatmen der Akzeptanz.

Welchen Weg Matt bei der Bewältigung seiner Trauer geht, möchte ich nicht vorweg nehmen. Manchmal versteht man nicht all seine Schritte, manchmal möchte man ihm zurufen "Nein, geh nicht dort lang!", manchmal möchte man ihm noch einen Schubs mehr in die jeweilige Richtung geben. Alles in allem sollte Matt aber jeder Leser für sich selbst begleiten.

Mich hat "Nachruf auf den Mond" begeistert, vor allem in der zweiten Hälfte. Es war beeindruckend, Matts Reife-Prozess im Laufe der Geschichte zu beobachten. Und nicht zuletzt war auch Nathan Filers ungewöhnliche Art zu schreiben ein Grund, warum ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Auch wenn man sich erst ein wenig daran gewöhnen musste, und die Geschichte immer wieder zwischen Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Wirklichkeit und Einbildung springt - jede dieser Perspektive bildet ein unverzichtbares Puzzleteil des großen Ganzen und macht das Buch rund um Matt und Simon zu dem, was es ist: Eine wunderbare Erzählung über die Liebe zwischen Geschwistern und den Prozess des Trauerns in all seinen Facetten.
Zroya, 06.03.2015

Matthew ist 19 Jahre alt und schreibt seine Geschichte auf, in der Psychiatrie. Sein Bruder Simon, dessen Gesicht beim
Lächeln immer aussah wie der Mond, ist immer bei ihm. Allerdings ist Simon gestorben, als Matthew noch ein Kind war und er macht sich seitdem Vorwürfe. Stück für Stück rollt Matthew seine und die Geschichte seiner Familie auf.

Doch das geschieht nicht chronologisch, sondern genauso zerfahren, wie Matthews psychische Krankheit sein Denken werden lässt. Dabei präsentiert er alternative Wahrheiten, aus denen sich der Leser eine aussuchen muss. Seine Erinnerungen sind nicht mehr zuverlässig und seine Erzählung vermischt oft Wahnvorstellungen mit tatsächlichen Ereignissen, sodass es als Leser sehr gut nachvollziehbar wird, wie verwirrend die Welt für Matthew ist und wie er immer weiter in seine Krankheit abrutscht. Hinzu kommen tiefe Einsichten, die wahre Highlights sind. Auf die Geschichte muss man sich beim Lesen allerdings gut einlassen können, da sie sehr eigensinnig und man dem Erzähler ausgeliefert ist: "Ich bin neunzehn Jahre alt, und das Einzige, worüber ich in meinem Leben frei bestimmen kann, ist diese Geschichte und wie ich sie erzähle." (S. 95). Das mag nicht jedem gut gelingen, denn die Gedanken und Abläufe springen stark hin und her.
Trotzdem ist das Buch zu Recht hochgelobt, denn die Geschichte ist authentisch, die Charaktere sind glaubhaft und tiefgründig (jeder hat seine eigenen glaubwürdigen Motive) und der Autor scheint sich ausführlich mit dem Krankheitsbild befasst zu haben, denn sowohl Entstehung als auch Verlauf sind realistisch und folgen nicht irgendeinem belletristischen Wunschdenken. Hinzu kommt die optische Aufmachung, die dem Buch das Erscheinen des Tagebuchs von Matt verleiht, das es auch sein soll. Dadurch wird es beinahe einzigartig.

Wer sich also auf ein ungewöhnliches und sehr nahegehendes - aber auch verwirrendes - Buch einlassen kann, dem sei "Nachruf auf den Mond" wärmstens empfohlen.
anushka, 05.03.2015

Das Buch "Nachruf auf den Mond" von Nathan Filer ist nicht umsonst ein preisgekrönter Bestseller.

Die Geschichte handelt von Matthew, dessen älterer Bruder Simon stirbt, als Matthew noch ein Kind ist. Matthew gibt sich die Schuld an Simons Tod. Dieser Umstand führt dazu, dass er in psychiatrischer Behandlung kommt und für viele Jahre bleibt. Er weiß zwar, dass sein Bruder tot ist, jedoch möchte er den Kontakt zu ihm trotzdem nicht verlieren.

Es gelingt dem Autor durch den Ich-Schreibstil, den geistigen Zustand von Matthew auf eine Art und Weise darzustellen, die dem Leser tiefe Einblicke in das Seelenleben und die Gedanken von Matthew gestattet.
Da die Geschichte nicht chronologisch erzählt wird sondern innerhalb einer 10-Jahres Zeitspanne springt, ist das Buch keine ganz leichte Lektüre, denn man muss sich darauf einlassen.

Gerade wegen der ungewöhnlichen Art der Darstellung, sowohl bei den Zeitsprüngen als auch optisch, hat mich das Buch gefesselt und ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen.
Dies ist ein Buch, dass ich mit gutem Gewissen verschenken würde.
Monmuc, 25.02.2015

ich möchte hier gar nicht soviel über das Buch selber schreiben, nur soviel: Nathan Filer erzählt in seinem Buch, die
Geschichte von Matthew, einem jungen Mann, der viele Jahre unter dem Unfalltod seines Bruders dessen Schuld er sich gibt, leidet und den Großteil seiner Zeit in einer Psychiatrischen Klinik verbringt.

Als ich den Anfang gelesen hatte:
»Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.«

....dachte ich zuerst- was kommt jetzt Thriller/Krimi? ich war gespannt da ich mir unter dem Titel - Nachruf auf den Mond- nicht viel Vorstellen konnte. Und ich wurde noch viel mehr - gerührt, begeistert, manchmal traurig, manchmal musste ich lächeln, aber immer war ich gefesselt, gefesselt von dem Schreibstil von der *Ichform*.
Matthew hat mich damit gefangen, hat mir seine Sicht, seine Krankheit, seine Familie und seine Freunde nicht nur vorgestellt, nein er hat mich mitfühlen lassen,hat einen tiefen Einblick gegeben wie es ihm mit all seiner Schuld aber auch mit all seinen Erinnerungen geht.

Mein Fazit: Ein Buch das man unbedingt gelesen haben muss
- tiefsinnig, berührend, begeisternd, lebendig!
Susanne Kobrow, 25.02.2015

