Verlagsgruppe Droemer Knaur

So liest man heute.

Die Grausamen

9783426306031
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Klappenbroschur, Droemer TB
03.04.2017, 576 S.

ISBN: 978-3-426-30603-1
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Thriller

Der erste Ermittler-Krimi von US-Bestsellerautor John Katzenbach: genial geschrieben, abgründig, packend!

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Weg sein. Wie immer. Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin nach Hause gelaufen.
Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos, wie vom Erdboden verschluckt. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht – der Fall wird nie aufgeklärt.
Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt. Gabriel („Gabe") ist Alkoholiker, traumatisiert von einer Familientragödie. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen.
Die beiden stoßen auf eine bislang unentdeckte Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen Männern, und offenbar besteht eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Bei ihren Nachforschungen wird schnell klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Wer nachbohrt, spielt mit seinem Leben. Und das gilt nicht zuletzt für Gabe and Marta ...

"Katzenbach ist einer der fesselndsten Autoren, die die Krimi-Branche derzeit zu bieten hat." Hannoversche Allgemeine Zeitung

Leselounge

Der Autor

John Katzenbach

Portrait von John Katzenbach

John Katzenbach, geboren 1950, war ursprünglich Gerichtsreporter für den »Miami Herald« und die »Miami News«. Bei Droemer Knaur sind inzwischen...

zum Autor Bücher von John Katzenbach

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Pressestimmen

"Katzenbach ist ein Meister seines Fachs. "Die Grausamen" ist ein Krimi mit einem ungeheuren Sog, und wo ich empfehlen würde, - einfach reintauchen."

WDR5 Scala, Ingrid Müller-Münch, 16.05.2017

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

"Oh welch verworren Netz wir weben, wenn wir nach Trug und Täuschung streben." (Sir Walter

Scott)
Oktober 1996 in einer dunklen Herbstnacht auf dem Weg nach Hause verschwindet die 13-jährige Tessa Gibson in einer ruhigen Vorstadt. Nach einer längeren Suchaktion findet man lediglich den blutverschmierten Rucksack des Mädchens, doch von ihr fehlt jede Spur. Alle Ermittlungen und Suchaktionen bleiben ohne Erfolg, so das man mit der Zeit den Fall zu den Akten gibt und Tessa für tot erklärt.
20 Jahre später wird ein neues Cold Case Team gegründet in dem man eigentlich zwei traumatisierte Ermittler aufs Abstellgleis stellen möchte. Gabriel Dickinson (Gabe) der bei einem Segelausflug seinen Schwager verloren hat und sich die Schuld daran gibt, hat dadurch seine Familie verloren und ist dem Alkohol verfallen. So wie Marta Rodriguez-Johnson die nach dem Tod ihres Mannes, nun auch noch ihren Partner bei einem Drogeneinsatz verloren hat. Was soll so ein Duo schon großes anrichten, wenn man sie im Keller Akten wälzen lässt, denkt sich der Chief. Aber weit gefehlt, Marta findet bei vier Todesopfern eine Auffälligkeit denen die beiden nachgehen. Leider ist der eine Ermittler von damals inzwischen dement und der andere beginnt Selbstmord, bevor sie ihn richtig befragen können. Was ist damals passiert, hat es was mit dem Verschwinden von Tessa zu tun? Doch eine Mauer des Schweigens breitet sich aus auf ihrer weiteren Suche und je länger sie nachforschen, desto gefährlicher wird es für die beiden.

Meine Meinung:
Die Grausamen war für mich das erste Buch dieses Autors, der hier mit einem brillanten, spannenden und bis zum Ende undurchschaubaren Thriller aufwartet. Der Plot ist wirklich beeindruckend authentisch und man ist als Leser selbst bis zum Ende am miträtseln und forschen. So hatte ich auch oft das Gefühl mitten im Geschehen dabei zu sein. Der Fall besticht hauptsächlich durch seine wirklich bemerkenswerten Ermittlungen und ist von daher nicht unbedingt blutrünstig, was ja die Cold Case Falle allgemein wenig sind. Aber gerade dadurch ist es für mich ein wahrer Thriller. Die Geschichte spielt vorwiegend in der Gegenwart, mit Ausnahme der Auflösung am Ende. Die beiden Ermittler fand ich trotz ihrer Traumata sehr sympathisch. Bei dem erhabene Cover das aussieht wie ein Spinnennetz oder Regentropfen hatte ich das Gefühl mich starren tausende kleine Augen an. Man merkt das dieser Autor Ahnung von seiner Branche hat und genug Erfahrung als ehemaliger Gerichtsreporter mitbringt. Für mich gehört dieses Buch auf die Bestsellerliste und ich kann es nur jedem Thriller Fan empfehlen, es lohnt sich zum Lesen, deshalb von mir 5 von 5 Sterne.

claudi-1963, 16.05.2017

Gabriel und Marta sind zum Ermittlerteam der Cold Cases ernannt worden. Sie bearbeiten jetzt ungelöste

