Verlagsgruppe Droemer Knaur



Und nachts die Angst

9783426513774
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Taschenbuch, Knaur TB
03.06.2013, 400 S.

ISBN: 978-3-426-51377-4
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Thriller

Die unbeschwerte Kindheit der 12-Jährigen Reeve LeClaire fand ein jähes Ende an dem Tag, an dem sie ein perfider Triebtäter entführte und misshandelte. Erst nach Jahren der Gefangenschaft konnte Reeve fliehen und ihr Peiniger gefasst werden. Doch Jahre nach ihrer Flucht werden in Kalifornien erneut drei Mädchen entführt, von denen schließlich eins entkommen kann: Tilly. Sie ist das jüngste Opfer, schwer traumatisiert und verweigert jegliche Aussage. Schließlich bitten die Eltern des Mädchens Reeve um Hilfe. Immer tiefer gerät Reeve in die aktuellen Ermittlungen und ins Visier des brutalen Killers, der sie keine Sekunde unbeobachtet lässt …

Leselounge

Die Autorin

Carla Norton

Portrait von Carla Norton

Die US-Amerikanerin Carla Norton ist eine erfolgreiche Gerichtsjournalistin und berühmte Bestsellerautorin von True-Crime-Büchern. Nach ihrem...

zur Autorin Bücher von Carla Norton

Pressestimmen

"Mit ihren True-Crime-Büchern erobert Gerichtsjournalistin Carla Norton immer wieder die Bestsellerlisten. Dem spannenden Sog ihres allerersten Thrillers kann man sich als Leser kaum entziehen."

Kurier, 06.06.2013

"UND NACHTS DIE ANGST bietet einen gekonnten Balanceakt zwischen Einsichten in den kranken Geist eines Pädophilen und dem Kampf eines ehemaligen Opfers mit seinen Erinnerungen. Mit Reeve LeClaire schafft Carla Norton eine überzeugende Protagonistin, die versucht, zwei entführte Mädchen aus den Händen ihrer Peiniger zu befreien, ohne dabei ihren eigenen Ängsten zu erliegen. Spannend bis zur letzten Seite."

literatopia.de, 23.06.2013

"Atemberaubend spannend!"

Ev. Gemeinde-Magazine der Nordkirche, Juni 2013

"Die kurzen Kapitel, wechselnden Perspektiven, der eindringliche Erzählstil und die rasante Handlung bieten durchgehend spannende Unterhaltung."

nnn.de, 03.07.2013

"Carla Norton gelingt mit UND NACHTS DIE ANGST eines der besten Debüt dieser Tage in Sachen Spannung. Es lässt sich kaum in Worte fassen, wie verdammt genial die US-Amerikanerin schreiben kann. Respekt, wer nach dem Thriller noch schlafen kann!"

Literaturmarkt.info, 08.07.2013

"Carla Norton hat mit ihrem gut recherchierten Thriller den tagtäglichen Alptraum so vieler von Pädophilen missbrauchten Kindern aufgeschrieben. UND NACHTS DIE ANGST schockt deshalb doppelt und hinterlässt diesen bitteren Nachgeschmack der Hilflosigkeit gegenüber diesem entsetzlichen Geschehen, vor dem niemand sein Kind sicher schützen kann. Ein kluges, spannendes, absolut realistisches Buch - voll Traurigkeit."

Blogs.Berliner-kurier-online.de, 10.07.2013

"Der Roman bleibt die ganze Zeit eng am Geschehen und lenkt nicht durch Nebenhandlungen ab. Die Leser wissen immer ein wenig mehr als die Figuren, aber der Spannung tut das keinen Abbruch. Die kurzen Kapitel, wechselnden Perspektiven, der eindringliche Erzählstil und die rasante Handlung bieten durchgehend spannende Unterhaltung."

dpa, 11.07.2013

"Absolut empfehlenswert, denn das Buch hat alles, was einen spannenden Psychothriller ausmacht!"

Krimi-Fan.de, 22.06.2013

"Dieser Thriller ist flüssig, sehr gefühlvoll und sehr spannend erzählt."

