Im Gespräch

Männer sind auch nur Menschen - Das Interview

Nicole Staudinger - Männer sind auch nur Menschen

Müssen wir uns gegen Männer behaupten?
Nicole Staudinger: Naja, vielleicht ist „behaupten“ nicht der richtige Ausdruck, aber wenn ich mir so anschaue, wer da gerade die Weltmächte regiert, dann ist der Frauenanteil doch sichtbar geringer. Ich glaube zumindest, dass wir Frauen noch ein bisschen Luft nach oben haben.

Benötigt man für Männer eine andere Art von Schlagfertigkeit?
Nicole Staudinger: Wenn Sie mich fragen, brauchen wir die Schlagfertigkeit erstmal für uns! Für uns selbst, um gut und relaxed durchs Leben zu kommen. Nach doch sehr vielen Trainings, die ich so gegeben habe, fällt mir aber auf, dass Frauen doch sehr hohe Ansprüche an ihre Art der Schlagfertigkeit haben. Männer lösen das untereinander ein bisschen einfacher. Da können wir uns einiges von abschauen.

Wieso erklären Männern den Frauen so gern die Welt?
Nicole Staudinger: Vielleicht trägt da Samson aus der Sesamstraße mit Schuld. Also, wenn ich mir meine Kindheit so anschaue, dann war die Medienwelt voll von Erklärbären. Vielleicht glauben die Jungs, sie müssten das tun, weil wir ohne sie „lost“ wären.

Was machen Sie, wenn Sie einen schwierigen Mann überzeugen müssen?
Nicole Staudinger: Ich musste in meiner Branche lernen, dass sich Männer anders überzeugen lassen. Mein Augenmerk lag immer auf meinen Inhalten, meine Qualifikationen. Statussymbole hatte ich als Frau nicht so auf dem Schirm. Also, wie sag ich das jetzt am diplomatischsten: Wenn ich einen schwierigen Mann überzeugen will, dann klotze ich, nicht kleckern!

"Männer sind auch nur Menschen" das ist eine gewagte These. Wie kommen Sie darauf?
Nicole Staudinger: Ich lebe mit nicht wenigen zusammen! Sie leben in einer anderen Welt, nicht immer komme ich da mit, aber unterm Strich: Doch, es sind Menschen!

Was möchten Sie mit Ihrem Buch erreichen?
Nicole Staudinger: Ich möchte die Frage in den Raum stellen, ob uns die Herren der Schöpfung an der Weltherrschaft hindern, oder das Übel vielleicht ganz woanders liegt. Gerne, wie immer: ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Humor!

 

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