Fälle, die mehr als 20 Jahre her sind. Beide sind sozusagen strafversetzt worden. Gabriel ist durch den Unfalltod seines Schwagers, bei dem er nicht unbeteiligt war, zum Alkoholiker geworden. Marta war vorher bei der Drogenfahndung, erschoss jedoch versehentlich ihren Partner bei dem Übergriff auf einen Dealer. Die beiden stoßen auf vier Fälle, die in einem Jahr alle ungelöst blieben. Das Seltsame daran ist, dass alle Fälle von dem gleichen Ermittlungsteam sind, die eine nahezu 100prozentige Aufklärungsquote hatten. Dann kommen sie darauf, dass die Fälle irgendwie mit dem Verschwinden der damals 13jährigen Tessa zusammenhängen müssen.
Der Thriller hat mir sehr gut gefallen. Er ist spannend und fesselnd geschrieben und hat mich lange im Dunkeln tappen lassen. Gleich von Anfang an wurde ich in seinen Bann gezogen und kam nicht mehr davon los. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich kann das Buch auf jeden Fall guten Gewissens jedem Thrillerfan weiterempfehlen!

Yh110by, 11.05.2017


Was für ein packender Thriller! Aber wenn man John Katzenbach auf dem Cover liest, sind die Erwartungen sehr hoch – er hat sie wieder erfüllt! Am Anfang hat es kurz gedauert, bis ich in die Geschichte reinkam, aber dann ging es mit vollem Tempo weiter.

Ein Teenager aus gutem Hause verschwindet, und ein Ermittlerduo wird auf den Fall angesetzt. Dieses Duo ist eine tolle Mischung, beide Ermittler sind sehr sympathisch. Jeder hat schon seine eigene Vergangenheit und Vorgeschichte (er hat ein Alkoholproblem, sie hat irrtümlich einen Kollegen erschossen). Durch den Fall kommen sie auch anderen Verbrechen auf die Spur und verstricken sich immer mehr in Zeugenaussagen und Ermittlungen. Ein fesselnder Thriller, den ich jedem Fan nur empfehlen kann!

Bizzely, 26.04.2017

Zwei Loser bieten dem System die Stirn

 

Zum Inhalt:

Eigentlich ist sie als Müllhalde für gescheiterte polizeiliche Existenzen gedacht, für die man noch einen Grund zur Entlassung sucht: Die neu gegründete Einheit für Cold Cases. Marta hat bei einem Einsatz aus Versehen ihren Partner erschossen, Gabe wurde nach einem Unglück von Frau und Sohn verlassen und sucht sein Heil überdeutlich im Alkohol. Aber vor allem Marta hat ihren Spürsinn nicht verloren, findet Ungereimtheiten in vier Mordfällen und bringt diese mit dem Verschwinden einer Schülerin in Verbindung. Durch ihre Beharrlichkeit zieht sie Gabe mit und beide in einen Strudel, der sie zu verschlingen droht.

 

Mein Eindruck:

Kannte ich bis jetzt Katzenbach eher von unglaubwürdigen Krimis, in denen „normale“ Menschen mit Psychopathen aneinander geraten und danach – insbesondere waffentechnisch – über sich hinauswachsen, so hat er mich dieses Mal äußerst positiv überrascht. Seine Protagonisten sind hier Polizisten, denen ganz im Gegenteil zu seinen sonstigen Figuren nichts Übermenschliches anhaftet. Vom Schicksal geschlagen, von Selbstzweifeln geplagt, dennoch akribisch handelnd und – trotz aller Widerstände – stur der Wahrheit verhaftet. Es gefällt, dass sie sich nicht von falschen Freunden einwickeln lassen und auch den vermeintlichen Feinden eine Chance geben.

Der Schreibstil von Katzenbach ist wunderbar beschreibend, ohne zu blumig zu sein, - das Kopfkino läuft somit perfekt. Der Fall selbst ist gut entwickelt, es bleiben keine größeren Fragen ungeklärt und bei dem (leicht offenen) Ende kann man sogar auf eine Fortsetzung mit dem Team hoffen; etwas, was Katzenbach seiner Leserschaft sonst nicht bietet. Der einzige inhaltliche Wermutstropfen ist für mich die Reaktion zweier Personen auf die Nachforschungen Martas und Gabes, die mir auch nach großer Grübelei nicht stimmig erscheint.

 

Mein Fazit:

Gerne mehr von diesem Team

melange, 22.04.2017

Hätte straffer sein können

Die Grausamen ist mein erster Roman des Autors John Katzenbach und ich hatte mich auf einen spannenden Thriller gefreut. Die beiden Ermittler Gabe und Marta werden auf alte ungeklärte Fälle angesetzt. Beide Ermittler gelten als abgehaltert und kämpfen mir eigenen Problemen. Im Laufe ihrer Ermittlungen stoßen sie auf Spuren die bis besser nicht gefunden hätten.

 

Die Geschichte entwickelt sich langsam und es kommt keine richtige Spannung auf wie ich sie in einem Thriller erwartet hätte. Der Schreibstil ist in Teilen recht langatmig und ich hätte mir da eine straffere Erzählweise gewünscht. Die Charaktere hätten auch mehr Potential gehabt und die Handlung war mir zu sehr vorhersehbar. Insgesamt ein Buch das ganz nett war, aber lange nicht das gehalten hat, was es versprochen hat. Für eine Urlaubslektüre die man auch mal gerne aus der Hand legen kann durchaus geeignet.

manu63, 16.04.2017

Assistant Deputy Chief Gabriel Dickinson wird auf Grund von privaten Problemen und einigen beruflichen

Ausfälligkeiten mit Alkohol am Steuer erwischt. Sein Chef versetzt ihn in die unbeliebte Abteilung „Cold Cases“, die die Aufgabe hat sich um ungeklärte Verbrechen aus der Vergangenheit zu kümmern. Ebenfalls strafversetzt wird Detective Marta Rodriguez-Johnson, die bei einem Schusswechsel ihren Partner getötet hat.

