Verlagsgruppe Droemer Knaur



Sommernachtstod

9783426306246
jetzt bestellen Jetzt bestellen
Klappenbroschur, Droemer TB
02.05.2018, 432 S.

ISBN: 978-3-426-30624-6
Diese Ausgabe ist lieferbar
14,99
inklusive 7%
Mehrwertsteuer

Kriminalroman

Ein Kind verschwindet, ein Dorf schweigt - ein fesselnder Kriminalroman von Schwedens peisgekröntem Autor Anders de la Motte

Ein Schatten scheint über einem Dorf in Südschweden zu liegen, seit dort vor 20 Jahren der kleine Billy Lindh spurlos verschwand. Die Mutter des Jungen nahm sich daraufhin das Leben, ein Verdächtiger, dem aber nichts nachgewiesen werden konnte, tauchte unter und ließ Frau und Kinder im Stich.
Nun kehrt Billys Schwester, die Therapeutin Vera Lindh, in ihren Heimatort zurück: Ihr neuer Patient Isak hat ihr eine alarmierende Geschichte über einen verschwundenen Jungen erzählt, und Vera will endlich wissen, was damals wirklich geschehen ist. Längst nicht jedem im Dorf gefallen ihre hartnäckigen Fragen. Und wie vertrauenswürdig ist eigentlich Isak?

»Ein absolut brillanter Krimi! So scharfsinnig und einfühlsam, und gleichzeitig so unendlich spannend.« Kristina Ohlsson

»Ein packender Krimi mit atmosphärischem Setting, starken Figuren und spannender Story! Mit ›Sommernachtstod‹ hat Anders de la Motte bewiesen, dass er einer der begabtesten Krimi-Autoren Schwedens ist!« Erik Axl Sund

»Ein meisterhafter Kriminalroman [...]. Man kann ihn nicht weglegen, die Handlung ist beeindruckend, die Auflösung vollkommen überraschend.« Tara

Der Autor

Anders de la Motte

Portrait von Anders de la Motte

Anders de la Motte, geboren 1971, arbeitete mehrere Jahre als Polizist in Stockholm und in der Security-Branche, bevor er Schriftsteller wurde. 2010...

zum Autor Bücher von Anders de la Motte

Pressestimmen

"Eines der grp0ßten Krimihighlights dieses Jahres (...) Mit 'Sommernachtstod' beweist Anders de la Motte zum wiederholten Mal: Er gehört zu Skandinaviens genialsten Krimiautoren (...) Er schreibt absolut mörderisch."

literaturmarkt.info (Susann Fleischer), 07.05.2018

"Abgründe, psychologische Spannung"

Lippische Landes-Zeitung, 12.06.2018

"Man kann das Buch, das in der zweiten Hälfte hauptsächlich in der Gegenwart spielt, kaum aus der Hand legen... so spitzt sich die Handlung zu, bis ein völlig überraschender Schluss denLeser aus Wollken fallen lässt und die Auflösung bringt."

versalia.de , 26.06.2018

"Ein wunderbar atmosphärischer Schwedenkrimi mit einer düsteren Grundstimmung (...)"

krimines-buecherblog.blospot.com , 09.07.2018

"Ein wunderbar atmosphärischer Schwedenkrimi mit einer düsteren Grundstimmung, der trotz einiger Längen durch seinen rätselhaften Verlauf zu fesseln versucht."

krimines-buecherblog.blogspot.com, 09.07.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Die gelungenen Wechsel der Erzählstränge sorgen für fesselnde Spannungsmomente und die Figuren mit

ihren teilweise schwierigen Charakterzügen für eine unheilvolle und bedrückende Atmosphäre. Es gibt Andeutungen zwischen den Zeilen, die eine quälende Ungewissheit auf das Verschwindens des kleinen Jungen werfen. Die Handlung ist atmosphärisch dicht und punktet durch den ruhigen Erzählstil.
Von der gedrückten Stimmung wurde ich mitgerissen, es hat mir lediglich eine Sympathiefigur, ein Held oder Ermittler gefehlt. Das konnte Vera mit ihrer etwas labilen Art nicht darstellen.


Bei diesem Buch hat der Autor neben den Gefühlen auch die menschlichen Abgründe gut eingefangen. Für Liebhaber von Krimis mit psychologischem Tiefgang ist dieses Buch sicher gut geeignet.
 

sommerlese, 13.08.2018

Vor zwanzig Jahren ist ein kleiner Junge verschwunden, kann der Fall nach so langer Zeit noch gelöst

werden?

An einem Sommerabend verschwand Billy, der Bruder Veras, spurlos. Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen. Im Stockholmer Therapiezentrum, in dem  Vera arbeitet, erscheint eines Tages ein neuer Patient, Isak. Seine Geschichte erinnert Vera stark an den Fall ihres kleinen Bruders. Schon bald wird klar, Isak scheint etwas über das Verschwinden von Billy zu wissen. Um endlich Klarheit zu erlangen will Vera auf eigene Faust herausfinden was genau damals passiert ist. Bei der Suche nach ihrem Bruder kehrt Vera in ihr Heimatdorf zurück. Dort stößt sie auf eine Mauer des Schweigens und des Misstrauens.

Schon mit dem Prolog hat es de la Motte geschafft mich zu fesseln, die Spannungskurve steigt langsam aber dennoch stetig an. Die letzten 100 Seiten habe ich in einem Durchgang gelesen, ich musste einfach wissen, was damals passiert ist. Gekonnt hat der Verfasser es erreicht, dass ich bei einigen gefährlichen Szenen, die Vera erlebte, Gänsehaut bekam.  Bis zur letzten Seite konnte ich nur rätseln was mit Billy passiert ist. Keiner der Charaktere blieb von meinen Verdächtigungen verschont. Das Ende war überraschend und hat mich zutiefst bewegt, hervorragend gemacht. Der Schriftsteller bedient sich dem personalen Erzählstil, es handelt sich um zwei verschiedene Erzählstränge in zwei Zeitebenen in der Gegenwart aus der Sicht Veras und 1983 aus der Perspektive von Krister Månsson, dem damaligen ermittelnden Polizeichef. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen, ermöglicht ein flottes Lesetempo, dazu tragen Cliffhänger am Ende der Kapitel bei. Zwischen den 33 Kapiteln befinden sich kursiv gedruckte Liebesbriefe, von denen ich anfangs dachte, dass sie aus der Feder Veras stammen. Diese Liebesbriefe und auch der Prolog sind eine äußerst geschickte Art, den Leser auf eine total falsche Fährte zu führen. Auch ich bin dem Autor auf den Leim gegangen, chapeau. Jederzeit konnte ich dem Geschehen folgen. Die Charaktere sind so plastisch beschrieben, dass man sie sich  gut vorstellen kann, sie handelten zu jeder Zeit logisch und nachvollziehbar, wenn dies auch manchmal erst später klar wird. Der Plot  ist wirklich äußerst raffiniert und durchdacht inszeniert. Die Protagonistin Vera erschien mir anfangs etwas seltsam, ich habe sie aber, aufgrund ihres Mutes und ihres Durchhaltevermögens zum Ende hin gut leiden mögen. Einer meiner Lieblingscharaktere war der etwas glücklose Polizeichef Krister Månsson, ihm hätte ich es gegönnt, wenn er den Fall damals schon hätte lösen können. Sehr gut beschrieben fand ich die Figur des „Familienpatriarchen“ Harald Aronsson. Ein richtiger Unsympath der mit Macht und Geld, nicht nur die Geschicke der Familie in den Händ

Ele, 13.06.2018

Vor zwanzig Jahren ist ein kleiner Junge verschwunden, kann der Fall nach so langer Zeit noch gelöst

werden?