Blog Krimikiosk, 01.07.2013

"Carla Norton hat das Potential, zu eienr Größe des Genres zu werden, eben wiel sie auf Blut und Ekle verzichtet und so auch Leser anspricht, die nicht ganz so nervenstark sind, aber trotzdem auf Spannung nicht verzichten wollen."

Krimizeitschrift.de, 28.06.2013

"Ein gelungenes Debüt, das ich gerne weiter empfehle."

Blog Mem-o-ries, 13.06.2013

"Ein spannender, psychologischer Thriller"

Hallo-Buch.de, 09.06.2013

"Das Thriller-Debüt der Autorin jagt einem wirklich kalte Schauer über den Rücken. (...) Spannend geschrieben fesselt dieser Thriller den Leser aufs Sofa. Ein gelungenes Thriller-Debüt."

Com-on-online.com, 16.07.2013

"Ein packender und spannender Thriller mit einer guten und galubwürdigen Story, tollen Charakteren und einer fesselnden handlung mit vielen Wendungen."

Kriminetz.de, 21.07.2013

"Psychologisch fein gestrickt, bringt ihr Krimi große Spannung und liefert ein atemberaubendes Finale."

Berner Bär, 09.07.2013

"Eine rasante Handlung"

Hallo Münster, 10.07.2013

"Sehr spannend"

Metzinger Uracher Volksblatt, 07.08.2013

"Man ist gespannt auf weitere Werke, die diesem beachtenswerten Debüt folgen werden." (Andreas Kurth)

Krimi-couch.de, August 2013

"Die Autorin schafft es (...), bis zum Schluss für Hochspannung zu sorgen."

Wiener Journal, 20.09.2013

"Der Roman ist ein gelungener Thriller, der mit einer gut durchdachten Handlung und interessanten Romanfiguren aufwartet. Nortons Schreibstil ist es zu verdanken, dass das bedrückende Thema sehr facettenreich dargestellt wird."

ORF Teletext, 19.08.2013

"Die ohnehin schon gut aufgebaute Story wird besonders spannend dadurch, dass die Erzählperspektive ständig zwischen der Sicht des Opfers und der des Täters wechselt."

Celler Szene, 1/2014

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Debüt der True-Crime Autorin mit fesselndem Thriller über Kampf gegen Sexualsadisten

Die Autorin schreibt Kapitel von etwa vier bis zehn Seiten, in der dritten Person, aber aus der Perspektive wandelnder Protagonisten, vor allem aus der von Reeve, früher Reggie: Sie war drei Jahre, zehn Monate, zwölf Tage in der Gefangenschaft des Sexualsadisten Daryl Wayne Flint, kam ebenfalls durch Zufall frei. Immer noch geht Reeve regelmäßig wöchentlich zu ihrem Psychiater Dr. Lerner, mit dessen Unterstützung sie weitestgehend wieder ins Leben zurück gefunden hat. Weitestgehend:
„Sie war vergewaltigt, geschlagen, verbrannt, gepeitscht, ausgehungert und fast ertränkt worden. Sie hatte geglaubt, sterben zu müssen. Sie hatte es sich gewünscht. Und als es vorbei gewesen war, hatte sie sich seltsam andersartig empfunden, als hatte man etwas in ihr abgetötet, das für das Menschsein notwendig war.“
„Die plötzliche Geborgenheit ihres Zuhauses, sogar die Umarmungen ihrer Familie hatten in ihr Orientierungslosigkeit erzeugt. Sie war in eine Welt gekommen, die sich wie ein fremder Planet anfühlte. Keiner sprach ihre Sprache. Niemand verstand sie.“ S. 51
Als Dr. Lerner hinzugezogen wird, um nun auch Tilly zu therapieren, fühlt deren Mutter sich damit unwohl – sie wünscht eine Art Rückversicherung, ein anderes, weibliches Opfer, dem er, als Mann, hat helfen können. So spricht Lerner Reeve an – sie fühlt sich damit zuerst unwohl, lässt sie doch immer noch enge Beziehungen nicht zu, will nicht berührt werden, schämt sich ihrer zahlreichen Narben. Reeve lebt in den Tag hinein, kellnert in einem japanischen Restaurant, wofür sie perfekt japanisch gelernt hat. Als sie den Job verliert und durch Zufall eine Unterhaltung zwischen ihrem Vater und ihrer älteren Schwester mitbekommt, entscheidet sie sich spontan, Tilly zur Seite stehen zu wollen.

