Verlagsgruppe Droemer Knaur



Die Kuppel

9783426198278
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Klappenbroschur, Droemer HC
02.05.2012, 400 S.

ISBN: 978-3-426-19827-8
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Thriller

Aus Europa ist ein autoritärer Überwachungsstaat geworden. Vincent Höfler, ein junger Militärpolizist, wird auf eine mysteriöse Mission in den deutschen Osten geschickt. Auf einem streng bewachten ehe­maligen Flughafen hat man einen alten Mann erfro­ren aufgefunden. Es scheint, als hätte der Alte ganz in der Nähe in einem gigantischen Kuppelbau, einer luxuriö­sen Seniorenresidenz, gelebt. Aber wie kam er von dort auf das hoch gesicherte Militärgelände? Bei seinen Ermittlungen stößt Höfler auf dubiose Machenschaften der europäischen Regierung. Schnell merkt er, dass es lebensgefährlich ist, zu viel zu wissen ...

Leselounge

Der Autor

Markus Stromiedel

Portrait von  Markus Stromiedel

Markus Stromiedel ist als Krimiautor »Vater« einiger höchst erfolgreicher »Kinder«: Aus seiner Feder stammt die Figur des Kieler Tatort-Kommissars...

zum Autor Bücher von Markus Stromiedel

Pressestimmen

Den Ausflug ins Science-Fiction-Genre hat der Autor Markus Stromiedel perfekt gemeistert. ...dieser Thriller ist ein richtiger Pageturner und hat durchaus das Potenzial, zu einem Bestseller zu werden. Ein Roman, über den man noch lange nachdenkt. Absolut empfehlenswert!

Sience Fiction/Literatur, Suite101, 09.05.2012

Stromiedels Ausblick sorgt für Gänsehaut.

Tiroler Tageszeitung, 13.05.2012

Ein visionärer Thriller mit schockierendem Szenario!

Buch aktuell, Sommer 2012

Neben der ausgefeilten Story ist es vor allem die realistische Schilderung der Zukunft, die diesen Roman lesenswert machen. Markus Stromiedel nimmt unsere technischen Errungenschaften und sozialen Probleme und baut ein realistisches, teilweise düsteres Szenario auf. Allein für diesen Ausblick lohnt die Lektüre dieses Thrillers!

Buchtips.net, 07.05.2012

"Temporeich, rasant, durchaus spannend, atmosphärisch überzeugend dargestellt, vor allem aber mit einem ernüchternden Plot ausgestattet. Lesenswert."

Rezensions-Seite.de, 10.05.2012

"Der Roman ist eine moderne Antiutopie, sehr plausibel erdacht (,,,) und mit einer spannenden Handlung sowie einem raffinierten Schluss versehen (...)"

Fanasia 623e , 01.08.2016

"Thriller aus der Zukunft???? Eigentlich nicht mein Ding, aber Markus Stromiedel hat es geschafft mit seinem flüssigen Schreibstil eine Zukunftsvision, die überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern spielt, spannend darzustellen."

lebensart, 01.10.2016

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Stromiedel hat einen flüssigen Schreibstil, dem man gut folgen kann. Auch die Handlung an sich ist spannend. Die hier
aufgegriffenen Themen sind wichtig und werden uns mit Sicherheit gerade in der Zukunft noch weiter beschäftigen. Dennoch hat der Autor, meiner Meinung nach, oftmals übertrieben. Dadurch wird die Handlung unglaubwürdig.
Mir persönlich hat das Buch weniger gut gefallen. Vielleicht mag das mitunter auch daran liegen, dass ich kein Science-Fiction-Fan bin, doch ich glaube, das Buch hätte mehr Potenzial gehabt. Schade!
Benedikt Karl, 26.04.2014

Markus Stromiedel beschreibt in "Die Kuppel" eine Zukunftsvision für Europa, die durchaus realistisch ist. So könnte
es 2035 aussehen, muss es aber nicht unbedingt. Interessant ist dabei die Mischung an neuen bzw. weiterentwickelten Technologien, altbekannten Themen (Prostitution wird es wohl immer geben ...) und Themen wie die einer alternden Bevölkerung, die sich heute schon andeuten, in nicht allzu ferner Zukunft aber durchaus zu Riesenproblemen werden könnten. Und nicht ganz neu, aber immer wieder "beliebt", die Entwicklung hin zum Überwachungsstaat, der deutlich diktatorische Züge zeigt. Viel Vertrauen scheinen Autoren allgemein nicht in unsere heutige Demokratie zu haben.

