Verlagsgruppe Droemer Knaur



Ferne Tochter

9783426510933
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Klappenbroschur, Knaur TB
01.10.2012, 288 S.

ISBN: 978-3-426-51093-3
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Roman

Der Anruf dauert höchstens drei Minuten, doch er verändert alles. Das neue Leben, das Judith sich in Rom aufgebaut hat, gerät ins Wanken. Sie wird eingeholt von dem, was sie vor zwanzig Jahren, nach einer verhängnisvollen Entscheidung, hinter sich gelassen hat – Hamburg, die Eltern, ihre Jugendliebe.

In Rom arbeitet Judith als Restauratorin von Fresken der Renaissance; Engel sind ihre Spezialität. Mit Francesco führt sie eine glückliche Ehe, nur Kinder sind ihnen versagt geblieben. Von ihrem früheren Leben ahnt er nichts. So hatte es bleiben sollen. Nie mehr, das hatte Judith sich geschworen, wollte sie nach Hamburg zurückkehren.

Aber jetzt muss sie zurück, muss sich ihrer Vergangenheit stellen – dem Tod des Vaters, der kranken Mutter und dem Menschen, an den sie die letzten zwanzig Jahre jeden Tag gedacht hat. Wie soll sie ihrem Mann erklären, dass ihr gemeinsames Leben auf einer Lüge basiert?

Die Autorin

Renate Ahrens

Portrait von  Renate Ahrens

Renate Ahrens, 1955 geboren, studierte Anglistik und Romanistik und war einige Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie 1986 als freie Autorin zu arbeiten...

zur Autorin Bücher von Renate Ahrens

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Pressestimmen

"Der Roman berührt zutiefst und zeigt, dass man vor seiner Vergangenheit nicht davonlaufen kann, denn sie holt einen doch immer wieder ein. Ein wunderbarer Roman mit großem Tiefgang für viele entspannende Lesestunden."

Suite101.de, 01.10.2012

"Renate Ahrens erzählt in ihrem Roman von Menschen, deren Leben aus den Fugen gerät, Menschen auf der Suche nach ihrer Identität, Menschen, die lernen müssen, sich in einer veränderten Welt zu behaupten. Die Begegnungen von Mutter und Tochter beider Generationen sind von einer schmerzlichen Intensität – gerade weil oft NICHT viele Worte gemacht werden. Und die Wieder-Annäherung von Tessa, Judith und Francesco am Ende geschieht so behutsam, dass der Leser sie nicht als übergestülptes Happy End empfindet. 'Ferne Tochter' ist schnell gelesen, aber nicht schnell vergessen."

NDR Kultur, 04.10.2012

"Es ist eine unglaublich starke und fast schon archaische Geschichte, die uns Renate Ahrens in ihrem Rpman 'Ferne Tochter' erzählt. [...] Schuld, Sühne und die große Hoffnung auf Aussöhnung sind die tragenden Elemente dieser Geschichte, die von Renate Ahrens auf fast schon systemische Weise aufgearbeitet wird. [...] 'Ferne Tochter' erzählt eine tragische Familiengeschichte auf anrührende Weise, ohne jedoch je in Kitsch oder Pathos abzugleiten. Es gelingt Ahrens, ihre Leser behutsam an die Hand zu nehmen, sie gemeinsam mit Judith ganz vorsichtig zum Kern der Geschichte zu führen und sie den Moment erleben zu lassen, der alles zerstören, oder aber einen Neuanfang bedeuten könnte. Ein wunderschöner und anrührender Roman, der noch lange nachhallt!"

Booksection.de, 25.10.2012

"Ideal für alle, die völlig in einer Story versinken möchten. Die Zerrissenheit der Protagonistin zwischen gestern und heute wird so packend geschildert, dass man das Buch erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand legen kann."

Petra - Buch Special, 07.11.2012

“Mit ihrem neuesten Werk ist Ahrens ein Roman gelungen, der sich durch seine Feinfühligkeit und seine Nähe zur Protagonistin auszeichnet. [...] Ihr ist ein lesenswertes Buch gelungen, das sowohl thematisch als auch erzählerisch raffiniert durchdacht ist. Spannend und anrührend, ohne dabei kitschig zu werden.”

Belletristik-couch.de, November 2012

"Renate Ahrens beschreibt in ihrem Roman den Moment, in dem eine Welt ins Wanken gerät. Ihre Sprache ist sachlich, schnörkellos, zu Beginn ob ihrer Einfachkeit gewöhnungsbedürftig. Doch mit diesen kurzen, spröden Sätzen zieht sie den Leser unweigerlich in die Geschichte hinein."

Mindener Tageblatt, 22.11.2012

"Ein faszinierendes Buch über die Augenblicke, die unser ganzes Leben aus den Angeln heben können. Über Menschen, die auf der Suche nach sich selbst sind. Über uns. Und wahrscheinlich auch über Sie. Denn "Ferne Tochter" thematisiert das, was uns alle immer wieder beschäftigt: Das Buch handelt von der Vergangenheit, vor der wie nicht fliehen können, aber auch von unserer Sehnsucht nach einem Neuanfang oder zumindest nach neuen Impulsen im Leben. Und das alles ohne Pathos, ohne billige Klischees. Denn Renate Ahrens erzählt anrührend, doch stehts niveauvoll ... Aber wissen Sie was? Ganz ehrlich: Sie müssen diesen Roman selbst gelesen haben! Wir versprechen Ihnen: Die Geschichte wird Sie ein kleines bisschen verändern... "

www.buch-ticker.de, 14.11.2012

"Ein toller Roman über Liebe, Hass und Erwartungen."

