Verlagsgruppe Droemer Knaur



Gut Greifenau - Morgenröte

9783426521526
jetzt bestellen Jetzt bestellen
Taschenbuch, Knaur TB
01.03.2019, 576 S.

ISBN: 978-3-426-52152-6
Diese Ausgabe ist lieferbar
9,99
inklusive 7%
Mehrwertsteuer

Roman

Der 3. Band der großen Familien-Saga um das Gut Greifenau von Hanna Caspian voller dramatischer Verwicklungen für alle Leser von Anne Jacobs und alle Fans von Downton-Abbey
1918 ist der Frieden mit Russland in greifbarer Nähe.
Nach einem Mordanschlag ist es fraglich, ob Konstantin das noch erleben wird. Immerhin pflegte die Dorflehrerin Rebecca ihn aufopferungsvoll. Graf Adolphis indes ist verzweifelt. Durch den Kauf von Kriegsanleihen ist das Gut hoch verschuldet.
Gräfin Feodora drängt Katharina zur Hochzeit mit dem Scheusal Ludwig, einem Neffen des Kaisers. Diese Verbindung wird zur Überlebensfrage für Gut Greifenau. Doch Katharinas Herz schlägt für den Industriellensohn Julius. Kurz vor der Hochzeit flieht sie. In Berlin gerät sie mitten in die Wirren der Novemberrevolution.
Der Krieg ist zu Ende und der Kaiser selbst geflohen.
Der Nachfolgeband zu "Gut Greifenau. Nachtfeuer".
Die Gut-Greifenau-Reihe im Überblick:
Band 1: Gut Greifenau - Abendglanz
Band 2: Gut Greifenau - Nachtfeuer
Band 3: Gut Greifenau - Morgenröte

Die Autorin

Hanna Caspian

Portrait von  Hanna Caspian

Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas bevorzugt fast vergessene Themen...

zur Autorin Bücher von Hanna Caspian

Weitere Teile der Reihe "Die Gut-Greifenau-Reihe"

Lesetipps

Du hast dieses Buch schon gelesen? Dann , um es hier weiterempfehlen zu können.

Ein fulminanter Abschluss!

 

"Gut Greifenau - Morgenröte" aus der Feder der Autorin Hanna Caspian ist nun der grandiose Abschluss einer herausragenden Triologie. Schon die ersten beiden Bände wären Lesehighlight, doch der letzte Teil ist einfach spitzenmäßig. Besser geht gar nicht mehr!

Wieder befinden wir uns in Hinterpommern auf Gut Greifenau. Wir befinden uns in großen Zeiten des Umbruchs. Im Jahr 1918 ist der Frieden mit Russland in greifbarer Nähe. Doch dann passiert ein Mordanschlaug auf Konstantin, den ältesten Sohn des Gutsherrn von Gut Greifenau Adolphis von Auwitz-Aarhayn. Nur durch die aufopfernde Pflege der Dorflehrerin Rebecca überlebt Konstantin. Der Gutsherr ist mittlerweile jedoch am Verzweifeln. Hohe Schulden, die durch den Kauf von Kriegsanleihen entstanden sind, treiben das Gut in den Ruin. Daher werden große Hoffnungen in die Hochzeit von Tochter Katharina mit dem Neffen des Kaisers gesetzt. Doch Katharina sträubt sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln den brutalen Ludwig zu heiraten. Ihr Herz ist nämlich anderweitig vergeben, und zwar an den Industriellensohn Julius. Katharina weiß keinen anderen Ausweg und flieht kurz vor der Hochzeit nach Berlin. Doch hier gerät sie ausrechnet in die Wirren der Novemberrevolution.....

Einfach Wahnsinn! So einen herausragenden historischen Roman habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Schon nach den ersten Zeilen taucht man wieder vollkommen in die Geschichte ein und hat das Gefühl auf lauter alte Bekannte, die einem schon bestens vertraut sind, zu treffen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach einzigartig. Sie lässt längst vergangene Geschichte vor meinem inneren Auge wieder lebendig werden. Wie extrem war der Unterschied zwischen Adel und ihren Pächtern. Da kommen beim Lesen so viele Emotionen hoch. An manchen Stellen war ich todtraurig, oft zutiefst berührt, hatte des öfteren ein Gänsehautfeeling. Und bei manchen Begebenheiten konnte ich mir aber auch ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ein perfektes Gesamtpaket. Auch lernen wir wieder die unterschiedlichsten Charaktere kennen. Meine absoluten Lieblinge sind natürlich Katharina und Rebecca. Beides sind starke Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen und für ihre Träume kämpfen. Hut ab! Gehofft und bebangt habe ich mit Konstantin. Ihm wurde es wirklich nicht leicht gemacht. Er hat alle Hände voll zu tun und dann ist da der ständige Kampf mit seiner Mutter Gräfin Feodora. Ihr hätte ich ja auch gerne mal gehörig die Meinung gesagt. Ich habe immer noch das Gefühl live bei den ganzen Ereignisse dabeigewesen zu sein.

