Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Die Stadt der schweigenden Berge

9783426514559
jetzt bestellen Jetzt bestellen
Taschenbuch, Knaur TB
02.02.2015, 576 S.

ISBN: 978-3-426-51455-9
Diese Ausgabe ist lieferbar
9,99
inklusive 7%
Mehrwertsteuer

Roman

Berlin 1931: Die junge Amarna ist fasziniert von der Kultur der Hethiter und vor allem von deren alter, versunkener Hauptstadt. Sie träumt davon, selbst einmal dorthin zu fahren, und vertieft sich in die Lektüre der Schriften jener Zeit. Doch ihr Vater, ein Altorientalist, verweigert ihr die Reise, obwohl er die Leidenschaft seiner Tochter teilt. Was ist auf jener Expedition passiert, die ihn einst in die verlorene Stadt führte? Und warum spricht er nie von der Mutter, an die Armana kaum eine Erinnerung hat? Mit Hilfe ihres Freundes Paul, der Amarna schon lange liebt, gelingt es ihr schließlich, ihren Traum zu verwirklichen – der sich jedoch bald als Alptraum entpuppt.

Die Autorin

Carmen Lobato

Portrait von Carmen Lobato

Carmen Lobato ist Romanistin, arbeitet in einem Museum und war zeit ihres Lebens eine leidenschaftliche Reisende. Für ihren neuen Roman hat sie...

zur Autorin Bücher von Carmen Lobato

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Aufwühlend und Herzerwärmend, spannend und fesselnd, liebevoll und voller Liebe, bestens recherchiert und in
brillanter Sprache - das ist mein Fazit zu Carmen Lobato's Roman "Die Stadt der schweigenden Berge".
Eingebettet in die jahrtausendealte Geschichte von Hattusili und Puduhepa, einem hethitischen Königspaar, deren gescheiterte Beziehung symbolisch für den Untergang der hethitischen Kultur steht, formt die Autorin die ebenso schwierige wie hoffnungsvolle Beziehung zweier Suchender - Amarna und Arman.
Bevor beide das Rätsel um ihre Verbindung aus frühen Kindertagen entwirren können, durchleben wir mit ihnen Wogen des Glücks, kämpfen uns mit Ihnen durch Täler voller Tränen, spüren den Schmerz, zweifeln und sind zornig. Amarna ist Studentin der Altorientalistik und beschäftigt sich intensiv mit dem Gilgamesch-Epos. Mit ihrem Vater - ebenfalls ein Altorientalist - überwirft sie sich, als er ihr eine Reise nach Hattusa nicht erlauben will. Amarna spürt, dass sie an diesen Ort Reisen muss, nicht nur um auf Spurensuche nach der beinah vergessenen Kultur der Hethiter zu gehen, sondern auch um Licht in das Dunkel um ihre Kindertage und das Schicksal ihrer Mutter zu bringen und so macht sie sich auf die Reise. In Istanbul begegnen sich Arman und Amarna. Beide sind fasziniert von einander und nähern sich einander zaghaft an. Arman ist ein junger Armenier und hat bereits eine extrem leidvolle Geschichte durchleben müssen, mit der er erst dann umgehen kann, als sich das letzte Rätsel um seine Vergangenheit löst. Am Beispiel seines persönlichen Schicksals spricht die Autorin sanft aber schonungslos die Verbrechen am Armenischen Volk an, die leider nach wie vor viel zu wenig Beachtung in der Öffentlichkeit erfahren.
Unsere beiden Hauptakteure Amarna und Arman verbindet mehr, als das gemeinsame Interesse an Hattusa und die akribische archäologische Spurensuche. Sie sind für einander geschaffen und nichts vermag daran etwas zu ändern. Und wie bei Gilgamesch und Enkidu: "Die zwei waren heilsam füreinander, doch sie brachten einander zugleich in höchste Gefahr."
...und zwischendurch lesen wir immer wieder die anrührende Geschichte von der tragischen Liebe jenes Königspaares in Hattusa lange vor unserer Zeit...
Am Ende überrascht die Duplizität der Ereignisse vor tausenden von Jahren und im Jahr 1912. Dies ist letztlich der Schlüssel und der Befreiungsschlag für Arman und Amarna.
Carmen Lobato hat ein großartiges, ein leidenschaftliches Buch geschrieben. In der ihr eigenen poesievollen Sprache zeichnet die Autorin ein Bild von Hattusa im Nebel der Zeit und von der Perle Istanbul in den 30er Jahren. Sie hat aber auch mein Interesse an den Hethitern und an der Geschichte des Armenischen Volkes geweckt und fange an zu verstehen, warum die "Hatti" für die Autorin ein ganz besonderes Buch ist, das ich sehr eindringlich zum Lesen empfehle.
Jana68, 20.09.2015