Blog Mein-kleines-Universum, 24.11.2012

…man fühlt sich der Hauptfigur Judith ganz nah. […] Durch Ahrens direkten Schreibstil nimmt der Leser teil an Judiths inneren Konflikten, an ihren Ängsten und Sorgen. […]Mit viel Geschick hat die Autorin die Rückblenden in Judiths Vergangenheit mit den Geschehnissen der Gegenwart verwoben. […] „Ferne Tochter“ von Renate Ahrens ist ein ergreifender Roman. […] Es fällt schwer, das Buch zur Seite zu legen. Mephisto 97,6

Mephisto 97,6, 15.02.2013

"Sehr gefühlvoll führt uns Renate Ahrens an die Geschichte eines Menschen, dessen Leben gerade auseinanderbricht. Mit direktem Schreibstil und viel Tiefgang hat sie mich so mit ihrem Roman wirklich berührt. Stark!"

Cosmopolitan.de, 23.04.2013

"Ein Buch, das den Leser berührt und mitnimmt, nicht loslässt vor dem letzten Buchstaben."

Blog Ninis-kleine-Fluchten, 09.05.2013

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Wieder mal ein schöner, packender Roman von Renate Ahrens. Auch in diesem Buch geht es um das Aufarbeiten von
familieren Problemen der Vergangenheit, in diesem Fall eine verzwickte Eltern-Kind-Beziehung mit daraus resultierender Ehekrise. Wer die Bücher von Renate Ahrens mag, wird auch diesen Roman lieben. Eine klare Leseempfehlung von mir!
Petra Brinker, 13.06.2014

Zur Autorin:
Wie es sich anfühlt, als Deutsche im Ausland zu leben, weiß Renate Ahrens. Sie hat Romanistik und Anglistik studiert und in Frankreich, England und Südafrika gelebt.
2002 gingen die Schriftstellerin und ihr Mann für ein Jahr nach Rom, heute leben sie abwechselnd in Dublin und Hamburg. Einen tollen Roman „Fremde Schwestern“ schrieb sie vor 2 Jahren.
Auch der neue Roman „Ferne Tochter“ ist wundervoll und hat mich sehr berührt. Ich las ihn an einem Sommermorgen auf meiner Norderney-Überfahrt zur Arbeit und ertappte mich, als ein paar Tränchen liefen!!!!!!!!!!!
Es war mir etwas unangenehm, aber dieser Roman ist ein paar Tränen wert.
Die Autorin, Renate Ahrens erzählt in ihrem neuen Roman von Menschen, deren Leben aus den Fugen gerät, Menschen auf der Suche nach ihrer Identität, Menschen, die lernen müssen, sich in einer veränderten Welt zu behaupten.

Zur Geschichte:
Judith, Ende dreißig, und ihr Mann Francesco, leben in Italien und sind glücklich. Vergeblich versuchen sie seit Jahren ein Kind zu bekommen. Eigentlich haben sie sich recht behaglich eingerichtet: Francesco ist ein gut verdienender Anwalt, Judith arbeitet als Restauratorin.
Als Jugendliche hat sie Deutschland für immer verlassen, um in Rom einen Neuanfang zu wagen.
Hier hat sie Freunde und eine neue Familie gefunden, dort hat sie auch sich selbst ganz neu erschaffen. Ihrem Mann hat sie erzählt, dass ihre Eltern in Deutschland sie geschlagen haben und sie geflüchtet ist.
Eines Tages ruft eine alte Schulfreundin an und damit drängt sich die Vergangenheit wieder ungebeten in Judiths Leben. Es geht um Judiths Familie, um ihre Mutter.
Nur widerwillig fliegt Judith nach Hamburg und erfährt, dass ihre Mutter nach einem schweren Schlaganfall gelähmt im Krankenhaus liegt. All die schweren Monate, die Judith damals mit ihren Eltern erlebte, brechen von jetzt auf gleich Wunden auf.
Judith war damals schwanger und sollte das Kind abtreiben.
Ihre Mutter, die sich immer ein zweites Kind gewünscht hatte, versuchte ihre 16-jährige schwangere Tochter zur Abtreibung zu drängen.
Neid, war der Auslöser.
Aber Judith gebar die Tochter trotzdem - und gab sie zur Adoption frei.
Erst jetzt, zwanzig Jahre später, bereut die Mutter ihr Verhalten und gibt zu, dass sie einen Brief dieser Tochter an Judith unterschlagen habe.
Die Begegnungen von Mutter und Tochter beider Generationen sind von einer schmerzlichen Intensität, denn Judith versucht in Hamburg Kontakt zu ihrer Tochter aufzunehmen - aber aus der erhofften rührenden Wiedervereinigung wird nichts; Tessa begegnet ihr mit äußerster Kälte und lehnt jeden weiteren Kontakt ab. Und so beginnt ein Doppelleben für Judith. Alle paar Wochen reist sie nach Hamburg und kommt zumindest ihrer Mutter langsam wieder näher.
Zuhause in Rom stürzt sie sich in ihre Arbeit und versuch
Sandra Paulsen, 17.06.2013

Das Buch ist in einem, wie ich finde, sehr nüchternen Stil geschrieben. Normalerweise habe ich damit und ebenso mit
kurzen, oft wie Stakkato klingenden, Sätzen so meine Probleme, weil mir dadurch das Transportieren der Gefühle der Protagonisten schwer fällt - ganz anders hier. Ich kann nicht erklären wie, aber Renate Ahrens schafft es mühelos, ihre Protagonisten absolut realistisch vor dem inneren Auge entstehen zu lassen und gerade durch ihren Schreibstil, die Stimmungen erschreckend authentisch zu übermitteln.

Und Stimmungen, davon gibt es viele und die wenigsten sind friedlich, freundlich oder optimistisch. Ja, das Buch hat etwas beklemmendes, aber gleichzeitig übt es eine Faszination aus, die es dem Leser quasi unmöglich macht, nicht in den Bann der Autorin zu geraten oder gar - nicht weiterzulesen.

Der Leser kommt vor allem der Hauptprotagonistin Judith so nah, dass man tatsächlich mitten drin ist - nicht nur einmal bin ich mit der Romanfigur gedanklich aneinander geraten, weil ich ihre Handlungsweise nicht in Ordnung fand - ebenso wie mit ihrem Mann. Aber genauso leidet man mit ihr, fürchtet mit ihr und hofft mit ihr.

