Verlagsgruppe Droemer Knaur



Dreckiger Schnee

9783426522103
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Klappenbroschur, Knaur TB
03.09.2018, 432 S.

ISBN: 978-3-426-52210-3
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Thriller

Drogen-Sumpf, Bandenkrieg und Polizei-Korruption in Manchester. Das spannende Thriller-Debüt von Joseph Knox – »Ein Kraftpaket von einem Thriller.« (Val McDermid)

Der erste Fall für Detective Aidan Waits in Manchester.

Isabelle Rossiter, die Tochter eines einflussreichen Politikers, ist von zu Hause ausgerissen. Detective Aidan Waits, bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen, soll sie wiederfinden. Seine Suche auf den nächtlichen Straßen Manchesters führt ihn in einen Sumpf von Drogen und Gewalt: Offenbar setzt ein mächtiger Dealer minderjährige Mädchen, sogenannte »Sirenen«, als Drogen-Kuriere ein, und nicht nur eine von ihnen ist verschwunden. Aidan Waits dämmert, dass Isabelle mit voller Absicht untergetaucht ist, um ihr Leben zu retten. Und auch sein eigenes hängt am seidenen Faden.

Ein zwielichtiges Spiel in den Grauzonen des Gesetzes beginnt. Aidan Waits muss aufs Ganze gehen, um die Wahrheit herauszufinden, und stößt dabei auf ein Geflecht dunkler Machenschaften …

»Knox zeichnet Manchester so ausdrucksstark und kompromisslos wie Ian Rankin sein Edinburgh.« Guardian

Der Autor

Joseph Knox

Portrait von  Joseph Knox

Joseph Knox ist Buchhändler, spezialisiert auf Spannung, wuchs in der Gegend von Stoke und Manchester in England auf und lebt gegenwärtig in London....

zum Autor Bücher von Joseph Knox

Weitere Teile der Reihe "Aidan Waits ermittelt"

Pressestimmen

"Liebe unter Wasser und Flucht vor dem Militär"

Belletristik Couch.de, 07.09.2018

"Wer knallharte, düstere Thriller mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen - wir warten bereits gespannt auf den nächsten Fall mit Detective Aidan Watts!"

BuchMarkt, 01.09.2018

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Gelungenes Debüt ****

Da Freunde von uns in der Nähe leben, hat mich dieses Buch sehr angesprochen, aber auch aufgrund des Klappentextes, der mich sehr neugierig gemacht hat. Der Debütroman des englischen Autors Joseph Knox ist gelungen und macht Lust auf mehr aus der Feder dieses Schriftstellers, auch wenn noch nicht alles ganz perfekt ist.

Die Geschichte dreht sich um Gewalt, Macht, Korruption und Gier, es geht um Drogen und Prostitution und bietet dem Leser Spannung bis zum Ende. Der Schluss hat mich wirklich überzeugt, auch wenn der Roman zwischendrin einige Längen hat. Aber richtig gestört hat mich das nicht und schon gar nicht bei einem Erstling.

Ich mochte die Hauptfigur Aidan Waits und konnte gut nachvollziehen, wie sehr er sich unter Druck fühlt und dass alles nicht so einfach ist. Auch ist nicht immer alles so, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte. Und manchmal ist es auch schwer, die Wahrheit zwischen all den vielen Lügen zu finden.

Die vielen verschiedenen Charaktere im Buch haben mir gut gefallen und fördern die Spannung und das Interesse an der Handlung. Ebenfalls gefallen hat mir die etwas melancholische und düstere Stimmung des Buches, das mich immer wieder an die skandinavischen Autoren erinnert hat.

Ein schöner Auftakt, den ich gerne gelesen habe, und nun hoffe ich, dass von diesem Autor noch viel mehr kommt!