Die beiden sind frustriert, sitzen ihre Zeit ab...bis sie auf einen interessanten Fall stossen. Vor 20 Jahren ist die 13 jährige Tessa auf dem Heimweg von einer Freundin spurlos verschwunden. Gabe und Marta entdecken Parallelen zu vier anderen ungeklärten Verbrechen und ermitteln auf Hochtouren.

Ich empfand den Start, die Einführung in die Personen als sehr angenehm. Detailliert und ohne langatmig zu sein lernt man die Hauptprotagonisten Gabriel Dickinson und Marta Rodriguez-Johnson kennen. Sehr schnell erkennt man, dass beide traumatisiert/gezeichnet von den Erlebnissen in der Vergangenheit sind. Die anfängliche Skepsis als Team zusammen zu arbeiten über Verständnis bis zur Freundschaft hat der Autor sehr gut eingefangen.

Die Geschichte wird als Thriller beworben, doch dafür haben mir eindeutig Spannung, gänsehautauslösende Passagen und der Trill gefehlt. Die Spannung will in der ersten Hälfte nicht so recht aufkommen da alles etwas  in die Länge gezogen wurde. Die Story braucht ziemlich lange bis sie in die Gänge , der Fall um Tessa überhaupt zur Sprache kommt. Die vielen Nebenhandlungen hätten meiner Meinung nach etwas gestrafft werden dürfen. Nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht und ab der Mitte nimmt der Fall auch an Fahrt auf und es wird spannend.

Sehr gut gefallen hat mir das Spiel mit dem Schriftbild. Immer wieder wurden Gedanken der Ermittler kursiv geschrieben. Zu lesen was sie denken, war sehr reizvoll und hat noch mehr Tiefe und Verständnis für die persönliche Situation eingehaucht.

 

Igela, 14.04.2017

Zuerst eimal: das Cover ist der Hammer. Das Spinnennetz aus Tropfen ist so schon ein Hingucker und durch Zufall habe

ich rausgefunden, dass es im Dunkeln leuchtet. Praktisch, so findet man das Buch nachts immer und sieht "total cool" aus (fand mein Sohn).

Das Buch selbst würde ich eher als soliden Krimi, als einen Thriller bezeichnen. Für einen Thriller hätte es noch spannender und psychologischer sein müssen. Insgesamt habe ich mich am Anfang bis etwa Seite 100 etwas schwer getan in die Handlung rein zu kommen. Katzenbach beschreibt sehr ausführlich die beiden Hauptpersonen Gabe und Marta mit ihren Ecken und Kanten. Beide haben bereits einiges hinter sich. Die Sache mit den vier Toten war mir von Anfang an klar, bekam am Ende dann aber noch einen kleinen Überraschungseffekt. Auch das Verschwinden von Tessa bekommt ein überraschendes Ende. Insgesamt ein solider Krimi eines erfahrenen Autors, der aber etwas straffer hätte sein können. Die 570 Seiten waren mir zum Teil etwas zu langatmig.

Consta, 14.04.2017

John Katzenbachs erster Ermittlerkrimi "Die Grausamen" beginnt mit einem Prolog. In einem noblen Vorort an

