Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Die Stunde unserer Mütter

9783426516072
jetzt bestellen Jetzt bestellen
Taschenbuch, Knaur TB
01.06.2017, 320 S.

ISBN: 978-3-426-51607-2
Diese Ausgabe ist lieferbar
9,99
inklusive 7%
Mehrwertsteuer

Roman

In ihrem neuen und zugleich persönlichsten Roman „Die Stunde unserer Mütter“ erzählt Katja Maybach, inspiriert durch ihre eigene Familiengeschichte, von zwei unterschiedlichen Frauen in den Kriegs- und Schicksalsjahren 1940 bis 1945. Kraftvoll, gefühlsstark und authentisch zeigt dieser Roman den immer schwerer zu bewältigen Alltag, die Bedrohung durch die Gestapo und selbst durch Nachbarn und vermeintliche Freunde, die Hilflosigkeit aber auch den Widerstand gegen den Hass, der sich immer weiter ausbreitet. Doch zugleich erzählt Katja Maybach in „Die Stunde unserer Mütter“ auch vom Bewahren der eigenen Menschlichkeit und von der Liebe, die verloren geglaubt ist und dennoch zum Moment der Hoffnung wird. Durch die eingeflochtenen Feldpostbriefe und Tagebuchauszüge von Katja Maybachs eigenem Vater erhält dieser Roman seine besondere Kraft und Wahrhaftigkeit.

Im Mittelpunkt stehen Maria und Vivien, die einander nie besonders sympathisch waren – und jetzt eine Schicksalsgemeinschaft bilden, aus der nach und nach tiefe Freundschaft entsteht.
Dabei sind die beiden Frauen denkbar unterschiedlich: Während Maria, die ihren Mann, den Forstbeamten Werner, gegen den Willen ihrer Familie heiratete, mittlerweile an ihrer Ehe zweifelt, schmerzt die Engländerin Vivien jede Minute der erzwungenen Trennung von ihrem Mann Philipp. Maria ringt bei jedem Feldpostbrief Werners mit sich, die Distanz, die zwischen ihnen entstanden ist, zu durchbrechen und ihm ein paar liebevolle Worte zu schreiben. Vivien dagegen, die nur deshalb in der Kleinstadt vor den Toren Münchens Zuflucht gesucht hat, um ihren Mann, der im Widerstand tätig ist, nicht zu gefährden, wartet nur auf ein Zeichen, um zu ihm zurückzukehren. Während Maria zu ihrer verträumten Tochter Anna nur schwer Zugang findet, sind Vivien und ihre Tochter Antonia einander sehr ähnlich.
Doch je schmerzhafter die täglichen Einschränkungen werden, je näher der Krieg ihnen kommt und je größer die Gefahren von Denunziation und Anfeindungen werden, desto enger rücken die beiden Frauen zusammen …

Leselounge

Die Autorin

Katja Maybach

Portrait von Katja Maybach

Katja Maybach war bereits als Kind eine echte „Suchtleserin“, was beinahe automatisch zum eigenen Schreiben führte. Schon mit zwölf Jahren schrieb sie...

zur Autorin Bücher von Katja Maybach

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Kurzrezension - bei Interesse vollständige Rezension nachzulesen z.B. bei 'Histo-Couch'

Fazit:

Ein rundum gelungenes, stimmiges, sehr gefühlvolles und authentisches Buch, das ich absolut weiterempfehlen möchte: Besonders berührend die Solidarität der Frauen, die dem Roman den Titel gaben und starke Charaktere aufleuchten, die die dunkle Zeit an der Heimatfront durchstehen müssen - und diese mit Bravour meistern! Berührend auch die Tatsache, dass dies der persönlichste Roman Katja Maybachs ist, da Familienerinnerungen und die Feldpostbriefe ihres Vaters in ihn verwoben sind. Ich freue mich auf weitere Romane der von mir sehr geschätzten Autorin und vergebe 5 Sterne und 95° auf der "Histo-Couch".

Sagota, 20.06.2017

Eine sensationelle Geschichte

 

"Die Stunde unserer Mütter" ist der neueste Roman der Autorin Katja Maybach. Ich habe mich schon riesig auf dieses Buch gefreut. Und die Autorin hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Eine Geschichte, die den Leser bis tief in die Seele berührt.

Der Inhalt: Wir befinden uns in Deutschland im Jahr 1940. Mitten in den Kriegswirren, viele Männer befinden sich an der Front und die Frauen kämpfen ums nackte Überleben. Maria und ihre Tochter Anna leben in einer bayerischen Kleinstadt. Auch ihr Mann kämpft als Offizier und Maria zweifelt mittlerweile an ihrer Ehe mit Werner. Dann ist da ihre Schwägerin Vivien, die in München lebt. Aus Sicherheitsgründen soll sie in dieser schweren Zeit mit ihrer Tochter Antonia zu Maria aufs Land ziehen. Denn ihr Mann Philip riskiert sein Leben, indem er Juden in ihrer Wohnung versteckt. Vivien vermisst ihren Mann schmerzlich und wartet nur darauf, bald wieder nach München zurückkehren zu können. Doch in Zeiten großer Not verstehen sich die zwei ungleichen Frauen immer mehr und wachsen zu einer Einheit zusammen. Gemeinsam versuchen sie diese schlimme Zeit zu überstehen ......

Der Autorin ist wieder ein absoluter Bestseller gelungen. Für mich ein Lesehighlight. Schon von der ersten Seite an bin ich eingetaucht in die Geschichte von Maria und Vivien. Auch wenn Maria in einer Kleinstadt lebt, sind sie vor Anfeindungen nicht geschützt. Und dann haben sie ja noch dieses schreckliche Lager direkt vor Augen. Auch den Beitrag, den die beiden geleistet haben, fand ich unglaublich.  Und als es eines Nachts an der Türe von Maria gepocht hat, blieb mir fast das Herz stehen. Die Frauen hatten doch überhaupt keine Chance sich irgendwie zu wehren. Durch diesen Roman wird uns auch diese schlimme Zeit, die auch mein Vater als Kind erlebt hat, wieder vor Augen geführt. Welches Gefühl muss das gewesen sein,  in ständiger Angst zu leben in der Hoffnung auf ein Lebenszeichen eines Angehörigen. Und wie lange waren diese Feldpostbrief unterwegs (es ist berührend, dass die Geschichte Feldpostbriefe des Vaters der Autorin enthält) und wie viele haben ihre Empfänger nie erreicht. Ich fand es wunderbar, dass Maria und Vivien eine Einheit gebildet haben, um so sich und ihre Töchter zu schützen. Mit wie viel Leid, Not, Elend und Schicksalschlägen wurde alle konfrontiert. Doch irgendwie haben sie diese Zeit überstanden. Auch Anna und Antonia haben an ihren Träumen festgehalten. Hoffentlich sind ihre Wünsche in Erfüllung gegangen.

Eine mitreißende und packende Geschichten mit vielen Emotionen. Ein Wahnsinnsroman, der mich wirklich sehr berührt hat und bei dem beim Lesen kein Auge trocken blieb. Für mich ein absoluter Bestseller. Schon allein indem Cover steckt

zauberblume, 18.06.2017
↑ nach oben