Verlagsgruppe Droemer Knaur



Boy in the Park – Wem kannst du trauen?

9783426305713
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Klappenbroschur, Droemer TB
01.08.2016, 368 S.

ISBN: 978-3-426-30571-3
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Roman

A. J. Grayson legt mit seinem Debüt einen düsteren, komplexen Psycho-Thriller um eine Kindesentführung vor, der mit ganz besonderen Drehs aufwartet. Ein Roman um Alptraum und Realität, um dunkelste Erinnerungen und menschliche Abgründe.
Ein kleiner Junge verschwindet. Am helllichten Tag wird er aus dem Botanischen Garten in San Francisco entführt. Der einzige Zeuge des Verbrechens ist Dylan, der dort eigentlich in Ruhe seine Mittagspause verbringen wollte. Die Polizei tappt im Dunkeln und so entschließt sich Dylan, auf eigene Faust nach dem Kind zu suchen. Je weiter er bei seiner Suche ins kalifornische Hinterland vordringt, je näher er dem Versteck zu kommen scheint, desto verstörender und blutiger werden seine nächtlichen Alpträume. Sie zwingen Dylan, sich seiner eigenen dunklen Vergangenheit zu stellen, die mit einem grausamen Doppelmord in Verbindung zu stehen scheint…
Für die Leser von "Girl on the Train", "Gone Girl" und "Shutter Island"

Der Autor

A. J. Grayson

Portrait von A. J. Grayson

Ashley Grayson war jahrelang als Dozent und Berater in der Wissenschaft zu Hause, bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Er schreibt am liebsten...

zum Autor Bücher von A. J. Grayson

Pressestimmen

"Mit sicherer Hand führt der Autor durch einen Albtraum aus Fiktion und Realität und lässt den Leser wie benommen an einen Abgrund zu sich kommen, der die dunkelsten Erinnerungen zutage bringt."

booksection.de, 11.07.2016

'Boy in the Park' ist ein spannender, aber auch düsterer Roman, der sich mit dem Thema Kindesmissbrauch und den Untiefen der menschlichen Psyche auseinandersetzt."

Allgemeine Zeitung, 06.08.2016

"eine Mischung aus Mystery- und Psychothriller"

Ruhr Nachrichten, 09.08.2016

"'Boy in the park' wirf viele Fragen auf. Die spannendste stellt sich nach der Lektüre. Wie hat A.J. Grayson es geschafft, einen Thriller zu schreiben, der sogar Krimiverächter überzeugt?"

kulturnews.de, 01.09.2016

"Psychologischer Spannungsroman mit rätselhafter Komponente: Wer ist eigentlich wer?"

Bücher Magazin, 01.10.2016

"Der einzige Zeuge einer Entführung macht sich auf die Suche nach dem verschwundenen Jungen: A.J. Graysons Psychothriller fesselt bis zum superüberraschenden Schluss."

Für Sie, 26.09.2016

"Ein Roman um Alptraum und Realität, um dunkelste Erinnerungen und menschliche Abgründe."

Lesezauber (Blog), 24.10.2016

"Ein komplexer psychologischer Spannungs-Roman um Albtraum und Realität, dunkelste Erinnerungen und menschliche Abgründe."

bm Buch-Magazin, 01.12.2016

"Ein sehr gelungenes, wenn auch etwas düsteres Werk von A.J. Grayson."

Wochenjournal (Badisches Tagblatt), 11.12.2016

"Der Roman 'Boy in the Park' ist außergewöhnlich: Der Autor A.J. Grayson führt den Leser mit überraschenden Wendungen gekonnt in die Irre."

Neue Osnabrücker Zeitung, 04.06.2017

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Ein Mann sitzt im botanischen Garten in San Francisco an einem See und schreibt dort in seiner Mittagspause Gedichte.

Täglich sieht er einen kleinen Jungen in einer hellblauen Latzhose aus dem Gebüsch treten, mit seinem Stock im Wasser herumstochern und dann wieder in den Bäumen verschwinden. Anfangs hatte er sich etwas gewundert, fast gefürchtet, aber nach zwei Jahren hatte er sich daran gewöhnt und freut sich sogar darauf, den Jungen zu sehen.  Eines Tages hat der Junge eine Wunde am Arm, die blutet und der Mann macht sich Gedanken, warum sich denn keiner kümmert. Doch bevor er sich dazu durchringen kann, sich selber zu kümmern, verschwindet der Kleine wieder. Am nächsten Tag blutet es immer noch und eine weitere Verletzung ist dazu gekommen. Nun will der Mann aber doch helfen und läuft auf den Jungen zu, der von einem Männerarm ins Gebüsch zurück gezerrt wird. Als der Mann endlich an der Stelle ankommt, wo der Junge immer verschwindet, ist nur noch eine Schleifspur seiner Schuhe im Schlamm zu sehen. Der Kleine bleibt verschwunden. Übrig geblieben ist eine Quittung, die im Schlamm liegt und aus einer Kleinstadt bei San Francisco stammt. Und so beginnt eine Suche…

 

Ich habe hier wohl einen Psychothriller erwischt. So gar nicht mehr mein Genre. Doch als ich anfing zu Lesen, steckte ich auch prompt in den Seiten fest. Die Sätze sind einfach geschrieben und aus der Sicht des Mannes am See erzählt. Verwirrt macht man sich zusammen mit dem Mann auf die Suche nach dem kleinen Latzhosenträger. Ein paar Kapitel weiter liest man, wie eine Psychologin versucht, Zugang zu einem Inhaftierten zu bekommen. Ihn dazu zu bewegen, seine Tat zu gestehen. Wie es üblich ist, ist man als Leser natürlich erst einmal völlig im Dunkeln, wer mit wem was zu tun hat. Spannend eben. Ehrlich gesagt, ich konnte das Buch nicht schließen und habe gar nicht so schnell umblättern können, wie ich es verschlungen habe.

 

Der Autor, Ashley Grayson schreibt am liebsten noch mit der Schreibmaschine, komponiert und war Berater in der Wissenschaft. Ich weiß nicht, ob ich noch mehr Thriller lesen möchte, aber sollte A. Grayson noch andere Bücher schreiben, kann ich mir vorstellen,  über meinen Schatten zu springen und wieder einen Psychothriller zu lesen. 

Andrea Karminrot, 18.07.2017

Boy in the Park ist der Debütroman vom Autor A.J. Grayson und er hat hier wirklich einen unverwechselbaren Roman

geschaffen. Er hat zwar ein paar Schwachstellen aber im großen und ganzen hat er mir gefallen.

