Total überwacht: Übernimmt China in Europa die Kontrolle?

Was wäre, wenn wir nur noch die Wahl hätten zwischen totaler Kontrolle – und totalem Chaos? 
Wenn der Kampf der Mächte um absolute Sicherheit und völlige Datenkontrolle auf die Spitze getrieben würde? 

China ist dabei im Vormarsch: Mit seinem ausgeklügelten Überwachungssystem wird jeder Bürger auf Schritt und Tritt kontrolliert. Und überwacht: ein Social Credit Systems bewertet dabei jede einzelne Handlung. Der digitale Fingerabdruck des Einzelnen zeichnet ein umfassendes “Persönlichkeitsprofil”, was heißt: volle Transparenz für die Regierung. Aber: Dient dies nur der allgemeinen Sicherheit oder geht es dabei um deutlich mehr? Muss Deutschland auf den Zug aufspringen, um nicht von China abgehängt zu werden? 

Bestseller-Autor Veit Etzold, gefragter Keynote-Speaker und renommierter Storytelling Experte, entwirft in seinem neuesten Polit-Thriller ein erschreckend realistisches Szenario über den internationalen Kampf um die totale digitale Überwachung. 


Und darum geht es:

Über ein riesiges Hedge-Fonds-Konsortium wurden italienische Banken reihenweise in den Bankrott getrieben. Europa zerbricht und steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Erst ein paar Monate vorher hat Dairon Arakis, Investor und Milliardär, einen unglaublichen Plan auf einem geheimen Treffen in Davos auf einem Weltwirtschaftsforum vorgestellt.  Doch niemand nahm ihn Ernst. Erst Tom, der in einem chinesischen Start-Up arbeitet, erkennt das Ausmaß des Plans und die Rolle der totalen digitalen Überwachung, die in China milliardenfach angewandt wird. 

Am Ende stehen Europas Anführer vor einer Entscheidung, die vom Teufel selbst kommen könnte: totales Chaos oder totale Überwachung? In dieser Situation scheint die von Arakis angebotene chinesische Sicherheitstechnologie die einzige Lösung zu sein …


Brandaktuell, top recherchiert und an Spannung nicht zu überbieten: Veit Etzolds Polit-Thriller »Final Control« lässt die alte Welt Europa und die kommende Supermacht China im Kampf um Sicherheit, Daten-Kontrolle und digitale Überwachung aufeinanderprallen.

Veit Etzold

Veit Etzold

Prof. Dr. Veit Etzold ist Autor von dreizehn SPIEGEL-Bestsellern. Sein erstes Buch schrieb er im Jahr 2008 mit Prof. Michael Tsokos, dem ehemaligen Chef der Berliner Rechtsmedizin, über spektakuläre Todesfälle in der Forensik. Bevor er zu schreiben anfing, war Etzold Banker, Strategieberater und Programmdirektor in der Management-Ausbildung. Heute arbeitet er als Thriller-Autor und Keynote Speaker. Passend zu seinen Thrillern ist er mit der Rechtsmedizinerin Saskia Etzold (geb. Guddat) verheiratet. Veit Etzold lebt mit seiner Frau in Berlin und Bremen.

Final Control

Was wäre, wenn wir nur noch die Wahl hätten zwischen totaler Kontrolle – und totalem Chaos?
Der erschreckend realistische Polit-Thriller von Bestseller-Autor Veit Etzold über den internationalen Kampf um die totale digitale Überwachung

Vielleicht hätte Tom den Teufel sofort erkennen können. Doch er braucht einen Investor, und der charismatischen Milliardär Dairon Arakis verfügt über die nötigen Mittel.
Als Tom begreift, worum es Arakis wirklich geht, ist es beinahe zu spät: Über ein riesiges Hedge-Fonds-Konsortium hat der Milliardär italienische Banken reihenweise in den Bankrott getrieben und Europa steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Die Regierungen sehen sich vor eine Wahl gestellt, die vom Teufel selbst kommen könnte: totales Chaos oder totale Überwachung. In dieser Situation scheint die von Arakis angebotene chinesische Sicherheitstechnologie die einzige Lösung zu sein …

Brandaktuell, top recherchiert und an Spannung nicht zu überbieten: Veit Etzolds Polit-Thriller »Final Control« lässt die Supermächte China und Europa im Kampf um Sicherheit, Daten-Kontrolle und digitale Überwachung aufeinanderprallen.

