Verlagsgruppe Droemer Knaur



Germania

9783426513705
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Taschenbuch, Knaur TB
01.11.2013, 544 S.

ISBN: 978-3-426-51370-5
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Roman

In der zerbombten Reichshauptstadt macht ein Serienmörder Jagd auf Frauen und legt die verstümmelten Leichen vor Kriegerdenkmälern ab. Alle Opfer hatten eine Verbindung zur NSDAP. Doch laut einem Bekennerschreiben ist der Täter kein Regimegegner, sondern ein linientreuer Nazi. Der jüdische Kommissar Richard Oppenheimer, einst erfolgreichster Ermittler der Kripo Berlin, wird von der Gestapo reaktiviert. Für Oppenheimer geht es nicht nur um das Überleben anderer, sondern nicht zuletzt um sein eigenes. Womöglich erst recht dann, wenn er den Fall lösen sollte. Fieberhaft sucht er einen Ausweg aus diesem gefährlichen Spiel.

Ausgezeichnet mit dem Glauser-Preis 2014 für das beste Debüt

Leselounge

Der Autor

Harald Gilbers

Portrait von Harald Gilbers

Harald Gilbers, geboren 1969, studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur...

zum Autor Bücher von Harald Gilbers

Weitere Teile der Reihe "Ein Fall für Kommissar Oppenheimer"

Pressestimmen

"Fesselnd, glaubwürdig und ein aufrüttelnder Geschichtsunterricht."

lust-auf-buecher.de, 27.10.2013

"Harald Gilbers gelingt mit 'Germania' ein besonders fesselndes Krimi-Debüt. [...] Der Journalist und Theater-Regisseur Gilbers hat eine enorm spannende Geschichte erfunden und erzählt sie – das ist für einen Kriminalroman immer das höchste Lob – fesselnd. Die besten Bücher sind doch immer noch die, die man nicht weglegen mag. 'Germania' gehört dazu."

Krimi-radar.de, 13.11.2013

"Harald Gilbers, Theaterregisseur und ehemaliger Feuilleton-Redakteur, legt mit 'Germania' ein ungemein spannendes und doch lehrreiches Buch vor. Erschreckend, intelligent und ruhig, aber absolut fesselnd erzählt!"

Buch-ticker.de, November 2013

"Ein höchst politischer Geschichtsroman mit spannend zu lesenden Thrillerelementen."

Bremer Nachrichten - Kurier am Sonntag, 17.11.2013

"Handlung, Hintergrund und Historie gehen eine selten so gelungene harmonische Verbindung ein, ohne dass die Spannung darunter leidet. Um einschlägige Klischees weiß Gilbers Bogen zu schlagen. Germania wird zum doppelten Horrortrip. Die fieberhafte Jagd auf einen Killer führt durch die irrwitzige Realität von Hitlers Albtraumreich."

Krimi-couch.de, Dezember 2013

"GERMANIA ist ein ausgesprochen intelligentes kriminalistisches Gedankenspiel im Stile von Philip Kerrs Berlin-Noir-Romanen, das mit zahlreichen, authentischen Details, scharfsinnigen Beobachtungen und treffenden Analysen sowie im streng focussierten Rahmen einer geradezu nervenzerrend-spannenden Handlung ein vermutlich authentisches Bild der allerletzten, finalen Stufe des Auseinanderbrechens eines geschlossenen verbrecherischen Systems zeichnet."

Psychosemitischer Buchblog, 18.11.2013

"Ruhig und sachlich wird die Geschichte von Autor Harald Gilbert erzählt, penibel genau der geschichtliche Rahmen dargestellt und der verzweifelte Kampf der einzelnen Menschen ums (Über-)Leben im zerbombten Berlin. Die Handlung ist höchst spannend und vermittelt den Nachgeborenen durch ihre Authentizität ein glaubwürdiges Abbild der Zeitgeschichte."

Blog Krimikiosk, 25.11.2013

"Harald Gilbers erzählt in seinem Romandebüt GERMANIA eine sowohl spannende, sehr ungewöhnliche als auch hervorragend recherchierte Geschichte, die trotz der fiktiven Handlung einen unglaublich detaillierten und authentischen Blick auf die Zeit des Berlins um 1944 wirft."

wewantmedia.de, 14.12.2013

"Literarischer Geschichtsunterricht ist langweilig? Hier ist der Gegenbeweis. Harald Gilbers, Theaterregisseur und ehemaliger Feuilleton-Redakteur, legt mit GERMANIA ein ungemein spannendes und doch lehrreiches Buch vor. Erschreckend, intelligent und ruhig, aber absolut fesselnd erzählt!"

buch-ticker.de, 19.12.2013

"Erstklassiger Historienkrimi"

Wiener Journal, 27.12.2013

"Eine spannende Geschichte, ein bedrückend genau geschildertes Lokal- und Zeitkolorit."