"Ferne Tochter" ist nicht nur ein Roman, der absolut realistisch wirkt, oft eher wie eine Dokumentation als eine Fiktion, sondern ebenso ein Buch, das den Leser berührt und mitnimmt, nicht loslässt vor dem letzten Buchstaben.
Simone Möller, 09.05.2013

ist der Roman "Ferne Tochter". Fantastisch geschrieben diese Mutter/Tochterbeziehung auf beiden Seiten. Wunderbar, ich
werde es weiter empfehlen.
Petra, 23.10.2012

"Ferne Tochter" beinhaltet eine eigentlich sehr komplexe Geschichte, der die wenigen Seiten nicht wirklich gerecht
werden können. Vieles wird von Renate Ahrens leider nur angeschnitten, dürfte aber aus Sicht des Lesers gerne näher betrachtet und umschrieben werden, um auch ausreichende Erklärungen und Hintergründe zu liefern. Angerissene Charaktere verblassen in der Erinnerung, was zur Geschichte passt, den Leser jedoch nicht wirklich zufrieden stellt. Die Botschaft des Buches kommt trotzdem rüber: Dass Verzeihen nicht immer leicht, das Leben für jahr(zehnt)elangen Groll aber zu kurz ist.
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Vollständige Rezension auf www.schattenwege.net
Jessica, 10.10.2012

dass ich es nicht mehr aus der Hans legen konnte!
Eine spannende Geschichte in der die Protagonistin ihr früheres Leben in kleinen Schritten aufrollt.
Sie lebt in Rom - hat einen tollen Beruf, einen lieben Mann und eigentlich ist alles perfekt.
Eines Tages erscheint ihr früheres Leben, ausgelöst durch den Anruf einer Freundin, und drängt sich ihr auf.
Ihr Zwiespalt sich mit dem Vergangenen auseinanderzusetzten ist groß und hervorragend beschrieben.
Ich fand die Rückblicke, die immer wieder auftauchen, klasse.
So bekommt man langsam aber sicher einen Einblick, was sie durchmachen mußte.
Wie ihr Verhältnis zur Mutter war und was sie daraus macht und wie sie letztendlich ihr Leben gestalten will und kann.
Alles in Allem ein sehr anrührendes und spannendes Buch!
Vielen Dank Frau Ahrens!
Charlotte, 09.10.2012

Renate Ahrens hat mit "Ferne Tochter" ein wunderbares Buch geschrieben. Schon der Vorgänger "Fremde Schwestern" hat
mich sehr begeistert.
In dem aktuellen Buch erzählt Renate Ahrens die Geschichte von Judith, die vor vielen Jahren vor ihrer Vergangenheit nach Rom geflüchtet ist und dort mit ihrem Mann Franceso ihr neues Leben lebt. Eines Tages wird sie jedoch von ihrem alten Leben in Hamburg eingeholt und so muss sie sich einem jahrelang gehüteten Geheimins um ihre "ferne Tochter" stellen, reist nach 20 Jahren zum ersten Mal wieder in ihre alte Heimat Hamburg und nimmt wieder Kontakt zu ihrer Mutter auf. Dies alles stellt ihr neues Leben und ihre Beziehung zu Franceso komplett auf den Kopf.
Renate Ahrens hat zwar einen speziellen Schreibstil, erzählt aber alles in einer wunderschönen Art und Weise, so dass man sehr schnell von der Geschichte gefesselt ist. Das Thema hat mich persönlich sehr berührt und nachdenklich gemacht, jedoch kann ich das Buch nur wärmstens weiterempfehlen, da es mich trotz allem mit einem "guten Gefühl" zurückgelassen hat.
Viola, 04.10.2012

Auch wenn mir bereits beim Lesen des Titels klar war um was es in dem Buch gehen würde, so habe ich es doch in einem
Rutsch runtergelesen. Ich mag den Schreibstil der Autorin und fühlte mich vom ersten Wort an mitgenommen und in eine andere Seelenwelt entführt. Ein kurzweiliges Buch.
Anne, 03.10.2012

das Buch von Renate Ahrens hat mir sehr gut gefallen!
Das Geschehen um die junge Frau Judith ist anschaulich beschrieben! Die Charaktere und alle Handlungen sind nachvollziehbar und gefühlvoll.

Die Geschichte hat mich gleich gefesselt,und der Klappentext macht sehr neugierig!
Judith verbirgt etwas-gekonnt! Jahrelang bekommt ihr Mann nichts mit,und ihr Leben in Rom wirkt bodenständig und stabil.
Ein Anruf genügt,um es kräftig in's Schwanken zu bringen,und ihre Gefühlswelt ordentlich durchzurütteln.
Sie hat ihr altes Leben in Hamburg ausradiert,nur im Kopf hatte sie es immer! Und nun ruft sie das Schicksal zurück.

Bis zur letzten Seite bleibt es spannend. Ansatzweise Andeutungen,doch nichts Klares! Ein tolles Leseerlebnis,toller Schreibstil,interessante Begebungen!
Sehr lesenswert!
Elisabeth, 02.10.2012

