Verlagsgruppe Droemer Knaur



Der Gaukler und die Tänzerin

9783426520000
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Taschenbuch, Knaur TB
01.06.2017, 544 S.

ISBN: 978-3-426-52000-0
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Historischer Roman

Ein praller historischer Roman über eine Frau, die sich im Hessen des 18. Jahrhunderts ihren Platz in der Gesellschaft erkämpfen muss, von der Erfolgsautorin Nicole Steyer und ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Diskriminierung.

Einst trug die Zigeunerin Suni einen anderen Namen. Einst wohnte sie in einem Schloss und nicht in Zelten. Aber das war in einem anderen Leben, vor jener Nacht, in der der dunkelhäutige Mathis, den man den "Schokoladen-Jungen" nennt, dem kleinen Mädchen das Leben rettete und die Freunde getrennt wurden.
Als Suni Jahre später nach Darmstadt zurückkehrt, weckt die vertraute Umgebung verdrängte Erinnerungen. Damit wird Suni erneut zur Gefahr für die Frau, die ihr schon einmal nach dem Leben trachtete … Wird ihr Lebensretter von einst ihr noch einmal helfen können?

Leselounge

Die Autorin

Nicole Steyer

Portrait von Nicole Steyer

Nicole Steyer wurde 1978 in Bad Aibling geboren und wuchs in Rosenheim auf. Doch dann ging sie der Liebe wegen nach Idstein im Taunus. Nach der Geburt...

zur Autorin Bücher von Nicole Steyer

Pressestimmen

"Das Schöne an Nicole Steyer ist, dass sie Geschichte mit einer locker, leichten Märchenhaftigkeit nicht nur erzählt, sondern auch erklärt. Einfach immer wieder lesenswert."

Voces of the street (Blog), 27.07.2017

"ein Leseerlebnis, das einen ganz sprach- und atemlos macht"

literaturmarkt.info, 07.08.2017

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Dieses Mal entführt Nicole Steyer den Leser ins Hessen des 18. Jahrhunderts.

Die Protagonistin Suni, eine Zigeunerin, trug einst einen anderen Namen. Wie es dazu kam und was sie dabei erlebte, davon erzählt dieses Buch.

Wie man es von Nicole Steyer gewohnt ist sind die Figuren sehr plastisch beschrieben. So fällt es natürlich leicht sich diese gut vorzustellen. Es ist Nicole Steyers besonderes Talent ihren Figuren Leben einzuhauchen und sie real wirken zu lassen.

Ebenfalls sehr schön und bildhaft beschrieben sind die Schauplätze die man sich so natürlich sehr gut vorstellen kann.

Die Story beginnt gleich sehr spannend und kann sich im Verlauf auch noch steigern um dann in einem grandiosen Finale zu enden.

In der Hauptsache dreht sich alles um Roma und Gaukler und ihre Stellung in der damaligen Gesellschaft. Am Rande angemerkt, kann auch ich mich noch an die Ablehnung gegenüber den Roma in meiner Kindheit erinnern, also so lange ist das nicht vorüber. Auch ich erinnere mich noch daran wie wenn in der Gegend Zigeuner waren alles von draußen reingeräumt wurde und vor allem wir Kinder nicht vor die Tür durften. Wenn ich mir jetzt überlege, dass diese Angst noch vor 50 Jahren so in der Gesellschaft vorhanden war, wie tief die Angst im 18. Jahrhundert sitzen musste.

So gesehen hat Nicole Steyer es geschafft dem Leser das Leben der Roma näherzubringen.

Der Schreibstil ist wie gemacht dafür, dass das Kopfkino des Lesers zum Rattern zu bringen, so auch bei mir. Irgendwann hat man beim Buch den Punkt erreicht, wo man das Buch nicht wieder aus den Händen legen möchte oder kann.

Mich konnte das Buch sehr gut unterhalten, wie die meisten Bücher der Autorin.