Nathan Filer lässt den neunzehnjährige Matthew Homes seine Lebensgeschichte erzählen, nicht chronologisch und
geordnet, sondern in Zeitsprüngen und Fragmenten, so, wie sie gerade in seinem Kopf ist.
Dabei wird der Leser immer direkt angesprochen und manches Detail auch mehrfach angeführt, je nachdem, wie sich Matthew gerade fühlt, denn er leidet an psychischen Problemen und verbringt seit einiger Zeit sein Leben in einer Klinik. Der Klinikalltag, seine Erkrankung und die starken Medikamente, die er einnehmen muss, machen es Matthew nicht gerade leicht, seine Geschichte aufzuschreiben, es scheint ihm aber die einzige Möglichkeit zu sein, sich ein Stück seines freien Willens zu bewahren.
Tief betroffen liest man, mit welchen Schuldgefühlen Matthew seit dem Tod seines Bruders vor zehn Jahren lebt und welche Auswirkungen dies auf sein Leben hat. Er vermisst ihn sehr und sieht ihn nicht nur im Mond, dessen Anblick ihn an das immer freundliche Gesicht seines mit dem Down-Syndrom geborenen Bruders erinnert sondern im Verlauf des Fortschreitens seiner Erkrankung auch im Meer, im Wind und beinahe jedem Atom, das ihn umgibt.
Auch Matthews Familie und die wenigen Freunde, die er hat, lernt man im Laufe der Handlung kennen und dem Autor gelingt es, sie, auch wenn ihre Beschreibung durch Matthews Schreib – und Sichtweise gefiltert wird, als lebendige Personen mit Tiefgang zu schildern.
Eigentlich wollte der Autor das Buch, wie er dem Leser im Nachwort verrät, als Zettelsammlung, so wie sie Matthew erstellt hätte, herausgeben. Da sein Verlag ihm davon abriet, weil es beim Verkauf in den Buchhandlungen wohl Probleme geben würde, wird in der gedruckten Ausgabe zumindest versucht darzustellen, wie Matthew beim Aufschreiben vorgegangen ist. Unterschiedliche Schriften zeigen, welche Texte auf der Schreibmaschine daheim erstellt wurden und welche der Computer in der Tagesklinik ausgedruckt hat, dazu gibt es Zeichnungen, Briefe und Diagramme - auch optisch ist dieses Buch also etwas Besonderes.
Der Roman ist keine einfache Lektüre, die Geschichte hat mich sehr berührt und mir an manchen Stellen beim Lesen die Tränen in die Augen getrieben und wird sicher noch lange nachwirken.

Tina, 24.02.2015

Es ist unglaublich wie faszinierend Nathan Filer sein Buch geschrieben hat. Schon ab der ersten Seite war ich auf seiner
Welt. Seine Schreibweise ist wirklich fesselt. Eins weis ich auf jedenfall und zwar das ich einen neunen Lieblingsautor habe, weil er ganz andere Art hat seine Roman zu schreiben.
melek Erensoy, 24.02.2015

Jeder, der schon mal einen geliebten Menschen verloren hat, kennt die "Schuld der Hinterbliebenen" - umso schlimmer,
wenn ein 9jähriges Kind seinen großen Bruder durch einen Unfall verliert, der aus einem Dumme-Jungen-Streich resultiert. Ob dieses Ereignis (neben der genetischen Komponente) der Auslöser für die Erkrankung des Erzählers ist, sei dahin gestellt.
"Nachruf auf den Mond" ist ein großartiger Roman, der umso bewegender ist, da er aus der Ich-Perspektiver heraus die Zerrissenheit des Protagonisten vermittelt. Und auch, wenn es kein echtes Happy End gibt, so wird der Leser doch mit dem Gefühl zurückgelassen, dass zumindest die Trauerarbeit nach zehn Jahren einen würdigen Abschluss erfährt.
Kein Buch, das man im Vorbeigehen lesen sollte: Auch heute, am dritten Tag nach Lesen, stimmt mich das Thema immer noch nachdenklich, bestätigt mir aber auf der anderen Seite auch, dass jeder seinen eigenen Weg des Abschiednehmens finden muss - und kann.
Lotti, 24.02.2015

Wir folgen der Geschichte von Matthew Holmes, einem jungen Mann, der unter Schizophrenie leidet. Vor etwa 10 Jahren hat
er seinen Bruder Simon bei einem tragischen Unfall verloren. Noch immer gibt sich Matthew dafür die Schuld. Seit einigen Jahren aber, beginnt er, Simon wieder zu sehen und zu ihm sprechen zu hören. Von da an beginnt seine Behandlung.
Er besucht jeden Tag eine psychiatrische Tagesklinik, lässt sich behandeln und schreibt gleichzeitig seine Lebensgeschichte auf. Wir begleiten Matthew von der Klinik nach Hause und wieder zur Klinik zurück und an beiden Orten schreibt er – das Buch ist Matthews Werk.
Die Geschichte beginnt wenige Tage vor Simons Tod. Es ist traurig daraufhin von den Veränderungen zu lesen, die die Familie nach dem Verlust durchgehen musste. Es ist interessant, manchmal bedrückend und manchmal sogar lustig von Matthews weiteren Werdegang zu lesen. Ein Leben zwischen einer „verrückten“ Mutter, wie er sie selbst betitelt, in einer Welt, in der er so manchmal nicht reinpasst.
Zwischendurch erfährt man immer wieder etwas von Matthews jetzigen Situation, seinem Alltag in der Klinik und seinen sonstigen Bekanntschaften.
Der Schreibstil gefällt mir sehr. Es ist wie, als würde Matthew vor einem sitzen und die Geschichte erzählen. Er beschreibt Ereignisse genau, bedrückende Dinge kommen einem nah, während anderes oft amüsant rüberkommt. Ab und zu entschuldigt er sich auch, weil er manche Details aus der Vergangenheit vergessen oder dazuerfunden hat.
Obwohl an Handlung in der „jetzigen“ Zeit nicht viel vorhanden ist, bleibt das Buch die ganze Zeit über spannend. Matthew ist mir über diese 300 Seiten wirklich ans Herz gewachsen. Man fühlt mit ihm, leidet mit ihm und möchte ihn an manchen Passagen einfach mal heftig durchschütteln.
Das Buch gehört außerdem zu einem, das mir Tränen in die Augen getrieben hat. Es ist berührend von der starken Liebe zwischen den Brüdern zu lesen, von Eltern, die versuchen, nicht vor ihrem Sohn zu weinen und von vielen schönen, unvergesslichen Momenten. Vor allem als klar wird, warum Simon gestorben ist und warum Matthew sich die Schuld gibt, merkt man, dass es eine wahrlich tragische Geschichte ist.
Der einzige Kritikpunkt sind die Zeitsprünge, die mir an manchen Stellen zu verwirrend wurden. Da Matthew vorher in einer anderen Klinik war, war mir manchmal nicht klar, in welcher Klinik sich manches nun abspielte. Allerdings muss ich zugeben, dass ich zum Ende hin sehr schnell gelesen habe, da das Buch mich so gepackt hat. Beim genaueren Lesen hätte ich die Klinik bestimmt gut zuordnen können.


Fazit:
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu lesen! Eine wirklich berührende Geschichte in einem besonderen Erzählstil.
sugar and words addict, 24.02.2015

Dies ist ein bemerkenswertes, interessantes, für mich ungewöhnliches Buch. Entsprechend des Klappentextes des Buches
geht es um Matthew, einen Patienten der Psychiatrie. Das Buch ist in der ICH-Form des kranken Matthews geschrieben. So kann man sich auch (versuchen) in seine Psyche reindenken. Er ist 19 Jahre, als er seine Geschichte erzählt.