Ich kann mich gut in eine Welt reinversetzen, auch wenn sie eher dystopisch erscheint, so sie der Erzähler konsequent entwickelt. Das scheint mir hier durchaus gelungen.

Was mir schwerer fällt, ist es die Gefühle der Menschen nachzuvollziehen. Da hätte ich mir mehr Charakterenwicklung und Tiefe bei der Beschreibung der Personen gewünscht. Das bleibt eher oberflächlich und so stellen sich beim Leser dann gelegentlich auch Fragen ein, in wieweit das Verhalten der Protagonisten in dieser Zukunftswelt realistisch und nachvollziehbar ist.

Entsprechend fand ich es durchaus nachvollziehbar, dass die heutigen demographischen Berechnungen sich in der von Markus Stromiedel beschriebenen Welt in aller Konsequenz wiederfinden. Weniger nachvollziehbar fand ich das beschriebene Verhalten der alternden Bevölkerung, dass sich so gar nicht mit meinen Erfahrungen mit Gefühlen dieser Generation vereinbaren lässt.

Insgesamt war dieser Roman ein interessanter Ausflug in einer andere Welt, etwas außerhalb meines gewohnten Leseschemas, wobei ich eh ziemlich querbeet lese. Einige Szenen waren für mich super gut gelungen, insbesondere der Ausflug nach Hamburg, aber so ganz überzeugen konnte mich der Roman letztlich doch nicht. Es war mein erster Roman von Markus Stromiedel und ich bin mir nicht sicher, ob ich nach anderen Büchern von ihm Ausschau halten möchte.
Beatrix, 28.05.2012

Nach den ersten beiden Krimis „Zwillingsspiel“ und „Feuertaufe“ war ich sehr gespannt auf diesen neuen Roman,
der in der Zukunft spielt.
Im Jahr 2035 wird der Ich-Erzähler Vincent wird nach Deutschland beordert, um den Tod eines alten Mannes aufzuklären. Dieser wurde erfroren in der Nähe einer Seniorenresidenz gefunden. Anders als von seinen Vorgesetzten vermutet lässt sich Vincent bei seinen Ermittlungen nicht beirren und findet schnell Ungereimtheiten heraus.

Leider bin ich nie richtig mit dem Buch warm geworden. Ich musste mich des öfteren richtig zwingen, weiter bis zum Schluss zu lesen. Die europäische Welt von 2035 ist sehr interessant dargestellt und ich kann mir gut vorstellen, dass das eine oder andere so oder ähnlich wirklich geschehen kann.
Vincent als Hauptfigur ist vorherrschend und anfangs auch sympathisch, aber oft habe ich seine Handlungen nicht so recht nachvollziehen können. Manches ging mir zu schnell oder war für mich unglaubwürdig. Insbesondere auf die Liebesgeschichte hätte ich gut verzichten können.
Es wirkte manchmal, als hätte ich eine gekürzte Fassung gelesen, wie es so treffend eine andere Teilnehmerin der Leserunde beschrieb.
Keine Frage, zumindest am Ende wird es rasant und auch spannend, und das Ende selbst ist nicht ohne. Aber trotz der eindringlichen Thematik hat es mich einfach nicht berührt und es ist mir nicht in Erinnerung geblieben.
Ute, 28.05.2012

