Verlagsgruppe Droemer Knaur



Slawa und seine Frauen

9783426277164
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Klappenbroschur, Droemer HC
01.09.2017, 224 S.

ISBN: 978-3-426-27716-4
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Das zweifelhafte Leben meines Großvaters

"1962 studierte meine Großmutter in Leningrad. Sie ging eine Beziehung mit einem ukrainischen Juden ein und wurde schwanger, mit meiner Mutter. Als die Eltern ihres Freundes erfuhren, dass ihr Sohn keine 17 Jahre nach dem Holocaust eine Deutsche geschwängert hatte, musste er die Stadt verlassen und nach Hause zurückkehren. Die beiden haben sich daraufhin nie wiedergesehen."

Felix Stephan stammt aus einer ostdeutschen Familie, in der Disziplin und Prinzipientreue wichtiger waren als persönliche Befindlichkeiten. So fand seine Mutter als Teenager heraus, dass ihr Vater nicht ihr Erzeuger war, aber erst als 51-Jährige tritt sie zusammen mit ihrem Sohn die Reise zum unbekannten Vater, Slawa Falbusch, an. In der Westukraine angekommen, werden sie von der Familie des bereits verstorbenen Slawas mit offenen Armen empfangen. Und die neue jüdisch-ukrainische Verwandtschaft scheut weder Zeit noch Kosten, den einstigen Charmeur und erfolgreichen Psychiater Slawa im besten Licht zu zeichnen. Etwas zu perfekt für den Geschmack des ostdeutschen Enkels, der sich sein eigenes Urteil bilden möchte und Sanja, Slawas Sohn, in Israel besucht.

Die Autorin

Felix Stephan

Portrait von Felix Stephan

Felix Stephan, geboren 1983, schrieb seinen ersten Zeitungsartikel mit 13 Jahren. Später studierte er Journalismus und Literatur in Leipzig, Zürich...

zur Autorin Bücher von Felix Stephan

Pressestimmen

"Anrührend, überraschend und voller Ironie"

Mokka, 01.11.2017

"ein packendes Epos rund um wissenschaftliche Grundlagen"

Health and Care Management, 01.11.2017

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Der Roman "Slawa und seine Frauen" stammt aus der Feder von Felix Stephan und erschien in diesem Sommer./> Dieses autobiagraphische Buch führt seinen Leser in die spannende Familiengeschichte der Stephans ein. Gemeinsam mit seiner Mutter und Freundin Steph macht er sich unter anderem in der Ukraien und Israel auf die Spurensuche nach seinem Großvater Slawa. Auf diesem Roadtrip lernt er seine weitverzweigte Familie und deren Freundskreis kennen, taucht aber auch ab in die Lebensgeschichte von Slawa. Mit Neugier beobachtet der Autor die Anpassungsleistung von Menschen nach dem Zusammenbruch diverser Staaten und wirft einen Blick in deren Lebenswirklichkeiten.
Hierin liegt für mich die eigentliche Faszination des Buches: da der Plot selber nicht so umfangreich ist, sind es die vielen liebevollen Darstellung des Ottonormalverbrauchers, die diesen Roman unterhaltsam werden lassen. Hinzu kommt ein unkonventioneller Sprachstil, der auch vor Selbstironie keinen Halt macht. Konnte mich das Buch überraschen? Schon, denn ich mag es, wenn in einem Roman Zeitgeschichte aufgearbeitet wird - in diesem besonderen Fall auch noch Teile meiner eigenen. Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung für Menschen, die gerne ein Stück politischer Geschichte leicht verdaulich aufbereitet in einem unterhaltsamen Roman genießen möchten.  
       

Manuela Kühn, 06.10.2017

Meine unbekannte Familie

Felix Stephan, Kulturjournalist bei einer renommierten Zeitung, macht sich zusammen mit seiner Mutter auf den Weg, seine eigenen unbekannten Wurzeln zu erforschen, seinen Großvater und damit auch seine diesseitige Familie kennenzulernen. Denn noch während seine Großmutter schwanger war, wurde ihr Freund, ein ukrainische Jude, von seinen Eltern zurück in die Heimat beordert, nachdem diese erfahren hatten, dass Großmutter eine Deutsche war, 17 Jahre nach dem Holocaust.