Eine fesselnde, packende und unterhaltsame Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert und in ihren Bann gezogen hat. Schade, dass diese Triologie, die auf me

zauberblume, 04.06.2019

1918. Während der 1. Weltkrieg weiter seinen grausamen Finger überall hin ausstreckt und zahlreiche Opfer

fordert, scheint ein Frieden mit Russland in greifbarer Nähe gerückt zu sein. Nachdem Konstantin knapp einem Mordanschlag entgangen ist, aber dennoch schwer verletzt wurde, hängt sein Leben an einem seidenen Faden. Rebecca kümmert sich um seine Versorgung und Pflege. Auch dem Gut geht es schlecht, denn Graf Adolphis hat sich verspekuliert und nun fehlt es an allen Ecken und Enden. Einzig Katharina kann den Ruin noch abwenden, wenn sie mit Ludwig den Neffen des Kaisers heiratet, wozu sie ihre Mutter Feodora regelrecht hineindrängt. Doch Katharina konnte bisher noch ihren Widerstand gegen diese Eheverbindung halten, denn ihre Liebe gilt dem Industriellensohn Julius und veranlasst sie zur Flucht…
„Gut Greifenau – Morgenröte“ ist der finale Band der Greifenau-Trilogie, der den beiden Vorgängern in punkto Spannung, Gefühl und exzellenter historischer Hintergrundrecherche in nichts nachsteht. Der flüssige und fesselnde Erzählstil knüpft nahtlos an die Ereignisse des Vorgängers an. Einem Kinofilm gleich, logiert der Leser sofort wieder als Gast auf Greifenau und folgt sowohl den Bediensteten als auch den höheren Herrschaften auf Schritt und Tritt bei ihren Unternehmungen. Sehr schön lässt die Autorin auch in diesem Teil wieder den Alltag auf dem Gut an dem Leser vorbeiziehen, nicht ohne die Folgen des herrschenden Krieges mit einzubeziehen. Die harte Arbeit der Dienstboten, der Mangel an Lebensmitteln und der drohende Ruin des Gutes hinterlassen bei allen ihre Spuren. Immer neue Überraschungen und Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte den Leser immer wieder vor neue Überlegungen stellt. Alles wirkt so natürlich und realistisch, wie man es nur selten in Romanen findet. Das historische Zeitgeschehen ist während der Lektüre sehr präsent und wunderbar mit der Handlung verwoben. 
Die Charaktere wurden entsprechend der Realität weiterentwickelt, sie alle sind älter geworden, haben einiges erlebt, was ihr Leben geprägt hat. Der Leser fühlt sich nach den Vorgängerbänden bereits als Mitglied des Gutes und schätzt doch recht familiäre Atmosphäre bei den Dienstboten und Familienangehörigen, denn man ist ihnen in besonderer Weise verbunden, hat mit ihnen so manche schwierige Phase erlebt.
„Gut Greifenau – Morgenröte“ ist ein brillianter Abschlussband einer außerordentlichen Trilogie, die sich von Band 1 bis Band 3 ins Herz des Lesers einschleicht und dort kleben bleibt, auch noch lange, nachdem die letzte Seite gelesen ist. Mit einer Träne im Auge gibt es die absolute Leseempfehlung für einen Pageturner der Extraklasse, denn der Abschied tut weh!!!

Dreamworx, 26.04.2019

Wunderbarer dritter Teil

 

Der Krieg nähert sich langsam dem Ende, es sind die Jahre 1917-19. Für alle ist das Leben schwer. Während Konstantin um seine Liebe und sein Leben kämpft, sein Bruder im Krieg dient und seine Schwester den verhassten Neffen des Kaisers heiraten soll, geht das Leben für die einfachen Menschen von Gut Greifenau weiter. Rebecca pflegt Konstantin mit Hingabe, aber kann sie ihm auch verzeihen? Wird sein Vater ihre Beziehung dulden? Und dann sind da ja auch noch die hohen Schulden auf das Landgut. Wie wird es für alle nach dem Krieg weitergehen? Fragen über Fragen.