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Taschenbuch 10,99 €
E-Book 9,99 €
Leseprobe

FINAL CONTROL

Tom Bayne ging mit eiligen Schritten die Kochstraße entlang und sah das für Berliner Verhältnisse recht große Hochhaus vor sich in den Himmel ragen. Das Hochhaus an der Ecke Kochstraße und Charlottenstraße erhob sich dort, wo die Kochstraße zur Rudi­Dutschke­Straße wurde. Dahinter kam das Axel­Springer ­Gebäude. Der Springer ­Konzern hatte sich extrem geärgert, dass die Straße ausgerechnet nach dem  Mann umbenannt wurde, der bei den 68er ­Demonstrationen einer der größten Feinde der verhassten und angeblich systemtreuen »Springer ­Presse« war. Immerhin hieß die Querstraße dahinter »Axel­Springer ­Straße«. Tom kannte London, Hamburg und viele andere Großstädte, aber Berlin kam ihm nach wie vor komisch vor. Es war zwar eine Stadt voller Geschichte, aber komplett ohne Tradition, eine Stadt, in der fast alle viel zu viel Zeit hatten und damit überhaupt nichts anzufangen wussten. In den Zwanzigerjahren war Berlin eine Trendstadt der Welt gewesen. Jetzt, sagte man, ging die Stadt vom anything goes dieser Zeit zum nichts geht mehr.

Viele sagten, Berlin sei pulsierend, aber der eigentliche Puls war der zwischen Berauschung und Ausnüchterung. Es wurde ständig gefeiert, obwohl es dazu eigentlich gar keinen Grund gab. Berlin­ Schönefeld galt als schlechtester Flughafen der Welt, und Berlin war mehr als jede Stadt Abbild eines Deutschlands, das immer sprunghafter und moralisierender wurde, aber eigentlich nichts mehr zustande brachte. Manche Städte assoziierte man sofort mit einem bestimmten Beruf. Bei Hamburg war es der Kaufmann, bei Stuttgart der Ingenieur, bei San Francisco der Programmierer und bei New York der Banker oder Werber. In Berlin war es der Flaschensammler.

Gegenüber dem Gebäude befand sich das Arbeitsamt, der Ort, an dem viele Berliner in ihrem Leben am meisten Zeit verbrachten, doch für die Mitarbeiter der Firma in dem Hochhaus galt das nicht. Zum Arbeitsamt musste niemand, der für das Unternehmen in diesem Hochhaus arbeitete.

Am Ohr hatte Tom sein Smartphone und telefonierte mit seinem Vater in Hamburg, während er ständig Horden von Touristen auswich, die alle auf dem Weg zum legendären Checkpoint Charlie waren, wo es außer einem Wachhäuschen, falschen US und UdSSR ­Soldaten und betrügerischen Hütchenspielern gar nichts zu sehen gab. Aber für die Millionen von Touristen, die jährlich nach Berlin strömten, schien das ausreichend zu sein, solange es genug Alkohol und keine Regeln gab. Und beides gab es in Berlin reichlich: keine Regeln und Alkohol und Drogen im Überfluss.

