Verlagsgruppe Droemer Knaur



Das Lächeln meiner Mutter

9783426199466
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Hardcover, Droemer HC
01.03.2013, 384 S.

ISBN: 978-3-426-19946-6
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»Du bist nicht so wie andere Mütter« – Von klein auf weiß Delphine, dass ihre Mutter talentierter, schöner, unkonventioneller ist als andere. Wie wenig diese jedoch dem Leben gewachsen ist, erkennt die Tochter erst als Erwachsene. Warum hat Lucile sich für den Freitod entschieden? Diese Frage treibt Delphine seit dem Tag um, an dem sie ihre Mutter tot aufgefunden hat. Sie trägt Erinnerungsstücke zusammen, spricht mit den Geschwistern ihrer Mutter, mit alten Freunden und Bekannten der Familie. Es entsteht das Porträt einer widersprüchlichen und geheimnisvollen Frau, die ihr ganzes Leben auf der Suche war – nach Liebe, Glück und nicht zuletzt nach sich selbst. Gleichzeitig zeichnet Delphine das lebendige Bild einer französischen Großfamilie im Paris der 50er und 60er Jahre. Erinnerung um Erinnerung lernt sie ihre Mutter und schließlich auch sich selbst zu verstehen.

Leselounge

Die Autorin

Delphine de Vigan

Portrait von Delphine de Vigan

Delphine de Vigan wurde 1966 in Paris geboren, wo sie heute noch mit ihren zwei Kindern lebt. Sie arbeitet tagsüber für ein soziologisches...

zur Autorin Bücher von Delphine de Vigan

Pressestimmen

„Delphine de Vigan erzählt die Geschichte ihrer Mutter – und schreibt große Literatur.

Martina Meister, Literaturen, Frühjahr 2013

"Das Lächeln meiner Mutter" ist ein Buch, das einen immer stärker fesselt, je länger man darin liest. Es ist der Autorin geglückt, die Menschen, die darin vorkommen, in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit zu zeichnen: als gut und schlecht, verzweifelt und glücklich, hoffnungsvoll und zerstört. Ein liebevolles und schonungsloses Buch, das den Mythos einer Familie zugleich ehrt - und dekonstruiert."

Johanna Adorján, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 24.02.2013

Ein überaus berührendes Buch über eine interessante Familie und eine ungewöhnliche Frau, die sich mit aller Kraft immer wieder aufraffte und schliesslich so starb, wie sie es sich wünschte: lebendig.

Luzerner Rundschau, 25.02.2013

Ein gelungener Spagat zwischen Tragödie und Familiensaga.

Eßlinger Zeitung, 13.03.2013

Meisterhaft! Die französische Schriftstellerin Delphine de Vigan zeichnet in ihrem feinfühligen Roman die Biografie ihrer Mutter nach.

Petra, Buch-Special, Mai 2013

Dramatisch, erschütternd, liebevoll. Eine Hommage an die suizidäre Mutter und eine schonungsloe Auseinandersetzung (auch) mit dem Schreiben.

Buchkultur, Sylvia Treudl, April/Mai 2013

Den Freitod der eigenen Mutter nimmt die Autorin zum Anlass, das Leben dieser Frau auf bedrückende Art zu sezieren und isch so selbst eine befreiende Luftigkeit zu schaffen.

Interview, April

Sie zieht einen sofort in ihren Bann, diese Familiengeschichte. Vorsichtig, beihnach scheu tastet sich die Autorin an das Leben ihrer Mutter heran. Immer wieder hält sie inne, will nicht weiterschreiben, weil das, was sie erfährt, sehr privat ist.<br /> Wie die Autorin die Balance hält zwischen dem, was man wissen darf und dem, was man nie erfahren soll, ist großartig und bewegend zugleich.

WDR, frauTV, Christine Westermann, 14.03.2013

Vigans Prosa ist suggestiv angelegt. Sie saugt die Leser in die Szenerie einer bürgerlichen Familie hinein, hinter deren wohlanständiger Fassade Schlachten zwischen den Generationen geschlagen werden. Selten präsentiert eine Autorin ihr autobiografisches Material mit einem derarten Gespür für effektvolle Szenen und Bilder.