Streiflicht, 29.11.2018

Ich bin froh, dass ich dieses Buch endlich beendet habe. Auch habe ich viel länger benötigt als sonst. Die

Idee and er Story ist ganz gut aber der Stil, die Aufmachung und alles sit doch sehr wirr und macht nicht wirklich Spaß zum lesen. Irgendwie kommt es einem vor als würde die Geschichte ständig hin und her springen und nichts wirklich zu Ende erzählt werden. Dies passt allerdings recht gut zum Drogen Milieu in dem das ganze spielt. Ein bisschen kommt einem schon so vor als wäre man gerade High wenn man es liest. Auch kommt finde ich die klischeehafte graue, bedrückende Stimmung englischer Städte gut zur Geltung. Schöne Sonnentage bildet das Kopfkino nicht, die würden aber auch nicht reinpassen.

Dorfkind.Heldin, 04.10.2018

Nichts ist, wie es scheint

 

Detective Aiden Waits wird dabei erwischt, wie er Koks aus der Asservatenkammer entwendet. Sein Vorgesetzter Paars bietet ihm die Wahl zwischen Gefägnis und Undercover-Einsatz im Drogenmilieu von Manchester. Waits entscheidet sich für den Einsatz. Gleichzeitig soll er ein Auge auf Isabell Rossiter haben, die minderjährige Tochter eines angesehenen Politikers. Sie ist bereits vor einem Monat von Zuhause ausgerissen und wohnt im Haus des Drogenbosses Carver, gegen den Waits Beweise sammeln soll. Waits gelingt es tatsächlich Kontak mirt ihr aufzunehmen. Als Waits feststellt,dass Isabell für Carver als Drogenkurier arbeitet und offensichtlich von Zuhause geflohen ist, möchte er ihr helfen. Sollte ihr Vater sie missbraucht haben ? bevor Waits etwas unternehmen kann, stirbt Isabell an einer Überdosis. Parallel zu diesen Ereignis scheint es zu einem Bandenkrieg zu kommen, in dem Carver den kürzeren zu ziehen scheint. Waits hat sich inzwischen in das Mädchen Catherine aus dem engen Umfeld Carvers verliebt. Als sie als Geisel genommen und mit dem Tode bedroht wird, versucht Waits alles, um ihr Leben zu retten. Doch alle scheinen sich von ihm abzuwenden und er ist auf sich allein gestellt.

Die Geschichte ist sehr düster. Niemand ist eindeutig gut, sondern alle bewegen sich in einer dunklen Grauzone. Waits ist in meinen Augen ein guter Polizist, der aus hehren Motiven den beruf ergriffen hat. Als er mit der bitteren Realität konfrontiert wird, gerät sein Leben in eine rasante Abwärtsbewegung. Jeder Versuch, das Richtige zu tun, zieht ihn tiefer in den kriminellen Sumpf. Er erkennt, dass er von allen nur benutzt und manipuliert wurde, auch von seinem Vorgesetzten. fast zu spät geht er seinen eigenen Weg und muss doch erfahren, dass nichts so ist, wie es schien.

Ich fand den Krimi absolut spannend und lesenswert, gerade auch wegen dem überraschenden und doch eher deprimierenden Ende.

Leseratte, 18.09.2018

Nicht nur das alte Industrierevier von Manchester ist kaputt in Joseph Knox´s Thriller "Dreckiger

Schnee". Sein Protagonist, der Undercover-Polizist Aidan Waits, ermittelt gegen einen Drogendealer, ist als vermeintlich korrupter Polizist offiziell aus dem Dienst geflogen und auf sich gestellt. Als Extra-Auftrag soll er zudem noch die erst 17 Jahre alte Politiker-Tochter Isabell aus dem Drogensumpf holen.

Als Ritter in schimmernder Rüstung ist Waits nicht gerade die Idealbesetzung. Das ehemalige Heimkind schleppt nicht nur eine kaputte Kindheit als emotionales Gepäck mit sich herum, sein Konsum von Speed und Wodka wirft die Frage auf, wie er überhaupt noch den Durchblick haben kann.

Ein angeknackster, labiler Held, schillernde Charaktere im Drogenmilieu, schöne und teils geheimnisvolle Frauen und die Tristesse einer Industriestadt im Abwärtssog schaffen eine düstere Atmosphäre. Wem kann der Ermittler noch trauen, der sich schon bald nicht mehr wirklich eindeutig auf der Seite des Gesetzes bewegt und um sein eigenes Leben fürchten muss?