Tom war halb Deutscher und halb Engländer. Seine Mutter war Krankenschwester in England gewesen und hatte seinen Vater in Hamburg kennengelernt, der Stadt, in der auch die Beatles ihre ersten Erfolge gefeiert hatten. Da in den späten Siebzigerjahren englische Namen als cool galten, hatte Toms Vater Walter den Namen seiner Frau angenommen, obwohl das damals komplett unüblich war. Mary Bayne war gestorben, als Tom zehn Jahre alt gewesen war. Sie hatte ihn früh für englische Literatur begeistert, für Frankenstein von Mary Shelley. Das war eigentlich zu früh für einen Zehnjährigen, aber vielleicht mochte sie sie auch deswegen so gern, weil beide den gleichen Vornamen hatten. Shelley hatte die Frankenstein-Geschichte auf einer Reise nach Genf geschrieben, die sie zusammen mit ihrem Mann Percy Bysshe Shelley und Lord Byron unternommen hatte. Da während der Reise die ganze Zeit schlechtes Wetter herrschte, hatten die drei sich vorgenommen, einen Geschichtenwettbewerb untereinander auszurichten. Dabei war unter anderem Frankenstein herausgekommen.

Besonders fasziniert hatte Toms Mutter Mary und später auch Tom die enge Verbindung zwischen Geburt und Tod, denn Mary Shelley hatte mehrere Kinder verloren. Es war nicht nur der Hinweis auf die Gefahr, die immer lauerte, wenn der Mensch Gott spielte, um die es in Frankenstein ging, sondern es ging auch um die Zerbrechlichkeit des Lebens, was vielleicht dazu geführt hatte, dass Tom zunächst Arzt geworden war.

Tom war nach dem Tod der Mutter bei seinem Vater in Hamburg aufgewachsen, der dort seit einigen Jahren einen sehr erfolgreichen Handwerksbetrieb unterhielt. Als die Firma, bei der sein Vater als Klempner gearbeitet hatte, pleite gegangen war, war er das Wagnis eingegangen, sich selbstständig zu machen. Die Firmenadresse war damals noch das kleine Reihenhaus gewesen, in dem sie wohnten und in dem Toms Mutter immer zu Mitarbeitertreffen am heimischen Abendbrottisch eingeladen hatte. Am Ende war diese Entscheidung von Walter Bayne genau richtig gewesen, denn seine Firma Baynes Bad und Wasser lief sehr gut und hatte sich auf einige Nischenmärkte spezialisiert, die den großen Installationsfirmen für Wasser und Gas in Hamburg nicht glamourös genug waren.

Obwohl Toms Vater in seinen Anfangsjahren wenig Geld gehabt hatte, hatte er dafür gesorgt, dass Tom sich seinen größten Wunsch erfüllen konnte: am UKE Hamburg, dem Universitätsklinikum Eppendorf, Medizin zu studieren. Tom hatte dort im Lauf der Jahre jede Menge Erfahrungen gemacht. Hatte einen Einblick in die Gesellschaft gewonnen.

Wenn er nur an all die einsamen Alten, die todkranken Kinder oder die schrägen Vögel dachte, die nachts aus St. Pauli und von der Davidwache gekommen waren. Manche waren dermaßen besoffen gewesen, dass man ihre Wunden ohne Betäubungsspritze hatte nähen können. Aber nichts hatte ihn auf den Befund vorbereitet, der jetzt vor ihm lag. Die Sachlage war ebenso klar wie erschütternd. Der Patient war sein Vater.

Und es war amtlich.

»Haben die schon mit dir gesprochen?«, fragte er.

»Ja, haben sie. Es ist Bauchspeicheldrüsenkrebs«, sagte Walter Bayne leise. »Es stimmt leider.«

Der Verdacht hatte schon länger bestanden. Walter Bayne ging es seit geraumer Zeit nicht gut. Wegen seiner Krankheit konnte er kaum arbeiten und hatte bereits einen stellvertretenden Firmenchef, Joost, eingesetzt. Tom hatte in seinem Studium viele Abteilungen des Universitätsklinikums kennengelernt, und er kannte auch den Chefarzt, der den Befund unterzeichnet und ihm aufs Handy geschickt hatte.

Tom wusste, wie tödlich Bauchspeicheldrüsenkrebs war.