 

Der dritte Band mit dem Titel „Morgenröte“ schließt nahtlos an seinen Vorgänger „Nachtfeuer“ an. Meiner Meinung nach sollte man die vorangegangenen Bücher gelesen haben, um die Entwicklung der Protagonisten zu verstehen. Auch die zeitlichen Abläufe bauen aufeinander auf. Zu dem ist es pure Unterhaltung, diese Geschichte zu lesen.

 

Die Protagonisten wachsen mit jedem Tag, der vergeht immer mehr. Sie lernen aus ihren Fehlern, ziehen die entsprechenden Konsequenzen, und wenn man beim Lesen denkt, jetzt könnte es so oder so weitergehen, nimmt das Schicksal einen anderen Weg.

Zudem hat Hanna Caspian geschickt die Ereignisse dieser Zeit mit ihrer fiktiven Handlung über Greifenau verwoben. Sie erzählt nicht nur von dem schweren Leben der Menschen daheim, sondern natürlich auch vom Krieg. Es gab einiges für die Bewohner des kleinen Dorfes durchzustehen, die Angst um die Lieben war immer dabei. Der Autorin ist es gelungen, die richtige Mischung zu finden, um informativ über diese Zeit zu erzählen und gleichzeitig gute Unterhaltung zu gewährleisten. Mir hat die Mischung gut gefallen. Ich konnte mit Konstantin und seiner Familie mitfiebern und bangen und hoffen. Gleichzeitig habe ich interessante Details aus den Jahren um 1918 erfahren.

 

Mir hat nicht nur dieser dritte Teil gut gefallen, sondern die gesamte Gut-Greifenau-Reihe. Die Mischung aus historischen Fakten und fiktiver Handlung hat mich eintauchen lassen in die Zeit der Anfänge des 20. Jahrhunderts. Allerdings frage ich mich, ob mit dem Ende von „Morgenröte“ auch die Geschichte von Gut Greifenau aus ist, oder ob da vielleicht noch mehr kommt und es ein Wiedersehen geben wird, mit Protagonisten, die mir ans Leseherz gewachsen sind.

nirak, 06.04.2019

Mittlerweile ist der Frieden schon fast mit beiden Händen greifbar und doch kommen die Bewohner von Greifenau

nicht wirklich zur Ruhe.

Konstantin erholt sich nur langsam von dem feigen Anschlag  und wird von Rebecca liebevoll und mit Hingabe gepflegt, doch eine Rückkehr auf das Gut scheint vorerst ausgeschlossen,

Indes hat Adolphis das Gut hochverschuldet und die Hochzeit von Katka mit dem verhassten Ludwig scheint der einzige Ausweg zu sein. Doch Katka kann durch eine List fliehen und reist nach Berlin, um endlich in Julis' Armen ihr großes Glück zu finden.

Mitten in der Novemberrevolution scheint sich für Katka das Blatt erneut zum Bösen zu wenden...

 

Mit dem dritten Band beschließt Hanna Caspian die wundervolle Trilogie um das Gut und ich bin traurig, dass ich die liebgewonnenen Charaktere nun verlassen muss.

Auch in diesem Band geht es Schlag auf Schlag und die Autorin lässt ihre Figuren kämpfen, hoffen, lachen, weinen und lieben.

Rebecca und Konstantin sind eindeutig mein Lieblingspaar in dieser Geschichte, denn sie trotzen allen Konventionen und gerade Rebeccas Kampfgeist hat mich tief beeindruckt. Sie lässt sich so schnell nicht die Butter vom Brot nehmen und weiß sich auch gegen ihre aufwieglerische Schwiegermutter durchzusetzen. Prima, dass Feodora endlich einer mal zeigt, wo der Hammer hängt.

Doch auch Katka weiß mich zu begeistern, setzt sie mit List und Tücke ihren Dickkopf durch, um schließlich doch an ihr Herzensziel zu gelangen. Ihr Weg zum Glück ist hart und steinig, aber sie lässt sich von nichts und niemand beirren, bis sie endlich ihre Liebe zu Julius ausleben und in vollen Zügen genießen darf.

