Verlagsgruppe Droemer Knaur



Das Seelenhaus

9783426304846
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Taschenbuch, Droemer TB
01.10.2015, 384 S.

ISBN: 978-3-426-30484-6
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Roman

"Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.

Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren.
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörig­keit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem
Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.

Leselounge

Die Autorin

Hannah Kent

Portrait von Hannah Kent

Hannah Kent, geboren 1985 in Adelaide, Australien, ist die Mitbegründerin der australischen Literaturzeitschrift 'Kill Your Darlings'. 2011 gewann sie...

zur Autorin Bücher von Hannah Kent

Pressestimmen

"Eine echte Entdeckung."

Petra, 01.12.2014

"sprachlich herausragendes Debüt"

Abendzeitung, 06.12.2014

"große erzählerische Kraft"

Landsberger Tagblatt, 05.12.2014

"Die intensiven Beschreibungen von Islands schroffer Landschaft, seinen verschlossenen Bewohnern und dem rauen Klima der Insel sorgen für kalte Schauer."

Freundin, 03.06.2015

"Ein amüsanter und rasanter Roman, der alles andere als ein fader Abklatsch längst erzählter Geschichten ist."

Altmühl-Bote, 08.08.2015

"Zur wahren Geschichte wurden Romanelemente hinzugefügt, die die Historie nicht verfälschen, sondern sie eher noch lebendiger erscheinen lassen."

Celines Bücherwelt, 26.10.2015

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Bleibender Eindruck!

Dieses Buch kommt ohne Schnickschnack aus, direkt auf den Punkt. Hier gibt es nicht viel, außer die Erlebnisse, die Ängst und Emotionen der Figuren.

Dieses Buch hat mich zutiefst berührt....

9moon, 19.05.2017

Agnes Magnúsdottir, von der Mutter als Kind verstoßen, fühlt sich Zeit ihres Lebens

unerwünscht und ungeliebt. Als Magd arbeitet sie Anfang des 19. Jahrhunderts in Island bei dem als Wunderheiler bzw. Hexenmeister verschrienen Natan Ketilsson auf dem Hof von Illugastadir.
Als dieser 1828 tot auf seinem Hof aufgefunden wird, wird u.a. Agnes beschuldigt, ihn mittels eines Messers getötet und anschließend den Hof angezündet zu haben. Vom Landrat Björn Blöndal wird sie zum Tod durch Enthauptung verurteilt. Die vier Wochen bis zu ihrer Hinrichtung soll sie auf dem Bauernhof Kornsáhof bei einer Beamtenfamilie verbringen.

Das Ehepaar Jónsson hat zwei Töchter und ist entsetzt, dass sie eine Mörderin bei sich aufnehmen müssen. Zunächst haben sie Angst vor der verschlossenen jungen Frau, nehmen sie aber dennoch fast schon selbstverständlich in ihr Haus auf. Agnes ist überraschend intelligent und erledigt die Arbeiten im Haushalt und Hof trotz ihrer Perspektivlosigkeit sehr engagiert.

Zur Läuterung und Buße sowie zur Vorbereitung auf ihre Begegnung mit Gott soll Agnes Gespräche mit einem Priester führen. Der junge Pfarrvikar Tóti ist sichtlich berührt vom Schicksal der jungen Frau, Agnes vertraut sich jedoch als erster der Hausherrin Magrèt an, der sie ihre Lebensgeschichte erzählt und was sich am Tag des vermeintlichen Mordes zugetragen hat.

Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten. Agnes Magnúsdottir war die letzte Person, die in Island im Jahr 1829 hingerichtet wurde. Zur damaligen Zeit gab es auf Island keine Gefängnisse, weshalb Verurteilte entweder in Dänemark inhaftiert wurden oder als Arbeitskräfte auf Höfe von so genannten Dienstmännern verteilt wurden.

