Verlagsgruppe Droemer Knaur



Grimms Morde

9783426281017
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Hardcover, Droemer HC
02.10.2017, 480 S.

ISBN: 978-3-426-28101-7
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Roman

Der neue historische Roman der Spiegel-Bestsellerautorin Tanja Kinkel führt zurück in das neunzehnte Jahrhundert und verbindet märchenhaftes Setting und historische Spannung mit einer grausamen Mordserie. Rot wie Blut…
Kassel, 1821: Die ehemalige Mätresse des Landesfürsten wird nach Märchenart bestialisch ermordet. Die einzigen Indizien weisen ausgerechnet auf die Gebrüder Grimm. Weil die Polizei nicht in Adelskreisen ermitteln kann, die sich lieber Bericht erstatten lassen, anstatt Fragen zu beantworten, kommen den Grimms Jenny und Annette von Droste-Hülshoff zur Hilfe. Ein Zitat aus einer der Geschichten, welche die Schwestern zur Märchensammlung der Grimms beigetragen hatten, war bei der Leiche gefunden worden. Bei ihrer Suche müssen sich die vier aber auch ihrer Vergangenheit stellen: Vorurteilen, Zuneigung, Liebe – und Hass, und diese Aufgabe ist nicht weniger schwierig. In einer Zeit, wo am Theater in Kassel ein Beifallsverbot erteilt wird, damit Stücke nicht politisch missbraucht werden können, Zensur und Überwachung in deutschen Fürstentümern wieder Einzug halten und von Frauen nur Unterordnung erwartet wird, sind Herz und Verstand gefragt.
Geschickt verwebt Tanja Kinkel die privaten Verwicklungen von zwei der berühmtesten Geschwisterpaare der deutschen Literaturgeschichte in ein unglaubliches Verbrechen. Ein Mordsbuch.

Die Autorin

Tanja Kinkel

Portrait von  Tanja Kinkel

Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, gewann bereits mit 18 Jahren ihre ersten Literaturpreise. Sie studierte in München Germanistik, Theater- und...

zur Autorin Bücher von Tanja Kinkel

Pressestimmen

"Märchenhafte Morde"

Lust auf mehr, 01.10.2017

"Ein überaus lesenswerter historischer Roman."

sandammeer.at (Klaus Beck), 30.09.2017

"ein eindrucksvolles 'politisches Sittengemälde' der Zeit nach der Französischen Revolution"

Hessenschau.de, 02.10.2017

"Tanja Kinkel ist ein Geschichts-Junkie, eine Zeitreisende, die sich wie ein Chamäleon mit Haut, Haaren, Kleidung, Sprache und vor allem zeitgemäßer Kultur in jede Epoche einfügen kann."

Voices of the street (Blog), 06.10.2017

"Mehr Historienroman als Thriller, aber auf jeder Seite spannend."

freundin, 04.10.2017

"Ein äußerst ungewöhnlicher historischer Roman mit spannenden Krimi-Elementen."

Ev. Gemeinde-Magazin, Nordkirche, 01.09.2017

"Sehr gut recherchierter Roman, der ein deutliches Bild der nachnapoleonischen Zeit in Hessen malt."

Büchertreff.de (Heide Föllner), 15.10.2017

"Tanja Kinkel hat die Eigenschaften und Denkweisen der Grimm's und beiden Droste-Schwestern hervorrangend, anspruchsvoll und intelligent in ihrem historischem Sittengemälde der damaligen Zeit (1821) beschrieben (...)"

Literaturgarten-Blog (Angela Busch), 26.10.2017

"Der Roman ist nicht nur inhaltlich und sprachlich ein kleines Kunstwerk, auch das Buchcover ist ein toller Hingucker (...) Für diesen Roman sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, um ihn gebührlich zu genießen."

Lesen und Hören (Blog), 30.10.2017

"sorgfältig aufgebauter, auf einer reellen historischen Grundlage fundierter Roman, der feinfühlig verwirklicht wurde"

Eden Lit Blog, 31.10.2017

"Ein Mordsbuch"

Buch-Magazin, 01.11.2017

"anspruchsvoller Roman mit geschichtlichem Nährwert"

fachbuchkritik.de, 08.11.2017

"Der neue Roman der deutschen Spiegel-Bestsellerautorin beginnt jedoch wie ein TV-Tatort, führt dabei aber zurück in das neunzehnte Jahrhundert und verbindet märchenhaftes Setting und historische Spannung mit einer grausamen Mordserie."

Stadtgespräch , 01.11.2017

"Tanja Kinkel beweist viel Fantasie und Ideenreichtum. 'Grimms Morde' ist ein ganz besonderer historischer Krimileckerbissen!"

Denglers buchkritik.de, 06.11.2017

"dieses Buch ist ein Kunstwerk, was vor allen Dingen durch seine Sprache und seinen Aufbau besticht"

Elizasbuecherparadies.wordpress.com, 29.10.2017

"Tanja Kinkel erzählt von einer geistreichen, aber auch tödlichen Zeit."

neues deutschland, 25.11.2017

"(...) Da hätte man am liebsten gleich weitergelesen, so sehr waren einem die vier kauzigen Personen ans Herz gewachsen und so unbedingt wollte man den geschickt ausgelegten Fährten folgen."

Badische Neueste Nachrichten, 01.12.2017

"Obwohl Mord und Mordopfer frei erfunden sind, bringt dieser Roman die historisch belegte Verbindung der beiden Geschwisterpaare auf eine neue und sehr spannende Weise zusammen."

Braunschweiger Zeitung , 23.12.2017

"Grimms Morde" ist ein raffinierter Krimiplot, der in eine bis ins kleinste Detail recherchierte historische Kulisse eingebettet ist.