Hier gibt es einige Zeitsprünge zwischen seiner Kindheit und Behandlung, denen ich nicht immer folgen konnte - allerdings ist dies sicher auch Absicht von Nathan Filer, da Matthew auch beim Schreiben seiner Geschichte immer wieder abgelenkt wird.
Matthew hat einen älteren Bruder Simon, der im gemeinsamen Familienurlaub stirbt, als Matthew 9 Jahre alt ist. Am Anfang wird zwar erzählt, das Simon gestorben ist, aber nicht, wie es geschah. Es gibt Andeutungen, so dass vermutet werden kann, dass Matthew seinen Tod miterlebt haben könnte... hier gibt es weitere Aufklärung erst am Ende des Buches. So ist eine gewisse Spannung vorhanden.
Volly, 22.02.2015

Ich hatte mir gar keine Gedanken darüber gemacht, was für eine Art Buch "Nachruf auf den Mond" ist, hätte es aber
eigentlich besser wissen müssen. Alles, was ich vor dem Lesen wusste, war, dass Matt Homes in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses ist und dort seine Geschichte aufschreibt, in der es vor allem um den Tod seines älteren Bruders Simon geht, der während eines Urlaubs starb, als Matt neun Jahre alt war. Ich hatte wohl eine Art Familiengeschichte erwartet und das ist es irgendwie auch, aber hauptsächlich ist es die Lebens- und Krankengeschichte eines 19-Jährigen, der an Schizophrenie leidet – und damit genau die Art Buch, die ich eigentlich nicht mag…

Der Leser begleitet Matt von dem schicksalhaften Urlaub an durch sein Leben. Man sieht, wie der Tod des älteren Sohnes die Familienstruktur zerstört und wie sich am Anfang vor allem die Mutter verändert, worunter Matt leiden muss. Dieser Teil hat mir am besten gefallen. Die Atmosphäre im Haus und Matts kindliches Unverständnis über das merkwürdige Verhalten seiner Mutter ist sehr einfühlsam erzählt und lässt sicher niemanden kalt.

Matts Problem ist nicht nur, dass Simons Platz in der Familie leer bleibt, sondern auch, dass er sich an Simons Tod die Schuld gibt. Der Leser erfährt allerdings erst ganz am Ende des Buches, was wirklich passiert ist.

Matt will Simon noch einen Wunsch erfüllen, den er nie bekommen hat, nämlich eine Ameisenfarm. Schon als Kind versucht er es erfolglos und als Jugendlicher verrennt er sich schließlich völlig in diese Idee. Seine Großmutter, die Erfahrung mit Schizophrenie hat, erkennt schnell, was mit ihm geschieht und sorgt dafür, dass er psychiatrische Hilfe bekommt.

Matt wird mal in der Tagesklinik behandelt, mal über längere Zeit im Krankenhaus. Die Beschreibung des Alltags in der Psychiatrie hat mir gezeigt, dass dort der normalste Mensch wahnsinnig werden würde, obwohl alle sehr menschlich und freundlich sind. Das wird mich wohl noch länger verfolgen und ich werde mir darüber Gedanken machen.

"Nachruf auf den Mond" ist wirklich keine einfache Lektüre, weder inhaltlich noch vom Aufbau mit seinen Zeitsprüngen. Aber der Autor, der früher Krankenpfleger in einer psychiatrischen Klinik war, hat dafür gesorgt, dass ich mich in Matt hineinversetzen kann. Das war für mich bisher immer das Problem bei Büchern, in denen es um psychisch kranke Menschen geht, dass ich sie nicht verstanden habe und ihre Handlungsweise nicht nachvollziehen konnte. Bei Matt kann ich das und das macht dieses Buch so anders, und so beklemmend, ergreifend und aufwühlend.
Nuigurumi, 22.02.2015

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

„Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder

vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.“ (Klappentext)

Matthew Homes, neunzehn, schizophren, Patient der psychiatrischen Klinik und Schuld am Tod seines Bruders – so denkt er zumindest. Hier erzählt er seine Geschichte und die seiner Familie. Als Leser bekommt man die Chance sich darauf einzulassen, eine tragische Geschichte zu erfahren, die zugleich berührt, fesselt und hoffen lässt.

Matts wirre Gedanken kreisen um den Mond, die Stimme seines Bruders, seine Schuld und eine Ameisenfarm – vielleicht nimmt er aus diesem Grund seine Medikamente nicht, damit das Lächeln seines Bruders ein Teil von ihm bleibt. Seine Krankheit zwingt ihn in Wahnvorstellungen und Alpträume, die den Leser fordern und nachdenklich machen. Im Laufe der Erzählung erfährt man z.B. dass Simon, der am Down-Syndrom litt, immer bevorzugt wurde und Nanny-Noos Bruder ebenso schizophren ist.

Der Autor Nathan Filer lässt seinen Protagonisten Matt aus der Ich-Perspektive erzählen und den Leser direkt ansprechen. So gleitet man – ob gewollt oder nicht – leise und sanft mitten in die Geschichte rund um Matt, springt mit ihm zwischen seinen Klinikaufenthalten und seiner Wohnung hin und her. Der Tod Simons geschieht bereits im ersten Teil, erst im Laufe der Erzählung erfährt man mehr über Umstände und Hintergründe. So bleibt die Spannung bis zum Schluss aufrecht und man ist neugierig wie denn nun alles weitergeht.

Die Besonderheit des Covers wird ebenso im Laufe der Geschichte entschlüsselt, wie der Titel, der mit dem Mond nicht allzu viel zu tun hat.

Die einfache, jedoch detailreiche Sprache Matts kann als besonderes Highlight hervorgehoben werden. Abgewechselt wird zwischen verschiedenen Schriftarten, unterbrochen von Grafiken, die den Charakter der losen Blätter vermitteln.

Ein Leseerlebnis der besonderen Art!

Sikal, 02.05.2016

Ein wunderbarer Roman über den Verlust, den Kampf gegen das Vergessen und über eine schreckliche Krankheit.


Der Tod des jüngeren Bruders bingt Matthew in eine Anstalt, die sich um sein Wohlergehen sorgen soll. Doch er ist einsam und vermisst seinen Bruder, der bei einem Unfall starb und beginnt zu erzählen…
kassandra10, 29.02.2016

Was für ein Buch !!!
Ich habe dieses Buch auf einem Buchblog entdeckt. Mir ist es vorher leider noch nirgends begegnet. Oft sieht man Bücher ja in einer Werbekampagne oder hier und da entdeckt man sie ja auch schon mal bei Facebook. Ich bin aber wirklich froh das es mir über den Weg gelaufen ist :-)
Ich finde dieser Roman ist etwas besonderes. Vielleicht nicht ganz einfach, aber unglaublich gut!
Mich hat der Klappentext bereits dermassen in den Bann gezogen und als dann die Bewertung der Bloggerin noch so Verheißungsvoll ausgefallen ist, habe ich ihre Rezi erst mal nicht bis zum Ende gelesen, sondern mir gleich das Buch besorgt. Der Klappentext wirkt schon etwas verstörend, und man weiss gar nicht was da alles auf einen zukommt.
Dieser Roman erzählt die Geschichte von Matt, aus seiner Sicht, also in der Ich-Schreibweise. Eigentlich bevorzuge ich das nicht wirklich, aber für dieses Buch geht es gar nicht anders. Es passt einfach!
Matthew Homes ist 19 Jahre alt, vor zehn Jahren ist sein Bruder Simon ums Leben gekommen. Stück für Stück erfahren wir mehr aus Matts Leben in der psychiatrischen Klinik in Bristol. In Rückblicken erleben wir den Campingurlaub noch einmal mit. Noch geht es Simon gut und dann kommt es zu dem schrecklichen Unfall. Auf den weiteren Inhalt möchte ich hier eigentlich gar nicht weiter eingehen. Dieses Buch ist wirklich lesenswert und in meinen Augen so Genreübergreifend das jeder Leser hier zufrieden sein sollte.
Ich möchte aber gerne die eine oder andere Passage zitieren, die mich besonders berührt hat.
Seite 37
“Aber so sind sie nun einmal, die Steves dieser Welt, sie sind ständig bemüht, aus nichts etwas zu machen. Und sie tun es nur sich selbst zuliebe.”
Seite 53
“Sein Zimmer war geblieben, hinter dem Fenster mit den gelben Pokemon-Gardinen im ersten Stock. Es hatte uns nicht die Höflichkeit erwiesen, einfach zu verschwinden. Es war genau dort geblieben, wo wir es zurückgelassen hatten, am oberen Treppenabsatz, direkt neben meinem.”