Manches ist ein wenig überfrachtet und überdramatisiert, doch Knox hat einen spannenden harten Thriller geschrieben, der auch noch für ein paar Überraschungen gut ist.

Eva Krafczyk, 03.09.2018

Anfangs verwirrend

 

            Das Cover ist schlicht, aber passt hervorragend zum Buch. Das ist gelungen würde ich sagen. 

Es fiel mir schwer in das Buch hinein zu kommen. Anfangs war es doch ziemlich verwirrend mit der doppelten Ermittlung von Aidan Waits. Es war nicht leicht da durchzusteigen. 
Auch ansonsten hat es mich anfangs gar nicht gepackt. Nach ungefähr der Hälfte des Buches wurde es allerdings besser. Klarer, verständlicher und insgesamt auch interessanter. 
Joseph Knox hat gut verwirrende Spuren gelegt und immer wieder überrascht. 

Ein etwas düsteres Buch, was die Drogenwelt mit all ihrer Macht, Gewalt, Betrug, und mehr gut aufzeigt. 

Der Hauptprotagonist Detective Aidan Waits ging mir gehörig auf die Nerven. Dieser ständige Konsum von Alkohol und Drogen hat ihn mir einfach wahnsinnig unsympathisch gemacht und ich habe keinerlei Mitleid oder ähnliches für ihn empfunden. 

Fazit: Für ein Debüt ganz ordentlich. Ein holpriger Start, aber es wurde mit der Zeit besser. Von dem Autor könnte noch was kommen. 

        

Lovebambaren, 02.09.2018

Wisst Ihr, was „Dreckiger Schnee“ ist? Es ist mit einem tödlichen Gift versetztes Heroin

 

Das garantiert einen qualvollen aber sicheren Tod. Und falls man doch überlebt, dann wird man seines Lebens auch nicht mehr froh. In Manchester taucht plötzlich dreckiger Schnee auf. Jugendliche spritzen es sich auf einer Party und sterben unter grausamen Schmerzen oder überleben aber nur nach Amputation der Gliedmaßen in die sie sich das Heroin injiziert hatten. Der Drogenpate von Manchester ist längst im Visier der Polizei, doch er erfährt jedes Mal wenn die Ermittler gegen ihn vorrücken wollen. Es ist klar, Zain Carver hat einen Informanten der ihn warnt.  Ein verdeckter Ermittler wird auf ihn angesetzt. Gleichzeitig wird Aidan Waits beauftragt die minderjährige Tochter eines hohen Politikers ausfindig zu machen, denn Isabelle Rossiter ist von daheim abgehauen. Ist es Zufall dass sich Isabelle im Dunstkreis des Drogenpaten bewegt?  Zeitweise in seinem Haus wohnt und danach in einer Wohnung die ihm gehört? Waits findet heraus dass eine andere Drogenbande vom Stadtrand von Carver das Geschäft übernehmen und ins Stadtinnere vorrücken will. Doch wieso taucht das versetzte Heroin immer wieder auf? Besteht da ein Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen und dem Verschwinden einer jungen Frau zehn Jahre zuvor? Die Auflösung, wie bei jedem guten Krimi / Thriller erfahren wir nur am Ende. Aber der Weg bis dahin ist mit Leichen und Enthüllungen übersät und sehr spannend.

Die Personen die im Roman agieren haben längst keine Illusionen auf eine bessere Zukunft mehr.  Und genauso kommen sie auch rüber. Sehr präzise gezeichnet, verlieren sie keine überflüssigen Worte. Das Meiste bleibt eh ungesagt. Gefühle, Schmerzen, Worte werden unterdrückt, offenbaren sich nur in einer Geste oder in einem Blick. Das erinnert an Hemingway, dessen Gestalten ähnlich aufgebaut sind.

