Verlagsgruppe Droemer Knaur



Trümmerkind

9783426281376
jetzt bestellen Jetzt bestellen
Hardcover, Droemer HC
02.11.2016, 304 S.

ISBN: 978-3-426-28137-6
Diese Ausgabe ist lieferbar
19,99
inklusive 7%
Mehrwertsteuer

Roman

Hamburg 1946/47 - Steineklopfen, Altmetallsuchen, Schwarzhandel.
Der 14jährige Hanno Dietz kämpft mit seiner Familie im zerstörten Hamburg der Nachkriegsjahre ums Überleben. Viele Monate ist es bitterkalt, Deutschland erlebt den Jahrhundertwinter 1946/47.
Eines Tages entdeckt Hanno in den Trümmern eine nackte Tote - und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen. Der Kleine wächst bei den Dietzens in Hamburg auf. Monatelang spricht der Junge kein Wort. Und auch Hanno erzählt niemandem von seiner grauenhaften Entdeckung. Doch das Bild der toten Frau inmitten der Trümmer verfolgt ihn in seinen Träumen.
Erst viele Jahre später wird das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur kommen, das auf fatale Weise mit der Geschichte seiner Familie verknüpft ist …

In ihrem neuen Roman "Trümmerkind" beschreibt die mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann das Leben eines Findelkinds in der Nachkriegszeit und im vom Krieg zerstörten Hamburg von 1946 / 1947. Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann, die auch für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis nominiert war, wie keine andere deutsche Autorin. Dies stellt sie mit ihren Bestsellern "Wer das Schweigen bricht", "Der Geiger", "Die andere Hälfte der Hoffnung" und ihrem neuen Roman "Trümmerkind" , mit dem sie monatelang unter den Top 20 der Spiegel-Bestsellerliste stand, eindrucksvoll unter Beweis.

Die Autorin

Mechtild Borrmann

Portrait von  Mechtild Borrmann

Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war...

zur Autorin Bücher von Mechtild Borrmann

Pressestimmen

"Unterhaltungslektüre mit Informationsgehalt"

ndr.de, 01.11.2016

"Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte, das wir nicht vergessen sollten, verpackt in eine berührende Familiengeschichte. Und spannender als viele Krimis, die den üblichen Schreibmustern folgen."

WDR ("Lesen"), 14.11.2016

"Was Mechthild Borrmann macht, würde man in der Musik wohl als Crossover bezeichnen, also als Mix von verschiedenen Genres. Dreh- und Angelpunkt ist natürlich ein Verbrechen."

WDR 2 Lesen , 14.11.2016

"Zwischenmenschliche Begegnungen und Konflikte beschreibt die Autorin mit großer Empathie, transportiert so Stimmungen und Gefühle und macht die Lektüre von 'Trümmerkind' unterhaltsam und spannend zugleich.'

stadtanzeiger , 23.11.2016

"Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann (..) wie keine andere deutsche Autorin."

Die Bibliothek der vergessenen Bücher, 29.11.2016

"Dass Mechtild Borrmann mit ihren Romanen viele Leser findet, liegt sicher auch an ihrer anschaulichen Sprache und an den sehr glaubwürdig gezeichneten Figuren.'Trümmerkind' liest man gerne,und nicht nur, um zu erfahren, wer dieser Joost nun wirklich ist."

Hamburger Abendblatt, 03.12.2016

"'Trümmerkind' von Mechtild Borrmann ist eine emotionale Erzählung in einem historischen Kontext aus den ersten Nachkriegsjahren, gespickt mit einer interessanten Krimi-Story."

hallo-buch.de, 04.12.2016

"Mechthild Borrmann erzählt hier eine zutiefst bewegende und durch und durch authentische Geschichte auf äußerst eindringliche und einfühlsame Weise. Beeindruckend ist vor allem, mit welcher Leichtigkeit es ihr gelingt, dabei den Zusammenhang zwischen den Verdrängungsmechanismen der Eltern und Großeltern und den seelischen Wunder derer Kinder und Enkelkinder herzustellen."

booksection.de, 04.12.2016

"Ich bin total begeistert, denn 'Trümmerkind' hat eine großartig ausgedachte und fesselnde Handlung, mit einem Ende, dass es in sich hat. Ein Buch, das man einfach lesen MUSS."