WDR4 Bücher, 06.02.2018

Lesetipps

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Märchenhaft mörderische Geschichte aus einem anderen Jahrhundert!

Im hessischen Kassel kommt im Jahre 1821 die ehemalige Mätresse des verstorbenen Kurfürsten zu Tode. Die grausame Ausführung des Mordes an Freifrau von Bachros erinnert an eine plattdeutsche Erzählung aus der Märchensammlung der Gebrüder Grimm. Oberwachtmeister Blaubart, hat den am Tatort auftauchenden Hofbibliothekar Jacob Grimm natürlich sogleich in Verdacht etwas mit dem Morden zu tun zu haben. Auf seine Unschuld plädierend, beginnen die Gebrüder auf eigene Faust zu ermitteln! Die mit den Grimms befreundeten Schwestern Jenny und Annette von Droste-Hülshoff eilen den Brüdern zu Hilfe, stammt doch das besagte Märchen aus ihrer Feder…..

 

In ihren historischen Krimi „Grimms Morde“ steigt die Autorin Tanja Kinkel schon im Prolog mit dem märchenhaft grausigen Mordfall mitten ins Geschehen ein. Daraus entwickelt sich so langsam eine Geschichte, in der die Hauptrolle auf die Gebrüder Grimm und als Gegenpart die Schwestern Droste Hülshoff stehen. Daraus entwickelt sich neben der spannenden Verbrechensrecherche auch ein Sittenportrait der damaligen Zustände, Rechte und Sitten werden aufgezeigt und auch die damalige Politik und ihre Auswirkungen kommen zur Sprache.

Ein besonders Augenmerk wird auch auf die Stellung von Mann und Frau, sowie auf die Standesdünkel der damaligen Zeit gelegt.

Der ein wenig altmodisch anmutende Schreibstil der Autorin passt hervorragend zu dieser unterhaltsamen kriminellen Romangeschichte. Es ist kein Buch das sich mal so schnell nebenbei lesen lässt, man muss  schon Aufmerksamkeit und ein wenig Muße in die Zeilen stecken um das Buch zu genießen;) Besonders gelungen fand ich die Dialoge der Protagonisten, die sehr charakteristisch angelegt waren. Das Hintergrundwissen von Tanja Kinkel ist enorm und ihre Sprachgewandtheit einfach bewundernswert!

 

Eine hervorragende und interessante Lektüre, die mir wirklich großen Spaß bereitet hat und einen ganz anderen, neuen Blickwinkel auf die beschriebenen berühmten Persönlichkeiten gegeben hat.

Die fiktive Handlung wurde in deren Leben und um ihre Persönlichkeit gewoben, was ich unglaublich spannend fand. Sehr empfehlenswert für historisch Interessierte und Liebhaber guter Erzählkunst!

moewe13, 24.04.2018

 

Tanja Kinkel hat die Eigenschaften und die Denkweisen der Grimm’s  und beiden Droste-Schwestern hervorragend, anspruchsvoll und intelligent in ihrem historischen Sittengemälde der damaligen Zeit (1821) beschrieben und verpackt in die Rahmenhandlung mehrerer fiktiver Morde, die mit den Schriften und Märchen der Brüder Grimm in Zusammenhang gestellt wurden. Die Autorin hat sich in ihrer Ausdrucksweise ganz der damaligen Zeit angepasst und man taucht nach anfänglichen leichten Schwierigkeiten beim Lesen völlig in diese alte, etwas umständliche, oft in Metaphern ausgedrückte Formulierungsart ein.

Das öffentlich und gesellschaftlich geschätzte Frauenbild war nach heutiger Sicht fürchterlich, heuchlerisch und abwertend. Die Mätressen der Fürsten wurden geduldet und öffentlich hofiert. Frauen anderer Gesellschaftsschichten  hatten sich in allen Lebensbereichen zurückzuhalten und nur dem Wohl der Familie zu dienen. 

Hier ein Zitat passend dazu aus Seite 119:

 Das Schlimmste, was einer Frau widerfahren kann“, hatte Therese von Droste erklärt, „ist, dass sie den Ruf ihrer Familie befleckt. Das Beste, was ihr widerfahren kann,ist,dass man sie und ihr segensreiches Wirken überhaupt nicht wahrnimmt, weil es diskret und wirkungsvoll geschieht.“

 

Diese männerdominierende Auffassung von der Rolle der Frau zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Roman und meine Empörung darüber hat für mich fast den zu lösenden Kriminalfall überdeckt. Aber es gibt ja noch die kleine, energische Annette von Droste-Hülshoff, die sich diesem Frauenbild schon damals entgegengestellt hat. In der Familie wurde sie laufend ermahnt ob ihrer offenen, sehr intelligenten und aufsässigen mündlichen Ausdrucksweise , auch wegen ihrer Gedichte und schriftlichen Aufzeichnungen.

Sie und Jacob, Jenny und Wilhelm haben durch ihre gemeinsamen klugen Recherchen, Überlegungen und Taten letztendlich die entscheidenden Rollen zur Auflösung der Morde gebracht.

 

Dieses Buch ist kein typischer Krimi, keine Lektüre, um dabei in den Schlaf hineinzudämmern, sondern verlangt volle Aufmerksamkeit.

Als wichtig empfand ich auch das Nachwort der Autorin, worin sie Fiktion und wahre Begebenheiten erklärt und trennt.

Der Roman ist  auch ein Zeitzeugnis der wieder erstarkten und regierenden hessischen Kurfürsten von Kassel, nachdem Jérôme Bonaparte (1807-1813 ) das Königreich Westphalen aufgeben musste.

 

Angela Busch, 26.10.2017
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