Nach mühsamen Recherchen, einigen glücklichen Zufällen und der ersten traurigen Nachricht, dass sein Großvater Slawa selbst bereits sehr früh verstorben ist, kommt die Einladung von Slawas Familie, doch endlich in den Schoß der Familie 'einzukehren', nachdem man doch so lange darauf gewartet habe. Und so beginnt diese Reise, in das große Land hinter der EU-Grenze, zu einer großen, vielfältigen und sehr ungewöhnlichen Familie voller Herzlichkeit und Humor. Hier finden sich tatsächlich Wurzeln, das Gefühl der Vertrautheit und der Gemeinsamkeit, ohne sich jemals zuvor getroffen zu haben. Und dies ist nur der Anfang, denn die Welt ist bunt und die Familie auch.

Ein unterhaltsames Buch, eine Familiengeschichte, das man mit einem Augenzwinkern erzählt bekommt, und die man als Leser auch als solche mit wirklich großem Vergnügen liest. Und das Besondere dabei, es ist wahr. Diese Familie ist echt, sie existiert und irgendein kleines Teilchen davon können wir mehr oder weniger auch in unserer eigenen Familie wiederfinden, was einem beim Lesen ein zusätzliches Lächeln abgewinnt.

BIGZ, 04.10.2017

Eine "Familiengeschichte", die in 3. Teilen erzählt und eingeteilt ist, mit insgesamt 220 Seiten./>
kurzer Plot:

1.Teil
Die Großeltern des Autors (Felix Stephan), feiern auf Rügen ihre "Goldene Hochzeit". Damit kommen für seine Mutter Erinnerungen zum Vorschein...

Mit 15 Jahren fand diese heraus, dass ihr "Vater", nicht ihr leiblicher Vater ist...sondern "Wjatscheslaw Falbusch", genannt "Slawa", ein ukrainischer Jude.

Jetzt mit 51 Jahren, möchte Felix Mutter sich endlich auf die Suche machen, um ihren Vater kennen zu lernen. Felix (Journalist) recherchiert, und findet heraus, dass W. Falbusch, 1934 geboren ist, und 1990 verstorben. Er schreibt Olga (seine Witwe) an, und bekommt Antwort...

Ljudmila und Alexander (lebt in Israel), die Geschwister von Felix Mutter melden sich... Ein erstes Foto wird ausgetauscht..."Slawa war Psychiater und hatte die Seele eines Poeten"!

Zwei Monate später, Uschgorod, Ukraine:
Felix, seine Freundin Stephanie, und seine Mutter reisen in die Ukraine...

Damit verbunden ist das kennen lernen der Familie...Gefühle und Verbundenheit sind schnell auf beiden Seiten vorhanden...

Menschen und Orte, die Slawa gekannt hat, werden besucht...aber auch Wohlstandsgefälle zwischen Deutschland und der Ukraine werden deutlich.

2. Teil
Beschreibt den zweiten Besuch, damit verbunden auch ein Trip nach Kiew, wo es auch Obdachlosigkeit und Prostitution gibt.

Es werden "antisemitische Klischees" beleuchtet... und die einzelnen Jahrzehnte von "Slawa".

Damit verbunden auch die "Liebesgeschichte" von Felix Großeltern, und warum es auseinander ging...

3. Teil
Beschreibt die Reise nach Israel, in die Städte Haifa und Tel Aviv...

Mein Fazit:

Der Autor reflektiert sich und seine Familiengeschichte, und nimmt die Reise in die Ukraine/Israel, als Grundlage für sein Buch.

Der Schreibstil ist lebendig, interessant und aus der Sicht des Autors.

Man erfährt geschichtliche Fakten, und kulturelle Unterschiede werden beleuchtet.

Ein gelungener "Roadmovie" in literarischer Form!