Die Rezensentin (Blog), 03.12.2016

"Mechthild Borrmann schafft mit ihrem Roman Trümmerkind den großartigen Spagat zwischen Spannung, Zeitgeschichte und Familiendrama."

Stader Tagblatt, 26.11.2016

"Wie bereits in früheren Romanen verbindet die Autorin auch hier Episoden aus unterschiedlichen Zeiten zu einer packenden Geschichte."

Zeitungsgruppe Münster, 07.12.2016

"Ich habe schon einige Romane über den 2. Weltkrieg gelesen und dieser hier war für mich ein besonderes Leseerlebnis, da die Geschichte um den kleinen Joost mich sehr berührt hat."

rcn Media , 01.12.2016

"Geschickt verknüpft Borrmann die einzelnen Handlungsstränge miteinander, die Charaktere sind feinfühlig gezeichnet. Gerne folgt der Leser dieser berührend, tiefgründig und fesselnd erzählten Geschichte, die zeigt, wie Schweigen, Schuld und Kriegstraumata über Generationen hinweg ihre Spuren hinterlassen."

n-tv, 18.12.2016

"Mechthild Borrmann kann es einfach: eine ergreifende Geschichte schreiben, die den Leser packt und zudem auf nur 300 Seiten eine emotionale Tiefe erreicht, für die manch anderer Schriftsteller doppelt so viele Worte und mehr benötigt hätte. Da sitzt einfach jeder Satz."

Gießener Zeitung, 16.12.2016

"Trümmerkind ist ein sehr gelungenes Werk, welches mich während des Lesens durchgängig fesseln und berühren konnte. Mir hat die Kombination aus authentischer Geschichte und Krimielementen richtig gut gefallen."

dierabenmutti.de (Julia Lange), 18.12.2016

"Die Suche der Figuren nach ihrer persönlichen Vergangenheit führt auch zu der Erkenntnis, dass 'Trümmerkind' ein meisterhaft konstruierter und ausgeführter Kriminalroman ist."

Flensborg Avis , 09.12.2016

"Ein Buch, in dem man versinken kann."

Stern, 29.12.2016

"'Trümmerkind' ist ein gelungenes Beispiel für den Spagat zwischen U und E, zwischen unterhaltsamer und ambitionierter Literatur, die zu Recht ein breites Publikum anspricht. Der klassische Spannungsplot des Romans stützt sich dabei auf seriöse historische Kenntnis."

Deutschlandradio Kultur , 25.02.2017

"Das historische Material ist nur der Rohbau, alles andere Fantasie, und Trümmerkind ein solide gebauter Spannungsroman plausibler Unwahrheit."

Die Zeit, 23.03.2017

"Der Leser überlässt sich gern dem direkten, mitreißenden Erzählfluss dieser Autorin und ihrer unaufgeregten Dramaturgie."

Märkische Allgmeine, 18.09.2017

"spannend und berührend zugleich"

Glaube und Leben , 10.12.2017

"Intelligente Spannung"

Der Patriot , 26.02.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Ich habe mitgefiebert, mitgefrohren, mitgeweint ...

Eine Geschichte, die uns Leser in der Gegenwart und in der frühen Nachkriegszeit hinundherpendeln lässt. Ein Verbrechen will aufgeklärt werden. Geheimnisse gelüftet werden.

Von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd.

vivi.73, 08.07.2018

"Weil du immer weiter in der Vergangenheit wühlst, bis du endlich alles ans Licht gezerrt hast."