Alles in allem sind das für mich 5 von 5 Sternen und natürlich auch eine Leseempfehlung!

 

https://mundolibris.blogspot.de/2018/01/nicolesteyer-der-gaukler-und-die.html#links

unclethom, 28.01.2018

Zwei Leben

... hat Suni schon geführt. Bis zu ihrem 6. Lebensjahr war sie Magdalene, die uneheliche aber geliebte Tochter des hessischen Landgrafen. Als ihre Mutter von einer Konkurrentin ermordet wird, flieht sie und wird von Zigeunern aufgenommen. Diese sind fortan ihre Familie, sie vergisst (verdrängt) sogar ihr früheres Leben. Mit 16 lernt sie Sorlo kennen. Dieser gehört einem anderen Roma-Stamm an und will sie beeindrucken. Also führt er sie zu einem ungenutzten Jagdschloss und zeigt ihr dort ein Gemälde – darauf sind Magdalene und ihr Vater. Suni erinnert sich an ihr altes Leben und den Mord an ihrer Mutter – und ausgerechnet da taucht die Mörderin wieder auf und erkennt sie.

Zu Magdalenes altem Leben gehörte auch der Schokoladenmohr Mathis. Sie wuchsen fast wie Geschwister auf, waren sich sehr nah. Auch er musste damals fliehen, aber anders als sie landete er bei Lorenz Gauklertruppe.

Sunis / Magdalenes Geschichte hat mich von Beginn an mitgerissen. 2 Seelen wohnen in ihrer Brust. Sie liebt das Zigeunerleben, zumindest kennt sie es am besten. Aber tief in ihr drin kommen auch die Erinnerungen an die Zeit davor immer wieder hoch – und sie gefallen ihr. Auch Mathis steht ihr sofort wieder nah, als sie sich endlich wiederfinden. Aber vorerst wird ihr Leben von der dauernden abenteuerlichen Flucht beherrscht. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, ob sie wohl je an einem Ort und in ihrem Leben ankommt, sich für einen Version davon entscheiden kann – Magdalene oder Suni.

Mathis war für mich ein schwer zu fassender Charakter. Er lässt sich jahrelang von Lorenz leiten (unterdrücken) und bekommt erst durch Magdalene wieder eigenen Antrieb und einen eigenen Willen. Dann lehnt er sich auch endlich gegen Lorenz auf. Etwas untergegangen ist leider seine Andersartigkeit. Es gibt zwar ein paar Stellen im Buch, an denen explizit darauf hingewiesen wird, dass er als Mohr damals für so viel Entsetzen sorgte wie der Teufel persönlich, aber meistens geht das leider unter, er bleibt etwas farblos (blödes Wortspiel, ich weiß).

Lorenz hingegen ist eine extrem dominante Persönlichkeit, die dem Leser Schauer über den Rücken jagt: sadistisch, brutal und gefühllos. Er geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen und erfüllt seiner verheirateten Geliebten jeden Wunsch – er mordet ohne Reue für sie!

Diese (ihr Name wird hier natürlich nicht verraten) ist ein berechnendes Aas. Sie will die unbedingte Macht und Kontrolle und schiebt ihrem Mann sogar 2 Kuckuckskinder unter. Erst, als man ihre grauenvolle Vorgeschichte erfährt, kommt so etwas wie Mitleid für sie auf.

Die Schicksale der einzelnen Beteiligten haben mich zum Teil sehr berührt. Dem Roman als Ganzes ist das leider nicht durchgängig gelungen. Ein paa

hasirasi2, 25.06.2017

Die Leseprobe fand ich sehr gut, man merkt wieder beim Lesen wieviel Herzblut die Autorin in ihre Romane steckt.

Jedenfalls freue ih mich auf Juni 2017 und ihren neuen Roman, auch wenn es noch einige Zeit bis dort hin ist.

Arietta, 15.11.2016
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