An einem Sommerabend verschwand Billy, der Bruder Veras, spurlos. Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen. Im Stockholmer Therapiezentrum, in dem  Vera arbeitet, erscheint eines Tages ein neuer Patient, Isak. Seine Geschichte erinnert Vera stark an den Fall ihres kleinen Bruders. Schon bald wird klar, Isak scheint etwas über das Verschwinden von Billy zu wissen. Um endlich Klarheit zu erlangen will Vera auf eigene Faust herausfinden was genau damals passiert ist. Bei der Suche nach ihrem Bruder kehrt Vera in ihr Heimatdorf zurück. Dort stößt sie auf eine Mauer des Schweigens und des Misstrauens.

Schon mit dem Prolog hat es de la Motte geschafft mich zu fesseln, die Spannungskurve steigt langsam aber dennoch stetig an. Die letzten 100 Seiten habe ich in einem Durchgang gelesen, ich musste einfach wissen, was damals passiert ist. Gekonnt hat der Verfasser es erreicht, dass ich bei einigen gefährlichen Szenen, die Vera erlebte, Gänsehaut bekam.  Bis zur letzten Seite konnte ich nur rätseln was mit Billy passiert ist. Keiner der Charaktere blieb von meinen Verdächtigungen verschont. Das Ende war überraschend und hat mich zutiefst bewegt, hervorragend gemacht. Der Schriftsteller bedient sich dem personalen Erzählstil, es handelt sich um zwei verschiedene Erzählstränge in zwei Zeitebenen in der Gegenwart aus der Sicht Veras und 1983 aus der Perspektive von Krister Månsson, dem damaligen ermittelnden Polizeichef. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen, ermöglicht ein flottes Lesetempo, dazu tragen Cliffhänger am Ende der Kapitel bei. Zwischen den 33 Kapiteln befinden sich kursiv gedruckte Liebesbriefe, von denen ich anfangs dachte, dass sie aus der Feder Veras stammen. Diese Liebesbriefe und auch der Prolog sind eine äußerst geschickte Art, den Leser auf eine total falsche Fährte zu führen. Auch ich bin dem Autor auf den Leim gegangen, chapeau. Jederzeit konnte ich dem Geschehen folgen. Die Charaktere sind so plastisch beschrieben, dass man sie sich  gut vorstellen kann, sie handelten zu jeder Zeit logisch und nachvollziehbar, wenn dies auch manchmal erst später klar wird. Der Plot  ist wirklich äußerst raffiniert und durchdacht inszeniert. Die Protagonistin Vera erschien mir anfangs etwas seltsam, ich habe sie aber, aufgrund ihres Mutes und ihres Durchhaltevermögens zum Ende hin gut leiden mögen. Einer meiner Lieblingscharaktere war der etwas glücklose Polizeichef Krister Månsson, ihm hätte ich es gegönnt, wenn er den Fall damals schon hätte lösen können. Sehr gut beschrieben fand ich die Figur des „Familienpatriarchen“ Harald Aronsson. Ein richtiger Unsympath der mit Macht und Geld, nicht nur die Geschicke der Familie in den Händ

Ele, 13.06.2018

1983 ein Dorf in Südschweden. Der kleine Billy Nilsson verschwindet und lässt auch nach 20 Jahren die

Gesprächstherapeutin Veronica Lind nicht zur Ruhe gekommen. Der Fall wurde zu den Akten gelegt. Sie findet ihre Befriedigung in der Begleitung von Gruppensitzungen mit Schwerpunkt Trauerbewältigung, es ist fast wie eine Sucht von der Trauer anderer Menschen zu hören. In einer dieser Sitzungen taucht ein junger Mann Isak auf, der von der Geschichte, um einen  verschwundenen  Jungen spricht, den er nicht vergessen kann. Veronica bzw. Vera ist fasziniert von diesem Mann, der ihr Bruder sein könnte, ihm sehr ähnelt und sie begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit...

Anders de la Motte startet für mich unglaublich stark mit einem tollen Prolog und auch die ersten Seiten fesseln mich. ich bin begeistert von der Vorstellung, wie Vera sich an der Trauer der anderen ihre eigene Trauer abarbeiten möchte und es für sie fast suchtmäßigen Charakter hat. Dann verliert sich für mich etwas die Geschichte und ich kann nicht so ganz sagen, wo das alles hinführen soll. Zum Ende gibt es eine Auflösung, die zwar überraschend, aber auch nach meinem Geschmack etwas konstruiert wirkt...schade

herr_opunkt_bepunkt, 09.06.2018

"Sommernachtstod" ist mein erster Krimi von Anders de la Motte, der bereits in Schweden einige Preise

verliehen bekam. 
Wie bei den Wallander-Krimis und bei anderen schwedischen Krimis, ist es hier der ruhige und dennoch düstere und bedrückende Erzählstil, der mir gut gefällt. Der Autor zeigt genaue Einblicke in die menschlichen Abgründe und verwirrt mit einem stimmungsvollen Wechsel von Perspektiven aus Vergangenheit und Gegenwart.

Nach langer Zeit kehrt Vera in ihr Elternhaus zurück, denn sie möchte das Rätsel um das Verschwinden ihres kleinen Bruders Billy aufklären. Sie lernt den Patienten Isak kennen, der durchaus ihr Bruder sein könnte. Warum sollte er sonst Einzelheiten des Verschwindens kennen? 

Vera taucht in ihren eigenen Gedanken in die Vergangenheit zurück und versucht sich an Details zu erinnern. Dabei wird sie auch mit eigenen Ängsten konfrontiert. Sie leidet noch immer sehr am Tod ihrer Mutter und nun ist sie selbst Therapeutin für Trauerbewältigung geworden. 
Ihr Charakter hat mir einige Schwierigkeiten gemacht und ich konnte mit ihr nicht warm werden. Dennoch hat mich die Story gefesselt und die raffiniert eingebauten Einblicke haben mich an das Buch gefesselt.
Ihre Nachforschungen bleiben nicht ohne Folgen, es kommt zu Problemen mit verschiedenen Personen. Ihre Verwandten sind nicht einfach zu durchschauen und so baut sich beim Lesen ein düsteres Bild auf. Bei diesem Krimi kann man selbst gut miträtseln und das Ende nimmt einen unerwarteten Ausgang, der auch absolut logisch erscheint. 