4. Sterne! 

classique, 19.09.2017

Auf der Suche nach der Herkunft führt die Familiengeschichte nicht nur tief in die deutsch-deutsche Geschichte

der 60iger, sondern auch in die Ukraine, ein Land, das wir erst als Mitglied Europas kennenlernen müssen.

Trotz witziger Dialoge und Situationskomik habe ich es fast als Sachbuch gelesen.

Bibliomarie, 18.09.2017

          Das hätte was werden können. Eine tolle

Ausgangssituation und der Auftakt der Geschichte war gut geschrieben. Stramme Kommunistiin wird von russischen Juden geschwängert, der verlässt sie und die werdende Mutter verschweigt fortan den Vater. Die Tochter begibt sich mit Anfang 50 auf die Spurensuche versucht ihren Vater zu finden mit Hilfe und in Begleitung ihres Sohnes.
Dann geht ganz schnell die Puste aus.
Eine Ehefrau und zwei Halbgeschwister werden gefunden und sie werden in der Ukraine besucht.Man erfährt etwas über die Ukraine und es ist unterhaltsam. Der Vater ist aber schon seit Jahren tot und die Erinnerungen der HInterbliebenen ist recht eindimensional.
Enttäuschend waren für mich die Versprechungen auf dem Cover: Slawa und seine Frauen Assoziation Frauenheld, da kommen noch mehr Geschwister auf uns zu, oder der Untertitel, das zweifelhafte Leben meines Großvaters, das zweifelhafte versuche ich noch zu interpretieren, aber ausser das nach 20 Jahren nach dem Tod nicht mehr viel Erinnerungen sind, war Slawa für mich nicht zweifelhaft sondern eher verzweifelt.
Es bleibt eine verwickelte Familiengeschichte, die etwas tiefgründiger hätte aufgearbeitet werden können.
       

Grete, 17.09.2017

          Der Autor Felix Stephan beschreibt in seinem Roman die Suche seiner Mutter nach

Ihrem Vater, seinem Großvater, den beide nie kennengelernt haben.
Als nach einigen Recherchen tatsächlich die gute Nachricht kam, daß in der Ukraine noch lebende Verwandte existieren, beschließen Stephan und seine Mutter, in die Ukraine zu fahren und die jüdische Verwandtschaft kennen zu lernen.
Stephan beschreibt die Reise sehr gut und auch wie sie von den neuen Verwandten in der Ukraine aufgenommen werden, was alles über den leider verstorbenen Vater und Großvater zu berichten und erzählen sei.
Vieles an dem Roman beschreibt recht amüsant die Sichtweise eines Nichtjuden und Westeuropäers aus der ehemaligen Ostzone Deutschlands.
Auch, wird die Situation vieler russischer und ukrainischer Juden beschrieben, die nach Israel ausgewandert sind, aber nicht wirklich dort Fuß fassen konnten ( oder wollten).
Alles in allem ein gesellschaftlich sehr gut gezeichnetes Bild der Situation von heute in diesen Ländern, die sich auch nach vielen Jahren nicht von der Vergangenheit richtig losmachen können.
        

omami, 16.09.2017

Erst bei einer Familienfeier erfährt Felix, dass sein Großvater eben nicht sein Großvater ist. Seine

Großmutter hatte 1962 in Leningrad studiert und eine Beziehung zu einem ukrainischen Juden. Sie wurde schwanger. Aber die Familie ihres Freundes waren von seiner Beziehung zu einer Deutschen überhaupt nicht begeistert und sorgte dafür, dass er verschwand. Nun macht sich Felix mit seiner Mutter auf die Suche nach seinem leiblichen Großvater.

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Aber ich hatte mir aufgrund des Klappentextes von der Geschichte wohl zu viel erwartet. Die Leseprobe hatte mir noch gut gefallen, doch je länger ich das Buch las, umso weniger sprach mich die Geschichte an. Die Personen sind alle recht oberflächlich dargestellt. Felix und seine Mutter finden nur noch Slawas Verwandtschaft, da Slawa Falbusch bereits eine ganze Weile tot ist. Sie werden aber freundlich aufgenommen und erfahren, dass Slawa immer wieder an Felix‘ Mutter gedacht hat. Wäre sie nur früher auf die Idee gekommen, nach ihm zu suchen. Felix sucht dann noch den Sohn von Slawa in Israel auf.

