Ein juristischer Blick auf die Debatten unserer Zeit: Die renommierte Verfassungsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf blickt auf ihre gescheiterte Richterwahl, analysiert die großen gesellschaftlichen Streitfragen der Gegenwart (Abtreibung, Impfpflicht, Meinungsfreiheit) durch die juristische Brille und plädiert für eine Rückkehr zur sachorientierten Debatte.
Die 2025 spektakulär gescheiterte Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zur Richterin am Bundesverfassungsgericht machte deutlich, wie schnell die unabhängige Justiz auch hierzulande zur Zielscheibe populistischer Agitation werden kann. Dabei lebt eine starke Demokratie vom ernsthaften Ringen um die besseren Argumente, so die renommierte Verfassungsrechtlerin, und von Wahrheit.
Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen rund um die Richterwahl widmet sie sich in ihrem Buch brennenden gesellschaftlichen Fragen aus juristischer Perspektive: dem Schwangerschaftsabbruch, Parteiverboten und dem Verhältnis von Staat und Kirche. Sie fragt nach Reformbedarf bei der Richterwahl und den Medien, sie diskutiert, wie eine bessere Debattenkultur gelingen kann und was zum Schutz der Wissenschaft und von Frauen notwendig ist.
Indem sie ihre eigene Geschichte und wissenschaftliche Expertise verbindet, gelingt ihr ein eindrückliches Plädoyer für eine widerstandsfähige und rechtsstaatlich verankerte Demokratie. Denn nur, wer die Fakten kennt, kann gerechte Urteile sprechen.