Dylan lebt seit 2 Jahren in San Francisco und arbeitet dort in einem Bioladen der Nahrungsergänzungsmittel verkauft. In seiner Mittagspause geht er in den Botanischen Garten setzt sich an den Teich und versucht sich von seiner Muse küssen zu lassen und Gedichte zu schreiben. Denn Dichten, das ist seine wahre Berufung. Dabei beobachtet er seit geraumer Zeit einen kleinen Jungen der immer alleine zum Teich kommt. Dann fällt Dylan Verletzungen an dem Jungen auf, anfangs denkt Dylan sich nix dabei, doch dann verschwindet der Junge vor seinen Augen. Dylan ist beunruhigt und versucht den Jungen zu finden.

Gleichzeitig lernen wir den Häftling Joseph kennen der sehr gewalttätig und uneinsichtig ist. Seine Psychologin nimmt Gespräche mit ihm auf, auf denen er immer beteuert das er seine Frau umgebracht hat, Dr Lavrentis versucht ihm zu helfen sich zu erinnern was wirklich passiert ist. Doch umso näher sie Josephs eigentlichen Taten kommen umso aggressiver wird er. Was steckt dahinter und was hat das mit dem Jungen im Park zu tun?

Der Schreibstil war anfangs gewöhnungsbedürftig, aber ich habe es nach ein paar Seiten geschafft ins Buch zu kommen. Es lag daran das es aus der Sicht von Dylan geschildert wurde und er eine sehr poetische Sprache verwendet. Da er sich berufen fühlt Dichter zu sein ist das kein Wunder. Die Geschichte an sich beginnt noch ganz normal, so gar eher langweilig, doch dann kommt plötzlich Bewegung rein. Dylan macht sich auf die Suche und auf einmal bewegt sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung. Ich habe mich öfters gefragt was das soll und wohin die Reise geht. Auch die Tonbandaufnahmen von Joseph bringen nicht immer Licht ins dunkel. Irgendwann hatte ich eine Vermutung und diese wurde am Ende auch bestätigt. Es war somit etwas vorrausschauend wie es enden wird, aber trotzdem noch spannend. Ich konnte das Buch nur schwer aus den Händen legen, da es mich doch überrascht hat welche Wendung die Geschichte nimmt.

Bei Boy in the Park handelt es sich um eine originelle Geschichte mit viel Tiefgang. Der Autor spielt mit den Erwartungen die der Leser hat und schafft es eine ganz andere Geschichte zu inszenieren. Am Ende werden alle Puzzelteile zusammengesteckt und man hat das Gefühl es passte von Anfang  an zusammen.

nasa, 22.05.2017

Dieser Thriller verlief in eine völlig andere, überraschende Richtung als erwartet. Von Anfang an hatte ich

beim Lesen ein seltsames Gefühl, irgendwie passten die Puzzle-Teile nicht so recht zusammen und die Ungereimtheiten (z.B. wie kommt der Junge täglich zum See, wenn er 4 Stunden Autofahrt entfernt wohnt) häuften sich. Die ganze Zeit über fragte ich mich "Was ist hier eigentlich los"?! Über lange Zeit bliebt diese Frage unbeantwortet, und aus der anfänglichen Verwirrung wurde allmählich Verärgerung - wann gedachte der Autor, Licht ins Dunkel zu werfen, anstatt immer neue Rätsel aufzugeben? Gerade als mein Maß voll war, kam aber doch noch die (Er)Lösung und auf einmal passte alles zusammen. Nach der ersten, teilweise schleppenden Hälfte, nahm das Buch immer mehr Fahrt auf, schoss dabei allerdings auch fast schon wieder am Ziel vorbei.

Obwohl ich das Ende durchaus befriedigend und originell (wenn auch in Teilen vorhersehbar) fand, konnte es mich nicht vollständig versöhnen. Das 'im-Buch-versinken' Gefühl beim Lesen fehlte mir hier und überhaupt sprach mich die Geschichte emotional nicht in dem Maße an, wie es ein fesselnder Thriller normalerweise vermag, und es blieb eine gewisse Distanz.
Wirklich nicht schlecht, aber für mich persönlich kein echtes Highlight, daher mag ich hier weder zu- noch abraten; dieses Buch muss wohl jeder für sich selbst beurteilen.

misspider, 20.03.2017

Anfangs etwas langatmig, hatte mich die Geschichte irgendwann dann doch gepackt. Was ist Realität, was ist

Fiktion, diese Frage stellt  sich einem unweigerlich umso weiter die Handlung voranschreitet. Durch die voneinander abschweifenden Kapitel, ist es gar nicht so einfach das Geschehen zusammenzubringen. Man überlegt und grübelt. Hat eine Idee, verwirft sie dann wieder, bis dann unweigerlich der Moment kommt, indem sich einem dann die ganze Wahrheit offenbart. Ganz toll gemacht, kniffelig, nebelig und undurchsichtig in der ersten Hälfte. Aber auch danach, wenn man der Lösung auf der Spur ist, fesselt die Geschichte.

tootsy3000, 10.03.2017

Ich durfte das Buch "Probelesen" und muß sagen, ich bin sehr angetan und überrascht. Der Anfang

vom Buch ist mega spannend, bis ich einen Punkt erreicht habe, der mich verwirrte und ich ein paar Tage Pause gemacht hab, um nachzudenken, was da passiert ist von der zeitlichen Reihenfolge. Dann aber ging es sehr spannend und am Ende völlig logisch weiter - stückchenweise echt harter Psychothriller-aber logisch mega toll umgesetzt. Kann das Buch nur empfehlen, zumal das Ende nicht das ist, was man vielleicht am Anfang denkt. Sehr gut geschrieben, ich freu mich auf weitere Bücher von Grayson.

puhstigger, 25.02.2017

Schon im zweiten Drittel keimt in mir eine Vermutung auf, wie die Geschichten der drei Personen zusammenhängen

könnten. A. J. Grayson gelingt es jedoch, mit „bei der Stange“ zu halten und mich auf der immer schnelleren Fahrt ins Finale spannend zu unterhalten. Fast japse ich nach Luft, als das Buch schließlich im ruhigen Fahrwasser mündet und ich meinen Frieden mit dem Erlebten machen kann. Ein gelungenes Erstlingswerk!

Helga Hensel, 15.02.2017

Der 46-jährige Dylan arbeitet als Kassierer in einem Laden, der Nahrungsergänzungsmittel verkauft.