Die gelungenen Wechsel der Erzählstränge sorgen für fesselnde Spannungsmomente und die Figuren mit ihren teilweise schwierigen Charakterzügen für eine unheilvolle und bedrückende Atmosphäre. Es gibt Andeutungen zwischen den Zeilen, die eine quälende Ungewissheit auf das Verschwindens des kleinen Jungen werfen. Die Handlung ist atmosphärisch dicht und punktet durch den ruhigen Erzählstil.
Von der gedrückten Stimmung wurde ich mitgerissen, es hat mir lediglich eine Sympathiefigur, ein Held oder Ermittler gefehlt. Das konnte Vera mit ihrer etwas labilen Art nicht darstellen. 



Bei diesem Buch hat der Autor neben den Gefühlen auch die menschlichen Abgründe gut eingefangen. Für Liebhaber von Krimis mit psychologischem Tiefgang ist dieses Buch sicher gut geeignet. 

sommerlese, 08.06.2018

Packender Schwedenkrimi mit überraschendem Ende

Im Sommer 1983 verschwindet der 4jährige Billy spurlos. Die Ermittlungen verlaufen trotz eines Verdächtigen im Sand. Die Familie zerbricht daran, die Mutter begeht Selbstmord. Zurück bleiben ein trauernder Vater und die Geschwister Vera und Mattias.

20 Jahre später: Billys Schwester Veronica arbeitet in einem Therapiezentrum, als Isak auftaucht und Andeutungen macht, die Veronica dazu veranlassen, neue Nachforschungen über die damaligen Ereignisse anzustellen. Doch inwieweit kann sie Isak trauen?

Als Erstes hat mich das tolle Cover angesprochen und den Klappentext fand ich äußerst interessant.

Am Anfang zog sich das Buch ein bisschen, Veronica (Vera) wirkt seelisch nicht sonderlich stabil und ich wusste nicht recht, was ich von ihr halten soll. Im Verlauf der Handlung wurde sie mir dann doch sehr sympathisch, was auch daran lag, dass sie nicht hysterisch durch die Gegend lief, wie ich anfangs befürchtete.

Der Autor hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht des damals ermittelnden Kommissars Mansson und aus der gegenwärtigen Sicht von Veronica geschildert.
Im Verlauf ergeben sich immer neue Hinweise, sodass ich kaum mit dem Lesen aufhören konnte. Manche Sachen waren mir recht schnell klar, aber was mit Billy passiert ist, wurde wirklich erst ganz am Ende geklärt. Die Auflösung war unsagbar tragisch und hat mich sehr mitgenommen.
Allerdings führt der Prolog den Leser auf eine komplett falsche Fährte. Dennoch kann ich den Kriminalroman wärmstens empfehlen!

Nijura, 02.06.2018

Ein kleiner Junge, Billy, verschwindet spurlos und wird trotz intensiver Suche und intensiven Recherchen seitens der

Polizei nicht gefunden. Seine Mutter verzweifelt in dieser schlimmen Situation und begeht schließlich Selbstmord. 20 Jahre später versucht seine Schwester Vera Lindh, eine Gesprächstherapeutin, erneut, Licht in die Sache zu bringen, nachdem in einer Trauergruppe ein junger Mann, Isak, auftaucht, der anscheinend mehr über den Fall Billy weiß. Sie beginnt ihre Recherchearbeit und stößt auf so manche Merkwürdigkeit, aber auch auf Ablehnung seitens ihrer Familie......
Das Cover präsentiert den Giebel eines typischen Schwedenhauses, aber irgendwie ist keine Bewegung im Bild, alles erscheint erstarrt und bedrohlich, ein guter Einstieg in diesen famosen Krimi mit seiner unheilvollen Atmosphäre.
Die Handlung läuft in 2 Erzählsträngen ab: im Sommer 1983, als Billy verschwand, und 20 Jahre später, als Vera den Fall wieder aufrollt. Beide Handlungsebenen wechseln sich ab, sind Zeugen der verzweifelten Situation, wobei die aktuelle Ebene mehr Informationen und Details liefert, wodurch sich der Fall hochspannend und außerdem mysteriös darstellt.
Der Schreibstil ist flüssig, abwechslungsreich und konnte mich bis zum Ende fesseln, denn der Autor Anders de la Motte versteht es, Spannung aufzubauen und diese auch logisch zu steigern bis zu der überraschenden Auflösung. Immer wieder schiebt er neue Spannungselemente ein, so dass man das Buch nicht weglegen möchte. Immer wenn ich eine Pause einlegen wollte, habe ich zunächst in das neue Kapitel hineingelesen.... Endlich nochmal ein Krimi, der mich zum Miträtseln motiviert und mir immer wieder neue Anhaltspunkte geliefert hat. Bis zum Ende hält die Ungewissheit an, denn erst dann erfährt man die genaueren Umstände des Falles und ob Billy noch lebt.....
Sympathisch ist mir die Figur des leitenden Kommissars Mansson, der trotz ständiger Kritik die Ruhe behält , stets freundlich ist und engagiert ermittelt. Allerdings kommt er nicht gegen die eingeschworene Dorfgemeinschaft an und zieht sich deshalb zurück. Die anderen Protagonisten finden nicht meine uneingeschränkte Symathie, da sie alle irgendetwas verheimlichen oder vertuschen wollen.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen und möchte es jedem empfehlen, der bodenständige Krimikost mag, ohne reißerische Stunteinlagen oder nicht nachvollziehbare Elemente. Hier ist jeder Schritt folgerichtig und transportiert den Leser in die Handlung, so dass er an den Ermittlungen teilhat. Wirklich gelungen!!!
  

EOS, 29.05.2018

Anders de la Motte hat in Schweden bereits Preise für seine Krimis eingeheimst, „Sommernachtstod“

war für mich der erste Krimi, den ich von ihm gelesen habe. Mir hat der Erzählstil sehr gut gefallen, die Geschichte ist eher ruhig und dennoch fesselnd, sie lebt von den Stimmungen und dem genauen Blick des Autors auf die Menschen und hinter ihre Fassaden.

 An einem Spätsommerabend des Jahres 1983 verschwindet der fünfjährige Billy spurlos aus dem Garten seiner Eltern in einem kleinen Dorf in Schonen, als einzige Spur hinterlässt er einen Schuh im angrenzenden Maisfeld. Obwohl sich das ganze Dorf an der Suche beteiligt, wird keine Spur von Billy gefunden, stattdessen mehren sich Gerüchte und Verdächtigungen. Die polizeilichen Ermittlungen bleiben trotz Hilfe von Außerhalb ergebnislos und werden schließlich eingestellt, Billys Mutter verkraftet den Tod ihres Jüngsten nicht, und auch der Rest der Familie droht an diesem Verlust zu zerbrechen.

