Wie wir Menschen lieben – auch in unsicheren Zeiten.
Menschenhass und Zukunftsangst – kein Wunder, dass wir zweifeln an der Welt und an uns selbst. Kriege, Krisen und Propaganda schreiben eine Geschichte der Hoffnungslosigkeit. Marie Meimberg schreibt dagegen an und entmachtet diese Erzählung mit ihrer einzigartigen Handschrift zwischen Kunst und Wissenschaft. Zugänglich, witzig und überzeugend übersetzt sie fundierte Forschung in Text und Zeichnungen.
Stell Dir vor, Du gehst raus und siehst eine Taube, die ein Buch liest. Ein Buch aus Papier, weil Tauben sich überlegt haben, dass sie einen großen Baum in winzige Holzteile schnipseln könnten, um die mit Chemikalien (die die Tauben selbst angemischt haben, ist ja klar) zu einer Matschepampe zu kochen (Feuer können sie auch?!), und diese dann mit einem Sieb, Walzen und heißen Rollen in Papierbahnen zu verwandeln, die sich in Stücke schneiden und zusammenbinden lassen. Natürlich haben sie auch Schrift erfunden und Tinte, mit der eine Taube »ICH LIEBE TAUBEN« auf das Papier schreiben kann - eine Geschichte, die beweist, dass Tauben toll sind und welche Tauben-Wissenschaft (Taubenuniversität, diesdas) das beweist. Wie würden wir diese Tauben abfeiern. Warum machen wir das nicht mit uns Menschen?
»ICH LIEBE MENSCHEN« ist ein starkes, berührendes und künstlerisch-wissenschaftliches Plädoyer für uns alle. Mit ihrer Mischung aus Evidenz und Empathie zeichnet Meimberg einen Blick auf die Menschheit, der überraschend, klug und emotional gegen den Hass rebelliert – und überzeugt. Die preisgekrönte Geschichtenerzählerin kombiniert Wissenschaft mit Geschichten aus ihrem Leben: Tauben, Neurowissenschaft, der Kampf gegen Nazis am Küchentisch und die Freiheit, nackt ins Meer zu springen. Das reißt mit, macht Spaß und Mut.