"Das Seelenhaus" versetzt den Leser in eine düstere Stimmung nach Island, eine Insel, die vom rauen, kalten Klima geprägt ist. 1828/ 1829 sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich deutlich: Armut, Elend, Krankheiten und Tod sowie die Ausweglosigkeit aller Protagonisten auf den Bauernhöfen, deren Leben so beschränkt ist, sind in dem Buch allgegenwärtig.
Es ist ein leicht deprimierender historischer Roman, der nicht nur durch den Bezug auf ein wahres Verbrechen sehr authentisch wirkt. Es ist kein spannender Krimi, da das Schicksal von Agnes Magnúsdottir besiegelt und das Ende vorgegeben ist.

"Das Seelenhaus" ist die fiktionale Nacherzählung des tragischen Schicksals einer jungen Frau, der im Leben weder Liebe noch Glück vergönnt war. Der Mord und seine Aufklärung treten in den Hintergrund, während das Innenleben der vermeintlichen Mörderin einfühlsam von allen Facetten beleuchtet wird.

schnäppchenjägerin, 13.02.2017

Dieses Buch hat mich echt überrascht mit einer detailgenauen Schilderung von landestypischen Gegebenheiten und

emotionalen Problemen bei der Verurteilten und ihren Gastgebern. Ein Roman, der Thrillerqualitäten hat.

sommerlese, 08.06.2016

Island 1828 - Eine Geschichte über eine Frau, die zum Tode verurteilt und ihre letzten Monate bis zum Strick bei
einer Bauernfamilie unterkommt. So packend und lebendig geschrieben, dass man bis zum Schluß doch noch hofft, die ganze Wahrheit kommt ans Licht. Grandioses Debüt !!!!
Tom, 16.12.2015

Gestern Abend habe ich dieses wunderbare Buch beendet und bin noch total in seinen Bann gezogen.
Als ich anfing zu lesen war mir nicht klar, dass es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt, die Hannah Kent auf sehr eindrucksvolle, stimmige Art und Weise erzählt, die einem sehr ans Herz geht.
Die Magd Agnes Magnusdottir ist die letzte Frau, die in Island im frühen 19. Jahrhundert ihr Leben durch Hinrichtung verliert. Gerechtfertig oder nicht, diese Frage stellt man sich bis ans Ende des Buches und leidet mit ihr. Das Buch wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und ist nicht eine Minute langweilig. Man verspürt förmlich den Wunsch sich dieses karge Land selbst einmal anzusehen und sich eine Meinung darüber zu bilden. Viele der genannten Höfe sind auch heute noch aktiv in der Landwirtschaft, wenn sich sicher die Bedingungen auch verbessert haben mögen. Was bleibt aber ist die Dunkelheit und die Einsamkeit.
Ein toller Debutroman einer neuen jungen Autorin, der bei mir noch lange nachwirken wird.
engi, 15.07.2015

Die Geschichte von Agnes Magnusdóttir ist in Island sehr bekannt. Die Autorin Hannah Kent kam durch einen
Schüleraustausch in Kontakt damit. Dies veranlasste Kent dazu, diesen Roman zu schreiben.

Agnes Magnusdóttir , lebte im 19 Jhd., wurde wegen Mordes an Ihren Geliebten zu Tode verurteilt und wartet nun auf ihre Hinrichtung. Dies geschieht in Island zu dieser Zeit nicht in Gefängnissen, sondern bei Bauern und andere Hofbesitzern. Die Geschichte beginnt mit der Umsiedlung der Verurteilten auf den Hof der Familie Jónsdóttir. Die Familie reagiert mit Ablehnung auf diese Unterbringung. Doch die Hofherrin Magrét spannt Agnes gleich bei der Arbeit ein und merkt allmählich, das hinter ihrer Geschichte noch viel mehr steckt, als die offiziellen Stimmen verlauten lassen.

