Süden

Roman

Ein Fall für Tabor Süden, Band 16

Tabor Süden wollte eigentlich niemanden mehr suchen. Vor Jahren hatte er München mit der Absicht verlassen, die Stadt nie mehr zu betreten. Vollkommen unerwartet erhält er einen Anruf von seinem Vater, der seit fünfunddreißig Jahren verschwunden ist. Er sei in München, lässt er Süden wissen. Doch bevor dieser weitere Fragen stellen kann, wird das Gespräch unterbrochen. Süden kehrt zurück, in »die verhunzte Stadt«, und läuft tagelang durch die Straßen auf der Suche nach einem hinkenden Mann in alter Kleidung. Erneut bleibt der Vater unauffindbar. Süden heuert als Detektiv an und wird sofort mit dem schwierigsten Fall der erfolgreichen Detektei beauftragt: Raimund »Mundl« Zacherl, ein Wirt aus Sendling, ist vor zwei Jahren spurlos verschwunden. Seine Ehefrau will endlich Klarheit darüber, warum er von heute auf morgen sein bisheriges Leben aufgab und sich zuvor, scheinbar ohne Grund, vollkommen verändert hatte. Aus dem leutseligen Wirt war ein verschlossener Grübler geworden. Die Detektei hält den erneuten Auftrag der Ehefrau für eine aussichtslose Sache. Für Süden jedoch ist der Fall Zacherl genau das Richtige: Dank seiner eigenwilligen Methoden entdeckt er Hinweise, die andere nicht wahrnehmen würden. Und so führt ihn die Spur schließlich an die Nordsee, auf die Insel Sylt, wo Zacherl offenbar ein neues Leben beginnen wollte. Süden von Friedrich Ani: Spannung pur im eBook!
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Erscheinungstermin: 14.03.2011

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Bibliographie
  • Verlag: Knaur eBook
  • Erscheinungstermin: 14.03.2011
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 368 Seiten
  • ISBN: 978-3-426-41022-6
Pressestimmen
  • "Ein brillanter Krimi. Ein Spitzenbuch." Denis Scheck

    Druckfrisch (ARD), 1. Mai 2011
  • "Das ist das Krimi-Comeback des Jahres"

    Brigitte, 19. April 2011
  • Friedrich Ani erzählt poetisch, melancholisch und auch komisch die Geschichte einer Suche, auch der nach sich selbst. Wie schön, dass Tabor Süden wieder da ist!

    NDR Info, 23. Juni 2011
  • Ein Meister des feinnervigen Dialogs und vielsagender Zwischentöne. (...) Ein klasse Kriminalroman, wie er intensiver nicht sein könnte.

    SWR2 Literatur (SWR), 24. Mai 2011
  • Kommissar Süden ist zurück aus seinem Exil im Norden - genauso brillant wie zuvor.

    SonntagsZeitung, 22. Mai 2011
  • Wir lernen neue Begriffe kennen, wie Zimmerling, Maulpfaul, Grischperl und Aushäusler, und am Ende sind wir verduzt ob der Auflösung des Falles, aber dankbar, dass wir große süddeutsche Literatur bekamen.

    Berliner Zeitung, 19. Mai 2011
  • In "Süden" schafft Ani wie immer zwei Kunststücke: Fein und überraschend, menschenfreundlich und weise zu formulieren. Und krimimäßig spannend zu sein, obwohl es nicht mal einen Mord gibt.

    Frankfurter Rundschau, 20. April 2011
  • Friedrich Ani erzählt in seinem Krimi, der eigentlich gar keiner ist, voller Melancholie und ganz ohne Weltschmerz von "Verschwindungen". (..) Doch diese Melancholie ist eine durchaus auszuhaltende, für die Leser mitunter geradezu beglückende, wird sie doch gefiltert und überhöht durch das Medium der Ani'schen Prosa, deren unerschöpflicher Fluss lebenskluger Ironie und sprachlicher Weisheit - sowie umgekehrt - bereits Trost bietet, bevor man Gelegenheit hat, gleichfalls dem Weltschmerz zu verfallen.

    taz, die tageszeitung, 16. April 2011
  • Einzig, großartig.

    Die Zeit, 7. April 2011
  • "Friedrich Ani zieht seinen Figuren den Boden unter den Füßen weg und lässt sie schmerzhaft die eigene Machtlosigkeit spüren. Zudem erzählt er von ihnen in einer Sprache, die in ihrer verführerischen Mischung aus Poesie und Sachlichkeit hierzulande ohne Vorbild sein dürfte.

    Die Literarische Welt, 26. März 2011
  • Ani hat ein ungemeines Gespür für seine Charaktere, mögen sie noch so kaputt sein, er erleuchtet ihre Verlassenheit, ihre Einsamkeit von innen heraus, sodass auch sie Licht sind und Schatten werfen. Und er vermag wunderbar anrührend zu erzählen. (..) Und das Lesen der Tabor-Süden-Romane entführt in Welten, die man eigentlich nie betreten wollte. Dort angekommen, ist man froh, es getan zu haben. Es öffnet Augen und Sinne.

    Hamburger Abendblatt, 14. März 2011
  • Sehr schön ist, wie Friedrich Ani seinen Ermittler in allen Facetten seines Charakters entwickelt und Schritt für Schritt dessen eigene Geschichte aufrollt. (..) Der Detektiv wandelt unter letztlich Tapferen und Blessierten, nicht zuletzt gehört er selbst auch dazu: ein Wiedergänger jener einsamen Wölfe, die das Genre seit Dashiell Hammett und Raymond Chandler geprägt haben. Ein Roman aus einer bundesrepublikanischen Schwarzen Serie ist dies also, mitsamt Nutten und Kleinkriminellen und einem insgesamt sehr robusten Charme.

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