(Zitat Seite 183)

Inhalt

Auch wenn Anna Meerbaum keine Ansprüche betreffend Gut Anquist in der Uckermark stellen will, das bis zur Enteignung ihrem Großvater gehörte, ist sie neugierig, wo ihre Wurzeln liegen. Ihre Mutter weigert sich beharrlich, über die Vergangenheit zu reden. Anna ist Lehrerin und in den Herbstferien fährt sie in die Uckermark und beginnt nachzuforschen. Sie erfährt, dass der Architekt Joost Dietz im Auftrag einer Investorenfirma das alte Gutshaus sanieren und zu einem Hotel umbauen soll. Er zeigt ihr ein paar alte Fotos und ihr Leben scheint auf den Kopf gestellt – jetzt will sie die Wahrheit wissen …

Thema und Genre

Dieser Roman ist sowohl ein Kriminalroman, als auch eine Familiengeschichte mit zeitgeschichtlichem Hintergrund. Thema sind eine sehr problematische Mutter-Tochter Beziehung und die Wirren und Armut der frühen Nachkriegsjahre in Deutschland.  Es geht aber auch um die Tragik der Findelkinder, die oft nie mehr nachvollziehen konnten, wer die Eltern waren.

Charaktere

Clara Meerbaum ist Alkoholikerin und jener selbstsüchtige Muttertyp, der immer auf die "Opfer" hinweist, die für das Kind gebracht wurden. Erst im Laufe ihrer Recherchen gelingt es Anna, ihre ständigen Schuldgefühle als Tochter abzustreifen und selbstbewusster zu werden. Ihre Hartnäckigkeit, mit der sie die Geschichte um Gut Anquist verfolgt, macht sie zu einer sympathischen Protagonistin.

Agnes Dietz steht für das schwere Leben der Trümmerfrauen in Kriegs- und Nachkriegszeiten, in denen es kaum Arbeit und kaum Lebensmittel gab. Sie muss alleine für das Überleben ihrer Kinder sorgen. Doch sie kämpft und behält die Hoffnung. Sie zögert keine Minute, den kleinen Jungen aufzunehmen, den ihr Sohn Hanno in den Trümmern eines Hauses findet.

Handlung und Schreibstil

Die Geschichte wird in drei parallelen Handlungssträngen erzählt, Hamburg 1947, Uckermark ab 1945 und Hamburg 1992, 1993 (Jetztzeit). Die Kapitel sind fortlaufend nummeriert und die Überschrift gibt immer den jeweiligen Handlungsort und Zeit an. Dies macht die gesamte Handlung für den Leser übersichtlich. Auch wenn man schon während des Lesens Zusammenhänge vermutet, bleibt die Geschichte bis zum Ende sehr spannend und interessant. Die Sprache ist gekonnt, angenehm und flüssig.

Fazit

Ein Kriminalroman mit zeitgeschichtlichem und gesellschaftlichem Hintergrund. Spannend zu lesen und kaum aus der Hand zu legen. Leser, die bereits Bücher von Mechtild Borrmann gelesen haben, werden auch von diesem Buch begeistert sein. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle Leser, die anspruchsvolle Kriminalromane such

Magicsunset, 01.06.2018

Spannend und packend bis zum Ende, ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen.

nis, 05.04.2018

Mein drittes Monatshighlight! Nachdem der Buchmarkt ja in letzter Zeit mit Büchern rund um den

Zweiten Weltkrieg geradezu überschwemmt wird, fragt man sich, was sich die Autorin da hat einfallen lassen, das ihr Buch einzigartig und lesenswert macht. Ich weiß allerdings nicht, warum ich mich das frage, denn sie hat mich noch nie enttäuscht. Ihre Bücher haben immer das besondere Etwas, diese leicht bedrückende Stimmung, die sie auch in dieser Geschichte wieder eingefangen hat.

Das Buch besteht aus drei Handlungssträngen, die im ersten Moment total unabhängig voneinander zu existieren scheinen. Nach dem zweiten Drittel dämmerte es mir dann aber, wie sie zusammengehören könnten. Spätestens ab dann habe ich das Buch inhaliert! Mechtild Borrmann verarbeitet vier bis heute ungeklärte Mordfälle, die im Hamburg der Nachkriegsjahre für großes Aufsehen sorgte. Sie scheint die Gräueltaten des Trümmermörders nach all den Jahren dank akribischer Recherche nun endlich gelöst zu haben. Die Geschichte und die Lösung sind so stimmig, dass eigentlich fast kein Zweifel besteht.