Das Telefon von Judith Velotti, die vor langer Zeit ihre Hamburger Heimat verließ und seitdem glücklich mit Francesco
in Rom lebt und dort als Restauratorin arbeitet, klingelt. Eine Hamburger Nummer. Es ist vielleicht besser, den Anruf zu ignorieren. Oder doch nicht? Kurz bevor der Anrufbeantworter ertönt, beschließt Judith, den Hörer abzunehmen. Es ist Claudia, eine Freundin von früher. Sie meldet sich, um zu besorgt zu berichten, dass Judiths Elternhaus verwahrlost erscheint. Nach anfänglichen Verdrängungsversuchen kann Judith schließlich nicht anders, als nach Hamburg zu fliegen. Dort angekommen, erfährt sie, dass ihr Vater bereits vor einiger Zeit verstorben ist und dass ihre Mutter von einem Schlaganfall gezeichnet in einem Pflegeheim lebt. Und auch ein lange gehütetes Geheimnis holt Judith in ihrer Heimat wieder ein: Sie hat im Alter von 17 Jahren eine Tochter geboren und anschließend zur Adoption freigegeben…
Der Schreibstil von Renate Ahrens ist sehr angenehm und leicht, was ein sehr flüssiges Lesen ermöglicht. Der Leser kann schnell in den Roman eintauchen und die Charaktere werden sehr anschaulich beschrieben. Die emotionale Geschichte der Protagonistin Judith, die nach dem Anruf ihrer Jugendfreundin hin- und hergerissen ist zwischen ihrer Gegenwart und ihrer Vergangenheit, hat mich sehr bewegt.
Fazit: Ein spannendes, lesenswertes Buch, das berührt.
Stefanie, 01.10.2012

Am Anfang war es etwas langweilig, doch je mehr ich gelesen habe, um so neugieriger wurde ich auf das Ende des Buches.

Andrea, 01.10.2012

Judith hat sich in Rom ein neues Leben aufgebaut und führt mit Francesco eine glückliche Ehe, die trotz Behandlung
kinderlose geblieben ist. Ihrer Arbeit als Restauratorin von Fresken der Renaissance geht sie mit Begeisterung nach.

Eines Tages erhält sie einen Anruf aus ihrer alten Heimat von ihrer Jugendfreundin Claudia, die ein Foto von Judith in einem Magazin erkannte und ihre Telefonnummer ausfindig machte.

Den Anruf möchte Judith am liebsten schnellstmöglich vergessen, was ihr aber nicht gelingt, denn alte Wunden wurden aufgerissen. Sie wird von einem plötzlichen Schwindel erfasst und kann nicht weiterarbeiten. Kurzentschlossen fliegt Judith nach Hamburg, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen, in der sie durch die Hölle gegangen ist, nichtsahnend was sie dort erwartet. Ihr bis heute gehütetetes Geheimnis könnte ihre Ehe zerstören …


Mich hat der Roman von Renate Ahrens sehr berührt, da es hier um ein Schicksal von Frauen geht, die keinen anderen Ausweg sehen. Doch davonlaufen kann niemand, denn die Vergangenheit nimmt man überall mit hin … sie ist im Herzen!

Ich bedanke mich ganz herzlich, dass ich bei dieser Testleseraktion dabei sein durfte.
Britta, 30.09.2012

In diesem Buch lernen wir Judith Velotti kennen, sie ist gebürtige Deutsche, lebt aber schon seit 20 Jahren in Rom und
ist dort Restauratorin, Spezialistin für Fresken der Renaissance. Sie ist mit dem erfolgreichen, aus einer gutsituierten Familie (der Vater Vincenzo ist Kunsthändler) stammenden Anwalt Francesco glücklich verheiratet. Wir erfahren dass sie sich bis jetzt vergeblich bemüht haben ein Kind zu bekommen. Von ihrer deutschen Vergangenheit erfahren wir nur Anfangs nur wenig: warum ist sie aus Deutschland weggegangen? Was hat sie zurückgelassen? Dass diese Fragen die Kernfragen der vor uns sich öffnenden Geschichte sein dürften erfahren wir spätestens dann als sie von Freundin aus ihrem früheren Leben angerufen wird die ihr mitteilt, dass ihr verlassenes Elternhaus in Hamburg zu verkommen droht. Nur widerwillig lässt sie das Fresko des Renaissance-Malers Filippino Lippi mit dem Engel, der Maria ihre Schwangerschaft verkündet, an dem sie gerade arbeitet, hinter sich und bucht einen Flug in die alte Heimat. Dort findet sie das verlassene Haus vor und erfährt, dass ihr Vater verstorben ist und ihre Mutter seit einem Schlaganfall im Krankenhaus vor sich hin vegetiert. Die alten Wunden reißen wieder auf und der ganze Abgrund ihres früheren Lebens liegt vor Judith: ihr Geheimnis will ans Licht.

Erzähltechnisch haben wir eine Geschichte mit Zeitsprüngen vor uns. Im Hauptstrang wird von Judith Velottis Gegenwart aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur erzählt, diese ereignet sich im Sommer und Herbst 2011. Dann werden in Form von Rückblenden bzw. Flashbacks immer wieder Szenen aus ihrer Vergangenheit eingeblendet. Diese erzählerische Monatetechnik führt dazu, dass der Leser stückchenweise Informationen von früher erhält, die für die momentane Problematik der Protagonistin entscheidend sind. Schnell wird so klar dass die Geschichte eines Verlustes ist: Judith hat ihr Kind verloren.

Das Buch ist sehr metaphorisch angelegt, vor allem ihr Beruf dient der Autorin zur Illustration ihrer Geschichte. So wie Judith ihrer Fresko restauriert, so legt sie auch ihre eigene Vergangenheit frei, sie „restauriert“ sie gleichermaßen Schicht für Schicht. Dabei stellt sie sich die Frage ob sie es in altem Glanz erstrahlen lassen soll (diese Meinung hat sie bisher immer vertreten) oder ob sie Beschädigungen, die ihm die Zeit zugefügt haben, offenlegen und für den Betrachter sichtbar machen soll. So ist es natürlich auch mit ihrem eigenen Leben bestellt: war es richtig die schlafenden Hunde ihrer Vergangenheit zu wecken? Wie wird sie noch ihre Gegenwart leben können wenn ihr neues Umfeld weiß, was früher geschehen ist?