20 Jahre später hat Billys Schwester Vera sich in Stockholm eine neue Existenz aufgebaut und leitet eine Gruppentherapie zur Trauerbewältigung. Als sich ein junger Mann der Gruppe anschließt und von seinen Erinnerungen erzählt, brechen alte Wunden bei Vera auf, sie reist in ihr Heimatdorf in der Hoffnung, dem Rätsel um das Verschwinden ihres Bruders doch noch auf den Grund zu kommen und dem Sommer von damals zu entkommen, der nie zu enden scheint.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, im Jahr 1983 schildert in erster Linie der Polizist Krister Månsson seine Eindrücke und zunehmende Frustration während der Ermittlungen. Als Zugezogener fällt es ihm nicht leicht, gegen die eingeschworene Dorfgemeinschaft und ihre Vorurteile an zu kommen. In der zweiten Zeitebene 20 Jahre später steht Vera, oder Veronica wie sie sich jetzt nennt, im Mittelpunkt der Ereignisse, mit ihrer erneuten Suche nach der Wahrheit stößt sich im Ort nicht überall auf Zustimmung.

Die Geschichte ist beklemmend und in manchen Punkten erschreckend. Der Autor fängt nicht nur die Gefühle der Hauptcharaktere gut ein, er hat ein Gespür für die Abgründe, die in manchem lauern und für die gefährliche Dynamik, die sich in einer abgeschiedenen Dorfgemeinschaft entwickeln kann. Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, für Liebhaber von Krimis mit psychologischem Schwerpunkt gebe ich eine Leseempfehlung. 

mrs-lucky, 25.05.2018

Meinung:

Das Buch beginnt schon sehr spannend mit dem Verschwinden des Jungen. Die Kapitel sind unterteilt in Vergangenheit und Gegenwart. So bekommt man einen sehr guten Einblick in die Ermittlungen um das Verschwinden, welches später als Mordermittlungen weitergeführt wird. Außerdem lernt man in den Gegenwartskapiteln Vera besser kennen. Sie hat es nicht leicht, durch ihre psychischen Probleme ist sie im Job nur noch „auf Bewährung“ und auch privat läuft es nicht gut. Trotzdem versucht sie ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und ihre Probleme zu lösen. Erst als Isak auftaucht wird ihr Leben wieder komplett aus der Bahn geworfen. Sie kann nur noch an Billy denken und was ihm wiederfahren ist. Als sie Ungereimtheiten bemerkt und sich immer mehr verfolgt fühlt fängt sie an Fragen zu stellen, die die Menschen aus ihrer Heimat ihr nicht beantworten wollen.
Der Schreibstil ist locker gehalten und man kann das Buch sehr flüssig lesen. Durch die spannende Darstellung und die Kapitelunterteilung kann man das Buch schnell „weglesen“. Seite um Seite fliegt dahin und man kann nicht aufhören. Auch wenn das Buch komplett ohne blutige Details auskommt, mindert es nicht die Spannung. Durch das subtile Grauen dieses Verbrechens, hat man immer ein angespanntes Gefühl im Hinterkopf und das ist es, was einem zum Weiterlesen drängt.
Mir selbst hat das Buch sehr gut gefallen, so dass ich es in zwei Tagen ausgelesen hatte. Doch auch danach blieb es mir im Kopf und sowas macht ein gutes Buch aus.

Fazit:
Dieser Krimi ist wirklich empfehlenswert. Wer sich auch gerne mal auf eine falsche Fährte schicken lässt und selbst über die Vergangenheit rätseln möchte, der ist hier genau richtig.
Gewohnt großartiger Roman von Anders de la Motte.

BookloverLisa, 23.05.2018

Vera arbeitet als Therapeutin mit Menschen, die um geliebte Menschen trauern. Sie selber ist ein gebranntes Kind

– ihr kleiner Bruder Billy ist zwanzig Jahre zuvor spurlos verschwunden. Bis heute ist nicht klar, was mit ihm geschehen ist. Als nun ein neues Mitglied ihrer Trauergruppe seine Geschichte erzählt, wird Vera unweigerlich an ihren Bruder erinnert. Sie macht sich auf den Weg zurück in ihren Heimatort und versucht nach all den Jahren Licht in das Dunkel um das Verschwinden ihres Bruders zu bringen. Doch es hat den Anschein, als ob nicht jeder ein Interesse an der Aufklärung dieses Falles hat. Doch Vera gibt nicht auf, glücklicherweise ist ihr älterer Bruder mittlerweile Polizist im Ort, das kann ihr doch nur nützlich sein…

Der schwedische Schriftsteller Anders de la Motte hat mit „Sommernachtstod“ einen spannenden Krimi geschrieben. Er schafft es, dass der Leser mit Vera mitfiebert, die so gerne Antworten auf ihre drängenden Fragen haben möchte. In diesem Buch gibt es einige überraschende Wendungen, zum Schluss hin steigt der Spannungsbogen nochmal stark an. Das Ende ist dann so nicht vorhersehbar, ich zumindest hatte während der Lektüre ein vollkommen andere Lösung im Kopf. Die Charaktere sind klar gezeichnet, was sie tun, erscheint im jeweiligen Zusammenhang logisch. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist flüssig und lässt den Leser nur so durch das Buch eilen. Manche Abschnitte könnten eventuell etwas gestrafft werden, aber Alles in Allem hat der Autor hier einen lesenswerten Krimi vorgelegt.

Das Cover gefällt mir sehr gut, man erahnt direkt den skandinavischen Krimi. Der Titel „Sommernachtstod“ ist nicht besonders aussagekräftig, ich mag ihn aber trotzdem, auch er lässt sofort an Skandinavien denken.

badwoman, 22.05.2018

Spannend und berührend

Das Buchcover gefällt mir sehr, denn es wirkt auf mich mit dem geöffneten Fenster sehr geheimnisvoll und irgendwie auch bedrückend. Diese Stimmung habe ich auch während des Lesens oft verspürt.

Ein spannender Schreibstil  

Der Schreibstil von Anders de la Motte ist sehr flüssig und hat mich von Anfang an absolut gefesselt. Dadurch, dass die Geschichte abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt wird, bleibt es durchweg spannend. Der Leser erfährt immer mehr über das rätselhafte Verschwinden von Billy, aber auch die Ereignisse in der Gegenwart sind mehr als spannend.

Interessante und geheimnisvolle Charaktere

Anders de la Motte hat für sein Buch sehr unterschiedliche und stellenweise ziemlich geheimnisvolle Charaktere geschaffen. Schon alleine Vera, die Hauptprotagonistin, hat mir von Beginn des Buches an sehr viele Rätsel aufgegeben. Schnell wird klar, dass Vera durch die Ereignisse in der Vergangenheit viele Probleme mit sich herumschleppt, die sie sehr in Anspruch nehmen und sie einfach nicht loslassen. Nur nach und nach erfährt der Leser mehr über Vera und ihr Leben. Vera ist ein spezieller Charakter, der oft zu ziemlich eigenwilligen Mitteln greift, aber mich hat sie absolut überzeugen können.