Häppchenweise führt uns der Autor immer näher an das Geschehen. In einer ganz besonderen Art und Weise ist dieses Buch geschrieben. Zum einen ist das Schriftbild immer wieder wechselnd und hebt so bestimmte Worte oder Szenen hervor. Diese Art und Weise den Text an den Leser zu bringen ist in meinen Augen etwas ganz besonderes. Oft habe ich beim Lesen eine Pause gemacht und mir einfach die Seite angesehen, sie auf mich wirken lassen um dann ganz bewusst alles ein zweites mal zu lesen. Dann haben wir einige Zeichnungen die den geschriebenen Text unterstützen und bereichern. Nicht das die Zeichnungen sehr aufwendig sind, aber sie sorgen für ein Innehalten im Lesen.
Dieser Roman hat mich sehr berührt und beeindruckt. Dem Autor ist es wirklich gelungen Matt eine Seele zu geben.
Buecher Loewe, 07.09.2015

Matthew, damals neun Jahre alt, verbringt einen Camping-Urlaub zusammen mit seinen Eltern und seinem 3 Jahre älteren
Bruder Simon, der an einer Muskelschwäche und wie wir Leser etwas später erfahren sollen zudem an dem Downsyndrom leidet. Neben anderen Geschichten von diesem Sommer erzählt uns Matthew, dass er mit seinem Bruder einen verbotenen Weg zum Strand herunter läuft und sich dabei am Knie verletzt. Der Bruder hilft ihm, trotz seiner eigenen Behinderung, zurück zum Camping-Platz. Beide Eltern zeigen sich erbost und schimpfen mit Matthew, da er ihr Verbot missachtet hatte. Dies soll symbolisch für das Verhalten der Eltern stehen, die dem älteren Bruder rückblickend stets mehr Aufmerksamkeit schenken, begründet liegt dies in seiner Erkrankung.
Im nächsten Kapitel erfahren wir dass Simon tot ist. Matthew erinnert sich nicht daran, wie es geschehen ist und ob er seines Bruders Tod verschuldet hat, doch insgeheim ist er von seiner Schuld überzeugt. Die Eltern bringen ihn zunächst bei den Großeltern unter.
Nach Hause zurückgekehrt, versucht die Mutter ihn abzuschirmen vom normalen Leben, schleift ihn wegen jeder Nichtigkeit zum Arzt, nahezu selbst Züge des Münchhausen Syndroms zeigend. Er selbst hält die Mutter für verrückt. Sie unterrichtet ihn zu Hause und blamiert ihn absichtlich vor den ehemaligen Mitschülern, um ihn noch näher an sich zu binden. Als der Zufall Matthew aus dieser schlimmen isolierten Situationen heraus lässt, ja er endlich einen Freund findet, schleicht sich ein neuer Feind in Gestalt einer schlimmen Erkrankung – der Schizophrenie – in sein Leben ein.

Mit seinen inzwischen 19 Jahren lebt Matthew als ein Patient in der Psychiatrischen Klinik Bristol. Er versucht seine Geschichte aufzuschreiben, dabei erinnert er Fragmente und springt in der Chronologie. Er möchte wissen, wie es zu dem Unfall kam, versucht sich zu erinnern. Für ihn ist Bruder nicht tot – nur verändert. Trotzdem sind da seine Schuldgefühle. Der Autor Nathan Filer hält diese Spannung, über das tatsächlich Geschehene, aufrecht bis zum Schluss.

Einfühlsam mit wundervollen Zitaten und voller Poesie erzählt uns der Autor die Geschichte: Sehr zu Herzen gehend ist da die Isolation Matthews, sein Weg zurück ins Leben. Den Lernprozess der Mutter, über ihr eigenes Verhalten. Die Verzweiflung beider Eltern über die Streiche und verbotenen Taten des Sohnes. Das Erkennen der psychiatrischen Krankheit Matthews. Die Zeit in der Psychiatrie, die verhasste Medikation sowie der Umgang des Pflegepersonals mit ihm. Sein Erkennen über den eigenen Egoismus.
Unbedingt empfehlenswert ist dieses Buch, eine anspruchsvolle Lektüre mit vielen Herzenssätzen, zeitweise etwas bizarr und oft traurig und komisch zugleich. Gerne vergebe ich dem Buch 5 von 5 Sternen.
AngiF, 22.08.2015

Matthew Homes befindet sich in der Psychiatrie. Da er schon immer gerne Geschichten erzählte, berichtet er dem Leser,
weshalb er dort ist und was in seinem Leben geschah. Leicht war schon seine Kindheit nicht, denn sein drei Jahre älterer Bruder Simon war mit Trisomie 21 geboren und er – obwohl jünger – musste oft für beide aufpassen. Bis eines Sommers ein Unglück geschah und Simon ums Leben kam. Danach geht es stetig bergab. Zunächst geht er nicht mehr zur Schule, dann kommen Drogen und immer mehr Wahnvorstellungen. Seine Medikamente nimmt er nicht regelmäßig, weshalb auf Spritzen umgestellt wird. Auch davor flüchtet er sich in eine fremde, bedrohliche Welt, in der er für den Tod des kleinen Simon die Verantwortung trägt.


Ein diskontinuierlicher Roman, der durch seine unchronologische und nicht stringente Erzählweise den Geistes- und Gefühlszustand des Erzählers glaubwürdig untermalt. Die Schuld, die er glaubt zu tragen und die ihn überfordert und in diese Parallelwelt zwingt, das Leben in der Psychiatrie und die Auswirkungen der Krankheit und Medikamente lassen einem als Leser etwas verzweifelt zurück, da man merkt, wie hilflos Außenstehende in dieser Situation sind und wie wenig man Zugang zu dieser andere Seite des Geistes hat. Durch die direkte Anrede wird man umso mehr in die Geschichte gezogen, die bedrückt und bekümmert.
Miss.mesmerized, 21.06.2015

Meinung: Nachruf auf den Mond wirkte durch seine Kurzbeschreibung sehr attraktiv auf mich und so konnte ich ein
Leserundenexemplar gewinnen. Leider war das Buch nicht mein Fall.

Matt leidet an Schizophrenie. Sein Bruder starb vor zehn Jahren und nun wird uns seine ganze Geschichte in Rückblenden und Geschreibsel erzählt. Von seiner ersten eigenen Wohnung, wie er langsam immer verwirrter wird und zum Schluss, wie er Frieden mit dem Tod von Simon findet.

Durch Matts Krankheit wird er immer verwirrter und das spiegelt sich auch im Buch wieder. Die Zeiten sind fast nicht auseinanderzuhalten. Mal ist er 17, dann plötzlich 19, manchmal erkennt man es auf Anhieb, oft blieb es mir verborgen. Der Schreibstil war abgehackt und emotionslos. Trotz des wichtigen Themas konnte mich das Buch nicht fesseln.

Teilweise gibt es Stellen, die klar und deutlich sind und auch im Gedächtnis bleiben, viel Einblick bekommt man durch die Ich-Perspektive in Matts Gedanken. Allerdings waern die nicht immer nachvollziehbar und schon gar nicht verständlich.