Kölnische Rundschau, 12.03.2013

Delphine de Vigan schreibt in einer sehr authentischen Sprache, die ein berührendes und teilweise auch verstörendes Gefühl beim Lesen erzeugt. Gleichzeitig wird klar, aus welchen Erfahrungen sie schon bei ihren vorhergegangenen Romanen und deren Figuren geschöpft hat. Ihre Wahrhaftigkeit entwickelt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann und will.

Deutschlandradio Kultur, Birgit Koß, 20.06.2013

Dort, wo es um die Mutter geht, schreibt Delphine de Vigan wie eine Biographin, die mehr weiß, als sie verrät. Und dort, wo es um sie selbst geht, wählt sie die Perspektive eines erlebenden Ichs. Erlebend ist es deswegen, weil de Vigan wieder und wieder die Folgen ihrer Enthüllungen für das eigene Schreiben reflektiert. - und weil dieser Reflexion die Möglichkeit eines Scheiterns ständig innewohnt. ... Den Spannungsbogen, den sie über die zahlreichen, überall sich auftuenden Abgründe hinweg baut, hält jedenfalls bis zum letzten Buchstaben.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Lena Bopp, 11.05.2013

"radikal autobiographisches Buch"

Welt am Sonntag, 14.08.2016

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Lucile ist tot, sie hat am 25. Januar 2008 ihrem Leben selbst ein Ende bereitet. Ein Schock für ihre Tochter

Delphine, der Schriftstellerin und Verfasserin dieser Biographie, die sie fünf Tage später in ihrer Wohnung im Bett liegend findet. Lange, sehr lange, ist sie nicht fähig zu begreifen, zu verstehen was geschehen ist. Um diesen Zustand zu beenden beschließt sie Jahre später, ein Buch über ihre Mutter zu schreiben. Was war sie für ein Mensch, wie war ihr Leben, hat sie sie überhaupt richtig gekannt? Sie beginnt zu recherchieren, liest Briefe und Tagebücher aus ihrem Nachlass, fragt in der Verwandtschaft nach, schaut sich Familienfotos und Schmalfilme an. Allmählich beginnt sich ein Bild der Mutter zu formen, einer Frau, die so ganz anders war.

Lucile war eine Schönheit. Bereits als Kind war sie ein gefragtes Model, das nicht unwesentlich zum Unterhalt der Großfamilie beitrug. Den Tod zweier Brüder und die sexuellen Übergriffe des Vaters hatte sie wohl nie ganz verarbeitet. Eine in sehr jungen Jahren geschlossene Ehe ging schief, es folgten zahlreiche Liebhaber. Als erwachsene Frau litt sie unter bipolaren Störungen, verbrachte viele Jahre in Nervenkliniken, verlor das Sorgerecht für ihre Kinder und musste öfters ihren Arbeitsplatz wechseln. Sie wurde nur einundsechzig Jahre alt …

Für die Autorin Delphine de Vigan war dieser Versuch, ihrer Mutter näher zu kommen und sie zu verstehen, eine schmerzliche Erfahrung. Immer wieder fügt sie, neben der Lebens- und Leidensgeschichte Luciles, ihre eigenen Empfindungen ein. Zweifel und Unsicherheit das Richtige zu tun machen sich breit, Schreibblockaden wechseln mit euphorischem Schaffen. Wie weit geht die Privatsphäre? Darf sie alles preisgeben, was sie erfahren hat? Man spürt als Leser, wie die Tochter während des Schreibens dieser Biographie sich ihrer Mutter annähert, sie zu verstehen lernt und letztendlich ihren Frieden schließen kann.

Fazit: Ein empfehlenswertes Buch, tiefgründig und berührend, über eine beeindruckende Frau und deren authentische Lebensgeschichte.

Herbstrose, 04.09.2017

Dass Delphine de Vigan eine wunderbare Autorin ist, wissen wir seit No&ich. Sie versteht es mit Sprache umzugehen und
wunderbar menschliche, berührende Geschichten zu erzählen, ohne in Kitsch abzurutschen oder unrealistisch zu werden.

In dieser Biographie ihrer Mutter erzählt sie nicht nur dieLebensgeschichte der schönen, schillernden, aber auch sehr unglücklichen Frau, die ihre Mutter oft war, sondern lässt uns auch teilhaben an dem schwierigen Entstehungsprozesses des Buches.

Eine Leben, wie ein Roman und ein wunderbares Buch!
Petra, 30.07.2013
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