Ohne das englische Original gelesen zu haben, finde ich die Übersetzung von Andrea O’Brien gelungen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl eine Übertragung zu lesen und musste mich nie fragen, was Knox wohl sagen wollte und was die Übersetzung aus der ursprünglichen Aussage gemacht hat.  Die Sprache ist dem Kontext und Milieu total angepasst, ohne aber in die untersten Etagen des Wortschatzes abzudriften. Emotionslos, knapp, manchmal erinnert sie an einen Tatsachenbericht. In ihrer Kargheit unterstreicht die Sprache die düstere Atmosphäre des Buches. Dazu passt auch das Titelbild: ein weißes Pulverkreuz auf schwarzem Hintergrund. Der dreckige Schnee wirkt sehr weiß aber keinesfalls harmlos. Und die Innenseite des Klappenumschlags unterstreicht die dunkle Stimmung noch mehr.

Ein spannender Thriller mit einer wie erwartet unerwarteten Lösung

kleine hexe, 02.09.2018

Aidan Waits ist Polizist in Manchester, doch dann baut er Mist und findet sich plötzlich in einem anderen Teil

der Stadt wieder. Dem Teil der Stadt wo die Drogen regieren und Zain Carver.

 

Das Cover ist recht minimalistisch gestaltet und doch springt es ins Auge. Mit seinem Drogenkreuz auf schwarzem Grund und dem roten Titel finde ich das Cover sehr ansprechend und es gefällt mir sehr gut.

 

Erzählt wird die Geschichte durch den Ich-Erzähler Aidan Waits. Einen krimitypischen, problembeladenen (Ex)-Polizisten, der sich nicht zu schade dafür ist sich tiefer in die Drogenszene zu verstricken als gut für ihn ist. Aber es lässt sich nicht bestreiten, das er über eine gute Beobachtungsgabe verfügt, auch wenn die einem wenig nützt, wenn man in einer Welt gelandet ist, in der Probleme auch gerne mal mit den Fäusten geklärt werden.

Neben Aidan begegnet man auf den 400 Seiten dieses Buch den unterschiedlichsten Charakteren. Da wären sein ehemaliger Vorgesetzter – unsympathischer Kerl -, ein Justizminister, der seine Tochter sucht oder ein Barmanager, der Aidan irgendwie bekannt vorkommt und noch einige andere. Die einzelnen Charaktere sind gut gezeichnet und überzeugen jeder auf seine Art. Dabei ist des dem Autoren auch gelungen mit den Sympathien zu spielen, so das ich schon mal nicht wusste, ob ich die Person mag oder nicht, die mir da gerade auf den Seiten begegnet ist.

 

Vom Schreibstil her brauchte ich ein paar Seiten um mich zurechtzufinden, aber dann entwickelte das Buch sich zu einen Pageturner, der mich mit seinen oft eher melancholischen und trostlosen Szenarien in seinen Bann zog. Sowieso ist das ganze Setting des Buches recht düster und beleuchtet eher die Schattenseiten, die in die sich selten bis nie ein Sonnenstrahl verirrt. Und die Waits dazu zwingen zwischen den ganzen Lügen, die diese Welt zusammenhalten, nach der Wahrheit zu suchen.

Joseph Knox konnte mich mit seinem Debüt definitiv überzeugen.

Lesekatze, 02.09.2018

Kein schwarz oder weiß, schon gar kein Great Britain, sondern ein schmutziges Grey

Britain!

Aidan Waits arbeitet als verdeckter Ermittler für zwei Aufträge, die etwas gemeinsam haben: Zain Carver. Ein Drogendealer. Weil er aus der Asservatenkammer Speed gestohlen hat, wird er von seinem Vorgesetzten in diese verdeckte Ermittlerrolle abkommandiert. Zugleich setzt ihn der Justizminister Rossiter auf seine Tochter Isabelle an, die abgehauen ist und sich in Fairview aufhält. Beide Ermittlungen führen in die Londoner Drogenszene und da geht es ziemlich rau, sehr schmutzig und verdammt dreckig zu. Denn bald erscheinen auch die Burnsiders wieder auf Londons Straßen und es droht ein Bandenkrieg.

Jospeh Knox weiß seine Leser zu überzeugen. Kein Wunder, er ist Buchhändler für Spannungsliteratur. Und seine Hauptfigur Aidan Waits passt in diese schmutzige Unterwelt perfekt rein, denn noch mehr Ecken und Kanten kann eine Figur gar nicht haben. Bei seinen Polizistenkollegen zählt er als korrupt, in der Unterwelt trifft man ihn selten ohne Speed und Alkohol an. Und noch seltener ohne Veilchen im Gesicht, denn er bekommt so ziemlich im Dauerfeuer neue verpasst.