Wie Judith an diese Fragen herangeht ist ohne Frage spannend für den Leser. Der Stil von Renate Ahrens hat mich zu Anfangs irritiert: sehr parataktisch und dokumentarisch. Ich denke das soll Unmittelbarkeit erzeugen und dem Leser das Gefühl geben dass er etwas beobachtet.
Viktoria, 30.09.2012

Heute stelle ich euch das Buch „Ferne Tochter“ von Renate Ahrens vor. In dem Buch geht es um Judith, die seit 20
Jahren in Rom wohnt und sich ein schönes Leben mit ihrem Mann Fancesco aufgebaut hat. Alles scheint perfekt zu sein in ihrem Leben, bis Judith einen Anruf aus ihrer Vergangenheit erhält. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen, mit der sie eigentlich nie mehr konfrontiert werden wollte.

Meine Meinung:

Mir hat dieser einfühlsame und gefühlvolle Roman sehr gut gefallen. Die Autorin hat einen angenehmen leichten und flüssigen Erzählstil, der es mir einfach machte sofort in Judiths Leben einzutauchen. Judith war mir auf Anhieb sympathisch. Sie scheint eine nette und warmherzige Frau zu sein, die jetzt nach so vielen Jahren versucht ihre Vergangenheit zu bewältigen. Sie und ihr Mann sind kinderlos, ihr Wunsch Kinder zu bekommen ist leider nicht in Erfüllung gegangen. Dass Judith schon als 17jährige ein Kind bekommen hat und zur Adoption freigegeben hat, macht ihr sehr zu schaffen, denn ihr Mann Francesco weiß nichts darüber. Irgendwann kommt aber der Punkt wo man seine Vergangenheit nicht mehr verdrängen kann, auch wenn Judith es zwanzig Jahre lang versucht hat. Ich fand schön wie die Autorin .die Begegnungen mit Personen ihrer Vergangenheit beschrieben hat. Sie hat die Geschichte aus der Sicht von Judith geschrieben und somit hauptsächlich über Judiths Gefühle. So konnte man Judith bis in ihr innerstes gut kennen lernen.
Es ist ein wirklich bewegender Roman, der mich beim Lesen berührt und nachdenklich gemacht hat. Ich wünsche niemandem dass er so wenig Unterstützung von seinen Eltern bekommt wie Judith damals mit ihren 17 Jahren. Was ich ein wenig schade fand, war dass das Buch viel zu schnell ausgelesen war und ich gerne noch mehr über Judiths Leben erfahren hätte.
Nicole, 27.09.2012

Auf den ersten Seiten schien mir die Sprache ein wenig abgehackt, zu kurze Sätze. Aber dann geriet ich immer mehr in
den Sog dieser Sprache. Letztendlich konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, da ich wissen wollte, was mit Judith, ihrer Mutter und Tessa bzw. deren Beziehungen zueinander passiert....
Interessant geschrieben, immer aus Judiths Sicht, in einem Wechselbad von Gegenwart und Vergangenheit.
Es hat mir sehr gut gefallen und ich werde mir auf jeden Fall noch ein weiteres Buch von Renate Ahrens besorgen!
Sabine, 25.09.2012

Das ist ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte, weil ich bei jedem Schritt mitgefiebert, gebangt und gehofft
habe und wissen wollte, wie es ausgeht. Durch den Erzählstil ist man sehr nah an den widerstreitenden Gefühle und Erinnerungen der Protagonistin und begleitet sie durch den Konflikt.
Mich hat "Fremde Tochter" sehr gefesselt.
Jessica, 24.09.2012

Judith, eine Restauratorin alter Fresken, lebt mit ihrem Mann Francesco glücklich aber kinderlos in Rom. Seit Jahren
versuchen die beiden ein Kind zu bekommen - jedoch ohne Erfolg.
Sehr stimmig, dass die beiden in Rom leben und dass Judith gerade ein Fresco restauriert, das den Erzengel Gabriel mit Maria darstellt, der ihr verkündet, dass sie ein Kind - Gottes Sohn - gebären werde.
Da erhält Judith einen Anruf aus ihrer Heimatstadt Hamburg. Dieser Anruf verändert ihr Leben und sie muss sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, von der Francesco allerdings nichts ahnt.
Renate Ahrens beschreibt realistisch und doch auf gefühlvoller Weise Judiths Geschichte und zeigt wie die Beziehung zu Francesco in eine Krise gerät.

...man muss einfach immer weiterlesen um zu erfahren, ob die beiden ihr Leben wieder in den Griff bekommen und sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen können.
Martina, 24.09.2012

Judith lebt seit 20 Jahren in Rom, aber ihre Wurzeln hat sie in Deutschland. Die Ehe mit ihrem Mann Francesco ist
bislang kinderlos geblieben, obwohl sich das Ehepaar Kinder wünscht und wirklich alles versucht. Ihre deutsche Vergangenheit hat Judith hinter sich gelassen, den Kontakt zu Familie und alten Freunden abgebrochen. Ein Geheimnis über ihre Vergangenheit hat sie tief in sich verborgen, es auch vor ihrem Mann geheim gehalten. Doch dann erreicht Judith in Rom der Anruf einer alten Freundin aus Deutschland. Dieser Anruf soll ihr Leben verändern.

Nach dem Telefonat beschließt Judith in ihre alte Heimat zu fahren. Dort findet sie ihr Elternhaus völlig verwahrlost vor. Sie erfährt, dass ihr Vater verstorben ist und ihre Mutter nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt ist und sich in einem Pflegeheim befindet. Judith besucht sie und beginnt dabei ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Sie muss feststellen wie sehr sich ihre Mutter in den vergangenen Jahren scheinbar verändert hat und sie erfährt, dass vor einiger Zeit ein Brief bei ihrer Mutter angekommen ist, der Brief einer jungen Frau, die ihre Mutter sucht. Judith liest ihn und ist unschlüssig, ob sie ihre Lebenslüge aufrechterhalten kann oder nicht und was dieser Brief und ihr eigenes Verhalten für die Zukunft und ihr jetziges Leben bedeuten.