Seine Mittagspause verbringt er gern in einem nahe gelegenen Park. Dort beobachtet er regelmäßig einen kleinen Jungen, der anscheinend misshandelt wird. Als er ihm einen Tages folgt, wird er Zeuge, wie der Junge gewaltsam aus dem Park entführt wird. Dylan wendet sich an die Polizei, doch mit seinen wagen Angaben können die Beamten nicht arbeiten. Daher macht sich Dylan selbst auf die Suche. Er kann nicht ahnen, welche Dämonen aus der eigenen Vergangenheit er damit weckt.

„Boy in the Park“ ist Graysons Debüt. Und ich finde, dieses ist ihm recht gut gelungen:

Wir finden uns gemeinsam mit Dylan in San Franciscos Parkanlagen wieder, in denen er seine Mittagspause zu verbringen pflegt. Ebenso wie ein kleiner Junge, der irritierender Weise allein unterwegs zu sein scheint – bis er eines Tages verschwindet. Entführt, wie Dylan meint. Warum er dieses Gefühl hat, kann er selbst nicht erklären, aber er macht sich auf die Suche.

Dieser Handlungsstrang wird immer wieder unterbrochen von Aufzeichnungen einer Therapiesitzung, in der ein Mann, der sich selbst Joseph nennt, den Mord an seiner Ehefrau gesteht. Wie diese beiden Handlungsstränge zusammenhängen, ist zunächst nicht erkennbar, aber so hielt sich der Spannungsbogen im ersten Teil kontinuierlich hoch.

Im weiteren Verlauf flacht er dann meiner Meinung nach etwas ab. Zumal mir die Inhaltsangabe wieder viel zu viel vorweg verraten hat. So hatte ich schnell eine Vermutung, wer Dylan in Wahrheit sein könnte und auch, um wen es sich bei Joseph handelt.

Später scheint es, als wäre die Wahrheit dann doch komplizierter als ich dachte, aber dennoch las ich den Mittelteil mehr in der Erwartung dessen, was „da kommen sollte“ und ließ mich dadurch weniger auf das Geschehen ein – was an sich schade ist.

Zum Ende hin wurde es noch einmal interessant, denn nun wollte ich natürlich wissen, wie alles tatsächlich zusammenhing. Ich lag nicht ganz falsch, hatte den letzten, entscheidenden Gedankengang dann aber nicht mehr vollzogen. Und so war der Schluß ebenso aufschlussreich wie folgerichtig, wenn auch nicht mehr überraschend.

Da A. J. Grayson jedoch über einen fließenden und fesselnden Schreibstil verfügt, habe ich mich bei der Lektüre keine Sekunde gelangweilt.

gesil, 31.10.2016

Dylan verbringt regelmäßig seine Mittagspause im Park an einem Teich und versucht sich dort als Dichter.

Fast täglich sieht er dort einen Jungen in Latzhose, der mit einem Stock am steht Teich steht. Irgendwann nimmt er wahr, dass der Junge verletzt ist und auch, dass ihn jemand vom Teich wegzerrt. Er sucht nach Spuren und meldet den Vorfall der Polizei. Die fertigt ihn recht routinemäßig ab, da sie ja auch nicht weiß, nach wem sie denn überhaupt suchen soll. Daher begibt sich Dylan auf eigene Faust auf die Suche nach dem Jungen ... 
Im weiteren Verlauf der Geschichte legt der Autor einzelne Handlungspfade an, die anfänglich für Verwirrung sorgen, weil sie erstmal nichts miteinander zu tun haben. Gegen Ende des Buchs fügen sich die Puzzleteile aber sehr schlüssig zusammen und mancher Leser wird verblüfft sein über die Auflösung und erstaunt wie gut der Autor mit dem Leser spielt. 
Der Autor schreibt in kurzen Kapiteln und in einer anschaulichen Sprache. Das Buch zieht den Leser in das Labyinth der Verwirrungen hinein und entlässt ihn mit einem überraschenden Ende. 

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes, intelligent konstruiertes Buch, in dem nichts ist wie es scheint.

Gerda Reinartz, 13.10.2016

Dylan lebt in San Francisco und Dylan ist Dichter. Eigentlich ist er ja Verkäufer in einem Laden für

Naturkost und Nahrungsergänzungsmittel, aber im Grunde seines Herzens und in seiner Mittagspause ist er Dichter. Jeden Tag in seiner Mittagspause geht er in den Botanischen Garten um dort zu schreiben. Er hat dort seinen Stammplatz an einer etwas entlegenen Bank mit Blick auf einen kleinen Teich, wo auch jeden Tag ein kleiner Junge ganz alleine spielt. Eines Tages beobachtet Dylan, wie dieser kleine Junge von dem Teich weggezerrt wird. Er ist davon überzeugt, Zeuge einer Entführung geworden zu sein und geht zur Polizei, doch dort wird er nicht gehört. Also macht Dylan sich selbst auf die Suche – doch wo beginnen?. Bei dem Teich findet er einen Kassenbon, der für ihn einen Hinweis auf den Entführungsort darstellt und so macht er sich auf den Weg – und tatsächlich wird er nach einer Weile fündig. Dylan stößt auf ein wahres Familiendrama und wird unversehens selbst mit hineingezogen.
Ganz harmlos und beiläufig fängt die Geschichte an um sich dann – wie bei einem Karussell – erst einmal angestoßen, immer schneller weiterzudrehen, bis man im ultimativen Drama landet. Vorerst sind die Tonbandmitschnitte nicht so leicht einzuordnen, erst ganz zum Schluss ergeben all die Rückblenden, die Mittschnitte, die Szenen die nicht von Dylan erzählt werden ein grausames Gesamtbild, das man erst mal setzen lassen muss, weil es wirklich schwere Kost ist.
Genial erzählt und toll aufgebaut. Und auch wenn man weiß, dass es ein Roman ist, bleibt man ein wenig betroffen zurück.

sylviemarie, 03.08.2016

"Ich glaube, was Sie gefühlt haben, war rasender Zorn....Eine Wut die tiefer geht als normale Wut. Eine

unbeherrschbare Gewalttätigkeit  tief in Ihnen, die herausbricht wie eine Explosion" (Seite 262)

Dieses Buch hat mich überrascht, obwohl ich nach der Leseprobe schon eine kleine Ahnung hatte wohin es mich führt. Letztendlich hatte ich ständig nur eine Beschreibung dafür, wie es mir vorkam, diese Geschichte um den Jungen im Park, um Dylan, um Joseph, um Tom - STARK!!!

"Boy in the Park", erscheinen bei Droemer-Knaur, von A. J. Grayson ist so düster wie das Cover. 365 Seiten, die sich von Anfang bis Ende lohnen.