Ich las das Buch als mein erstes Buch des Autors überhaupt - und war positiv überrascht.
Die Geschichte entführt den Leser in die Zukunft, genauer gesagt in das Jahr 2035, wo der junge Vincent im Namen seiner Chefs Ermittlungen zum Tod eines erfrorenen alten Mannes anstellen soll.
Vincent erzählt uns seine Geschichte, welche eine teilweise faszinierende, aber auch erschreckende, gar beängstigende Entwicklung der Technik und der Menschen zeigt. Betrachtet man sich die heutige politische, wirtschaftliche und technische Entwicklung, so wird einem während des Lesens klar, dass die fiktive Zukunft die hier dargestellt wurde, gar nicht mal so weit her geholt ist. Und das ist das Erschreckende daran. Sie könnte so passieren.
Aber ich schweife ab...
Vincent macht sich nun an die Arbeit und lernt während seiner Ermittlungen Anna kennen - eine junge Ärztin. Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche und die Suche nach der Wahrheit. Doch ist es wirklich das Ziel, das diese ans Licht kommt? Denn je weiter Vincent forscht, desto näher kommt er der Gefahr...
Dieses Buch bietet meiner Meinung nach dem Leser alles, was ein gutes Buch ausmacht: Eine spannende Geschichte, welche unerwartete Entwicklungen birgt, glaubhafte Figuren mit Ecken und Kanten, zwischenmenschliche Beziehungen in einer technisierten Welt in welcher der Mensch gläsern ist, ein Ende welches den Leser mit seinen eigenen kreisenden Gedanken zurücklässt...Kurz um: Beste Unterhaltung!
Ich habe dieses Buch mit Spannung gelesen, und freue mich auf weitere aus der Feder von Markus Stromiedel!
Carina, 14.05.2012

Titel: Die Kuppel
Autor: Markus Stromiedel
Genre: Thriller (ich persönlich würde es science fiction zuordnen)
Seitenzahl: 395
Verlag: Droemer
Format: broschiert
Preis: 14,90
ISBN: 978-3-426-19827-8
Bewertung: 9 Punkte
(von 10 möglichen Punkten)

Inhalt laut Klappentext:

Aus Europa ist ein autoritärer Überwachungsstaat geworden. Vincent Höfler, ein junger Militärpolizist wird auf mysteriöse Mission in den deutschen Osten geschickt. Auf einem streng bewachten ehemaligen Flughafen hat man einen alten Mann erfroren aufgefunden. Es scheint, als hätte der Alte ganz in der Nähe in einem gigantischen Kuppelbau, einer luxuriösen Seniorenresidenz, gelebt. Aber wie kam er von dort auf dem hochgesicherten Militärgelände? Bei seinen Ermittlungen stößt Höfler auf dubiose Machenschaften der europäischen Regierung. Schnell merkt er, dass es gefährlich ist, zu viel zu wissen…

Mein Meinung:

Ein sehr interessantes Buch, welches viel Diskussionsstoff bietet. Das Buch spielt nur 23 Jahre in der Zukunft. Klima, Politik, Gesundheit, was ist in einem knappen Vierteljahrhundert wirklich alles möglich? Ich wünschte, das Buch würde 50 Jahre später spielen, so ist es nach meinem Erfinden etwas früh für die Veränderungen. Auch die Vater/Sohn-Beziehung ist sehr gut dargestellt.

Vincent Höfler wird uns als Ich-Erzähler bekanntgemacht und er erzählt uns seine Geschichte, wobei er an manchen Stellen etwas Naiv erscheint. Aber er macht seinen Job gut und er gibt nicht auf, auch dann nicht, wenn unüberwindbare Schwierigkeiten sich ihm in den Weg stellen.

Das Buch ist flüssig geschrieben und hat mir im Rahmen einer Leserunde sehr unterhaltsame Stunden vermittelt.

Im Übrigen - auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Darlene, 13.05.2012

Dieser rasante Zukunftsthriller ist aus der Ich-Perspektive von dem Militärpolizisten Vincent geschrieben. Dieser wird
von Brüssel in den Osten Deutschlands geschickt um dort einen merkwürdigen Tod aufzuklären. Doch bereits nach einem Tag wird der Fall abgeschlossen und Vincent soll wieder zurück. Doch Vincent merkt schnell, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt..