Ich habe mit den sehr sympathisch gezeichneten Protagonisten mitgelitten, mitgefroren und mitgehungert. Mit ihnen gemeinsam habe ich den großen grauen Hund der Angst besiegt und die Bösen bestraft.

Vielen Dank, Frau Borrmann für mal wieder wundervolle, wenn auch manchmal traurige, Lesestunden. Ich freue mich schon auf Ihr nächstes Werk! 

engi, 04.04.2018

Wie die anderen Bücher der Autorin geht auch dieses hier unter die Haut! Ihre Sprache ist so bildreich, dass es

eine Freude ist. Und immer wieder fragt man sich, wie sie eine solch differenzierte Handlung und so wundervolle sprachliche Bilder auf so wenig Seiten unterbringt. Frau Borrmann ist der Beweis dafür, dass Qualität wichtiger ist als Quantität. Ein wahnsinnig intensives Leseerlebnis! 

Stachelschnecke, 25.01.2018

Meine Meinung und Fazit:

Mechtild Borrmann beschreibt mit ihrer bildhaften nüchternen Sprache das Hamburger Leben in der Nachkriegszeit. Das Leben ist von Entbehrungen, Hunger und der Angst zu Erfrieren geprägt. Das was man auf die Lebensmittelkarte an Lebensmitteln bekommt, reicht gerade dafür, dass man nicht verhungert. Beim Lesen konnte ich mich sehr gut in die Familie Dietz hinein fühlen, eine Mutter allein mit zwei Kindern und der Mann im Krieg vermisst. Hanno geht in den Trümmern auf Streifzüge,um Brennholz zu finden oder andere Dinge, die man auf dem Schwarzmarkt zu kargen Lebensmitteln umtauschen kann. Hanno , eigentlich noch ein Kind, versucht alles um seine Familie am Leben zu halten.
Bei den Streifzügen finden Hanno und seine Schwester Wiebke einen kleinen Jungen. Dieser wächst fortan bei der Familie Dietz auf und erhält auch dessen Namen, Joost Dietz. Dies bringt Agnes Dietz viel Gerede einbringt, doch sie ist eine starke Frau und geht weiter tapfer ihren Weg, trotz Neid und Missgunst.
Denn eins wird klar, man darf nicht aufgeben, sonst konnte man in diesen Zeiten nicht überleben. Doch dies ist nur ein Handlungsstrang, denn die Geschehnisse bringen den Leser in die Zeit um 1945 in die Uckermark auf das Gut Anquist und nach Köln/Hamburg im Jahr 1993.

Gekonnt schafft es Mechtild Borrmann den Leser gefangen zu nehmen und in die Geschichte des Trümmerkindes eintauchen zu lassen. Die Handlungsstränge wechseln sich gelungen ab, durch den Wechsel der Zeiten wird die Spannung gehalten bzw. aufgebaut und man kommt der unglaublichen Wahrheit immer näher. 

Da ist Anna in Köln, die sich in den Wendejahren mit dem Gut Anquist beschäftigt, da damals ihren Verwandten 1945 enteignet wurden. Anna leidet unter ihrer alkoholkranken Mutter. Jahrelange hat diese mit ihrer melancholischen Stimmung und ihrem Selbstmitleid der Tochter die Schuld für ihr Scheitern im Leben zugesteckt. Anna möchte mehr von ihrer Vergangenheit erfahren, doch ihre Mutter blockt kategorisch ab. Bei ihren Erkundigungen trifft sie auf den Architekten Joost Dietz, dem Trümmerkind, der Gut Anquist zu einem Hotel umbauen möchte. Joost möchte auch die Wahrheit ans Licht holen und somit nimmt die Geschichte ihren Lauf. Joost Geschichte, seine Gefühle beim Anblick vom Gut Anquist sind sehr klar dargestellt. Man kann seine Zerrissen heut und Zweifel förmlich spüren, als er erfährt, dass er ein Findelkind ist.