Auch hat mir Isak gut gefallen, denn er war lange Zeit nicht wirklich greifbar für mich und ich fand es sehr aufregend, mehr über ihn und seine Vergangenheit zu erfahren.

Einen wirklich gelungenen Charakter fand ich auch Veras Vater, der mich im Laufe des Buches komplett überrascht hat. Und Krister Månsson, der vor 20 Jahren im Falle Billy ermittelt hat, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er war mein absoluter Lieblingscharakter, der mich immer wieder begeistern konnte.

Ein sehr überraschendes Ende

Das Ende hat mich komplett überrascht. Natürlich habe ich während des Lesens schon die ein oder andere Theorie gehabt, wie das Buch wohl enden wird. Allerdings schafft es der Autor auch ganz wunderbar, immer wieder neue Fährten zu legen, so dass die gerade noch getroffenen Schlüsse wieder hinfällig sind.

Auch werden im Laufe des Buches immer wieder geheimnisvolle Briefe abgedruckt, die mich völlig verwirrt haben, da ich so gar keine Idee hatte, von wem sie wohl sein könnten und an wen sie denn gerichtet sind. Auch dies wird am Ende aufgelöst und hat mich absolut überrascht. Ich fand die Auflösung sehr genial.

Dieser Schreibstil hat mich unglaublich begeistert, denn ich denke, das Ende wird wohl fast jeden Leser absolut kalt erwischen. Ich wäre im Leben nie darauf gekommen und finde diesen Umstand einfach großartig!

Mein Fazit:

Marion2505, 20.05.2018

Dieser spannende Kriminalroman erzählt die tragische Geschichte einer Familie in einem kleinen Dorf in

Südschweden, deren Mutter unter psychischen Problemen leidet. Als ihr 5-jähriger Sohn eines Abends spurlos verschwindet und trotz intensiver Suche der Polizei und der Dorfbewohner nicht gefunden wird, geht sie daran zugrunde und geht ins Wasser.

 

20 Jahre später - die ältere Tochter der Familie, Vera, lebt in Stockholm und arbeitet als Therapeutin. An einer Sitzung ihrer Gruppe zur Trauerbewältigung nimmt auch ein junger Mann teil, der Details aus ihrer Kindheit weiß - könnte das ihr verlorener Bruder sein? Sie fährt in das Dorf ihrer Kindheit und beginnt nachzuforschen, was damals wirklich passiert ist. Das passt einigen Leuten gar nicht ...

 

Das Buch wird teils aus der Sicht des damaligen Polizeichefs erzählt, den der ungelöste Fall sein ganzes Leben nicht los ließ, erzählt also die Ereignisse von vor 20 Jahren und dann wieder aus heutiger Sicht von Vera, die selbst unter psychischen Problemen leidet. Dazwischen sind immer wieder Briefe eingefügt, von denen man nicht weiß, wer der Schreiber oder der Empfänger ist. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Personen sind sehr genau und einfühlsam beschrieben. Mich hat das Buch bis zum überraschenden Ende gefesselt.

bärin, 19.05.2018

Geschichte: In dem Buch begleiten wir das Schicksal rund um die Familie Lindh, die den kleinen Sohn Billy vor knapp

20 Jahren im Alter von nur fünf Jahren verloren. Er verschwand damals spurlos und die Geschichte konnte nie aufgeklärt werden. Die Mutter hat sich daraufhin umgebracht und der verdächtige Täter verschwand spurlos und hinterließ seine Familie ohne Erklärung zurück.
Nach Jahren kehrt die ältere Schwester Billys, Vera Lindh, zurück in ihren Heimatort. Sie ist Therapeutin und hat in ihrer Therapiestunde einen Patienten, der Parallelen zu Billys Geschichte aufweist. Kurzerhand entschließt sie sich die Geschichte von damals endlich aufzuklären und wühlt das Geschehene wieder auf, was nicht allen im Dorf und in ihrer Familie passt. Letztendlich kommt es ganz anders als erwartet. Das Buch bietet einiges an Spannungen und hält auch einige Wendungen bereit.

Schreibstil: Der Schreibstil des schwedischen Autors Anders de la Motte ist klar und flüssig, später auch sehr fesselnd. Er erzählt seine Geschichte im Wechsel der Vergangenheits-/Gegenwartssicht und stellt sie auch aus verschiedenen Blickwinkeln dar. Die Umgebung wird eindrucksvoll beschrieben, sodass man sich als Leser das Dorf sehr gut vorstellen kann.

Gesamteindruck: Ich habe ziemlich schnell Gefallen an dem Buch gefunden und konnte es am Ende nicht mehr weglegen, da ich die Passagen, die aus Sicht einer unbekannten Person in Form von Briefen geschrieben wurden, bis zum Ende nicht zuordnen konnte und unbedingt wissen wollte, um wen es sich handelt. Dass das Buch letztendlich eine solche Wendung nimmt und der Fall noch aufgeklärt wird, habe ich nicht erwartet. Es wird sehr gut beschrieben, wie die Familie mit ihrer Trauer lebt und auch versucht damit umzugehen. Das einzige, was mir nicht so ganz in die Geschichte passt, ist das Verhältnis von Vera/Veronica zu ihrem Exfreund. Dieser Teil ist weiterhin für lange Zeit im Buch ein Rätsel und warum diese Geschichte eine starke Thematisierung erfährt, ist mir nicht bewusst. Außerdem habe ich mich ganz am Ende gefragt, wieso der Autor die ersten Seite rund um das „Verschwinden“ von Billy so beschrieben hat. Denn diese Darstellung leitet den Leser eigentlich nur auf eine andere Fährte. Und hätten die eingesetzten Spurhünde trotz Regen nicht eine Spur von ihm finden müssen? Dies ist wohl die künstlerische Freiheit, die der Autor sich da genommen hat. Im Unterschied dazu finde ich die Person des ermittelnden Polizeipräsidenten und des Vaters überzeugend einfühlsam dargestellt.

Ich lese wirklich gerne Kriminalromane und dies war seit langer Zeit wirklich mal wieder ein sehr guter Roman, der mich schnell gefesselt hat. Der Autor war mir vorher noch nicht bekannt. Alles in allem würde ich dem Buch daher volle fünf Sterne geben,

Tomki08, 18.05.2018

Ein typisches schwedisches rotes Holzhäuschen im aufsteigenden Nebel, blattlose Bäume mit Krähen, das

spricht an sich nicht für “Sommernacht”, auch der Titel erinnert an Schwedenkrimis, die vom Mittsommer erzählen, aber die Leseprobe war maximal beeindruckend und das Buch erfüllt die Erwartungen.
Anders de la Motte bietet hier keinen blutrünstigen Thriller, sondern einen ganz perfiden Psycho-Krimi!
Therapeutin Veronica, selbst stark traumatisiert von Kindheitserlebnissen, wird mit einem Patienten konfrontiert, in dem sie ihren vermissten Bruder, der vor zwanzig Jahren spurlos verschwand, zu erkennen meint. Sie versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, den vermeintlichen Bruder zu identifizieren, und gerät dabei in einen Sumpf aus Intrigen und Verschwörungen, die sie selber nahe an den Tod und ihr Leben und ihre Beziehungen gehörig ins Wanken bringen.
Hervorragend und spannend erzählt ist die Geschichte des verlorenen Kindes. Für Gänsehaut sorgen die Rückblicke in Veras Kindheit, ihre Begegnungen mit der Familie, und ihre mutigen, aber manchmal unüberlegten Aktionen. Als Leser meint man, den nächsten Schritt zu erahnen, der Lösung nahe zu sein, aber das Ende ist trotzdem überraschend. Ein rundum gelungener Krimi mit viel Spannung und Schauder!