Der Roman „Ferne Tochter“ zeigt ganz deutlich, dass unser Leben eine Einheit ist. Man kann nicht Teile davon einfach ablösen und hinter sich lassen, denn die Vergangenheit ist immer präsent. Die Geschichte ist realistisch geschrieben und vor allen Dingen sehr emotional. Zwischenmenschliche Beziehungen werden aus verschiedenen Positionen beleuchtet und es wird deutlich wie schwierig der Umgang miteinander ist, wenn man verlernt hat über Dinge zu reden oder es einfach nicht tut. Man muss bereit sein für Veränderungen und akzeptieren, dass Familie und Freunde zum eigenen Leben dazugehören. Man kann sie nicht abwerfen wie unnötigen Ballast, auch wenn man sie als solchen empfindet.

Die Autorin Renate Ahrens hat es geschafft mich mit ihrem Roman zu fesseln. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Große Gefühle hat dieses Buch in mir ausgelöst und auch einige Tränen sind geflossen. So ist das wahre Leben, nicht immer einfach, aber dennoch lebenswert. Man muss sich den Problemen, die das Leben für jeden Menschen bereithält, allerdings stellen.

Copyright © 2012 by Iris Gasper
Iris, 23.09.2012

Mich hat der neue Roman von Renate Ahrens sehr berührt. Sie schafft es, in kurzen und recht knappen Absätzen eine sehr
emotionale und tiefgehende Geschichte zu erzählen.
Nicht immer wissen Eltern genau, was für ihre Kinder das Richtig ist. Und manchmal führt eine übereilte Entscheidung dazu, dass man ein Leben lang bereut und vielleicht vergeblich auf die Chance wartet, es wieder gut zu machen.

Mit haben die Figuren in Ahrens´ Roman gefallen. Man kann sie greifen und begreifen, sie sind echt und menschlich, wie man selbst als Leser. Ihre Fehler und ihre Entscheidungen lassen sich nachvollziehen. Der Schmerz und die Enttäuschung sitzen tief in ihnen und man hofft im Verlauf der Geschichte inständig, dass alles am Ende doch noch gut werden wird.

Es ist eine ehrliche, wahre Geschichte übber Eltern und Kinder, Liebe und Hoffung, Vertrauen und Schmerz. So geschrieben, dass sie einen trifft und mitnimmt, dorthin, wo man hofft, dass Familie immer Geborgenheit und Zuversicht verspricht.
Nadja, 22.09.2012

Die in dem Buch behandelten Themen sind schwere Kost, keine Frage. Renate Ahrens schafft es aber durch ihren Schreibstil
und die Art zu erzählen den Leser mitzunehmen und die schwere Kost leicht zu servieren. Von der ersten Seite an war mir die Hauptperson, Judith, sympathisch. Ich konnte sie förmlich vor mir sehen. Die Autorin schafft es, die ganze Zeit den Spannungsbogen zu halten, aber ihn nicht zu überreizen. Sie hält den Leser in der Geschichte gefangen.

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Ein Buch welches mich total in seinen Bann gezogen hat und von mir verdiente 5 Sterne bekommt.
Yvonne, 20.09.2012

Der Schreibstil von Renate Ahrens ist gewöhnungsbedürftig. Anfangs mochte ich den Schreibstil nicht besonders. Er
wirkt abgehackt. Als würde die Geschichte nach jedem Satz eine Gedenkpause benötigen. Vielleicht braucht es diese auch. Ich habe ein wenig gebraucht um Zugang zu der Geschichte zu finden, weil mir nicht ganz klar war, wohin sie führen sollte.
Judith lebt seit 20 Jahren in Rom und ist 17 Jahre mit Francesco zusammen. Sie wünschen sich sehnlichst ein Kind. Beiden geht es beruflich und privat sehr gut. Sie haben ihren Alltag. Ihr gemeinsames Leben. Alles ändert sich als Judith von einer ehemaligen Freundin einen Anruf erhält. Nun muss Judith sich mit ihrer Vergangenheit auseinander setzen. Dies gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht, denn Francesco weiß nichts über Judiths Vergangenheit.
Die Geschichte beschreibt den Zwiespalt in dem sich Judith befindet, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie ist dabei alles auf's Spiel zu setzen und doch so viel zu gewinnen. Wie wird die Geschichte enden?
Auch wenn ich Anfangs nicht damit gerechnet habe, hat mich die Geschichte auf den letzten Hundert Seiten in ihren Bann gezogen so das ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Ein wirklich emotionaler Roman.
Ulrike, 19.09.2012

Die Geschichte beginnt gleich spannend und geheimnisvoll. In Judiths neuem Leben scheint alles in Ordnung zu sein. Doch
was ist in ihrer Vergangenheit geschehen? Die Geschichte ist so geschrieben, dass man auf jeden Fall weiterlesen möchte. Ich würde das Buch gerne zu Ende lesen um zu erfahren, was für ein Geheimnis Judith hat.
Kerstin, 19.09.2012

Dies war mein erstes Buch von Renate Ahrens, und ich war sehr neugierig, was mich erwartet. Ich brauchte ein paar
Seiten, um mich mit der Sprache anzufreunden, die durch knappe Sätze eine etwas schwermütige Stimmung erzeugt.
Sicher ist das so gewollt, denn die Protagonistin Judith hat es nicht leicht: gleich zu Beginn des Buches wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die sie seit zwanzig Jahren hinter sich lassen will.
Diese schnörkellose Schreibweise betont auch die Distanz, die Judith zu ihrer gesamten Umgebung zu haben scheint, weil sie stetig damit beschäftigt ist, eben diesen Abstand zu ihren Gefühlen und damit zu ihrer Vergangenheit zu wahren.
Da ist einmal ihr viel arbeitender Ehemann, der nichts von ihrem gut gehüteten Geheimnis weiß – im Gegenteil, sie hat ihm einen anderen Grund für ihre Flucht aus Hamburg vor zwanzig Jahren geliefert. Auch ihre beste Freundin Selina weiß nicht, dass Judith in der Ferne eine Tochter hat. Ansonsten gibt es wenige Menschen, die Judith nahe sind – nur der sympathisch gezeichnete italienische Schwiegervater, der ihre Liebe zur Kunst teilt, kommt ein wenig an sie heran. Abgerundet wird dieses Bild des ‚Abstand Suchens‘ durch Judiths Arbeit als Restaurateurin, die sie alleine unter einer riesigen Plane (und dadurch vor ihrer Umwelt verborgen) verrichtet.