der US-Ostküste kehrt die 13jährige Tessa Gibson am 9. Oktober 1996 von einem Besuch bei ihrer Freundin nicht nach Hause zurück. Außer ihrem pinkfarbenen Rucksack taucht nichts auf. Ihre Leiche wird nie gefunden und der Fall nie aufgeklärt. Die eigentliche Romanhandlung beginnt 20 Jahre später mit dem unaufhaltsamen Abstieg des ehemaligen Assistant Deputy Chief Gabriel Wilkinson. Bei einem Bootsausflug kommt sein Schwager Teddy ums Leben, der geliebte Zwillingsbruder seiner Frau. Sie verlässt ihn sofort und nimmt den gemeinsamen Sohn mit. Gabriel - genannt Gabe - beginnt zu trinken, verwahrlost und vernachlässigt seinen Job. Kurz vor dem Rausschmiss gibt ihm der Polizeichef eine letzte Chance. Zusammen mit Detective Marta Rodriguez-Johnson, einer ehemaligen Kollegin aus dem Drogendezernat, soll er in der neu gegründeten Abteilung „Cold Cases“ alte ungelöste Fälle neu untersuchen. Marta wird in die Abteilung versetzt, weil sie bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Kollegen Detective Tompkins erschossen hatte. Beide akzeptieren ihre neue Aufgabe. Zwei traumatisierte Polizisten auf dem Abstellgleis, in einem kleinen Büro, das ihnen wie ein Verlies vorkommt. Das Sichten der kalten Fälle erweist sich als äußerst schwierig, da die damaligen Ermittler schon alles Mögliche versucht haben, um sie aufzuklären. Bis Marta auf vier Akten stößt, die alle neunzehn Jahre alt sind. Ungewöhnlich daran ist, dass in ein und demselben Jahr "... die besten, gründlichsten Detectives, die das Dezernat damals zu bieten hatte... "(S. 222), diese vier Tötungsdelikte an jungen Männern nicht aufgeklärt haben. Zufällig stoßen sie auf den Fall der vor zwanzig Jahren verschwundenen Tessa Gibson. Es muss eine Verbindung zwischen den Fällen geben, doch ist die Polizeiführung an der Aufklärung ausgerechnet dieser ungeklärten Todesfälle nicht interessiert und behindert die Ermittlungen. Beschädigte Ermittlerpersönlichkeiten sind nichts Neues in der Kriminalliteratur, jedoch von US-Bestsellerautor John Katzenbach überzeugend gezeichnet. Der Schreibstil liest sich gut, die Story ist gut durchdacht. Das Ende kann man nicht vorhersehen. Der Roman hat mir auch sonst sehr gut gefallen. Er erinnert mich an alte Kriminalromane, wo die klassische Ermittlertätigkeit noch im Vordergrund steht: viel Nachfragen, viel Laufarbeit, viel Recherche, keine Brutalität, die dem Leser nachts den Schlaf raubt.  Sollte es eine Fortsetzung mit diesem Ermittlerteam und der Arbeit an alten Fällen geben, werde ich gern weitere Romane lesen. Das Cover passt außerordentlich gut und scheint Bezug auf eine Textstelle zu nehmen: "Gabe kam das seltsame Bild ei
Klaraelisa, 12.04.2017

Der Thriller   Die Grausamen von John Katzenbach besticht schon durch das Cover. Besonders,wenn man es im

Dunkeln neben dem Bett liegen hat. Ein floreszendierendes Spinnennetz sieht dann  schon recht gruselig aus.
Die Ermittler sind zwei gescheiterte Existenzen: Gabriel ein Alkoholiker der immer noch Probleme mit einer Familientragödie aus seiner Vergangenheit hat; und dazu Martha,die versehentlich ihren Kollegen erschossen hat. Beide werden vom Chef quasi aufs Abstellgleis geschoben,indem sie alte Fälle "Cold Cases" bearbeiten sollen.
Aber dort entdecken sie Ungereimtheiten in einem 20 Jahre alten Vermisstenfall eines Mädchens. Dazu noch Verbindungen mit anderen Mordfällen aus diesem Zeitraum.

Plötzlich werden beide Ermittler bedroht ,als sie den bisher unentdeckten Spuren nachgehen. 

Das Buch zieht den Leser schnell in seinen Bann,hat mich direkt gepackt mit den zahlreichen psychologischen Hintergründen und Erklärungen. Das überraschende Ende gefiel mir auch gut,nur etwas zuviel des Guten und doch recht verworren. 

lesebrille, 10.04.2017

Tessa ist dreizehn Jahre alt, als sie auf dem Weg von ihrer Freundin nach Hause spurlos verschwindet. Der Fall wird

nie geklärt und die Familie zerbricht an dem Verlust.

Zwanzig Jahre später sieht sich der Polizeichef vor einem Problem. Er muss zwei Polizisten beschäftigen, die beide traumatisiert und für den normalen Dienst nicht mehr geeignet sind. Gabriel Dickinson, genannt „Gabe“, ist alkohol- und spielsüchtig. Seine Frau hat sich von ihm getrennt, da sie ihm die Schuld gegeben hat am Tod ihres Zwillingsbruders, der bei einem Segeltörn um Leben kam. Die ehemalige Drogenfahnderin Marta Rodriguez-Johnson hat aus Versehen ihren Kollegen erschossen. Damit die beiden nicht ihren Dienst quittieren müssen, gründet man eine neue Abteilung, die sich mit Cold Cases befassen soll. Zufällig entdecken sie einen Zusammenhang zwischen ungelösten Mordfällen und dem Verschwinden von Tessa. Warum aber wird ihnen nun von „oben“ die Ermittlung in den Mordfällen verboten? Aber die beiden haben Blut geleckt und ermitteln weiter. Dabei begeben sie sich aber in tödliche Gefahr.

Das Buch liest sich angenehm flüssig. Die Perspektiven wechseln, so dass wir die Geschichte aus Gabes und Marthas Sicht kennenlernen. Beide haben in der Vergangenheit einiges durchgemacht und sind „kaputte“ Typen. Dennoch finde ich sie sympathisch. Dass sie wieder eine Aufgabe haben, die sie fordert, tut ihnen gut. So finden sie wieder ins Leben zurück. Sie ergänzen sich gut und ich denken, dass sie einander auch gut tun.

Die Spannung war von Anfang an da und bis zum Schluss gab es immer neue Wendungen, die es mir unmöglich machten, die komplexe Geschichte zu durchschauen.

Obwohl dieses Buch für mich mehr Krimi als Thriller ist, hat mich die Geschichte gepackt, denn sie ist gut konstruiert und sehr spannend.