Besonders die zeitlichen Ebenen im Buch machten mir jedoch am meisten zu schaffen. Dadurch hatte ich wenig Lust und oftmals durch den eigenen Alltag, auch nicht mehr die Kraft, mich mit dem Buch zu quälen. Es ist kein roter Faden ersichtlich, alles ist wirr und durcheinander und hätte ich es nicht für eine Leserunde gelesen, hätte ich es wohl schon vor der Hälfte abgebrochen.

Fazit: Wirr, emotionslos und ohne roten Faden.
Johannisbeerchen, 15.05.2015

Berührend, tragisch - leicht und schwer zugleich. Der Autor gewährt nachvollziehbare Einblicke in die jahrelange
Trauer Matts um seinen toten Bruder und seine Reise in den Wahnsinn, ein One Way Ticket in den Ich-Verlust. Geniale Erzählung über ein Leben mit Schizophrenie - ohne Bitterkeit.
Irmi_Bennet, 08.05.2015

Am Anfang des Buches war ich noch sehr skeptisch ,aber nach 50 Seiten später war ich so begeistert von diesen Roman
,den ich dann in einen Rutsch durchgelesen habe ! (einfach grandios ! )
adlerauge, 13.04.2015

Man könnte meinen, dass man als ehemaliger Krankenpfleger einer psychiatrischen Klinik, in der Lage sein sollte, einen
guten Einblick sowohl in das Krankheitsbild eines an Schizophrenie erkrankten Patienten  als auch in den Alltag solch einer Klinik, zu schaffen. 

Nathan Filer ist beides gelungen. Mit seinem Debüt hat er ein beeindruckendes und berührendes Buch geschrieben und auch gezeigt wie sehr ein unmenschliches Gesundheitssystem, die Versorgung und Pflege von Patienten immer schwieriger macht.

Matthew, genannt Matt, ist in der Tat ein begnadeter Erzähler. Ehrlich und direkt erzählt er seine Geschichte. Doch in einem Punkt spannt Matt den Leser auf die Folter. Der Unfalltod seines Bruders gab mir während des Lesens immer wieder Rätsel auf. Kurz dachte ich sogar, dass dieser, dank seiner Schizophrenie, eingebildet war.

Ich war sehr beeindruckt und gefesselt von dem Schreibstil. Es ist durchaus bewundernswert, wie gut Nathan Filer die Zwiespältigkeit eines Psychischkranken darlegen kann. Doch trotz der Komplexität der Krankheit war der Schreibstil einfach und verständlich und spannend zugleich. 

Matt ist ein sympathischer Charakter, der traumatiersiert von dem Verlust seinen geliebten Bruders Simon, der durch die "Erkrankung" Trisomie 21, schon etwas Besonderes war und dem man den Spitznamen "Mond" gab.
 Simon war zu Lebzeiten ein liebenswerter und lebenslustiger Bursche, der zu Matts engsten Vertrauten gehörte. Die lebenslang belastende Schuld, die Matt sich gab, brachte ihn letztendlich einen Aufenthalt in einer Klinik ein. 
Am Ende schließt Matt frieden mit seinen bösen Geistern der Vergangenheit und zeigt seiner Umgebung einen guten Weg mit der Trauer umzugehen.

Für mich ein gelungenes Ende für ein berührendes Buch.


Das Debüt von Nathan Filer hat mich sehr berührt und auch beeindruckt.
Ein mitfühlender Schreibstil , der bewundernswert ist, macht dieses Buch zu einen weiteren Highlight in diesem Jahr.

Von mir gibt es 5 Sterne!
LeseTante_Caro, 07.04.2015

"Nachruf auf den Mond" ist ein nachdenklich machendes Buch, das sich nicht in einem Rutsch herunterlesen lässt.
Der ich-Erzähler Matthew ist zutiefst getroffen vom Tod seines Bruders Simon. Er meint, den Tod selbst verschuldet zu haben. Und so gibt es Momente, während derer Matthew meint, Simon zu sehen. Zum Beispiel im Wasser oder in einer Kerzenflamme. Dann vergisst sich Matthew - er fasst in das Wasser oder die Kerze und zieht sich Verbrennungen zu. Das ist die Schizophrenie, an der Matthew leidet.
Matthew ist krank und zwar jahrelang. Es gibt Momente, in denen er die Behandlung in der psychiatrischen Klinik vermeidet und boykottiert. Psychiatrische Kliniken als Schauplätze in einem Roman - das erinnert mich an Klassiker wie "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen. Beide Romane habe ich gelesen - beide haben mich gleichermaßen berührt und fasziniert. Und genau das macht auch "Nachruf auf den Mond" mit mir.
Nathan Filer hat nicht versucht, die beiden von mir genannten Klassiker zu kopieren. Er hat seine ganz eigene Geschichte erschaffen. Und genau das macht den Reiz dieses Buches für mich aus - ich erfahre etwas Neues.
Matthew erregt Mitleid bei den Lesern - auch bei mir. Der Leser will, dass Matthew gesund wird, dass er den Tod des Bruders endlich verarbeiten kann, ohne Krankheitssymptome zu zeigen. Und der Leser will wissen, was damals - kurz bevor Simon starb - genau geschah.
Lange wird der Leser hingehalten. Er liest Matthews Kindheitserinnerungen, und er liest Begebenheiten aus Matthews Alltag mit der Schizophrenie. Die Information, was genau zu Simons Tod führte, kommt fast ganz zum Schluss des Buches.
Auf einmal wird mir vieles klar. Ich verstehe, warum Simon so starb, wie er starb. Welche Funktion das Mädchen Annabelle hat, das am Anfang des Buches seine Puppe vergräbt. Und vieles mehr.
Wer dieses Buch liest, muss sich einlassen können auf Zeitsprünge. Darauf, etwas zu lesen über Ereignisse, die Matthew als Kind erlebte. Und darauf, von Matthew als Jugendlichem und Erwachsenen zu lesen. Zum Schluss der Lektüre bleibe ich positiv gestimmt zurück - und das finde ich gut.
Das Buch "Nachruf auf den Mond" finde ich lesenswert. Es befasst sich mit der Beziehung zweier Brüder, von denen einer das Down-Syndrom hat.
Wegen der vielen Zeitsprünge, die mir beim Lesen doch immer wieder zu viel wurden, ziehe ich einen Stern ab.
Ich empfehle das Buch erwachsenen Lesern - jugendliche Leser könnten von Lektüre, die oft in einer psychiatrischen Klinik spielt, verstört werden.
Das Buch "Nachruf auf den Mond" bekommt von mir also vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

Adelheid Bürkle, 02.04.2015

In „Nachruf auf den Mond“ erzählt der 19-jährige Matt Homes die Geschichte seines vor 10 Jahren verstorbenen
Bruders Simon. Simon, der anders war, mit einem Gesicht, dass einen immer an den Mond erinnerte. Er erzählt, wie sich dessen Tod und die nachfolgende Trauer auf sein Leben und das seiner Familie auswirkte. Mehr möchte ich von der Handlung auch gar nicht verraten, denn das ist Matts Aufgabe. Er erzählt die Geschichte und er möchte sie „richtig“ erzählen.
Er schreibt die Geschichte am Computer in einer Klinik, auf einer Schreibmaschine in seiner Wohnung, immer wenn er gerade Zeit dafür findet...und er spricht den Leser dabei direkt an. Daher weiß man als Leser auch nie mehr, als das, was Matt einem gerade erzählt. Viele Dinge liest man zwischen den Zeilen oder erahnt sie nur und man muss warten, bis Matt bereit ist sie einem zu erzählen. Seine Erzählung ist auch nicht chronologisch, er springt zwischen den Zeiten und Erlebnissen seines Lebens, wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Man merkt, wann die Krankheit aus ihm spricht und wann er „klarer“ ist. Hier finde ich es eigentlich etwas schade, dass bereits im Klappentext erwähnt wird, dass Matt Schizophrenie hat. Dies wird im Buch nämlich erst sehr spät wirklich klar und ohne dieses Wissen, wäre das Buch vielleicht noch faszinierender zu lesen. Aber auch so war ich ziemlich gefesselt von Matts Geschichte.