Ich hab dieses Mal eine Zeit lang gebraucht, bis ich ganz in der Geschichte war, aber ich könnte mir vorstellen, dass
das auch daran lag, dass ich von Hattusa und den Hethitern noch nie vorher irgendwas gehört hatte. Und ich muss ehrlich gestehen, dass ich auch von der Geschichte der Armenier, die hier mit im Vordergrund steht, vorher nichts wusste. Zu dem gab es auch noch eine schöne Liebesgeschichte. Für mich hat in dem Buch alles zusammengepasst und ich hatte das Gefühl, dass alles so passiert sein könnte.

Alle Charaktere waren sehr lebendig beschrieben, wie man das von Charlotte Lyne (Carmen Lobato) kennt. Ich konnte mir Personen und Schauplätze sehr bildlich vorstellen, fand den einen sympathischer als den anderen (wie im echten Leben ...) und freu mich schon auf ein Wiedersehen.
Biene759, 12.06.2015

Wer weiß schon, dass die Türkei ihr eigenes kleines Atlantis, ihr persönliches Eldorado hat? Ich denke so gut wie
niemand. Dieser Teil der Menschheitsgeschichte ist einfach in Vergessenheit geraten, begraben unter dem Schutt der Zeit, und mit ihm ein ganzes Volk, das Volk der Hethiter. Ein Großreich, von der Welt vergessen, „aus der es gerade erst für eine Handvoll Sekunden aufgetaucht war.“ (S. 22)
machtvoll, einflussreich, vergleichbar nur mit Ägypten, Assyrien oder Babylon.

Mit ihrem Buch „Die Stadt der schweigenden Berge“ entfernt Carmen Lobato den Staub der Geschichte von den Überresten Hattušas, der aus Stein gehauenen Hauptstadt der Hethiter, die mehr als viertausend Jahre ihr Dasein in einer Art Dornröschenschlaf fristete. Und so schickt Carmen Lobato im Spätsommer 1905, zwei ihrer fiktiven Charaktere, zwei junge deutsche Archäologen namens Tilman Brandstätter und Merten Schobert, auf eine große Expedition mitten hinein ins osmanische Herz, auf den Boden der heutigen Türkei. Ausgrabungen, wie sie so tatsächlich, im Auftrag der Deutschen Orient-Gesellschaft Berlin, in der Stadt der Götter und Tempel stattfanden. Die beiden wähnen sich schon am Ziel ihrer Träume, auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Atlantis, sehen schon ihren „Namen in den Fels der Geschichte“ gemeißelt. Doch geschieht das schier Unmögliche, etwas geht schief auf dieser Expedition, etwas über das die beiden Freunde nach ihrer Rückkehr kein Sterbenswort verlieren und das wie eine schwere Bürde auf ihnen lastet.

Jahre später, wir schreiben bereits das Jahr 1930, studiert die junge Amarna Brandstätter, Tochter eben jenes Archäologen Tilman Brandstätter, an der Berliner Universität Altorientalistik und Archäologie. Für die frühen 30-er Jahre durchaus keine Selbstverständlichkeit, doch Amarna ist eine moderne und selbstbewusste junge Frau, mutig und neugierig wie ihr Vater und von einem unglaublichen Forscherdrang getrieben.
Als sie eines Tages im Rahmen ihrer Magisterarbeit über das Gilgamesch-Epos, eine Sammlung von Texten aus Babylon, auf einen geheimnisvollen Hinweis über Tontafeln mit einer hethitischen Version der Dichtung stößt, beginnt sie nachzuforschen. Die Tafeln stammen aus der Stadt Hattuša. Fortan setzt sie ihre ganze Energie in die Erforschung dieses Themas, es ist wie eine Sucht, ein Rausch, der die junge Frau befällt. Doch es sind nicht nur die Tafeln und das Gilgamesch-Epos, die Amarna so faszinieren, es ist diese unglaubliche Verbundenheit, die sie zu dieser Stadt verspürt, die sie nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Eine Verbundenheit, die eng mit ihrer eigenen Familiengeschichte zusammenzuhängen scheint und dem mysteriösen Tod ihrer Mutter. Warum spricht ihr Vater nie über die Expedition und das Schicksal ihrer Mutter? Was sind das für geheimnisvolle Alpträume und Visionen, die sie nachts heimsuchen? Kurzentschlossen bricht Amarna, gegen jeden Widers
LibriHolly, 16.04.2015