Absolute Leseempfehlung!

leseratte1310, 09.04.2017

Die dreizehnjährige Tessa Gibson verschwindet nach dem Besuch bei einer Freundin spurlos. Eingeleitete

Suchmaßnahmen und umfangreiche Ermittlungen bringen nicht den gewünschten Erfolg. Die Spülerin bleibt verschwunden und keiner weiß, was mir ihr geschehen ist. Zwanzig Jahre danach wird im zuständigen Polizeirevier die längst fällige Sondereinheit „Cold Cases“ gegründet, allerdings nicht um alte Fälle neu aufzurollen, sondern um zwei ausrangierte Ermittler unterzubringen. Diesen jedoch genügt es nicht, die archivierten Akten nach neuen Anhaltspunkten durchzusehen. Schon bald ermitteln sie auf eigene Faust und stoßen dabei auf Tessa Gibsons Fall. Doch kaum haben sie eine erste Spur entdeckt, werden sie von einem Killerkommando massiv bedroht.

„Die Grausamen“ ist der erste Thriller des US-amerikanischen Autors John Katzenbach, in dem es nicht um psychopathische Serienkiller und ihre perfiden Spielarten geht, sondern um klassische Ermittlungsarbeit. Dazu hat er ein Duo ins Rennen geschickt, das aufgrund schwerwiegender Probleme ruhiggestellt werden muss, um weiteren Ärger zu vermeiden. Denn während Assistant Deputy Chief Gabriel Dickinson nach einem privaten Unglücksfall dem Alkohol verfallen ist, hat Marta Rodriguez-Johnson einen Polizisten erschossen. Zwei Aussätzige, die sich vor allem wegen ihrer Schwächen und Eigenarten die Sympathie des Lesers zu erkämpfen wissen und wegen ihrer zutage tretenden Verbissenheit.

Die anfänglich ruhig verlaufenden, dann aber immer rasanter in Erscheinung tretenden Ereignisse werden aus der Sicht der beiden Cold-Case-Ermittler erzählt. Dadurch erhält der Leser einen guten Einblick in ihre emotionale Entwicklung, die trotz einiger Rückschläge positive Tendenzen aufweist und in ihre Bemühungen, den undurchsichtigen Fall zu klären. Ein stetiges Auf und Ab, das durch unvorhersehbare Wendungen spannend unterhält und auf ein Finale zusteuert, das überrascht. Dabei wird der Leser durch den in ihm verwendeten flüssigen Schreibstil regelrecht mitgerissen, während bildhafte Beschreibungen dafür sorgen, dass eine düstere und eindringliche Atmosphäre entsteht.

 Fazit:
Ein fesselnder Thriller, der alles hat, um ihn in einem Rutsch zu verschlingen.

 

krimine, 07.04.2017

Am Anfang habe ich mich ein wenig schwer getan in das Buch reinzukommen. Ich war fast soweit abzubrechen. Da ich die

Bücher des Autors immer gut und spannend fand, habe ich dann doch weitergelesen. Die Spannung stieg dann kontinuierlich an und das Buch wurde immer interessanter. Zeitweise konnte ich sogar über die Gedanken der beiden Protagonisten Gabe und Marta schmunzeln aber auch mit fiebern. Die Geschichte entwickelte sich dann immer rasanter so das ich mich doch für gute vier Sterne entscheiden konnte. Ich mag den Schreibstil von John Katzenbach. Er ist etwas gewöhnungsbedürftig. Über den Inhalt möchte ich eigentlich nichts sagen, dafür gibt es ja den Klapptext. Nur soviel. Ich gebe eine klar Lese- und Kaufempfehlung trotz kleiner Anfangsschwierigkeiten.

Kerstin Glöckner, 07.04.2017

Tessa und die Toten vier

 

Die Grausamen,  Thriller von John Katzenbach, 576 Seiten,  erschienen im  Droemer-Knaur-Verlag. Spannender Cold-Case Thriller  vom fesselndsten Autor der Krimibranche.

Gabe Dickinson ist kurz vor dem Absturz , Alkohol, Spielsucht  - auch vernachlässigt  er sich und  seinen Job. Seine Frau trennte sich von ihm, denn sie gibt ihm die Schuld am Tod ihres Zwillingsbruders, der bei einem Segelausflug mit Gabe ums Leben kam. Ihren gemeinsamen Sohn entzieht sie ihm.

Marta Rodriguez-Johnson ehemalige Drogenfahnderin, hat bei einem Einsatz durch einen unseligen Unglücksfall, ihren Partner erschossen. Beide Ermittler leiden unter einem Trauma, sie sind Schuld am Tod eines Menschen.  Verschiedene Ausgangssituation doch gleiche Endstation. Vom Polizeichef wird kurzerhand eine Abteilung Cold-Cases gebildet,  wohin er die beiden Kriminaler, die ihm ein Dorn im Auge sind, kurzerhand abschiebt. Mit einem Stapel alter Akten sitzen sie in einem Kellerraum „das Verlies“ genannt und sie ackern, recherchieren und ermitteln. Dabei entdecken sie, dass  4 Morde an jungen Männern,  die mit dem Fall der damals 13jährigen Tessa, die vor 20 Jahren spurlos verschwand,  in Zusammenhang stehen.  Dabei müssen sie feststellen, dass seltsamerweise ihren Vorgesetzten, scheinbar nichts daran liegt, dass diese Mordfälle endlich aufgeklärt werden, ihnen die Ermittlungen sogar verboten werden. Schon bald geraten die beiden Detectives  in Lebensgefahr. Können sie den Cold-Case lösen?