Etwas ganz besonderes an diesem Buch ist außerdem die gesamte Aufmachung. In die Geschichte sind Zeichnungen eingebettet, maschinen- und computer-geschriebene Seiten wechseln sich ab, Briefe sind eingestreut, Wörter fett- und kursiv gedruckt und irgendwann verblasst die Schrift, als wäre das Schreibmaschinenband zu Ende. Nathan Filer sagt in einem Interview, welches am Ende des Buches abgedruckt ist: „Ich stelle mir das ganze Buch als ungeordneten Papierhaufen mit Texten und Zeichnungen vor, mit maschinenbeschriebenen Blättern mit verschmierter Tinte, mit Briefen von Denise, mit Wörtern, die Patricia ausgeschnitten und mit Prittstift aufgeklebt hat. All das bleibt zurück (…), auf einem Schreibtisch in einem dunklen Zimmer, bis es jemand findet. “ Die Umsetzung davon ist Nathan Filer hervorragend gelungen. Man hat wirklich das Gefühl, man hält Matts Manuskript in der Hand.
Dadurch fühlt sich die ganze Geschichte auch sehr real an, man leidet mit Matt, man freut sich mit Matt, man hofft, dass es ihm besser geht, man wartet gespannt darauf, was nun wirklich mit Simon passiert ist. Die Auflösung ist letztendlich nicht wirklich spektakulär, aber darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, dass Matt sein Leben und seine Trauer aufarbeiten und anschließend mit Simons Tod abschließen kann.
Es ist ein berührendes Buch, es deprimiert, es verspricht Hoffnung,es ist traurig, aber auch erheiternd, es wühlt auf, es ist ehrlich – es ist ungewöhnlich und einzigartig erzählt und letztendlich ganz einfach wundervoll.
EmilyE, 31.03.2015

Die Leseprobe macht neugierig auf dieses Buch mit seiner außergewöhnlichen Geschichte.

rizzoli, 30.03.2015

Hint: Der "Mond" (siehe Titel) ist der Bruder des Protagonisten: Simon, dessen Gesicht so rundlich war, dass es an den
Mond erinnerte.

Inhalt:
Der 19-jährige Matthew ist in der Psychiatrie, weil vor 10 Jahren sein zwei Jahre ältere Bruder während eines Familien-Campingurlaubes zu Tode kam.
Matthew berichtet in der ich-Perspektive aus seinem Leben - und dem seines Bruders Simon.
Der Roman ist in Briefform verfasst; d.h. der Leser wird direkt angesprochen.
Der Autor springt in den Erlebnissen und Zeiten "wahllos" hin und her; d.h. es werden Episoden aus dem Leben des Protagonisten erzählt als er 9 Jahre alt war; und gleich darauf berichtet er von seinem aktuellen Leben und Gefühlen als 19-Jähriger.

Meine Meinung:
Der Roman ist als fiktive Autobiographie geschrieben; als Lebensbeichte.
Die teilweise naive Erzähl- / Sichtweise passt gut zu dem kindlichen Matthew.
Matthew geht sehr schonungslos (nicht nur) mit sich ins Gericht.

Insgesamt ist der Roman eine sehr berührende Lebensgeschichte / Krankengeschichte.
Sie ist sehr ruhig erzählt - aber keinesfalls unspannend.
Die Geschichte ist anrührend erzählt, aber nicht rührseelig.

Ich finde der Autor kann wunderbar erzählen; und seine Beschreibungen treffen sehr genau den Nagel auf den Kopf:

Matthew über seine Mutter, die ihn als Lehrerin zu Hause unterrichte: "... weil sie früher einmal Lehrerin werden wollte. Das war zu der Zeit, als sie versuchte schwanger zu werden, aber es gab Komplikationen ... . Ich glaube sie wollte Lehrerin werden, um ihrem Leben einen Sinn zu geben, oder um sich abzulenken. Ich glaube, da besteht kein großer Unterschied." (S. 31)

"Ich nahm einen Becher mit einem komplizierten Medikamentennamen und dem Slogan 'Heute schon die Zukunft behandeln'. Die Pharmavertreter verschenken diese Becher. Als ich neulich im Büro war ... zählte ich drei Becher, ein Mousepad, mehrere Kugelschreiber, zwei Blöcke ... und eine Wanduhr und alle trugen irgendwelche Medikamentennamen. Es ist, als säße man im Gefängnis und würde mit Reklame für Vorhängeschlösser bombardiert." (S. 230)

4 Sterne (von max. 5 Sternen)
kvel, 20.03.2015

Matt Homes ist ein junger Mann, der seine Geschichte erzählt. Soweit, so normal - doch Matt ist nicht irgendein junger
Mann. Sein großer Bruder Simon starb bei einem Unfall, als er noch ein Kind war, doch Matt gibt sich die Schuld an seinem Tod und wird darüber schizophren. Ob es dazu schon vorher eine Veranlagung gab, kann niemand beurteilen - seine Eltern fänden es einfacher, wenn es so wäre, aber auch dann wäre es fraglich, ob gerade seine Mutter so wirklich mit ihm als dem Übriggebliebenen ihrer beiden Söhne umgehen könnte. Matt erzählt seine Geschichte, während er an einem Computer in einer Tagesklinik sitzt. Er schweift ab, weil ihm eine Mit-Patientin lange über die Schulter starrt, er verliert den Faden, wenn er von einem Pfleger unterbrochen wird. Er erzählt deshalb auch nicht alles immer in der richtigen Reihenfolge, weil es darauf auch manchmal nur bedingt ankommt, sondern manchmal Episoden im Vordergrund stehen, die jetzt gerade wichtig sind. Er erzählt Episoden von vor ein paar Tagen oder Wochen und wie damals alles kam. Dabei beginnt er bei dem Auslöser, dem Tod seines Bruders, um dann in die Gegenwart zu springen. Man versteht ziemlich schnell, in welcher Zeit man gerade ist. Untermalt wird das ganze von Skizzen, die Matt anfertigt. Er ist ein künstlerisch sehr begabter Mensch und schreibt nicht nur, sondern zeichnet auch seine Mitmenschen, aber viel mehr noch Begebenheiten und Menschen aus seiner Familie und seiner Vergangenheit.