 

Am Anfang bedarf es etwas Durchhaltevermögen was aber schnell wett gemacht wird, da es sich steigert und steigert. Verwirrt, neugierig macht, erschüttert und einem die Augen öffnet wie diese so stellenweise seltsame Begebenheiten zusammenhängen.

 

Es hat mich wirklich begeistert, trotz der Schwere des Themas. Ein Buch das man nicht einfach so zur Seite legt.


Aber erst einmal kurz zur Story:

Dylan ist so normal das er fast schon langweilig wirkt, ein verkannter Dichter der in seiner Mittagspause die Zeit nutzt und in den Botanischen Garten geht. 

Dort steht seine Bank, an einem Teich, geschützt und idyllisch.

Dort kann er abschalten und warten - auf den Jungen, der schon lange immer wieder auftaucht. Bis zu einem Tag an dem sich das Bild ändert, Blut am Arm, blaue Flecken und dann kommt der Junge nicht mehr. Dylan begibt sich auf die Suche, doch wen sucht er da wirklich?


Diese Geschichte ist sehr komplex und fordert einen beim lesen. Es wird getäuscht und verzerrt. Oft habe ich mich gefragt was ist Wahrheit, was ist Wahn? Wer ist wer und wohin führen mich all diese Charaktere?

 

Durch die Kapitel die sich in ihren Perspektiven unterscheiden und zwischen Vergangenheit und Gegenwart springen ist es nur eine Frage der Zeit bis man hinter dieses fruchtbare Geheimnis um den Jungen kommt.


Erschreckend und erschütternd sind die geschilderten Situationen um Kindesmisshandlung und den Folgen.

Brutal stellenweise, es wird blutig, es geht einem unter die Haut.


Die Darstellung der Charaktere ist sehr gelungen, eine hervorragende Abbildung aller Beteiligter.

 

Auch diese Schilderungen zu den Vorgängen im Justizvollzugskrankenhaus und die Bandaufzeichnungen, die einem Verhör gleich kamen, fand ich sehr interessant.


3 Abschnitte, die unterteilt sind in viele Kapital machen das lesen angenehm und helfen zu verstehen:

San Francisco

Das Farmhaus 1974

Unterwegs


F&uum

Kerstin B. (Kasin), 02.08.2016

Dylan liebt seinen Platz auf einer Parkbank im Botanischen Garten von San Francisco. Hier verbringt er jeden Tag

seine Mittagspause an einem idyllischen Teich. Hier sieht er auch jeden Tag zur gleichen Zeit einen kleinen Jungen, der ihn aber überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt. Eines Tages bemerkt Dylan, dass der Junge verletzt ist, er beginnt sich zu sorgen. Keiner scheint sich um die Verletzungen des Jungen zu kümmern. Als er beschließt einzugreifen, verschwindet der Junge spurlos. Dylan informiert die Polizei, diese kann ihm aber nicht weiterhelfen, also macht er sich selber auf eine spannende Suche.

Ich habe dieses Buch absolut verschlungen. Es beginnt so herrlich ruhig und idyllisch. Doch die Spannung steigt von Seite zu Seite. Dylan ist eigentlich eine absolut uninteressante Persönlichkeit, doch man merkt schnell: da kommt noch was. Dazu kommen die Kapitel über Joseph. Joseph ist ein Strafgefangener und wird von einer Therapeutin interviewt. Es geht um einen Doppelmord. Der Zusammenhang zu Dylan`s Geschichte ist nicht greifbar, das macht es noch spannender. Dazu das immer wieder auftauchende düstere Gedicht über den Jungen, ich wurde von Seite zu Seite neugieriger. Ein wirklich bedrückendes Thema, aber sehr gut verpackt.Auch Cover und Titel sind passend und geben die düstere Stimmung gut wieder. Das Ende war für mich eine absolute Überraschung,ein Lob an den Autor. Von mir eine hunderprozentige Leseempfehlung!!!!

Pataludapa, 01.08.2016

          A. J. Grayson legt mit seinem Debüt einen düsteren,

komplexen Psycho-Thriller um eine Kindesentführung vor, der mit ganz besonderen Drehs aufwartet.  Ein kleiner Junge verschwindet. Am helllichten Tag wird er aus dem Botanischen Garten in San Francisco entführt. Der einzige Zeuge des Verbrechens ist Dylan, der dort eigentlich in Ruhe seine Mittagspause verbringen wollte. Die Polizei tappt im Dunkeln und so entschließt sich Dylan, auf eigene Faust nach dem Kind zu suchen. Je weiter er bei seiner Suche ins kalifornische Hinterland vordringt, je näher er dem Versteck zu kommen scheint, desto verstörender und blutiger werden seine nächtlichen Alpträume. Sie zwingen Dylan, sich seiner eigenen dunklen Vergangenheit zu stellen, die mit einem grausamen Doppelmord in Verbindung zu stehen scheint… Schon die Leseprobe ließ erahnen es handelt sich um einen düsteren, komplexen psychologischen Spannungsroman, der mit ganz besonderen Drehs aufwartet. Und tatsächlich, mir blieb manchmal die Spuke weg, und ich mußte das Buch zur Seite legen und tief durchatmen. Sehr authentisch und zeitgemäss wenn man die heutigen Zeitungen ließt oder die Nachrichten hört und sieht. Nichts ist so wie es scheint in diesem exzellenten Pageturner, ein raffiniertes Verwirrspiel. Nach Außen das Idealbild eines perfekten Lebens, doch der Schein trügt! Wie wahr, wie wahr....... Ein Roman um Alptraum und Realität, der die Untiefen der menschlichen Psyche deutlich macht, und zeigt wie fragil unser Bewusstsein um dunkelste Erinnerungen und menschliche Abgründe, von Realität und Fiktion tatsächlich ist. Düstere Verschwörungs-Sonate. Erzeugt einen Sog bis zur Schluss-Pointe. Düstere Noir-Atmosphäre und erzählerisch überlegen umgesetzt! So muss ein guter Thriller sein! Aber er ist nichts für schwache Nerven. Manchmal fragt man sich wie passt eine ganze Welt zwischen zwei Buchdeckel? Wie kann sie uns so sehr gefangen nehmen und fesseln, dass wir selbst nach dem kleinen Wort "Ende" noch in ihr verweilen, des Nachts von ihr träumen? Bücher – sie besitzen eine ganz eigene Art von Magie. Wir werden zu Helden, Voyeuren, zu Weltrettern, zu Liebenden und Gepeinigten, manchmal auch zu Tätern. Und wenn wir ein Buch zuschlagen, dann bleibt immer ein Stück von uns in seinem Herzen zurück. Solange, bis wir uns erneut auf die Reise begeben und uns an die Stellen erinnern, an denen wir schon einmal entlanggekommen sind. Bücher. Magie und Kunst. Lasst euch trotz allem von diesem Buch verzaubern! Es lohnt sich.
       

