Verlagsgruppe Droemer Knaur



Der Himmel über unseren Träumen

9783426439739
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E-Book, Knaur eBook
01.02.2018, 448 S.

ISBN: 978-3-426-43973-9
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Roman

Ein großer Nachkriegsroman über die Aufbruchsstimmung in den 50er Jahren, aber auch über die Schatten der Nazizeit, die noch prägend waren.

Ein berührender Roman von der Bestseller-Autorin Heidi Rehn über eine junge Frau mit jüdischen Wurzeln, die im München der Nachkriegszeit als Architektin Karriere machen will.
München in den frühen fünfziger Jahren: Mit der Rückkehr in ihre geliebte Heimatstadt erfüllt sich für die junge Architektin Vera Cohn ein Traum. Sie will den Wiederaufbau mitgestalten und ihre Sehnsucht nach einer friedlicheren Zukunft verwirklichen, auch wenn dies das Land ist, in dem ihr und ihrer Familie so viel Leid widerfahren ist. Außerdem will sie beweisen, dass Frauen als Architektinnen genauso viel leisten können wie Männer.
Als sie und ihr Kollege Arthur sich ineinander verlieben, scheint ihr Glück perfekt. Voller Elan schmieden die beiden Zukunftspläne. Doch Vera, die gerade aus dem Exil zurückgekehrt ist, kann nicht vergessen. Die Vergangenheit steht zwischen ihnen – und die Frage nach der Schuld, die Arthur und seine Familie auf sich geladen haben …

Die Autorin

Heidi Rehn

Portrait von Heidi Rehn

Heidi Rehn, Jahrgang 1966, wuchs im Mittelrheintal auf und kam zum Studium der Germanistik und Geschichte nach München. Seit vielen Jahren widmet sie...

zur Autorin Bücher von Heidi Rehn

Pressestimmen

"Ein berührender Roman von der Besteller-Autorin Heidi Rehn über eine junge Frau mit jüdischen Wurzeln, die im München der Nachkriegszeit als Architektin Karriere machen will."

Buch-Magazin, 01.05.2018

"Heidi Rehn ist wieder das Kunststück gelungen, mit einer glaubwürdigen heldin über eine Zeit zu erzählen, die die meisten von uns nur aus Erzählungen kennen. Spannend, voller Gefühl und gut recherchiert. Ein gelungener Mix, absolut lesenswert."

Ruhr Nachrichten, 30.05.2018

"athmosphärischer Roman mit einer spannenden und vielschichtigen Thematik, die noch eine Weile nachklingen wird."

zwiebelchens-plauderecke.blogspot.com (Anja Schmidt), 23.06.2018

"Ergreifend"

Freizeit Revue, 08.08.2018

"Ein großer Nachkriegsroman übe3r die Aufbruchsstimmung in den 50er Jahren (...), aber auch über die Schatten, die noch prägend waren."

Buchlemmi.de, 04.09.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Eine bewegende und berührende Geschichte

 

In ihrem neuen Roman "Der Himmel über unseren Träumen" entführt uns die Autorin in die 50er Jahre. Hier dürfen wir mit wirklich tollen Protagonisten eine aufregende Zeit erleben.

Nun zur Geschichte: Die junge Vera Cohn kehrt keine 10 Jahre nach Ende des Krieges aus dem Exil in ihre Heimatstadt München zurück. Ihr gelingt es in einem renommierten Architektenbüro eine Stelle zu ergattern. Vera will endlich beweisen was in ihr steckt und ihre dunkle und bedrückende Vergangenheit endlich hinter sich lassen. Denn diese Erinnerungen sind viel zu schmerzlich. Dann scheint ihr Glück vollkommen, sie verliebt sich in ihren Kollegen Arthur. Gemeinsam schmieden sie Zukunftspläne. Doch immer wieder holt Vera die Vergangenheit ein, sie kann einfach nicht vergessen. Und dann scheint Arthur etwas zu verbergen. Zerbricht ihre junge Liebe an Arthurs Vergangenheit? Arthur hüllt sich in Schweigen.....