Es geht in diesem Roman auch um die Frage, ob man Dinge, die einmal verheimlicht wurden (oder für deren Offenbarung der rechte Moment fehlte), für immer ein Geheimnis bleiben müssen. Oder ob man es nicht viel eher wagen sollte, Dinge richtig zu stellen. Um sein Gewissen zu erleichtern. Oder einfach der Ehrlichkeit halber. Dass die Wahrheit auch eine Chance für einen Neubeginn sein könnte, auf diese Idee kommt Judith lange nicht.

Nun könnte man ins Grübeln kommen, wie es Judith tatsächlich gelingen konnte, zwei Jahrzehnte lang nicht ein einziges Mal nach Hamburg zu fahren, um - besonders bei unerfülltem Kinderwunsch – die Tochter aufzuspüren. Andererseits ist es der Autorin gelungen, genau das glaubhaft zu schildern: Judiths Trauma ist groß genug, um genau dies nicht tun zu können. Dafür sprechen nicht nur die eindrücklichen Striche auf der Wand ihres ehemaligen Kinderzimmers.
Die Angst, alles noch einmal durchleben zu müssen, lähmt sie seit Jahren. Als sie nach Hamburg zurückkehrt, muss sie feststellen, dass sich doch einiges geändert hat.

Alles in allem ein beeindruckender Roman über eine Frau, die sich nie ihrer Vergangenheit stellen wollte, weil sie glaubte, es sei zu spät. Ich habe den Roman in einem Rutsch durchgelesen und hatte auf den letzten Seiten ein paar Tränchen im Augenwinkel. So soll es sein.
Für Leserinnen, die Frauenromane mit Tiefgang und markanten Figuren lieben, genau das Richtige. Wenn man sich in Rom oder Hamburg auskennt: noch besser!
Ivonne, 17.09.2012

Zum Inhalt:

Als Judith Wolf Hamburg verlässt, ist sie jung und zu allem entschlossen. Sie will ihre Vergangenheit vergessen und in Rom neu anfangen. Niemand darf je erfahren, weshalb sie ohne ein Wort ihre Heimat verlassen hat.

Nach 20 Jahren in Italien hat sie sich ein tolles Leben aufgebaut. Sie heißt nun Judith Velotti, ist glücklich verheiratet, sie restauriert alte Fresken und ist sehr erfolgreich in ihrem Beruf.

Als sie dann aber einen Anruf einer alten Freundin aus Hamburg bekommt, gerät ihre Welt ins Wanken. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen, ihre Mutter ist krank und braucht ihre Hilfe. Ihr Vater ist schon seit fünf Jahren tot. Was soll sie nun tun. Francesco, ihr Mann, redet ihr zu, nach Hamburg zu reisen.

Nun ist der Tag gekommen, den sie eigentlich nie erleben wollte.

So mehr verrate ich jetzt nicht.

Fazit:

Renate Ahrens nimmt uns mit in eine Welt, die leider nicht selten ist. Wir erfahren hier die Geschichte von Judith Wolf, die daran fast zerbrochen ist. Sie ist eine starke Frau, aber kann sie die Vergangenheit bewältigen?

Der Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen. Die Sätze und Kapitel sind kurz und prägnant. Immer wieder springen wir von der Gegenwart in die Vergangenheit. Langsam erfahren wir, was mit Judith passierte und warum sie so handelte. Die Geschehnisse werden dabei aber nicht dramatisiert.

Die Charaktere werden fein und liebevoll erklärt und man kann sie sich gut vorstellen. Ich habe sofort in die Geschichte gefunden und wurde von ihr gefangengehalten. Das Buch konnte ich nicht aus der Hand legen, bis ich den letzten Absatz gelesen hatte. Das Ende ist gut und nachvollziehbar.

Hier kommen von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Beata, 17.09.2012

Judith Velotti ist vor ihrer Vergangenheit in Hamburg nach Rom geflüchtet und hat sich dort ein neues Leben aufgebaut.
Sie ist glücklich verheiratet, beruflich restauriert sie alte Fresken und ist bis auf den unerfüllten Kinderwunsch rundum zufrieden mit ihrem neuen Leben. Da kommt ein Anruf einer alten Freundin aus Deutschland, der alles ins Rollen bringt: Judith fliegt in ihre Heimatstadt und sieht sich dort mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ihr Vater ist bereits verstorben, aber ihre Mutter sieht sie nach über 20 Jahren wieder… Und da ist da noch Tessa, ihre Tochter, die sie damals als Teenager ausgetragen und zur Adpotion freigegeben hat…
„Ferne Tochter“ lässt sich aufgrund des flüssigen Sprachstils der Autorin zügig lesen. In Rückblenden erfährt man nach und nach die ganze Vergangenheit von Judith Wolf, die sich jetzt Velotti nennt. Das Ende ist – nach dem ganzen von der Atmosphäre her eher düsteren Roman – überraschend leicht und positiv. Ein Buch, das die Geschichte einer Frau erzählt, die feststellen muss, dass man vor seinem eigenen Leben nicht davonlaufen kann und sich den Dämonen der Vergangenheit stellt. Allerdings wird diese Geschichte mir wahrscheinlich nicht lange in Erinnerung bleiben, dafür war es einfach zu seicht und einfach.
Ein nettes Buch, das einem ein paar erholsame Stunden bietet. Ich habe es fast in einem durchgelesen, was für die vorhandene Spannung spricht. Ich vergebe daher 3 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die gerne über „Schicksale“ anderer lesen.
Anke, 17.09.2012

"Ferne Tochter", ein interessanter Titel, der jedoch noch nicht erahnen lässt, worum es im Buch gehen wird.
Eine sehr emotionale und spannende Geschichte, die angenehm und gut zu lesen war. Eine Geschichte, die unter die Haut geht, die Gefühle authentisch widergibt und den Leser zum Nachdenken anregt - was bedeudet Vertrauen zum Partner? Wieviele Gehemimnisse hält eine Beziehung aus, was geschieht mit ihr, wenn diese ans Licht kommen? Was kann und sollte ein Mensch, eine Tochter, ihren Eltern verzeihen?