Die Geschichte ist ausschließlich aus der Sicht von Vincent geschrieben, sodass der Leser hier leider keine andere Perspektive mitbekommt. Das war meiner Meinung ein wenig einseitig und auch gewöhnungsbedürftig.

Auch gab es immer wieder Kleinigkeiten und Ungereimtheiten, die sich durch das ganze Buch gezogen haben und die mich doch ziemlich störten.

Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen wirklich spannenden Thriller, bei dem keine Langeweile aufkommt. Nach jedem Abschnitt wollte ich wissen wie es weitergeht.

Markus Stromiedel behandelt zudem Themen, die interessant sind und für Gesprächsstoff sorgen: immer moderne Technik und den daraus resultierenden „gläsernen“ Menschen, die Überwachung vom Staat, die Überalterung der Bevölkerung etc.

Fazit: Ein spannender Thriller mit einer interessanten Thematik, bei dem sich leider zu viele Ungereimtheiten über das ganze Buch auftun. Auf Grund der Thematik aber dennoch lesenswert.
Verena, 13.05.2012

Ich bedanke mich nochmals, daß ich die Gelegenheit bekommen habe, an dieser Testleserunde mit Autorenbegleitung
teilzunehmen. Vielen Dank auch an Markus für die erklärenden Beiträge.

Die bisherigen zwei Krimis des Autors haben mich so begeistert, daß ich auch diesen Thriller unbedingt lesen wollte. Jetzt am Ende muß ich aber sagen, eigentlich war es für mich eher ein Buch, das ich in das Genre Science Fiction einordnen würde.

Das Buch wird in der Ich-Form erzählt, und zwar aus Sicht von Vincent Höfler, Militärpolizist. Er hat sich in seiner bisherigen Laufbahn nie besonders ehrgeizig gezeigt und erhält aus diesem Grunde den Auftrag, in den Osten Deutschlands zu fahren, um dort ein Vorkommnis/Mord in einer Kaserne aufzuklären.

Nun nimmt uns der Autor mit in seine Zukunftsvision für das Jahr 2035.
Mittlerweile ist die Klimakatastrophe über uns hereingebrochen, Autofahren, Flugzeugreisen sind wegen der hohen Preise nicht mehr möglich, die Ostsee ist durch einen Ölteppich verseucht, in den Städten wohnen die Menschen teilweise in Slums, dann noch die Überalterung der Bevölkerung und "Big Brother is watching you" – schlussendlich sehr triste Aussichten.

Vincent als Protagonist war für mich am Anfang einfach eine Person, die sich immer den Weg des geringsten Widerstandes suchte und so durchs Leben schmuggelte. Jetzt plötzlich zeigt er zur Überraschung seiner Vorgesetzten Initiative und Engagement, was eigentlich nicht erwünscht war. Dieses Handeln machte ihn für mich sympathisch.



Es ist ein Buch, das man sicherlich nicht zuklappen und vergessen kann. Vielmehr regt es den Leser an über die Gesellschaft und deren Situation bzw. Aussichten nachzudenken, eventuell zu diskutieren und auch nach neuen Lösungen zu suchen.
Rita, 13.05.2012

Deutschland im Jahr 2035: Vincent Höfler, 27 Jahre jung und angehender Militärpolizist, wird von seinen Chefs in
Brüssel zur Aufklärung eines vermeintlich unspektakulären Todesfalls in die nordostdeutsche Provinz geschickt. Dort ist am Rande einer Militärbasis ein alter Mann erfroren, ganz in der Nähe zum mondänen High-Tech-Altenheim "First Resort", der titelgebenden Kuppel. Als der zuerst wenig motivierte Vincent trotz einiger Warnungen tiefer in der Sache zu ermitteln beginnt, wird aus dem Routinefall jedoch bald ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel mit unbekannten Gegnern. Inmitten der trostlosen Gesellschaft dieser wenig einladenden Zukunft beginnt für ihn und seine neu errungene Liebe Anna ein atemloser Wettlauf zur Aufdeckung dubioser Machenschaften in den höchsten Kreisen, der ihrer beider Leben für immer verändern wird...