Wow! kann ich da nur sagen. Jetzt habe ich dieses beeindruckende Buch beendet und die Geschichte hat sich in meinem Kopf festgesetzt. Vieles, was man nur aus Büchern oder dem Geschichtsunterricht kennt, erwacht wieder zum Leben und führt zu einem Gänsehautfeeling. Die Autorin bringt einem Vergangenes wieder so nahe und in meinem Kopfkino läuft ein richtiger Film ab. Der Schreibstil der Autorin ist einfach wieder spitzenmäßig. Der Roman ist so spannend, gefühlvoll und berührend. Auch sind die Protagonisten wieder wunderbar beschrieben. Ich sehe jeden Einzelnen bildlich vor mir. Allen voran Vera, die in diesem Roman die tragende Rolle spielt. Mutig wagt sie einen Neuanfang, kehrt aus dem Exil zurück und versucht all die grausamen Schicksalsschläge, die ihre Familie erleiden mußte zu vergessen. Als Architektin setzt sie sich durch, was ja zur damaligen Zeit, in der die Frauen am liebsten am Herd und zuhause gesehen wurden, nicht einfach war.( Manche Gepflogenheiten habe ich mit Staunen gelesen, weil man es sich wirklich nicht vorstellen kann) Aber sie hat gekämpft, eine willensstarke Frau. Und dann ist da die zarte Liebe, die sie mit Arthur verbindet. Aber irgendein dunkles Geheimnis in Arthurs Vergangenheit schwebt wie eine dunkle Wolke über ihnen. Gelingt es den beiden die Schatten der Vergangenheit zu bekämpfen. Ich habe die jungen Leute bewundert, wie sie um ihre Träume kämpfen und gehofft, dass sie in Erfüllung gehen.

Für mich ist diese großartige Geschichte ein absolutes Lesehighlight, ein Bestseller, ein Meisterwerk. Besonders gefällt mir auch die Aufmachung des Buches und die Innenseiten, die uns die Geschichte noch näher bringt. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne und freue mich auf das nächste Buch der Autorin

zauberblume, 19.06.2018

Vera Cohn verlebt acht glückliche Kindheitsjahre in München, als ihre Eltern 1938 beschließen, das

für Juden immer feindlicher gesinnte Deutschland zu verlassen und in die USA zu emigrieren. Von ihrer geliebten Großmutter Rebecca bleibt Vera nur ein Skizzenbuch mit Zeichnungen von Münchner Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, die sie zusammen besucht hatten.

Nach dem Krieg zieht die Familie nach Bonn, wo Veras Vater für die SPD im Parlament sitzt. Vera studiert Architektur und will in ihrem geliebten München am Wiederaufbau während den 1950er Wirtschaftswunderjahren teilhaben. Sie findet eine Stelle in einem Architekturbüro, das vorwiegend Altersheime und Wohnungen baut.

Das Wiederanknüpfen an alte Freundschaften ist nicht einfach, weil ihre jüdischen Kindheitsfreunde weggezogen oder tot sind. Vera findet unter ihren Architektenkollegen und Mitarbeitern im Büro neue Freunde. Jedoch liegt immer wieder die Frage in der Luft, was die Menschen zwischen 1938 und 1945 wirklich gemacht haben.  Die Unsicherheit vergiftet auch Veras Liebesbeziehung zu Arthur Brandt, einem aufstrebenden Architekten, der mit seinem Freund Ludger ein eigenes Büro gründet.

In dem Buch erfährt man einiges, wie in Architekturbüros in den 50er Jahren gearbeitet wurde. Die Situation von Frauen, die in den 20/30 er Jahren in den Städten zunehmend eigenständig ein Berufsleben führten, entwickelt sich wieder ins traditionelle Rollenverständnis zurück. Die Männer arbeiten für den Lebensunterhalt der Familie und die Frau kümmert sich um das leibliche Wohl ihres Ehemannes und später um die Kinder. Sehr gut dargestellt ist auch die Stimmung,  geprägt einerseits von Aufbruch, aber auch von Misstrauen bezüglich der Vergangenheit. Ist die Entnazifizierung wirklich gelungen oder existieren die alten Seilschaften doch noch? Gerade für Menschen jüdischer Herkunft eine existenzielle Frage nach der Schuld für den Verlust von ganzen Familien.