In den 1930er Jahren studiert Amarna, Tochter eines Archäologen, Archäologie in Berlin. Sie möchte ihre Doktorarbeit
über den Gilgamesch-Epos schreiben. Im Rahmen ihrer Arbeit stößt sie dabei immer wieder auf die geheimnisvolle Stadt Hattusa, die eng mit ihrer Vergangenheit verknüpft zu sein scheint. Die Stadt lässt sie nicht los und so begibt sie sich gegen den Willen ihres Vaters und ihres Mentors auf eine Reise ins ferne Anatolien und damit auch auf eine Reise in ihre Vergangenheit, die weit in ihre Vergangenheit führen wird.

Dieses neue Buch von Carmen Lobato hat mich in seinen Bann gezogen. Es ist spannend, aufrüttelnd und berührend zugleich. Die 30er Jahre und die Antike erwachen darin neu zum Leben und werden für den Leser des 21. Jahrhunderts greifbar. Dabei schreckt die Autorin auch nicht vor den unbequemen und grausamen Themen der damaligen Zeiten zurück. Eindrücklich schildert sie die Schrecken und Folgen des armenischen Genozids ihren Lesern - ein Völkermord, der im Geschichtsunterricht nur selten erwähnt wird und der bei vielen in Vergessenheit geraten sein dürfte wird dadurch wieder ins Gedächtnis gerufen.

Aber nicht nur die Vergangenheit erwacht in diesem Buch zu neuem Leben, sondern auch zahlreiche orientalische Städte. Besonders gefallen haben mir die detailreichen Schilderungen von Istanbul und Ankara. Das Buch erweckte in mir die Lust darauf, selber mal in die Türkei zu fahren und die Städte selber zu erleben. Ich hatte beim Lesen die Gerüche in der Nase und hörte den Lärm auf den Straßen in meinem Kopf. Lesen ist in diesem Fall wirklich eine Reise im Kopf. Ein weitereres literarisches Highlight war für mich auch die Schilderung der Stadt Hattusa. Ich sah sie förmlich vor mir und ich war erstaunt darüber wie gut sie mit den Bildern auf Google übereinstimmten.

Die Sprache des Buches ist kraftvoll, detailreich und poetisch. Ich konnte beim Lesen Zettel und Stift nicht aus der Hand legen - so viele Sätze gab es, die ich mir herausschreiben wollte. Hier nur zwei Beispiele:

"Der Kuss war ihre Auster, in der nichts Platz fand als Innigkeit, Verlangen und Zärtlichkeit. Die Gewissheit zu zweit zu sein. Seine Lippen waren glatt und fest , er küsste wundervoll, und das Gefühl, sich immer närrischer in ihn zu verlieben, war ein Rausch. Aber das andere, das Gefühl, an der Wurzel mit ihm verschlungen zu sein, war nicht weniger stark." (S. 266)

"Wenn Menschen in Not sind, beklagen wir uns oft bitter darüber, dass niemand ihnen hilft. Wenn sie aber Hilfe nicht annehmen wollen, was nützt dann die ganze Klagerei?" (S. 240)

Besonders schön, dramatisch, aber auch sehr gefühlvoll hat die Autorin eine zauberhafte Liebesgeschichte in dieses Buch eingeflochten. Die Schilderung dieser außergewöhnlichen Liebesbeziehung stellt den Hauptteil des Buches dar. Sie ist aber so wunderschön erzählt, sodass ich das Buch gar nicht
Kirschbluetensommer, 09.04.2015

Der Roman entführt in das Berlin der 1930er Jahre. Aber nur kurz, denn es geht viel weiter zurück in die
Vergangenheit. Amarna studiert Altorientalik und hat als Thema den Gilgamesch-Epos für ihre Abschlussarbeit gewählt. Mehr und mehr taucht sie in diese Geschichte ein und will mehr über das wenig erforschte Volk der Hethiter erfahren. Aber ihr Vater und ihr Patenonkel sind dagegen, obwohl beide auf diesem Gebiet sehr bewandert sind und selbst schon auf einer Expidition in Hatusa waren. Amarna kann das nicht verstehen und immer größer wird ihr Wunsch, selbst nach Hatusa zu fahren. Schlussendlich setzt sich Amarna gegen Vater und Patenonkel durch und macht sich zusammen mit ihrem Verlobten Paul auf den Weg. Mit dabei viele offene Fragen: Was ist auf der Expedition passiert, bei der ihr Vater dabei war? Warum spricht dieser nie von Amarnas Mutter, an die sie selbst keine Erinnerung hat? Und was hat es mit dem unbekannten Mann auf sich, den sie im Pergamon-Museum getroffen hat? Nach und nach bekommt Armarna Antworten und befindet sich schnell mitten in einem Albtraum , in dem sie eine nicht unbedeutende Rolle spielt.