DIE KUPPEL wird vordergründig als futuristischer Thriller angekündigt, gehört aber mit seiner dystopischen Schilderung eines Überwachungsstaates in nicht allzu ferner Zukunft eher ins Genre gesellschaftskritischer Science Fiction. Daran ist zunächst einmal nichts falsch, denn diese Spielrichtung der Belletristik ist in Deutschland eher unterrepräsentiert, sieht man von serialisierten Geschichten (PERRY RHODAN, CHARITY) und einzelnen Neuerscheinungen (zuletzt am prominentesten: Frank Schätzings LIMIT) einmal ab. Letztendlich will Autor Markus Stromiedel mit seinem neuen Roman aber weniger, als es den Anschein hat - er möchte Denkanstöße zu gesellschaftlichen Problemen und ihrer zukünftig erforderlichen Lösung geben und stellt tatsächlich genügend Material zur Diskussion. Der wirkliche Thrilleranteil der KUPPEL gerät ihm dann aber bestenfalls generisch.

DIE KUPPEL hat in Vincent Höfler einen Ich-Erzähler. Nun ist die Erzählperspektive in Romanen oft genug eine Geschmacksfrage, man mag sie lieben oder hassen (der Reviewer zählt sich seit der Invasion der Nackenbeißer-Romane zu letzterer Gruppe), aber in einem Thriller, der sich verschiedenster Wendungen und Schauplätze bedient, passt sie leider am wenigsten und hinterlässt nach Beendigung der KUPPEL ein wenig das Gefühl, lediglich aufgrund des Schlusstwists überhaupt eine Daseinsberechtigung zu haben. Über Vincent selbst und vor allem seine Entwicklung innerhalb der Geschichte erfährt man trotz der Möglichkeit, als Leser eng an der Figur zu bleiben, entschieden zu wenig, und zu oft wirken seine Entscheidungen relativ willkürlich. Immerhin stimmt die Chemie mit seinem weiblichen "love interest", der Ärztin Anna. Der Rest des Figurenensembles bleibt blass und besetzt lediglich die Positionen, die ein guter Verschwörungsthriller erfordert: ein undurchsichtiger Vorgesetzter, ein skrupelloser Gangster, der beste Kumpel, der mit Rat und Tat zur Seite steht, der Vater, der hier den Mentor des Helden gibt, die beste Freundin, der undurchschaubare Heimleiter, die geheimnisvollen Mitglieder des Widerstands. Das ist
Marcus, 13.05.2012

Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen (dankeschön auch hier und jetzt schon einmal an Markus, dass er dabei war)
und muss zugeben, dass ich wohl, wenn mir das Buch nur in einem Laden über den Weg gelaufen wäre, es hätte ziehen lassen.
Aber im Forum der Büchereule hat es dann doch meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und ich habe gestern morgen mit dem Lesen begonnen.

Der Ich-Erzähler ist in diesem Buch sehr dominant und man erfährt somit wirklich nur eingeschränkt Hintergründe und stochert ähnlich wie Vincent sehr viel im Nebel. Ich glaube, ich hatte selten ein Buch vor mir, bei dem mir so viele Fragen, so viele Unklarheiten und so viele Hätte? Wäre? Wenn? durch den Kopf gegangen sind wie bei "Die Kuppel". Dass zum Ende nicht alle aufgeklärt werden (können), ist aus meiner Sicht wirklich deutlich der Erzählperspektive geschuldet.

Vincent selbst erhält als (mir eher unsympathische) Hauptperson den oder die ein oder anderen Mitstreiter, auch wenn sich hier vor allem zum Ende des Buches doch noch ein paar Fragen ergeben: Wem kann er trauen? Wer ist noch ein echter Freund?

