Verlagsgruppe Droemer Knaur



Treffen sich zwei Träume. Beide platzen.

9783426521649
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Taschenbuch, Knaur TB
01.02.2018, 208 S.

ISBN: 978-3-426-52164-9
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Nach »Ich habe eine Axt« und »Genauer betrachtet sind Menschen auch nur Leute« meldet sich Autor und Kabarettist Patrick Salmen, der mit seiner Bart-Hymne ›rostrotkupferbraunfastbronze‹ einst Kult-Status (und über 2,5 Millionen Klicks bei YouTube) erreichte, mit neuen humoristischen Kurzgeschichten und einer großen Bühnenshow zurück.
»Treffen sich zwei Träume. Beide platzen.« – der Titel ist Programm und steckt wieder voller absurd-witziger Dialoge und spitzfindiger Beobachtungen über den Alltag des modernen Stadtmenschen. Ob Chia-Samen, DIY-Wahn, Food Trucks, Bio-Kisten, Blechschilder mit pfiffigen Lebensweisheiten, Achtsamkeits-Apps oder auch das Horrorszenario Pärchen-Abend – die Lebensweise der urbanen Selbstoptimierer wird von Patrick Salmen in gewohnt sarkastischer und selbstironischer Art bestaunt und seziert.

Der Autor

Patrick Salmen

Portrait von Patrick Salmen

Patrick Salmen ist Lyrik- und Prosaautor, Slam-Poet und Kabarettist. 2010 wurde er deutschsprachiger Meister im Poetry Slam. Im Folgejahr gelang es...

zum Autor Bücher von Patrick Salmen

Pressestimmen

"Sarkastisch und selbstironisch bannt der bärtige Wortakrobat die zufälligen Dramödien des Alltags auf Papier."

DERTICKETSERVICE.DE , 26.02.2018

"Humorvoll und wortreich wird hier alles durchleuchtet."

manustintenkleckse.blogspot.de (Manuela Gref), 25.03.2018

"(...) aber vor allem: nicht erwachsen. Und das ist gut."

schriftsteller-andreas-reichelt.weebly.com , 15.03.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Ich trage seit ein paar Jahren Bart. Um genau zu sein: seit ich die Windpocken hatte. So weit, so gut. In diesen

wenigen Jahren habe ich gefühlte 127812 mal das Video »rostrotkupferbraunbronze« von Patrick Salmen geschickt bekommen. Und ja, ich musste lachen. 127812 mal. Auch wenn mir die Sprache teils zu derb ist – so ist sein Humor manchmal –, es ist schlichtweg famos, wie viele Einfälle man zu so einem vermeintlich simplen Thema haben kann. Doch ob sich damit ein Buch füllen lässt? Ich war zunächst skeptisch. Als mir der Knaur Verlag sein aktuelles Werk zusandte, beschloss ich, unvoreingenommen an die Spaßlektüre heranzugehen.
Nun möchte ich vornewegschicken, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen Roman handelt. Auch ist es nicht die bloße Ausarbeitung eines Bühnenprogramms. Wie soll man dieses Buch beschreiben ...? Man stelle sich einen alten Kumpel vor, der gerne Witze erzählt, Kurzgeschichten schreibt und dem zu jedem Thema ein blöder Spruch einfällt. Meine Freunde haben jetzt wohl mich vor Augen ... Jedenfalls fühlt sich Salmens neues Buch genau so an, als würde dieser Freund in meinem Wohnzimmer sitzen und mich zutexten. Daher konnte ich es nicht auf einen Rutsch lesen. Es ist eher so einer Art Lektüre, die man in der Badewanne liest, ab und an mal lacht oder schmunzelt, und wenn dann die Hände runzelig werden und man aus der Wanne klettert, in die Eukalyptuspfütze auf dem Wannenrand platziert. Schräg irgendwie, lustig oft, nervig manchmal, zu derb auch zuweilen, aber vor allem: nicht erwachsen. Und das ist gut.

Andreas Artur Reichelt, 15.03.2018

Die Wortspiele sind sehr ausgelutzt.

 

Patrick Salmen habe ich inzwischen mehrfach auf der Bühne erlebt - zuerst als Teilnehmer von Poetry Slams, dann mit seinem Bühnenprogramm zusammen mit seinem Kollegen Quichotte. Entsprechend habe ich teilweise seine doch recht markante Stimme im Ohr, wenn ich etwas von ihm lese. (Vielleicht sollte man sich mal vorm Lesen den rostrotkupferbraunbronze Text anhören, der ist meiner Ansicht nach genial.) 

Die Art und Weise wie Patrick Salmen schreibt finde ich sehr amüsant und gelungen. Er schreibt gut verständlich, dennoch nicht unbedingt einfach sondern durchaus gewieft. Seine Wortspiele sind absolut durchdacht und sehr witzig, so liefert er beispielsweise in einer Übersicht seine kleine Werbeagentur bzw. 10 Gründe warum er bei Jung von Matt rausgeschmissen wurde. Da überlegt er als Namen für ein Geschäft für Naturkost: Amaranth der Gesellschaft. Oder beispielsweise ein französisches Kochbuch: Jeden Tag eine gute Tarte. 

In diesem Buch berichtet er auch recht viel von Erlebnissen mit Kindern, da ist zum Beispiel das Patenkind, mit dem er Memory gespielt hat. Oder dann auch vom eigenen Kind, dem er einen Körperteile-Song geschrieben hat. Auch all diese Anekdoten sind immer wieder recht lustig, manchmal aber schon ein bißchen arg übertrieben. Ja, es ist seine Art von Humor, aber manchmal war mir das einfach zu arg. 

Ansonsten muss ich wirklich sagen, dass ich bei diesem Buch sehr gut unterhalten wurde, es war immer wieder sehr lustig und sehr passend fand ich auch die enthaltenen Illustrationen von Natalie Honeck. Sie bringt hier und da Bilder, die man dann noch vervollständigen darf - beispielsweise mit „Das ist eine Fahrgemeinschaft. Mal einen Lutz.“ - bei einer Geschichte über eine Mitfahrgelegenheit. Hier sieht man ins Innere eines Auto und am Steuer sitzt Patrick Salmen selbst, hinten zwei Mitfahrer und der Platz auf dem Beifahrersitz ist lediglich mit einer Person (Lutz heißt die Person in der Geschichte) angedeutet, die man noch fertig malen soll. In einer anderen Illustration sieht man Patrick Salmen, dem man ein Partyhütchen malen soll. All diese Zeichnungen haben mir gut gefallen, hier hätte ich mir fürs Buch doch sogar noch ein paar mehr davon gewünscht. Es waren ca. fünf Zeichnungen enthalten, was sicher ausreichend ist, aber ich fand sie so geglückt, dass ich mir noch zwei, drei mehr davon gewünscht hätte. 

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich wurde sehr gut unterhalten, es war sehr lustig, die Anekdoten und Wortspiele waren amüsant und absolut überlegt, sowas mag ich gerne. Lediglich bei manchen Dingen muss ich sagen, dass das ein bißchen zu flach war, da war für mich kein Humor mehr da. Aber gut, all das ist Geschmackssache.

evafl, 10.03.2018
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