WDR5 Die telefonische Mord(s)beratung, 21.12.2013

"In seinem Erstling GERMANIA präsentiert der Autor Harald Gilbers seinen Lesern einen hochspannenden Kriminalfall, der sich wohltuend von der Masse der üblichen Serienmörder-Kriminalromane abhebt."

wasliestdu.de, 13.01.2014

"Die Romanhandlung wird in die politischen Ereignisse ihre Zeit grandios eingebettet. (...) Wer sich für das Dritte Reich interessiert, findet hier einen ebenso unterhaltsamen wie informativen und spannenden Roman, der - sauber recherchiert - einen breiten Bilderbogen der damaligen Zeit aufschlägt."

Histo-Couch.de, Januar 2014

"Harald Gilbers erzählt in GERMANIA eine aufwühlende und beklemmende Kriminalgeschichte über einen jüdischen Kommissar, der unter dem Hakenkreuz ermitteln muss. Herausragend recherchiert, voller Detailfreude und unglaublich authentisch bildet er eine Zeit ab, in der der Tod auf den Straßen herumlief. Eine rasante und spannende Geschichtsstunde, die man nicht so schnell vergißt und sich nicht entgehen lassen sollte."

Blog Sky-Buchrezensionen, 11.01.2014

"Ein bis zum Schluss spannendes Buch, das gleichwohl Berliner Humor zulässt und einen kleinen Einblick in das Denken des kleinen Mannes auf der Straße."

Der Bremer Antifaschist, 01/2014

"Absolut spannend und lesenswert."

.RCN, Februar 2014

"Gilbers gelingt vor dem Hintergrund der letzten Tage des Nationalsozialismus ein spannender Thriller."

Fränkische Nachrichten, 25.01.2014

"Atmosphärisch dicht, spannend und mit sehr glaubhaft gezeichneten Charakteren (...) Düster. Beunruhigend. Beklemmend. Ein Debüt mit bleibender Wirkung."

Das Syndikat, 04.02.2014

"Was für eine ausgezeichnet recherchierte und geschriebene Geschichte! (...) Dem Autor (...) sei Dank für eine unglaublich spannende, gut aufgebaute und ergreifende Geschichte."

Booksection.de, 05.02.2014

"Harald Gilbers legt gleich zwei Bücher vor den Leser, das erste ist ein Wahnsinnswerk, das zweite ein Werk des Wahnsinns. Hypertoll geschrieben, Einblick in Abgründe, die zeitlos sind und bleiben werden."

derweissedrache.de, Februar 2014

"Harald Gilbers hat den zeitgeschichtlichen Hintergrund genau und manchmal berührend nachgezeichnet. Wer diesen spannenden Krimi liest, lernt zugleich viel über den Alltag der NS-Diktatur, ohne sich belehrt zu fühlen."

Publik-Forum, 25.04.2014

"Einmal mehr gelingt es Daniel Holbe, das Erbe des verstorbenen Andreas Franz spannend und gefühlvoll nicht nur anzutreten, sondern weiterzuentwickeln."

Recklinghäuser Zeitung, 15.10.2014

"Ein überaus gelungener Roman, denn dem Autor sind zwei große Kunstgriffe gelungen. Zum einen schafft er es, das Leiden und Grauen der Verfolgten des Naziregimes nicht bloß als atmosphärischen Hintergrund für eine spannende Geschichte zu missbrauchen. Sondern er bringt dem Leser eben dieses Leiden und Grauen näher. (...) Und zum anderen tappt der Autor nicht in die Kitschfalle, denn Oppenheimer und Vogler werden keine Freunde."

Blog Kaffeehaussitzer, 22.07.2014

"Historiker Gilbers nutzt den erzählerischen Kniff, einen Regimegegner bis in die Hinterzimmer zu schleusen, um das ganze Gesellschaftsspektrum dieser von größtem Elend und Allmachtspropaganda beherrschten Zeit fühlbar zu machen und seine hervorragend recherchierten Hintergrundinformationen einzuflechten. Statt stereotyper Figuren zeigt er vom Krieg gebeutelte Menschen, die dem Schrecken mit Galgenhumor trotzen, ohne etwas zu beschönigen. Hochgradig spannend und lesenswert!"

BÜCHER Magazin, August/September 2014

"Respekt vor diesem literarischen Können!"

com-on-online.de, 08.11.2014

"'Germania' und 'Odins Söhne' sind Krimi-Meisterwerke."