 

Koriander, 14.05.2018

Inhalt und meine Meinung:

Sommer 1983: In einem kleinen Dorf in Südschweden verschwindet der fünfjährige Billy Lindh spurlos. Die Polizei und auch das ganze Dorf suchen nach Billy, doch es findet sich keine Spur. Billys Mutter nimmt sich nach dessen Tod das Leben und hinterlässt ihren Mann und die zwei Kinder Veronica und Mattias. Man findet zwar einen Verdächtigen in diesem Fall, doch lässt sich ihm nichts nachweisen. Auch der Verdächtige verschwindet schlißlich spurlos. Man glaubt, dass er untergetaucht ist, er lässt seine Frau und ebenfalls zwei Kinder zurück. Veronica, Billys Schwester, die sich nun Vera nennt, arbeitet heute als Therapeutin. Als in ihrer Therapiegruppe plötzlich Isak auftaucht und ihr eine Geschichte von einem verschwundenen Jungen erzählt, will sie nun auch endlich wissen was damals mit ihrem Bruder geschah. Sie weiht ihren Bruder Mattias mit ein, der inzwischen Polizist ist. Sie beginnt systhematisch in der Vergangenheit herumzuwühlen, dies gefällt aber nicht jedem im Dorf.
Die Handlung hat mich schon von den ersten Seiten an in ihren Bann gezogen. Die Ereignisse sind nachvollziehbar erzählt und fesseln sofort. Besonders gut haben mir die Zeitsprünge gefallen zwischen den aktuellen Ereignissen und den Rückblicken in den Sommer 1983, als Billy verschwand. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so hat mich die Geschichte begeistert. Die abwechselnden Kapitel mit den Rückblicken in den Sommer 1983 haben die Handlung immer wieder neu belebt und die Ereignisse immer wieder in einem andern Licht erscheinen lassen. Auch die Gestaltung des Buchumschlages und der Titel passen wunderbar zum Inhalt. Ein guter Krimi der von der ersten bis zur letzten Seite kurzweilige Unterhaltung verspricht. Alle offenen Fragen werden bis zum Ende aufgelöst und sind plausibel erläutert.
       

eurydome, 13.05.2018

Was geschah mit Billy?

 

Als vor zwanzig Jahren der kleine Billy spurlos verschwand, versetzte das ein ganzes Dorf in Aufruhr. Es gab viele Spekulationen und Gerüchte, doch nichts davon brachte eine wirkliche Spur zu dem verschwundenen Kind. 
Als seine Schwester Vera in ihre Heimat zurückkehrt beschließt sie endlich hinter das Geheimnis um Billys Verschwinden zu kommen. Mittlerweile ist sie fest davon überzeugt dass er noch lebt, und beginnt die alten Hinweise zu hinterfragen. Doch das gefällt nicht jedem in dem Dorf, denn schnell wird klar, es gibt Geheimnisse, die alle Beteiligten nur zu gerne unter Verschluss halten würden. 

„Sommernachtstod“ ist ein solider Krimi mit einer stimmigen Story, der mich aber trotzdem nicht unbedingt begeistert hat. Das liegt hauptsächlich an der Hauptprotagonistin Vera, die mir weder sympathisch noch überzeugend genug dargestellt war. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen, was teilweise auch an mangelnder Spannung lag. 

Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht. 

Tamaru, 13.05.2018

Spannung von Anfang bis Ende

Der Titel und das Cover gefallen mir nicht nur sehr gut, sondern passen auch hervorragend zum Inhalt des Buches. Das durch den Nebel düster und geheimnisvoll wirkende Cover, spiegelt perfekt die Stimmung, die in diesem Buch herrscht. Sehr bedrückend und rätselhaft.

Der vierjährige Billy verschwindet eines Tages spurlos und wird nie gefunden, weder lebendig, noch tot. Die Ermittlungen verlaufen alle im Sande. Ein absoluter Albtraum für jede Familie.

Anders de la Motte hat damit ein Thema gewählt, welches man so schon aus einigen Krimis und Thrillern kennt. Aber was dieser Mann daraus gemacht hat, war einfach grandios.
Mich konnte dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Der Autor hat es mit seinem Schreibstil geschafft, dass keine einzige Seite langweilig ist. Spannungsgarantie durchweg! Was natürlich auch dem gut gewählten Aufbau zu verdanken ist. Das Buch hat super kurze und knackige Kapitel, die dazu auch immer abwechselnd in zwei Zeitebenen spielen. Einmal begleiten wir 1983 den leitenden Polizeichef Mansson bei seiner Suche und Ermittlung im Fall Billy. Und in der anderen begleiten wir Vera, die große Schwester von Billy, wie sie 20 Jahre später mit ihrem Leben mehr oder eher weniger zurechtkommt. Und wie sie die Ereignisse von damals noch immer verfolgen und nicht loslassen. Bis sie sich in ihre altes Heimatdorf begibt, um auf eigene Faust den Versuch zu wagen, die Wahrheit aufzudecken. Jedes Kapitel endet mit einem fiesen Cliffhanger, sodass man immer weiterlesen muss. Somit fliegen die 426 Seiten nur so dahin. Ich kann jedem nur empfehlen, sich für dieses Buch ein paar Stunden Zeit zu nehmen, denn es wird wahnsinnig schwer fallen es  zwischendurch zur Seite zu legen.

Vera ist ein Charakter den ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Sie ist warmherzig und ihre Gefühle und Handlungen sind bei mir glaubhaft angekommen. Ich habe bis zum Schluss mit ihr mitgefiebert.

Dieser Krimi ist sehr vielschichtig und außergewöhnlich, so dass er locker mit jedem Thriller mithalten kann. Und vor allem am Ende hat der Autor nochmal einr Wendung eingebaut, die ich so niemals erwartet hätte. Eine Auflösung die einen vollkommen überrascht und sprachlos lässt. Und bei mir sogar eine Gänsehaut hinterlassen hat.

Eine absolute Leseempfehlung für alle die spannungsgeladene Thriller und Krimis lieben.

Bücherliebende86, 11.05.2018

Vera, Therapeutin und Leiterin einer Trauergruppe war viele Jahre nicht mehr in ihrem Heimatdorf in Südschweden.