Arabella, 31.07.2016

Dylan geht einer einfachen Arbeit als Kassierer in einem Naturkostladen in San Francisco nach. Der Vorteil seines

Jobs ist eine ausgiebige Mittagspause, in der er, an einem kleinen Teich im Golden Gate Park, Gedichte schreibt. Seit 1 1/2 Jahren kommt auch täglich zur selben Zeit ein kleiner Junge an den Teich. Er spielt mit seinem Stock im Wasser, sein Gesicht ist für Dylan nicht sichtbar. Eines Tages wird er Zeuge, wie der Junge weggezerrt wird.
Niemand sonst hat etwas beobachtet und die Polizei kann mit seiner wagen Aussage nichts anfangen.
Dylan nimmt Urlaub und begibt sich selbst auf die Suche nach dem Jungen. Einziger Hinweis ist ein Kassenbon, den er am Ort des Verschwindens findet.

In einem zweiten Handlungsstrang erfährt man über Bandaufzeichnungen eines Gesprächs zwischen der Psychologin P. Lavrentis und einem Joseph in einem Bezirkskrankenhaus von einem Mord an einer Frau/ einem Jungen / einem Mann - was genau geschehen ist, erschließt sich dem Leser noch nicht.
Eine Rückblende führt den Leser schließlich zurück ins Jahr 1975 in ein Farmhaus, in dem grausame Dinge geschehen.
Auf dieses Farmhaus stößt nun mehr als 30 Jahre später auch Dylan auf seiner Suche nach dem Jungen .....

Bald wird einem bewusst, dass mit dieser Geschichte etwas nicht stimmen kann. Was ist hier real, was fiktiv. Das Ende ist schlüssig und doch überraschend und auch verstörend.
Boy in the Park ist ein unglaublich fesselnder und atmosphärisch dichter Roman. Ich habe ihn von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen.
Er hat mich verwirrt und fasziniert und nicht nur einmal stockte mir der Atem.
Ich habe schon lange kein so packendes und fesselndes Buch mehr gelesen. 5 Sterne sind daher mehr als verdient

MelaKafer, 22.07.2016

Die Geschichte:

Dylan ist Verkäufer in einem kleinen Laden für Nahrungsergänzungsmittel in San Francisco und lebt auch sonst ein eher beschauliches, ruhiges Leben. Seine Mittagspause verbringt er immer im nahen Park auf “seiner” Bank mit Blick auf einen Teich. Täglich taucht dort zur gleichen Zeit am gegenüberliegenden Ufer auch ein kleiner Junge auf, der für Dylan bald zum Alltag gehört.
Eines Tages fällt Dylan auf, dass der Junge eine blutende Verletzung am Arm hat. Er macht sich große Sorgen und dann geschieht etwas Unfassbares: der Junge wird vor Dylans Augen in ein Gebüsch gezogen und taucht nicht mehr auf. Die Polizei nimmt seine Vermisstenmeldung natürlich nicht sehr ernst, denn er kennt ja noch nicht einmal den Namen des Jungen, kann ihn nicht richtig beschreiben und kann auch nicht ausschließen, dass ihn nur der Vater oder die Mutter vom Teich weggebracht haben.
Die Sache lässt ihm keine Ruhe und dann findet er tatsächlich eine Spur, die ihn in die kleine Stadt Redding führt. Was er dort erlebt, verändert sein Leben für immer …

Meine Meinung:
Bemerkenswert an diesem Buch ist der stellenweise beinahe poetische Schreibstil, der sehr ausführlich, detailreich und atmosphärisch ist. Das passt gut zur Hauptfigur Dylan, der ein sehr ruhiger, beinahe andächtig wirkender Mann ist, der seine Freizeit damit verbringt, Gedichte zu schreiben.

Weniger gut passt dieser manchmal etwas ausschweifende Schreibstil allerdings zu einer Geschichte, die eigentlich Spannung aufbauen soll. An vielen Stellen hatte ich nämlich das Gefühl, einige Seiten vorblättern zu müssen, damit ich der Lösung des Geheimnisses näherkomme bzw. um zu erfahren, ob ich mit meinen Vermutungen richtig liege.
In eingestreuten Kapiteln dürfen wir an den Sitzungen einer Psychologin mit ihrem Patienten teilhaben. Das bringt etwas Abwechslung in die Story, aber auch noch mehr Verwirrung.
Man kann zwar schon früh erahnen, wohin alles führt, aber die Auflösung fand ich dann trotzdem noch sehr gelungen und stimmig.

Als Psychothriller würde ich persönlich das Buch nicht bezeichnen, dafür fehlte es mir einfach an durchgehender Spannung. Es kam durch die Beschreibungen scheinbarer Nebensächlichkeiten oftmals zu kleinen Längen, die nicht hätten sein müssen. Für mich ist es eher ein Psychodrama, das für Leser, die das Thema “Kindesmisshandlung” scheuen, nicht so geeignet sein dürfte. Zu blutigen, brutalen Szenen kommt es im Verlauf der Geschichte durchaus, diese erzeugten bei mir aber keinerlei Thrill, sondern Mitgefühl und Unverständnis.

Insgesamt lässt sich das Buch aber durchaus gut lesen und es ist bestens durchdacht, verwirrend und

beastybabe, 19.07.2016

Ich habe das Buch im Rahmen einer Vorab-Lese-Aktion gewonnen und bin froh, dass ich mit lesen durfte.

Ich war von dem Buch positiv überrascht. Ich fand die Umsetzung sehr gelungen. Mit den Charakteren konnt ich mich nicht identifizieren. Ich habe Dylan als eine ganz besonders bemitleidenswerte Person wahrgenommen und ihm etwas mehr Gesellschaft / Freunde gewünscht.
Alles in Allem war es ein sehr spannendes Buch, das ich auch gern weiter empfehlen würde und es war mal was komplett anderes, als ich bisher gelesen habe.

Summergirl2102, 18.07.2016

Sachlich und nüchtern, aber leider stellenweise auch sehr langatmig beschreibt Ashley Grayson in ihrem Roman

„Boy in the Park“ eine düstere Geschichte um das Thema Kindesmissbrauch, Gewalt in der Familie und die damit einhergehende Hilflosigkeit der betroffenen Personen. Eigentlich ein interessantes und vielschichtiges Thema, bei dem der Roman stellenweise auch einen sehr guten Einblick in die Gefühlsebenen der Opfer aber auch der Täter bietet. Aber zu früh wird klar, dass nicht Alles ist wie es auf den ersten Blick erscheint und ein aufmerksamer Leser könnte schnell gelangweilt sein, weil das Ende des Romans zu schnell offensichtlich ist. Daher trotz der interessanten und gut verpackten Geschichte nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.  