Heidi Rehn schreibt in einem leisen, unaufgeregten und angenehmen Schreibstil. Die Liebesgeschichte ist gefühlvoll, aber nicht ins Kitschige abdriftend dargestellt. Sehr gut haben mir auch die eingeflochtenen Münchner Schauplätze gefallen. Mich konnte dieser Roman gut unterhalten, ich konnte schön abschalten und habe etwas vom Gefühl der 50er Jahre mitgenommen.

Ich vergebe diesem Buch 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Liebhaber von München und Liebesromanen vor  historischer Kulisse.

allegra, 01.05.2018

Als Vera acht Jahre alt ist, müssen sie und ihre Eltern aus Deutschland fliehen. Denn es ist das Jahr 1938 und

Veras Vater ist Jude. Nach dem Krieg kehrt die Familie aus dem Exil zurück, Vera studiert Architektur und tritt 1954 eine Stelle in ihrer Heimatstadt München an, nach der sie sich all die Jahre gesehnt hat. Sie freut sich darauf, aktiv den Wiederaufbau mitzugestalten. Doch als Frau hat sie es schwer in diesem von Männern dominierten Beruf und ihre Ideen werden häufig nicht ernst genommen, so praktisch sie auch sein mögen. Denn in den 50er Jahren hat die Frau für Heim und Familie da zu sein, was nach den schweren Kriegsjahren für viele sicher das Richtige ist, Vera jedoch möchte Karriere machen. Erschwerend kommt hinzu, dass eine wirkliche Aufarbeitung der Kriegsverbrechen nicht überall erfolgt, erst recht nicht in der einstigen "Hauptstadt der Bewegung", und viele ehemalige Parteigänger sitzen auch nun wieder in wichtigen Ämtern. Vera fragt sich bei jedem Entscheidungsträger, mit dem sie zu tun hat, welche Rolle er in der Nazizeit gespielt hat und ob er indirekt mit schuld ist an dem Leid, das sie und ihre Familie ertragen mussten. Ansprechen darf man solche Zweifel aber nicht: Die Vergangenheit ist ein Thema, das besser unerwähnt bleibt, alle Blicke sind in die Zukunft gerichtet. Dann verliebt sich Vera in ihren Kollegen Arthur, ganz langsam nähern sie sich einander an, denn beide haben noch mit den Wunden ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Allerdings spricht Arthur nicht über das, was er zwischen Abitur und Kriegsende erlebt hat, was in Vera zunehmend Misstrauen schürt. Dazu kommt, dass beide beruflich immer mehr zu Konkurrenten werden und dass auch Veras Freundin Charlotte ein Auge auf Arthur geworfen hat. Droht die junge Liebe an all diesen Hindernissen zu scheitern? Heidi Rehn ist es gelungen, in mir beim Lesen sofort ein Bild der 50er Jahre entstehen zu lassen. Besonders interessant fand ich als Münchnerin natürlich die Schilderungen zu den Bauprojekten der damaligen Zeit. Einige der Gebäude, die in den 1950ern entstanden sind, stehen noch heute, insofern freue ich bereits jetzt wieder auf die Streifzüge, die die Autorin auf den Spuren ihrer Romane anbietet. So akribisch, wie Heidi Rehn stets recherchiert, bin ich ganz sicher, dabei auch wieder viel Neues zu erfahren. Generell sehe ich die 50er Jahre nun in einem anderen Licht, denn es war eben nicht (nur) diese Heile-Welt-Idylle, die einem von entsprechenden TV-Filmen suggeriert wurde, sondern auch eine Zeit des Verdrängens, Vertuschens und natürlich in allererster Linie eine Zeit des Aufbruchs, des Wiederaufbaus und des Neuanfangs. Alles in allem fand ich diesen Roman unglaublich eindrucksvoll, ich musste oft und lange über das Gelesene nachdenken und kann die Lektüre aus vollstem Herzen empfehlen.