Zu Schlimmes hat sie dort in ihrer Kindheit erlebt, an das sie nicht erinnert werden möchte. Doch dann kommt ein junger Mann, namens Isak in ihre Gruppe, der von einem verschwundenen Jungen erzählt und alles daran erinnert Vera an ihren kleinen Bruder Billy, der vor über zwanzig Jahren spurlos verschwand und seitdem nie wieder aufgetaucht ist. Zu viele Ähnlichkeiten gibt es zwischen den Andeutungen von Isak und dem Fall um ihren Bruder Billy, so dass sie das einfach nicht ignorieren kann und jetzt doch nach langer Zeit zurück in ihre Heimat reist, um herauszufinden, was damals wirklich geschah und ob es einen Zusammenhang zur Geschichte von Isak gibt. 

In ihrem Heimatort gibt es allerdings einige Menschen, die ganz und gar nicht wollen, dass sie in alten Geschichten wühlt und die alles tun, um zu verhindern, dass sie zu viel herausfindet, denn diese Menschen haben viel zu verlieren, wenn die ganze Wahrheit ans Licht kommt. 

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich konnte es kaum weglegen, bevor ich es ganz gelesen hatte. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt. Man erlebt als Leser nochmal mit, was alles getan wurde, um Billy zu finden und als man ihn nicht fand, zu klären, was mit ihm passiert ist und man wird nochmal Zeuge, wie sich durch diesen Schicksalsschlag das Leben von mehreren Familien komplett ändert und wie die Betroffenen fast daran zerbrechen. 

Und dann aus der Sicht von heute. Wie Vera der Wahrheit Stück für Stück näher kommt. Und zwischen den einzelnen Kapiteln hat der Auto immer wieder rätselhafte Briefe platziert, von denen man bis zum Schluss nicht weiß, was sie eigentlich mit dem Fall zu tun haben und wer diese Briefe geschrieben hat und für wen sie bestimmt waren. Briefe, die vom Inhalt her, darauf schließen lassen, dass sie jemand geschrieben hat, der sehr große Liebe für den Empfänger empfand. 
Das hat mir ganz besonders gut gefallen, dass man wirklich erst ganz am Schluss erfuhr, was damals geschah und für mich war die Auflösung wirklich überraschend. 
Und die Spannung wird während der ganzen Zeit gehalten, es wurde niemals langweilig. 
Für mich war dieser Kriminalroman ein absolutes Highlight und ich würde ihn auf jeden Fall weiterempfehlen.

PeLi, 07.05.2018

Dieses Buch ist für mich ein guter, netter (auch wenn das oft abwertender klingt als es gemeint ist)

Schwedenkrimi. Die Geschichte hat viele klassische Zutaten: ein Verbrechen geschieht in einem kleinen Dorf, niemand hat etwas gesehen, niemand weiß etwas und gleichzeitig wissen alles etwas. Die Geschehnisse werden von Vorverurteilungen gelenkt. Die gebrandmarkten Familien gehen unterschiedlich damit um und dem vergraulten Ermittler lässt die Sache keine Ruhe, weil er sie nicht aufklären konnte.

Die Hauptfigur ist Veronica, eine zutiefst verletzliche Person, die auch damals von dem Verbrechen betroffen war und es nagt auch an ihr, dass es keine Aufklärung gab. Sie ist aus dem Dorf geflohen doch die Sache holt sie wieder ein. Ein junger Mann, ein Außenstehender, bringt alles ins Rollen und die beiden beschließen nach der Wahrheit zu suchen. Was passierte vor wirklich vor rund 20 Jahren?

Auch wenn Veronica durchaus “nervige” Momente hat und nicht jedes Detail schlüssig ist (ein Zettel lässt sich nach langer Zeit unter Wasser noch herzeigen?), lässt sich der Krimi flott lesen und unterhält gut. Für alle, die gerne etwas Spannung, aber keine Psychothriller mögen und auch auf allzu viel Blut verzichten können, bietet sich “Sommernachtstod” als flottes Buch für zwischendurch an.

yesterday, 03.05.2018

Der Fuchs

Am Anfang verschwindet ein kleiner Junge in einen ruhigen Dorf. Die Suche nach dem Jungen obliegt den dortigen Polizeichef erst als klar wird das es sich nicht mehr um die Suche nach einen lebenden Kind handelt  kommt die Polizei aus der Stadt zur Hilfe. Der Fall wird immer verworrener und am Ende ist nicht nur der kleine Junge verschwunden sonder auch der mögliche Entführer nach seiner Freilassung wie vom Erdboden verschluck.
Jahre später begegnet der älteren Schwester ein Mann der ihren Bruder sehr ähnlich sieht. Sie versucht nun im Alleingang die Sache aufzuklären. Was der Selbstmord ihrer Mutter und das Verschwinden des Täter mit einander zu tun haben lösst sich erst am Ende auf und fügt eine neue Wendung in die Geschichte.
Der Autor beschreibt die Geschehenisse sehr gut und lässt einen mit alllen Charakteren mitfühlen. Durch die Zeitsprünge wird deutlich was damals passiert ist und im welchen Zusamenhang ungelöste Puzzelteile zur Lösung des Falls beitragen.
Das Ende ist überraschend. Nur macht für mich der Prolog nach auflösung des Falls keinen Sinn mehr, dies könnte aber ein schlauer Plan sein den Leser auf eine falsche Fährte zu locken.
       

Blaubermuffin, 30.04.2018

Bei Sommernachtstod von Anders de la Motte erschienen im Mai 2018 im Droemer Verlag, handelt es sich um einen

Kriminalroman, der in Schweden spielt. 

Vor 20 Jahren verschwand der kleine Billy spurlos. Seit dieser Zeit liegt ein Schatten über dem Dorf in Südschweden. Seine Schwester Vera, die inzwischen in einer anderen Stadt als Therapeutin arbeitet kehrt in ihr Heimatort zurück. 
Einer ihrer Patienten, Isak, hat ihr eine beunruhigende Geschichte über einen verschwundenen Jungen erzählt und Vera möchte nun endlich wissen, was mit ihrem Bruder geschehen ist. 
Ihre hartnäckigen Fragen gefallen der Dorfgemeinschaft ganz und gar nicht. 

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal das Jahr 1983 als Billy verschwand und in der Jetztzeit. Diese Ebenen wechseln sich immer ab und so bleibt man als Leser nach jedem Kapitel mit sehr vielen Fragen zurück und ist gespannt wie der Erzählstrang weitergeht. 
Wäre dies nicht schon spannend genug, werden auch noch Briefe von einem anonymen Schreiber dazwischen gepackt. 

Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Bis zum Schluss weiß man als Leser nicht, ob Billy noch lebt, was ist mit ihm 1983 geschehen, wer ist Isak wirklich. 
Anders de la Motte schickt den Leser immer wieder auf falsche Fährten. Die vielen Wendungen und das miträtseln haben mir sehr gefallen. 