Mauela, 18.07.2016

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Dylan erzählt seine Geschichte, wie er sie für wahr hält, auf einer Bank in einem Park in San Francisco sitzend. Aus seiner Perspektive beobachtet er einen kleinen Jungen, der neben einem Teich spielt und beschäftigt sich immer mehr mit dessen Lebensgeschichte, obwohl es keinerlei tatsächlichen Kontakt zwischen den beiden gibt.

 

Meine Meinung zum Buch:

Zu Beginn sind die Handlungsstränge recht ruhig und strukturiert geschildert. Auf der einen Seite wird von Dylan berichtet, der seine Mittagspausen täglich auf der gleichen Parkbank verbringt. Ein weiterer Handlungsstrang berichtet von einem kleinen Jungen, der auch täglich dort auftaucht und anscheinend körperlich missbraucht wird. Mit der Zeit vermischen sich die beiden Handlungsstränge immer mehr und auch die Realität und die Fiktion vermischen sich, sodass man als Leser bald verwirrt ist, was jetzt tatsächlich geschieht. Das angesprochene Thema rund um Kindesmisshandlung, dem der Autor auch dieses Buch gewidmet hat, finde ich mutig und den Betroffenen, die mit der Situation umgehen lernen und leben müssen, finde ich, gebührt großer Respekt.

Leider war mir das Buch aber zu verworren in den Gedankengängen und zu surreal in den Handlungsweisen, sodass ich mich nicht so gut hineinversetzen konnte und auch mit den Charakteren nicht so richtig warm geworden bin.

Die Rückblenden in die Vergangenheit sowie die Bandaufzeichnungen von Gesprächsprotokollen mit der Psychiaterin haben das Buch inhaltlich gut ergänzt und aufgelockert.

 

Titel und Cover:

Das Cover finde ich optisch ansprechend, dezent und stilvoll gestaltet und obwohl ich für deutsche Bücher nicht so gerne englische Titel habe, stört er hier aber nicht. Allerdings passt der Klappentext absolut nicht zum Inhalt des Buches, im Gegenteil. Als Leser war ich eher irritiert und im Nachhinein finde ich es unpassend.

 

Mein Fazit:

Traue niemandem, nicht einmal dir selbst!

coffee2go, 16.07.2016

Inhalt: Dylan verbringt seine Mittagspause immer im Botanischen Garten in San Francisco. Jeden Mittag sitzt er auf

seiner Bank an einem kleinen Teich. Und jeden Tag kommt ein kleiner Junge an den Teich. Doch eines Tages wird der kleine Junge vor Dylans Augen entführt. Da die Polizei nichts unternimmt, ermittelt Dylan auf eigene Faust und verfolgt eine Spur ins kalifornische Hinterland.

Meine Meinung: Mich hat das Buch direkt von der ersten Seite gepackt, auch wenn der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig war. Dylan wirkt sympathisch, wenn auch etwas seltsam mit gewissen Angewohnheiten und Ansichten. Und der kleine Junge weckt direkt die Aufmerksamkeit des Lesers. Was am Anfang nach einem klaren, eindeutigen Verbrechen aussieht, zeigt bald, dass es nicht ist, was es scheint. Man weiß irgendwann nicht mehr, was ist und wer ist und wer jetzt gerade was ist und gemacht hat und wie alles in Verbindung steht. Gut gefallen hat mir auch das Gedicht über den Jungen, das sich durch das Buch zieht. Ein tolles Buch und ein Pageturner, den man nicht so schnell aus der Hand legt. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert!

micluvsds, 15.07.2016

Wem kannst du trauen?

Sachlich nüchtern schildert A. J. Grayson in seinem Debütroman das Psychogramm eines Mörders und dessen Erinnerungen an die eigene traumatische Kindheit. Worum geht es?

Jeden Tag verbringt Dylan Aaronsen seine Mittagspause auf einer Bank im Botanischen Garten in San Francisco. Seit eineinhalb Jahren beobachtet er dabei einen kleinen Jungen in einer Latzhose. Eines Tages verschwindet das Kind vor seinen Augen und Dylan entschließt sich, zur Polizei zu gehen. Da die nichts unternimmt, macht er sich selbst auf die Suche…

Nach hundert Seiten hätte ich das Buch beinahe abgebrochen. Denn für einen Thriller hat mir einfach der Thrill gefehlt. Die Story gleicht eher einem Road-Movie. Mir war auch schnell klar, dass Dylan sich den Jungen im Park nur einbildet beziehungsweise, dass er selber dieser Junge war und nun mit den Dämonen seiner Vergangenheit zu kämpfen hat.

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht von Dylan. Zwischendurch sind aber auch immer wieder Aufzeichnungen von Therapie-Sitzungen eingestreut. Es geht um einen Mann, der sich Joseph nennt, einen brutalen Mörder. Wo ist die Verbindung?

Ashley Grayson legt mit seinem Debüt einen düsteren, komplexen Roman mit psychologischem Hintergrund vor. Eine Entführung, voller unerwarteter Wendungen ins Unwirkliche. Nichts ist wie es scheint. Niemand ist, was er zu sein scheint. Was ist wahr und was ist bloß das Ergebnis unserer Fantasie?

Nur schrittweise wird enthüllt, wohin das Ganze führen soll. Im letzten Drittel nimmt das Buch dann Fahrt auf und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Fazit: Ein abgründiges Debüt wie ein Albtraum. Nicht nur für Fans von „Shutter Island“.