Die Autorin schildert die junge Frau glaubwürdig, zeigt auf, wie sie versucht, vom Verstand her das Unfassbare zu verarbeiten. Reeve kennt alle Fachliteratur, aber „Trost hat sie in all diesen Texten nicht gefunden. Zu versuchen, die Wahrheit über das Böse im Menschen aufzuspüren, ist, als atme man giftige Dämpfe ein.“ S. 157

Im Folgenden fällt Reeve als erster auf, dass Tilly zwar mit Zigaretten verbrannt wurde, aber der gefasste Täter Nichtraucher ist. Sie beginnt, aktiv zu werden. Dadurch findet sie sich schnell im Kreuzfeuer der Ermittler wieder, die die Einmischung durch „Zivilisten“ fürchten – allerdings auch im Fokus ganz anderer Personen…
Durchgängig ist das Buch sehr spannend, man merkt der Autorin die Herkunft aus „True Crime“-Romanen an – die Abschnitte über den Missbrauch sind ziemlich heftig, be

StefanieFreigericht, 28.07.2016

Reeve LeClaire, die vor ihrer Entführung Regina Victoria hieß, ist jetzt 22 Jahre alt. Mit 12 Jahren wurde sie
entführt und 4 lange Jahre festgehalten, gefoltert und missbraucht, bis sie vor 6 Jahren durch einen Zufall die Freiheit wieder erlangte. Seit diesem Zeitpunkt wird sie von Dr. Ezra Lerner psycho-logisch betreut. Heute ist sie soweit, dass sie zusammen mit ihrer mexikani-schen Rotknie-Vogelspinne in einer eigenen Wohnung in San Francisco lebt. Sie hat in den letzten 6 Jahren große Fortschritte mit der Wiedereingliederung gemacht.

3 weitere Mädchen, Tilly Cavanaugh, Hannah Greighton und Abby Hill, alle drei aus Jefferson County, werden immer noch vermisst.

Als die 13-jährige Tilly gefunden wird, bittet die Mutter Dr. Lerner um seine Betreuung und um die Zustimmung, dass Reeve sich mit Tilly unterhalten kann. Diesem Wunsch stimmt Reeve zu. Zusammen fährt sie mit Dr. Lerner nach Jefferson und ganz langsam gewinnt Reeve Tilly´s Vertrauen. Bei einem ihrer Gespräche erfährt Reeve auch einige relevante Kleinigkeiten, die die Polizei nicht kennt, und sie macht sich selbst auf die Suche nach den anderen beiden vermissten Mädchen, was schwerwiegende Folgen hat...

80 z.T. sehr kurze Kapitel machen das Lesen leicht und flüssig und gestatten einen dauernden Schauplatzwechsel, der die Geschichte von Anfang an auf einem sehr hohen Spannungslevel hält. Auch dass die Geschichte in der Gegenwart erzählt wird, erzeugt eine gewisse Spannung. Das ich schon ziemlich früh erfahre, wer der Mann hinter den Entführungen ist, spielt keine Rolle, da ich nun immer darauf warte, welche Schachzüge er macht, und ob er damit durchkommt. Auch zu erfahren, mit welchen elektronischen Finessen und Abhör- bzw. Überwachungsmaßnahmen er arbeitet, erzeugt bei mir den Wunsch, immer mehr wissen und lesen zu wollen.

Durch die weiteren Personen: die Bezirksstaatsanwältin Jackie Burke, den Reporter Otis Poe, der für den Jefferson Express arbeitet, die wirklichen Entführer, einigen Mitgliedern der Joint Special Operations Task Force und den Eltern von Tilly Gordon und Shirley Cavanaugh und Tilly´s Bruder wird die Geschichte bunt und sehr abwechslungsreich.

