Fünf Frauen schreiben gegen den Nationalsozialismus, doch ihr Kampf ist völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten
Erika Mann, Mascha Kaléko, Irmgard Keun, Grete Weil und Paula Schlier: alle fünf sind Schriftstellerinnen der Neuen Sachlichkeit. Doch noch etwas haben sie gemeinsam: Schon sehr früh erkannten sie, wie gefährlich die nationalsozialistische Ideologie, wie gefährlich der Faschismus und wie menschenunwürdig die Diktatur sind. Sie schrieben dagegen an, Zeit ihres Lebens. Auch, als Deutschland längst die Stunde Null ausgerufen hatte, blieben sie laut, kritisch und engagiert.
Heute ist der Widerstand dieser mutigen Autorinnen weitgehend in Vergessenheit geraten. Paula Lochte begibt sich auf die intensive Suche nach ihren Spuren. Sie steht mit Erika Mann auf der Bühne der “Pfeffermühle”, begleitet Paula Schlier in die Redaktion des Völkischen Beobachters und Irmgard Keun vor Gericht gegen die Nationalsozialisten. Und sie folgt Mascha Kaléko und Grete Weil ins Exil und zurück nach Deutschland.
Was trieb diese so verschiedenen Frauen um? Wie schafften sie es, stets furchtlos und unbequem zu bleiben? Und was können wir uns heute von ihnen abschauen? Dieses Buch wirft ein längst überfälliges Schlaglicht auf das Leben und den Widerstand von fünf großen weiblichen Stimmen der deutschen Literatur.
Paula Lochte, geboren 1993, ist freie Journalistin und Moderatorin, bekannt durch die Podcasts “Ein Zimmer für uns allein” und “Paula sucht Paula” (BR). Unbeugsam ist ihr Debüt bei Droemer.