Susanne, 15.07.2016

Psychothriller zählen nur gelegentlich zu meinem Lesestoff. Dennoch liege ich wohl nicht falsch damit zu sagen,

dass die in diesem Roman verarbeitete psychologische Thematik in der Art noch nicht in anderen Thrillern aufbereitet wurde. Dreh- und Angelpunkt ist der Protagonist Dylan Aaronsen. Aber ist er wirklich der 46jährige Verkäufer in einem Nahrungsmittelergänzungsladen und Hobbydichter mit der einzigen Passion, seine Mittagspausen im Botanischen Garten in San Francisco zu verbringen, als den wir ihn zu Beginn kennenlernen? Als außenstehendem Leser kommen einem schon Zweifel. Denn ungewöhnlich ist es doch, dass er vehement an die Entführung eines kleinen, ihm nicht einmal namentlich bekannten Jungen glaubt, den er über eineinhalb Jahre hinweg täglich am Teich gesehen hat. Nicht einmal die Polizei will eine Vermisstenanzeige aufnehmen. Dylans auf eigene Faust unternommene suche führt ihn in eine Kleinstadt, wo ein grausamer Doppelmord im vermeintlichen Zuhause das kleinen Jungen geschieht, der Dylan gemeinsam  mit einem jungen Erwachsenen nach Nashville fliehen lässt, wo er festgenommen wird. Während der nachfolgenden Inhaftierung führt er eine Gesprächstherapie mit einer Psychologin, deren Protokollaufzeichnungen letztendlich für uns Leser die Erhellung und psychologische Deutung der Hauptfigur des Buches und des Verwirrspiels um seine Person bringen. Die Fachterminologie, die hinter dem Phänomen steht, sei an dieser Stelle bewusst verschwiegen, um die Spannung beim Lesen nicht  zunichtezumachen. Erschreckend und leider immer noch aktuell ist das Ereignis, das die ganze Kette psychologisch erklärbarer Ereignisse ausgelöst hat – die schwerwiegende körperliche Misshandlung eines Kindes durch den eigenen Vater. Dieses düstere Thema mit Warncharakter wird passend untermalt durch das dunkle Buchcover.

 

Ein beachtlicher Debütroman, den ich Lesern von Psychothrillern wärmstens empfehlen kann.

nikolaus, 14.07.2016

Langatmig, aber mit raffiniertem Ende

 

Die Handlung des Romans kommt anfangs ausgesprochen ruhig daher. Doch man spürt beim Lesen zunehmend, dass sich Unheil anbahnt. Und in der Tat erweist sich diese Ruhe als trügerisch. Dylan, Ich-Erzähler, Kassierer in einem Laden für Naturkost und Nahrungsergänzungsmittel und selbst ernannter, jedoch bisher verkannter Dichter, kommt wie jemand vor, den ich schon lange kenne. Fast beschaulich und unaufgeregt erzählt er über sein recht monoton verlaufendes Arbeitsleben in San Francisco. Die seit eineinhalb Jahren währende Beobachtung eines blonden Jungen im Botanischen Garten - für Dylan gehört sie in seiner Mittagspause einfach dazu. Heute aber macht ihn eine Verletzung des Kindes aufmerksam. Als er sich deshalb dem Kind nähert, verschwindet es plötzlich spurlos und Dylan nimmt die Suche nach ihm auf. Ich liebe dieses langsame Eintauchen in Personen und Handlungen, diese sich einschleichende Spannung, den unaufgeregten Sprachstil und die sich geschickt hinziehende Ungewissheit. Erst ganz am Ende des Buches erfährt der Leser die psychologisch-raffinierte Auflösung des Falles. Dazwischen aber liegen leider über 300 Seiten, die es zu überbrücken gilt. Dabei gelingt es dem Autor nicht, die aufgebaute Spannung zu halten und die Erwartungen zu erfüllen. Die Handlungsfolge erscheint mitunter ausgesprochen willkürlich, unlogisch, zäh, langatmig und kaum nachvollziehbar. Nachdem man dann letztendlich die Konstellation durchschaut, ist es für den Leser müßig, sich alle diese Details im Nachgang nochmals zu vergegenwärtigen, um sie entsprechend interpretieren zu können. Der Verlag wird für das im November erscheinende Buch bundesweit fleißig die Werbetrommel rühren und sicher eine entsprechend hohe Leserzahl requirieren. Meine anfänglichen hohen Erwartungen hat der Roman leider nicht erfüllt.

kainundabel, 11.07.2016

Beeindruckend konstruierter Roman, der menschliche Abgründe perfekt zum Vorschein bringt!

 

*****

Dylan beobachtet während seiner Mittagspause immer wieder einen Jungen im Park. Eines Tages ist der Junge verletzt und scheint verschleppt zu werden. Er taucht nicht mehr zur gewöhnlichen Zeit auf, was Dylan stark beunruhigt, während sich die Polizei nicht um das vermeintliche Verschwinden des Kindes kümmert. Einzig eine Quittung, die von jedem stammen könnte, findet Dylan. Dieser Spur folgt er und verstrickt sich immer tiefer in die Geschichte. Was wird hier gespielt?  Warum all das?

Der Beginn des Buches ist ruhig, mit einem Dichter, der seine Mittagspause immer im botanischen Garten an einer bestimmten Stelle verbringt. Doch schon bald ist von der friedlichen Welt nichts mehr übrig. Mehr kann man hier und darf man hier dem potentiellen Leser nicht verraten, denn dieses Buch sollte man am besten ohne größere Vorkenntnisse lesen, um Spannungsmomente zu erhalten.

Die kurzen Kapitel haben mir besonders gut gefallen, denn sie laden dazu ein, immer noch schnell ein weiteres Kapitel anzuhängen. Der Schreibstil war sehr flüssig und allgemein sehr gut, zumal die überwiegend genutzte Ich-Perspektive dem Buch eine besondere Tiefe verleiht und Einblicke in die Gedankenwelt des Protagonisten zulässt. Es war zwar nicht immer alles nachvollziehbar, was Dylan tat, aber aus seiner Sicht, mit seinen Erklärungen durchaus plausibel. Das Ende kam in etwa wie ich es schon recht früh erwartet hatte, allerdings hat das dem Geschehen keinen Abbruch getan und es hätte ja doch auch etwas anderes hinter all dem stecken können, denn es ist ein Verwirrspiel, dass seinesgleichen sucht. Es war mir kaum möglich den beeindruckend gut konstruierten Roman, mit all seinen menschlichen Abgründen, aus den Händen zu legen. Die Charaktere sind allgemein sehr gut dargestellt, aber auch die Emotionen kommen deutlich beim Leser an (vor allem als häusliche Gewalt in all ihrer Brutalität geschildert wird – ich wurde echt beim Lesen wütend auf den Aggressor!) und Landschaftsbeschreibungen sind wunderbar gelungen.

Das Buch ist speziell und es wird vielleicht polarisieren, zumal es ein ungewöhnliches Thema, bzw. einen etwas anderen Blickwinkel einnimmt und erst am Ende klar wird, was hinter all dem steckt, aber ich fand es einfach nur fesselnd und genial!

sbs, 09.07.2016

Boy in the Park, von A. J. Grayson

 

Cover:

Mysteriös………..

 

Inhalt:

Ein Familiendrama (brutale häusliche Gewalt), die Erklärung und Aufarbeitung eines Verbrechens.

