Was bleibt übrig, wenn am Ende nur noch einer da ist – und dieser eine auch noch Paul Panzer heißt?
Als Paul Panzer eines Morgens aufsteht, ist etwas anders: Die Kinder sind weg, seine Frau Hilde ebenfalls. Manche Wunder beginnen mit Abwesenheit. Kein Laubbläser. Kein rückwärts fahrender Lkw, der um fünf Uhr früh in der Sackgasse versucht, eine Solaranlage zuzustellen. Keine neuen Nachrichten. Stillstand bei Instagram. Und das Schlimmste: Nicht einmal der Paketbote klingelt. In diesem Moment weiß Paul: Wenn selbst die Konsumindustrie schweigt, ist etwas Endgültiges passiert.
In »Der letzte Mensch auf Erden« betrachtet Paul Panzer unsere moderne Zivilisation mit gewohnt schrägem, aber überraschend klarem Blick. Das Ergebnis: ein apokalyptischer Reiseführer durch die Welt, wie wir sie wollten. Zwischen innerer Erschöpfung, digitalem Lärm, dem unstillbaren Hunger nach »mehr« und der kindlichen Hoffnung, die Technik werde uns retten, zwischen grassierender Empathielosigkeit und kollektiver Müdigkeit wird Paul zum Sisyphos der Gegenwart – und stellt mit seinem unverkennbaren Humor die Frage, deren Antwort niemand hören will: »Wie konnte es so weit kommen?«
Comedy-Legende Paul Panzer protokolliert, was war – und was bleibt, wenn keiner mehr hinsieht. Ein stilles Plädoyer für das Lachen als letzte Form der Freiheit.