Verlagsgruppe Droemer Knaur



Marienfelde

9783426451038
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E-Book, Droemer eBook
01.11.2018, 480 S.

ISBN: 978-3-426-45103-8
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Roman

Ein hochemotionaler Roman über die Anfänge der Bundesrepublik Deutschland von Corinna Mell – und zugleich die Geschichte unserer Mütter und Großmütter

1952 besucht die 16-jährige Sonja eine Bräuteschule am Wannsee: Ehefrau und Mutter möchte sie werden, wie ihre Eltern sich das wünschen und wie es im Nachkriegsdeutschland die Perspektive für die meisten jungen Frauen ist.. Es ist Sonjas Onkel Helmut, der sich im Osten Berlins für ein freies, gerechteres Deutschland einsetzt, der erste Zweifel weckt. Sollte an seinen Parolen von Gleichheit und der Macht der Arbeiter etwas dran sein? Doch nach der Niederschlagung des Arbeiteraufstands vom 17.Juni 1953 gehen Sonja die Augen auf, und die flüchtet geschockt und verängstigt zurück nach Westberlin. Voller Hingabe beginnt sie sich im Notaufnahmelager Marienfelde für Menschen einzusetzen, die der DDR den Rücken gekehrt haben. Doch dann untersagt ihr Mann ihr die Berufstätigkeit, und Sonja steht an einem Scheideweg.

Die Autorin

Corinna Mell

Portrait von  Corinna Mell

Corinna Mell wurde Ende der fünfziger Jahre in der Nähe von Osnabrück geboren. Ihre berufliche Laufbahn begann im Einzelhandel, und ihre ersten...

zur Autorin Bücher von Corinna Mell

Pressestimmen

"Ein sehr emotionaler und historisch interessanter Roman, der uns die Geschichte junger Frauen in Berlin Anfang der 50ger Jahre anhand der 16-jährigen Sonja näherbringt."

Super Freizeit, 01.03.2019

Lesetipps

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Eine interessante und berührende Geschichte

 

"Marienfelde" aus der Feder der Autorin Corinna Mell  ist eine interessante, spannende und berührende Geschichte, die uns ein Stück deutscher Geschichte nahe bringt.

Der Inhalt: Die 16jährige Sonja hat große Träume nach ihrem Schulabschluss. Doch diese zerplatzen wie Seifenblasen. Ihre Eltern, die ein eigenes Autohaus eröffnen, schicken sie auf eine Bräuteschule am Wannsee. Hier soll Sonja alles lernen, was man als gute Ehefrau und Mutter wissen muss. Ihr Onkel Helmut, der sich im Osten Berlins für ein freies und gerechteres Deutschland einsetzt, zeigt ihr auch andere Möglichkeiten. Doch dann wird Sonja Zeugin der Niederschlagung des Arbeiteraufstandes vom 17. Juni 1953. Entsetzt und zu tiefst schockiert kehrt sie nach Westberlin zurück. Einige Jahre später, als sie bereits verheiratet ist, setzt sie sich im Notaufnahmelager Marienfelde für DDr-Exilanten ein. Das gefällt ihrem Ehemann nicht besonders. Und sie muss sich entscheiden .....

Noch jetzt nach Beendigung des Buches bin ich tief beeindruckt und erschüttert. Der Schreibstil der Autorin ist einfach spitzenmäßig. Sie lässt den Leser sofort in die Geschichte eintauchen. Diese hat mich gefangengenommen und nicht mehr losgelassen. Es stürmen jede Menge Emotionen auf mich ein. Vor meinem inneren Auge läuft alles wie im Film ab. Ich sehe Sonja inmitten ihrer Freundinnen als junges Mädchen, mit all ihren Wünschen und Träumen. Doch sie widersetzt sich den Eltern nicht und besucht das Internat. Beeindruckt hat mich auch ihre Tätigkeit in Marienfelde. Der Autorin ist es gelungen deutsche Zeitgeschichte wieder lebendig werden zu lassen. Ich bekommen jetzt noch Gänsehautfeeling wenn ich mir bestimmte Szenen vorstelle. Man erlebt den Mauerbau 1961 und hat das Gefühl live dabei zu sein. Einfach dramatisch! Und was sich dann alles abgespielt hat, ist wirklich unvorstellbar. Sonjas Geschichte hat mich wirklich manchmal zu Tränen gerührt. Eine sehr gefühlvolle Geschichte, die unter die Haut geht.

Eine atemberaubende Lektüre, die uns die Geschichte der frühen Jahre der Bundesrepublik Deutschland wieder näher bringt. Wirklich ein Lesevergnügen der Extraklasse. Gerne vergebe ich für diese interessante Lektüre 5 Sterne.

zauberblume, 03.02.2019

Schon nach wenigen Seiten wusste ich, dass ich den Roman innerhalb von kurzer Zeit ausgelesen haben werde, die

Schreibweise war wirklich toll. Locker und leicht, die Charaktere haben sich untereinander sehr lebhaft und authentisch miteinander unterhalten. Dazu wurden geschickt geschichtliche Fakten eingebunden, die niemals in einem zu großen Maß aufgetaucht sind. Dadurch hält sich die Fiktion mit der wahren Geschichte die Waage.