Eigentlich gehören solche historischen Schinken nicht zu meinem Favorits im Buchregal. Doch hierbei hat mich das Cover sofort in seinen Bann gezogen. Im Geschichtsunterricht war ich nie eine große Leuchte, aber alles was mit Archäologie zu tun hatte zog mich in seinen Bann. Und so wollte ich mehr über das Abenteuer Gilgamesch-Epos wissen und hatte hiermit eine Story, die mich nicht nur ansich überzeugte, sondern die mich dazu brachte, im Internet nach dem Gilgamesch-Epos zu suchen, um mehr über dieses Volk zu erfahren.

Besonders wird dieser Roman lange nicht nur durch die herzzerreißende Liebesgeschichte zwischen Armana, Paul und Arman. Auch die Ausführungen über die Ausgrabungen von Hattusa und die Beschreibungen des Schicksals der Armenier zu Beginn des 20. Jahrhunderts machen diese Geschichte aus. Sehr gelungen ist der Autorin die Verknüpfung der Einzelheiten des Epos, die in eigenen Kapitel beschrieben sind, mit dem Geschehen der 1930er-Jahren rund um die Hauptcharaktere. Es geht um Liebe und Verbundenheit. Darum, dass Menschen in der Vergangenheit lange nicht so frei entscheiden konnten, wie heute.

Ein weiterer Punkt, der mir sehr gut gefallen hat waren die Protagonisten selbst, die sehr ausführlich dargestellt sind, ohne das es langweilig wird. Der Leser erfährt immer mehr über die Charaktereigenschaften der Personen und kann sich ein gutes Bild machen. Dabei bleibt es immer spannend. Allerdings ist die Geschichte nichts für Nebenbei. Dieses Buch hat meine volle Aufmerksamkeit gefordert, denn es braucht Ruhe um den Faden nicht zu verlieren und die Parallelen zwischen der Geschichte im Epos und der der Hauptakteure zu verstehen. Schlussendlich hat dieses Buch aber die volle Punktzahl verdient und ist sicher nicht nur eine spannende Lektüre für Fans des Vergange
Kathrin Bolte, 23.03.2015

Amarna studiert in Berlin Altorientalistik und Archäologie und soll ihre Magisterarbeit über das Gilgamesch-Epos
schreiben. Aber sie möchte nach Hattuša, doch mit Ihrem Vater Tilmann Brandstätter, der ein sehr anerkannter Archäologe war, ist darüber nicht zu reden. Viele Jahre schon hat sie Albträume, die mit Hattuša und ihrer verstorbenen Mutter zusammenhängen. Nachdem sie ein Gespräch zwischen ihrem Paten Merten Schobert und Tilmann hört, weiß sie, dass sie sich selbst finden muss, weil ein Stück ihrer Vergangenheit fehlt. Sie streitet mit ihrem Vater und überredet ihren Freund Paul, mit ihr nach Hattuša zu reisen. In Istanbul begegnet sie Arman und fühlt sich gleich von ihm angezogen. Wer ist dieser ungewöhnliche Mann?

Die Geschichte ist unheimlich faszinierend, denn man kann sich in eine vergangene Zeit versetzen lassen. Die historischen Ereignisse sind gut recherchiert und so kann man sein Wissen auffrischen oder auch ganz Neues erfahren. Ich hatte beim Lesen das Bedürfnis, mich intensiver mit der Geschichte Hattušas als auch mit der Geschichte der Armenier zu beschäftigen.

Das Buch beginnt im Berlin der dreißiger Jahre, als schon Jagd auf Menschen gemacht wird, die fremd aussehen. Weiter geht es dann in die aufstrebende Türkei des Mustafa Kemal Pascha (Atatürk).

In die Handlung um Amarna gibt es immer wieder Einschübe über die Geschichte Hattušas. Das Schicksal dieses Ortes ist verknüpft mit Puduhepa, die zwischen zwei Männern steht – ihrem Gemahl Hattusili und dem König Urhi-Tesub.

