Verlagsgruppe Droemer Knaur



Endzeit

9783426516447
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Taschenbuch, Knaur TB
02.05.2017, 560 S.

ISBN: 978-3-426-51644-7
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Ein Fall für Kommissar Oppenheimer

Kommissar Oppenheimers dritter Fall: ein packender Zweiter-Weltkriegs-Krimi über die Atompläne der Nazis von Glauser-Preisträger Harald Gilbers.

Berlin, Ende April 1945: Die letzten Tage des Dritten Reichs verbringen Kommissar Oppenheimer und seine Frau Lisa in einem Unterschlupf des Ganoven Ede. Doch in den chaotischen Wirren der Niederlage werden sie getrennt. Als Oppenheimer in Edes Auftrag einen verschwundenen Schuldner aufspüren soll, bekommt er unverhofft einen Hinweis auf Lisas Vergewaltiger, den russischen Deserteur Grigorjew. Er stößt auf ein Netz aus Lügen und Täuschungsmanövern, in dessen Zentrum ein Koffer mit brandgefährlichem Inhalt steht. Denn auch andere Mächte sind hinter Grigorjew her. Offenbar sollte er Material schmuggeln, das bei den Atomplänen der Nazis eine Rolle spielte. Und Oppenheimer weiß mehr von der Affäre, als er zunächst ahnt.

"Historisch sehr akkurat, atmosphärisch dicht und zudem noch ungemein spannend." FAZ

Leselounge

Der Autor

Harald Gilbers

Portrait von Harald Gilbers

Harald Gilbers, geboren 1969, studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur...

zum Autor Bücher von Harald Gilbers

Weitere Teile der Reihe "Ein Fall für Kommissar Oppenheimer"

Pressestimmen

"Schöner, vielschichtiger Spannungsroman, der die Atmosphäre im zerbombten Berlin hautnah heraufbeschwört."

B5 Aktuell, 09.05.2017

"Ein Bravourstück der Vergangenheitsbewältigung und atmosphärisch überzeugend.“

Unser Lübeck, 18.05.2017

"Auch Harald Gilbers' dritter Historienkrimi um seinen Protagonisten Oppenheimer ist dramatisch, spannend – und authentisch.“

Wiener Zeitung, 01.06.2017

"Das Leben im zerstörten Berlin, der Untergang der NS-Herrschaft und das Wirrwarr danach, (...), sind in diesem Roman ebenso wichtig wie die Krimihandlung um einen Schmuggler (...)"

Literaturkurier.de, 15.06.2017

"Ein Roman, der äußerst spannend Zeitgeschichte mit der Handlung eines Krimis verbindet."

Morgenpost am Sonntag, 28.05.2017

"Harald [Harald Gilbers] hat es drauf, deutsche Geschichte, während des Krieges und auch danach, wieder zum Leben zu erwecken, so dass man es auch wirklich nachvollziehen kann."

derweissedrache.de, 05.06.2017

"Gute Geschichte und atmosphärisch mittendrin in den Wirren des Kriegsendes."

Hellweger Anzeiger , 17.06.2017

"Gilbers schildert die Lebensumstände in Berlin im April 1945 sehr stimmig."

dpa / Frankfurter Neue Presse, 01.07.2017

"Mit 'Endzeit' wird ein Stück deutscher Geschichte atmosphärisch dicht, anschaulich, plastisch und gut und leicht beschrieben."

RCN Magazin, 01.07.2017

"Eindrückliches Zeitportrait."

Bielefelder, 01.08.2017

"Ein ebenso farbenprächtiges wie düsteres Leseerlebnis."

Histo-couch.de, Juli 2017

"(...) hervorragend recherchiert, mitreißend geschrieben, verzichtet der Autor auf verlockende Klischees. Auch der dritte Band um Kommissar Oppenheim verspricht und hält - ein großartiges Lesevergnügen."

General-Anzeiger Magdeburg, 20.09.2017

Lesetipps

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Der Vorgängerband „Odins Söhne“ endet damit, dass Oppenheimer mit seiner Frau Lisa untertauchen

muss und dafür die Hilfe des Ganoven Ede in Anspruch nimmt. Sie sind nun schon ein paar Wochen im Bräukeller, als Ede noch jemanden dort unterbringt und Richard mitteilen lässt, dass er ein Auge auf dessen Koffer haben soll. Während sie in dem Keller sind, hören sie die unerbittlichen Kämpfe draußen. Die russischen Truppen sind nicht mehr weit entfernt und es kann nicht mehr lange dauern, bis der Krieg zu Ende gehen muss. Als Richard und Lisa durch die chaotischen Verhältnisse getrennt werden, wird Lisa vergewaltigt und Richard macht sich Vorwürfe, dass er es nicht verhindern konnte. Erst später erfährt er durch einen Zufall, wer das Lisa angetan hat und er will Rache. So verbindet er die Ermittlungen, die Ede ihm aufträgt mit seinen persönlichen. Aber nicht nur er ist hinter dem russischen Deserteur Grigorjew her, der wie einige andere Interesse an dem Koffer von Dieter Roski hat.

Hilde hat auch überlebt und ist immer noch im Gefängnis. Während andere sich wegducken, wenn es knallt, sieht sie sich an, was draußen passiert und nutzt die Chance, die sich ihr dann bietet.

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie grauenhaft die Lebensbedingungen der Menschen in Berlin zu jener Zeit sind. Aber auch mit der Kapitulation werden die Verhältnisse nicht besser. Es herrscht ein Ausnahmezustand, der leider auch viel Schlimmes mit sich bringt. Die Menschen wollten nur überleben und sind hart geworden. Anstand und Moral sind häufig auf der Strecke geblieben. Frauen werden von russischen Soldaten vergewaltigt und es gibt welche, die andere vorschieben in der Hoffnung, ihnen würde es dadurch erspart. Es ist bewundernswert, wie die Frauen damit umgegangen sind.

Mir hat Oppenheimer dieses Mal ein wenig leidgetan. Er wurde zum Spielball der Mächte und hat es erst spät bemerkt, da seine Rachegedanken ihn nicht losgelassen haben. Dabei ist Lisa eine starke Frau, die zwar angeschlagen ist, aber noch lange nicht am Boden liegt. Aber auch Hilde ist eine starke Frau und es ist schon toll, wie kaltschnäuzig sie ihre Interessen durchsetzt.

Es hat mir wieder gut gefallen, wie der Autor die furchtbaren Dinge erwähnt, ohne sie in aller Breite zu beschreiben. Trotzdem hat man das Geschehen in seiner ganzen Dramatik vor Augen. Die letzten schweren Kämpfe haben noch viele Opfer gefordert. Massengräber werden mitten in der Stadt angelegt, damit der Gestank eingedämmt wird und es nicht zu Epidemien kommt. Aber es gibt auch sehr schnell wieder Hoffnungsvolles. Sehr schnell ist die S-Bahn wieder in Betrieb und die Berliner Philharmoniker geben ihr erstes Konzert.

Der Kriminalfall ist fast schon Nebensache, die Verhältnisse im Berlin der Kriegs- und Nachkriegszeit nehmen

leseratte1310, 21.07.2017
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