Teilweise ist es ganz kurzweilig und unterhaltsam, teilweise aber auch belanglos. Das Leben und die Menschen in der DDR und der Ukraine werden gut geschildert.

Eine Geschichte über die Suche nach den Wurzeln, die mich allerdings nicht fesseln konnte.

 

leseratte1310, 13.09.2017

Das Buch „Slawa und seine Frauen“ von Felix Stephan ist 2017 mit dem Untertitel „Das zweifelhafte

Leben meines Großvaters“ erschienen.

Felix Stephans Mutter wächst in der DDR auf. Erst mit fünfzehn Jahren erfährt sie, dass sie adoptiert wurde und ihr eigentlicher Vater ein ukrainischer Jude namens Slawa Fahlbush ist. Mit 51 Jahren stellt sie sich zusammen mit ihrem Sohn ihrer Vergangenheit und reist in die Ukraine um nach ihren Wurzeln zu suchen. Slawa, ein erfolgreicher Psychologe ist zwar schon verstorben, aber Felix und seine Mutter werden liebevoll von seiner Familie und seinen Bekannten aufgenommen, denn Slawa hat seine deutsche Tochter, die er nie kennengelernt hat, nicht verschwiegen.  Slawas Sohn Alexander lebt inzwischen in Israel und auch ihn besucht Felix Stephan mit seiner Mutter.

Nüchtern und doch voller Herzlichkeit berichtet Felix Stephan von der Reise zu seinen Wurzeln. Immer wieder lockert er seine Beobachtungen durch Gespräche der ukrainischen Verwandten auf und lässt immer wieder auch Informationen von ukrainischen Persönlichkeiten in seine Familiengeschichte fließen. Beim Lesen lernt man die Ukraine nach dem Zusammenbruch der UDSSR kennen, erlebt die Lebensumstände der ukrainischen Familie und lernt viel über die politischen Verhältnisse in der Ukraine und der konfliktbehafteten Beziehung zu Russland.

Das Buch liest sich flüssig und ganz nebenbei lernt man beim Lesen viel über die Ukraine, was das Buch lesenswert macht.

camilla1303, 11.09.2017

Auf der Suche nach den Wurzeln

In dem Buch „Slawa  und seine Frauen: Das zweifelhafte Leben meines Großvaters“ von Felix Stephan beschreibt der Autor die Familiengeschichte seiner Mutter.

Die Mutter von Felix Stephan ist der ehemaligen DDR aufgewachsen. Die Beziehung zu ihren Eltern war eher kühl und distanziert und mit 15 Jahren erfährt sie, dass sie adoptiert wurde und ihr leiblicher Vater ein ukrainischer Jude – Slawa Falbusch - war.

Erst mit 51 Jahren beschließt sie, sich auf die Suche nach Slawa zu begeben. Gemeinsam mit ihrem Sohn reist sie in die Ukraine. Dort lernt sie Slawas Familie kennen, von der sie freundlich aufgenommen werden. Slawa selbst ist leider bereits verstorben, hat aber seine ihm unbekannte Tochter nie vergessen und seiner Familie von ihr erzählt.  Man erfährt eine Menge über das Leben in der Ukraine und von den verschiedenen Familienmitgliedern.  Slawas Sohn Alexander lebt inzwischen in Israel und auch ihn besucht der Autor mit seiner Mutter.

Neben einer interessanten Familiengeschichte erfährt man eine Menge über die politischen Verhältnisse in der Ukraine und ihrer Beziehung zu Russland. Durch die Gespräche mit der Familie und Freunden wird die Mentalität der ukrainischen Einwohner gut vermittelt.

Außerdem lässt der Autor informative Fakten über bekannte ukrainische Persönlichkeiten einfließen, was aus meiner Sicht das Buch rund und stimmig macht.   

