Italien-Krimis: Wenn das Dolce Vita tödlich endet
Italien ist mehr als ein Reiseziel; es ist eine Sehnsucht. Und nirgendwo lässt sich diese Sehnsucht spannender stillen als in einem gut geschriebenen Italien-Krimi. Bei Droemer Knaur beobachten wir seit Jahren, dass dieses Genre eine ganz besondere Magie auf unsere Leser*innen ausübt. Es ist diese einzigartige Mischung aus Amore, sonnendurchfluteten Piazze und dunklen Gassen, die uns immer wieder zum Buch greifen lässt. Hier erklären wir, warum wir dem "Mord all’italiana" verfallen sind.
Das macht einen guten Italienkrimi aus
Aus unserer Sicht funktioniert das Genre nicht allein durch den Plot. Es lebt von der Atmosphäre.
Damit ein Italien-Krimi bei uns (und bei euch!) landet, muss er mehr bieten als nur "Whodunit".
-
Der Commissario als Mensch
Die Ermittler*innen in Italien-Krimis sind Menschen mit Familie, Fehlern und Vorlieben. Sie kämpfen oft nicht nur gegen Verbrecher*innen, sondern auch gegen die träge Bürokratie, korrupte Vorgesetzte oder die Hitze. Diese Bodenständigkeit macht sie uns so sympathisch.
-
Kulinarik ist Pflicht, nicht Kür
In keinem anderen Genre wird so viel und so detailliert gegessen. Ein Italien-Krimi, in dem es nur um DNA-Spuren geht, wirkt auf uns "falsch". Der Espresso an der Bar, das ausführliche Abendessen bei der "Mamma" oder der schnelle Panino zwischendurch – das Essen erdet die Handlung und gibt dem Schrecken einen menschlichen Rahmen.
-
Gesellschaftskritik im Sonnenlicht
Hinter der schönen Fassade blättert oft der Putz. Die besten Italien-Krimis nutzen die Spannung, um tief in die italienische Gesellschaft zu blicken. Es geht um Korruption, Müllskandale, alte Familienfehden und den Wandel der Traditionen. Das macht diese Bücher so relevant: Wir lernen das Land wirklich kennen, abseits der Postkartenmotive.
Die beliebtesten Schauplätze für Italien-Krimis
1 Der neblige Norden
Ob in Venedig oder Mailand: Hier sind die Fälle oft so verwinkelt wie die Gassen oder so kühl und stylish wie die Modewelt. Melancholie und Eleganz dominieren die Atmosphäre, während der Nebel der Lagune oder die Hektik der Metropole das perfekte Versteck für Verbrechen bietet.
2 Die historische Mitte
In der Toskana und in Rom prallt Geschichte auf Gegenwart. Morde geschehen hier oft im Schatten jahrtausendealter Monumente. Das "Dolce Vita" zwischen Zypressen und Kolosseum ist allgegenwärtig – doch der schöne Schein trügt, und alte Geheimnisse kommen ans Licht.
3 Der wilde Süden
Sizilien und Neapel bringen eine ganz andere Härte mit. Die Sonne brennt heißer, die Leidenschaften kochen schneller über. Hier ist das Thema Mafia oft präsenter, und die Ermittler kämpfen in einem raueren sozialen Gefüge gegen das Schweigen der "Omertà".