Auf den Fahrten durch Jefferson County habe ich die kleinen versteckten und z.T. herunter gekommenen Anwesen, die gediegenen Häuser der Mittelschicht, die schneebedeckten Hänge und die Wiesen und Felder direkt vor meinem inneren Auge vorbei ziehen sehen.

Ich bin genau der gleichen Meinung wie Jeffery Deaver, der auf der Rückseite des Buches schreibt: "und nachts die Angst" ist ein Thriller mit der perfekten Mischung aus psychologischem Verständnis und atemberaubender Spannung.
Gaby Hochrainer, 27.08.2014

Reeve Leclaire ist inzwischen 22 Jahre alt und versucht immer noch ihr Leben wie ein normaler Mensch zu führen. Vor 10
Jahren wurde Sie von Daryl Wayne Flint entführt, gefangengehalten und missbraucht. Als Flint Reeve in ein anderes Kellerverließ transportieren wollte wurde der Wagen in einen Unfall verwickelt und Reeve konnte nach mehrjähriger Gefangenschaft befreit werden.
Auch 10 Jahre später kämpft sie noch mit den Folgen ihrer Kindheit. Mittlerweile geht sie nur noch einmal pro Woche zu Dr. Lerner, ihrem Psychiater.
Als in Kalifornien die kleine Tilly aus der Gefangenschaft befreit werden kann ist Dr. Lerner auch hier zu Stelle um dem Mädchen und der Familie zu helfen das Erlebte zu verarbeiten. Reeve soll Tillys Mentorin werden und ihr als "Gleichgesinnte" durch die ersten Wochen helfen. Reeve geht in dieser Rolle auf und kann so zum ersten mal eine nähere Bindung zu einem fremden Menschen eingehen. Doch es werden noch mehr Mädchen in der Gegend vermisst und Reeve will unbedingt helfen die beiden Entführungsopfer lebend zu finden. Dabei begibt sie sich in große Gefahr.

Man kann sich von Anfang an sehr gut in Reeve hineinversetzen und lernt einiges über das Verhalten der mishandelten Mädchen. Sie werden nie ein völlig normales Leben führen können und kämpfen immer wieder mit den physischen und psychischen Folgen. In dem Buch wird deutlich, dass die Mädchen auch zu ihrem Entführer eine starke Bindung aufbauen können, was man schwer nachvollziehen kann, aber dennoch irgendwie einleuchtend ist. Das die Presse sich auf die Familien stürzt wie Aasgeier macht die Sache noch einmal viel schlimmer. Eine neue Identität und ein Umzug scheinen das einzige zu sein was einem helfen kann.
Die Autorin hat hier, wie ich finde, ein sehr heikles Thema gut umgesetzt und eine spannende Geschichte daraus erschaffen, wobei ich den Schluss ein klein wenig holprig finde. Aber alles in allem ein empfehlenswertes Buch. (4,5 Sterne)
Kerstin Schmitt, 10.07.2014

Inhalt:

Reeve LeClaire, nunmehr 22 Jahre, hat als 12jährige selbst das Martyrium einer Entführung erleben müssen und befindet sich mit Hilfe eines Therapeuten auf dem Weg in ein Leben mit dieser Vergangenheit. Und dieser Therapeut bittet sie nun in einem Fall von Entführung um Hilfe. Das Mädchen Tilly, im gleichen Alter wie damals Reeve, verschließt sich komplett, lässt niemanden an sich heran und schon gar nicht tiefer in ihre Gefühlswelt blicken. Da kommt ihm die Idee, Reeve es versuchen zu lassen. Doch ist dies wirklich für alle Beteiligten gut? Oder werden da Geister der Vergangenheit erschreckend lebendig. Reeve lässt sich auf dieses gefährliche Experiment ein, erkennt sie sich doch in Tilly und möchte ihr helfen. Und zwei weitere Mädchen befinden sich noch in der Gefangenschaft des Entführers. Ob er sich damit zufrieden gibt, oder sein nächstes Opfer schon längst ausgespäht hat, kann keiner sagen…

Meine Meinung:

Mein Überraschungshighlight!

Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass ich dieses Buch für CrimeThrill auf Facebook lesen durfte und dann kam erst mal alles anders. Umso besser, dass ich hinterher dieses Buch nicht vergessen habe und mich dann zu einem späteren Zeitpunkt ganz schnell habe gefangen nehmen lassen. Gelockt durch kurze Lesehäppchen, die einem eine Gänsehaut verpassten, den Mund trocken werden lassen, konnte der Irrtum, dass dieses Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben sei, schnell ausgeräumt werden und einer Spannung Platz machen, die sich wirklich durchgängig gehalten hat.

Das Grauen der Thematik rund um die Entführung junger Mädchen ist uns allen wohl durch bekannte Fälle aus den Medien bekannt und weckt bei jedem schon von Vorneherein gewisse Gefühle, mit denen man sich so einem Buch nähert. Man möchte dem Ungeheuer, dem Täter gern selbst Einhalt gebieten, daran glauben, dass einer weniger in Freiheit uns allen mehr Sicherheit vermittelt, uns den Glauben erhält, dass das Gute auch noch über das Böse siegen mag.

Die Autorin hat hier eine Figur, die Figur der Reeve, geschaffen, die viel Potenzial hat, sie kann sich noch entwickeln, wenn man sie lässt. Für den Anfang erfährt man –ganz wie bei einer Therapie!- noch lange nicht alles, sie lässt einen noch nicht gänzlich in alle Schubladen ihres Wesens, ihres Lebens blicken. Das macht für mich persönlich einen Teil der Spannung aus, mich auf sie einzulassen, ihr die Chance zu geben, nicht nur den entführten Mädchen in dieser Story zu helfen, sondern sich vielleicht in Zukunft noch weiter auszubreiten, den Leser Stück für Stück an sich ranzulassen und somit auch für sich einzunehmen.

Ich vermute und hoffe mal, dass die Autorin nach diesem wirklich mitreißenden Beginn auch so denkt und uns weiter an Reeves Seite durch Fälle gehen lässt, die uns, die sie an Grenzen bringt, an denen wir entscheiden müssen, ob wir mitgeh
Sabine Kettschau, 08.07.2014

Ein richtig guter Thriller, der nie an Spannung verloren hat. Die Charaktere sind lebensecht und die Story sehr
realistisch, was die ganze Sache beim Lesen recht beängstigend macht.
Note 1-
Cinda Rella, 18.02.2014

Die 22-jährige Reeve LeClaire aus San Francisco muss ein traumatisches Erlebnis verarbeiten: Als sie 12 war, wurde sie
entführt und vier Jahre lang im Keller eines Sadisten eingesperrt, gefoltert und vergewaltigt. Dank eines Zufalls hat sie ihre Freiheit zurückerlangt, ihr Peiniger wurde gefasst. Dennoch sind Narben geblieben - seelisch wie körperlich.

Zu ihrem Therapeuten Dr. Lerner hat Reeve großes Vertrauen. Aktuell wird die Hilfe des Experten für Entführungsopfer dringend in einem anderen Teil des Landes benötigt: In Jefferson County konnte die kleine Tilly Cavanaugh lebend aus dem Folterkeller eines Irren befreit werden. Letzterer sitzt bereits in Haft. Dr. Lerner bittet Reeve, der völlig verstörten Tilly als Vertraute beizustehen. Nach anfänglichem Zögern macht sich Reeve schließlich auf den Weg. Dort wird sie von quälenden Erinnerungen heimgesucht...

Carla Nortons Romandebüt "Und nachts die Angst" rückt das schreckliche Martyrium von Entführungsopfern in den Fokus. Schonungslos wird von den Qualen der Mädchen und den abartigen Fantasien ihrer Entführer berichtet.