Dass sogar Steve Jobs von Apple daran gestorben war, der sicher sämtliche medizinischen Möglichkeiten gehabt hatte, stimmte ihn nicht gerade optimistischer bei der Einschätzung dieser Krankheit.

»Pass auf«, sagte Tom. »Ich kläre das mit meinen Kollegen. Schick mir unbedingt auch alle anderen Befunde, die du bekommen hast, als PDF.«

»Als PDF?«

»Sonst fax sie in deine Firma oder mach Fotos davon.«

»Okay, mache ich. Aber kommst du nicht nach Hamburg?«

»Doch, sogar heute Abend schon. Ich würde sie mir gern aber vorher im Zug anschauen und schon ein paar Telefonate tätigen.«

»Okay.«

Tom hatte nach seiner Zeit als Arzt im Praktikum zunächst bei ECC – East Coast Consulting, einer globalen Unternehmensberatung gearbeitet, bei der er festgestellt hatte, dass man mit Medizinprodukten mehr verdienen konnte als in den Kliniken oder Praxen, wobei die Zahnärzte die Geldoptimierung schon gut beherrschten. Den Zahnärzten sagten die echten Mediziner immer, dass sie keine echten Mediziner seien.

Dem entgegneten die Zahnärzte, dass die echten Mediziner zwar viel von Medizin verstünden, aber zu blöd zum Geldverdienen seien.

Tom hatte dann angefangen, in Medizin­Start­ups zu arbeiten, in Deutschland, London und seit Kurzem in Shenzhen, der Digitalhauptstadt Chinas. Shenzhen war die Stadt, aus der fast alle Digital­ und Überwachungstechnologien des Riesen reiches kamen. Als Amazon den eigenen Aktionären von den Plänen erzählt hatte, demnächst Gesichterkennungs­software einzusetzen, war das selbst den Amazon-­Aktionären zu viel.

In China war Gesichtserkennung erst der Anfang. CUMO hieß Toms Firma. Für Cure-Mobile. Eine Kooperation eines invasiven Chips mit der App war bereits im Gange. Allerdings nicht in China, sondern in seiner alten Heimat. In Hamburg am UKE. Vielleicht würde er es schaffen, dorthin morgen einen kurzen Abstecher zu machen, aber das Projekt war noch in der Startphase, von daher dürfte es nicht viel Neues geben.

Bauspeicheldrüsenkrebs, dachte Tom. Laut Bericht nicht mehr reparabel. Die alternativen Behandlungen waren teuer und wurden nicht von allen Krankenkassen bezahlt.

Tom ärgerte sich, dass er das Geld, das er einmal bei einem vorteilhaften Kryptowährungsdeal gemacht hatte, sofort in die Entwicklung seines eigenen Start­ups gesteckt hatte. Jetzt hätte er es für seinen Vater gut gebrauchen können. Aber wie immer kam die Diagnose zu spät. Es war die Grundmisere des Menschen, die er auch in seinem Medizinstudium immer und immer wieder festgestellt hatte: Es war immer alles zu wenig und es war immer zu spät.

Er war bei dem Hochhaus angekommen.

Rocket Internet stand auf einem Schild. So hieß die Firma, die einen großen Teil des Gebäudes gemietet hatte.

»Papa, ich muss Schluss machen«, sagte er. »Wir sprechen nachher.« Er schluckte kurz, schaute noch einmal in seine Präsentation und drückte auf den Summer an der Tür. Vielleicht würde Rocket Internet bei seinem Projekt anbeißen. Doch die Nachricht von der Krankheit seines Vaters hatte seine Moral nicht gerade beflügelt. Die Tür öffnete sich, und Tom betrat das Atrium.

Bauchspeicheldrüsenkrebs, dachte er. Ein Motivationstrainer hatte ihm einmal erzählt, dass man in Verkaufsgespräche möglichst optimistisch gehen sollte, jedenfalls dann, wenn man etwas verkaufen wollte.

Das war schon einmal gründlich misslungen.

Final Control

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