Durch die unterschiedlichen Geschehnisse erhält man Einblick, wie es in den verschiedenen Besatzungszonen vonstatten ging. Waren dich die Ansichten der Besatzungsmächte sehr unterschiedlich. 

Ein Buch, was mich nachdenklich stimmt, aber die damalige Zeit gelungen wiedergibt und den Leser an eine unglaubliche Mordserie heranführt die Aufklärung stimmig umsetzt. Eine

mama2009, 27.02.2017

Bücher aus der Zeit während und um den zweiten Weltkrieg faszinieren mich schon immer. Warum das so ist,

ich weiss es nicht genau ich denke mir aber, dass es daran liegt dass viele Onkels und Tanten diese Zeit erlebt haben und davon erzählt haben.

Für mich war die Autorin Mechthild Borrmann eher ein unbeschriebenes Blatt, natürlich ist mir der Name durchaus geläufig gewesen und ich gestehe, dass mich die Autorin mit dem Trümmerkind angefixt hat und ich sicherlich noch weitere ihrer Bücher lesen möchte.

Trümmerkind ist ein Buch das seine Geschichte in mehreren, scheinbar unzusammenhängenden Handlungssträngen erzählt. Wie sie dann letzten Endes zusammenhängen wird auf den letzten Seiten klar, jedoch überrascht die letzte Wendung dann doch.

Es ist der Autorin sehr gut gelungen die Atmosphäre und Stimmung der letzten Kriegstage und der ersten Jahre der Nachkriegszeit darzustellen.

Es erscheint dem Leser so, als stünde er mitten im Geschehen. Dank des tollen Schreibstils und der sehr plastischen Beschreibung der Figuren und Schauplätze nimmt einen die Story schnell gefangen und es gelingt nicht das Buch aus den Händen zu legen, ein wahrer Pageturner also.

Es gelang Mechthild Borrmann ebenfalls im Leser die Gefühle der Protagonisten hervorzurufen. Man spürt die Trauer um die verlorenen Angehörigen, die Angst vor den Besatzern und die scheinbare Hoffnungslosigkeit wegen des verlorenen Krieges und damit verbunden natürlich die Zukunftsangst.

In mir rief das Buch viele Bilder hervor, es schien als sei der Roman eher ein Film als ein Buch.

Mich konnte Mechthild Borrmann bestens unterhalten und ganz bestimmt wird dies nicht der letzte Roman von ihr sein.

Von mir gibt es eine glasklare Leseempfehlung und natürlich die volle Punktzahl, 5 Sterne von 5.

https://mundolibris.blogspot.de/2017/01/mechthild-borrmann-trummerkind-d-urch.html#links

unclethom, 25.01.2017

Fazit meiner Rezension (komplett nachzulesen bei z.B. "Histo-Couch.de):

Ein Roman aus den letzten Kriegstagen und der Nachkriegszeit, der erschüttert, der die Realität der damaligen Zeit projeziert, in der menschliche Verhaltensweisen außer Kraft gesetzt wurden, egoistische Motive auch Gewaltbereitschaft schürten. Er lässt den Leser etwas sprach- und fassungslos zurück: Für mich ist "Trümmerkind" durch die klare, fesselnd geschriebene und prägnante Sprache, die Bilder erstehen lässt und den Leser in jene Zeit zurückkatapultiert, ein literarisches Meisterwerk auf 300 Seiten mit großer atmosphärischer Dichte und überzeugenden Protagonisten. 

Ein Roman über Verbrechen in Kriegs- und Nachkriegszeiten, Familiendramen, Identitätssuche, Schuldgefühle, Verantwortung und Schuld, aber auch Flucht, Vertreibung, Enteignung, Entrechtung von Gutsbesitzern im ehemaligen Ostpreußen, Böhmen und Mähren, der seinesgleichen sucht! Eine ganz klare Leseempfehlung von mir sowie 5 * und volle Punktzahl auf der "Histo-Couch" von mir mit herzlichem Dank an die Autorin und den Droemer-Knaur Verlag! Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman von Mechtild Borrmann!