Wiener Zeitung, 14.03.2017

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Ein spannender Kriminalroman zur Zeit des zweiten Weltkriegs. Bekannte Schauplätze und Namen tauchen auch und geben der
fiktiven Geschichte einen historischen Rahmen. Der Leser sollte nur immer im Hinterkopf behalten, dass es sich um einen Roman und keinen Zeitzeugenbericht handelt, dann steht dem Lesevergnügen nichts im Weg.
SmartisWelten, 05.09.2015

Ein spannender, hintergründiger Krimi in der Zeit des ersten Weltkriegs.

tragalibros, 24.04.2015

Berlin 1944, kurz vor dem D-Day.
Eine verstümmelte Frauenleiche wird vor einem Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs gefunden. Die Frau stand in direkter Verbindung zur SS. In seiner Not sieht der ermittelnde SS Hauptsturmführer Vogler nur eine Möglichkeit, ein Bündnis mit dem „Feind“, in Form des inaktiven, weil jüdischen, Ex-Kriminalkommissars Oppenheimer, einzugehen. Oppenheimer war damals einer der ermittelnden Beamten, die den Serienmörder Großmann dingfest machen konnten.
Gemeinsam geht das ungleiche Paar auf Spurensuche und hat dabei nicht nur mit den üblichen Ermittlungsschwierigkeiten zu kämpfen, sondern auch mit der Ideologie des herrschenden Regimes.
Als eine weitere Frauenleiche entdeckt wird, dämmert Oppenheimer, dass es hier um viel mehr geht als nur um die Aufklärung eines einzelnen Mordes und vor allem wächst die Gewissheit, dass es nicht die letzte Leiche gewesen sein wird.

Das klassische Kriminalmotiv, die Jagd auf einen Serienmörder, greift Harald Gilbers auf und versetzt die Ereignisse ins kriegsgeplagte Berlin, Mai 1944. Vor dieser historischen und gut recherchierten Kulisse spielt sein ebenso durchdachter wie findiger Krimi, in dem die beiden Figuren Vogler und Oppenheimer, so gegensätzlich sie auch sind, kaum besser zusammen passen könnten.
Unterm Strich haben wir hiermit einen historisch nahezu korrekten und gleichzeitig sehr spannenden Krimi. Definitiv nicht nur für Interessierte der NS-Zeit geeignet, sondern für jeden, der einen guten Krimi zu schätzen weiß!
Absolut lesenswert!
Jens Löffler, 26.08.2014

Der Roman fängt spannend an und kann den Spannungsbogen bis zur letzten Zeile halten. Beide Parallelgeschichten, zum
einen den Kriminalfall und zum anderen das Leben und Leiden der Bevölkerung insbesondere der jüdischen, haben eine Erzählgeschwindigkeit die nicht atemlos macht aber ständig mitreißt. Die Zeit des Nationalsozialismus wird wirklichkeitsnah erzählt ohne pathetisch zu sein. Vielmehr können auch die Mehrzahl der Leser, die diese Zeit nicht zu erleben brauchten, die geschilderten Situation nachvollziehen und auch Gefühlsmäßig erleben. Kommissar Oppenheimer ist äußerst sympathisch und lädt ein ihn näher kennen lernen zu wollen. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung, bzw. es wird eine ganze Reihe daraus.
ulla güttes, 17.04.2014

Germania ist ein historischer Roman, der das Lesen absolut lohnt!
Im Vordergrund steht eine grausig inszinierte Mordserie in Berlin 1944. Die Angelegenheit ist so heikel, dass SS-Hauptsturmführer Vogler alle Register ziehen muss: Richard Oppenheimer, als Jude schon vor etlichen Jahren aus dem Dienst im Berliner Mordkommissariat entfernt, wird um seine Mitarbeit "gebeten", inoffiziell natürlich!
Auf äußerst spannende Weise erleben wir das Alltagsleben der Clique der Mächtigen sowie der einfachen, normalen Berliner geprägt von Bombenangriffen, Durchhalteparolen, "Berliner Schnauze".
Ist der Täter etwa in SA/SS-Kreisen zu finden? Für Oppenheimer beginnt eine gefährliche Gratwanderung und für uns Leser eine interessante Zeitreise.
Gebine Schad, 23.01.2014

Berlin 1944: Richard Oppenheimer ist Kriminalkommissar außer Dienst und Jude. Gemeinsam mit seiner arischen Frau Lisa
lebt er in einem sogenannten Judenhaus. Unerwartet wird Richard Oppenheimer wieder in den Dienst zurückgerufen, denn ein brutaler Serienmörder treibt sein Unwesen in der zerstörten Hauptstadt. Oppenheimer soll bei den Ermittlungen helfen, was für ihn selbst nicht ganz ungefährlich ist.