Irgendwie passt er in keine der Welten, und doch schlägt er sich durch. Wenn er nicht gerade bis zur Besinnungslosigkeit gesoffen hat. 

Knox nimmt seine Figur hart ran, führt ihn und den Leser weit abseits der Touristenattraktionen und zeigt den Überlebenskampf nicht im Great, sondern im Grey Britain. Das kommt ohne Schwarz-Weiß-Denken aus, denn alle sind ziemlich schwer zu durchschauen und führt in eine vielschichtige, gangstertaugliche, sehr graue, absolut schmutzige Geschichte. Dazu dieser trostlose Stil für die hoffnungslose Geschichte inmitten dieser schmutzigen Drogengeschäfte.

Das macht Spaß, das unterhält, das bleibt in Erinnerung. Warum ein Great Britain, wenn man Grey Britain haben kann? Joseph Knox sollte man im Auge behalten, wenn man mehr Grey Britain tanken möchte.

Schurken.blog, 27.08.2018

Leider konnte mich der Debüt-Roman von Joseph Knox nicht so richtig überzeugen. Das tolle Cover und der

Klappentext hatten mich auf mehr hoffen lassen. 
Zum einen ist die Handlung nicht wirklich überzeugend. Gerade das Ende, dass sicherlich sehr überraschend ist, wirkt auf mich sehr konstruiert und zurecht gebastelt.
Zum anderen bleiben die Charaktere des Romans doch sehr blass. Allen voran Detectiv Aidan Waits. So richtig Sympathie will einfach nicht aufkommen und das ist mir bei Krimis und Thrillern besonders wichtig. 
Was für mich die zwei Sterne rechtfertigt, ist die gut geschriebene düstere Stimmung. Die dunkle Seite einer Großstadt wie Manchester wird überzeugend dargestellt. 
In Summe hat der Roman mich dennoch nicht begeistert.

Anne H., 26.08.2018

Schmutziges, schockierendes Debüt

Detective Aidan Waits, selbst drogensüchtig, wird auf der Suche nach einer verschwundenen Politiker-Tochter in einen Sumpf von Drogen und Gewalt geführt. Wie es scheint, ist die vermisste Isabelle nicht umsonst abgetaucht...

Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist schlicht gehalten, aber dadurch umso überzeugender. Es ist wie ein aufgeschlitztes Heroin-/Kokain-Paket gestaltet, was wunderbar zur Geschichte und zum Titel passt. Dreckiger Schnee bedeutet nämlich mit Gift o.Ä. verunreinigtes Heroin.

Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit legt sich das und das Geschehen wird immer rasanter.
Die Kapitel sind kurz und knackig, sie animieren einen dazu, immer weiterzulesen.
Der Prolog facht die Neugier sofort an, man fragt sich, was wohl geschehen ist und möchte es unbedingt erfahren. Die Informationen bekommt man nur häppchenweise, was am Anfang noch etwas verwirrend ist, aber je weiter man in der Geschichte vordringt, desto klarer werden die Zusammenhänge.
Detective Aidan Waits ist nicht nur durch seine Drogensucht ein ungewöhnlicher Ermittler, er bewegt sich stark am Rande der Legalität. Die Schilderungen der Drogenszene und der Gewalt sind sehr eindringlich und schockierend, dadurch äußerst authentisch.
Die Auflösung ist in sich schlüssig, doch endet nicht für alle Beteiligten in einem Happy End.

Trotz der ungewohnten Erzählweise kann ich dieses Buch nur empfehlen und freue mich schon auf den nächsten Band! 4,5 Sterne.

niggeldi, 26.08.2018

Nach seiner Suspendierung wird der Polizist Aidan Waits von seinem Chef undercover auf die Spur der verschwundenen

Politikertochter Isabelle Rossiter angesetzt. Sie soll beim Gangsterboss Zain Carver untergekommen sein, der die Mädchen gerne als Geldeintreiberinnen benutzt. Aidan findet sie dort, aber nicht nur sie. Und die Wahrheit scheint eine ganz andere zu sein.