Hochspannung von Anfang bis Ende zu bieten, ist nicht das Konzept dieses Thrillers. Gerade in den ersten Kapiteln kommt insbesondere der psychologischen Komponente eine tragende Rolle zu: Traumata und das sogenannte "Stockholm-Syndrom" werden beleuchtet. Die Geduld echter Thrillerfans wird zunächst gehörig auf die Probe gestellt. Aber wer geduldig bleibt, wird mit überraschenden Wendungen und einem plötzlich steilen Anstieg des Spannungsbogens belohnt. Der Plot ist intelligent und gut durchdacht. Leser, die gern bis zum Schluss rätseln, wer der Täter war, kommen in diesem Thriller allerdings nicht auf auf ihre Kosten. Das Böse ist beizeiten bekannt. Die Figuren hätten noch ein wenig mehr Farbe vertragen können. Aber immerhin erweist Reeve ihrem Spitznamen "Edgy Reggie" - was soviel heißt wie "Kratzbürste" - auf den insgesamt 400 Seiten dieses Buches durchgängig alle Ehre.

4 Sterne für diesen besonderen Thriller, der in einem ganz anderem Gewand daherkommt als die meisten Bücher dieses Genres.
Stephanie Manig, 06.01.2014

Ich habe "und nachts die Angst" sehr gerne gelesen. Ein gut gemachter Psychothriller mit einem sehr berührenden Thema.
Über mehrere Jahre gefangen gehaltene Mädchen und ihre Traumabewältigung. Ein erneuter Fall von Kindesentführung und ein ehemaliges Opfer, das helfen möchte. Bis zum Schluss spannend. Für alle Psychothrillerfans!
Elke Wolf, 21.10.2013

Ein Mädchen wurde entführt und fast vier Jahre gefangen gehalten. Der Entführer wollte sie wohl an einen neuen Ort
bringen, als ein Unfall passiert und das Mädchen gefunden wird. Es wird sehr eindrücklich geschrieben, wie das Mädchen danach Mühe hat, die Praxis für Ihre Therapie zu besuchen.
Im zweiten Kapitel wird von einer Medienkonferenz geschrieben, worin die Polizei mitteilt, dass das vermisste Mädchen, Tilly Cavanaughs, lebend gefunden wurde.
Ob das ganze zusammenkommt oder nicht, wie es weitergeht... Spannend, nehme ich an, schade, dass die Leseprobe nicht länger war.

Das Buch fesselt von der ersten Seite an. Gänsehaut fehlt ebenfalls nicht. Ein super gut geschriebenes Buch dass ich sofort kaufen würde.
Erika sommer, 28.08.2013

Seattle, Washington: Sexualstraftäter Daryl Wayne Flint hat ein kleines Mädchen entführt. Auf dem Weg zu seinem neuen
Versteck hat er zusammen mit seinem Opfer einen Autounfall. Handelt es sich um die verschwundene Reeve LeClaire?

San Francisco, Kalifornien, sechs Jahre später: Die 22-jährige Reeve ist unterwegs zu ihrem Psychiater. Sie ist schwer traumatisiert und hat Angstzustände. Während ihrer wöchentlichen Therapiesitzung bekommt Dr. Lerners einen mysteriösen Anruf...

Jefferson City, Kalifornien: Ein 13-jähriges vermisstes Mädchen namens Tilly konnte aus einem verschlossenen Keller befreit werden. Auch ein Verdächtiger war schnell gefunden, Randy Vanderholt, ein Hausmeister. Doch ist er tatsächlich der Täter?

Der Erzählstil von Carla Norton gefällt mir. Man merkt gleich, dass sie ein Profi ist, der das Schreiben gelernt hat, auch wenn dies ihr erster Thriller ist. "Und nachts die Angst" ist eine spannende Geschichte, die mich bestens unterhalten hat.