Die gut 20 Jahre, die der Roman - ich würde es nicht wirklich als Thriller ansehen, das Buch - in der Zukunft spielt, haben Markus Stromiedel zu einigen Annahmen geführt, die ich durchaus unterstreichen mag: Das Verbot von Verbrennungsmotoren in den Innenstädten, die exorbitant teuren Kosten für Flüge oder die technischen Erneuerungen (auch wenn man sich oft unter den im Buch aufgeführten Geräten oder Dingen nicht viel vorstellen kann) klingen für mich alle durchaus realistisch. Weniger gut fand ich die gesellschaftliche Entwicklung, die in dem Buch in dieser kurzen Zeit erfolgt ist: Hamburg hat Slums, es gibt "Zentrallager" zum Einkaufen und Vincent kann mit einem Festnetztelefon nichts mehr anfangen. Dies wäre für eine Handlung, die in 2135 spielt, für mich akzeptabel, aber erscheint mir für die doch übersichtliche Zeitspanne von 20 Jahren nicht glaubhaft.

Und auch so sind für mich einige der Wendepunkte, die im Buch auftauchen, doch sehr... sagen wir mal: an den Haaren herbeigezogen.
Die Auflösung selbst ist, wenn man sich tief auf das Buch einlässt, auch gar nicht so unvorhersehbar, jedoch fand ich das "wirkliche" Ende, von dem Vincent aus berichtet, nicht zu ihm passend und zu den Aussagen, die er vorher im Buch trifft, einfach nicht kongruent (sorry für diese etwas kryptischen Ausführungen, aber ich will wirklich nichts verraten).

Für mich war das Buch auch gerade an der Grenze von "zu viel gesellschaftspolitischer angenommener (weil zukünftiger) Inhalt" - es hätte für meinen Geschmack auch weniger davon sein dürfen, dann wäre aber natürlich das Buch ein ganz anderes geworden. Aus diesem Grund: Eigentlich alles richtig gemacht, aber für mich war das Buch nicht DAS Highlight, einfach weil eben ein paar Dinge (wie der Ich-Erzähler oder die eben sehr S
Jana, 12.05.2012

Die Handlung spielt 23 Jahre in der Zukunft. Das ist nicht so sehr weit weg von heute, aber wenn man bedenkt, wie es vor
23 Jahren in Deutschland, Europa und der Welt ausgesehen hat, ist es schon vorstellbar, dass die Entwicklung so rasant weiter geht und das Bild, das Markus Stromiedel zeichnet, genau so Realität wird. Es gibt keine langatmigen wissenschaftlichen Erklärungsversuche zur politischen und technischen Situation im Jahr 2035, sondern man wird in die zukünftige Welt einfach hineingeworfen und muss sie selbst „erfahren“, so dass man manchmal etwas planlos – genau wie der Ich-Erzähler Vincent – mit einer gewissen Neugier alles auf sich zukommen lässt. Das hat mir gut gefallen.

Die Krimihandlung bietet auch dank des angenehm zu lesenden Schreibstils genug Spannung, Action und Unterhaltung, um gerne an der Story dranzubleiben. Anfangs war mir Vincent nicht besonders sympathisch, aber dann entdeckte ich seine guten Seiten und fieberte mit ihm.

Man bekommt keine fertigen Universal-Lösungen geboten, sondern das Buch macht auf Entwicklungen aufmerksam, denen man jetzt vielleicht noch gegensteuern kann, indem man sich selbst Gedanken um die persönliche und globale Zukunft macht. Am Ende rundet ein stimmiger Schluss das Buch ab, das gut unterhält und gleichzeitig nachdenklich macht.
Gabi, 12.05.2012

Nachdem Markus Stromiedel in seinem ersten Buch Zwillingsspiel noch versucht hat alles was ihm damals auf den Nägeln
brannte in einem Buch unterzubringen und des Guten damit einfach zu viel tat, steigerte er sich in seinem zweiten Thriller, Feuertaufe, den er bereits als leichten Zukunftsroman anlegte und sich auf ein Thema- den Überwachungsstaat- konzentrierte.