 

Meine Meinung:

Es fällt mir sehr schwer hier eine Rezi zu schreiben ohne vom Inhalt zu viel preiszugeben.

Der Schreibstil war mir zu „geschwollen“, so „gewollt poetisch“ und zu psychologisch (das liegt mir immer gar nicht), das hat mir bis zum Schluss nicht so gut gefallen.

Z.B. Sätze wie Zitat: Von außen betrachtet ist die Dunkelheit rätselhaft und betörend und einladend – späht man hinein, sieht man darin Drachen und Ungeheuer und Abenteuer. Aber ist man erst mal drin, merkt man, dass die Dunkelheit kalt ist und leer.

Oder einiges hab ich auch nicht verstanden, wie Zitat: Ich kann nicht erklären, welche Gefühle es auslöst, wenn irgendwo im präfrontalen Kortex absolute Gewissheit mit absolutem Zweifel kollidiert.

Oder der Satz, Zitat: Dichter: man muss ihnen nachsehen, wenn sie darüber manchmal vergessen, dass ihre Worte viel zu zuckrig geraten und alles klebrig und kitschig wird. Ja, genau so hat es sich für mich an manchen Stellen angefühlt und das passt dann für mich nicht zu einem Thriller.

 

Mir war sehr bald klar, auf was das Ganze hinausläuft, und dadurch wurde es für mich streckenweise recht zäh und es hat mich irgendwie genervt.

Das Familiendrama hat mich dann nicht kalt gelassen, es ist furchtbar was in manchen Familien läuft und von außen wird/wurde nur zugeschaut. Beim Lesen konnte ich die Aggression und Wut sehr gut verstehen.

 

Ganz am Schluss muss ich nun sagen, ich habe irgendwie Hochachtung vor der Psychologin, die sich hier so eingesetzt hat.

 

Trotzdem ist das Buch nicht so meines gewesen, die Spannung hat mich nicht gepackt und ich war nahe dran das Buch zur Seite zu legen. OK wäre dann schade gewesen, denn das Ende hat mich doch etwas versöhnt.

 

Autor:

Ashley Grayson war jahrelang als Dozent und Berater in der Wissenschaft zu Hause, bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Er schreibt am liebsten ganz altmodisch mit Stift und Schreibmaschine. "Boy in the Park" ist sein erster Roman.

 

Mein Fazit:

Ein Buch das bestimmt polarisieren wird.

Ein Thriller der anderen Art, und man kann ihn vielleicht erst ganz am Schluss beurteilen. Mir liegt einfach der Schreibstil nicht.

Von mir  3 Sterne.

Gelinde, 09.07.2016

Dylan Aaronsens Himmel, sein ureigenes Refugium, befindet sich auf einer Bank mit Blick auf einen kleinen Teich im

Botanischen Garten von San Francisco.

Jeden Tag in der Mittagspause sucht er diesen Ort auf, ausgestattet mit Block und Schreiber, um Inspirationen zu finden. Vertraut ist ihm die Begegnnung mit einem 5 jährigen Jungen, der sich , angekündigt durch das Rascheln der Zweige regelmäßig am anderen Teichufer zeigt, um mit einem Stock im Teich zu stochern. Doch dann wird die Athmosphäre der Poesie und Schönheit mit einem Mal durchbrochen: der Junge erscheint blutend und wird auch noch jäh zurückgerissen von einem Erwachsenen. Dylans heile Welt, dort am Teichufer, wird erschüttert. So weit, dass er anfängt, dem Verschwinden des Jungen nachzuforschen.

Zusätzlich zu diesem Handlungsstrang begegnen wir einem anderen: Bandaufzeichnungen einer psychologischen Sitzung über einen Gefängnisinsassen, des Mordes angeklagt, namens Joseph.

Wie schafft es der Autor, den Spagat zwischen diesen beiden Geschehnissen herzustellen?

 

Nach und nach begeben wir uns auf eine Odyssee, der Suche nach dem verschwundenen Jungen und nach einer Wahrheit, die wir uns so nicht hätten erträumen können.

Schnell sind wir der Zuschauer, der versucht, die Indizien zu erfassen, um das Rätsel zu lösen.

Wir stochern im wahrsten Sinne wie der Junge im Teich, wie die Psychologin, um etwas herauszuholen.

Was ist Wahrheit, was Illusion?

Der Roman steuert gemächlich auf die Lösung zu, so dass wir als Leser aufgefordert werden, das Drama, das uns begegnet, hautnah zu erfassen – und zwar mit voller Aufmerksamkeit, denn auch die Rückblenden gehören zu den wichtigen Informationen.

Ab und zu werden wir auf eine falsche Fährte geführt. Sprünge zwischen Orten und Zeiten verwirren vorerst.

Was ist Wahrheit, was Illusion?

Der rote Faden sind die Tonbandaufzeichnungen und Gespräche hierüber, die nach und nach Licht ins Dunkle bringen bis zum erschütternden Ende. Das Buch ist Kindern gewidmet, „die zu etwas werden, was sie nicht werden wollten und sollten“.

A.J. Grayson ist ernsthaft und voll Mitgefühl an sein Vorhaben herangegangen. Meiner Meinung nach wird ihm der aufreißerische Klappentext nicht im Entferntesten gerecht, sondern trifft nur die Spitze des Eisbergs.

Ein interessantes Thema, das mir gut gefallen hat, abgesehen von einer Langatmigkeit im Mittelteil.

Eine Thematik, auf diese Art ungewöhnlich umgesetzt.

das Stochern in den Untiefen des Teiches, 05.07.2016

Ergreifende Charaktere, menschliche Tragödien und ein einziges Verwirrspiel! Dieser Thriller polarisiert in

unglaublicher Weise!

A.J. Grayson besitzt die schriftstellerische Fähigkeit, zwischen romantischen Naturbeobachtungen und poetischen Anklängen, pure Gewaltszenen einzubringen, die den Leser erschüttern, aber dennoch ausgesprochen gut unterhalten.  

Unbedingt lesen und sich überraschen lassen!

sommerlese, 01.07.2016

Schon das Cover zeigt eine düstere Stimmung, die sich im Inhalt noch wiederholt. Wie der Autor schreibt und

diesen kleinen Junge in schmutziger Kleidung zeigt, lässt auf einige böse Überraschungen schliessen.
Noch ist die Sache sehr undurchsichtig und das erwähnte Mordgeständnis lässt Spannung und neue Fragen aufkommen. Warum fand dieser Mord gar nicht statt? Ist hier jemand verwirrt?
Ein Buch, von dem man noch viel erwarten kann.

sommerlese, 30.06.2016
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