Der Prolog beginnt mit dem Geschehen  vor 20 Jahren, die 13jährigeTessa verschwindet auf dem Heimweg von ihrer Freundin spurlos, gefunden wird nur ihr blutdurchtränkter  Rucksack. So spannend wie die Geschichte im Vorwort beginnt, bleibt der Plot.

Schon im ersten Absatz wird man in den Fall geradezu hinein katapultiert. Die explosiven Dialoge folgen aufeinander wie Schusswechsel. Durchgehend ist die Erzählung glaubwürdig konstruiert  und wird in einer schönen Sprache spannend erzählt. Die kursiv gedruckten Gedanken wurden jeweils aus der Sichtweise  von Marta oder Gabe angeführt und sind sehr hilfreich, es gab für mich keine Unstimmigkeiten und ich konnte der Geschichte zu jeder Zeit folgen, sie nachvollziehen. Die Charaktere Dickinson und Rodriguez-Johnson waren mir ausgesprochen sympathisch und von Anfang an vertraut, es machte richtig Spaß den beiden bei ihrer harten Polizeiarbeit über die Schulter zu blicken. Es war fast unmöglich, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen. Auf den letzten 100 Seiten kristallisierte sich plötzlich eine überraschende,  grausame Wendung heraus, die am Schluss zu einem ungeahnten Ende führten. Ich war sozusagen „geplättet“.

Ele, 06.04.2017

Die beiden Ermittler Gabriel Dickinson und Marta Rodriguez-Johnson stehen kurz vor dem Ausschluss aus dem

Polizeidienst. Denn Gabriel greift durch ein traumatisches Erlebnis im Privatleben viel zu oft zur Flasche und Marta hat bei einem Einsatz versehentlich ihren Partner erschossen. Der Polizeichef schiebt sie regelrecht aufs Abstellgleis, da er für die beiden die Abteilung "Cold Cases" ins Leben ruft. Er rechnet nicht damit, dass die abgehalfterten Ermittler irgendetwas herausfinden. Doch er täuscht sich, denn die Gabriel und Marta entdecken unverhofft eine Spur im Fall der vor zwanzig Jahren spurlos verschwundenen Tessa. Die beiden ahnen nicht, dass ihre Nachforschungen äußerst gefährlich werden....

John Katzenbachs Thriller beginnt mit einem Prolog, in dem man zurück in den Herbst 1996 blickt und Tessas Eltern beobachtet, wie sie das Verschwinden ihrer dreizehnjährigen Tochter bemerken. Das Interesse an der Handlung wird damit sofort geweckt, da man unbedingt erfahren möchte, was damals geschehen ist.

Danach springt die Handlung in die Gegenwart. Man lernt das Ermittler-Duo Gabriel und Marta kennen und erfährt von den Hintergründen, die dazu geführt haben, dass sie in der neuen Abteilung "Cold Cases" aufs Abstellgleis geschoben werden sollen. Der Thriller plätschert zunächst eher gemächlich vor sich hin, doch in dieser Einführungszeit erhält man wichtige Hintergrundinformationen zu den Hauptcharakteren. Dadurch wirken sie lebendiger und man kann sich nach und nach besser in die beiden hineinversetzen.

Die Spannung steigert sich kontinuierlich, als die beiden auf eine erste Spur stoßen. Die Atmosphäre wirkt angespannt. Zwischen den Zeilen kann man förmlich spüren, dass damals irgendwas vorgefallen ist, über das niemand reden will. Man hat aber, genau wie die beiden Ermittler, keine Ahnung, wohin das alles führen wird. John Katzenbachs Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich beim Lesen die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und sich ganz auf die spannenden Ermittlungen einlassen. Die damaligen Ereignisse lassen sich nur schwer entwirren. Gabriel und Marta ahnen zwar, dass damals bei der Polizei selbst nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist, doch beweisen können sie es nicht. Man ist hin- und hergerissen, was man glauben soll und stellt beim Lesen die wildesten Spekulationen an. Dadurch gerät man regelrecht in den Sog der Handlung und mag das Buch erst aus der Hand legen, wenn man am Ende angekommen ist. Die Auflösung  selbst ist schlüssig und sehr gut konstruiert.

Ich habe mich beim Lesen dieses Thriller sehr gut unterhalten und ihn, trotz der nicht gerade geringen Seitenanzahl, fast an einem Tag durchgelesen.
KimVi, 05.04.2017

Zwei Ermittler, die sich mit „Cold Cases“ beschäftigen, entdecken Zusammenhänge zwischen alten

Fällen. Sie begeben sich auf die Suche nach Spuren, die zur Aufklärung helfen könnten, aber begeben sich selber in Gefahr und spielen mit ihrem eigenen Leben.

