Verlagsgruppe Droemer Knaur



 

Das Geständnis der Frannie Langton

9783426282069
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Hardcover, Droemer HC
02.05.2019, 432 S.

ISBN: 978-3-426-28206-9
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Roman

Sie ist jung. Sie ist klug. Sie ist fremd. Sie steht unter Mordverdacht. Ein aufwühlender historischer Kriminalroman im England des 19. Jahrhunderts

London, 1826: Das Dienstmädchen Frannie Langton ist eine ungewöhnliche junge Frau, außerordentlich gebildet – und eines brutalen Doppel-Mordes angeklagt. Londons brave Bürger sind in Aufruhr: Wer ist diese ehemalige Sklavin, die aus den Kolonien nach England kam, um ihre Arbeitgeber in den eigenen Betten zu meucheln? Die Zeugenaussagen belasten Frannie schwer. Eine Verführerin sei sie, eine Hexe, eine meisterhafte Manipulatorin. Doch Frannie erzählt eine andere Version der Geschichte, ihrer Geschichte ...

»Sie sagen, ich solle sterben für das, was Madame geschehen ist, ich solle gestehen. Doch wie kann ich etwas gestehen, das ich nicht getan habe?«

Sara Collins arbeitete siebzehn Jahre lang als Anwältin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Dieser ergreifende historische Kriminalroman ist ihr Debüt. Sind Sie bereit für Frannie Langtons Geschichte?

Pressestimmen

Mit dem fesselnden und dynamischen Charakter von Frannie hat Collins mehr als eine der üblichen Sklavengeschichten geschrieben. Eine lebendige Auseinandersetzung mit Klassengrenzen, Rassismus und Forscherwahn, dramatisch und anregend.

Buchkultur (A), März 2019

Lesetipps

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Frannie Langton ist eine Außenseiterin. Als Mulattin auf einer Zuckerrohrfarm wird sie weder wirklich von den

Schwarzen, noch von den Weißen akzeptiert und als ihr Besitzer Langton sie ins Haus der Weißen holt und sie das Schreiben und Lesen lehrt, verliert sie immer mehr das Zugehörigkeitsgefühl. Immer weiter drängt ihr „Massa“ sie, Dinge zu lernen, Dinge zu tun, die sie nicht tun möchte – bis ein schlimmer Schlag den Engländer dazu treibt, zurück nach London zu kehren – und Frannie als seine Sklavin mitnimmt.

In London glaubt Frannie, endlich der mittlerweile verbotenen Sklaverei entkommen zu können. Doch kaum angekommen verschenkt Langton sie an seinen Kollegen Benham, nur um dort als Hausmagd zu dienen, was sich kaum von der Sklaverei unterscheidet. Doch Frannie freundet sich mit der Hausherrin an, doch die Freundschaft zwischen der reichen Weißen und der mittellosen Mulattin kann nicht gut ausgehen. Als dann plötzlich sowohl Hausherrin als auch Hausherr tot aufgefunden und Frannie über und über blutbesudelt entdeckt wird, scheint es keine Zweifel mehr daran zu geben, dass sie die Schuld am Tod der beiden Menschen trägt.

Und so beginnt der Prozess für die mörderische Mulattin.

 

Wir folgen in der Geschichte Frannie Langton aus der Ichperspektive. Die Protagonistin erzählt uns von den Zuständen der Sklaverei in Amerika und zeigt zudem mit dem Finger auf die wenigen Unterschieden zwischen dieser und der englischen Diener- und Herrschaft. Gleichzeitig jedoch stellt sich Frannie selbst – gebildet und intelligent – als etwas Besseres dar, als eine „gemeine Dienerin“, wodurch sie zeitgleich diese herabsetzt. Das machte mir Frannie regelrecht unsympathisch. Ihre Überheblichkeit gegenüber der Menschen, die mit ihrem Dasein als Diener – egal, ob Butler, Hausdame oder Dienstmädchen – zufrieden waren, war ein sehr schlechter Charakterzug von Frannie.

 

Doch die Geschichte erzeugte einen richtigen Sog: das Grauen der Sklaverei, das Frannie zwar aufzeigt, aber häufig nicht genau beim Wort nennt, die Experimente an Schwarzen und die Unterdrückung der Dienerschaft im allgemeinen und der Frauen im Speziellen erzeugten eine traurige und deprimierende Stimmung. Frannies Prozess ist zudem weniger von Beweisen als Vorhaltungen geprägt und das Hauptargument des schlechten Blutes der Schwarzen scheint fast schon als Beweis auszureichen.

Dadurch jedoch, dass ich mit Frannie selbst wenig Mitleid haben konnte, nahm das der Geschichte ein wenig an Brisanz – was, wie ich denke, gut war, denn andernfalls hätte mich die Lektüre stark mitgenommen.

 

Was bleibt ist ein großartiges Buch über eine abgründige Liebesgeschichte und dem darauffolgenden Pro

barbarasbuecherbox, 27.07.2019
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