„Dreckiger Schnee“ ist ein dreckiger Thriller. Drogen, Korruption, Mord, all das in einer Umgebung, die so trostlos geschildert wird, dass man den Dreck und die Verwahrlosung hautnah spüren kann. Und Aidan ist all den Verlockungen nicht abgeneigt, nimmt Drogen und trinkt, was das Zeug hält. Dabei versucht er, Isabelle aus dem Leben zu befreien, das sie sich scheinbar selbst ausgesucht hat. Und Aidan muss herausfinden, warum das reiche Mädchen lieber in der Gesellschaft von Gangstern haust als nach Hause zu gehen. Aidans Ermittlungen sind voller Schmutz und Gefahren, und bald muss er erkennen, dass andere die Fäden ziehen und Zain Carver nicht der Bösewicht in der Geschichte ist.

In das Buch muss man sich erst ein bisschen einlesen. Der Schreibstil ist nicht so gefällig, aber wirklich interessant. Die Kapitel sind kurz, so dass man schnell von einer Situation in die nächste springt, während Aidan seine Ermittlungen fortführt. Ab einem gewissen Punkt habe ich die Geschichte dann allerdings verschlungen, denn auch ich wollte wissen, was es mit Zain Carver, den für ihn arbeitenden Mädchen, dem dreckigen Heroin und der Korruption innerhalb der Polizei auf sich hat. Aidan ist kein Charakter, den man sofort ins Herz schließt, aber er setzt sich für die Schwachen ein, versucht, die Mädchen aus Carvers Nähe zu bringen. Er scheitert oft, doch er gibt nicht auf, bis er die Machenschaften im Hintergrund aufgedeckt hat.

Für mich ein wirklich gut unterhaltender, etwas anderer Thriller. Man muss mit Dreck und Gewalt, Drogen und Mord umgehen können, dann kann man das Buch wirklich genießen. Toller Schreibstil, überzeugende Geschichte. Gut!

misery3103, 24.08.2018

Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt auf einem schwarzen Hintergrund ein weißes Kreuz, da sich so

anfühlt, wie wenn man es mit einem Messer hineingeritzt hätte.

Zum Inhalt: Detective Constable Aidan Waits ist offiziell suspendiert, weil er als korrupt gilt. Nun soll er die verschwundene Tochter Isabelle des Politikers David Rossiter finden und zur Rückkehr bewegen. Das wird schwierig, da Isabelle mit dem Drogenbaron Zain Carver liiert ist. Aidan entwickelt sich zum Doppelagenten. Einerseits soll er seinem Polizeichef sagen, wer von seinen Kollegen wirklich korrupt ist und von Zain geschmiert wird, andererseits soll er sich Zains Vertrauen erschleichen. Das ist ein schwieriger Spagat. Aidan versinkt immer mehr in Drogen, Sex und Gewalt.

Wer hat Isabelle umgebracht, die an einer Überdosis gestorben ist. Außerdem stellt sich heraus, dass sie wohl sexuell missbraucht wurde und schwanger ist. Von wem? Und was hat das Ganze mit Zains ehemaliger Freundin Joanna Greenlaw zu tun, die vor zehn Jahren spurlos verschwunden ist?

Die Handlung plätschert so dahin, ich konnte mit dem Schreibstil von Knox leider nicht so viel anfangen. Gegen Schluss steigt die Spannung zwar etwas an, aber die Lösung erscheint mir zu konstruiert. Die Lektüre war leider nicht so meins, aber es gibt sicher Leser, denen das Buch besser gefallen wird als mir.

Gerda, 22.08.2018

Sex und Drogen und Gewalt

Der Einstieg ist etwas verwirrend. Danach ein Rückblick in die Vergangenheit. Detective Aidan Waits arbeitet undercover im Drogenmilieu. Außerdem soll er die verschwundene Tochter eines Abgeordneten wiederfinden. Isabelle war zuletzt als Geldeintreiberin für einen Drogenboss im Einsatz.