Der Schreibstil des Autors ist recht sachlich und nüchtern. Lediglich die Dialoge machen das Gelesene lebendig und auch humorvoll. Die Beschreibung der Orte und Menschen ist authentisch und realistisch.

Der Roman ist eine lesenswerte Familiengeschichte in der die Reise in die Vergangenheit und in die Ukraine im Vordergrund stehen. Interessant und kurzweilig geschrieben, hat mich das Buch gut unterhalten.

Tara, 10.09.2017

Der Autor Felix Stephan schildert in diesem lesenswerten Buch die Familiengeschichte seiner Mutter.

Zwar hat die in Ostdeutschland aufgewachsene Mutter schon im Alter von 15 Jahren zufällig erfahren, von ihrem „linientreuen“ Vater adoptiert worden zu sein. Allerdings macht sie sich erst in ihren 50ern gemeinsam mit ihrem Sohn auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater Slawa. Dieser ist schon mehr als ein Vierteljahrhundert verstorben, hat allerdings in der Ukraine eine Reihe von Angehörigen und Bekannten hinterlassen, die ihnen ein Bild vom Vater bzw. Großvater vermitteln und zu ihrer neuen Familie werden.

Dem Geschriebenen ist deutlich zu entnehmen, dass hinter ihm ein Autor mit journalistischer Ausbildung steht. So ausführlich er nämlich die eigene Familiengeschichte aufbereitet, bezieht er auch immer wieder akribisch die geschichtlichen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge ein. Selbst interessante Recherchen über ukrainische Künstler und Dichter fließen ein. Auf diese Weise bekommen wir zum einen eine wirklich interessante und ungewöhnliche Familiengeschichte zu lesen über eine ostdeutsche Medizinstudentin, die Anfang der 60er Jahre während eines Studienaufenthaltes in Leningrad eine Beziehung mit einem ukrainischen Juden hatte und, nachdem sie von ihm geschwängert wurde, nach Ostdeutschland zurückkehrte. Zum anderen aber erhalten wir viel Hintergrundwissen über die innenpolitischen Verhältnisse in der Ukraine, ihre Beziehungen zu Russland, die Rolle der Juden in der Ukraine, die Auswanderung ukrainischer Juden nach Israel. Allem wohnt oft eine gehörige Portion Humor/Sarkasmus inne, was die Lust am Weiterlesen fördert.

nikolaus, 10.09.2017


Felix Stephan stammt aus einer ostdeutschen Familie welche ein Geheimnis hütet, Felixs  Großmutter war in 1962 in Leningrad, dort hat sie ein ukrainische Jude kennen gelernt, Slawa Falbusch , sie haben eine kurze Affäre aus welcher Felixs Mutter stammt. Slawa Falbusch hat nie seine Tochter gesehen und hat keinen Kontakt über die vielen Jahre zu den beiden Frauen in Deutschland hergestellt . Ein halbes Jahrhundert macht sich Felix Stephan gemeinsam mit seiner Mutter auf die Suche nach den Wurzeln.....
Zusammen mit die beiden wir fahren durch Polen nach Ukraine und dort treffen wir die Verwandtschaft von denen und wir sind konfrontiert mit die großen Unterschieden zwischen Deutschland und Ukraine. Langsam entsteht ein Bild von den erfolgreichen, aber schon gestorbenem Psychiater Slawa Falbusch, von seiner Familie und von seinem Land. 
Der Autor beschreibt sehr detailliert das Leben in die Ukraine , die alltägliche Probleme und die Mentalität von die Leuten. Die sind mehr grob als wir und viel härter, das leben dort macht die Leute trauriger und unzufriedener . Die Szene im Restaurant wo Ljuda die arme Kellnerin beschimpft ist die beste Beweis für die niedrige Schätzung für die anderen , genauso dem Regierung ist egal was die Leute denken und wenn jemand kommt nach oben in die Politik dann die ganze Familie erhält auch die hohe Positionen....bei uns unvorstellbar.