Die Charaktere kommen sehr menschlich und plausibel rüber. Man lernt Vera, ihre Verwandtschaft, die Bewohner des Dorfes und die Familie des mutmaßlichen Täters sehr gut kennen und verstehen. Ich konnte , vorallem , mit Vera richtig mitfühlen. 
Wie ihre Familie nach dem Verschwinden von Billy zerbrach. Ihre Kindheit mit dem Ungewissen. 

Der Schreibstil ist sehr gut. Die Sätze sind sehr gut formuliert, man fühlt sich während dem Lesen so , als ob man live dabei sei. Die Landschaft, die Gebäude und den Wald alles kann man sich sehr gut vorstellen. 

Sehr gefallen hat mir, dass es sich nicht um einen klassischen Krimi gehandelt hat. Man weiß als Leser, dass mit Billy etwas passiert ist und dass Vera dieses Geheimnis lüften möchte. Die Schritte und Befragungen wie sie am Ende auf die Wahrheit kommt, haben mir sehr gefallen. 

Ich empfehle dieses Buch weiter. Eine "unblutige" Geschichte, bei der es um die Auflösung von Billy´s Verschwinden geht. Keine weiteren Morde geschehen. 

Dandy, 29.04.2018

Das Ende des Sommers

Den Einstieg fand ich etwas langatmig, war sogar kurz davor aufzugeben: Ein Prolog im Sommer 1983, als der kleine Billy verschwand.

20 Jahre später. Wir lernen die Therapeutin Vera kennen. Sie ist Billys Schwester und ist nach Südschweden zurückgekehrt, um das Verschwinden ihres Bruders aufzuklären. Dabei scheint sie selbst traumatisiert zu sein.

Nicht nur der vierjährige Billy ist damals spurlos verschwunden, sondern auch der einzige Verdächtige. Kurz darauf beging Billys Mutter Selbstmord. Kommissar Månsson ermittelte. Aber ein Täter konnte nie überführt werden.

Vera, die sich heute Veronica nennt, ist davon besessen, dass ihr kleiner Bruder noch lebt und begibt sich auf eine gefährliche Suche nach der Wahrheit…

„Sommernachtstod“ von Anders de la Motte ist eher eine Familientragödie als ein Krimi. Mäßig spannend. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Ab und zu sind Liebesbriefe eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen. Alles sehr mysteriös.

Nur schrittweise wird enthüllt, wohin das Ganze führen soll. Die Auflösung ist überraschend, aber stimmig. Mit Vera aka Veronica bin ich bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Sie stalkt ihren Ex und vernachlässigt ihren Job. Kommissar Månsson ist mir dagegen sofort ans Herz gewachsen.

Fazit: Typischer Schweden-Krimi. Düster und beklemmend!

Susanne, 29.04.2018

          „Sommernachtstod“

Das Cover und der Titel hatten gleich mein Interesse geweckt und ich wurde nicht enttäuscht. Im Sommer 1983 verschwindet Billy, ein fünfjähriger Junge, in einem kleinen schwedischen Dorf. Großangelegte Suchaktionen der Polizei bleiben ergebnislos und der Fall wird zu den Akten gelegt. Die Eltern und Geschwister sind am Boden zerstört und die Familie bricht fast auseinander, die Mutter begeht Selbstmord. 20 Jahre später erfährt die Trauer-Therapeutin Vera, Billys Schwester, von einem Patienten eine unglaubliche Geschichte über ein verschwundenes Kind. Diese ruft Erinnerungen an das Verschwinden ihres Bruders hervor. Sie stellt Nachforschungen an und stößt auf eine Mauer des Schweigens.
Der Autor versteht es, den Leser auf eine falsche Fährte zu führen.
Das Buch ist in zwei Zeitebenen geschrieben, welches die Spannung erhöht. Man erfährt von der Suche nach dem Jungen und den weiteren Ermittlungen der Polizei und den Nachforschungen, die Vera aufgrund der Erzählung eines Patienten Jahre später anstellt. Damals wurden die Ereignisse um das Verschwinden des kleinen Bruders nie richtig aufgeklärt.
Dem Autor ist es gelungen, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Das Buch bleibt bis zum Schluss spannend und die Auflösung ist vollkommen überraschend. Ich habe diesen Kriminalroman wirklich gerne gelesen und kann ihn nur weiterempfehlen. Das Buch liest sich leicht und verständlich und man hat Mühe, es aus der Hand zu legen.


       

Mayakoenigin, 27.04.2018

Sommer 1983. Der kleine Billy verschwindet spurlos aus dem Garten seiner Eltern. Trotz intensiver Suche und vieler

Verdächtigungen findet sich keine Spur von ihm. 20 Jahre später. Veronika Lindh, Billys ältere Schwester, arbeitet als Therapeutin. Sie führt Gesprächsrunden zur Trauerbewältigung, als ein junger Mann auftaucht, der behauptet Billys bester Freund von einst zu sein. Aufgewühlt durch seine Geschichte kehrt Veronika nach Hause zurück, um endlich herauszufinden, was damals wirklich passiert ist.

„Sommernachtstod“ ist ein spannender Krimi, den ich trotz der schwierigen Charaktere sehr gerne gelesen habe. Veronika ist nicht einfach. Sie hat selbst einige Probleme, weil sie das Trauma ihrer Kindheit nicht verarbeiten konnte. Auch ihre Heimkehr auf den Hof ihrer Eltern ist nicht leicht, denn sowohl ihr Vater, der immer noch in der Vergangenheit lebt, als auch ihr Bruder Mattias scheinen Geheimnisse vor ihr zu haben. Veronikas Suche nach der Wahrheit gestaltet sich schwierig und auch Isak, der junge Mann aus ihrer Selbsthilfegruppe, scheint nicht der zu sein, der er behauptet zu sein. Wem kann Veronika noch trauen?

Obwohl ich ahnte, wie Billys Verschwinden und der Selbstmord der Mutter zusammenhingen, war ich am Ende vom ganzen Ausmaß der Tragödie überrascht. Ich ahnte zwar früh, dass der einzige Verdächtige nicht der Entführer oder gar Mörder des Jungen sein wird, konnte aber nicht erahnen, wer wirklich hinter allem steckt. Das Buch ist zu Anfang in abwechselnden Kapiteln einmal mit den Ereignissen von 1983 und einmal mit Veronikas Leben 20 Jahre später geschrieben, so dass man erst nach und nach hinter die Geschichte blickt. Außerdem sind kurze Liebesbriefe ohne Nennung von Namen zwischen den Kapiteln abgedruckt, die man zunächst niemandem zuordnen kann. Erst mit Veronikas Heimkehr ändert sich der Schreibstil und bleibt im Heute. Der Schluss ist sehr spannend und bringt alle Geheimnisse ans Tageslicht.

Das Buch hat mich sehr aufgewühlt und traurig gemacht, mich aber auch sehr gut unterhalten. Ein etwas anderer Krimi, der aber sehr spannend und lesenswert ist.

misery3103, 23.04.2018
↑ nach oben