Hanna Caspian gibt  hier, wie auch in den Vorgängerbänden, Geschichtsunterricht zum Anfassen, erleben und mitfiebern, formt wundervolle Bilder und lässt ihre  Figuren darin scheinbar mühelos tanzen - ein ständiges Wechselbad der Gefühle inbegriffen. Stückchenweise lösen sich die Verstrickungen auf, Lebenslügen werden offen gelegt und Grundsteine für neue glückliche Verbindungen gesetzt. Dabei versäumt sie es nicht, die Spannung konstant beizubehalten, sodass ich manchmal nur atemlos die Seiten umblättern und dem Geschehen angespannt und mit einer großen Portion Neugier folgen kann. Die beteiligten  Figuren haben sich vom ersten Band an immer weiter entwickelt, bilden  hier im letzten Teil eine wundervolle Einheit und für mich ist es so, als hätte ich während der vergangenen Seiten mitten auf dem Gut gelebt, um den Geschichten, Tragödien und großen Lieben beizuwohnen, sie mitzuverfolgen und so ein Teil des Gutes zu werden. 

Ich klappe das Buch mit einem Seufzer zu, denn mir werden Rebecca und Konstantin,

katikatharinenhof, 04.04.2019

Schon von den beiden ersten Teilen war ich eine lockere, angenehme Schreibweise gewöhnt. Genau das hat sich auch

in diesem Teil wieder gezeigt, ich hatte Freude daran, den Roman zu lesen, der Handlung zu folgen und die Protagonisten wiederzusehen.

Geschickt wurden historische Ereignisse eingebaut, diese waren in Fülle vorhanden, haben den Leser aber nicht überfordert. Es wurde genau beschrieben, was in der Politik und im Volk geschehen ist. Und auch wenn man nicht jedes Detail des Krieges kennt, ist alles sehr verständlich erklärt. An genau diesen Stellen wurde auch deutlich, wie viel Mühe sich die Autorin mit der Recherche gegeben hat, jede Aussage wirkte sicher und hatte Hand und Fuß. Ich habe hier an einigen Stellen dazugelernt, mir waren Einzelheiten nicht so bekannt und wünsche mir mehr so ausgiebig und genau recherchierte Lektüre.

Während in den letzten Romanen ein Hauptteil der Handlung noch auf gut Greifenau stattgefunden hat, findet hier vieles auch in Berlin oder anderen Orten statt. Besonders lebendig und ausführlich wurde das Gut beschrieben, es hat sich in all den Romanen perfektioniert und war mein liebster Handlungsort. Dort herrscht eine Idylle, die mir richtig gut gefällt und die Dynamik wirkt dort am authentischsten und einfach rund. Das ganze Miteinander von Dienstboten und der adligen Herrschaft, die Beschreibung der Gebäude und Zimmer. Alles wirkte hier komplett stimmig und durchdacht, während mir die Beschreibung der Stadt meist zu hektisch und ungenau war.

Die Protagonisten waren gewohnt liebevoll oder biestig, sie sind die alten geblieben, haben ihren Charakter behalten und sind ihren Zielen treu geblieben. Eine Wandlung war hier nicht so stark bemerkbar, allerdings ist der Handlungszeitraum auch begrenzter, er erstreckt sich über nicht mal über zwei Jahre, die Handlung beginnt Ende 1917 und endet im Sommer 1919.

Am beeindruckendsten dargestellt war hier Katharina. Von einem doch etwas verzogenen Mädchen, zu einer trotzigen jungen Frau hin zu einer selbstbewussten, sicheren und sympathischen Frau mit klar formulierten Zielen und der Gabe, sich an Situationen anzupassen. Und das, obwohl sie mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde und nie zuvor wirklich arbeiten oder um ihr Überleben kämpfen musste. Katharina hat eine unglaublich positive Wandlung durchgemacht, die sie mir nahe gebracht hat. Am Ende war sie neben der Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt meine Heldin des Romans.

 

Fazit:

Eine großartige Reihe, die mir wirklich gut gefallen hat und bei der alle drei Teile für mich gelungen sind. Ich bin schon gespannt, in Zukunft mehr von der Autorin zu hören und hoffe auf weitere, ebenso spannende und perfekt recherchierte Romane!