Der Schreibstil ist einfach zu lesen, aber bisschen langatmig, alles ist wie ein Bericht geschrieben ohne Regungen, Emotionen und Gefühlen , genauso in die ferne bleiben die Personen, alle sind nur oberflächlich dargestellt, über keinen schreibt der Autor mit tiefer Blick in das innere leben . 
Das ganze liest sich schnell und  gut , aber das Lesevergnügen bleibt weg.

marpije, 10.09.2017

Sachlich erzählt, aber interessant gemacht!

Der trockene, journalistisch gefärbte Stil prägt den Text,

Dass der Autor sich so zurücknimmt liegt sicherlich daran, dass es seine Familiengeschichte ist, die erst schildert und mit der vorgeblichen Neutralität kann er sachbezogen, aber frei erzählen. Eigentlich schätze ich ja einen leidenschaftlicheren Stil.

Aber eine Spur Humor ergibt sich durch die Figuren und die Dialoge.

Felix Stephans Mutter hat ihren Vater Slawa nie kennengelernt. Slawa war ein ukrainischer Jude.

Sie selbst ist in Ostdeutschland aufgewachsen und später in den Westen übergesiedelt Auf den Spuren ihrer Wurzeln fahren Mutter und Sohn gemeinsam von Deutschland aus über die polnische Grenze nach Ukraine. Sie treffen dort in Lydia, Katja, Kostja und Olga Verwandte. Slawa selbst ist aber schon 1990 gestorben.

Die Schilderungen der besuchten Orte und die familiären Zusammenhänge sind interessant. Felix Stephan nimmt sich Zeit, schiebt zum Beispiel auch einmal die Biografie des ukrainischern Dichters Taras Schetschenko ein.

Oder der kurze Abschnitt über den Künstler Cyprien Gaillard, der über Kiew arbeitete sowie über ukrainische Künstlerkollektive.

So etwas gibt es zwar nur nebenbei, würzt aber das Buch zusätzlich. Auch schafft es der Autor durch die Gespräche die Mentalität der Menschen herauszuarbeiten.

Schließlich geht es nach Israel und es wird auch Slawas Leben geschildert, Doch eigentlich haben mich die zeitgenössischen Menschen mehr interessiert.

Am Ende kann ich sagen, dass es sich wirklich um eine erzählenswerte Geschichte handelt.

 

yellowdog, 08.09.2017

Ukrainische Familie

Slawa und seine Frauen von Felix Stephan

Der Autor verarbeitet ernst und nüchtern, aber doch liebevoll seine Familiengeschichte..

Sympathisch empfinde ich wie er seine Großeltern als linientreue DDR Bürger schildert.

Die Großmutter hat 1962 in Leningrad eine Liebesgeschichte mit dem Ukrainer Slawa Fahlbush. Sie bekommt eine Tochter von ihm. Das ist die Mutter des Autors. Sie erfährt erst als Jugendliche von ihrer Abstammung.

Erst mit 51 Jahren unternimmt sie mit ihrem Sohn die Reise in die Ukraine, um ihre Familie kennen zu lernen. Slawa ist schon gestorben. Er war wohl ein erfolgreicher Psychologe. So lernen sie seine Frau und Tochter kennen und sie sind willkommen, denn er hat seine Tochter nicht verschwiegen.

Felix Stephan beobachtet die nee Familie und die Lebensumstände, wie sie leben, genau.

Wir erfahren durch die Erzählungen viel von dem Leben in der Ukraine, wie es sich nach dem Zusammenbruch der UDSSR verändert hat.

Slawas Sohn Alexander wohnt in Israel, den besuchen Mutter und Sohn auch. Da erfährt man, wie einsam man da sein kann.

Dieser Roman ist eine ziemlich realistische Reise in die Vergangenheit,

Der Autor ist ein guter Beobachter.

Sein Roman konnte mich fesseln. Ich habe Mutter und Sohn auf ihren Reisen gerne begleitet.E

Eine Geschichte wie das Leben sie schreibt.

Egni, 03.09.2017
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