Susanne Edelmann, 05.04.2018

Wer denkt, es handelt sich hier nur um eine Liebesgeschichte, wird überrascht werden, denn Veras Geschichte ist

weit mehr.Sie zeigt sehr atmosphärisch das Leben in den frühen fünfziger Jahren, den Wiederaufbau und den wirtschaftlichen Aufschwung.Auch wenn ich selbst diese Zeit nicht miterlebt habe, ist die Stimmung dieser Zeit gut bei mir angekommen.Nachdenklich gemacht hat mich die Stellung bzw. die Rolle der Frauen in dieser Zeit. Während die Frauen als „Trümmerfrauen“ direkt nach dem Krieg als Arbeitskräfte noch gefordert waren, wandelt sich das in dieser Zeit langsam. Die Frau wird im Berufsleben höchstens als „schmückende“ Sekretärin oder Empfangsdame gebraucht, die anspruchsvolleren Tätigkeiten reklamieren die Männer für sich. Viele sind eher der Meinung, dass eine Frau sich darauf beschränken sollte, einen Haushalt zu führen und Kinder zu erziehen. Man kann sich das heute nur noch schlecht vorstellen, wenn man die Zeit selbst nicht miterlebt hat.
So hat auch Protagonistin Vera es in ihrem Beruf als Architektin nicht leicht sich durchzusetzen und zu beweisen, besonders da sie kreative moderne Ideen entwickelt.

Mir war Vera sehr sympathisch, besonders weil sie sich ihr Selbstbewusstsein nicht nehmen lässt und weiß, was sie kann. Sie lässt sich nicht einschüchtern und versucht sich in der Männerwelt der Architekturbüros durchzusetzen.

Natürlich spielt die Liebesgeschichte zwischen Vera und ihrem Kollegen Arthur eine große Rolle. Sie entwickelt sich sehr zaghaft und wird gefühlvoll, der Zeit angemessen, erzählt.
Aber sie wird auch von einem aktuellen Thema dieser Zeit berührt. Die Jahre von 1933 bis 1945 wurden von vielen Menschen später gerne totgeschwiegen bzw. ihre Handlungen und Entscheidungen verdrängt. Aber eben diese Ungewissheit anderer hat sicher das Vertrauen zwischen den Menschen sehr beeinträchtigt. Und genau das Thema bewegt auch Vera sehr, denn sie weiß nicht viel über die Vergangenheit von Arthur bzw. seiner Familie.

Es ist Heidi Rehn wunderbar gelungen, ihre fiktive Geschichte in die Ereignisse dieser Zeit einzubetten und alles miteinander in Verbindung zu bringen.
Veras Geschichte und ihr Schicksal hat mich berührt und bewegt aber auch sehr gefesselt, denn es ist lange Zeit nicht absehbar zu welchem Ende die Geschichte kommen wird. Dabei kommt auch gute Unterhaltung nicht zu kurz, denn es gibt auch romantische und humorvolle Momente.
Vor allem aber wurde die Zeit der fünfziger Jahre, die ich nur aus Erzählungen meiner Eltern kenne, für mich sehr lebendig.
Ich habe über vieles nachgedacht, manches sogar recherchiert, so dass der Roman noch eine Weile in mir nachklingen wird.

Dieser wirklich tolle Nachkriegsroman bietet eine Menge Themen,

Fanti2412, 04.04.2018

Heidi Rehn hat mit Der Himmel über den Träumen wieder einen spannenden informativen Roman geschrieben.

Gerade die Zeit ab 1954 zeigt Deutschland im Aufschwung. Der Schauplatz ist München.

1938 feiert Vera ihren 8. Geburtstag. Gleich darauf verlassen ihre Eltern mit ihr Deutschland, denn ihr Vater ist Jude. Nach dem Krieg kommen sie wieder und Vera kommt nach ihrem Architekturstudium zurück nach München. Eine Frau wird zu der Zeit nicht immer Ernst genommen, aber Vera boxt sich durch. Ihr Kollege Arthur und sie verlieben sich und es beginnt eine schwierige Liebesgeschichte mit Zweifeln und Hoffnungen.

Heidi Rehn hat die Atmosphäre dieser Jahre genau erfasst. Die Arbeit als Architekt war interessant, wie es in den Büros zuging ist authentisch. Die Welt der meisten Frauen war Mann, Kinder und Küche, so ging es tatsächlich einige Jahre zu.

Der Roman konnte mich fesseln, die Geschichte könnte sich wirklich so zugetragen haben. Er ist teilweise ernst und dann auch fröhlich geschrieben. Ab und zu musste ich schmunzeln.

Eine unterhaltsame Lektüre die ich gerne empfehlen kann.

 

Egni, 01.02.2018
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