Für Matt stellt dieses Buch eine Form der Vergangenheitsbewältigung dar. Dabei darf man nicht vergessen, dass Matt ein fiktiver Charakter ist - an sich war mir das die ganze Zeit klar, aber gerade nach dem Ende fand ich es gut, dass es nach dem Roman noch ein Interview mit dem Autor gibt, in dem er noch mal einiges zu dem Buch sagt. Das Buch an sich liest sich sehr flüssig, wobei schon durch das Schriftbild gekennzeichnet ist, ob Matt gerade seine Medikamente nimmt oder nicht. Wenn er sie nicht nimmt, ist der Text quasi in Druckschrift, wie ein sehr großes Times New Roman. Ich fand das zwar anstrengend zu lesen, gleichzeitig sind das auch die Passagen, wo es schwer ist, Matt zu folgen, weil seine Gedanken für einen schon fremd wirken. Wenn er seine Medikamente nimmt, ist das Schriftbild "normal" - aber man merkt auch, dass Matt seine Schwierigkeiten hat, mit der ihm durch die Medikamente vorgegaukelten Normalität umzugehen. Nimmt er seine Medikamente nicht, erscheint ihm Simon, der mit ihm spielen will - nimmt er sie, kommt sein Bruder nicht zu ihm durch, was für Matt sehr schwierig ist, weil dieser wegen seiner Schuldgefühle denkt, er müsse immer für Simon da sein.

Ich muss zugeben, dass ich mir unter diesem Buch nicht viel vorstellen konnte, dafür jetzt umso beeindruckter bin. Matts Welt ist von meiner (die ich auch nicht zu 100% als normal bezeichnen würde) sehr verschieden, dennoch kann ich gut nachvollziehen, wie es ihm geht, wie er das Gefühl
Schaefche, 17.03.2015

Der 19jährige Matthew ist psychisch krank, schizophren. Stimmen hört er, die seines 10 Jahre zuvor beim Familienurlaub
auf einem Campingplatz verunglückten Bruders Simon. An dessen Tod gibt sich Matt die Schuld. Für ihn ist sein Bruder nicht tot. Schließlich landet er in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Anstalt und wird in einer Tagesklinik weiterbehandelt. Regelmäßig erhält er Depotspritzen. Da er schon immer gerne Geschichten verfasst hat, schreibt er nun seine eigene auf.

Das Buch behandelt im Wesentlichen zwei Themen, mit denen wir eigentlich nicht so gerne in Berührung kommen wollen: Psychische Erkrankung und Trauer. Von ersterer unmittelbar betroffen, vermittelt uns Matt einen guten Einblick darin, was es bedeutet, „verrückt“ zu werden und zu sein. Sein Leidensweg weckt Verständnis. Zu Lebzeiten seines am Down-Syndrom leidenden älteren Bruders fällt ihm die Rolle des vernünftigen und verantwortlichen Kindes zu. Nach dem Tod des Bruders klammert die Mutter, um nicht noch ein Kind zu verlieren. Matt lebt recht isoliert, exzessiv rauchend und Marihuana konsumierend. Als junger Erwachsener wird er auffällig. Es folgt die Zwangseinweisung in eine geschlossene Einrichtung mit strenger Medikation und üblen Nebenfolgen. Dass das Ganze so authentisch geschildert wird, liegt daran, dass der Autor weiß, wovon er spricht. Er war früher als Krankenpfleger in einer psychiatrischen Klinik tätig. Das Thema Trauer wird anhand von Matts Mutter dargestellt, die an dem Tod ihres älteren Sohnes zerbrochen ist. Matts Erzählstil ist sehr ungewöhnlich. Er geht nicht chronologisch vor und springt in seinen Gedanken hin und her, so dass sich seine Kindheitserinnerungen, seine Erfahrungen in der Psychiatrie und sein Leben nach der Entlassung mit dem Angebundensein an die Tagesklinik munter mischen. So lässt Matt sich während des Schreibens etwa ablenken. Wenn er z.B. dabei ist, ein Ereignis aus seiner Kindheit zu beschreiben, kommt plötzlich eine Sozialarbeiterin herein und liest über seiner Schulter mit. In dem Moment kann er nur noch daran denken. Das passt gut zu einem geistig verwirrten Menschen wie ihm. Ebenfalls passend dazu ist der Text auch formal in gewisser Unordnung. Es sind Zeichnungen, Briefe, Überschriften und Texte in unterschiedlichen Schriftarten eingestreut. Gefallen hat mir, wie Spannung geschaffen wird. Gleich zu Beginn der Geschichte wird angedeutet, dass Simon etwas Schlimmes zugestoßen ist. Um was es sich genau handelt, wird erst gegen Ende preisgegeben.

Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen.

nikolaus, 16.03.2015

Matthew erzählt seine Geschichte und die seines Bruder Simon, der mit 11 Jahren gestorben ist. Matthew ist Patient
einer psychiatrischen Klinik, da er an Schizophrenie erkrankt ist. Um dem Alltagstrott zu entgehen, schreibt er seine Lebensgeschichte auf. Das Buch ist in ICH-Form geschrieben und ist angenehm zu lesen.
Das Cover ist sehr gut gestaltet und ansprechend.
Oztrail, 14.03.2015

Der Roman "Nachruf auf den Mond" handelt von Matthew Holmes, einem Patienten der psychiatrischen Klinik in Bristol. In
der Klinik beginnt er seine Geschichte aufzuschreiben. Er gibt sich die Schuld am Tod seines Bruders. Simon ist vor 10 Jahren bei einem Unfall gestorben. Doch für Matthew ist Simon gar nicht tot. Er kann ihn sehen, hören und mit ihm sprechen, denn Matthew ist schizophren.
Als ich das Buch in die Hand genommen habe und den Klappentext gelesen habe, konnte ich mir noch nicht so richtig vorstellen was mich erwarten würde. Doch schon der Anfang ließ mich erkennen, dieses Buch ist anders.
»Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.«
Die kurzen und prägnanten Sätze, die ja aus Matthews Feder stammen, sprechen den Leser direkt an. Dabei bekommt der Leser einen Eindruck von seiner Krankheit, denn seinem Schreibstil merkt man direkt an, in welcher Phase seiner Krankheit er sich bewegt. Verstärkt wird das Ganze noch, da Matthew immer wieder absichtlich seine Medikamente nicht einnimmt. Die Auflösung wie Simon ums Leben gekommen ist, wird erst zum Schluss aufgeklärt und jetzt wird auch klar, dass das Buch von Matthew eine Art Trauerbewältigung ist.
Das gesamte Buch ist ungewöhnlich aufgebaut. Die Schriftart wechselt mehrmals, da er das Buch an verschiedenen Orten schreibt. Eingebettet sind mehrere Zeichnungen, was den Eindruck hinterlässt, man würde ein Manuskript lesen. Die Gestaltung des Covers hat mir sehr gut gefallen, besonders da einem der Sinn des Covers erst durch das Lesen erschließt
Dem Autor Nathan Filer gelingt mit seinem Buch ein eindrucksvoller Einblick in die Welt der Schizophrenie. Dabei ist das Buch nie bloßstellend.
Fazit: Ein tief berührendes Buch, einfühlsam, traurig, eindrucksvoll und ehrlich. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Sanni77, 12.03.2015

Matthew erzählt seine Geschichte und die seines Bruder Simon, der mit 11 Jahren gestorben ist. Matthew ist Patient
einer psychiatrischen Klinik, da er an Schizophrenie erkrankt ist. Um dem Alltagstrott zu entgehen, schreibt er seine Lebensgeschichte auf. Das Buch ist in ICH-Form geschrieben und ist angenehm zu lesen.
Das Cover ist sehr gut gestaltet und ansprechend.
Oztrail, 09.02.2015

Mit gefällt die Ich-Form, denn so gewinnt man viele Einblicke in die Wahrnehmung des Erzählers. Anfangs hört es sich
noch nach einem ganz normalen Leben an, erst allmählich wird klar, dass es sich um einen Jungen mit Schizophrenie handelt. Es gibt ja immer noch nicht viele Romante, die solche Themen behandeln, deshalb umso interesanter. Gut erzählt und auf jeden Fall lesenswert!
malac, 04.02.2015

Sehr eigenwilliger Stil in super Übersetzung, plastische Figuren, spannende Handlungsstränge - gern mehr davon.