In dem Thriller „Die Grausamen“ von John Katzenbach begleiten wir zwei Ermittler, die kurz davor sind in ihrer Ermittler-/Polizeilaufbahn völlig zu scheitern: Gabe verfiel der Alkoholsucht nachdem er sich die Schuld an dem Tod seines Schwagers gab. Seine zukünftige Partnerin Marta, die mit ihm an den „Cold Cases“ arbeiten soll, erschoss ihren früheren Kollegen ohne jegliche Absicht, hegt aber starke Schuldgefühle. Beide werden dazu degradiert, längst abgeschlossene, hoffnungslose Fälle zu bearbeiten. Schnell entwickeln sie sich zu einem eingespielten Team. Durch die unterschiedlichen Charakterzüge der beiden, hegt man weder Abneigungen noch extreme Sympathie gegen/für eine bestimmte Person, vielmehr ergänzen sich beide.
Die zahlreichen Nebencharaktere erstrecken sich von einem vor 20 Jahre spurlos verschwundenen Mädchen, über ihre Familie, die Familie der besten Freundin, ihren Onkel, frühere Ermittler der Polizei, vier nicht aufgeklärte Morde, Geistlichen etc. Durch die Beteiligung solch vieler Personen fiel es mir oft schwer alles einordnen zu können. Da sie alle in irgendeiner Weise verstrickt sind und nicht völlig außer Acht gelassen werden können, kam oft Verwirrung auf.

Katzenbachs Schreibstil ist reduziert, aber nicht lückenhaft oder gar kalt. Er hält sich nicht lange mit unnötigen Erklärungen auf, das Wichtigste wird beschrieben, sodass man als Leser einen Überblick über die Situation hat. Dennoch ist man kein neutraler Beobachter, sondern hat Einblick in die Charaktere, um diese nachvollziehen zu können. Das ganze Buch hindurch herrscht eine verdichtete Atmosphäre, die mich als Leser keine Minute ruhen ließ.

Das Cover ist sehr geschickt gewählt. Das Spinnennetz wird an einer Stelle sehr kurz erwähnt und als Metapher genutzt. In diesem Netz der Lügen und Unwahrheiten versuchen Marta und Gabe etwas zu entdecken, dass für alle unscheinbar aussieht, aber für die beiden ein Erfolgserlebnis darstellen könnte. Andererseits ist das Netz auch immer ein Werkzeug für den Beutefang. Es kann also veranschaulichen, dass jemand in diesem Netz gefangen werden soll, was von Marta und Gabe gesponnen wurde. Jedenfalls lässt das Cover Freiraum für Interpretationen im Zusammenhang zu den Geschehnissen im Buch. Wer aber nun „Die Grausamen“ sind hat sich mir immer noch nicht erschlossen. Es gäbe in dem Fall mehrere Möglichkeiten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Die Grausamen“ ein ho

Benedikt Schniedermeyer, 04.04.2017

Ein fesselnder Thriller vom Anfang bis zum Ende.

Vor zwanzig Jahren verschwindet die dreizehnjährige Tessa auf dem Weg nach Hause spurlos. Eine langwierige Suche beginnt, in der Stadt geht die Angst um, doch das Mädchen wird nicht gefunden und Ihre Familie zerbricht an dieser Tragödie.

Zwanzig Jahre danach sollen zwei Ermittler, einige nie aufgeklärte Fälle, sogenannte "Cold Cases"  bearbeiten.  Gabe ein Alkoholiker und Marta, die aus Versehen Ihren Partner erschossen hat. Bei der Suche nach Tessa bemerken die Beiden, dass die Wahrheit nicht ans Tageslicht kommen soll, doch sie geben nicht auf.

Dem Autor ist wieder ein großartiger Thriller gelungen, der mich sehr gefesselt hat. Wie ein Puzzle fügen sich die Teile zu einer spannenden Geschichte zusammen. Ein echter "Katzenbach".

Besonders gut haben mir die Ermittler Gabriel und Marta gefallen, die so mir so echt erschienen, mit all Ihren Fehlern, dass  ich sogar Mitleid mit Ihnen hatte.  

Wer gerne Krimis und Thriller liest, sollte sich diese nicht entgehen lassen.

Punkziki, 01.04.2017

Absolut Lesenswert !!!!

Die dreizehnjährige Tessa ist auf den Weg nach Hause spurlos verschwunden, die Polizei  hat diese Fall nicht aufgeklärt und die Familie unter der enormen Stress war zerbrochen. Nach zwanzig Jahren Gabriel Dickinson und Marta Rodriquez-Johnson  finden eine neue Spur in den Fall von Tess, ein Spur welchen damals hat niemand eine Aufmerksamkeit geschenkt. Die Ermittler haben zu tun....


Der Triller ist spannend und fesselnd  von erste bis zum letzte Seite, das Buch ist fast unmöglich aus der Hand weg zu legen. Der Stimmung ist "hochgeladen " und die Atmosphäre sehr eingespannt. Wie immer bei Katzenbach die psychologische Teil ist sehr gut ausgebaut und die psychologische "kitzelt " ganze Zeit beim lesen .


Die Protagonisten haben starkes Charakterriss mit alle dazugehörigen Kanten und Schwächen , besonders bei die Ermittler Duo sind die Schwächen deutlich "sichtbar "- Gabriel ist ein Alkoholiker und hat noch nicht verdaut die Familientragödie, Marta hat ihren Partner erschossen und kämpft noch weiter mit die Dämonen aus der Vergangenheit.