In diesem Buch- das zu einem Zeitpunkt spielt, den viele Leserinnen und Leser noch vor dem Rentenalter erreichen werden, im Jahr 2035 - konzentriert er sich auf das Thema Alter und Pflegenotstand in einer völlig überalteten Gesellschaft. Er thematisiert damit ein Problem, das auf uns alle zurollt, uns alle betrifft und bei dem wir alle so tun, alls gäbe es kein Problem. Markus Stromiedel denkt jetzt in eine Richtung, die dem Genre Thriller entspricht, aber wer sagt den, dass das unrealistisch wäre, was in Thrillern steht?

2035 also, der Überwachungsstaat ist Realität. Europa wird diktatorisch aus Brüssel vom Präsidenten und der Kommission regiert, der Geheimdienst, die Präsidentengarde und der Europäische Geheimdienst haben mit Hilfe modernster Technik alles im Griff. Dabei ist von Markus Stromiedel angesichts der nahen Zukunft von 23 Jahren keine Fantasietechnik dargestellt worden, sondern unsere zeitgemäße Technik logisch weiterentwickelt. Der Klimawandel hat zugeschlagen, die Ökokatastrophe hat zu globalen Veränderungen geführt. Staaten haben sich zu Staatenbünden zusammengeschlossen und der Weltfrieden ist nicht ausgebrochen. Stromiedels Hauptfigur Vincent ist ein Durchmogler, der sich letztlich bei der Militärpolizei beworben hat, aber nicht in den gerade tobenden Krieg am Horn von Afrika geschickt werden will und deshalb einen auf dumm macht. Trotzdem wird er in einer Mordermittlung eingesetzt und entwickelt auf einmal Initiative, Initiative die weit hinausgeht über das was seine Vorgesetzten von ihm erwarteten. Damit steckt der Leser dann mitten in einer spannenden Ermittlung in der deutschen Provinz. Dabei gelingt es Stromiedel neben gelungener Unterhaltung bei seinen Lesern Nachdenklichkeit über das Thema des Überalterungsphänomens auszulösen. Die Gegner Vincents sind nicht nur Böse, sondern meinen alles richtig und gut zu machen. Mir erscheint ratsam das Buch mit Freunden zu lesen und dann gemeinsam die aufgeworfenen ethischen Fragen zu diskutieren- ich habe an der Leserunde teilgenommen und empfand die Diskussionen über das Thema des Buches bereichernd. Das Buch wirkt als ein Katalysator, der zum Nachdenken anregt und dabei unterhält. Unbedingt empfehlenswert.
Bernd, 12.05.2012

Vincent Höfler ist ein junger Militärpolizist, der sich bisher eher unauffällig durch seine Ausbildung bewegt hat.
Seine Devise ist es, besser keine zu guten Leistungen zu bringen, um mit nicht mit einem Einsatz in einem Krisengebiet „ausgezeichnet“ zu werden. Denn eigentlich hat er sich ja nur verpflichtet, weil er studieren wollte und seine Noten für private Universitäten zu schlecht waren. Also lieber die Zeit herumbringen ohne große Ereignisse. Eines Tages jedoch eröffnet ihm sein Vorgesetzter, dass er ausgewählt wurde, um einen merkwürdigen Todesfall im Osten Deutschlands zu untersuchen. Ein alter Mann wurde erfroren am Zaun eines Militärgeländes aufgefunden. Vincent reist also dorthin und macht sich an die Aufklärung. Dabei wird er auf Ungereimtheiten aufmerksam und ganz entgegen seiner bisherigen Haltung hängt er sich richtig in die Ermittlung hinein und gibt auch nicht auf, als ihm erste Widerstände entgegen gebracht werden. Was hatte der alte Mann mit der luxuriösen Seniorenresidenz zu tun, die in direkter Nachbarschaft des Militärgeländes erbaut wurde?