Deutschfuchs, 03.02.2015

Matthew erinnert sich noch an ein paar Ereignisse, die er mit seinem Bruder Simon gemeinsam erlebt hat. Sprachlich wie
ein Kind lässt Nathan Filler diese Zeit revuepassieren. Passend dazu sind die etwas unbeholfen erscheinenden Zeichnungen.

Der Sprachstil ist einnehmend und verleitet, sich in den Text zu verlieren. Die gewählte Ich-Form des Erzählers lässt auch den Leser ganz nah an die Gefühlswelt von Matt herankommen. Auf den ersten Blick scheint der verliehene Award gerechtfertigt.
Büchersally, 03.02.2015

Wenn die Leseprobe für das ganze Buch steht, dann ist es vielversprechend. Auch, wenn man nicht unbedingt einen
Aufenthalt in einer psychiatrischen Institution anstrebt, ist das Intersse geweckt. Bin auf den Rest gespannt.
Mellie, 02.02.2015

Bisher kenne ich nur die Leseprobe von vielleicht 15 Seiten.
Wie der Autor uns - rückblickend auf die Zeit, als er neun Jahre alt war - seine vom Tod seines Bruders zerstörten Sommerferien an der See miterleben läßt, wie er uns dabei gleichzeitig in seine Familie und die Eigenarten seiner Familienmitglieder einführt, liest sich fesselnd. Die kindliche Perspektive wird glaubhaft eingenommen, auch seine Selbstreflexion ist einleuchtend. Auch seine Begegnung mit dem Mädchen, das ihm mitteilt, er sei nicht erwünscht, wird mit großem Verständnis für die Erfahrungswelt eines Kindes entfaltet. Immer wieder schimmert durch, dass er dieses Trauma rückblickend als Erwachsener beschreibt und gleichzeitig damit etwas bezeichnet, das ihn und sein Leben gezeichnet und bestimmt hat. Die Leseprobe wirkt vorzüglich, indem sie den unbedingten Wunsch weckt, weiter zu lesen!
Michal, 01.02.2015

Ich würde gerne etwas über den Alltag in einer Psychiatrischen Klinik lesen. Es scheint doch ein sehr spannender Roman
zu sein. Ein Gebiet, von dem ich vorher nichts gelesen habe.
Karin Boronowski, 01.02.2015

Liest sich gut, Leseprobe macht Lust auf mehr zu einem ungewöhnlichen Thema.

Biblioratz, 01.02.2015

Schon die kurze Inhaltsangabe hat mir gereicht; ich muß das Buch unbedingt lesen.
Ein Thema, das oft angesprochen wird, aber von dem man viel zu wenig weiß
sm9565, 31.01.2015

Ich freue mich darauf, das gesamte Buch lesen zu können! Schade, dass es noch dauert. Ich könnte gleich jetzt damit
beginnen. Nathan Filer schreibt einfach wunderbar. Klar, verständlich und mit einem tiefgehenden Hintergrund.
Cornelia Winning, 31.01.2015

Matthew erzählt vom Sommer auf dem Campingplatz, der seinen Bruder Simon im Kindesalter das Leben kostete. Er berichtet
bildhaft und vorsichtig, um sich zu erinnern was passierte und um nachzuvollziehen, welche Rolle er bei Simons, dessen Gesicht er mit dem Mond vergleicht, Tod spielte, und was ihn schließlich selbst in die Psychiatrie brachte.
Hübsch gemacht sind auch die Grafiken in den Kapiteln, die jeweils ein Thema daraus aufgreifen.
Nadines_Buecher, 31.01.2015

Schon die ersten Seiten haben mich in den Bann gezogen, die Schreibweise ist einfach wunderbar, dass ich direkt
"abtauchen" konnte..ich bin so gespannt, wie dieses Buch weitergeht!
SandraS, 31.01.2015



SandraW, 30.01.2015



SandraW, 30.01.2015

Schon nach den ersten 20 Seiten möchte man unbedingt wissen, was mit Simon passiert ist und wie Matthew das Ganze
verarbeitet.
bitterblue, 30.01.2015

Interessanter Einstieg mit dem Mädchen und der Puppe. Was steckt dahinter? Das zu erfahren, reizt mich ebenso, wie die
Erinnerung an Simon.
Lillianne, 30.01.2015

Leben in einer psychiatrischen Klinik ist den meisten von uns unbekannt. Man kann also etwas lernen und auch vielleicht
psychische Krankheiten besser verstehen. Ausserdem spannend.
Irmgard Schwartmann, 30.01.2015

Das Buch scheint die Bandbreite der Gefühle abzudecken.

Brigitte Stieg, 30.01.2015

Allein der Satz im Covertext "Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe" ist köstlich
und macht neugierig auf's Buch.
pajo47, 30.01.2015

oh das klingt sehr nach einer guten und emotional aufwühlenden Story. Bin gespannt

sylle, 30.01.2015

Interessantes Cover, irritierender Titael, ich würd´s gern lesen

Thomas Emde, 30.01.2015

Ein Buch , dass einen sicher nachdenklich stimmt . Geprägt von seiner Schizophrenie lässt uns der Autor in das Leben
seines Protagonisten eintauchen. Wessen Leben ? Matthew oder doch das seines verunglückten Bruders ?
sterntaucher, 30.01.2015

Das Paar lustig und traurig stimmt auf einen bewegenden Plot ein. Das ist sicherlich ein Buch für einen nass-kalten
Samstag auf dem heimischen Sofa. Einlesen und Weiterlesen, egal, wie lange es braucht bis zum Schluss!
Beechen, 30.01.2015

Ein Buch, das dem Leser die Augen für die Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Problemen öffnet - und das auf
sensible Art mit Einfühlungsvermögen und Humor - das klingt ganz wunderbar und macht mich mehr als neugierig!
lolarennt, 30.01.2015

Einerseits beschleicht mich Angst, was mich genau erwarten wird, aber andererseits möchte ich dieses besondere Gefühl
gerne "erfahren".
Renate Ronge, 30.01.2015

Dieses Buch hat mein totales Interesse geweckt!!!! Die Geschichte klingt bewegend und voller Gefühl. Ich möchte es
unbedingt lesen!
Conny, 30.01.2015

Wenn schon der Klappentext das Herz des Lesers berührt, wird einen das Buch zu Tränen rühren.

thenight, 30.01.2015

Das liest sich spannend-und ich möchte mehr davon!!!

Momo, 30.01.2015

großartige Formulierungen, und ganz wichtig: mit sehr viel Humor geschrieben!!

labito, 30.01.2015

Dieses Buch werde ich mir 100 %-ig kaufen. Die Story ist super und auch die Art, wie es geschrieben ist, schreit nach
mehr!
Anna F, 30.01.2015

Könnte sich lohnen

hobble, 30.01.2015

Von diesem Buch hab ich schon viel gehört und die Leseprobe macht Lust aufs Weiterlesen.

rizzoli, 30.01.2015

Gut dass es ein Buch gibt das sich mit einem Tabu-Thema befasst.

Sigrid, 30.01.2015
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