Verlagsgruppe Droemer Knaur



Die Spiegel von Kettlewood Hall

9783426520789
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Taschenbuch, Knaur TB
03.04.2018, 448 S.

ISBN: 978-3-426-52078-9
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Roman

Was wohnt in den Spiegeln von Kettlewood Hall? Düster-romantische Gothic Fantasy im viktorianischen England aus der Feder von Maja Ilisch: Gaslight-Fantasy vom Feinsten!

Gruselige Bewegungen in den Spiegeln und ein magisches Schachspiel: Eine Schachfigur, der einzige Nachlass ihrer Mutter, weist der jungen Iris den Weg nach Kettlewood Hall. Tatsächlich wird sie weit freundlicher aufgenommen, als es der unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt. Über die Rückkehr der Figur herrscht besondere Freude, vor allem bei Victor, dem Sohn des Earls, doch schon bald mutet das Verhalten der Hausbewohner seltsam an. Als Iris das Schachbrett entdeckt, zu dem der Springer gehört, macht sie einen Zug, der prompt am nächsten Tag beantwortet wird. Iris ahnt nicht, dass sie mit ihrem Leben spielt – und mit dem Victors.

Die Autorin

Maja Ilisch

Portrait von  Maja Ilisch

Maja Ilisch, geboren 1975 in Dortmund, studierte Öffentliches Bibliothekswesen an der FH Köln und absolvierte im Anschluss daran eine Ausbildung zur...

zur Autorin Bücher von Maja Ilisch

Pressestimmen

"Gaslight-Fantasy vom Feinsten!"

listen-by-lenny.de, 03.04.2018

Lesetipps

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Die 14-jährige Iris Barling lebt in einfachen Verhältnissen. Nach dem Tod ihrer Mutter arbeitet sie als

Fabrikarbeiterin, um sich und ihre Großmutter zu ernähren. Keine einfache Aufgabe für das Mädchen. Dann eines Tages erinnert sich Iris an eine Schachfigur, sie sich im Besitz ihrer Mutter befand. Sie will diese ihrem rechtmäßigen Besitzer zurück bringen und erhofft sie eine Belohnung dadurch. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Mr. Whitham macht sie sich auf Spurensuchen und stößt dabei auf Kettlewood Hall. Kurzentschlossen reist sie dort hin und ist ganz überrascht als man sie regelrecht freundlich in den Haushalt aufnimmt. Aber irgend etwas stimmt hier nicht in Kettlewood Hall und sie will natürlich hinter das Geheimnis des Hauses kommen. Noch ahnt sie nicht, dass ihr Leben dabei in große Gefahr gerät.

Bei diesem Buch handelt es sich um eine wirklich schaurig schöne Gruselgeschichte. Die Autorin baut eine sehr düstere und leicht melancholische Stimmung auf, die mich von Anfang an in den Bann gezogen hat. Die Geschichte wird aus der Sicht der 14-jährigen Iris erzählt und auch wenn die Hauptfigur so jung ist, handelt es sich hier nicht um den typischen Jugendroman.
Zuerst lernt der Leser Iris und ihr Leben kenne. Kein schönes Leben, denn Iris hat es nicht einfach. Ihre Reise nach Kettlewood Hall verändert ihr bisheriges Leben völlig. Im Laufe der Handlung macht Iris eine erstaunliche Wandlung durch, die mir sehr gut gefallen hat.
Die Stimmung des Buches hat mir unheimlich gut gefallen. Immer wieder passieren seltsame Dinge. Die Schatten in den Spiegel und das seltsame Verhalten der Bewohner von Kettlewood Hall sind nur zwei dieser Dinge. Iris kommt nach und nach hinter das Geheimnis des Hauses und dessen Bewohner und ihr Schicksal hat eine besondere Aufgabe für sie vorgesehen. Es gibt übrigens auch eine Liebesgeschichte zwischen Iris und dem Sohn des Earls, die sehr gut in die Handlung passt und mir sehr gut gefallen hat.
Alles in allem kann ich jeden das Buch empfehlen, der sich gerne gruselt und auch gerne historische Romane liest. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl.

Letanna, 14.04.2018

Wer eine Horrorgeschichte erwartet, bei dem jede Menge Blut fließt, ist bei diesem Buch absolut falsch. Wer

aber unterschwelligen und nur angedeuteten Grusel mit huschenden Schatten und knarrenden Türen liebt so wie ich, und mir persönlich weitaus mehr Gänsehaut verursacht, wird diesen großartigen Roman lieben!

Zu Beginn lernt man die vierzehnjährige Iris Barling kennen, die ihren Lebensunterhalt in einer Textilfabrik schwer verdienen muss. Den Anfang der Geschichte fand ich bereits absolut gelungen, denn er zeichnet ein sehr realistisches Bild der viktorianischen Epoche, in der die Handlung angesiedelt ist. Das Leben der einfachen Leute verläuft kurz und entbehrungsreich. Es wird auch deutlich, was Iris für eine Persönlichkeit ist. Man kann sie mit heutigen Vierzehnjährigen Mädchen nicht vergleichen, denn bei dem Leben, das sie führen muss, hat sie eine ganz andere Reife. Ich habe sie sofort gemocht, sie für ihre Stärke bewundert und mit ihr gelitten. Doch Iris ist auch eine Kämpfernatur, die von einem anderen Leben träumt. Mit etwas Hilfe von außen und einer unheimlichen Schachfigur bricht sie schließlich aus ihrem harten Alltag aus, um nach ihren Wurzeln zu suchen und außerhalb von Leeds ihr Glück zu versuchen.

Ihr Weg führt sie zu der früheren Arbeitsstelle ihrer bereits verstorbenen Mutter nach Kettlewood Hall. Doch in dem Herrenhaus ist rein gar nichts wie es zu sein scheint und jeder hat etwas vor ihr zu verbergen. Doch Iris wäre nicht Iris, wenn sie nicht versuchen würde die Rätsel des unheimlichen Hauses, seiner Bewohner und ihrer eigenen Vergangenheit zu lösen, und ich fand es unglaublich spannend, das junge Mädchen dabei zu begleiten.

Man merkt schon von der ersten Seite an, dass die ganze Handlung hervorragend recherchiert wurde. So gibt es für die Schachfiguren, die in der Geschichte die zentrale Rolle spielen, tatsächlich existierende Vorbilder (Springer und Turm). Man kann sie im Victoria and Albert Museums in London besichtigen und auch das Herrenhaus gibt es tatsächlich (es heißt allerdings nicht Kettlewood Hall). Die Autorin hat es, wie sie es selbst schildert, auf einer Reise entdeckt. Dadurch wird die Geschichte von Iris richtig lebendig, und obwohl ich natürlich nie in dieser Zeit gelebt habe, bin ich wirklich restlos in die Geschichte eingetaucht. Das ist mir schon sehr lange nicht passiert (zumeist bleibe ich immer in der Wirklichkeit, selbst wenn mir eine Handlung gut gefällt), aber hier war ich förmlich in Kettlewood Hall mit Iris und habe die Ereignisse wie ein stiller Gast mitverfolgt.

Als Fazit kann ich sagen, dass mich schon lange kein Buch mehr so in seinen Bann ziehen konnte und bin gespannt, was als nächstes aus der Feder der Autorin fließt, die nun eindeutig in die Rie
Mikadolos, 24.02.2018
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