Das Buch hat mir leider nur teilweise gefallen, was einerseits daran lag, dass ich mit dem Ich-Erzähler Vincent nicht wirklich warmgeworden bin und auch die Handlungen der Nebenfiguren nicht immer nachvollziehen konnte. Außerdem fand ich die Handlung teilweise etwas holprig, da wurden Personen eingeführt, hatten einen kurzen Auftritt und verschwanden dann wieder ohne weitere Bedeutung. Auch das Ende fand ich nicht ganz logisch und vor allem nicht passend zu den vorherigen Aussagen im Buch.

Es ist schwierig, all das genauer zu erklären, ohne zu viele Details zu verraten, daher lasse ich es an dieser Stelle sein und empfehle das Buch selbst zu lesen, es liest sich schnell und hat durchaus Unterhaltungswert, bringt einen aber auch ein bisschen zum Nachdenken.

Ich hatte zwar in der Buchbeschreibung gelesen, dass die Handlung in der Zukunft spielen wird, aber ich muss zugeben, ich hatte mit mehr Thriller und weniger Sci-Fi gerechnet. Die Veränderungen, die Markus Stromiedel hier innerhalb des doch recht kurzen Zeitraums von 23 Jahren (2012 bis 2035) geschehen lässt, kommen mir nur teilweise realistisch vor, andere Entwicklungen halte ich für eher unwahrscheinlich. Sehr spannend fand ich die Frage, wie in 20-30 Jahren mit alten Menschen umgegangen wird und ob es eine Lösung für die drohende Überalterung unserer europäischen Gesellschaft gibt. Trotzdem glaube ich nicht, dass es in den nächsten zwei Jahrzehnten dermaßen tiefgreifende Änderungen in Klima, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft geben wird.
Daniela, 11.05.2012

Vincent Höfler, ein junger Polizist, der vollkommen angepasst lebt um allen Problemen aus dem Weg zu gehen, wird von
seinem Chef von Brüssel nach Deutschland geschickt um einen Todesfall aufzuklären. Doch statt, wie bisher, den leichtesten Weg zu gehen, keimt Ehrgeiz in Vincent auf und er ermittelt wirklich.

Europa hat sich verändert, nichts ist mehr wie wir es heute kennen, weder das Klima, das Brüssel Sandstürme beschert, noch die Politik. Europa hat sich in einen Überwachungsstaat verwandelt, in dem der freie Wille nicht mehr viel zählt. Auch die Technik hat Fortschritte gemacht, zum Beispiel hat jeder seinen Tagger, der Kreditkarte, Führerschein, Telefon uvm vereint, und mit dem der Mensch jederzeit geortet werden kann.

Das Buch wird in der Ich-Perspektive erzählt, als Leser ist man ziemlich blind, weil man nie mehr weiss als Vincent und seine Freundin Anna. Man stellt sich Fragen, versteht nicht richtig und liest gespannt weiter. Glücklicherweise hat der Autor kleine Hinweise durch die Geschichte gestreut, die dem Leser die Möglichkeit geben, verschiedenes schon früher zu erahnen und dann mitzufiebern, ob es stimmt oder nicht.

Der Autor hat eine riesige, neue Welt erschaffen, wie es sie hoffentlich nie geben wird. Vielleicht ist nicht alles realistisch, vielleicht manches unmöglich, zu teuer, doch das Buch wird ja auch nicht als Zukunftsvision verkauft, sondern um zu unterhalten und genau das bietet "Die Kuppel".

Mir hat vor allem der Schluss sehr gut gefallen. Die Idee ist zwar nicht neu, wurde hier aber sehr passend übernommen, ausgebaut und in die Geschichte integriert.
"Die Kuppel" ist ein Buch, das sich leicht und schnell liest, gute Unthaltung bietet und über das man danach noch länger nachdenken kann.
Vicky, 09.05.2012
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