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Was die Stille uns über uns sagt

Wann haben wir zuletzt einen Moment der Stille erlebt und waren ganz bei uns selbst? Stattdessen lenken wir uns oft sofort, wenn es einmal nichts zu tun gibt, mit Sozialen Medien ab oder stürzen uns in eine neue Aufgabe. Dabei können wir gerade in der Stille viel über uns selbst lernen – ein Experiment dazu hat Horst Lichter gewagt!

Ein Mann liegt auf einem Tisch im Park auf dem Rücken, mit dem Kopf zum Betrachter und hat einen Hut auf

In unserem Alltag sind wir fast ununterbrochen von Ablenkungen umgeben, hetzen von einem Termin zum nächsten und stehen ständig unter Strom. Kein Wunder also, wenn wir uns nach Stille sehnen, in der wir in Ruhe abschalten können. 
In Stille können wir neue Kraft tanken und mehr über uns, unsere Bedürfnisse und Wünsche erfahren. Denn oft wird unsere innere Stimme von der lauten Welt um uns herum übertönt.

Was also, wenn wir uns einmal in komplette Stille begeben und uns bewusst eine Auszeit nehmen, die nicht mit fest eingeplanten Aktivitäten gefüllt ist? 

Horst Lichter ist erfolgreicher Fernsehkoch und Moderator und bekannt als sehr gesprächiger Mensch. Dennoch hat er das Experiment gewagt und sich auf die Stille eingelassen. Beim Abschied von dem Trubel, der ihn bei seiner Arbeit stets umgibt, und dem Rückzug hinter dicke Klostermauern tauchte eine wichtige Frage auf: Ist es wirklich so einfach, sich selbst auszuhalten, wenn plötzlich keine Ablenkungen mehr da sind? 
Was ihn inspiriert und was er während dieses Experiments erlebt hat, erzählt Horst Lichter in seinem neuen Buch Ich bin dann mal still. Ein zutiefst persönliches Buch über die Begegnung mit sich selbst, das berührt und inspiriert – für alle, die sich ebenfalls eine Auszeit vom Alltagstrubel wünschen.

Gebundene Ausgabe 18,00 €
E-Book 15,99 €

3 Fragen an Horst Lichter

Horst Lichter und Schweigen und dann noch im Kloster. Das scheint auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen. Wie sind Sie auf die Idee zum Buch gekommen?
Also ich bin ja ein ehrlicher Mensch, deswegen muss ich sagen: Dieses Projekt wurde mir vorgeschlagen und ich war direkt fasziniert davon, einfach mal zu schweigen und die Erfahrung mitzunehmen, was Stille tatsächlich mit einem Menschen macht. Und das gerade bei mir, denn ich bin ein sehr extrovertierter Mensch. Ich liebe andere Menschen, habe dieses innere Bedürfnis, ununterbrochen zu erzählen, wenn andere dabei sind, um sie glücklich zu machen, um sie gut zu unterhalten, um all das loszuwerden, was ich denke loswerden zu müssen. Und da war genau der Ort, ein Kloster, so wie ich es mir gewünscht hätte, eigentlich perfekt. Ruhe, es spricht einen keiner an und nur mal denken. Aber das ist gar nicht so einfach.

Was hat der Rückzug in das Schweigen mit Ihnen gemacht? 
Es hat mich noch ein wenig nachdenklicher gemacht, als ich vorher schon war. Tatsächlich auch noch ein wenig demütiger und diese Auszeit sollte man sich wirklich nehmen. Einfach mal sagen: Okay, halte ich es mit mir alleine tatsächlich aus?

Fühlen Sie sich durch diese Experiment verändert und was nehmen Sie aus dieser Erfahrung in ihr Leben, in ihren Alltag mit?
Also ich nehme für mich mit: Man sollte es regelmäßig machen, einfach mal Ruhe geben. Aber die wahre Ruhe, ist nicht unbedingt die Stille an Geräuschen, sondern die wahre Ruhe, die liegt in einem selber. Und Stille zu genießen, ist für manch einen schwieriger, als Lärm um sich herum zu haben. Und das habe ich für mich mitgenommen: Ich kann sehr gut, in absoluter Ruhe, in Stille meine Ruhe finden.