Sagota, 05.01.2017

Das Buch „Trümmerkind“ von Mechtild Borrmann spielt teilweise, wie der Titel und das Cover es

erahnen lassen, im Hamburg der 1940er unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg. Ein weiterer Erzählstrang nimmt den Leser in den letzten Kriegstagen mit in die Uckermark. Doch die Ereignisse von damals werfen lange Schatten bis in das Jahr 1992.

Die Großeltern der in Köln lebenden, inzwischen 40 Jahre alten Grundschullehrerin Anna Meerbaum haben in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone in der Nähe von Templin ein Gutshaus besessen und sind infolgedessen enteignet worden. Nach dem Mauerfall im Jahr 1991 hat sich die politische Lage nun erheblich geändert und sie fragt sich, ob sie und ihre Mutter Anspruch auf Entschädigung für das Haus und das Land in der Uckermark geltend machen könnten. Ihre Mutter weigert sich über das „Damals“ zu reden. Interessehalber reist Anna nach Templin und ahnt nicht, welche Steine sie dadurch ins Rollen bringt.

Im strengen Winter 1946/47 findet der erst 14-jährige Hanno Dietz auf seiner Suche nach Dingen, die er auf dem Schwarzmarkt verkaufen kann einen etwas Dreijährigen unweit einer verstorbenen jungen Frau. Der Junge spricht nicht und kann so keine Auskunft über seine Herkunft geben. Inwieweit dieser Teil der Geschichte mit den Ereignissen in der Uckermark zusammenhängen, die die  Familie Anquist auf ihrem Gutshof und der anschließenden Flucht aus der Besatzungszone erleben, erfährt der Leser erst zum Schluss des Buchs, das sich beinahe wie ein Kriminalroman liest.

Wieder einmal ist es Mechtild Borrmann gelungen Fiktion und Realität geschickt miteinander zu verbinden. Ihr Roman basiert auf den ungeklärten Fallen des sogenannten Trümmermörders. Sowohl die Geschehnisse in der Vergangenheit als auch die Schilderungen in der Gegenwart sind nachvollziehbar und schlüssig. Das Schicksal des kleinen Jungen ist berührend. Der Roman entwickelte nach der Entdeckung des kleinen Jungen eine unglaubliche Sogwirkung auf mich, weil ich unbedingt wissen wollte, woher er gekommen ist und warum er ganz allein mitten in Hamburg auf der Straße steht. Aber die Autorin schaffte es, mich noch eine ganze Weile hinzuhalten. Die Erzählung sprang von Kapitel zu Kapitel über die drei Zeitebenen und erst ganz allmählich hatte ich einen Verdacht, der sich immer mehr erhärtete.

In jedem zeitlichen Rahmen hat Mechtild Borrmann Figuren geschaffen, die in ihre Umgebung passen und den Umständen entsprechen, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Dank ordentlicher Recherche hat sie die Einzelschicksale hervorragend in die geschichtliche Entwicklung eingebunden und man erfährt am Rand auch etwas über den Alltag der handelnden Personen zu der jeweiligen Zeit.

Die Autorin hat einen ganz eigenen schnörkellosen, aber dennoch er

Ingrid Eßer, 30.12.2016

Ich habe bislang nur die Leseprobe gelesen, aber hier ist schon die Spannung zu spüren, dies Buch werde ich auf

jedenfall lesen müssen.

Maxi, 24.11.2016

Dieses Buch steht auf meinem Wunschzettel. Ich finde gerade diese Epoche ist sehr wichtig, sie gehört zu unserer

Zeitgeschichte. Unser Großmütter und Mütter gehörten zu den Trümmerfrauen, die unser Land wieder mit aufbauten.

Die Autorin, hat ihre Geschichte wie immer sehr spannend verpackt, ich liebe ihre Romane.....

Arietta, 15.11.2016
↑ nach oben