Zumal, wenn die Realität die Fiktion einholt, wie die aktuellen Ereignisse in Cleveland, Ohio, zeigen...
Susanne Bechtold, 30.07.2013

„Und nachts die Angst“ ist ein sehr gelungener Thriller, der sich mit einer sehr ernsthaften Thematik befasst, der
man nicht alltäglich begegnet. Gerade die Figuren und die psychologischen Hintergründe gefallen mir sehr gut und ich hatte das Buch sehr schnell gelesen. Doch die Thematik wird mich weiterhin beschäftigen...
Stefanie Teske, 17.07.2013

Mit 12 wurde die Kindheit von Reeve LeClaire jäh beendet, denn sie wurde entführt und missbraucht. Nach mehreren
Jahren erst gelingt es ihr zu fliehen. Heute ist sie 22 und hat die Erlebnisse noch immer nicht überwunden. In der Umgebung gibt es drei weitere solcher Fälle, in den die Mädchen noch vermisst werden. Als die kleine Tilly, nach einem Jahr Gefangenschaft und Missbrauch, befreit wird soll Reeve ihr helfen. Doch dadurch gerät Reeve immer tiefer in die Ermittlungen und somit auch ins Visier des Täters…

Fazit:

Das Buch ist angenehm und flüssig geschrieben. Man fühlt sich direkt in die Geschichte versetzt und schon die ersten 20 Seiten fesseln. Der Leser erlebt Reeve und ihre Gedanken in der dritten Perspektive. Alles ist recht nüchtern und kühl gehalten, was sehr gut zu der Geschichte passt, aber nicht übertrieben oder unpassend wirkt.

Die Charaktere sind teils gut beschrieben und teils nur sporadisch um die Geschichte nicht in die Länge zu ziehen. Reeve ist die Protagonistin und eine junge Frau die schon viel zu viel erlebt hat und versucht, die Dämonen die sie jagen, loszuwerden. Trotz Zweifel ist sie hilfsbereit und neugierig. Insgesamt wirkt sie verletzlich, aber ohne mitleidig zu sein. Der Täter wird auch sehr gut beschrieben und seine kranke Persönlichkeit entfaltet sich in dem Buch zunehmend. Krank aber schlau und mit sehr befremdlichen Gedanken erlebt hier der Leser auch die andere Seite der Geschichte, auch wenn die hässlichsten Stellen zum Glück verborgen blieben.

Die Geschichte ist sehr einnehmend. Reeve wurde jahrelang missbraucht und vergewaltigt und ist nun körperlich zwar frei, aber geistig noch nicht. Sie hat noch immer Alpträume und auch im Alltag fällt es ihr schwer Beziehungen zu knüpfen. Als nun Tilly befreit wird zieht Dr. Lerner Reeve in den Fall mit hinein. Eigentlich sollte Reeve nur der Familie helfen zu verstehen wie es ihrer Tochter geht und Tilly wiederum sollte sie helfen, weil sie weiß wie die sich jetzt fühlen mag. Doch Reeve findet immer mehr über den Fall heraus und versucht auch auf eigene Faust ihren Gedanken nachzujagen. Leider stürzt sie sich damit dem Täter direkt vor die Linse und der ist mittlerweile genervt und hat schon eigene Pläne für Reeve.

Insgesamt ist dies ein guter und spannender Thriller mit einem psychologischen Aspekt. Es ist überaus spannend zu sehen wie sich die Opfer kurz- und langfristig verhalten und was der Täter sich dabei denkt. Die Täterseite ist zwar ausgebaut, jedoch noch recht dezent beschrieben, sodass sich einem der Magen nicht ganz umdreht wenn man das Buch liest.

Was ich besonders mochte:

Die leicht kühle und psychologische Atmosphäre in dem Buch hat mir gut gefallen.
Juju, 12.07.2013

Die 22-jährige Reeve wurde im Alter von 12 Jahren entführt und von ihrem Peiniger mehrere Jahre lang vergewaltigt und
gefoltert. Nur durch einen Zufall konnte sie schließlich gerettet werden. Nach all den Jahren sitzt die Angst noch immer tief und deshalb sucht Reeve regelmäßig ihren Therapeuten Dr. Lerner auf. Als dieser zu einem ganz ähnlichen Fall hinzugezogen wird, in dem die kleine Tilly ebenfalls das große Glück hatte ihrem Entführer zu entkommen, wird Reeve um Hilfe gebeten. Sie soll Dr. Lerner dabei unterstützen das Vertrauen von Tilly zu gewinnen. Bei ihren Gesprächen keimt in Reeve der Verdacht auf, dass die kleine Tilly den Ermittlern etwas verschweigt. Reeve versucht das Geheimnis auf eigene Faust zu lüften. Dabei gerät sie selbst in große Gefahr....