"Ferne Tochter" ist ein Buch, was in jedes Bücherregal gehört - egal, ob bei Krimi-Fans oder Liebhabern von Liebesgeschichten. Es zeigt Gefühle auf, regt zum Nachdenken an und versetzt den Leser aufgrund gelungener und bildhafter Beschreibungen direkt in das Geschehen.
Diana, 16.09.2012

In einer Stadt, in der Vergangenheit und Gegenwart sich so sehr vermischen, lebt Judith gemeinsam mit ihrem Ehemann
Francesco. Eines Tages bekommt sie einen Anruf. Einen Anruf aus ihrer Vergangenheit...

Seit 20 Jahren hat Judith nicht mehr deutsch gesprochen, nicht seitdem sie von Zuhause, das kein richtiges Zuhause mehr für sie war, ausgerissen ist. So lange hatte sie keinen Kontakt zu ihren Eltern oder irgendjemanden aus ihrem früheren Leben. Sie hat sich in Rom ein neues Leben aufgebaut und ihre jetzige Familie, Francesco und dessen Familie, wissen nur sehr wenig aus Judiths Vergangenheit. Doch nach einem Anruf einer alten Freundin aus Hamburg, bekommt Judith keine seelische Ruhe mehr und fliegt so nach Hamburg, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Sie wird damit konfrontiert, dass ihre Mutter schwer krank ist und dass ihre Tochter nach ihr gesucht hat. Die Tochter, die sie mit siebzehn Jahren zur Adoption freigegeben hat. Und von der in Rom keiner etwas weiß. Nicht einmal Francesco, mit dem sie bereits seit Jahren versucht, ein Kind zu bekommen.

"Ferne Tochter" von Renate Ahrens ist ein sehr berührender und zärtlich geschriebener Roman. Anfangs verwirrt durch den Schreibstil, relativ kurze, abgehackte Sätze zwischendurch, findet man doch schnell in den Lesefluss hinein. Die Handlung spielt sich relativ sanft ab und ist nicht vorhersehbar, wodurch man fast schon automatisch die Seiten wieder und wieder umblättert ohne zu lesen aufzuhören. Die Autorin selbst bezeichnet Rom als ihre Lieblingsstadt und versteht, nach einer schweren Krankheit, die Problematik keine Kinder bekommen zu können. Diese Aspekte sind in ihrem Roman deutlich nachvollziehbar und schaffen es, meiner Meinung nach, so sehr viel realer zu wirken.

Mit "Ferne Tochter" hat die Autorin einen Roman geschaffen, der seine Leser nicht nur berührt, aber auch zum Nachdenken anregt und deutlich macht, welchen Stellenwert die Familie in unserem Leben einnimmt. Und dass man nie vollkommen vor seiner Vergangenheit fliehen kann bzw. es gar nicht versuchen sollte. Denn Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich. Immer. Denn die ist es, was uns prägt.
Jessica, 16.09.2012

Ich kann es kaum erwarten, bis das Buch erscheint. Von Anfang an mit großer Spannung aufgebaut. Der Anruf aus
Deutschland verwirrt die Protagonistin und als Leser fiebert man mit, wie es wohl weiter geht. Klasse geschrieben, mehr davon!
Bettina, 16.09.2012

Judith hat ihre Vergangenheit in Deutschland hinter sich gelassen und sich mit Francesco in Rom ein neues Leben
aufgebaut. Aber alles was ihr zum Eheglück nun mit Ende Dreißig noch fehlt ist ein Kind, das sie trotz ärztlicher Behandlung bisher nicht empfangen hat. Judith wird durch einen Anruf ihrer Jugendfreundin an ihre Vergangenheit erinnert und obwohl sie grob das Gespräch beendet, bekommt sie das Gespräch und mit diesem ihre Vergangenheit nicht mehr aus dem Sinn. Der Trailer in Verbindung mit der Leseprobe ist sehr informativ. Die Autorin verarbeitet in der Figur der Judith auch ein wenig ihren eigenen unerfüllten Kinderwunsch. Die Geschichte ist aber im Wesentlichen erst dadurch interessant, dass Judith bereits ein Kind hat und Francesco davon nichts weiß. Was ist damals geschehen? Wird sie sich ihrer Vergangenheit stellen, die sie eingeholt hat und sie nicht loszulassen scheint.
Ingrid, 15.09.2012

Der Roman" Ferne Tochter" beschreibt auf ganz wundervolle Weise die Vergangenheit von Judith, die sie für viele Jahre
hinter sich gelassen hat, die sie aber nun nicht länger ignorieren kann und aufarbeiten muss.
Der Roman ist einfach nur sehr berührend und ergreifend! Fünf Sterne für eine Geschichte um Schuld und Unschuld, Reue, Vergebung und Liebe! Einfach nur wundervoll!
Esther, 15.09.2012

Ein ganz tolles Buch, habe es in einem Rutsch durchgelesen. Ich war so gefesselt von der Geschichte. Ein sehr guter
Erzählstil, sehr individuelle und interessante Protagonisten. Schön, traurig, lustig, herzergreifend, alles in diesem Buch vereint. Mehr davon!
Manuela, 15.09.2012
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