Amarna ist auf der Suche nach ihrer Identität und selbst in der Türkei werden ihr dabei Steine in den Weg gelegt. Die Vergangenheit soll im Dunkeln bleiben, doch durch die fremde Umgebung und ihr Zusammensein mit Arman kann sie sich an Bruchstücke ihrer Vergangenheit erinnern. Die aber muss Amarna erst in einen Zusammenhang bringen. Unterstützt wird sie dabei von Arman, den das Schicksal gebeutelt hat und der selber nicht weiß, wer er wirklich ist, denn er ist einer der wenigen Armenier, der den Völkermord überlebt hat. Seine Geschichte hat mich sehr berührt und ich hatte immer Angst um ihn. Paul ist eigentlich zu bedauern; er liebt Amarna und würde alles für sie tun, doch sein Verhalten wirkt oft sehr merkwürdig. Amarna macht es ihm aber auch sehr schwer, denn sie bekommt nicht mehr mit, was um sie herum geschieht. Auch die anderen Charaktere sind vielschichtig und authentisch beschrieben, so dass die Beweggründe für ihr Handeln nachvollziehbar sind.

Der Schreibstil ist einfach wundervoll poetisch und unverwechselbar. Ich wurde förmlich in die Geschichte hineingezogen.

Ein wundervolles Buch.
leseratte1910, 17.03.2015

Meine Meinung:
Mit diesem Buch wurde ich in eine Welt entführt, die ich entweder nie so richtig beachtet hatte oder noch gar nicht kannte. Eigentlich fällt es mir jetzt schwer, hier eine Rezension zu schreiben, denn das Buch hat mich wirklich sehr beeindruckt und von Anfang bis Ende an sich gefesselt. Ob ich nun die richtigen Worte finde? Ich will es einfach mal versuchen:

Mit der Protagonistin Amarna reiste ich nach Anatolien um mehr über Hattusa, der ehemaligen Hauptstadt der Hethiter zu erfahren. Schon allein das war ein besonderes Abenteuer. denn wir befanden uns im Jahr 1931 und zu damaliger Zeit konnte noch nicht so komfortabel wie heute gereist werden.
Aber bevor ich Amarna begleiten konnte, lernte ich erst einmal ihren Vater, ihren Paten und Paul ihren Verlobten kennen. Und ich musste erfahren, dass Amarna durch einen wiederkehrenden Alptraum gequält wird und ihr Vater ihr leider viele ihrer Fragen nicht beantworten wollte.
Amarna war mir sofort sympathisch, auch wenn ich ihr Verhalten manchmal nicht so recht verstand, aber sie war auch ein Kind ihrer Zeit und Frauen hatten es damals nicht sehr einfach.

Die Autorin hat alle Personen und Örtlichkeiten so gut beschrieben, dass ich alles wirklich vor Augen hatte. Ganz fasziniert war ich von den eingeschobenen Kapiteln über den König Urhi-Tesub, seinem Bruder Hattusili und dessen Frau Puduhepa. Ich war vor allem sehr gespannt, wie sich deren Geschichte mit der von Amarna verknüpfen würde.

Auf der Reise und am Ziel passierten einige merkwürdige Dinge, die ich selber nicht überblicken konnte. Ich war auch hier sehr gespannt, was sich dahinter wohl verstecken würde. Dabei lernte ich die Begleiter von Amarna noch besser kennen, war mir aber unsicher, ob ich immer noch alle sympathisch finden sollte. Manches Verhalten kam mir schon sehr merkwürdig vor. Gleichzeitig musste ich feststellen, dass auch gebildete Menschen sehr große Vorurteile haben und diese nur schwer ablegen können.

Insgesamt gesehen war dies ein Buch, das ich lehrreich, aber auch gleichzeitig sehr spannend fand. Amarna hat mich durch ihr Verhalten immer mehr beeindruckt und ihr Ansehen ist in meinem Augen sehr gestiegen. Arman, der die Gruppe nach Hattusa führte, hat mich ebenfalls beeindruckt, wobei ich wahrscheinlich, genau wie Armana, öfter mit ihm geschimpft hätte.

Das Buchcover finde ich schon allein durch die farbliche Gestaltung sehr ansprechend. Das Bild und auch der Titel erklärt sich beim Lesen des Buches.

Fazit:
Ich hoffe, ich konnte einige neugierig auf dieses Buch machen und meine Begeisterung richtig rüberbringen. Es lohnt sich auf jeden Fall zu lesen.
LeseUlla, 09.03.2015



KF01, 24.01.2015
↑ nach oben