Carla Nortons Debüt beginnt mit einem Prolog, der sechs Jahre vor dem eigentlichen Geschehen spielt. Hier beobachtet man, wie Reeve ihrem Peiniger entkommen kann. Danach wechselt die Perspektive in die Gegenwart. Reeve ist mittlerweile erwachsen und versucht, ein normales Leben zu führen. Die Hauptprotagonistin wirkt sehr sympathisch. Man kann sich gut in ihre Ängste hineinversetzen und fühlt mit ihr. Dadurch ist man auch von der ersten Seite an mitten im Geschehen und beobachtet, wie sie sich im Lauf der Handlung vom einstigen Opfer zur Ermittlerin wandelt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die jeweiligen Handlungsorte und Protagonisten sehr gut vorstellen und deshalb mühelos in die Handlung eintauchen. Das Grundthema der Erzählung, die Entführung und Misshandlung der jungen Mädchen, wird nicht zu reißerisch dargestellt. Es gelingt der Autorin hier sehr gut, eine gewisse Distanz zu wahren. Dennoch wirken die Ängste und Qualen, denen die Mädchen ausgesetzt werden glaubhaft, und lösen beim Lesen tiefes Mitgefühl aus.

Durch geschickte Perspektivenwechsel baut sich die Spannung langsam auf und steigt dann kontinuierlich an. Zwar kann man den Drahtzieher früh erahnen, doch das mindert das Lesevergnügen nicht. Denn die Autorin liefert einige überraschende Wendungen, bei denen man gebannt die Handlung verfolgt und mit der Hauptprotagonistin mitfiebert.

Mir hat Carla Nortons Debüt einige spannende Lesestunden bereitet, sodass ich gerne einen weiteren Thriller aus der Feder der Autorin lesen würde.
Anja R., 07.07.2013

Mit „Und Nachts die Angst“ legt Carla Norton ein beeindruckendes Thrillerdebüt vor. Nichts ist vorhersehbar, so
muss ein Thriller geschrieben werden. Nahezu alles spielt sich in den Köpfen der Leser ab und genau das macht dieses Buch so spannend. Nichts für schwache Nerven, aber alles für Thrillerfans.
Thomas Jessen, 10.06.2013

Fazit: „Und nachts die Angst“ ist nicht nur ein hochspannender Psychothriller, er überzeugt auch mit einer
außergewöhnlichen Protagonistin und einer konsequent umgesetzten, vielschichtigen Story.
Isabel Roosen, 10.06.2013

Der Autorin gelingt es durch die Schilderung, wie die ehemalige Geisel Reeve ihren Weg zum Therapeuten zurücklegt (Auf
wen und auf was sie alles achtet!) zu belegen: Die eigentliche Gefangenschaft dauert immer noch an; auch wenn sie eigentlich frei ist. Ähnliches gilt auch die restliche Schilderung. Da ist Tilly - gerade befreit, aber immer noch in Angst, weil die Dinge nicht immer so einfach sind, wie sie scheinen. Neben der Bedrohung durch die Täter, dem Drängen der Justiz und der Belagerung durch die Presse müssen die Opfer ihren Weg finden, um ihr Leben selbstbestimmt leben zu können. Hier bleibt das Gefühl beim Leser, dass sie lebenslang erhalten haben.
Reeve versucht trotz ihrer Angst zu helfen und zu retten. Die Angst lähmt sie nicht nur, sie schützt sie auch.
Über die Entwicklung der Handlung möchte ich nichts verraten. Absolut empfehlenswert! Vielleicht eine Warnung: nicht unbedingt als Bettlektüre verwenden, denn das ungute Gefühl, die Angst könnte den Schlaf rauben.
Susanne Peter, 29.05.2013
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