MarySophie, 20.03.2019

„Morgenröte“ ist der dritte und finale Teil der Trilogie um das Gut Greifenau in Hinterpommern./> Er deckt den Zeitraum Dezember 1917 bis August 1919 ab.
Die Handlung knüpft nahtlos an die dramatischen Ereignisse an, mit denen der zweite Teil endete.
So war ich gleich wieder gefangen in der Geschichte rund um die Grafenfamilie von Auwitz-Aarhayn, die Bediensteten des Guts und die Bewohner des Dorfs Greifenau.
Wie auch in den anderen Bänden gibt es am Anfang noch mal eine Personenübersicht über alle Mitwirkenden.

Wir erleben in diesem Teil die letzte Kriegszeit, das Kriegsende und all die Veränderungen, die darauf folgten.
Neben Armut und Hunger für die Bevölkerung bemerkt auch der Adel, dass gravierende Veränderungen vorgehen. Der Einfluss und das Ansehen des Adels werden immer geringer und auch die Grafenfamilie auf Gut Greifenau steht vor großen Problemen. Die finanzielle Situation ist mehr als schlecht, es gibt nicht genug Personal, um die Felder zu bestellen und die Pächter revoltieren.
Die Soldaten glauben immer noch an einen Sieg Deutschlands und viele kehren nicht zurück. Die spanische Grippe, die das Land förmlich überrollt fordert ebenfalls viele Opfer.

Hanna Caspian hat die historischen Hintergründe sehr gut recherchiert und bettet ihre fiktive Geschichte um Gut Greifenau und seine Bewohner hervorragend in die realen Ereignisse ein. Sie thematisiert u. a. die Schrecken und Folgen des Krieges, das Ende der Monarchie, die Novemberrevolution und die ersten Wahlen.
Dadurch ist die Geschichte authentisch und vor allem sehr lebendig. Der Schreibstil ist sehr mitreißend, fesselnd und detailreich, so dass die Geschichte fast wie ein Film vor dem inneren Auge abläuft.
Die Vielfalt der Themen und die vielen Schicksale der einzelnen Figuren machen die Geschichte sehr vielschichtig, abwechslungsreich und dadurch durchgängig spannend.
Es gibt natürlich ein Wiedersehen mit allen den bekannten Figuren aus den Vorgängerbänden und ich konnte mit allen mitfühlen, bangen, hoffen. Besonders hervorzuheben sind die Tochter Katharina und der älteste Grafensohn Konstantin. Diese beiden machen wohl insgesamt die größte Entwicklung durch und besonders Katharina hat mich dabei sehr beeindruckt. Sie entwickelt sich vom verwöhnten Grafentöchterchen zur starken und selbstbewussten jungen Frau, die ihren Weg geht und sich von niemandem davon abbringen lässt.
Auch Konstantin geht seinen Weg gegen alle Widerstände und bleibt sich selbst dabei treu.

Hanna Caspian führt zum Ende dieses Teils und damit der Trilogie alle Handlungsfäden zu Ende, so dass keine Fragen offen bleiben.
Das Ende hat sie sehr versöhnlich und hoffnungsvoll gestaltet, fast wie ein Aufbruch in eine neue Zeit

Fanti2412, 19.03.2019

Nachdem ich die ersten beiden Bände der erfolgreichen Gut Greifenau Trilogie mit großer Begeisterung