Der Handlung ist komplex  aber mit klare Bauform, der Leser steht ganze Zeit unter Strom , der Schreibstil ist flüssig nur die kursive Sätze brauchen ein bisschen Zeit um sich zu gewöhnen.


Ein Thriller im bester Form !!!

marpije, 01.04.2017

Der Prolog schildert einen Herbstabend im Jahr 1996, als ein dreizehnjähriges Mädchen spurlos verschwindet.

Außer ihrem blutbefleckten Rucksack wird keine Spur von Tessa Gibson gefunden. Dann springt die Erzählung in die Gegenwart. Bevor die Ermittlungsarbeit von Gabe und Marta beginnt, wird der Leser zunächst mit deren jeweiliger Vorgeschichte vertraut gemacht. Erst als Gabe und Marta einen möglichen Zusammenhang zwischen vier ungeklärten Mordfällen aus dem Jahr 1997 und dem Vermisstenfall vermuten und losziehen, um diverse Zeugen sowie Verwandte und Bekannte des verschwundenen Mädchens zu befragen, steigt die Spannungskurve deutlich an. Der Polizeichef versucht, die beiden unliebsamen Ermittler an ihrer Arbeit zu hindern und sie stattdessen auf den Fall eines Doppelmordes im Drogenmilieu vor vier Jahren anzusetzen. Gabe und Marta lassen sich jedoch auch von Einschüchterung und Drohungen nicht verunsichern, selbst als es unter den von ihnen Befragten zu weiteren Todesfällen kommt.

Der Roman ist sehr gut und glaubwürdig konstruiert; Dinge, die zuerst nicht nachvollziehbar erscheinen, werden zum Ende hin logisch aufgelöst. Dabei hat der Autor einen „originellen“ Fall geschaffen, der nicht dem üblichen Verlauf ähnlicher Kriminalromane folgt und damit weitgehend unvorhersehbar bleibt. Gut gelungen ist auch die Ausarbeitung der Charaktere der Romanfiguren. Mit Gabe, einem früher gewissenhaften, aber relativ empathielosen Polizisten, der ausschließlich an seinem Schreibtisch im Büro arbeitete, geht es nach dem Tod seines Schwagers und seiner Scheidung stetig bergab, doch durch den Fall des verschwundenen Kindes wird er aufgerüttelt und hat wieder ein Ziel vor Augen. Die verwitwete Marta fühlt sich als Mutter einer Tochter besonders vom Schicksal des verschwundenen Mädchens betroffen. Ihr Trauma bezüglich des Umgangs mit Schusswaffen wird nachvollziehbar aufgearbeitet.

Der Erzählstil des Autors ist flüssig und anschaulich, Gedanken der Romanfiguren sind kursiv gedruckt und damit gut vom übrigen Text zu unterscheiden.

Ein gut aufgebauter, originell angelegter und größtenteils spannender Krimi ohne brutale Szenen, für den eine uneingeschränkte Leseempfehlung ausgesprochen werden kann!

€nigma, 30.03.2017

Thriller sind bisher Neuland für mich, doch hier hat mich die Leseprobe sehr neugierig gemacht und ich wollte

John Katzenbach eine Chance geben. Und das war eine sehr gute Entscheidung. Das Buch war sehr gut. Die Beschreibung der Polizeiarbeit war umfangreich und gut verständlich, der Schreibstil fesselnd und sehr spannend. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten und der Autor schaffte es auch. mich stellenweise sehr zu überraschen. Meine eigenen Ermittlungen liefen in ganz andere Richtung.  

Katzenbach schreibt die Erinnerungen/Rückblenden von Gabe und Marta in Kursiv, das empfand ich am Anfang etwas verwirrend, doch man gewöhnt sich daran. Insgesamt bin ich von dem Gelesenen beeindruckt und begeistert und ich denke, ich werde mir noch den ein oder anderen Katzenbach ansehen.

papaschluff, 30.03.2017

Ein echter Katzenbach! Ein Thriller wie ich es mag!


Das Cover finde ich nicht sehr hübsch aber es passt ganz gut zu der Geschichte. 
Der Titel hat mir zu Anfang etwas Angst gemacht, aber unbegründet.  Die Fälle wurden nicht bis in alle grausamen Einzelheiten  beschrieben!

Wir haben es hier mit 2 Polizisten zu tun, die Beide, Gabe und Marta ein schlimmes Erlebnis nicht verarbeiten können und deshalb im Polizeidienst nicht voll einsetzbar sind. Aus dem Grund bearbeiten die beide  ungeklärte Fälle  und stoßen dabei auf eine Kindesentführung. Tessa ist auf dem Weg von ihrer Freundin nach Hause nicht angekommen.....
Alte Fälle sind für Recherchen schwierig, weil die Leute sich nicht mehr erinnern und auch alte Wunden nicht aufreissen wollen.....keine leichte Aufgabe.

Der Schreibstil ist mit sehr viel kursiver Schrift. Erst dachte ich es wird geflüstert, aber es kennzeichnet in den meisten Fällen die Vergangenheit und Erinnerungen!

Es ist schön spannend, das Ende habe ich mir ähnlich ausgemalt!

Lenny, 30.03.2017
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