Hannah Kent hat einen spannenden und auch fesselnden Roman geschrieben. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit diesen langen isländischen Namen. Aber das legte sich schnell und ich konnte mich auf die Geschichte einlassen.
Agnes ist eine ernste, aber mutige Persönlichkeit, die sich anscheinend ihrem Schicksal, dem Tod, ergeben hat. Viel Liebe hat sie in ihrem Leben nie erfahren, weshalb sie sich an das spätere Opfer Natan klammert und ihm auf seinen Hof folgt. Doch schnell merkt sie, dass die Gefühle nur einseitig sind. Mir hat die Art wie Hannah Kent versucht, das Charakterbild von Agnes zu kreieren, sehr gefallen. Es wurde nicht beschönigt und als Agnes ihre Geschichte erzählt, geschieht dies ohne großartigen Emotionen. Mich hat dies sehr berührt, da ich immer das Gefühl hatte, dass da noch mehr sein muss.

Kent hat eine nüchterne, aber auch bedrückende und düstere Atmosphäre geschaffen, die mich an das Buch gefesselt hat. Der Schreibstil ist klasse und hat mich sehr beeindruckt. Man wird förmlich in das Jahr 1829 versetzt. Gefühle gehörten nicht immer zur Tagesordnung. Das merkt man als Leser sehr schnell. Der Alltag ist geprägt von schwerer körperlicher Arbeit und die Abhängigkeit und teilweise auch der Demut vor dem isländischen Wetterkapriolen. Mithilfe von offiziellen Briefen und Dokumenten, wurde dem Leser, der reale Hintergrund der Vorkommnisse näher gebracht.

Dieser Roman hat mich sehr berührt. Gerade, weil Vorurteile und Urteile die ganze Atmosphäre prägen, habe ich auch zeitweise mit der Protagonisten mitgelitten und konnte die Verbohrtheit der Herren und Damen manchmal nicht verstehen. Aber das war damals so Gang und Gäbe. Hätte die Geschichte zu unserer Zeit stattgefunden, wäre Agnes Leben mit Sicherheit anders verlaufen.


„Das Seelenhaus“ besticht durch einen spannenden und fesselnden Schreibstil. Die düstere abera auch nüchterne Atmosphäre, die Hannah Kent geschaffen hat, zieht den Leser in das Jahr 1828 und lässt ihn in das damalige Leben eintauchen. Von mir gibt es 5 Sterne
LeseTante_Caro, 19.04.2015

Und konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

Rebecca Beine, 20.01.2015

Gestern abend habe ich dieses wunderbare Buch beendet und bin noch total in seinen Bann gezogen.
Als ich anfing zu lesen war mir nicht klar, dass es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt, die Hannah Kent auf sehr eindrucksvolle, stimmige Art und Weise erzählt, die einem sehr ans Herz geht.
Die Magd Agnes Magnusdottir ist die letzte Frau, die in Island im frühen 19. Jahrhundert ihr Leben durch Hinrichtung verliert. Gerechtfertig oder nicht, diese Frage stellt man sich bis ans Ende des Buches und leidet mit ihr. Das Buch wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und ist nicht eine Minute langweilig. Man verspürt förmlich den Wunsch sich dieses karge Land selbst einmal anzusehen und sich eine Meinung darüber zu bilden. Viele der genannten Höfe sind auch heute noch aktiv in der Landwirtschaft, wenn sich sicher die Bedingungen auch verbessert haben mögen. Was bleibt aber ist die Dunkelheit und die Einsamkeit.
Ein toller Debutroman einer neuen jungen Autorin, der bei mir noch lange nachwirken wird.
engi, 30.12.2014

Das Seelenhaus ein düsterer, schwermütiger Roman aus einer lang zurückliegenden Zeit in einem unsagbar armen Land
(Island). Die Hauptperson, Agnes, lebte wirklich und wurde auch zum Tode verurteilt. Die Geschichte um sie herum ist absolut lesenswert
Sandra Paulsen, 30.11.2014

Das Seelenhaus von Hannah Kent ist ein Roman, der für mich zum Herbst gehört wie die der Nebel am Morgen. Am Anfang
war ich schon ein bisschen verwirrt und immer wieder stolperte ich über die vielen, sich doch sehr ähnlichen isländischen Namen. Aber je mehr man sich einliest und ein Gefühl für diese Personen entwickelt verschwindet diese Verwirrtheit.