gelesen habe, wartete ich mit großer Spannung auf das Finale. Gut Greifenau „Morgenröte“, wie dieser letzte Band heißt, ist nun erschienen und wie mir der Klapptext auf dem Buch versprach, sollte es auch hier wieder ereignisreich und spannend weitergehen. Meine Erwartungen haben sich mehr als nur erfüllt.Wie schon in den ersten zwei Bänden zuvor überzeugt Hanna Caspian erneut mit ihrem flüssigen und leichten Schreibstil, der mich sofort wieder in seinen Bann zog. Ab der ersten Seite wollte und konnte ich dieses Buch kaum noch aus der Hand legen, denn ich musste wissen, wie es mit und um der Familie Auwitz – Aarhayn weitergehen wird.Kaum hatte ich mit dem Lesen angefangen, traf man die alten Bekannten des Gutes wieder. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Entwicklung der einzelnen Protagonisten.  In jedem Band merkte ich, wie die Autorin die Figuren immer weiterwachsen ließ und diese sich der jeweiligen Lebenssituationen anpassen durften. Dadurch konnte man sich gut in die Personen hineinversetzen und sich mit ihnen identifizieren. Ihre Handlungen wurden realistisch und nachvollziehbarer.Wer Hanna Caspians Bücher kennt, weiß mit welch einer Liebe zum Detail sie ihre Geschichten schreibt. In mühseliger Kleinstarbeit trägt sie historische Daten und Informationen zusammen und „strickt“ daraus eine fiktive Handlung, die aber einen authentischen und vor allem geschichtlichen Hintergrund hat. Wenn man es nicht besser wüsste, möchte man meinen, dass es die Familie Auwitz – Aarhayn und ihr Gut Greifenau tatsächlich so gegeben hat.Der dritte Teil dieser Reihe spielt in den Jahren 1917 – 1919, d.h. es herrscht noch der erste Weltkrieg, der Kaisersturz und die Revolution folgen. Die Welt muss sich politisch neu ordnen. All diese Ereignisse, die durch die Nachkriegszeit (Hunger, Armut o.ä.) oder politischen Spannungen bzw. Umbrüchen stark geprägt wurden, sind brillant eingefangen und wiedergegeben worden. Man spürt die Angst, das Elend, die Hoffnung, an die sich die Menschen klammern, dass es irgendwann besser werden wird.Aber nicht nur der politische Aspekt ist hier perfekt herausgearbeitet worden, sondern auch die Geschichte um Familie Auwitz – Aarhayn. Um nicht allzu viel von dem Inhalt zu verraten möchte ich nur sagen, dass es sehr emotional und spannend weitergeht. Ich habe mitgefiebert, ob Konstantin den Anschlag überlebt oder nicht. Was ist mit den Heiratsplänen um Katharina und dem Neffen Ludwig zu Preussen? Wie wird es der Familie nach dem Krieg ergehen und werden sie das Gut weiter bewirtschaften können oder sogar verlieren?Hanna Caspian hat ein Fulminates Abschlussbuch geschrieben, dass es mir sehr schwer macht, dieses Gut jetzt zu verlassen. Zu gerne hät
Leseratte2003, 16.03.2019

„Gut Greifenau - Morgenröte“ ist der dritte Band der großen Familiensaga über die fiktive

Grafenfamilie von Auwitz-Aarhayn aus der Feder von Hanna Caspian.

Da „Morgenröte“ nahtlos an den vorhergehenden Band anknüpft und Hanna Caspian weitestgehend auf Wiederholungen und Rückblenden verzichtet, halte ich es für ratsam, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da das Wissen über die vorherigen Ereignisse den Lesegenuss dieser wundervoll erzählten Fortsetzung noch erhöht.

Die Handlung dieses Bandes beginnt am 28. Dezember 1917. Das letzte Kriegsjahr steht bevor und hält für die Menschen dieser Zeit mit dem Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und dessen Umwandlung in eine parlamentarische Demokratie einschneidende Veränderungen bereit. Auch auf dem hinterpommerschen Gut geht es nach wie vor turbulent zu. Neben den politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa halten zahlreiche tiefgreifende Ereignisse die Greifenauer in Atem. Hanna Caspian schildert diese Zeit des Umbruchs mit ihren ganzen Höhen und Tiefen für ihre Figuren sehr intensiv. Man kann durchweg prima mit den Akteuren mitfiebern und erlebt die Neuerungen, unerwarteten Wendungen und brenzligen Situationen hautnah mit.

Besonders gut gefallen hat mir, dass alle Akteure im Verlauf der Handlung eine tolle Entwicklung durchgemacht haben und an ihren vielfältigen Erlebnissen gewachsen sind, jeder Einzelne aber dennoch seine Eigenarten behalten hat, die er von Beginn an hatte.

 „Gut Greifenau - Morgenröte“ hat mir, wie auch schon die vorhergehenden Bände, spannende, unterhaltsame Lesestunden beschert - es war interessant und mitreißend, die Greifenauer kennenzulernen, sie auf ihren Wegen durch eine ereignisreiche, aufwühlende Zeit zu begleiten und Angst und Schrecken, aber auch Glück und Freude mit ihnen zu teilen.

dorli, 16.03.2019

«Morgenröte» ist der dritte Band der Gut Greifenau Trilogie von Hanna Caspian. In diesem Teil wird

die Geschichte von 1918 bis 1919 erzählt. Wir erleben das Kriegsende und damit verbundene wirtschaftliche Schwierigkeiten sowohl auf dem Gut als auch im Lande mit, treffen und verlieren alte Bekannte, fiebern mit den Personen mit — mit manchen mehr, mit manchen weniger — und staunen über eine unerwartete Entwicklung der Protagonisten. Eine Überraschung nach der anderen bekommt man schon auf den ersten Seiten des Romans meisterhaft von der Autorin serviert, es ist kaum möglich das Buch aus der Hand zu lassen.