Mein Leseeindruck:

Das Buch konnte mich von Anfang bis Ende überzeugen durch seine authentischen Figuren, die spannende Handlung und die wirklich umfassende Recherche des Autors! Ich hatte wirklich das Gefühl, in die Zeit zurückversetzt worden zu sein und sah das zerbombte Berlin bildhaft vor meinen Augen.

Die Kriminalgeschichte an sich ist zwar fiktiv, aber der geschichtliche Hintergrund beruht auf Tatsachen. Man merkt, wie ausführlich sich der Autor mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs befasst hat.

Von Anfang an konnte mich das Buch fesseln. Es hat bei mir die verschiedensten Gefühle hervorgerufen, und auch nach dem Lesen bleibt das Buch sicherlich noch lange Zeit präsent. Um so mehr freue ich mich darüber, dass es einen Nachfolgeband geben wird. Ich würde gerne erfahren, wie es mit Richard Oppenheimer und Lisa weitergeht!
Sonja Hinrichs, 10.01.2014

Inhalt
Berlin 1944. Richard Oppenheimer war ein erfahrener und erfolgreicher Kommissar, bis er aufgrund seiner jüdischen Religion vom Dienst suspendiert wurde. Dass er noch nicht wie so viele andere jüdische Mitbürger von den Nazis deportiert wurde, verdankt er seiner Ehe mit einer arischen Frau. Mit ihr lebt er in einem sogenannten Judenhaus und die Zeiten werden auch für ihn immer gefährlicher. Als die SS eines Tages in seiner Wohnung auftaucht, glaubt er sein Ende nahen. Aber anstatt ihn zu verschleppen, wird er zum Tatort eines bestialischen Mordes gebracht und dort von SS-Hauptsturmführer Vogler eingezogen, mit ihm gemeinsam den Mord aufzuklären.

So sehr ihn diese außergewöhnliche Aufforderung misstrauisch macht, hat er doch keine andere Wahl, als sich zu fügen, denn immerhin steht sein und Lisas Leben auf dem Spiel. Also stürzt er sich in die Ermittlungen, was ihn einerseits aufgrund seiner Freude an dieser Arbeit befriedigt, aber andererseits die Angst vor der darauf folgenden Konsequenz wachsen lässt. Denn immerhin wird er spätestens nach Auflösung des Falles nicht mehr gebraucht werden. Und wenn die SS ihn schon mal in ihren Händen hat ...

Meine Meinung
Germania ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, sondern versetzt einen beim Lesen auch sehr gut in die damalige Zeit hinein. Aufwändig hat der Autor die Ereignisse recherchiert und seinen Fall mitten hineingefügt. So hat es mich z. B. überrascht, dass 1944 noch Juden aufgrund eines arischen Ehegatten länger „geduldet“ wurden, wenn auch nur in sogenannten Judenhäusern, was aber wohl der Großstadt Berlin zuzuordnen war. Neben detaillierten historischen Ereignissen tauchten auch einige historische Personen in dem Roman auf und auch die Schauplätze wurden realistisch dargestellt.

Doch nicht nur die Fakten bildeten das Gerüst für diesen Krimi. Der Autor versteht es auch sehr gut, durch seine bildhaften Beschreibungen eine authentisch wirkende Atmosphäre zu erzeugen und die Stimmung der Personen und Geschehnisse zu übermitteln. Bombenangriffe erzeugten grausige Bilder vor Augen. Bilder von Verschüttung und Zerstörung übertragen die Angst und Verzweiflung der Menschen. Die Invasion in der Normandie lässt Hoffnung tröpfeln. Und wenn der Autor durch seine Figuren dem Leser einen Blick auf die Stadt nach einem Bombenangriff zeigt, dann läuft vor dem inneren Auge ein Film ab, der Gänsehaut erzeugte, zumindest bei mir.

Die Figuren wurden nach meinem Empfinden ebenfalls sehr gut dargestellt. Richard Oppenheimer war mir gleich sympathisch und ich konnte seine unterschiedlichen Emotionen sehr gut spüren, die durch die seltsame Situation, in der er sich plötzlich befand, noch verstärkt wurden. Auf der einen Seite das Misstrauen, die Unsicherheit und die Angst um sein und Lisas Leben und die Zermürbung durch die jahrelange Verfolgung, die er nur noch mit der Einnahme von Pervitin einiger
Barbara Wenzler, 10.01.2014
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