Hannah Kent hat mit Agnes eine wunderbare Hauptfigur gewählt, die es mehr als verdient, dass ihre Geschichte erzählt wird. Sie nutzt dafür verschiedene Formen der Erzählung. Einmal werden Protokolle oder Briefe gewählt, die einem die damalige Sprache und den Sachverhalt näherbringen. Dann wird die Geschichte von Agnes und ihrem Weg erzählt, welchen Menschen sie begegnet und wie mit ihr umgegangen wird. Und die Erzählweise, die mir am besten gefallen hat, ist die Ich-Perspektive aus der Sicht von Agnes. Diese Frau wird einem so nahe gebracht, man weiß nicht, ob man sie verurteilen oder mit ihr mitfühlen soll.

In ihrer Geschichte macht einem die Autorin deutlich, wie schwer und oberflächlich diese Zeit damals war. Mit welchen Herausforderungen, die Menschen in Island zu dieser Zeit zu kämpfen hatten. Viele Dinge, gerade das Gerede und die Vorverurteilung der Leute, brachten mich immer wieder zum nachdenken, denn gerade diese Dinge kann man auch auf die heutige Zeit übertragen.

Dieses Buch ist einfach ein Muss für jeden der auf gut recherchierte und doch nicht zu faktenreiche Romane steht. Man kann sich stundenlang in ihm verlieren und Island mit seinen Herausforderungen kennenlernen. Einfach alles in allem ein wunderbarer Roman mit einer faszinierenden Hauptfigur, der einen gespannt festhält.
Nicole Kurzmann, 23.11.2014

Dieser Roman der in Island spielt beruht auf einer wahren Begebenheit und ist fesselnd von der ersten bis zur letzten
Seite. Einzig die islandischen Namen bereiten ein wenig Schwierigkeiten beim Lesen.
Klare Leseempfehlung!
Sandra Paulsen, 26.10.2014

Obwohl die Geschichte historisch belegt ist, hofft man bis zum Ende, dass Agnes ihrem Schicksal entgeht. Eine
ergreifende Beschreibung des harten Leben in Island um 1830. Eine schöne Sprache, gut übersetzt, ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
Ingrid Vilsmeier, 21.10.2014

Schon das Cover verspricht interessante Lesestunden......

Vöglein, 18.09.2014

Die Leseprobe liest sich sehr flüssig. Es wird von Anfang an Spannung aufgebaut.
Sehr gute Personenbeschreibungen und die Beschreibung der Landschaft ist poetisch.
Diese Leseprobe macht Lust auf mehr!
Susanne Pinkenburg, 18.08.2014

Wow, was für eine story. Ich bin total begeistert sowohl von dem hammermäßig mysteriös wirkenden Cover als auch von
der Geschichte. Die Leseprobe macht mich total neugierig, jedoch schreckt mich der Preis von 19,99 Euro total ab. Deswegen werde ich es mir nicht kaufen. Kommt das Buch auch als Taschenbuch oder zu einem reduzierten Preis heraus? Das ist schon viel Geld für ein Buch wie ich finde.
Petra Beckstein, 31.07.2014

Unbedingt lesen! Eine wahre Geschichte so spannend in Romanform erzählt, wie ich sie noch nicht gelesen habe. Man
erfährt Hintergründe, leidet mit und klappt am Ende das Buch zu und--- es fehlen die Worte! Agnes liegt einem mit jeder Seite mehr am Herzen.
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, bis ich es durch gelesen hatte.
Annett Fritsch, 22.05.2014
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