Hierbei möchte ich anmerken, dass es sehr ratsam ist, die früher erschienenen Bände gelesen zu haben, um in die Geschichte mit den bestimmten Hintergrundkenntnissen reinzukommen.


Wie es schon bei den beiden vorherigen Büchern der Fall war, wird im letzten Band eine spannende und tolle fiktive Geschichte gut mit historischen Fakten verknüpft. Wie erlebt der Adel den Zarenmord im fernen Russland? Welche Auswirkung wird es auf die deutsche Monarchie haben? Und was passiert danach in den entferntesten Ecken des Kaiserreiches z.B. auf einem Gut? Nicht nur im Land geschieht viel (Untergang des Kaisers und des Adels, Aufstände, Hunger und Epidemien, Abschaffung der Gesindeordnung), sondern auch der Grafenfamilie von Auwitz-Aarhayn stehen schwere Zeiten bevor. Mehr möchte ich an der Stelle nicht verraten. Vielleicht verrät ihnen der gut bedachte Titel  mehr? :)


Auch diesmal hat Hanna Caspian mit Spannung und guter Unterhaltung beim Schreiben nicht gegeizt. Es ist ihr gut gelungen, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen und die komplizierte Geschichte des Ersten Weltkrieges mit der Entwicklung der Gutsbesitzer fesselnd miteinander zu verweben. Man spürt das Flair vergangener Zeiten, trotzdem lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und bleibt leicht verständlich. Ein rundum gelungener Abschlussband mit einem schönen und stimmigen Ende, welches jedoch einen Spielraum für eigene Spekulationen bietet, sodass der Fantasie des Lesers überlassen wird, wie es mit manchen Figuren und Ereignissen weitergehen könnte.


Mit einem traurigen Auge muss ich nun von dieser spannenden Trilogie Abschied nehmen, von der fulminanten Reihe, die mir große Unterhaltung geboten hat. Eine Zeit und eine fesselnde Geschichte zugleich, die zu Ende gehen, die man aber sicherlich irgendwann nochmals zur Hand nehmen wird.


Von mir erhält dieses Buch glatte 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Nick Coll, 12.03.2019

Furioses Ende der Trilogie um Gut Greifenau

Gut Greifenau – Morgenröte ist der dritte Band einer Trilogie rund um das Gut Greifenau und ihre Bewohner von Hanna Caspian.
Der 3. Teil schließt auch wieder nahtlos an den vorherigen Band an.
Der Krieg wütet weiter und fordert seine Opfer auch wenn der Frieden mir Russland näher rückt.
Konstantin, auf dem am Ende des zweiten Teils ein Mordanschlag verübt wurde schwebt in Lebensgefahr.
Damit nicht genug, zieht auch die Spanische Grippe durchs Land und fordert einige Todesopfer.
Auch um Gut Greifenau steht es schlecht, ist es doch hoch verschuldet. Als einzige Rettung bleibt nur die Hochzeit zwischen Katharina und Prinz Ludwig.

Auch der dritte Band ist wieder ein Wechselbad der Gefühle.
Kaum denkt man es wendet sich etwas zum Guten öffnet sich an anderer Stelle wieder ein Graben.
Ich habe mit den Charakteren gelitten und gebangt. Besonders um meine Lieblingsperson Katharina.
War sie doch im ersten Band noch ein Mädchen, ja fast noch ein Kind, ist aus ihr eine mutige, starke und selbstbewusste Frau geworden.
Es war schön über drei Bände die Entwicklung der Protagonisten zu erleben. Einige haben sich positiv weiterentwickelt andere sind stur und verbohrt geblieben.
Auch haben es nicht alle Charaktere bis zum Ende der Trilogie geschafft. Hat der Krieg oder andere Schicksalsschläge so manches Opfer gefordert. Um (fast) alle hat es mir leid getan.

Wie schon in den zwei vorherigen Bänden wechselt die Autorin auch hier wieder zwischen der Grafenfamilie und den Bediensteten. Auch bei den Angestellten tut sich so einiges.

Natürlich fehlen auch im dritten Band die Historischen Gegebenheiten nicht.
So wird von den Unruhen nach dem Krieg berichtet, die ich mir nicht so Grass vorgestellt habe.
Auch dass die Frauen das erste Mal wählen durften findet seinen Platz. Hier steht Rebecca für alle Frauen an diesem Tag. Man spürt förmlich welche Freude das für sie ist.

