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Die Geschichten der anderen

Am liebsten ist Christine Ziegler da, wo sie Menschen, Dingen, Tieren, Kunst und Krempel zuhören kann. Das inspiriert die Autorin. So entstehen ihre Romane. Diesen Monat erscheint ihr erster Roman bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur. Anlass für uns, sie zur Autorin des Monats zu machen.

Autorin des Monats: Christine Ziegler

Christine Ziegler ist eher selten am Schreibtisch anzutreffen. Die gelernte Restaurierungswissenschaftlerin mag es unter Menschen zu sein. Dort entstehen die spannendsten Geschichten. Dort ist sie auch eher als Tine bekannt. Christine nennen sie nur die staatlichen Behörden, ihre Mama und wir beim Verlag. Kein Wunder also, dass "ChrisTine Ziegler" als Name auf ihrer Autorenwebseite steht. (Ein Kompromiss, wie sie sagt.)

Die gebürtige Garmisch-Partenkirchnerin lebt mit ihrer Familie Nahe München. Das sie ein großes Herz hat, beweist unter anderem ihre jährliche Unterstützung der brasilianischen Straßenkinder von CAMM. Für den guten Zweck veröffentlicht die Besitzerin zweier Katzen Adventsgeschichten zum Vorlesen und verschenken. 

Das Christine Ziegler auch ordentlich Humor hat, zeigt sie mit ihrem Wohlfühlroman "Sauer macht listig".

Herz, Humor und eine Prise Lebensweisheit

Mit "Sauer macht listig" gibt Christine Ziegler all denjenigen wieder Mut, die von ihren Partnern betrogen wurden. Denn die Hauptfigur im Buch will auf keinen Fall als die "verlassene Gattin" abgestempelt werden. Nein, sie will nicht nur Rache, sondern auch einen Neustart.

Die humorvolle und frische Schreibweise verpackt das durchaus schwierige Thema einer Trennung und Ehebruch in einen heiteren Roman. Und sie lässt uns Raum selbst über die eigene Beziehung und Ziele nachzudenken.

Darum geht es im Detail:

»›Ich hab eine Affäre‹, gestand der Mann, dem ich vor 22 Jahren in einem gerüschten, eierschalenfarbigen Kleid, das seine Mutter für mich ausgesucht hatte, ewige Treue geschworen habe. Nach dieser Offenbarung schob er sich sein nackenfreundliches Kopfkissen umständlich zurecht, schloss die Augen und gönnte sich vor dem Wochenstart einen tiefenentspannten Moment der Ruhe.«


Bisher glaubte Elenor, 46, eine glückliche Ehe zu führen. Bisher, denn als Paul ihr im Ehebett eine Affäre beichtet, fällt sie völlig ungebremst aus den Wolken auf die harte Realität der Kaltschaummatratze. Sie muss erkennen, dass sie sich selbst und ihre Wünsche irgendwo zwischen Kinderbetreuung und haushaltsnahen Dienstleistungen verloren hat. Ihre beste Freundin rät ihr, bei Paul zu bleiben, denn was soll sie schon tun als Hausfrau ohne Job und Berufsabschluss? Doch Elenors Enttäuschung wandelt sich in Kampfgeist. Sie ist nicht nur sauer, sondern auch ziemlich listig!

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