Joseph Knox zeigt in seinem Debütroman ein gewalttätiges Manchester. Mit dreckigem Schnee ist dreckiges oder schmutziges Heroin gemeint. Also Heroin von schlechter Qualität. Heroin verschnitten mit einer toxischen Mixtur. „Dreckiger Schnee“ ist ein dreckiger Krimi. Es geht um ein tödliches Netz aus Bestechung und Korruption, in das auch Politiker und Polizei verstrickt zu sein scheinen.

Aidan Waits tappt im Dunkeln, wird überfallen und bedroht. Doch er überlebt. Dabei lässt es der Autor richtig krachen. Waits ist ein interessanter Charakter. Kein Superheld. Aber er verbeißt sich in den Fall. Und so fiebert und leidet man mit ihm mit. Nebenbei klärt er auch noch einen alten Fall.

Eigentlich hat „Dreckiger Schnee“ alles, was einen guten Thriller ausmacht - und das in einer kraftvollen Sprache. Aber es liest sich auch ein bisschen wie eine Gebrauchsanleitung für Drogen. Interessant fand ich, dass in manchen Bars UV-Licht verwendet wird, damit Süchtige, die spritzen wollen, ihre Venen nicht finden können. Nichtdestotrotz lässt mich das Ende etwas zwiespältig zurück.

Fazit: Drogen. Drogen. Drogen. Sex und Gewalt. Ein Detective auf Speed. Nee, nee, nee. Das war mir ein bisschen "too much".

Susanne, 20.08.2018

Nicht so ganz meins

Detective Constable Aidan Waits bekommt vom Abgeordneten David Rossiter MP den Auftrag dessen 17-jährige Tochter Isabelle ausfindig zu machen und nachhause zu bringen. Auf seiner Suche stößt Waits auf einen Sumpf aus Drogen, Sex und Gewalt.

Obwohl mir die Leseprobe zum Buch sehr gut gefallen hat, bin ich in die Geschichte nur sehr schwer reingekommen. Gerade den Anfang finde ich sehr zäh und langatmig. Aber auch die Geschichte hat für mich, bis kurz vor Schluss, keinen Reiz entwickelt und mich nicht einfangen können. Die Spannung, die sich langsam aufgebaut hatte, fiel immer wieder zusammen.

Vielleicht bin ich mit Mitte 60 einfach nicht das richtige Klientel für eine solche Art von Thriller. Ich fühle mich zwischen all den Drogen konsumierenden, durchgeknallten, saufenden, prügelnden jungen Menschen in den Discos und den Bars der Organisation oder den Burnsiders einfach nicht wohl.

Ich habe bis hierher auch selten ein Buch gelesen, wo es fast nur Personen gibt, die mir zutiefst unsympathisch sind. Egal ob Aidan Waits, bei dem hier und da auch mal sympatische Seiten hervorblitzen, sein Vorgesetzter Superintendent Parrs, Drogenboss Zain Carver, die „Sirenen“, die mir nicht mal leid tun, Glen Smithson, oder David Rossiter – alle hinterlassen bei mir einen abstoßenden, sehr negativen Eindruck. Sogar die Stadt Manchester vermittelt mir ein hässliches, unwohnliches Bild von sich.

Trotzdem habe ich tapfer durchgehalten und es nicht bereut. Auf den letzten ca. 150 Seiten nimmt die Geschichte an Fahrt auf, baut mit jeder Seite etwas mehr Spannung auf und ich verstehe mich langsam besser mit Aidan Waits.

Ein Thriller mit einigen Überraschungen, zum Teil sehr ungewöhnlichen Protagonisten und einer Geschichte, die bis kurz vor Schluss brauchte um mich zu fesseln.

Hierfür vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

 

gaby2707, 19.08.2018

Aidan Waits ist ein Mann der viele Altlasten mit sich herumschleppt, ein Außenseiter bei der Polizei und auch

in der Gesellschaft. Aber er lässt sich dadurch nie unterkriegen und vielleicht ist er genau der richtige für diesen Fall, der in die Politik und die Finanzwelt führt. Düster, beklemmend und sehr spannend.

Bibliomarie, 31.07.2018
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