Man kann nicht genug erwähnen mit welcher Akribie und mit welcher Liebe die Autorin die Charaktere erschaffen hat und wie gut sie das Zeitgeschehen recherchiert hat.

Jetzt bleibt mir nur noch übrig mich mit einem weinenden Auge von Gut Greifenau zu verabschieden und der Autorin für die schönen Lesestunden zu danken.
Alle drei Bände waren ein absolutes Highlight.

Sylvia Hertel, 25.02.2019

Toller Abschluss dieser Trilogie

Nach dem ich bereits ungeduldig auf den dritten Band der Trilogie gewartet habe, konnte ich nun nahtlos an den zweiten Band anknüpfen und voller Freude weiterlesen.

 Langsam rückt das Kriegsende mit Russland näher. Nach einem Mordanschlag wird Konstantin schwerverletzt und von Rebecca heimlich in ihrer Wohnung gepflegt. Nur sein Vater Adolphis weiß Bescheid, alle anderen glauben, dass er tot ist und die wildesten Gerüchte verbreiten sich. Doch dann schlägt die Spanische Grippe zu und es ist ungewiss, ob Konstantin sein Erbe antreten kann.

 Ein Fluchtversuch von seiner Schwester Katharina zu ihrem Freund, dem Industriellensohn Julius, misslingt. Sie wird nun eingeschlossen und streng bewacht. Die Eltern setzen alle Hoffnung in die Ehe zwischen Katharina und dem gewalttätigen Ludwig von Preußen, um das Gut vor dem Bankrott zu retten.

Auch für die Bediensteten beginnt eine unruhige Zeit.

 Aufgrund des Covers ist sofort erkennbar, dass auch dieser letzte Band zur Trilogie gehört. Wieder ist es Hanna Caspian gelungen mit ihrem wundervollen Schreibstil und ihrer guten Darstellung der Personen sowie der Lebensumstände mich auch mit dem letzten Teil der Trilogie zu begeistern. Die Charaktere von Adel und Bediensteten entwickeln sich weiter in einer Zeit des Umbruchs am Ende des ersten Weltkrieges und in den Nachkriegswirren. Sehr gekonnt hat die Autorin gut recherchierte historische Ereignisse mit in die Handlung einfließen lassen, so dass dieses Buch nicht nur gute Unterhaltung bietet, sondern auch Wissen vermittelt.

 Durch die unterschiedlichen Sichtweisen der Protagonisten wirkt nicht nur die Handlung sehr lebendig und vielschichtig, sondern die Spannung wird bis zum Schluss hochgehalten.

Es gibt wenige Bücher von denen ich mir wünschte, sie mögen weitergehen, aber diese Reihe gehört definitiv dazu, so dass ich diesen Band der Trilogie mit großem Bedauern beendet habe.

Von mir eine klare Leseempfehlung für diese Gut Greifenau-Reihe.

Renate, 24.02.2019

Nun ist leider der dritte Band der Gut-Greifenau-Reihe schon zu Ende. Mir hat es viel Freude bereitet, die ganzen

Charaktere ab dem 28. Dezember 1917 bis zum 15. August 1919 durch die letzten Kriegszeiten zu begleiten. Das Buch schließt nahtlos an den zweiten Band an. In diesem Teil sind die beiden Frauen Rebekka und Katharina hervorstechend. Sie müssen sich hier beweisen und vielen Widrigkeiten trotzen. Vor allem Katharina hat es nach ihrer Flucht nicht leicht und muss sich in Berlin alleine behaupten. Das Buch ist spannend und gut recherchiert. Die Kriegsereignisse stimmen mit der Wahrheit überein und nichts wurde beschönigt. Viele Hintergründe hat man irgendwann mal in der Schule gelernt und wieder vergessen. So macht Geschichtsunterricht Spaß. Bei allen drei Bänden passiert auf jeder Seite irgendwas, so dass nie Langeweile aufkommt. Das Buch ist sehr unterhaltsam und auch flüssig geschrieben und daher konnte ich es sehr schwer aus der Hand legen. Jedem, der Interesse an der Buchreihe hat, möchte ich raten, mit dem ersten Band zu beginnen, ansonsten gehen einem viele wichtige Details verloren und das wäre sehr schade. Sehr gelungene Trilogie!

Lesemone, 22.02.2019
↑ nach oben