Ich fand es schade, dass der Klappentext ein wenig in die Irre führt. Ich bin davon ausgegangen, dass die Handlung sich viel mehr um das Aufnahmelager Marienfelde drehen wird und die Vorgänge, die sich dort abspielen. Mit vielen Beispielen, die auch so hätten stattfinden können. Letztendlich hat ein überschaubarer Teil in dem Lager stattgefunden, viel mehr im Mittelpunkt schien der Lebensstil und die Verhältnisse untereinander zu stehen.

Bisher hatte ich noch nie etwas von Bräuteschulen gehört und konnte mich zwar vorstellen, was sie dort lernen, war aber überrascht, dass sie dort auch leben und kaum eine ruhige Minute hatten. Ich war richtig traurig, als Sonjas Zeit dort so abrupt geendet hat, darüber hätte ich gerne noch mehr erfahren.

 

Der Roman wurde in zwei Teile gegliedert, im ersten Teil lernt man Sonja als ledige, junge Frau kennen, die Erwachsen wird und sich vermehrt Gedanken über die Zukunft macht. Dann gibt es einen Zeitsprung von acht Jahren, in denen Sonja nicht nur heiratet und Kinder kriegt, sondern sich die politische Situation ganz schön verändert. Die zwei Teile spiegeln sehr gut die Lage wieder. Während im ersten Teil vieles locker und unbeschwerter geschildert wird, scheint sich der Ton mit der Zeit zu ändern. Im zweiten Teil gibt es mehr Konflikte und Ernsthaftigkeit macht sich breit. Dazu passend wir die Mauer gebaut und auch in ganz Deutschland verändert sich die Stimmung.

 

Im Mittelpunkt des ganzen Geschehens steht Sonja, die wir als Leser im Alter von 16 Jahren kennenlernen. Als junges Mädchen, mit ganz klaren Plänen und Zielen, sie wusste genau, was sie will. Schließlich begleitet man sie durch einen Teil ihres Erwachsenenlebens, als Ehefrau und zweifache Mutter. Anfangs fand ich Sonja wirklich toll, ohne Vorbehalte, sie wirkte auf mich erwachsen und zielstrebig. Doch irgendwann fand ich leider, dass sie einen Teil ihres Charmes eingebüßt hat. Angefangen hat das mit ihren Plänen, die sie ein paar Mal geändert hat und immer wieder behauptet hat, dass sie nun das Richtige gefunden hat. Das hatte für mich die Folge, dass ich sie kritischer betrachtet habe, aber immer habe ich die Geschichte mit Interesse verfolgt.

Die anderen Charaktere fand ich ganz nett, sie waren nicht so ausführlich ausgearbeitet wie Sonja, aber angenehme Genossen. Besonders gut fand ich es, dass e

MarySophie, 09.01.2019

Sonja strebt dem idealen Frauenbild zu - sie besucht eine Bräuteschule und setzt somit die Grundlage für

das perfekte Dasein als Ehefrau und Mutter. 

Doch Onkel Helmut säht erste Zweifel an diesem vorgefertigen Bild und die Risse stimmen Sonja nachdenklich. 

Sie wendet sich vom Klischee Kinder, Küche, Kirche ab und kümmert sich deshalb lieber ab sofort im Notaufnahmelager Marienfelde um Menschen, die der DDR und ihrem Regime den Rücken zugekehrt haben. Eine Entscheidung, die nicht ohne Folgen bleibt…

 

Der Klappentext weckt meine Neugier und verspricht eine spannende, aufreibende Lektüre. Doch hier passt einfach nichts zusammen, denn die Schilderung auf dem Buchrücken hat nichts mit der Geschichte gemein, die ich gelesen habe. Ein völlig irreführendes Bild, dass dort vermittelt wird.

Die Figuren sind eindimensional und blass angelegt, bewegen sich in einer Art Zeitstrahl, der ohne jegliche Spannung einfach nur abgeleiert und emotionslos aufgezählt wird. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mich in einer langweiligen Geschichtsstunde in der Schule befinde und schaue lieber aus dem Fenster, als der Erzählung zu folgen.

Die Handlung gleicht eher einer monotonen Litanei, die jegliche Begeisterung im Keim tötet. Es wirkt fast so, als habe man eine gute Idee schnell auf ein paar Blätter Papier geworfen, um dann huschhusch fertig zu sein. Ein buntes Bilchen als hübsche Verpackung, fertig ist da Buch.

Ich glaube, dass kann die Autorin sicher besser und es sollte an eine Überarbeitung des Buches gedacht werden.

Für mich die größte Enttäuschung 2018 :-(

 

Herzlichen Dank an den Verlag, der mir dieses Leseexemplar kostenfrei über NetGalley zur Verfügung gestellt hat. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.

 

#Marienfelde #NetGalleyDE

katikatharinenhof, 29.12.2018
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